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Full text of "Verhandlungen der Kaiserlich-Königlichen Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Wien"

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LIBRARY OF MARINE BIOLOGICflL LftBORÄTORY 

WOODS HOLE, MASS. 



LOANED BY AMERICAN MUSEUM OF NATURAL HISTORY 



Verhandlungen 

der kaiserlich-königlichen 

zoologisch-botanischen Gesellschaft 

in Wien. 



Herausgegeben von der Gesellschaft. 



Jalirgansr l^VG. 



XXVI. Band. 



IVIit 14 Tafeln. 



Wien, 1877. 

Im Inlande besorgt durch W. Braumüller, k. k. Hof buchhändler. 
Für das Ansiand in Gommisslon bei F. A. Brockhaus in Leipzig. 

Druck von Adolf Holzhauticn in Wien. 



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INHALT. 



Sitzungsberichte. 

Seite 

Ter Sammlung am 5. Jänner» 

Neu eingetretene Mitglieder 3 

Anschluss zum Schriftentausche 3 

Meyer A. B. Dr., Berichtigung zu Kuhn's Bemerkungen über einige 

Farne der Insel Celebes (Bd. XXV, p. 593) 4 

Claus C, Zoologische Station in Triest 5 

Versammlung am, 9. Februar. 

Neu eingetretene Mitglieder 6 

Eingegangene Gegenstände 6 

Schröckinger v., Tod des Directors Dr. L. Eedtenb acher , . 6 
Subvention des k. k. Unterrichts -Ministerium zur Herausgabe der 

Festschrift 7 

Brandt J. F. Prof. Dr., Fünfzigjähriges Doctor- Jubiläum .... 7 
Claus C, Mittheilungen über die Siphonophoren- und Medusen- 
Fauna Triests 7 

Wiesner J., Wachsüberzüge pflanzlicher Oberhäute 11 

Reinhard Hermann Dr., eine neue Gallwespe: Diastrophus Mayri 11 

Rogenhof er A., Zerstörung von Büffelhörnern durch eine Motte . 13 

Kriechbaumer Dr., Hylotoma Tergestina n. sp 13 

Versammlung am 1. März, 

Neu eingetretene Mitglieder 15 

Eingegangene Gegenstände 15 

Hofmann Florian, neue Standorte von Pflanzen der Wiener Gegend 16 

Wies n er J., Schliffpräparate harter Pflanzentheile 18 

Marenzeller E. v., Wissenschaftlicher Club in Wien 19 

Coleopteren -Verkauf 19 

Jahres -Versammlung am S, April, 

Neu eingetretene Mitglieder 20 

Eingegangene Gegenstände 20 

Schröckinger J. Freiherr v., Eröffnungsrede 20 

Rogenhof er A., Bericht 21 

Marenzeller E. Dr., Bericht 22 

Juratzka J., Bericht 26 

Rogenhofer A., Vorlage der Festschrift 28 



IV Inhalt. 

Seite 

Fest-Versammlung am 8. April 1876 zur Feier des filnf- 
undzwanzigjährigen Bestehens der Gesellschaft. 

Festrede des Präsidenten 31 

Deputationen und Adressen von Corporationen 35 

Schreiben und Telegramme von Mitgliedern 63 

Verleihung der goldenen Medaille für Kunst und Wissenschaft . . 64 

Festbanket 64 

Die Mitglieder des „zoologisch-botanischen Vereines" vom Mai 1851 66 

Versammlung am 3. Mai. 

Neu eingetretene Mitglieder 69 

Anschluss zum Schriftentausche 70 

Eingegangene Gegenstände 70 

Subventionen zur Herausgabe der Festschrift 70 

Pelz ein Ä. v., Paradiesvögel eingesendet von Dr. R. v. Dräsche . 70 

Marchesetti C. v. Dr., Reisebericht aus Indien 71 

Knauer F. K. Dr., Bufo vulgaris, Bana temporaria während der 

Laichzeit 73 

Rogenhofer A., Möschler's Schmetterlinge von Surinam .... 76 

Versammlung am 7. Juni. 

Neu eingetretene Mitglieder 77 

Anschluss zum Schriftentausche 77 

Eingegangene Gegenstände 77 

Juratzka J., Bruchia Trobasiana in Steiermark 78 

Hazslinsky F., Phallus Clusianus Reich, und Kirchbaumia impe- 

rialis Schulzer v. M 78 

Hackel E., Botanischer Reisebericht aus Spanien und Portugal . . 78 

Versammlung am 5. Juli, 

Neu eingetretene Mitglieder 82 

Anschluss zum Schriftentausche 82 

Eingegangene Gegenstände 82 

Rogenhofer A., Darwin-Album 83 

Pelz ein A. v., Vogelsammlung von Celebes etc 83 

Mühlich A., Kleine Beiträge zur Flora von Niederösterreich ... 84 

Rogenhofer A., Raupe von Endagria ulula Bkh 86 

Schulzer von Müggenburg, Phallus imperialis 87 

Versammlung am 4. October. 

Neu eingetretene Mitglieder 89 

Anschluss zum Schriftentausche 90 

Eingegangene Gegenstände 90 

Pelzein A. v., Schlegel's Monographie der Simiae ..... 90 

Low Fz., Gallmücken . 92 



Inhalt. V 

Seite 

Spreitzenhofer G. C, Botanische Reise nach Dalmatien ... 92 

Horvath G., Die Hemipteren-Gattung Plinthisus ' . 103 

Wacht 1 F., Zwei neue europäische Cynipiden 103 

Wachtl F., Metamorphose von Hedobia puhescens Ol 103 

Keyserling E. Gf., Amerikanische Citigradae 103 

Microlepidopteren -Verkaufs-Anzeige 103 

Versatnrnliing atn 8. November. 

Neu eingetretene Mitglieder 104 

Eingegangene Gegenstände 104 

Jeitteles Ldw., Schädel von Canis pallipes und Vesperngo in N.-Oe. 104 

Wotoszczak E., Botanische Notizen aus Nord-Steiermark . . . 105 

ßogenhofer A., Kohlweissling in Massen am Attersee .... 110 

Rogenhof er A., Alter Stammschnitt von Hex 110 

Pittoni J. Ritter v., Anwendung von Schwefelkohlenstoff gegen 

Insectenfrass in naturhistorischen Sammlungen 111 

Reichardt H. W. Dr., Lorinser's essbare und giftige Schwämme 113 

Ausschussrath -Wahl 113 

Versamtnlung am 6. December. 

Neu eingetretenes Mitglied 114 

Schreiber's C. Ritter v., Geschenk von B. Jacquin's Werken . 114 

Pelz ein A. v., üeber eine Vogel- Sammlung aus Ecuador ... 114 

Erber J., Siren lacertina in der Gefangenschaft 114 

Erber J., Alytes ohstetricans lebend vorgezeigt 116 

Reichardt H.W. Dr., Ab erle's Zusammenstellung der gebräuch- 
licheren Pfianzensysteme etc. 116 

Marenzeller E, v., Dr. ßergh's Beiträge zur Kenntniss der 

Aeolidiaden 116 

Marenzeller E. v., Demonstration von drei lebenden Crypto- 

hranchus japonicus 116 

Weinzierl Th. v., Vorkommen von Phloroglucin im Pflanzenreiche 117 

Wiesner J. Dr., Einige neue das Chlorophyll betreffende Fragen . 117 

Wahl von sechs Vicepräsidenten 117 

Verkauf einer Käfersammlung 117 

Verzeichniss der im Jahre 1876 geschenkten Werke .117 



Abhandlungen. 

Seite 

Bergenstamm Julius, Edler v. und Paul Low: Synopsis Cecidomyidarum 1 
Voss Wilhelm: Die Brand-, Rost- und Mehlthaupilze (Ustüaginei, Ure- 

dinei, Erysiphei et Peronosporei) der Wiener Gegend 105 

Pelz ein A. v. : Verzeichniss der von Herrn J. Finger dem k. Museum 

als Geschenk übergebenen Sammlung einheimischer Vögel ... 153 



stand der Gesellschaft 



am Ende des 



Jahres 1873. 



Protector : 

Seine k. k. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog 

Rainer. 



Leitung der Gesellschaft. 

Im Jahre 1877. 

Präsident: (Gewählt bis Ende 1879.) 
Seine Durchlaucht Fürst Josef Colloredo-Mannsfeld. 

Vicepräsidenten: (Gewählt bis Ende 1877.) 
T. Herr Brunner v. Wattenwyl Karl (Präsid. Stellvertreter.) 
Hauer Dr. Franz Ritter v. 
Kornhub er Dr. Andreas, 
Mayr Dr. Gustav. 
Pokorny Dr. Alois. 
Reichardt Dr. Heinrich. 

SecretSre : 

P. T. Herr Rogenhofe r Alois Friedr. (Gewählt bis Ende 1878.) 
„ „ Maren zeller Dr. Emil v. „ „ „ 

Rechnungsführer: (Gewählt bis Ende 1880) 
P. T. Herr Juratzka Jakob. 



(Gewählt bis Ende 1877.) 



AusschussrUthe : 

P. T. Herr Bartsch Franz. 
Kolazy Josef. 
Künstler Gustav. 
Pelikan v. Plauenwald Anton. 
Schröckinger-Neudenberg Jul. Freih. v. 
Steindachner Dr. Franz. 

Brauer Dr. Friedrich. (Gewählt bis Ende 1878.) 

Brunner v. Wattenwyl Karl 
Burgerstein Alfred. 
Claus Dr. Karl 
Felder Dr. Cajetan. 



XII 



Mitglieder -Verzeichniss. 



P. T. Herr Fenzl Dr. Eduard. 
,, „ Fuchs Theodor. 

Gassenbauer Michael v. 
Hauer Franz Eitter v. 
Eornhuber Dr. Andreas. 
Letocha Anton v. 
Mik Josef. 
Pokorny Dr. Alois. 
Schoenn Moriz. 
Steinhäuser Auton. 
Strauss Josef. 
Stur Dionys. 
Suess Dr. Eduard. 
Türk Rudolf. 
Vogl Dr. August. 
Wiesner Dr. Julius. 
Bergerstamm Julius v. 
Haimhoffen Gustav Ritter v. 
Halacsy Dr. Eugen 
Jeitteles L. H. 
Mayr Dr. Gustav. 
Pelz ein August v. 
Peyritsch Dr. Johann. 
Reichardt Dr. Heinrich. 
Reuss Dr. A. Ritter v. 



(Gewählt bis Ende 1878.) 



(Gewählt bis Ende 1879.) 



Mitglieder, weiche die Sammlungen der Gesellschaft ordnen: 

Die zoologischen Sammlungen ordnen die Herren: Barbieux August, Kauf- 
mann Josef, Kolazy Josef, Marenzeller Emil v., Ronniger Ferd. 

Die Pflanzensammlung ordnen die Herren: Au st Carl, Burgerstein Alfred, 
Halacsy Eugen v., Müllner Michael, Pfihoda Moriz. 

Die Betheilung von Lehranstalten mit Naturalien besorgt Herr Josef Kolazy. 

Die Bibliothek ordnen Herr Franz Bartsch und Herr Emil v. Ma renzeller. 

Das Archiv hält Herr Anton von Letocha im Stande. 



Amtsdiener : 

Herr Machaczek J., Währing, Schulgasse 42. 



Mitglieder -Verzeichnisa. XllI 

Die Drucksclirifteii der Gesellschaft werden überreiclit: 

Im Inland e. 

Seiner k. und k. Apostolischen Majestät dem Kaiser Franz Josef. 
Seiner k. Hoheit dem durchl. Kronprinzen und Erzherzoge Rudolf. 
Seiner k. Hoheit dem durchl. Herrn Erzherzoge Franz Karl. 
Seiner k. Hoheit dem durchl. Herrn Erzherzoge Karl Ludwig. 
Seiner k. Hoheit dem durchl. Herrn Erzherzoge Ludwig Victor. 
Seiner k. Hoheit dem durchl. Herrn Erzherzoge Albrecht. 
Seiner k. Hoheit dem durchl. Herrn Erzherzoge Josef. 
Seiner k. Hoheit dem durchl. Herrn Erzherzoge Wilhelm. 
Seiner k. Hoheit dem durchl. Herrn Erzherzoge Rainer. 
Seiner k. Hoheit dem durchl. Herrn Erzherzoge Heinrich. 
Seiner k. Hoheit dem durchl. Herrn Erzherzoge Ludwig Salvator. 

Im Auslande. 

Seiner Majestät dem Kaiser von Deutschland. 10 Exemplare. 
Ihrer Majestät der Königin von England. 6 Exemplare. 
Seiner Majestät dem Könige von Bayern. 4 Exemplare. 
Seiner königl. Hoheit dem Prinzen August zu Sachsen-Coburg. 
Dem souverainen Johanniter-Orden. 



SubTentioneii für 1876. 

Von dem hohen k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht. 
Von dem hohen nieder-österreichischen Landtage. 
Von dem löbl. Gemeinderathe der Stadt Wien. 



XIV Mitgliftdev -Verzeiclinies. 



Mitglieder im Auslande. 

Die P. T. Mitglieder, deren Name mit fetter Schrift gedruckt ist, haben 
den Betrag für Lebenszeit eingezahlt und erhalten die periodischen Schriften 

ohne ferner zu erlegenden Jahresbeitrag. 

P. T. Herr Adams Arthur London. 

„ „ Adams Henri, Hann. Villas, Notting Hill (W.) . London, 

„ „ Agassiz Alexander Director d. Museums . . . Cambridge. 

„ „ Albini Dr. Josef, Universitätsprofessor . . . Neapel. 

„ „ Allman Dr. George James, Prof. 21 Manor PI. Edinburgh. 

„ „ Alvarez Dr. Louis, Prof. u. Dir. d. Mus. . . Bahia. 

„ „ Andersohn N. J., Professor Stockholm. 

„ „ An gas Georg Fr., Notting Hill London. 

„ „ Angelrodt Ernst v., Missouri St. Louis. 

10 „ „ Appelius Friedr. Ludw., Kaufmann Livorno. 

„ „ Arnold F., Kreisgerichtsrath, Baiern .... Eichstätt. 

„ „ AsbjörnsenP. Christian, k. Forstmeister . . Christiania. 

„ ,, Ascherson Dr. Paul, a. Prof. d. Bot. an der 

Univers., Custos am k. Herbar. Friedrichstr. 58 Berlin (W.) 

„ „ Baden Dr. Ferdinand, Zahnarzt Altona. 

„ „ Ball Dr. Th., Director der Eealschule in . . . Danzig 

„ „ Baillon Ernst, Prof. an d. k. Forst- Akademie . St. Petersburg. 

„ „ Baillon H., Prof. d. Naturg. a. d. med. Fac. . Paris. 

„ „ Bain Dr. Mac, Marine-Arzt Edinburgh. 

„ „ Balfour Dr. Hutton, Prof., 27, Moorleith ßow. Edinburgh. 

20 „ „ Ball Valentin, geolog. Survey Calcutta. 

„ „ Bamberger Georg, Apotheker, Schweiz . . . Zug. 

„ „ BarbosaduBocage, Direct. des zool. Mus. . Lissabon. 

„ „ Barker Dr. John. Mus. Coli, of Surg Dublin. 

„ „ Bary Dr. A. de, Prof. d. Bot. a. d. Univers. . Strassburg. 

„ „ Bat es H. W., Esq., Bartholomew-Eoad (NW.) . London. 

„ „ Beling Theodor, Forstmeister am Harz . . . Seesen. 

j, „ Bellardi Luigi, Prof. der Naturgeschichte . . Turin. 

„ „ Beneden Eduard v., Univ.-Prof., rue Nysten 26 Lüttich. 

„ „ Bennet Dr. G., Esq Sidney, 

30 „ „ Berchon Dr. Ernest, Direct. (Gironde) . . . Pauillac. 

„ „ Berdau Felix, Prof. am Polytech. G. Lublin . Putawy. 



Mitglierler -Verzeicliniss. 



XV 



P. T. Herr Berg Carl, Prof. (d. Buchh. Grasman Hambui-g) Buenos- Ayres. 

„ „ ^erggren Sven Lund. 

„ „ Bergh Dr. Rud., Oberarzt am allg. Krankenh. . Kopenhagen. 

„ „ Betta Edoardo, Nobile de Verona. 

„ „ Beuthin Dr. Hein., Steindam 144 III. St. Georg Hamburg. 

„ „ Bianconi Dr. Josef Bologna. 

„ ., Bigot Jacq., rue de Louxembg. 27 Paris. 

„ „ Blanchard Dr. Emil, Professor, Mus.-Director Paris. 

40 „ „ Blanchet Ch Lausanne. 

„ „ Blau Dr. Otto, Consul des nordd. Bundes; . . Serajewo. 

„ „ Bleeker Dr. Peter, holl. Oberst-Stabsarzt . Leyden. 

„ „ Boek Christ., Prof. an der ünivers Christiania. 

„ „ Bolivar Don Jose Maria C. d. Hita 4 . . . Madrid. 

„ „ Bommer Dr. J. E., Prof. d. Bot. u. Custos . . Brüssel. 

„ „ Bonizzi Dr. Paul, Prof. an der Univers. . . Modena. 

„ „ Bonorden Dr. H. F., Rgts.-Arzt, E. B. Minden Herford. 

„ „ Bonvouloir Comte Henri, Rue de rUniversite 15 Paris. 

„ „ Boutelou Don Esteban, Ingeniero de Montes Sevilla. 

60 „ „ Bowring John j., Esq London. 

„ „ Brandt Johann Friedr.jk. Mus.-Direct., Staatsrath St. Petersburg. 

„ „ Braun Dr. Alexander, Prof. der Botanik . . . Berlin. 

„ „ Brehm Dr. Alfred Berlin. 

„ „ Brendegani Vinc, Rect. d. Kirche St. Rochus Verona. 

„ „ Boschniak Nik., Vicar d. serb. Klosters in . Grabovacz. 

„ „ Bretschneider Dr. Ed., Arzt d. k. russ. Ges. Peking. 

„ „ Brot Dr. A., Prof., Malagnou 6 Genf. 

„ „ Bruce Dr. Samuel, 43, Kensington Gard. Sq. . London. 

„ „ Bruhin P. Th. (Bchh. Schulthess Zürich) Wisc. Centreville. 

(10 „ „ Bruyn Arie Johannes de, Regimentsthierarzt . Zütphen. 

„ „ Buchenau Dr. Fr., Director u. Prof. d. Realsch. Bremen. 

„ „ Buchinger Dr. F., Direct. des Waisenhauses . Strassburg. 

„ „ Burmeister Heinrich, Thüringen Arnstadt. 

„ „ Burnieister Dr. Herrn., Dir. d. naturh. Mus. . Buenos- Ayres. 

„ ,, Buse L. H., bei Arnheim Renkom. 

„ Busk Dr. George, Burlington-house .... London. 

„ Cabanis Dr. Joh. Lud., Custos am k. Museum Berlin. 

„ „ Canestrini Dr. Johann, Prof. an d. Univ. . . Padua. 

„ „ Carp enter Dr. Will., 8, Queens-Rd., Primrose hin. London. 

70 „ „ Carte Dr. Alex., Dir. of the Mus. R. Society . Dublin. 

„ „ Caruel Theodor, Professor der Botanik . . . Pisa. 

,, „ Carus Dr. Victor v., Professor a. d. Universität Leipzig. 

„ „ Castracane degli Antelminelli, Franc. Conte . Fano. 

„ „ Cell Dr. Hector, Dir. d. h. Landw. Schule . . Portici. 

„ „ Cesati Baron Vincenz, Dir. Prof. d. Botanik . Neapel. 

Z. B. Ges. B. XXVI. C 



XVI Mitglieder -Verzeichniss. 

P. T. Herr Chevreul Mich., Prof., adm. d. Mus. d'hist. nat. Paris. 

„ „ Chiari Gerhard Ritter v., k. k. General-Consul Salonich. 

„ „ Cohn Dr. Ferdinand, Prof. d. Bot. a. d. Univ. . Breslau. 

„ „ Colosanti Dr. Josef, Assist, d. Path Eom. 

80 „ „ Colbeau Jules, chausse'e de Wavre 178 . . . Brüssel. 

„ „ Coldham James G., Dir. of Christch. school. . Cawnpore. 

„ „ Co 11 et Eobert, Dr. phil. b. Christiania . . . Homansby. 

„ „ Conrad Paul, Schiflfscap itain a. D Bremen. 

„ „ Cornalia Dr. Emil, Dir. d. städt. Mus. . . . Mailand. 

„ „ Cox C. James, Dir. d. uaturhist. Mus Sidney. 

„ „ Crosse H., Rue Tronchet 25 Paris. 

„ „ Dana James (Connecticut) New-Haven. 

„ „ Darwin Charles, Kent, Down Beckenham . Farnborough Hants. 

„ „ Davidson Dr. George, W., 13. Union-Place . Edinburgh. 

90 „ „ Davidson Thomas . London. 

„ „ Davids Dr. Arthur Elson, Cambers Bridge St. . Manchester. 

„ „ De Candolle Alphons, Professor der Botanik Genf. 

„ „ Degenkoll) Herm., Rittergutsbesitzer bei Pirna Rottwegendorf. 

„ „ Deshayes Dr. G. Paul, Prof. Place royale 18 Paris. 

„ „ Desnoyers Johann, Bibliothecaire du Mus. . Paris. 

„ „ Dietrich Kaspar, Cust. am eidgen. Polyt. . . Zürich. 

„ „ Dingler Herrn., Dr. Med., Rhein-Baiern . . . Zweibrücken. 

„ „ Doderlein Dr. Pietro, Prof. an der Univers. . Palermo. 

„ ,; Doenitz Dr. Wilh., Assist, am naturhist. Mus. Berlin. 

100 „ „ Dohrn Dr. Anton, Vorstand d. zool. Station . Neapel, 

„ „ Dohrn Dr. Heinrich, Stadtrath ...... Stettin. 

„ „ Dohrn Dr. Karl A., Präs. des entom. Vereines Stettin. 

„ „ Douglas J. W., Esq London. 

„ „ Douillö August, Marine-Wundarzt, Martinique St. Pierre. 

„ „ Du Rieu W. N., Conserv. an d. Bibliothek . . Leyden. 

„ „ Eden F. W. van Harlem. 

„ „ Edwards Harry Wm. Californ St. Francisco. 

„ „ Eichelbaum Dr. Felix Hildesheim. 

„ „ Eichler Dr. A. W., Prof. d. Bot. a. d. Univers. Kiel. 

110 „ „ Eidam Dr. Eduard, Assist, a. d. Lehrkanzel f. Bot. Breslau. 

„ „ Ellenrieder Dr. C. v., OfF. d. Gezondheit, Java Buitenzorg. 

„ „ Eliot Karl W., Prof. Boston. 

„ „ Emery Med. Dr. Carl, Strada di carozzieri 13 . Neapel. 

„ „ Engelmann Dr. Georg, Nordamerika .... St. Louis. 

„ „ Engler Dr. Adolf, Custos am k. Herbar . . . München. 

„ „ ErschofiFMkoL, Wassili Ostroff 12. Lin. 15. Haus St. Petersburg. 

„ „ Esmark Lauritz, Vorstand des naturh. Mus. . Christiania. 

„ „ Eulenstein Theodor Dresden. 

„ „ Fahrer Dr. Johann, k. Stabsarzt München. 



Mitglieder -Verzeichniss. XVII 

120 P. T. Herr Fairraaire Leon, Directeur de Thöpital St. Louis Paris. 

„ „ Falk Dr. Alfred, an der Universität .... Lund. 

,, „ Famintzin Dr. A., Professor St. Petersburg, 

„ „ Farie James Secr. geol. Soc. Andersonian Univ. Glasgow. 

,, „ FerreiraMan.Lag.,Vice-Präsesd.hist.-geog.Inst. Rio de Janeiro. 

„ „ Finsch Dr. Otto, Curator am zool. Museum . Bremen. 

„ „ Fischer von Waldheim Dr. Alexander, Prof. . Warschau. 

,, ,, Fischer Dr. Karl, pr. Arzt Aukland. 

„ „ Flor Dr. Gustav. Prof. an d. Universität . . . Dorpat. 

„ „ Flügel Dr. Felix Leipzig. 

130 „ „ Focke Dr. W. 0., alter Wall 4 Bremen. 

„ „ Förster Dr. Arnold, Prof. a. d. höh. Bürgersch. Aachen. 

„ „ Förster Dr. Heinrich, hochwd. Fürstbischof . Breslau. 

„ „ Fontaine Cesar, Naturalist. Prov. Hainaut . . Papignies. 

„ „ Fontaine Julius de la, Cons. du Musee belg. Univ. Gent. 

„ „ Forel Dr. August, Kreis-Irrenarzt München (Au). 

„ „ Forst Gr., Kaufmann Halberstadt, 

„ „ Fournier Dr. Eug., Gen. See. d. soc, bot. . . Paris. 

„ „ Frass Dr. Oskar Fr., Prof. Urbanstr. 13 . . . Stuttgart. 

„ „ Frey Dr. Heinr., Prof, a. d. Universität . . . Zürich. 

140 „ „ Friedländer Dr. Julius, Karlsstrasse 11 (NW.) Berlin. 

„ „ Fries Dr. Elias, Prof. an der Univers, , . . Upsala. 

„ „ Fries Th. M., Adjunct a. d. Univers. .... Upsala, 

„ „ Friestadt ß. F., Adjunct an der Univers. . . Upsala. 

,, „ Frietze R,, Apotheker, Reg.-Bez. Oppeln , , Rybnik. 

„ „ Garcke Dr. Aug., Prof. u. Cust. am k. Herbar Berlin. 

„ Gelen zow Dr. N. v.. Dir, d. Landw.-Akad. . . Moskau. 

„ ,, Gemminger Dr. Max, Adjunct am zool. Mus. München. 

„ ., Gernet Karl, R,v.,k.r. Geheimrath, Haus Lissitzin St. Petersburg. 

,; „ Gerson Dr, J., da Cunha Dir. asiatic soc, . . Bombay. 

150 „ „ Gerstäcker Dr. Adolf, Prof. d. Univers, . . . Greifswalde. 

„ „ Giebel Dr. 0. G. Prof. a. d. Univ Halle. 

„ Giraud Josef, Dr. d. Med., Rue Magnan 24 . Paris. 

„ „ Göppert Dr. Heinr. Rob., geh. Med.-Rath U.Prof. Breslau. 

„ „ Gomez Dr, Ber, Ant., kön. port. Leibarzt . . Lissabon. 

„ „ Gonzenbach J. Guido, Prof Smyrna. 

„ „ Graells, D, Mariano de la Paz. Dir. d. z. Mus, Madrid. 

„ „ Grathwohl Wilhelm Fidelis, Grosshändler . . München, 

„ „ Gray As a, Prof. a. d. Haward College . , . Cambridge. 

„ „ Grönland Dr. J. b. Jüterbock Dahme. 

^^^ » » Grote Radcliffe A. Curat, of nat. sc, Am. . . Buffalo. 

„ „ Grube Dr. Ed,, k. russ, Staatsrath, Prof, . . Breslau. 

„ „ Günther Dr, Albert, Direct, am brit, Museum London. 

„ „ Guirao Don Angel, Dir. del Istituto a. , . , Murcia. 

c* 



XVIII Mitglieder -Verzeieliniss. 

P. T. Herr Haast Dr. Julius, Director des Canterbury-Inst. Christ Church. 

„ Haeckel Dr. Ernst, Prof. d. Zool. a. d. Univ. . Jena. 

„ „ Haelsen G., (pr. W. Koltze Eepsoldstr. 14. 

St. Georg, Hamburg) 38 Broockgreen, Hamersh. London. 

„ „ Halfern Friedr. v., b. Aachen Burtscheid. 

„ „ Hagen Dr. Hermann, Prof. a. Mus. zu Boston Cambridge. 

„ „ Hampe Dr. Ernst Blankenbg. a. Harz. 

170 „ „ Ha nee Dr. M. H. F., Esq., Vice-Consul . . . Whampoa. 

„ Hanley Syl., Hanley-Eoad 1. Hoarseway Eise . London. 

„ „ Hans Wilhelm, Lausitz Herrenhut. 

„ „ Hanstein Dr. Joh., Prof. d. Bot. a. d. Univ. . Bonn. 

„ „ Harold Edgar Freih. v., Major a. D., Barerstr. 52 München. 

„ „ Hartmann Karl, Schweden Oerebro. 

„ „ Harz Dr. Carl, Doc. a. Polytechnikum . . . München. 

„ „ Ha sk ins Dr. Alfred L., 98, Boylston Street . Boston. 

„ „ Hasskarl Dr. J. K., Eheinpreussen .... Cleve. 

., „ Haus er F., Stud., Winklerstrasse 35 .... Nürnberg. 

180 „ „ Haussknecht Dr. Karl, Prof. der Botanik . . Weimar. 

„ „ Heaphy Ch. D., Ingenieur Aukland. 

„ „ Hedemann Wilh. v., k. r. Stabs-Capit. . . . Kopenhagen. 

„ „ Hedenus Th. Apotheker bei Leipzig .... Neuraudnitz. 

„ „ Heer Dr. Oswald, Prof. an der Universität . . Zürich. 

„ „ Heldreich Dr. Theodor v., Dir. d. bot. Gartens Athen. 

„ „ Heller v. Hellwald Friedr., Eed. d. „Ausland" Stuttgart. 

„ „ Henry Josef, Prof., Secret. d. Smiths. last. . Washington. 

„ „ He n sei Dr. Eeinhold Berlin. 

„ „ Herder Dr. F. v., Bibliothekar a. k. bot. Garten Petersburg. 

190 „ „ Heurck Henri v., Prof. . Antwerpen. 

„ „ Heuser Dr. P., Diaconissenhaus-Arzt, Westf. . Bielefeld. 

„ „ Hewitson, Will., C, Esq., Oatlands .... Waybridge. 

„ „ Heyden Dr. Luc. V., Schlossstr. 54 Bockenheim b. Frankfurt a. M. 

„ „ Heynemann F Frankfurt a. M. 

„ „ Hiendlmayr A., Kaufmann, Weinstrasse 11 . München. 

„ „ Hieronymus Georg E., Assist, der Univers. Arg. Cordova. 

„ „ Hildebrand Dr. F., Prof. d. Bot. Breisgau . Freiburg. 

„ „ Hille Dr. Louis, Hessen Marburg. 

5, „ Hoeme Alfons, Wettinerstrasse 19 Dresden. 

200 „ „ Ho ff mann Dr. Hermann, Prof. d. Botanik . . Giessen. 

„ „ Holding J. C, Gutsbesitzer Capstadt. 

„ „ Humbert Alois v., 11 Eue de FHotel de Ville . Genf. 

„ „ Huxley Thom. Henry, Dr. Mus. econom. geol. . London. 

„ „ Irigoya Don Simon, Director des Museums . Lima. 

„ „ Jablonski Max, Gutsbesitzer Berlin. 

„ „ Jäckel Johann, Pfarrer, Baiern Windsheim. 



Mitglieder -Verzeichniss. 



XIX 



P. T. Herr Jäger Dr. A., Hof- Apotheker, Breisgau . . . B'reiburg. 

„ Janisch Karl, Hüttendirect. bei Seesen, Harz; . Wilhelmshütte. 

„ Janni Josef, Agent d. öst. ung. Lloyd . . . Bombay. 

„ Javet Charles, Eue Jean-Bologue 23, ä Passy . Paris. 

„ Jeffreys J. Gwyn, 25 Devonsh. Porti. PI. . . London. 

„ Jessen Dr. Karl. Prof. der Landw. (Pomni.) . Eldena. 

„ Jonsson Joh., a. d. Univers Upsala. 

„ Joseph Dr. Gustav, neue Antonienstr. 6. . . Breslau. 

„ Just Dr. Leopold, Prof. a. Polytechn Karlsruhe. 

„ Kahil Anton, k. u. k. österr. Vice-Consul. . . Damiette. 

„ Kawall J. H., Pastor in Kurland (pr. Mietau) . Pussen. 

„ Keferstein A., Gerichtsrath Erfurt. 

„ Keyserling Graf Eugen Glogau. 

„ Kinberg Joh. Gustav, Prof. Stockholm. 

„ KirchenpauerDr., Senats-Präsidentu.Bürgerm. Hamburg. 

„ Kirchner Dr. Oskar Proskau. 

„ K i r s c h b a u m Dr. Carl L., Prof. Inspector d. Mus. Wiesbaden. 

„ Koch Dr. Karl, Professor Berlin. 

„ Koch Dr. Ludwig, prakt. Arzt Nüriiberg. 

„ Koch Dr. Ludwig, Assist, d. Lehrk. f Botanik Heidelberg. 

„ Kock J. V., k. Maj., Gelderl. b. Nymwegen . . Hess. 

Koerber Dr. G. W., Prof. a. d. Universität . Breslau. 

„ Kölliker Dr. Albert, Prov. an der Univers. . Würzburg. 

„ Kör nicke, D. Friedr. Prof. in Popelsdorf bei . Bonn. 

„ Kraatz Dr. G., Vorst. d. ent. V., Linkstr. 28 (W.) Berlin. 

„ Kr auss Dr. Ferd., Prof., Director d. k. z. Museums Stuttgart. 

„ Krefft Gerard, Secretär d. naturhist. Mus. . . Sidney. 

„ Krempelhuber Dr. A.v.,k.Frstm.,Amalieustr. 3 München. 

„ Kriechbaumer Dr. Josef, Adj. a. k. zool. Mus. München. 

,, Krüper Dr. Theobald, Gustos am Museum . . Athen. 

,, Kubary Johann C. (d. Schmelz) Hamburg. 

„ Kühn Dr. Julius, Direct. des landw. Inst. . . Halle. 

„ Kuhn Dr. Max, Luisenstrasse 67 (NW.) . . . Berlin. 

„ Kurz Sulpiz, Custos am bot. Mus Calcutta. 

„ Laboulbene Alexander, Prof., Eue de Lille 11 Paris. 

„ Lancia Fried. Duca di Castel Brolo .... Palermo. 

„ Landerer Fr. X., Apotheker Athen. 

„ Lange v., Hofr. Chef der Telegraphen-Stat. . Odessa. 

„ Lange J. Carl, k. k. öst. Ges.-Secretär a. D. . Athen. 

„ Layard E. Secretär, Südam Para. 

„ Lea Isaac, Präsid. d. Acad. od nat. scienc. . . Philadelphia. 

„ Le Comte Theophil, bei Lesines Ghisleughien. 

■ „ LeConte Dr. John, cor. Secr. d. Ac. of nat. sc. Philadelphia. 

„ Leibold Dr. Friedrich, Apotheker Santiago. 



XX Mitglieder -Verzeichniss. 

P. T. Herr Leidy Dr. Josef, Professor Philadelphia. 

„ ,. Le Jolis Auguste, Präs. d. nat.-hist. Vereines . Cherbourg. 

„ ., Letzner K., Hauptlehrer, Nicolaistr Breslau. 

. Leipzig. 

. Basel. 

. Upsala. 

. Helsingfors. 

. Elisabethgrod. 

. Dresden. 

. Würzburg. 



„ Leuckart Dr. Kudolf, Prof. a. d. Univers. 

,, „ Leuthner Franz, Assist, a. anat. Inst. 

„ Lilleborg Dr. Wilh., Prof. . . . 

„ „ Lindberg Dr. S. 0., Prof., Pinnland, 

„ „ Lindeman Dr. Eduard R. v., Hofrath 

„ Lindig Alexander, Pragerstrasse 14 

260 ,, „ L inhart Dr. Wenzel, Prof. .... 

„ Lischke Dr. C. E., geh. Ob.-Regier.-Rath . . Elberfeld. 

„ ., Lobscheid Dr. W. S., b. Bunzlau. pr. Schlesien Gnadenberg. 

„ „ Logan M. Thomas, Esq., Californ Sacramento. 

„ „ Lorentz Dr. Paul Günther, Univ.-Prof., arg. Rp. Cordoba. 

„ „ Loscos y Bemal, Senor Don Castel Serao. 

„ „ Loven Dr. S., Professor Stockholm. 

„ „ Low Dr. Hermann, Realschul-Dir. a. D. ... Guben. 

„ „ Low Dr. Ernst, Dessauerstr. 5 Berlin. 

., „ Luders Dr., Arzt Valparaiso. 

270 „ „ Lütken Dr. Chr. Friedr., am k. Mus Kopenhagen. 

„ ,, Mac Lachlan Roh. 39 Limes Grove, Lewish. . London (SE.) 

„ „ Magnus Dr. Paul, Prof Hamburg. 

„ „ Malinovsky v., kais. türk. General .... Constantinopel. 

,, „ Malm A, W., Intendant am naturh. Mus. . . Götheborg. 

„ „ Malzine F. de, rue de Moulin 11 Brüssel. 

„ „ Manderstjerna Alex. V., k. General, b. Warschau Radom. 

„ „ Manzoni Dr. Angelo, b. Bologna Lugo. 

„ „ Marcusen Dr. Prof., Hofrath, Lüttichaust. 10 . Dresden. 

„ „ Marion A. F., Prof. d. Zool., allee des Capucines 4 Marseille. 

280 ., „ Martens Dr. Ed. v., Gustos am Mus., Prof. . Berlin (W.) 

„ „ Martins Charles, Prof. Dir. d. bot. Gart. . . Montpellier. 

„ „ Mayer Heinrich, Grosshändler Trondhjem. 

„ „ Maximowicz Carl, Colleg. Rath St. Petersburg. 

,, „ Medem Niki., Freih., k. r. Gen. d. Artillerie . St. Petersburg. 

„ „ Meneghini Dr. Jos. Cav., Prof. Pisa. 

,, „- Mengelbier Wilh., Kaufmann Aachen. 

„ „ Merian Thurneisen Dr. Pet., Rathsh., Prof. Basel. 

„ „ Merk Carl München. 

,, „ Meves W., am königl. Mus Stockholm. 

290 „ „ Meyer Dr. Adolf Beruh., Direct. d. k. zool. Mus. Dresden. 

„ „ Meyer Dr. Carl, Assistent am eidgen. Polyt. . Zürich. 

„ „ Mieg, Don Fernando, Prof. de Hist. nat. . . Bilbao. 

,, „ Milne- Edwards Alph., Prof. a. naturh. Mus. . Paris. 

„ „ Minks Dr. Arthur, Fischmarkt 3 Stettin. 



Mitglieder -Verzeichnise. 



XXT 



P. T. Herr Muiszech Georg Graf v., Rue Balzac. 22 

„ „ Möbius Dr. Karl, Prof. der Univers. . . 

„ „ Moeschier Heinr. B., Bes. d. Kronförstchen b 

„ „ Moesta Dr. Friedr., an d. Sternwarte, Chile 

„ „ Möhl Dr. H., Dir. d. Ver. f. Naturk. . . 

„ „ Mohnike Dr. 0. G., Gesundheitsoffic, Java 

„ „ Möller J. D., bei Hamburg 

„ „ Moore Dr., Dir. R. bot. Gard 

„ Moore Thom. J., F. L. Ph. S. Cur. a. Derby Mus 

„ „ Moquin - Tan don Dr. Gaston, avenue d'Antin. 29 

„ „ Morawitz Aug., Cust. d. ent. Abth. d. zool. Mus 

„ „ Morawitz Dr. Ferd., Wosnessensky-Prosp. 33 

„ Mörch 0. A., am k. Museum 

„ „ Morren Ed., Prof. und Director d. belg. bort. 

„ „ Mosling Svend, Adj. an der Realschule . . 

„ „ Mousson Alb., Prof., Zeltweg 

„ „ Müller Albert, Grenzacherstr. 72 .... 

„ „ Müller Ernst, pr. Schlesien bei Namslau . . 

„ „ Müller Dr. Ferdinand, Direct. d. bot. Gart. 

„ „ Müller Dr. Hermann, Oberlehrer, Westphalen 

„ „ Müller Dr. Karl, Barfüsserstr. 8 ... 

„ „ Müller Karl, Rector a. d. lat. Schule . . 

„ Müller Dr. N. J., Prof. d. Forst.- Akad. . 

„ „ Mulsant E., Stadtbibliothekar .... 

,, „ Naegeli Dr. Heinrich, prakt Arzt . . . 

„ „ Nägeli Dr. Karl, Prof. d. Bot. a. d. Univers 

„ „ Naumann Alexander, Sachsen .... 

„ „ Neubauer Job., S. J. Nordwood, Austral. 

„ „ Nietschke Dr. Theod., Westphal. . . . 

„ „ Noerdlinger D. H. Ob.-Forstrath Professor 

„ „ Nolcken Baron J. H. W., Ins. Oesel b. Riga 

„ „ Notaris G. de. Prof. d. Botanik . . . 

„ „ Nylander Dr. Wilhelm 

„ „ Oehl E., Dr. d. Med., am Collegium Ghisliere 

„ „ Ornsteiu Dr. Bernard, Chefarzt d. gr. Armee 

„ „ Osten-Sacken Karl Robert, Preih. v. . . 

„ „ Oulianini B., Soc. des Amis d. 1. nat. . . 

j, „ Owen Richard, Esq., Prof., brit. Mus. . . . 

„ „ Packard Dr. A. S., Esq., am Essex Institut N. A 

„ „ Pancic Dr. Josef, Prof. d. Naturg. am Lyceum 

„ „ Pardozy Sastron, Senor Don 

„ „ Pariatore Filippo, Prof., Dir. d. bot. Mus. . . 

„ „ Pas quäle Josef, Prof. Strada anticilia 13 . . 

„ „ Passerini Dr. Giovan., Prof. d. Bot. Univ. . . 



Paris. 

Kiel. 

Bautzen. 

Santiago. 

Cassel. 

Surabaja. 

Wedel. 

Dublin. 

Liverpool. 

Paris. 

St. Petersburg. 

St. Petersburg. 

Kopenhagen. 

Lüttich. 

Trondhjem. 

Zürich. 

Basel. 

Mittel-Wilkau. 

Melbourne. 

Lippstadt. 

Halle a/S. 

Trondhjem. 

Minden. 

Lyon. 

Rio de Janeiro. 

München. 

Zittau. 

Adelaide. 

Münster. 

Hohenheira. 

Pichtendal. 

Rom. 

Petersburg. 

Pavia. 

Athen. 

Boston. 

Moskau. 

London. 

Salem. 

Belgrad. 

Castellote. 

Florenz. 

Neapel. 

Parma. 



XXII 



Mitgl ieder -Verzeiclmiss . 



P. T. Herr Patze C. A., Stadtrath und Apotheker 

340 „ „ Paulsen Don Ferd., Chile 

„ „ Pavesi Dr. Peter, Prof. am Lyceum . . 

„ „ Perez Areas, Don Laur., Prof. der Zoologie 

„ „ Perty Dr. Max, Professor 

„ „ Peters Dr. Carl W., Prof. u. Dir. a. k. Mus 

„ „ . Peters Wilhelm, b. A. Hirschwald. Buchh. 

„ Pfeffer Dr. W. Prof. d. Botanit a. d. Uuiv. 

„ „ Pfeiffer Dr. Ludwig 

„ „ P fitz er Dr. Ernst, Prof. d. Botanik . . 

„ „ Philippi Dr. R. A., Direct. und Prof. 

350 „ „ Pirazzoli Eduard, Ingenieur 

„ „ Prantl Dr. Karl, Docent d. Bot. a. d. Univ 

„ „ Prendhomme de Borre Alfred, Secr. soc. ent 

„ • „ Pringsheim Dr. N., Prof. Bendlestr. 13 (W 

„ „ Purchas Arth., G. Rever 

„ „ Puton Dr. A., Vosges depart 

„ „ Puxty W. C, Lehrer, Erdington Orphanage 

„ „ Rabenhorst Dr. Ludwig 

„ „ Rad de Dr. Gustav, Direct. des k. Museum . 

„ „ Radlkofer D. Ludw., Prof. f. Bot. a. d. Univ 

360 „ „ Ransonnet Eug., Freih. k. k. Leg.- Secr, a. D 

„ „ Rasch Halvor H., Professor 

„ „ Raskovich Michael, Prof. am Lyceum . . 

„ „ Reess Dr. Max, Prof. d. Botanik a. d. Univ. 

„ „ Regel Dr. Eduard, Direct. d. k. botan. Gartens 

., „ Rehm Dr. H., k. Gerichtsarzt, Rheinbaiern 

„ „ Reichenbach Dr. H. G. L., geh. Hofrath u. Prof 

„ „ ReinhardDr. Her., Ob.-Med.-Rath, Johanuisplatz 

„ „ Reinhardt Joh. T., k. Professor .... 

„ „ Reinhardt Dr. Otto, Oranienstrasse 45 . . 

370 „ „ Renard Dr. Carl v.,Vicepräsidentd. nat. Gesellsch 

„ „ Ribbe Heinrich, Naturalist 

„ „ Richiardi Dr. Sebast., Prof. d. Naturg. d. Univ 

„ „ Roberts Alfred, Esq., Dr 

„ „ Robertson David, 4, Regent Park terrace 

„ „ Röder Victor von, Oekonom, Herzogth. Anhalt 

„ „ Römer Dr. Ferd., Prof. an der Universität 

„ „ Rondani Dr. Camill, Cav., Prof. a. d. Univ 

„ „ Roretz D. Alb. v., Hospital-Director Japan 

„ „ Rosenhauer Dr. W. G., Prof. .... 

380 „ „ Rösler Dr. Carl Friedr. Herm., Prof. . . 

„ „ Ross D. Milton, AI. Esq. Canada . . . 

„ „ Rüppel Dr. M. Ed 



Königsberg. 

Santiago. 

Lugano. 

Madrid. 

Bern. 

Berlin. 

Berlin. 

Bonn. 

Cassel. 

Heidelberg. 

Santiago. 

Imola. 

Würzburg. 

Brüssel, 

Berlin. 

Aukland. 

Remiremont. 

Birmingham. 

Dresden. 

Tiflis. 

München. 

München. 

Christian ia. 

Belgrad. 

Erlangen. 

Petersburg. 

Lohr a. M. 

Dresden. 

Dresden. 

Kopenhagen. 

Berlin. 

Moskau. 

Dresden. 

Bologna. 

Sidney. 

Glasgow. 

Hoym. 

Breslau. 

Parma. 

Nagoja. 

Erlangen. 

Rostock. 

Toronto. 

Frankfurt a. M. 



Mitglieder -VerzeichnisB. XXIII 

P. T. Herr ßütimey er -Frankhausen Karl L., Prof. . . Basel. 

„ „ SaccardüPier Andrea, Prof. d. Botanik . . Padua. 

r „ Sachsl Leopold, k. u. k. Vice-Consul .... Pliillipopel. 

„ „ Sadebeck Dr. Eich., Prof., Oben-Bergfelde 16a Hamburg. 

„ „ Saudb erger Dr. Pridolin, Prof. d. Mineralogie Würzburg. 

„ „ Sander Dr. Julius, Arzt a. der Charite . . . Berlin. 

„ „ Sars Dr. Mich., Prof Christiania. 

„ „ Saunders Sidney Smith Sir, Rosenheim . . ßeigarte. 

„ „ Saussure Henri de, City 24, Tertasse . . . Genf. 

„ „ Schäffer Iguaz Eitter v., k. k. Minist-Resident Shanghai. 

„ „ Schaufuss L. W., Naturalist, Wettinerhof . . Dresden. 

„ „ Schenk A., k. Professor, Nassau Weilburg. 

„ „ Schenk Dr. A., Hofrath und Prof. der Bot. . . Leipzig. 

„ „ Schieferdecker, Dr. der Med., Sanitätsrath . Königsberg. 

„ „ Schierbrand Curt Wolf v., 2. I. Johannisplatz Dresden. 

„ „ Schiff Dr. Moriz, Prof. a. d. Hochschule . . Florenz. 

„ „ Schilling Hugo, Naturalist Hamburg. 

„ „ Schimper Dr. W. Ph., Prof. Strassburg. 

„ „ Schiödte J. C, Prof. u. Custos am k. Museum Kopenhagen. 

„ „ Schlegel Hermann, Direct. des zool. Museums Leyden. 

„ „ Schlerka Job., p. Med. Regie-Direct Verona. 

r. Schliephake Dr.K., Fab.-Dir., Thür. b. Osterfeld Waldau. 

„ „ Schmeltz J. D. E., Custos am Mus. GodeflFroy Hamburg. 

„ „ Schmid Anton, Privat Eegensburg. 

„ „ Schmid Dr. J. F. Julius, Dir. d. Sternwarte . Athen. 

„ „ Schmitz Dr. Friedrich, Docent d. Botanik Univ. Halle. 

„ „ Sehn ab 1 Dr. Job., Stare Miasto 17 .... Warschau. 

„ Schneider W. G., Dr. Phil Breslau. 

„ „ Schnitzer Dr. Sanitätsarzt, Albanien .... Antivari. 

„ „ Schrader W. H. L., b. Simssen et Comp. . . Shanghai. 

„ n Schroeter Dr. J., Oberstabsarzt Rastatt. 

„ „ Schübler Dr. Christ. Fried., Dir. d. bot. Gart. Christiania. 

„ „ Schüch Dr. G. de Capanema, Prof Eio de Janeiro. 

„ „ Schüz Dr. EmU, prak. Arzt, Würtemberg . . Calw. 

„ „ Schultz Dr. Friedr. G., Elsass Weissenburg. 

„ „ Schwager Conrad, k. Geolog, Marsstrasse 37 . München. 

n „ Schweinfurt Dr. Georg Berlin. 

„ „ Sclater Ph. Luttley, Secr. zool. Soc. Hannov. Sq. London. 

„ „ Scott Alexander Walker, Esq., Australien . . Ash Island. 

„ „ Scott John, 37, Manor Grove Lee London (SE.) 

„ „ Scott Robert Henry v., Scr. R. geol. S. of Irl. Dublin. 

„ „ Seebold Th., Ingenieur (bei Krupp) .... Essen. 

„ „ Segeth Carl Dr., Arzt, Chile Santiago. 

„ „ Seidel C. F., Seminarstrasse 6 Dresden. 

Z. B. Ges. B. XXVI. d 



XXIV 



Mitglieder -Verzeichniss. 



P. T. Herr Seidlitz Dr. Georg, Docent a. der Univ. (Köhler) Dorpat. 

„ „ Selys Longchamps Bar.de, Sen., Mitgl. d. Akad. Liege. 

„ „ Semper Georg, van der Schmissen-AUee 5 . . Altona. 

430 „ „ Semper Dr. Carl, Prof. au der k. Universität . Würzburg. 

„ „ Seoanne Don Victor Lopez, Senor de las Torres, 

Abajado (p. Buchh. Baüly & Bailiiere Madrid) Perrol. 

„ Sharp ey Will., 33 Woburn PI., Rüssel Sq. 80 London. 

„ Siebold Dr. Theod. v., k. Hofr., Frof., Karlstr. 1 München. 

„ „ Signoret Dr. Victor, Rue de Lille 1 . . . . Paris. 

„ „ Simonsen Carl Ludw., Adj. an der Realsch. . Trondhjem. 

„ „ S kinner Maj., Grosvenor Place Bath. 

„ „ Smith Fried., Esq., Custos brit. Museum . . London. 

„ „ Snellen v. VoUenhofen Dr. J. S Haag. 

„ „ Sodiro P. Alois S. J. Prof. d. Bot. Ecuador . Quito. 

440 „ „ Sohst C. G., Fabriksbes., grüner Deich 77 . . Hamburg. 

„ „ Solms-Laubach Dr. Her. Graf, Prof. d. Bot. Strassburg. 

„ „ Sousa Jose Augusto de, am Museum zu . . . Lissabon. 

„ Frau Soutzo Marie Fürstin, Durchl., Moldau . . . Henzeschti. 

„ Herr Speyer Adolf, Dr., Fürstenthum Waldeck . . Rhoden. 

„ „ Speyer August, Fürstenthum Waldeck . . . Arolsen. 

„ „ Staes Cölestin D., Rue de deux eglises, 28 . . Brüssel. 

„ „ Stainton Henry, Mountsfield Lewisham bei . London (SE.) 

„ „ Stalio Luigi Prof., Casselleria Nr. 5288 . . . Venedig. 

„ „ Stäl Dr. Carl, Prof. u. Intend. am zool. Mus. . Stockholm. 

450 „ n Stangenwald Dr. Hugo, Sandwichs-Ins. . . Honolulu. 

„ „ Staudinger Dr. Otto, Villa Diana bei Dresden Blasewitz. 

„ „ Stearns Robert E. C St. Francisco. 

„ „ SteenstrupJ. Japetus Sm., Mus.-Director . . Kopenhagen. 

„ „ Steiner Leon v., Dr. d. Med Bukarest. 

„ „ Stierlin Gustav, Dr. d. Med Schaffhausen. 

„ „ Stimpson W Philadelphia. 

„ „ St oll Dr. Franz, Arzt im deutschen Spitale . . Constantinopel. 

„ „ Strassburger Dr., Prof. d. Bot. a. d. Univers. Jena. 

„ „ Strobel Pelegrino v., Univers. -Pro f. (Cormons) Parma. 

460 „ „ S tu der Dr. Bernhard, Prof., Inselg. 132 .. . Bern. 

„ „ Sullivant William S., Nordamerika, Ohio . . Columbus. 

„ „ Suringar Dr. W. F. R., Rector Leyden. 

„ „ Swinhoe Robert, Esq. Consul London. 

„ „ Syracusa Padre Giuseppe, Sup., Insel Tinos Lutro. 

r, » TaczanowskyL., Conservator am Museum . Warschau. 

„ „ Targioni-Tozzetti Cav. Adolf, Univ.-Prof . Florenz. 

n n Terracciano Dr. Nicolo, Dir. d. k. Gart, zu Caserta. 

„ „ Thomas Dr. Friedr., Real-Oberlehrer b. Gotha Ohrdrnff. 

r „ Thomsen Allen, Prof., 3 College Court., High Str. Glasgow. 



Mitglieder -Verzeichnis». XX V 

Herr Thorell Dr. Tamerlan, Prof. a. d. ünivers. . . üpsala. 

„ Tischbein, k. Forstmeister Eutin. 

„ Todaro Agostino, Prof. Dir. d. bot. Gartens . Palermo. 

„ Troschel Dr. F. W., Prof. a. d. Univers. . . Bonn. 

„ Tryon George W Philadelphia. 

„ Turner W., M. B. Prof. F. R. S. E Edinburgh. 

„ Tyermann John S., Engl Falmouth. 

„ Ungern-Sternberg Dr. Franz Freih. v. . . Dorpat. 

„ Uricoechea D. Ezech., Präs. d. naturw. Ges. . St. Fe de Bogota. 

r, Uechtritz R. v., Klosterg. 1. e Breslau. 

„ Verrall G. H., Friars Cottage, England . . . Lewes. 

„ Veth Moritz, Pabriksbesitzer, Fürstenth. Reuss . Gera. 

„ Visiani Robert de, Prof. u. Dir. d. bot. Gart. Padua. 

„ Vitorchiano P. Angelico da, Miss, apost. , . Tinos. 

„ Vogt Karl, Professor Genf. 

„ Volger Dr. Otto Frankfurt a. M. 

„ Vullers Dr. D., Univ.- Prof. u. geh. Studienrath Giessen. 

„ Wallace Alfred, Esq London. 

„ Waltl Dr., Professor Passau. 

„ Warming Dr. Eugen Kopenhagen. 

„ Weddel Hektor A Poitiers. 

„ Weinland Dr. Fr., bei Urach Hohenwittlingen. 

„ Weisbach Dr. Aug., Arzt a. öst.-ung. Nat- 

Spital (Galatha Serai) Constantinopel. 

„ Weisflog Eugen, Strehlener-Strasse 7. . . . Dresden. 

„ Wenzel Hugo, k. Schulinspect. Kröben, Pos. . Rawitsch. 

„ West Tuffen London. 

„ Westerlund Dr. Karl Agardh, Schweden . . Ronneby. 

„ Westwood John, Prof. a. d. Univers Oxford. 

„ Weyers Josef Leopold, rue des fripieres 24 . Brüssel. 

„ Wilde Sir Will., Vice-Präs. of the Irish Ac. . Dublin. 

„ Winkler Moriz, bei Neisse Giesmannsdorf. 

„ Winnertz Johann, Kaufmann Crefeld. 

„ Wocke Dr. M. T., Klosterstrasse 87b. . . . Breslau. 

„ Wood-Mason J. Esq., Asst. Curator Ind. Mus. Calcutta. 

„ Wright Dr. Percival Prof. d. Bot. Triuity Coli. Dublin. 

„ ZaddachG., Prof. d. Zool. und Mus .-Dir. . . Königsberg. 

„ Zell er P. C, Prof. Grünhof nächst Stettin. 

r. Zickendrath Ernst, Chemiker Wiesbaden. 

„ Zimmermann Dr. Her., Bürgerschul-Lehrer . Limburg a/L. 

„ Zirigovich Jakob, k. k. Vice-Consul .... Adrianopel. 

,, Zwiedinek- Südenhorst Jul., Ritter von, k. und 

k. Gen.-Cons Beirut. 



XXVI Mitglieder -VerzeichniBB. 



Mitglieder im Inlande. 

P. T. Herr Aberle Dr. Carl, k. k. Prof. und Reg.-Eath . Salzburg. 

„ „ AbsolonDr. Wilibald, b. Prag Manetin. 

„ r, Adamovic Vincenz, Bürgerscbul-Director . . Ragusa. 

„ „ AichelburgGrafRaphael, an derk.k. Orient. Akad. Wien. 

„ „ Altenberg Pelic, Apoth., V., Margaretbenstr. 75 Wien. 

„ „ Ambrosi Franz, Bibliothekar Trient. 

„ „ Andorfer Josef, Pharmaceut Langenlois. 

„ „ Anker Rudolf, Christ.-St., Ob. Fabriksgasse 155 Buda-Pest. 

„ „Antoine Franz, k. k. Hofgarten director . . . Wien. 

10 „ „ Aren stein Dr. Josef, Gutsbesitzer Gloggnitz. 

„ Fräul. Armatage Josefine. N.-Oe Neunkirchen. 

„ Herr Arneth Alfr. v., Dir. d. geh. Staatsarchives . Wien. 

„ „ Artner Stefan, Lehrer u. Turnleiter, IX. Salzerg. 27 Wien. 

„ „ Aschner Theodor, Hochw., Domherr .... Pressburg. 

„ „ Äusserer Dr. Antou, Prof. a. I. k. k. Staatsgymn. Graz. 

„ „ Äusserer Carl, Prof. a. k. k. Staatsgymnasiura Troppau. 

„ „ Aust Carl, k. k. Auskultant III., Thong. 9. . . Wien. 

„ „ Bäbek Leop., Real. -Professor, Neubaugasse 50 Wien. 

„ „ Bachofen Adolf von Echt, Fabriksbes., Nr. 33 Nussdorf. 

20 „ „ Badini Graf Franz Josef, k. k. Telegrafenbeamt. Ragusa. 

„ „ Barbieux August, Rothenthurmstr. 18 ... Wien. 

„ „ Bartsch Franz, k. k. Finanz.-Commiss., Salmg. 14 Wien. 

„ „ B arts cht Ambros, k. k. Offic, Hauptstr. 4. HI. 10 Hernais. 

„ „ Bauer Dr. med. Johann Agram. 

„ „ Becke Friedr. Stud. phil. 11., Weberg. 1 . . . Wien. 

„ „ Beck Günther, Stud. phil., Herreng. 14 . . . Währing. 

„ „ Benda Franz, Hochw., Bürgersch.-Director. VIII Wien. 

„ „ Benkovic Ignaz, Pfarr., Croatien, b. Karlsstadt Sipak. 

„ „ Berger Emil, Stud., Gonzagag. 5. 11 Wien. 

30 „ „ ß ergner Eduard, k. k. j. Ob.-Landesgerichtsrath, 

Beethovenstrasse 11 Graz. 

„ „ Bergenstamm J., Edl. von, II., Tempelg. 8 . Wien. 

„ „ B ermann Josef, Kunsthändl. Gartenbauges. . Wien. 

„ „ Bernfuss Gregor M., Hochw., Cooperat., Post 

Kapelln N.-Oe Jeutendorf. 

„ „ Berroyer Emil, Gumpendorferstr. 63 G. 3. . . Wien. 

„ „ Betzwar Dr. med. Anton, IV"., Favoritenstr. 17 Wien. 



Mitglieder -Verzeicliniss. 



XXVII 



P. T. Herr Biasioli Carl, Stud. phil., Erlerstrasse 7 . . Innsbruck. 

„ „ Biesok Dr. Georg, Prof. am k. k. Gymnasium Strassnitz. 

„ „ Bilimek Dominik, Gustos des k. k. Museum . Miramare. 

„ „ Bisching Anton, Eealschul-Prof., Wieden . . Wien. 

„ „ Bittner Alex., Assistent, ob. Weissgbstr. 14, II. 3 Wien. 

„ „ Blasich Josef, Professor, IX. Bründlg. 7 . . . Wien. 
„ „ Boehm Dr. Josef, Prof. d. Hochschule f. Bdklt., 

Reiterg. 17 Wien. 

„ „ Bohatsch Albert, II., Schreigasse 2 . . . . Wien. 

„ BohatschOtto, IV., Fleischmannsg. 8, III. Th.21 Wien. 

„ „ Boller Adolf, Lehrer, Post Lilienfeld .... Annaberg. 

„ „ Borbäs Vincenz, Realsch.-Prof., Fabriksg. 9 . Buda-Pest. 

„ „ Bosch an Dr. Friedrich, Dominik. -Bast. 5 . . Wien. 

„ „ Boue Dr Ami, IV., Lamprechtsgasse 6 . . . Wien. 
„ „ Brauer Dr. Friedrieh, Gustos am k. k. zool. Hof- 

cabinet, Prof. d. Zool., an d. Univ., Wollzeile 23 Wien. 

Braun Ernst, Dr. d. Med., Kohlmarkt 11 . . Wien. 

„ „ Braun Heinrich, Gheraiker III., Hpstr. 8 . . . Wien. 

„ „ Breidler J., Architekt, ob. Weissgärberst. 15 . Wien. 

„ „ Breindl Alfred, Stationschef der Südbahu . . Steinbrück. 

„ „ Breitenlohner Dr. J., Prof.d. Hochsch. f. Bdkltr. Wien. 

„ Brestl Dr. Rudolf, Exe > . Wien. 

„ „ Breunig Dr. Perd., Prof. am Schott.-Gymnasium Wien. 

„ „ Brück Otto, Freih. v., b. österr. Lloyd . . . Triest. 
„ „ Brunner v. Wattenwyl, Garl, k. k. Minist.- 

Rath im Handelsrainist. Theresianumg. 25. . Wien. 
„ „ Brusina Spiridion, Prof. u. Gustos am naturh. 

National-Museum Agram. 

„ „ Bryck Dr. Anton, Prof. d. Ghir. Grodgasse 88 Krakau. 

„ n Buchmüller Ferdinand, Privat, VII., Burgg. 108 Wien. 

„ „ Bunz Franz, Hochw., k. k. Feldcapl., p. Nabresina Comen. 

„ „ Burgerstein Alfred, Realsch.-Prof. IX., Hörig. 15 Wien. 

„ „ Buric Friedr., Gurat-Caplan nächst Ragusa . . Brgat. 
„ „ Bursik Ferd., Hchw., Gym-Prf., Pst. Zahradka, 

Böhm Wojslawic. 

„ „ Gassi an Job. Ritt, v., Dir. d. Dpfschiff.-Ges. . Wien. 

r « Ghimani Dr. Ernst V., k. k. Garde-Arzt, Rennw. 7 Wien. 

■ „ „ Ghimani Garl, Exped.-Dir. k. k. Obersthof.- Amt Wien. 

„ „ Ghornitzer Josef, I, Renngasse 4 Wien. 

„ „ Christen Severin, P. Hchw., Gym.-Prof. Kämt. St. Paul. 

„ „ Chyzer Dr. Cornel, Zempliner k. Gom.-Phys. . S. a. Ujhely. 

„ Glaus Dr. Karl, k. k. Prof. d. Zool. Schttrg. 24 Wien. 

„ „ Colloredo- Mannsfeld, Fürst Josef zu, Durchl. Wien. 

n V Conrad Sigmund, Hochw., Wieden, Hauptstr. 79 Wien. 



XXVIII Mitglieder -VerzeiehniBs. 

P. T. Herr Coppanizza Anton, Hochw., Domherr . . . Ragusa. 

„ „ Csab Nicolaus v., Mediciner Wien. 

„ „ Csato Job. V., Gutsbes. u. Vicegespann Siebenb. Nagy-Enyed. 

„ „ Cselle i Gustav, erzh. Oek. -Beamter P. ung. Altbg. Frauenkirchen. 

„ „ Czarnecki Johann, Podwoloczyska, Galiz. . . Kaczonorka. 

80 „ „ Czech Theod. v., Dr. d. M. Ungarn Tasnäd Szantö. 

„ „ Czeglay Johann, k. k. Bezirksvorsteher a. D. . Troppau. 

„ „ Czermak Johann, Hochw., Prof., VIII. Piaristeng. Wien. 

„ „ Czerwiakowski Ign., Dr. d. M., Prof. d. Bot. Exakau. 

„ „ Czoernig Carl, Freih. v., k. k. Finanz- Secret . Triest. 

„ Dalla Torre Dr. Carl V., Prof. d. k. k. Lehrerb. -A. Linz. 

„ „ Damianitsch Martin, k. k. p. Gen.-Aud., Eli- 

sabethstr. 9 Wien. 

„ „ Dautwitz Friedr., k. k. Hofbau-Controlor . . Schönbrunn. 

„ „ Demi Dr. Arnold L, Habsburgerg. 10 ... . Wien. 

„ „ Deschmann Carl v., Custos am Landes-Museum Laibach. 

90 „ „ De decek Josef, Prof. d. Eealschule, Karolinenthal Prag. 

„ „ Dittrich Herrn., Forst-Ingenieur, Böhmen . . Weiss wasser. 

„ „ Doblh off Josef Freiherr v., L, Weihburgg. 26 Wien. 

„ „ Doli Eduard, Eealschul-Direct. L, Ballg. . . . Wien. 

„ „ Dorfinger Johann, bei Wien Nr. 28 ... . Salmannsdorf. 

„ „ Dorfmeister Georg, Ober-Ing. d. k. k. Ld.-Baud. Graz. 

„ „ Dorfmeister Vincenz, IX., Nussdorferstr. 25 . Wien. 

„ „ Dräsche Eitt.v., WartinbergHeinr. I., Opernring Wien. 

„ „ Dürr Julius, Handelsgärtner Laibach. 

„ „ Dzieduszycki Graf Wladimir, Franziskanerpl. 45 Lemberg. 

100 „ „ E berstaller Josef, Kaufmann Kremsmünster. 

■ „ „ Eberwein Josef, Ingenieur Wien. 

„ „ Ebner Dr. Victor v., k. k. a. o. Univ.-Professor Graz. 

„ „ Eck hei Georg v., Grosshändler Via di Vienna 2 Triest. 

„ „ Effenberger Dr. Josef, prakt. Arzt .... Hitzing. 

„ „ Bgger Graf Franz, Kärnten Treibach. 

„ „ Egger Graf Gustav, Kämt. P. Launsdorf . . St. Georgen. 

„ „ Eggerth Carl, Badeinhaber, Dürrerg. 14 . . Wien. 

„ „ Ehren b er g Herm., Buchh., HL, Erdbergerstr. 3 Wien. 

„ „ Eichler Wilh. Kitter v. Eichkron, k. k. Hofrath Wien. 

110 „ „ EmichGustavv.Emöke,k.k.Truchsess,Franziskpl.7 Buda-Pest. 

„ „ Engel Heinrich, Hochw., Pfarrer, Ob. -Oe., Innkr. Thaiskircheu. 

„ Enderes Dr. Carl Ritt, v., VIII., Plorianig. 46 Wien. 

„ Frau Enderes Aglaja v Wien. 

„ Herr Engelthaler Hans, Lehrer d. prot. Bürgersch. Wien. 

„ „ Engerth Wilh. Freiher v., k. k. Hofrath, Direct. Wien. 

„ „ Entz Dr. Geza, Prof. d. Zool. a. d. Univers. . Klausenburg. 

„ „ Erb er Josef, Naturalienhändler, Sigmundsg. 9 . Wien. 



Mitgrlieder -VerzeichniBg. 



XXIX 



P. T. Herr Erdinger Carl, Hochw., Domherr 

„ Etti Carl, III., Beatrixg. 16 

„ „ Ettingshausen Dr. Const., Freih., k. k. Prof. 

n n Eysankv., Marienfels Moriz, Prov. d. Ap. b. Wien 
„ „'ParmadyP. Martinian, Hochw., Provincial . . 

„ „ Feichtinger Alex., Dr., d. Med., k. Com.-Phys. 

„ „ Feiller Franz v.. Privat, VI., Kirchengasse 40 . 

„ „ Pekete Fidelis v., Kapuziner-Ord., Vicar . . . 

„ „ Felder Dr. Cajetan, Bürgermeister, Operngasse 8 

„ „ Fenzl Dr. Eduard, k, k. Eegierungsrath, Prof. 
u. Dir. am k. k. bot. Hofcabinete, Rennweg 14 

„ „ Feuer Dr. David, Waiznerstrasse 

., Feyerfeil Carl, Hochw., Dir. a. Josefst. Gymn. 

„ „ Fieber Dr. Friedr., I. Dorotheerg. 5 . . . . 

„ „ Filiczky Theodor, Dr. der Med 

„ „ Finger Julius, Sparkassebeamter, Nr. 68 . . 

„ „ Firganek Laurenz, k. k. Oberförster, Galizien . 

„ „ Fischbacher Alois, Cooperator., Weissgärber . 

„ „ Fischer Anton Ritt. v. Ankern, Elisabethstr. 12 

„ „ Fitzner, fürstl. Reuss'scher Obergärtner, N.-Oe. 

„ ., FleischerGttlb., k.k.ev.Feldpred.I.,Dorothg.l7 

„ „ Forster Dr. Leop., Prof. a.k.k.Thierarz.-Institute 

„ „ Förster J. B., Chemiker, Laaerstr. 20 . . . 

„ Frank Dr. Johann, Advokat, Opernring 8 . . 

„ „ Frank Leop., Stud 

„ Franz Carl, Dr. d. Med., Mähr. Post Zastawka 

r, „ Freyn Josef, Staats-Ingenieur der Istrianerbahn 

„ „ Friedrich Dr. Adolf, Apoth., Schönbrunnerstr. 

„ „ Friesach Dr. Carl von,kk. Prof. ,Strassoldostr. 900 

„ „ Fr itsch Anton, Dr. med., Cust. a. naturh. Museum 

„ „ Fr itsch Carl, k. k. Vice-Dir. i. P., Theaterg. 14 

„ „ Fr itsch Josef, Privatier, Eichwaldthorstr. 16 . 

„ „ Frivaldszky Johann v., I. Custos am Nat.-Mus. 

„ „ Fruwirth Eduard, Stations-Ing., Westbahnhof 

„ „ Fruwirth August, P. St. Polten ...... 

„ ,. Fuchs Franz, Lehrer. N.-Oe., Post Raggendorf 

„ „ Fuchs Josef, k. Rath, Landstr., Hptstr. 67 . . 

„ „ Fuchs Theodor, 1. Cust. a. k. k. Hofmin.-Cab. 

„ „ Fugger Eberh., Prof. d. Ob.-Realschule . . 

n Fuka Dr. Alois, k. k. Notar, N.-Oe 

n „ Furlic Franz, sup. Gymn. -Prof. d. Naturg. . . 

,, „ Fürstenberg Friedr., Landgraf zu, Erzbischof 

)i » Fuss Michael, Pfarrer nächst Hermannstadt 

n „ Gall Eduard, erzherzogl. Secr., Favoritenstr. 18 



St. Polten. 

Wien. 

Graz. 

Nussdorf. 

Pressburg. 

Gran. 

Wien. 

Esseg. 

Wien. 

Wien. 

Buda-Pest. 

Wien. 

Wien. 

Oedenburg. 

Ünter-Meidling. 

Alt-Sandez. 

Wien. 

Wien. 

Ernstbrunn. 

Wien. 

Wien. 

Wien. 

Wien. 

Wien. 

Rossitz. 

Pola. 

Fünfhaus. 

Graz. 

Prag. 

Salzburg. 

Teplitz. 

Buda-Pest. 

Wien. 

Freiland. 

Auersthal. 

Wien. 

Wien. 

Salzburg. 

Waidhofen a./Ibs. 

Fiume. 

Olmütz. 

Girlsau. 

Wien. 



XXX Mitglieder -Vorzeichnisb. 

P. T. Herr Gassenbauer Mich. Edl.v., Rechngsr. Herrng. 13 Wien. 

„ „ Gasteiner J., Bürgerschullehr., VI. Spörlingasse Wien. 

„ „ Geiger Vinc, p. k. k. Rechn.-Official, Dalmatien Lissa. 

„ „ Geitler Herrmann, Kaufmanä u. Bez.-Schulrath Heiligenstadt. 

„ „ Gerlach Benjamin, Hochw. Dir. d. Gymn. . . Stuhlweissenburg 

„ „ Giskra Dr. Carl, Excellenz Wien. 

„ „ Giuriceo Nicolaus R. v., k. k. Ob.-Ldsger.-R. Zara. 

„ „ Glowacki Julius, Prof. a. k. k. Gymnasium . Pettau. 

„ „ G b a n z Alois, k. k. Forstverwalt., Pleimtbal, Tirol Cavalese. 

170 „ „ Gobanz Dr. Josef, k. k, Landesschul.-Inspect. . Klagenfurt. 

„ „ Godeffroy Dr. Richard Wien. 

„ „ Golds chmidt Moriz, Ritt, v., Opernring 6 . . Wien, 

„ „ Görlich Cajetan, Ober-Lehrer d. Volksschule . Hainburg. 

„ „ Grab ach er Dr. Anton, k. k. Bezirksarzt . . . Krems. 

„ „ Graczynski Dr. Adolf, Galizien Wadowice. 

„ „ Grailicli Alex., erzh. Oek. Beamt., P. u. Alteuburg Pfaffenwiese. 

„ „ Grave Heinr., Civil-Ingen., Fünf haus, Blütbeng. b. Wien. 

„ „ G redler Vincenz, Hochw., Gymn. -Professor . . Bozen. 

„ „ G raffe Dr. Eduard, Inspector d. zool. Station . Triest. 

180 „ „ Grremblich Julius, Hochw., Gymn.-Prof., Tirol Hall. 

„ „ Grimus CarlR.v. Grimburg, k.k.Realsch.-Profess. Bozen. 

,; „ Grobben Carl, Cand. pbil., IL, Taborstr. 27 . Wien. 

„ Grössl Franz X., IL Winterg. 28 Wien. 

,1 „ Grün dl Ignaz, Pfarrer bei Gran Dorogh. 

„ „ Grunow Albert, Chemik. d. Metallwfab. N.-Oe. Berndorf. 

„ „ Grzegorzek Dr. Adalb., Hochw., Probst . . . Bochnia. 

„ „ Guckler Josef, Prof. am Neustädter Gymnas. . Prag. 

„ „ Gugler Josef, Gymn.-Prof., Ledererg. 8 . . • Wien. 

,, „ Guppenberger Lambert, Hoch., Gym.-Prof. . Kremsmünster. 

190 „ „ Gyergyai Dr. Arpäd v., k. Univ. -Professor . . Buda-Pest. 

„ „ Haberhauer Josef, Naturalist, Ärpädg. 26 . . Füufkirchen. 

„ „ Hab erlandtPriedr., Prof. d.Hochschulef.Bodenk. Wien. 

„ HaberlandtGottl.,Dct.d.phil.Vin.,Löwenbgg.2 Wien. 

„ „ Haberler Dr. Jur. Frz. Ritter v., Bauernmarkt 1 Wien. 

„ „ Hackel Eduard, Gymnasial-Professor .... St. Polten. 

„ „ Hacker P.Leopold, Hochw., Capitular des Stiftes Göttweih. 

„ „ Hack spiel Dr. Jph., k. k. Gym.-Dir. Altstadt . Prag. 

„ „ Haerdtl August, Freih. v., Dr. d. M. Salzburg. 

„ „ Ha genauer Franz, Bäckerstr. 4 Wien. 

200 „ „ Haider Dr. Joh.,k.k. Reg.-Arzt d.s. L-Reg. Mähr. Klosterbruck. 

„ „ Haimhoffen Gustav Ritter Haim V., Director des 

k. k. Minist.-Zahlamtes, VUL, Florianig, 2 . Wien. 

« „ Halacsy Eugen, Dr. Med., Neubaug. 80 . . . Wien. 

„ „ Halbhuber v. Festwill Ant., Freih., Excell, . Wien, 



Mitglieder -Verzeichniss. 



XXXI 



P. T. Herr Haller Dr. Karl, k. k. Regiernngsrath . . . Wien. 

„ „ Hampe Clemens, Dr. d. M., Herrengasse 6 . . Wien. 

„ „ Handtke Robert, Prof. des Land. Proseminar . St. Polten. 

„ „ Hanel Alois, Dechant, Böhmen Saaz. 

„ „ Hanf Blasius,Hochw., Pfarrer, P. Neumarkt Ob. -St. Mariahof. 

„ „ Hantken Max, R. v. Prudnik, Prof. Hochstr. 5 Buda-Pest. 

„ „ Hardegg Carl, p. k. k. Militär- Arzt, Neug. 169 Graz' 

„ „ Harner Dr. Ignaz, k. k. Regim. -Arzt 22. Inf.-Reg. Spalato. 

„ r, Hartig Gustav, Lehrer, Böhmen Steinschönau. 

„ „ Hartinger Aug., Hof-Chromolithograph . . . Wien. 

„ „ Haschek Jakob Karl, Dr. d. M., Ungerg, 1 . . Wien. 

„ „ Haszlinski Friedr., Prof. d. Naturgeschichte . Eperies. 

„ „ Hauer Franz R. v., k. k. Minist.-Rath, Dir. d. 

geolog. Reichsanstalt, Canovagasse 7 ... Wien. 

„ „ Hauck F., k. k. Telegraf.- Beamt., Via Rosetti 299 Triest. 

„ „ Hausmann Franz, Freiher v Bozen. 

„ „ Hayek Gustav V., Gym. -Prof., in., Marokkanerg. 3 Wien. 

„ ri Haynald Dr. Ludwig, Erzbischof, Excellenz . . Kalocsa. 

„ „ Heger Rudolf, Apotheker, Galizien P. Przeworsk Kanczuga. 

„ „ Heidmann Alberik, Hochw., Abt des Stiftes . Lilienfeld. 

„ „ Hein Isidor, Dr. d. M., IX., Nussdorferstr. 51 . Wien. 

„ „ Heinze Hermann, k. k. Linienschiffslieutn. I. Cl. Pola. 

„ „ Heinzel Ludwig, Dr. d. Med., VII., Kircheng. 3 Wien. 

„ „ Heinzel Ferdinand, k. k. Post-Controlor i. P. . Wien. 

r, „ Heiser Josef, Eisenwaaren-Fabriksbesitzer . . Gaming. 

„ r. Helfert Dr. Josef Alex. Freih. V., geh. Rath, Exe. Wien. 

„ r, Heller Dr. Camill, k. k. Prof. d. Zool., Universität Innsbruck. 

„ Heller Karl, k. k. Gym.-Prof., Unt. Alleeg. 30 Wien. 

„ „ Hepperger Dr. Karl v Bozen. 

„ „ He r man Otto V., Gustos- Adj. k. naturh. Museum Buda-Pest. 

„ „ Hetschko Alfred, Stud. phil., an d. Univ. . . Graz. 

„ „ Hibsch Josef E., Assist, a. d.k. k. techn. Hchsch. Wien. 

„ „ Hink Hermann, Gyranasial-Professor .... Schlan. 

„ „ Hinterhuber Julius, Apotheker Salzburg. 

„ „ Hinterwaldner J. M., Prof. d. Real.-Gymn. . Hernais. 

„ „ Hirn er Josef, Kaufmann, VII., Neubaug. 70 . . Wien. 

„ „ Hirschler Salomon, Wollzeile 12 Wien. 

I „ „ HitschmannHugo,Red.d.landw.Zeit.,Fleischm.6 Wien. 

„ „ Hizdeu B. v., Realitäten-Besitzer b. Wien . . Hacking. 

„ Ho dek Eduard, Präparator, Mariahilferstrasse 51 Wien. 

„ Hoefer Franz, Oberlehrer, Nussdorf bei . . . Wien. 

„ Hoehnel Franz v., Assist, d. k. k. Hoch. f. Bodk. Wien. 

„ Hoelzl Carl, Prof. am Leopoldstädt. Real-Gymnas. Wien. 

„ HoernesD. Rudolf, Prof. d. Geologie Univ. . Graz. 

B. Ges. B. XXVI. C 



XXXII 



Mitglieder-Verzeicliniss. 



P. T. Herr Hoff mann Aug. R. v. Vestenhof, k. k. Lieut. 

21. Inf.-Reg Czaslau. 

„ „ Hoff mann Otto, Fabrikant, Mariahilferstr. 75 . Wien. 

„ „ Hoffmann Nicolaus, chir. Instrumentenmacher Laibach. 

250 „ „ Hofmeister Wenzel, k.k. Offic, Gumpd.-Str. 63 Wien. 

„ „ Hohenbühel Ludw. Frh. v., p. k. k. Sect.-Chef, 

Tirol Hall. 

„ „ Hohenbruck Arthur Freiherr v., Sectionsrath 

im k. k. Ackerbauministerium Wien. 

„ „ Holzinger Dr.jur. Josef B., Advocat, Realschlg. 6 Graz. 

„ „ Holuby Jos. Ludw., ev. Pfarr., Post Väg-Ujhely Nemes-Podhrad. 

„ „ Horväth Dr. Geyza V., Bezirksarzt, Abanjer Comit. Forrö. 

„ „ Horväth Sigmund, Hochw., Prof. d. Mathematik Erlau. 

„ „ Hoyos Grf. Ludw., k. k. Rittmeister .... Laibach. 

„ „ Hub er Eduard, Dr. Med. et Chir., I. Seilerg. 5 Wien. 

„ „ Hunka Ludw., Prof an der Realschule . . . Warasdin. 

260 „ „ Huter Ruppert, Hchw., Weltpriester, Tirol . . Sexten. 

„ „ Hutten-Klingenstein, Moriz v., k. k. Ritt- 
meister a. D., Neut. Com. b. Gross-Tapolcsan Gross-Bossän. 
„ Hy rtl Dr. Josef, k. k. Hofr. Prof. i. P., Kircheng. 2 Perchtoldsdorf. 

„ „ Jablonsky Vincenz, Gymnas. -Professor . , . Krakau. 

„ „ Jachn Dr. Johann, Hauptlehrer a. Seminar, Galiz. Stanislau. 

„ „ JeittelesLudw.jk.k.Prof. d.Lehrerinnenbldgs.-A. Wien. 

„ „ Jermy Gust., Prof. der Naturg. am Gymnasium Szepes-Iglo. 

„ „ Je so vits Dr. Heinrich, Apoth., L, Kolowratring 4 Wien. 

„ „ Jikeli Carl j Hermannstadt. 

„ „ Junovicz Rudolf, Gymnas.-Professor .... Czernowitz. 

270 „ „ Juränyi Dr. Ludwig, Üniv.-Professor d. Botanik Buda-Pest. 

„ „ Juratzka Jakob, Ingen, d. k. k. Dicast.-Geb.- 

Dir., Salvatorgasse 12 Wien. 

„ „ Just Benedikt, Suppl. d. Com.-Ob.-Realsch. ^ . Böhm. Kukus. 

„ „ Kaiser Josef, Dir. d. Bürgerschule, IV. Karlsg. 11 Wien. 

„ „ Kalbrunner Hermann, Apotheker Langenlois. 

„ „ Kalchbrenner Carl, Pastor, i. d. Zips . . . Wallendorf. 

„ „ Kapeller Ludwig, Mechaniker, Wied. Freihaus Wien. 

„ „ Karl Dr. Job., Adjunct a. ung. Nat.-Museum . Buda-Pest. 

„ „ Karrer Felix, k. k. Beamter i. P Döbliug. 

„ Kaspar Rudolf, Hochw. Dechant,b. Hullein, Mähr. Holeschau. 

280 „ „ Kaufmann Josef, IV., Neumanng. 5 . . . . Wien. 

„ „ Kempelen Ludwig v., ob. Donaustr. 29 . . . Wien. 

„ „ Kempf Heinr.,Lehramtscand. Ob.-Döbl., Hptstr.42 Wien. 

„ „ Kerner Dr. Ani, Ritter v. Marilaun, Prof. der Bot. Innsbruck. 

„ „ K e r n e r Josef, k. k. Landesgerichtsratb, Alleestr.21 Krems. 

„ „ KheveuhüUer-Metsch, Fürst Rieh, zu, Durchl. Ladendorf. 



Mitglieder -Verzeichniss. 



XXXIII 



P. T Herr Kinsky Ferdinand, Fürst Durchlaucht . . . 

Kispatic Michael, Ob. Kealsch. Professor . . 
Kittel August, pract. Arzt, N.-Oe., Marchfeld . 
Kittel Dr. Med. Franz, bei Wittingau .... 
Klein Julius, Prof. d. Bot. Josefs-Polytechn. 
Klemm Josef, Bachhändler, hoher Markt 1 . . 
Klessl Prosper, Hochw., Hofmeister des Stiftes 
Klinger Josef, an der Lehrerbildungs-Anstalt . 
Knapp Josef, III., Kudolfsg. 40, 13 .... 
Knauer Dr. Blasius, k. k. Ob.-Gymn.-Prof. . . 
Knauer Dr. Friedr. Karl, I., Esslinggasse 4 
Knöpf 1er Dr. Wilhelm, k. k. Kreisarzt . . . 

Koch Dr. Adolf, Gisellastr. 3 

Kodermann Cölestin, Hochw., Stifts-Hofmeister, 

Steierm 

Köchel Dr. Ludwig, Ritter v., k. Rath, Hofgartstr. 3 
Koelbel Carl, Assist, a. zool. Hofe, Wasag. 28 
Kolazy Josef, k. k. Official, Döblingerstr. 3 . . 

Kolbay Johann 

Kolndorfer Josef, k. k.Finanz.-Ober.-Commissär, 

Gärtnerg. 43 

Kolombatovif Georf, k. k. Prof. d. Ob. -Realschule 
Komers Carl, Kastner, Ungv. Com., P. Csap 
Königswarter Moriz, Freiherr von .... 
Kopecky Josef, k. k. Gymnas. -Professor . . . 
Kornhuber Dr. Andr., k. k. Prof. d. Technik . 
Kotschy Dr. Eduard, Advocat, Gemeindeg. 6 . 
Kowäcs Adalbert, Prof. d. Naturw. a. Gymnasium 
Ko w ar z Ferd., k. k. Telegraphenbeamter, Böhmen 
Kr äfft Dr. Guido, k. k. Prof. d. Techn., Ungarg. 26 
Kraus Dr. Herm., Assistent a. k. k. zool. Hofcab. 
Krenberger Jos., Caplan b. Bar. Kaiserstein, 

Bräunerstr. 9 

Kriesch Johann, Prof. am Josefs-Polytechnicum 
Krist Dr. Josef, k. k. L.- Schul. -Insp., Opernrg. 23 
Kristof Dr. Lorenz, Lyceal-Prof., Heinrichstr. 8 
Krone Wilhelm, Professor d. Staats-Realschule 
Krueg Julius, Doct. d. Med., Döbling b. . . . 
Knn drat Jos., Leibkammerdiener Sr. Maj. d. Kais. 

Kundt Emanuel, Dr. d. Med 

Künstler Gust. A , Realitätenbes., Sobieskig. 25 
Kusebauch Wenzel, Hochw., p. Militär Caplan. 
Kutschera Franz, k. k. Beamter, YIII. Reiterg. 12 
Kuzmic Joh. E., Hochw. M. d. Pharm. F. 0. Pr. 



Wien. 

Agram. 

Ob. Siebenbrunn. 

Platz. 

Buda-Pest. 

Wien. 

Vorau. 

Salzburg. 

Wien. 

Wien. 

Wien. 

Maros-Väsärhely. 

Wien. 

St. Lambrecht. 

Wien. 

Wien. 

Wien. 

Eperies. 

Wien. 

Spalato. 

Salamon. 

Wien. 

Pisek. 

Wien. 

Fünfhaus. 

Marmaros Sziget. 

Asch. 

Wien. 

Wien. 

Wien. 
Buda-Pest. 
Wien. 
Graz. 

Trautenau. 
Wien. 
Wien. 
Oedenburg. 
Wien. 
Strass. 
Wien. 
Ragusa. 
e* 



XXXIV • Mitglieder -Verzeichniss. 

P. T. Herr Lang Franz, Pharmac. Mag. 296 Perchtoldsdorf. 

„ „ Lang Carl, Mag.-Secretär, Franzensbrückenstr. 28 Wien. 

„ „ Langer Dr. Carl, k. k. Hofrath, Prof. a. d. Univ. Wien. 

330 „ „ Latzel Dr. Eobert, k. k. Gym.-Prof. Hegelg. 3 Wien. 

„ „ Lazar Matthäus, k. k. Gymn.-Professor . . . Görz. 

„ „ Lechner Dr. Franz, Rit.v., k.k.Notar, Bauernm. 8 Wien. 

„ „ Leinkauf Dr. Johann, k. k. Prof., IV. Hauptstr. 65 Wien. 

„ „ Leinweber Conrad, k. k. p. Hofgärt., Palfyg. 16 Baden. 

„ „ Leitenberger Heinr., k. k. ßealschul-Professor Trautenau. 

„ „ Leitgeb Ludwig, P., Capitular des Stiftes . . Göttweih. 

„ „ Leithner Dr. Franz, Advokat ....... Krems. 

„ „ Lenhossek Dr. Josef v., Professor Buda-Pest. 

„ „ Lenz Dr. Oscar (d. Z. in Afrika) Wien. 

340 „ „ Letocha Ant. Edl. V., p. k. k. Krgscom., Zeltg. 10 Wien. 

„ „ Liechtenstein Job., reg. Fürst von und zu . Wien. 

„ „ LichtensternFrh.Franz, k.k.Hptm. a.D., Slzbg. Aigen. 

„ „ Lihotzky Moriz, Magistratsbeamter .... Wien. 

„ „ Lindpointner Anton, Hochw., regul. Chorherr St. Florian. 

„ „ Lipp er t Christian, k.k. Ob.-Forstrath im Acker- 
bau-Ministerium Wien. 

„ „ Logier P. Augustin, Fr. O.Pr Mähr. Trübau. 

„ „ Low Franz, Dr. d. Med., 43 bei Wien .... Heiligenstadt. 

„ „ Low Franz, Dr. d. Med., Wieden Hauptstr. 47 IL Wien. 

„ Low Paul, IV., Hauptstr. 47 Wien. 

350 „ „ Lopuschan Johann, Gymn.-Prof., b. Pressburg St. Georgen. 

„ „ Lorenz Dr. Jos., Min.-Eath im k. k. Ackerb. -Min. Wien. 

„ „ Ludwig Dr. Ernst, a. Prof. a. d. Universität . Wien. 

„ „ Lukätsy P. Thom., Quardian d. Franc. -Conv. . Eisenstadt. 

„ „ Lunkanyi Carl v., Gutsbesitzer Oedenburg. 

„ „ Luschin Dr. Andreas, Ritter v. Ebengreuth, 

V., Wehrg. 2. 3 Wien. 

„ „ Majer Mauritius, Hochw., Pfarrer, Veszp. Com., 

Post Värosled Polany. 

„ Makowsky Alex., k. k. Prof. d. Techn., Thalg. 25 Brunn. 

„ „ Maly Franz, k. k. Hof- Gärtner, Belvedere . . Wien. 

„ „ Mandl Dr. Ferdinand, Asperng. 1 Wien. 

360 „ „ Mann Jos., a. k. k. zool. Hofcab., IH., am Canal 17 Wien. 

„ „ Marchesetti Dr. Carl v., Dir. d. städt. Museum Triest. 

„ „ Mar enz eller Dr. Emil V., Custos am k. k. zoolog. 

Hofcabinete, Johanuesg. 1 Wien. 

„ „ Margo Dr. Theodor, Prof. d. Zoologie . . . Buda-Pest. 

„ „ Marno Ernst Wien. 

„ „ Marschall Gf. Aug., Schöiibrunner Hauptstr. 152 Ob. Meidling. 

„ ,, Maschek Adalbert, fstl. Rohan. Gartendirector Sichre w. 



Mitglieder -Verzeichuiss. 



XXXV 



P. T. Herr Massap u st Hugo, Prof. a. d. Hand. u. naut. Akad. Triest. 

„ „ Matz Maximilian, Hochw., Pfarrer, N.-Oesterr. . Höbesbrunn. 

„ „ Maupas Peter Doimus, Erzbischof, Excellenz , Zara. 

„ „ Mayer Anton, Secr. d. Ver. f. Landeskunde . . Wien. 

„ „ Mayerhof er Carl, k. k. Hof-Opernsg., Elisabstr. 3 Wien. 

„ „ Mayr Dr. Gustav, Prof., Landstr., Hauptstr, 75 Wien. 

„ „ Mendel Gregor, Hchw., Prälat d. Augustiner . Altbrünn. 

„ „ Mertha Johann, Beamt. b. ob. Gerichtshofe, VI. Wien. 

„ „ Metzger Ant., Spark. -Beamt., II., roth. Kreuzg. 8 Wien. 

„ „ Mich Josef, Prof. am k. k. Gymnasium . . . Troppau. 

„ Mi Chi Antou, Realsch.-Prof., VII., Zieglerg. 32 Wien. 

„ „ Miebes Ernest, Hochw., Director am k. k. Gymn. Schlacken werth. 

,, „ Mihailovic Vict., Hochw., Prof. am k. k. Gymn. Zengg. 

„ „ Mik Jos., Prof.a.akad. Gymn., Marokkanerg.8,II.50 Wien. 

„ „ Mikosch Carl, Assist, am Päanzenfis.-Inst, . . Wien. 

„ „ Miller Ludwig, Adjunct im k. k. Ackerbau-Minist. Wien. 

„ „ Mitis Heinr. v., k. k. Militär-Rechnungs-Official, 

Poststr. 92 Penzing. 

„ „ Mojsisovics Dr. August v. Mojsvar, Assist. 

d. zoot. Inst. u. Docent a. d. Universität . . Graz. 

„ Möller Dr. M. Josef, VIIL Schlösselg. 3 . . . Wien. 

„ „ Moser Dr. Carl, Profess. d. Staats- Gymn. . . Triest. 

„ „ Much Dr. Mathäus, VIIL, Josefigasse 6 . . . Wien. 

„ „ Mühlich Alois, Beamter d. Nordb., III., Beatrixg. Wien. 

,, „ Müller Florian, Hochw., Pfarrer, Marchfeld . . U. Siebenbrunn. 

„ „ Müller Hugo, Grünangergasse 1 Wien. 

„ „ Müller Jos., Verw.d.Zuckerfabrik, i.Oedenb. Com. Csepregh. 

„ Müller Dr. Theodor (Buchh. J. N. Teutsch das.) Bregenz. 

„ „ Müllner Michael F., Neugasse 39 Eudolfsheim. 

„ Mürle Karl, Prof. d. k. k. Milit.-Ünt.-Realsch. . St. Polten. 

„ „ Nader Dr. Jos., Primararzt im Versorgungshaus Mauerbach. 

„ „ Nahlik Job., Edl. V., p.k. k. Oberlandes-Gerichts- 

rath, Taborstr. 27 Wien. 

„ „ Nemethy Ludwig v., Coop. St. Anna, Wasserstadt Buda-Pest. 

„ „ Neufellner Karl, Rüdigerg. 6 Wien. 

„ ,, Neugebauer Leo, Prof. d. k. k. Mar.-Realsch. Pola. 

„ „ Neumann Dr. Filipp, prakt. Arzt Lugos. 

„ „ Neu mayr Dr. Melch., a. Univ. Prof. d. Paläontol. Wien. 

„ „ Neu per Franz, k. k. Postmeister, Obersteier . Unt. Zeiring. 

„ „ Nicke rl Ottokar, Dr. d. M., Wenzelsplatz . . Prag. 

„ „ Nicolich Emanuel, Prof. d. Realsch. Dalmat. . Curzola. 

„ „ Nie s sl V. May endo rf Gust., Prof. a. d. Technik Brunn. 

„ „ Noestelberger Frz., Hchw. Pfarrer, Städteid. Ober-Absdorf. 

„ „ Now icki Dr. Max., Prof. d. Zool. a. d. Universität Krakau. 



XXXVI 



Mitglieder -Verzeichniss. 



F. T. Herr Oberleitner Frz., Hchw., Pfarrer, Ob.-Oe., Post 

Dirnbach 

Obersteiner P. Ignaz, Hochw., Gesellenhaus . 
410 „ „ Oesterreicher Tobias, Freih. v., k. k. Linien- 

schiffs-Capitän 

Ofenheim Victor Ritter v. Ponteuxin .... 

Ofenheimer Anton, Slavonien 

Ort mann Johann, Rechn.-Rath b. o. Echgs.-Hof 
Fächer David, Hochw., Dechant, Kärnten . . 
Palm Josef, Prof. am Gymnas., Ob.-Oe., Innkreis 

Pantoczek Dr. Josef 

Paradi Koloman, Prof. a. Ober-Gymnasium . . 

Parreyss Ludwig, III., Rochusgasse 12 . . . 

Paulinyi Paulin, Hochw., Seelsorger, Siebenb. 

420 „ ,: Pawlowski Dr. Alexander, Ritter v., k. k. Hof- 

rath Tl. Director d. Theresianischen Akademie 
Pazsitzky Eduard, Dr. d. Med., Stadtarzt . . 
P eitler Anton Josef y., Hochw., Bischof, Exe. . 
Pelikan v. Plauenwald Ant, Minist.-Rath u. 

Vice-Präsident d. k. k. n. ö. Fin.-Landes-Dir. 
Pelz ein Aug. v., 1. Gustos a. k. k. zool. Hofcab. 
Perczel Johann, Lehr. a. d. evang. Bürgerschule 
Pesta Aug., k. k. Finanz-Minist.- Concipist . , 
Fetter Dr. Alexander, g. Hofapotheker . . . 
Petrino Otto, Freih. v., Gutsbesitzer .... 

Petris Gerardo dl, Podesta, Istrien 

430 ,. „ Peyritsch Dr. Job., Gustos d. k. k. bot. Hofcab. 
Pichler Johann, Realschul- Supl., Laudong. 16, 3 

Pick Dr. Adolf Jos., Hirscheng. 33 

Pierschke Heinrich, IX., Nussdorfstr. 66 . . 
Pilaf Dr. Georg, Gustos am k. National-Museum 
Pittoni Josef Glaudius Ritter v. Dann enf eldt, 

k. k. Truchsess, Corso Francesco Giuseppe 68 
Planer B., Knabschul.-Lehr., IL, Weintraubg. 13 
Plason Dr. Adolf v., k. k. Min.-Secret, Postg. 22 
Plenker Georg Freih. v., k. k. Min.-R., Seilerst.l 
Plohn J., Dir. d. Knabenschule, unt. Donaustr. 
440 „ „ Poduschka Franz, Archit., III., Hauptstr. 81 . 
Poetsch Dr. Ignaz Sig., b. Gresten N.-Oest. 
Polak Dr. J. E, Salzgries 23, IL 26 . . . . 
Pokorny Dr. Alois, Dir. d. Leopoldst. Realg., 

k. k. Regierungsrath, Taborstr. 24 

Pokorny Eman., Präfect a. k. k. Theresianum 
Pongratz Gerard v., Hchw., Prov. d. Minorit.-Ord. 



St. Pankraz. 
Innsbruck. 

Pola. 

Wien. 

Nasice. 

Wien. 

Obervellach. 

Ried. 

Pressburg. 

Klausenburg. 

Wien. 

Maros-Väsärhely. 

Wien. 

Fünfkirchen. 

Waitzen. 

Wien. 

Wien. 

Oedenburg. 

Wien. 

Salzburg. 

Czernowitz. 

Gherso. 

Wien. 

Wien. 

Ober-Döbling. 

Wien. 

Agram. 

Görz. 

Wien. 

Wien. 

Wien. 

Wien. 

Wien. 

Randegg. 

Wien. 

Wien. 
Wien. 
Miskolcz. 



Mitgliedpr -VerzeiclinisR. 



XXXVTI 



T. Herr Poppin ger Otto, Waldraeistr. d. Stift. Göttweili Gurhof. 

„ Porin Dr. Adolf, Bürgerschuldirector .... Zwittau. 

„ Porcius Florian, Distr.-Vice-Capitän, Siebenbg. Naszod. 

„ Pospischill Joh. N., k. k. Milit.-Bez.-Pfarrer . Brunn. 

„ Poszvek Gustav, Gymnasial-Professor .... Oedenburg. 

„ Prausek Vinzenz, k. k. Landesschulen-Inspector, 

Bergstr. 20 Wien. 

„ PreissmannErnest,k.k.Äich-Insp., Burgring 16 Graz. 

„ Prelog Michael, Supplent d. Oberrealsch. . . Agram. 

„ PfihodaMoriz, k. k. Milit.-Beamt. i. P., Engelg. 4 Wien. 

„ Pfivorsky Alois, k. Münzwardein Kremnitz. 

„ ProchaskaLeop., grfl.Zichy. Schlossgtner.,N.-Oe. Hainburg. 

„ Pullich Dr. Georg, Hoch., Schulrth., Gym.-Dir. Trient. 

„ Purkyne Emanuel, Prof. d. böhm. Forstsch. . Weisswasser. 

„ Putz Josef, Hochw., Dir. am Piarist.-Gymn. . Krems. 

„ Raimann Leopold, N.-Oe.Ld.-Beamt.Johanng.31 Weinhaus. 

„ Racovac Dr. Ladislav, Primararzt Agram. 

„ Rath Paul, Hochw., Villa Metternich .... Wien. 

,, Rathay Emerich, Prof. d. oen.-pom. Lehranst. Klosterneuburg. 

„ Rauch Augustin, Hochw., Coop. b. Wels. Ob.-Oe. Thalheim. 

„ Rauscher Dr. Robert, p. k. k. Finanzrath . . Linz. 

„ Reh mann Anton, Dr. d. Phil., Krzyzowa 21 . Krakau. 

„ Reichardt Dr. Heinr. Wilh., L Gustos am k. k. 

bot. Hofcab., Univ.-Professor, HL, Traung. 4 . Wien. 

„ Reisinger Alexand., p. Director, Ottakriugstr. 82 Hernais. 

„ Reiss B^ranz, prakt. Arzt Kierling. 

„ Reithammer Ant. Emil, Apotheker, Steiermark Pettau. 

„ Reitter Edmund, Oekonomie-Verw., Mähren . Paskau. 

„ Rescetar Paul, Ritt, v., k. k. Hofrath a. D. . . Ragusa. 

„ Res s mann Dr. juris F., Kärnten Malborgetb. 

,, Reuss Dr. Aug. Leop. Ritt, v., Mariahilferstr. 5 Wien. 

„ Reuth P. Emerich Ludwig, Hochw., Katechet . Nemet-Ujvar. 

„ Richter Ludwig, (Adr. L. Thiering) Marie Valeria- 

gasse 1 Buda-Pest. 

„ Richter Dr. Vincenz, Gutsbesitz., Taborstr. 17 Wien. 

„ Rieder Franz, Lehrer, Hundsthurmerstr. 50 . . Wien. 

„ Rittler Julius, Gewerksbesitzer Rossitz. 

„ Robic Sim., Hchw., Administr., Krain, P. Zirklach Ulrichsberg. 

„ Rock Wilhelm, IIL, Reisnerstr. 24, II . . . . Wien. 

„ Rogeuhofer Alois Friedrieb, Gustos am k. k. 

zool. Hofcabinete, Josefstädterstrasse 19 . . Wien. 

„ Rollet Emil, Dr. d. Med. I., Hohenstaufeng. 10, 3 Wien. 

,. Ronniger Ferd., Buchh., I., Rothenthurmstr. 15 Wien. 

„ Rosenthal Ludwig Ritter v., Bäckerstr. 14 . . Wien. 



XXXVTIT Mitglieder -Verzoiohniss. 

P. T. Herr Eossi Ludwig Agrara. 

„ „ Rostafinski Dr. Jos., Doc. d. Bot. Krupnicza 158 Krakau. 

„ „ Rothschild Albert, Freiherr v Wien. 

„ „ Rotten steiner Franz, Wirtschfts. -Dir., b. Pulkau Fronsburg. 

490 „ „ Rudrof Dr. Ludwig, prakt. Arzt, N.-Oe. . . . Raabs. 

„ „ Rupertsberger Mathias, Hchw., Coop. Ob.-Oe. Wallern. 

„ „ Saga Dr. Karl, Graben 395, 1 Prag. 

„ „ Sagburg Eurich v., L, Dorotheerg. 3 . . . . Wien. 

„ „ Sajo Karl, Grundbes., Hartyan Waitzen. 

„ „ Sauli Ludw., Stud. phil., IIL Rennweg 42 . . Wien. 

„ „ Saxinger Eduard, Kaufmann Linz. 

„ „ Scarpa Georg, Canonicus, Schulinspector . . Lesina. 

„ „ Schaitter Ignaz, Kaufmann Rzeszow. 

„ „ Schaub Robert Ritt, v., IIL, Lagerg. 2 . . . Wien. 

500 „ „ Schauer Ernst, Kr. Zloczow, Post Brody . . Pieniaki. 

„ „ Scheffler Carl, Sparkasse-Beamter Wien. 

„ „ Schenk Moriz, Elisabethstr. 3, I Prag. 

„ „ Seh er fei Aurel, Apoth., Post Poprad .... Felka. 

„ „ Scheuch Ed., Nat.-Bank-Beamter Wien. 

„ „ Schiedermayr Dr. Carl, k. k. Land.-Sanit.-Ref. Linz. 

„ „ Schiffner Rudolf, Apotheker, Leopoldstadt . . Wien. 

„ „ Schindler Carl, VI., Schmalzhofgasse 10 . . Wien. 

„ „ Schleicher Wilhelm, Oekonomiebes., N.-Oe. . Gresten. 

„ „ Schlesinger Ed., Dr. Med., Praterstrasse 51 . Wien. 

510 „ „ Schlosser Dr. Jos. R. v, Klekowski, k. Pro- 

tomedicus Agram. 

„ „ Schmerling Anton Ritter v., Excellenz . . . Wien. 

„ „ Schmidek Carl, Hochw., k. k. Gymn.-Professor Brunn. 

„ Fräul. Schmid v. Schmidsfelden Karoline . . . Vöslau". 

r, Herr Schmidt Ferdinand sen., Kärntnerstr. 70 . . Laibach. 

„ „ Schmidt-GoebelDr. Herrn. Max, Prof., Land- 

str. Hauptstrasse 93 Wien. 

„ „ SchmölzlLeopold,k.k. Förster, N.-Oe. P.Payerb. Nasswald. 

„ „ Schmuck J. V., Mag. d. Pharm., Tirol . . . Schwaz. 

„ „ Schoenn Moriz, k. k. Mil.-Rech.-Offic. Hptstr. 13 Penzing. 

„ „ Schreiber Dr. Egid, Director d. Staats-Realsch. Görz. 

520 „ „ Schröckinger-Neudenberg Julius Bar. v., 

Sections-Chef d. k. k. Ackerbauministeriums . Wien. 

„ Schroff Dr. D. Carl Ritt, v., k. k. Hofrath . . Wien. 

„ „ Schubert W., k. k. Schulrath, Gymn.-Director Bielitz. 

„ „ Schuler Job., Lehramts-Cand., IIL, Ungarg. 57 Wien. 

„ Schulze Dr. Frz. Eilh., Prof. d. Zool. Univ. . Graz. 

r, „ Schütz Dr. Jak., Privat-Doc. an der Universität Prag. 

„ „ Schulzer v. Müggenburg Stef., k. k. Hptm. Vinkovce. 



Mitglieder -Verzeichniss. XaXIX 

P. T. Herr Schur Dr. Ferdinand, e. Prof., Eichhorngasse 72 Brunn. 

„ „ Schwab Adolf, g. Apotheker, Mähren .... Mistek. 

„ „ Schwab Michael, Hochw., Domscholaster . . . Triest. 

530 „ „ Schwaighofer Anton, Stud. phil., Heumarkt 9 Wien. 

„ „ Schwarz Gust. E. V. Mohrenstern, Praterstr. 23 Wien. 

„ „ Schwarz-Senborn Preih. Wilh. v., Excellenz Wien. 

„ „ Sehwarzel Felix, Oek. b. Bühra.-Deutschbrod . Bastin. 

„ „ Schwarzenberg Fürst Joh. Adolf, Durchlaucht Wien. 

„ „ Sedlitzky Dr. Wenzel, Apothek. Westbahnstr. 19 Wien. 

„ „ Seid 1er Adolf Ritt, v., L, Kolowratring 10 . . Wien. 

„ „ Senoner Adolf, III., Marxergasse 14 ... . Wien. 

' „ „ Seri Joh., Mag. d. Phar., Apotheker, Hauptstr. 63 Penzing. 

„ „ Setari Franz, Dr. d. Med Meran. 

540 r „ Sigl üdiskalk, P. Hochw., Gymn.-Director . . Seitenstetten. 

„ „ Sigmund Wilhelm j., Böhmen Reichenberg. 

„ „ Simonie Anton, k. k. Oberlandesger. -Official . Zara. 

„ „ Simony Dr. Friedr., k. k. Prof., Salesianerg. 13 Wien. 

„ „ Simony Dr. Oscar, Doc. d. Hochschule f. Bodenk. Wien. 

„ „ Sincich Job., Hochw., Domh. a. d. Kathedrale Triest. 

„ n Sindelaf Carl, Präm.-Prior, b. Humpoletz . . Seelan. 

r, „ Skofitz Dr. Alexander, V., Schlossg. 15 . . . Wien. 

„ Frau Smith Anna Maria Fiume. . 

,, Herr Sohn Roman Graz. 

550 „ „ Sommer Otto, Erzh. Oek.-Verw., Wieselb. Com. Lendorf. 

„ „ Sperlich Carl, Grdbchsführ. d. k. k. Landes ger. Wien. 

„ „ Spitzy Josef N., Handelsmann, Untersteiermark St. Leonhard. 

„ „ Spreitzenhofer G. C, Spark.-Beamt. Postg. 20 Wien. 

„ „ Stäche Dr. Guido, k.k. Bergr. d. geol.Reichsanst. Wien. 

r, Stadler Anton, Dr. d. Medicin Wr.-Neustadt. 

„ „ Standhartner Dr. Jos,, k. k. Primararzt a. K. Wien. 

„ „ Stanka Norbert, Hochw., Pfarrer, Alservorstadt Wien. 

„ „ Staub Moriz, Prof. a. Seminar d. Univ., Tabakg. 27 Buda-Pest. 

„ „ Stauffer Vinc, Hochw., Bibliothekar, Stift . . Melk. 

560 „ „ Stefanovics Thomas, Dr. d. Med., Stadtarzt . Temesvar. 

n „ Steindachner Dr. Fr., Dir. d. k. k. zool. Hofe. Wien. 

„ „ Steiner Dr. Julius, Prof. am Staats-Gymnas. . Klagenfurt. 

„ „ S t einhaus er Anton, k.Reg.-Rath, Wallnerstr. 11 Wien. 

„ „ Stellwag Dr. Carl v. Carion, k. k. Prof. . . Wien. 

„ „ Stenzl Anton, Dr. Med., IX., Nussdorferstr. 25 Wien. 

„ „ Sternbach Otto, Freiherr v Bludenz. 

„ „ Stieglitz Franz, Hochw., Pfarrer, P. Ried, Innk. Tumelsham. 

„ „ Stö ger Wilh., k. k. Ob. -Förster, Piesting, N.-Oe. Hörnstein. 

„ „ Stöger Franz, Lehrer b. Wien Mauer. 

570 „ „ Stohl Dr. Lukas, fürstl. Schwarzenbg. Leibarzt Wien. 

Z. B. Ges. B. XXVI. f 



XL 



Mitglieder -VerzeichniHS. 



P. T. Herr Stoitzner Carl, Lehrer, IL, Taborstr. 57 . . Wien. 

„ „ Storch Dr. Franz, k. k. Bezirksarzt, Pongau . St. Johann. 

„ „ Stränsky P. Franz, HochAv., Post Polua Böhmen öchlapenz. 

„ „ Strauss Josef, städt. Marktcommiss., Waagg. 1 Wien. 

„ „ Strebitzky L'enäus, Kapuz.-Ordens-Provinziai . Wien. 

„ „ Streinz Josef Anton, Dr. d. Med. Burgring 16 Graz. 

„ „ Strobl Gabriel, Hochw., Gymn.-Professor . . iSeittenstätten. 

„ „ Ströbitzer Martin, Hochw., Pfarrer, N.-Oe. Frankenfels. 

„ „ Studnicka Dr. Franz, Prof. d. Mathematik . . Prag. 

580 „ n Studnicka Karl, k. k. Artill.- Ober-Lieutenant . Cattaro. 

„ „ Stummer Jos. E. v., Präs. d. pr. K. Fd.-Ndbahn. Wien. 

„ „ Stur Dionys, k. k. Bergrath d. geol. Keichsanst. Wien. 

„ „ Stussiner Josef, Elisabethstrasse Nr. 7, IL . Prag. 

„ „ SuessDr.Eduard, k.k.Univ.-Prof., IL, Novarag. 49 Wien. 

„ „ Suttner Gundaker Karl, Freiher von .... Wien. 

„ „ Svanda Stefan, Punzg.-Beamt., Gumpendstr. 63 Wien. 

„ „ Szabo Dr. Alois v., Thierarz.-Inst.-Director . . Buda-Pest. 

„ „ Szaniszlö Dr. Alb., Professor, Vorstadt Monostor Klausenburg. 

„ „ Szmolay Dr. Wilhelm, Ober-Com.-Physicus . . Temesvar. 

590 „ „ Szontagh Dr. Nicolaus v., Eosenplatz 2 . . . Buda-Pest.. 

„ „ Tauscher Dr. Julius Aug., k. Hon. Com.-Physicus Ercsi. 

„ „ Teller Friedrich, Ass. d. geol. Lehrk., Ob. Weiss- 

gärberstr. 14 Wien. 

„ „ Tempsky Friedrich, Buchhändler Prag. 

„ „ T hanhoff er Dr. Ludw., Josefstadt, Stationsg. 29 Buda-Pest. 

„ „ Then Franz, Präfect a. d. k. k. Theres. Akademie Wien. 

„ „ Thümen Felix, Freih. v., k. k. Adj. d. Vers.-Stat. Klosterneuburg. 

„ „ Tief Wilhelm, Gymn.-Prof., k. k. Schlesien . . Freudenthal. 

„ „ Tomaschek Dr. Ignaz, k. k. Univ. -Bibliothekar Graz. 

„ „ Tomek Josef, Dr. d. Med., fürstl. Leibarzt . . Ladendorf. 

600 „ „ Tommasini Mutius Josef Eitt. V., k. k. Hofrath Triest. 

„ „ Töth Franz, Hochw., Gymnasial-Professor . . Fünfkirchen. 

„ „ Toula Dr. Franz, Eealsch.-Prof., Kircheng. 19 . Wien. 

„ „ Treuinfels Leo, Hochw., Post Mais, Tirol . . Marienberg. 

„ „ Tscherniki Carl, k. k. Hofgärtner Innsbruck. 

„ „ Tschusi Vict. E. v. Schmidhofen, b. Hallein Tennenhof. 

„ „ T ürk Eudolf, k. k. Finanz-Min.-Secretär, Lagerg. 1 Wien. 

„ „ Turczynski Emerich Eitter V., Gym.-Prof., Gal. Drohobycz. 

n r> Unterhuber Dr. Alois, Prof. am Eeal-Gymnas. Leoben. 

„ „ Urban Em., Prof. a. Eeal-Gymn., Ob.-Oe. . . Freistadt. 

610 „ „ Valenta Dr. Alois, k. k. Prof. u. Spitalsdirector Laibach. 

« „ Vesque v. Püttlingen Job. Freiherr v., k. k. 

Sectionschef, Kantg. 8 Wien. 

„ „ Vieh aus Claud., Hochw., Stiftscapitular . , . Kremsmünster. 



Mitglieder -Verzeichniss. 



XLI 



P. T. Herr Viel^uth ür. Ferdinand, Apotheker, Ob.-Oestr. Wels. 

Vivenot Frauz, Edl. v., VII., Breite^. 9 . . . Wien. 

„ „ Vodopich Matth., Hochw,, Pfarrer Gravosa. 

„ Vogel A. F., k. k. Schlossgärtner Miramar. 

„ „ Vogl Dr. Aug., k. k. Üniv.-Prof., Währingerstr. 31 Wien. 

Voss Wilh., Professor d. Staats- Ober-ßealschule Laibach. 

r, y, Wachtl Friedr., k. k. Oberförster, III., Lagerg. 6 Wien. 

„ „ Wagin ger Dr. Carl, Piaristengasse 7 . . . . Wien. 

„ „ Wagner Paul, Untere Donauzeile 12 ... . Buda-Pest. 

„ „ Wajgiel Leopold, Prof. am k. k. Gymnasium . Koloraea. 

„ „ Wallentin Dr. Ign., Prof., Staats-Eeal-Gymn. Brunn. 

„ Walin er Dr. Ignaz, k. Professor Oedenburg. 

„ Walter Julian, Hchw. P. 0. P., Gym.-Prof., 892 II Prag. 

„ „ W an kel Dr. Heinr., frstl. Salm'scher Hütten-Arzt Blansko. 

„ „ Watzel Dr. Cajetan, Prof. am Gymnasium . . Böhm.-Leipa. 

„ „ WawraDr.Hein.Eitt.v.Fernsee,k.k.Mar.-Stbszt. Pola. 

„ „ Weidenholzer Johann, Hochw., Coop., Ob.-Oe. Mondsee. 

,. „ Weigelsberger Franz, Hochw., Pfarrer, N.-Oe. Michelhausen. 

„ Weinke Franz Karl, Dr. d. Med., Tuchlauben 7 Wien. 

„ „ WeinzierlTheod.Ritt.v.,Cand.phil.Lichtststr.41 Wien. 

„ „ Weiser Franz, k. k. Bez.-Ger.-Adjunct . . . Stockerau. 

„ „ Weiser Dr. M. E., k. k. Reg.-Arzt u. Stadtphys. Buccari. 

„ „ Weiss Dr. Adolf, Regier.-Rath, k. k. Üniv.-Prof. Prag. 

„ Well Dr. Wilh. Edl. v., k. k. Hofrath, üngerg. 41 Wien. 

„ „ Wesselovsky Dr. Karl, Arvaer Com Arva Värallja. 

„ „ Wierer Lud. v. Wierersberg Wien. 

„ „ Wierzejski Dr. Ant., Prof. d. k. k. Ob.-Realsch. Krakau. 

„ „ Wiesbaur Job., Hchw. S. J., Professor a. CoUeg. Kalksburg. 

„ „ Wiesner Dr. Jul., k. k. Univ.-Professor . . . Wien. 

Wilczek Hans Graf, Excellenz, geh. ßath . . Wien. 

„ „ Wilhelm Dr. Gustav, Prof. a. d. tech. Hochschule Graz. 

,v Wilkens Dr., Prof. d. k. k. Hochsch. f. Bdclt. Wien. 

„ „ Wisinger Carl, Realschul-Prof. Ung Sz^kesfehervär. 

„ „ Wladarz Dr. Michael, k. k. Notar, Steiermk. . Murau. 

„ Wolff Gabriel, Mag. d. Ph., Apothek., Siebenb. Thorda. 

„ „ Woloszczak Eustach, Ass. d. Lehik. f. Bot. . Wien. 

„ „ Wostry Carl, k. k. Kreisarzt Saaz. 

r, „ Wüllersdorf-Urbair Bernh. Freih. v.. Exe. . Graz. 

„ „ Zahn Dr. Franz, k. k. Professor Wien. 

„ „ Zebrawsky Theophil, Ingenieur, Grodgasse . Krakau. 

„ „ Zell er Fritz, Kaufmann, Postgasse 20 ... . Wien. 

„ „ Zeni Fortunato, städt. Bibliothekar Trient. 

„ „ Zimmermann Dr. Heinrich, Edl. v., k. k. p. 

General- Stabsarzt, L, Wallfischgasse 8 . . . Wien. 

f* 



XLII Mitglieder -Verzeichniss. 

P. T. Herr Zinnern Joh. Edl. v. Burgthal, Eisenbahn-Ingen. 

Siebenbürg. b. Karlsburg Alvincz. 

„ „ Zip s er Carl Eduard, Rector der Stadtschule . Bielitz. 

„ „ Zsigmondy Dr. Adolph, k. k. Primär Krankenh. Wien. 



Irrthümer im Verzeichniss und Adressänderungen wollen dem Secre- 
tariate zur Berichiigung gütigst bekannt gegeben werden. 



Mitglieder -Verzeichniss. 



XLIII 



Ausgeschiedene Mitglieder. 
1. Durch den Tod: 



l'P. T. Herr Alefeld, Dr. d. Med. 

„ C u b i c h Johann Dr. d. Med. 
„ Ehrenberg Dr. Chr. ütfr. 
„ Ferrari Angelo Graf. 
„ Foetterle Franz. 
„ Gass ner Theodor, Hochw. 
„ Hopffer Dr. C. 
„ Kaltenbach J. H. 
„ Kotzaurok Anton. 
„ Küster Dr. H. C. 
Newmann Edward, 



P. T. Herr Notaris de G. 

„ „ Pokorny Rudolf. 

„ „ Riehl Friedrich. 

„ Rolli Dr. Ettore. 

„ Schultz Friedr. 

„ „ Seunig Eduard. 

„ „ Sina Simon Freiherr 

„ „ Theodori Dr. Carl, 

„ „ Veiten Dr. M. 

„ „ Wittman Alois. 

„ Wright Dr. Strethill, 



2. Durch Austritt; 



P, T, Herr Bobies Franz. 

„ Buschmann Ferd. Freih. 
„ Funke Wilh. 
„ Gottwald Johann. 
„ HammerschmidDr.Joh, 
Hob er t Dr. Clemens. 



P. T. Herr Kolbe Josef, 

„ Kuncze Leo F. 

„ Petter Carl. 

„ Ulrich Dr. Franz. 

„ Vi Hers Alex. Freih. v. 

„ Wankel Dr. Heinr. 



3. Wegen Zurückweisung der Einhebung des Jahresbeitrages 
durch Postnachnahme: 



P, T. Herr Brassai Sam. 
„ „ Jelinek Anton. 
„ „ Lomnicki Maryan, 



P. T. Herr Madaras E. 
„ „ Plann er Johann, 



XLIV Lehranstalten und Bibliotheken. 

Lehranstalten und Bibliotheken, 

welche die Gesellscliaftsschriften beziehen. 

Gegen Jahresbeitrag. 

Agram: K. Ober-Eealschule. 

„ K. Gymnasium. 
Berlin: K. Bibliothek. 
Bielitz in Schlesien: Lehrerbilchmgsanstalt. 
Bozen: Lehrerbildungsanstalt. 

„ K. k. Staats-Gymnasium. 
Bregens: Landes-Museumsverein. 
Brixen: Fürstbischöfl. Diöcesan-Knabenseminar. 
Brunn: K. k. deutsches Ober-Gymnasium. 
10 Buda-Pest: K. Josefs-Polytechnicum. 
Chrudim: Real-Gymnasium. 
Czernowits: Griech.-orient. Ober-Realschule. 
Eger: K. k. Lehrerbildungsanstalt. 
Esseg: K. Gymnasium. 

Feldkirch: K. k. verein. Staats-Mittelschulen. 
Freistadt in Ober-Oesterr.: K. k. Staats-Gyranasium. 
Görs: Landesmuseum. 

„ K. k. Ober-Realschule. 

„ Staats-Gymnasiura. 
20 Gras: Staats-Oberrealschule. 

„ K. k. 1. Staats- Gymnasium. 
Güns: K. kath. Gymnasium. 
Iglau: K. k. Gymnasium. 
Kalksburg: Convict der P. P. Jesuiten. 
Klagenfurt: K. k. Ober- Gymnasium. 
Laibach: Lehrerbildungsanstalt. 
Lemberg: Zoolog. Museum der k. k. Universität. 
Leoben: Landes-Realgymnasium. 
„ K. k. Lehrerbildungsanstalt. 
30 Lins: Oeffentl. Bibliothek. 

„ Bischöfl. Knaben-Seminar am Freinberge. 

„ K. k. Gymnasium. 
Mährisch- Neustadt : Landes-Realgymnasium. 
Marburg: K. k. Gymnasium. 

Mariaschein bei.Teplitz: Bischöfl. Knaben-Seminar. 
Martinsberg bei Raab: Bibliothek d. e. Bened. Erzstiftes. 
Nassod: Griech.-kath. Ober- Gymnasium. 
Oedenburg: Evang. Lyceum. 

„ K. kath. Ober-Gymnasium. 



Lehranstalten und Bibliotheken. XLV 

40 Olmütz: K. k. Studieu-Bibliothek. 
„ K. k. Ober-Realschule. 

Vrag: K. k. deutsche Lehrerbildungsanstalt. 
„ Deutsches Gymnasium der Altstadt. 
„ „ „ „ Kleinseite. 

„ „ „ „ Neustadt, Graben 20 a. 

„ „ Staats-ßealgymnasium, I.. Bartholomäusgasse 307. 

Beichenherg (Qöhvü&n): K. k. Ober-Kealgymnasium. 
Bied (Ob.-Oesterr.) : K. k. Gymnasium. 
Salzburg: K. k. Gymnasium. 
50 „ K. k. Ober-Eealschule. 

Schüsshurg: Ev. Gymnasium. 

St. Petersburg: K. ölfentliche Bibliothek (L. Voss, Leipzig). 
Szepes-Iglo: K. Gymnasium. 
Temesvar: K. Ober-Gymnasium. 
Teschen: K. k. kath. Gymnasium. 
„ K. k. Staats-Eealschule. 

Troppau: Landes-Museum. 
„ K. k. Gymnasium. 

,, K. k. Ober-Realschule. 
60 XJng. Hradisch: K. k. Gymnasium. 
Villach: K. k. Real-Obergymnasium. 
Weisswasser: Forstlehranstalt. 
Wien: Oesterr. Apotheker -Verein. 

„ Bibliothek der k. k. techn. Hochschule. 
„ K. k. Staats-Gymnasium der innern Stadt. 
„ Leopoldstädter k. k. Ober-Realgymnasium, Weintraubeng. 18. 
„ 8chottenfelder k. k. Ober-Realschule. 
,, ' Staats-Unterrealschule, V., Rampersdorferg. 20. 
„ Zool.-bot. Bibl. d. k. k. techn. Hochschule. 
70 Wiener- Neustadt : Landes-Proseminar. 



Unentgeltlich. 

Graz: Akademischer Leseverein. 
Hernais: Landes-Realgymnasium. 
Ober-Hollabrunn: Landes-Realgymnasium. 
Prag: Akademischer Leseverein. 

„ Lese- und Redehalle der deutschen Studenten. 
Wuidhofen a. d. Thaya: Landes-Realgymnasium. 
Wien: Communal-Gymnasium Gumpendorf. 

„ „ „ Leopoldstadt. 

„ „ Ober-Realschule Gumpendorf. 



aLVI Wissenschaftliclie Anstalten. 

10 Wien: Coraraunal-Ober-Kealschule Eossau. 
„ „ „ „ Wieden. 

„ Naturwissenschaftlicher Verein der technischen Hochschule. 

,, Leseverein deutscher Studenten. 

„ Universitäts-Bibliothek. 

„ Landesausschuss-Bibliothek. 



Wissenschaftliche Anstalten, 

mit welchen Schriftentausch stattfindet. 

Oesterreich. 

Bregenz: Museum -Verein. 
Brunn: Naturforschender Verein. 

„ Mährisch-schles. Gesellschaft zur Beförderung des Ackerbaues. 
Graz: Naturwissenschaftlicher Verein für Steiermark. 

„ Akademischer naturwissenschaftlicher Verein. 

„ k. k. steiermärkischer Gartenbau -Verein. 
Innsbrrick: Naturwissenschaftlich-raedicinischer Verein. 

„ Ferdinandeum. 

Klagenfurt: Naturhistorisclies Landes-Museum. 
10 „ K. k. Gesellschaft z. Beförderung des Ackerbaues und der Industrie 

in Kärnten. 
Lemherg: K. k. galiz. Landwirthschafts-Gesellschaft. 
Linz: Museum Francisco-Carolinum. 

„ Verein für Naturkunde. 
Prag: K. böhm. Gesellschaft der Wissenschaften. 

„ Naturhistorischer Verein „Lotos". 
BeicJienberg: Verein der Naturfreunde. 
Salzburg: Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. 
Triest: Societa adriatica di scienze natural!. 

„ Societa d'orticultura del Littorale. 
20 Wien: Kais. Akademie der Wissenschaften. 

„ Redaction der österr. bot. Zeitschrift. 

,. K. k. geologische Reichsanstalt. 

,. Akademischer Verein der Naturhistoriker. 

„ K. k. geographische Gesellschaft. 

„ Oest. Reichs-Forstverein. 

Verein für Landeskunde von Niederöster reich. 

;,' K. k. Gesellschaft der Aerzte. 

„ K. k. Gartenbau-Gesellschaft. 

„ Verein zur Verbreitung naturwissenschaftlicher Kenntnisse. 



VVisseiiscliaftlicbe Anstalten. XL VII 

Ungarn. 

30 Ägram: Jugoslovenska Akademia. 

Buäa-Pest: K. ungar. Akademie der Wissenschaften. 
„ K. Ungar, geologische Anstalt. 

„ Ungar, naturwissenschaftlicher Verein. 

Hermannstadt: Siebenbürgischer Verein für Naturwissenschaften. 

„ Verein für siebenbürgische Landeskunde. 

Kesmark: Ungarischer Karpathen -Verein. 
Pressburg: Verein für Naturkunde. 

Deutschland. 

Altenburg: Naturforschende Gesellschaft des Osterlandes. 
Annaberg-Buchholz: Verein für Naturkunde. 
40 Augsburg: Naturhistorischer Verein. 
Bamberg: Naturforschender Verein. 
Berlin: Königl. Preuss. Akademie der Wissenschaften. 

Botanischer Verein für die Provinz Brandenburg. 
Entomologischer Verein. 
Eedaction der Linnaea. 

Naturwissenschaftlicher Verein von Neu -Vorpommern und Kügen. 
Eedaction des Archives f. Naturgeschichte. 
Eedaction des Naturforscher. 

Verein zur Beförderung des Gartenbaues in den königl. preuss. Staaten. 
50 „ Eedaction des botanischen Jahresberichtes. 

Bonn: Naturhistorischer Verein d. preuss. Eheinlande und Westphalens. 
Bremen: Naturwissenschaftlicher Verein. 
Breslau: Verein f. schlesische Insectenkunde. 

„ Schlesische Gesellschaft für vaterländische Cultur. 
Cassel: Verein für Naturkunde. 
Chemnitz: Naturwissenschaftliche Gesellschaft. 
Dansig: Naturforschende Gesellschaft. 

Barmstadt: Naturbistorischer Verein für das Grossherzogthum Hessen. 
„ Verein für Erdkunde. 

60 Donaueschingen: Verein für Geschichte und Naturgeschichte. 
Dresden: Gesellschaft Isis. 

„ Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. 
., Kaiserl. Leopold. Carolin, deutsch. Acad. d. Naturforscher. 
Dürkheim: Pollichia (Naturw. Ver. d. baierischen Pfalz). 
Elberfeld: Naturwissenschaftlicher Verein von Elberfeld und Barmen. 
Emden: Naturforschende Gesellschaft. 
Erlangen: Physikalisch-medicinische Societät. 
Frankfurt a. M.: Senkenbergische naturforschende Gesellschaft. 
„ Eedaction des Zoologischen Gartens. 

Z. B. ües. B. XXVI. g 



aLVIII Wieseuscliaftliche Anatalteu. 

70 Freiburg i. B.: Naturforschende Gesellschaft. 
Fulda: Verein für Naturkunde. 

Giessen: Oberhessische Gesellschaft für Natur- uud Heilkunde. 
Görlitz: Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften. 

„ Naturforschende Gesellschaft. 
Göttingen: Köuigl. Gesellschaft der Wissenschaften. 

Halle a. d. S.: Naturwissenschaftlicher Verein für Sachsen und Thüringen. 
„ Naturforschende Gesellschaft. 

„ ßedaction der Natur. 

Sainburg: Verein für naturwissenschaftliche Unterhaltung. 
80 „ Naturwissenschaftlicher Verein. 

Hanau: Wetterauische Gesellschaft für die gesammte Naturkunde. 
Hannover: Naturhistorische Gesellschaft. 
Heidelberg : Naturhist. medicin. Verein. 
Jena: Medicinisch- naturwissenschaftliche Gesellschaft. 
Kiel: Naturwissenschaftlicher Verein für Schleswig-Holstein. 
Königsberg: Königl. physikalisch-ökonomische Gesellschaft. 
Landshut: Botanischer Verein. 

Leipzig: Eedaction der Zeitschrift für wissenschaftliche Zoologie. 
„ Königl. sächsische Gesellschaft der Wissenschaften. 
90 „ Eedaction der Botanischen Zeitung. 

Lüneburg: Naturwissenschaftlicher Verein für das Fürstenthum Lüneburg. 

Magdeburg: Naturwissenschaftlicher Verein. 

Mannheim: Verein für Naturkunde. 

München: Königl. Bairische Akademie der Wissenschaften. 

„ Deutscher und österreichischer Alpenverein. 

Neisse: Philomatbie. 

Neu-Brandenburg : Verein der Freunde der Naturgeschichte in Mecklenburg. 
Nürnberg: Naturhistorische Gesellschaft. 
Offenbach: Verein für Naturkunde. 
100 Passau: Naturhistorischer Verein. 

Putbus: Eedaction der entomologischen Nachrichten von Dr. Katter. 
Begensburg: Zoologisch-mineralogischer Verein. 

„ Königl. bairische botanische Gesellschaft. 

Stettin: Entomologischer Verein. 
Stuttgart: Verein für vaterländische Naturkunde in Würteraberg. 

„ Eedaction der Iliustrirten Garten-Zeitung. 

Wiesbaden: Verein für Naturkunde im Herzogthume Nassau. 
Zwickau: Verein für Naturkunde. 



Schweiz. 



Aigle: Societe botanique Murithienne. 
110 Basel: Naturforschende Gesellschaft. 
Bern: Naturforschende Gesellschaft. 



Wissenschaftliclie Anxtalteii XLIX 

Bern: Allgem. Schweiz, naturforschende Gesellschaft. 
Chur: Naturforschende Gesellschaft. 
St. Gallen: Naturwissenschaftliche Gesellschaft. 
Genf: Socie'te de physique et d'histoire naturelle. 
Lausanne: Societe vaudoise des sciences naturelles. 
Neufchatel: Socie'te' des sciences naturelles. 
Schaffhausen: Schweizerische entomologische Gesellschaft. 
Zürich: Naturforschende Gesellschaft. 

Skandinavien. 

120 Christiania: Vedenskabs Selskabet. 
Gothenburg: K. Vetenskabs Selskabet. 
Kopenhagen: Naturhistoriske forening. 

„ K. danske videnskabernes Selskabs. 

Lund: Universität. 
Stockholm: K. Veten skaps Akademie. 
Trondhjem: K. Norske videnskabers Selskabs. 
üpsala: Vetenskaps Societät. 
„ Universität. 

Holland. 

Amsterdam: Koninklijke Akademie van Wetenschappen. 
130 Haag: Societe HoUandaise des Sciences ä Harlem. 
„ Nederlandsche Entomologische Vereeniging. 
Haarlem: Niederländisches Archiv für Zoologie. 

„ HoUandsche Maatschappij de Wetenschappen. 

Rotterdam: Nederlandsche Dierkundige Vereeniging. 
Utrecht: Provincial Utrechtsche Genootschap van Künsten en Wetenschappen. 

Belgien. 

Brüssel: Academie Royale des sciences, des lettres et des beaux arts de Belgique. 
„ Societe Royale de Botanique de Belgique. 
„ Soc. entomologique de Belgique. 

„ Soc. malacologique de Belgique. 

140 Liege: Redaction de la Belgique Horticole. 
„ Societe Royale des Sciences. 
Luxembourg: Societe des Sciences naturelles du Grand-Duche' de Luxerabourg. 



England. 



Dublin: Royal Irish Academy. 

„ Geological Society. 
Edinburgh: Royal Physical Society. 
„ Royal Society. 



L Wissenschaftliche Anstalten. 

Eäiwburgli: Geological Society. 
London: Entomological Society. 

„ Geological Society. 

150 „ Linnean Society. 

., Koyal Society. 

„ Zoological Society. 

„ - Redaction von Entomologist's Monthly Magazine. 

„ Redaction vom Record of zoological Literature. 

„ Redaction der Nature. 

Manchester: Literary and philosophical Society. 
NeivcasÜe upon Tyne: Tyneside Naturalist's Field club. 

Russland. 

Dorpat : Naturforscher- Gesellschaft. 

EJcatJierinbourg : Societe ouralienne d'amateurs des sciences naturelles. 
160 Helsingfors: Pinska Vetenskaps-Societeten. 
Moskau: Societe Imperiale des Naturalistes. 
Odessa: Neurussische Gesellschaft der Naturforscher. 
Petersburg : Academie Impe'riale des sciences. 

„ Kais. St. Petersburger botanischer Garten. 

„ Societe entomologique de Russie. 

Miga: Naturforschender Verein. 

Italien. 

Bologna: Äccademia delle scienze. 

Florenz: Societa entomologica italiana. 

Genua: Museo civico di storia naturale. 
170 „ Societa di letture e conversazioni scientifiche. 

.Lueca: Äccademia lucchese di scienze, lettere ed arti. 

Mailand: Societa italiana di scienze naturali. 

„ Istituto lombardo di scienze, lettere ed arti. 

Modena: Societa dei naturalisti. 

„ Äccademia di scienze, lettere ed arti. 

Neapel: Äccademia delle scienze. 

Palermo: Äccademia delle scienze. 

Pisa: Societa toscana di scienze naturali. 
„ Societa malacologica italiana. 
180 „ Redazione del Nuovo Giornale botanico. 

Venedig: Istituto veneto di scienze, lettere ed arti. 

Verona: Äccademia di Ägricoltura, Commercio ed arti. 

Frankreich. 

Amiens: Societe Linne'enne du Nord de la France. 
Cherhowrg: Societe des sciences naturelles. 



WiKsenschaftliche Anstalteu. LI 

Colmar: Societe d'histoire naturelle. 
Lille: Societe des sciences. 

Lyon: Äcademie des sciences, belles-lettres et arts. 
„ Societe d'agriculture. 
„ Socie'te botanique de Lyon. 
[90 „ Societe Linneenne de Lyon. 
Nancy: Societe des sciences. 

„ Äcademie de Stanislas. 
Paris: Societe entomologique de France. 
„ Societe botanique de France. 

„ Kedaction des nouvelles archives du Musee d'histoire naturelle. 
„ Eedaction des Journal de Conchiliologie. 
Ronen: Societe des amis des sciences naturelles. 

Portugal. 

Lissabon: Academia real das sciencias. 

Türkei. 

Constantinopel: Societe imperial de Medecine. 

Asien. 

^00 Batavia: Bataviaasch Genotschap van Künsten en Wettenschappen. 
„ Nataurkundige Vereeniging in Nederlandsch-Indie. 
CalcuUa: Asiatic Society of Bengal. 

Afrilia. 

Älexandrien: L'Institut Egyptien. 

„ Societe Khediviale de Geographie. 

Amerilca. 

a) Nordamerika. 

ATbany: New-Tork State Agricultural Society. 
Boston: Society of Natural History. 

„ American Academy. 
Buffalo: Society of Natural Sciences. 
Cambridge: Museum of comperative Zoology. 
210 „ American Association for the advancement of science. 

Columbus: Ohio State Board of Agriculture. 

„ Geological Survey of Ohio. 

St. Francisco: Academy of Natural Sciences. 
New-Haven: Connecticut Academy. 

„ ßedaction des American Journal of Science and Arts. 



1;TI WisRenscliaftliclie Anstalten. 

^S**. Louis: Academy of science. 

Madison: Wisconsin State Agricultural Society. 

„ Wisconsin Academy of Sciences, Arts and Letters. 

Neio- Orleans: Academy of Sciences. 
220 Newport: Orleans' Connty Society of Natural Sciences. 
Neio-York: Lyceum of Natural History. 
Philadelphia: Academy of Natural Sciences. 
„ Entoraological Society. 

„ American Philosophical Society. 

„ Zoological Society of Philadelphia. 

„ Redaction d. Penn Monthly. 

PorÜand: Society of Natural History. 
Salem: Redaction d. American Naturalist. 
„ Essex Institute. 
230 Toronto: Canadian Institute. 

Washington: Departement of Agriculture of the Unit. Stat. of N. America. 
„ Smithsonian Institution. 

„ United States Geological Survey. 

„ United States Patent Office. 

b) S ü d a m e r i k a. 

Buenos-Äires: Museo publico. 

Cordova: Academia nacional di ciencias exactas ex. a la Universidad. 

Mexico: Sociedad mexicana de historia natural. 



Sitzungsberichte. 



Z. K. Gee B. XXVI. Sitz.-Ber 



Versammlung am 5. Jänner 1876. 

Vorsitzender: Herr Professor Dr. Carl Claus. 



Neu eingetretene Mitglieder: 

P. T. Herr als Mitglied bezeichnet durch 

P. T. Herren 

Eidam Dr. Eduard, Assistent an der Lehr- 
kanzel für Botanik in Breslau .... Dr.Reichardt, Dr. v.Maren zeller. 

Kirchner Dr. Oskar in Proskau ....„„ „ „ 

Koch Dr. Ludwig, Assistent an der Lehr- 
kanzel für Botanik in Darmstadt . . . „ „ „ „ 

Kempf Heinr., Lehramtscandidat, Oberdöb- 

ling, Hauptstrasse Nr. 42 G. Kolazy, J. Burgerstein. 

Csellei Gustav, Erzherzogl. Wirthschafts- 
Beamter auf Albrechtsfeld, 1. P. Frauen- 
kirchen (Ung.) Th. Fuchs. Dr. v. Marenzeller. 

Grailich Alexander, Erzherzogl. Wirth- 
schafts- Beamter auf Pfaif6»wiese. 1. P. 
Ung.-Altenburg, Com. Wieselburg . . . „ ^ « „ 

Mayerhofer Carl, k. k. Hofopernsänger, 

Wien, Elisabethstrasse 3 v. Pelzein, v. Bergenstamm. 

Becke Friedrich, Stud. phil., Wien H. 

(Brigittenau), Webergasse 1 Prof Reichardt, A. Rogenhofer. 



Anschluss zum Schriftentausche : 

Redaction der entomologischen Nachrichten, herausgegeben von Dr. F. 
Katter. 



A* 



4 Versammlung am 5. Jänner 1876. 

Der Herr Vorsitzende begrüsst die anwesenden Herren 
Dr. Bogdanoff aus Moskau und Professor Dr. V. Graber 
aus Graz, 

Herr Professor Dr. C. Claus hat am 2. December dem 
Redactionscomite der Festschrift eine für diese bestimmte Ab- 
handlung übergeben: Ueber die Organisation und systematische 
Stellung der Gattung Seison Gr. Mit 2 Tafeln. 

Desgleichen Herr Professor Dr. A. Vogel, am 3. Jänner 
1876: Beiträge zur Kenntniss der sogenannten falschen China- 
rinden. Mit 1 Tafel. 

Herr Julius von Bergenstamm hat den Mitgliedsbeitrag 
auf Lebenszeit eingezahlt. 



Herr Dr, A. B. Meyer, Director des zoologischen Museums 
in Dresden, richtete folgendes Schreiben an den Secretär Custos 
A. Rogenhof er: 

Hochgeehrter Herr! 

In den Verhandlungen der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft vom 
6. October v. J. S. 593 fg. sind von Herrn Kuhn einige von mir auf Nord- 
Celebes gesammelte Farne besprochen worden. In den einleitenden "Worten bemerkt 
Herr Kuhn, dass dieselben bei meinem „kurzen" Aufenthalte auf Nord-Celebes 
gesammelt seien. Erlauben Sie mir gütigst den Thatbestand richtig zu stellen, 
indem ich erwähne, dass ich, abgesehen von einem kurzen dreiwöchentlichen 
Abstecher nach Central- Celebes, ununterbrochen neun Moisate auf Nord-Celebes 
verweilte , während welcher Zeit ich mich allerdings nur sehr gelegentlich mit 
Pflanzensammeln als meinen Reisezwecken zu fern liegend, beschäftigte. 

Sie werden mich durch Aufnahme dieser kurzen Notiz in das Protokoll 
der nächsten Sitzung unseres Vereines verpflichten. 

Mit vorzüglichster Hochachtuug 

Ihr ergebenster 

Dresden, den 27. December 1875. Dr. A. B. Meyer. 



Herr Custos A. v. Pelz ein gab einen: HI. und IV. Beitrag 
zur ornithologischen Fauna der österreichisch-ungaiischen Mon- 
archie. (Siehe Abhandlungen.) 



Dr. Carl Claus. 

Der Herr Vorsitzende sprach über die im vorigen Jahre 
eröffnete k, k. zoologische Station in Triest: 

Sie bietet das Mittel nicht allein durch Arbeiten an Ort und Stelle die 
zoologischen Kenntnisse zu erweitern, sondern sie fördert auch den Unterricht 
und die selbstständige Forschung durch die getroffene Einrichtung regelmässiger 
Sendungen lebender Thiere an die bezüglichen Institute und Universitäten in 
Wien und Graz. Es ist ferner die ganz oder theilweise unentgeltliche Abgabe 
von zoologischen Objecten der Meeresfauna an österreichische Lehranstalten in 
Aussicht genommen. 

Die von der Station ausgehenden, zusammenhängenden und in allen 
Jahreszeiten fortgesetzten Beobachtungen über die Thierwelt des Triester Golfes 
ergaben jetzt schon interessante und überraschende Resultate. So zeigt sich das 
adiiatische Meer, in den Wintermonaten, viel reicher an pelagischen Thieren, 
Scheiben-, Röhren- und Rippen-Quallen, Salpen etc. als man bisher annehmen 
durfte. 



Herr Professor W. Voss legt eine Arbeit über: Die Brand-, 
Rost- und Mehlthau-Pilze der Wiener-Gegend vor. (Siehe Ab- 
handlungen.) 



Herr Professor Vitus Graber aus Graz trug über mehrere 
von ihm gemachte Beobachtungen bezüglich des Baues einzelner 
Organe bei den Arachniden vor. 



Herr J. v. Bergenstamm übergab eine von ihm im Ver- 
eine mit Herrn Paul höw verfasste Synopsis Cecidovn/idarum 
(Siehe Abhandlungen.) 



Secretär A. Rogenhofer besprach: Die Spinnen-Fauna 
Ungarns von O. v. Hermann. I. Theil. Budapest 1876. 



Versammlung am 0. Februar ISTfi. 



Versaiiimluii^ am 9. Februar 1876. 

Vorsitzender : Herr Präsident-Stellvertreter Jul. Freiherr 
V. Schröckinger-Neudenberg. 



Neu eingetretene Mitglieder: 

P. T. Herr als Mitglied bezeichnet durch 

P. T. Herren 

Svanda Stefan, Official des k. k. Haupt- 
punzirungsanites, VI. Gumpendorferstr. 63. 
Wien Hofmeister, Dr. v. Marenzeller. 

Biasioli Carl, Lehramtscandidat an der 

Universität in Innsbruck Prof. Gredler, A. v. Letocha. 

Ki^paticMyo, Professor der Naturgeschichte 

an der Ober-Eealschule in Ägram ... S. Brusina, Burgerstein. 

Toula Dr. Franz, Professor der Gumpen- 
dorfer Communal-Eealschule. Wien, Kirchen- 
gasse 19 Prof. Voss, A. Rogenhofer. 

Kittel August, prakt. Arzt, Ob. -Siebenbrunn Flor. Müller, Prof. Staufer. 

Grobben Carl, Caud. Philos., Taborstr. 27. Prof. Claus, Prof. Dr. Wiesuer. 



Eingesendete Gegenstände: 

Funk, Kryptogamische Gewächse des Fichtelgebirges, 42 Hefte, 
Herbarium vivum Florae helveticae, 2 Hefte, 
Wittmann E., Taschenherbar der Umgebung Wiens. 
Geschenk der Privatbibliothek Sr. Majestät des Kaisers. 
660 Coleopteren von Herrn J. Kaufmann. 
2 Fascikel Phauerogamen von Dr. Eauscher in Linz. 



Der Herr Vorsitzende gedacht des dahingeschiedenen Mit- 
gliedes des Herrn ßegierungsrathes Professor Dr. L. Redten- 
b acher, Director des k. k. zoologischen Hot- Museums und 
forderte die Anwesenden auf, sich zum Z« ichen der Trauer von 
den Sitzen zu erheben. 



J. V Schröclcinger-Neudeubergr 



Se. Excellenz der Unterrichtsminister bewilligte der Ge- 
sellschaft zur Herausgabe der Festschrift eine Subvention von 
400 fl. österr. Währ. 



Die Direction der Gesellschaft sandte dem Herrn Geheim- 
rathe Professor Dr. J. F. Brandt in St. Petersburg zu seinem 
am 24. Jänner gefeierten 50jährigen Doctor-Jubiläum den nach- 
stehenden telegraphischen Festgruss : 

In dankbarster Auerkennnn<ii: Ihrer hohen Verdienste nm die zoologische 
Wissenschaft sendet Ihnen die k. k. zoologisch-botanische Gesellschaft in Wien 
die besten Glückwünsche zum heutigen Tage. 

Der Gefertigte zeichnete die Gesellschaft mit folgendem 
eigenhändigen Antwortsschreiben aus: 

Der Endesunterzeichnete erlaubt sich der hochgeehrten Gesellschaft für 
das ihm an seinem Jubeltage zugegangene Glückwunsch-Telegramm den tief 
gefühltesten Dank auszusprechen und sich hochachtungsvoll zu zeichnen 

Ihr ganz ergebenster 

J. F. Brandt. 
St. Petersburg, den 25. Jänner. 

Der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft in Wien. 



Dem Redactions-Comite der Festschrift wurden folgende 
Arbeiten übergeben, am 27. Jänner: Zur Teratologie der Ovula 
von Dr. J. Peyritsch. Mit ,3 Tafeln; am 2. Februar: Die 
Schutzmittel der Blüthen gegen unberufene Gäste von Dr. A. 
Kern er. Mit 3 Tafeln; am 5. Februar: Carl Clusius' Natur- 
geschichte der Schwämme Pannoniens von Dr. H. W. Reichardt. 



Herr Valentin Ball in Calcutta hat den Mitgliedsbeitrag 
auf Lebensdauer eingezahlt. 



Herr Professor Dr. C. Claus macht Mittheilnngen über 
die Siph onophoren- und Medusen-Fauna Triests. 



I 



ö Versammlung am 9. Februar 1876. 

Dieselbe ist nach den im Laufe dieses Winters angestellten Beobachtungen 
viel reicher als man nach der Arbeit Will's „Horae tergestinae" hätte ver- 
rauthen sollen. Gerade die Wintermonate vom November an bis Februar 
scheinen die für die Untersuchungen der pelagischen Fauna günstige Jahreszeit zu 
sein, und da bislang fast sämmtliche Forscher im Frühjahr und Herbst ihre Be- 
obachtungen anstellten , blieben viele und schöne Formen vornehmlich von 
Siphonophoren und Quallen unbemerkt und unbekannt. 

Weit entfernt zu glauben, schon jetzt einen Ueberblick über das keines- 
wegs karg vertretene Gebiet der Triester Siphonophoren und Medusen gewonnen 
zu haben, glaubt der Vortragende mit einer vorläufigen Mittheilung über seitherige 
Funde und einige neue interessante Formen nicht zurückhalten zu sollen. 

Von Siphonophoren fanden sich bislang die von Will beschriebene kleine 
Diphyes Kochü nebst den von jenem Forscher noch als JErsaea- Aiten betrach- 
teten Eudoxien, ferner Prai/a cynibiformis und Galeolaria aurantiaca. Dazu 
kam, vornehmlich häufig im December beobachtet, eine kleine neue JSalistemma- 
Art, welche im Bau der Nesselköpfe zu Ägalmopsis hinführt, indem den Anfang 
der Spirale ein glockenförmiger Mantel umlagert, dessen Form an junge Nessel- 
köpfe von Ägalmopsis Sarsii erinnert. Der Endfaden bleibt jedoch wie bei 
Malistemma einfach. Die überaus zierliche, lebhaft roth gefärbte Phj'sophoride, 
die ich Ilalistemma tergestina nennen will, hat eine Schwimmsäule von 8 bis 
10 Mm. Länge, die von dem ausgestreckten Stamme noch um das 4- bis 5fache 
übertroffen wird. Form und Verhalten sämmtlicher Anhänge konnte ich ziemlich 
eingehend untersuchen, da viele von Triest gesandte Exemplare bis auf die 
entblätterte Schwimmsäule leidlich erhalten und lebend in Wien eintrafen, üeber 
die Schwimmsäule des unversehrten Thieres hat mir Herr Dr. Graeffe die 
Mittheilung gemacht, dass die grössten Exemplare 14 bis 16 Schwimmglocken 
besitzen und auffallenderweise die mittleren Glocken die grössten sind. Auch 
eine Forskalia, wahrscheinlich F. Eäwardsii wurde wenngleich nicht vollkommen 
unversehrt beobachtet, und gehört somit diese schöne Siphonophore auch der 
Adria an. 

Von Rippenquallen wurden mir die für die Fauna Triests bekannten 
JEucharis multicornis, Cydippe brevicostata und Beroe rufescens untersucht, in- 
dessen will Dr. Graeffe auch eine kleine Eurampliea vexilligera gefischt uud 
unter andern Ctenophoren im Pokale mir übersandt haben. 

Aus den Gruppen der Acalephen und Hydromedusen fand sich das 
relativ grösste Material. Neben Wiizostoma Aldrovandi, Chrysaora hysoscella 
und Aurelia aurita, die in vielen Stadien von den Ephj'rastadien an bis zur 
geschlechtlichen Entwicklung beobachtet wurden, interessirte in hohem Grade 
das Vorkommen einer grossen Scheibenqualle, die sich bei näherer Untersuchung 
als seither unbekannt und als Vertreter einer neuen Gattung herausstellte. 

Die neue, wie es scheint keineswegs seltene Qualle, im geschlechtsreifen 
Zustande mindestens 3 bis 4 Zoll im Durchmesser, steht nach Form und 
Organisation der Gattung Aurelia am nächsten, mit der sie in dieselbe Familie 
gehört. Sowohl in der allgemeinen Scheibengestalt als in der Architektonik des 



Dr. Carl Claus. 9 

Gastrovascularrautnes, wie in der Form und Bewaffnung der Mundarme wieder- 
holt sie die Eigenthümlichkeit der in zahlreichen Arten verbreiteten Aurelia. 
Immerhin darf hervorgehoben werden, dass namentlich an jungen Individuen 
die Scheibe merklich gewölbter erscheint und auch die Mundarme nicht den 
Grad von Kigidität besitzen, welcher sie bei Aurelia zu fast horizontaler 
Haltung befähigt. Dagegen erweist sich Zahl und Gestalt der Randlappen nebst 
Tentakelbewaffnung so bedeutend verschieden, dass man beim ersten Blick 
geneigt ist, die Familiengemeinschaft mit Aurelia in Zweifel zu ziehen. Und 
in der That hat L. Agassiz bei dem Versuche, Familien- und Gattungs- 
charaktere von Aurelia, der bislang einzigen Gattung der Aureliden, zu trennen, 
die auf das Verhalten von Tentakeln und Randlappen bezüglichen Verhältnisse 
der Gattung Aurelia auf Familiencharaktere bezogen, ein Irrthum, von den ihn 
schon allein die den Scheibenrand betreffenden Abweichungen der Pelagiden- 
gattungen {Pelagia, Placois, CJm/fiaora, Dactylometra etc.) hätte schützen sollen. 
Unsere Gattung, für die ich den alten für Aurelia lange Zeit gebrauchten 
Linnaeischen Namen Medusa als Discomedusa verändert in Vorschlag bringe, 
trägt eine so grosse Zahl von Randlappen, dass man zumal bei der keineswegs 
streng regulären Anordnung derselben Anfangs Mühe hat, sich zu orientiren. 
um die Gesetzmässigkeit herauszufinden. Dazu kommt der Mangel der zahl- 
reichen und kurzen Randfranzen, dagegen der Besitz von 24 langen, überaus 
contractileu Randfäden. Randlappen und Tentakelzahl erinnern an Chrysaora, deren 
Gestaltungsverhältnisse sie gewissermassen innerhalb der durch die Gefäss- 
architektonik von den Pelagiden streng geschiedenen Aureliden wiederholen 

Wir können am Rande der Scheibe 8 Paare von radiären oder Augen- 
lappen und eben so viel Paare von interradiären oder Tentakellappen unter- 
scheiden. Erstere sind höher und in der Regel wieder secundär gespalten; 
letztere niedriger und breiter, hie und da sanft ausgebuchtet und hiedurch 
unregelmässig zweilappig. Es würden also bei regulärer Ausbildung im Ganzen 
48 Randlappen zu unterscheiden sein, von denen die 16 breiteren Tentakellappen 
wiederum undeutlich zweilappig sein können. Zwischen je zwei Tentakellappen 
entspringen am Ende der einfach gebliebenen interradiären Gefässe (wie wir sie 
im Gegensatz zu den 8 durch die Lage der Randkörper bezeichneten radiären 
Hauptstämme der verästelten Gefässe nennen wollen) die Haupttentakeln, während 
sich die 16 Nebententakeln, an Länge hinter jenen wenig zurückbleibend, zwischen 
Tentakellappen und äusserem Stück der Augenlappen inseriren. 

So bedeutend nun uns diese Abweichungen von Discomedusa und Aurelia er- 
scheinen, so glaube ich, dass sie bei der sonstigen grossen Uebereinstimmung beider 
Gattungen nur als generische veranschlagt werden können, zumal es keineswegs 
schwierig ist, dieselben aus der Entwicklungsgeschichte zu erklären. 
Wir müssen hier zum Ephyr astadium zurückgreifen, welches ja für die 
Acalephen der verschiedensten Familien, eine so übereinstimmende Gestaltung 
zeigt, dass wir dieselbe wohl ohne Bedenken auch genetisch als Grundform der 
Acalephen betrachten können, aus deren verschiedenem Wachsthum und Fort- 
entwicklung sich Familien und Gattungsabweichungen der Acalephen erklären 

Z. B. Ges. B. XXVI. Sitz.-Ber. B 



k 



10 Verbammlung am 0. Februar 1876. 

müssen. Verfolgen wir nun das Wachsthum der Aurelidenephyra, welche 
Anfangs in dem Verhalten der Gefässe mit der Pelagidenephyra die grösste 
UehereinstiiTiniung zeigt, so sehen wir, dass zunächst zwischen den primären 
8 Randlappenpaaren, deren Achsen oder Radien der Lage der Randkörper ent- 
spricht, die inteimediären Segmente der Scheibe durch die kürzern interradiären 
Gelasse bezeichnet, allmälig hervorwachseu und zur Ausbildung gelangen. Im 
Gegensatze zu den Pelagiden bilden bekanntlich die 8 Radiärgefässe frühzeitig 
einen rechten und linken Nebenast, vor deren Auftreten das abweichende Ver- 
halten des Gastrovasculargefässes in beiden Familien zu erklären ist. Es entsteht 
aber in beiden Gruppen am Ende eines jeden Interradius ein Tentakel (Haupt- 
teutakel) bei den Aureliden, nachdem sich das intermediäre Segment vergrössert 
und am Scheibenrand zur Bildung eines interradiären Lappens hervorgewölbt 
hat. Während nun bei Aurelia das Wachsthum der intermediären Lappen im 
Vergleich zu den Raudkörperhippen ein überaus mächtiges wird, und rechts 
und links vom Haupttentakel eine grosse Zahl von Fädchen hervorwachsen, 
reducirt sich bei Discomedusa die Zahl dieser Fädchen um jeden Haupttontakel 
auf das seitliche zuerst auftretende Paar, während sich der auch bei Aurelia ein- 
gebuchtete intermediäre Lappen tiefer spaltet und auch im gleichen Verhältniss 
fortwacbsende Randkörperlappen eine secundäre Spaltung hervortritt. Die drei 
Tentakeln aber bleiben nicht kurze Fäden, sondern bilden sich zu langen Rand- 
iaden aus, die auch ihrem feineren Baue nach mit den Randfranzen von Aurelia 
übereinstimmen. 

Aehuliche Abweichungen in der Lappenbildung und Tentakelzahl wieder- 
holen die unter den Pelagiden unterschiedenen Gattungen. Während bei Pelagia 
beispielsweise gerade die primären Randkörperlappen überwiegen und die 
Lappenform der Scheibe bestimmen, sodann die Randfäden auf die 8 primären 
oder Haupttentakeln beschränkt bleiben, kommen bei Chrysaora die intermediären 
oder Tentakellappen zwischen den 8 Randkörperlappen im gleichen Umfang zur 
Geltung und lassen ausser den 8 Haupttentakcln 16 ziemlich gleich grosse 
Nebententakeln zwischen Randkörperlappen und Tentakellappen zur Ausbildung 
gelangen. 

Die Artcharaktere der neuen Meduse, die ich als Discomedusa lobata 
bezeichne, lassen sich, da bislang andere Arten der Gattung nicht bekannt ge- 
worden sind, schwierig von der generischeu abzweigen; ich weide hierauf bei 
Gelegenheit in einer detaillirten Darstellung des Baues unserer Scheibenqualle 
zurückkommen. 

Von Medusen wurden ferner beobachtet: die weit verbreitete bis zum 
hohen Norden reichende Turris digitalis 0. Fr. Müll, und häufiger noch in kleinen 
und grossen Exemplaren die von Will beschriebene Tima liellucida, deren 
Scheibe den Durchmesser von 1' 3 ZoU erreichen kann. In fast allen Ent- 
wicklungsstadien bis zu geschlechtlich ausgebildeten Exemplaren, von 2V'2 bis 
3 Zoll im Durchmesser, erhielt ich die schöne und ebenfalls weit verbreitete 
Schizodactyla Forskalina Esch., deren Abstammung durch fortgesetzte Beob- 
achtungen hoffentlich bald aufgeklärt werden wird. Aus der Gery onidengruppe 



Pr. Carl Claus H 

beobachtete ich allerdings nur in einem Exemplare Carmarina haatafa. Häufiger 
erhielt ich eine kleinere Geryonide, die sich als Repräsentant einer neuen 
Gattung Liriopsis erwies. Dieselbe steht Liriope (Xanthea) am nächsten und 
besitzt wie diese 4 Radiärkanäle, jedoch nicht 4, sondern 8 ziemlich gleich lange 
Tentakeln. Zungenkegel- wie Centripetalkanal fehlen. Die langgestreckten nicht 
lappenförmigen Geschlechtsorgane verlaufen im Magenstil und von einem freien 
Intervall unterbrochen bis zum Scheibenrande. 8 Randbläschen liegen zvi'ischen 
den 8 Tentakeln. Die beobachtete Art besitzt einen hohen fast glockenförmigen 
Schirm von 7 bis 8 Mm. Durchmesser und einen ausserordentlich langen 
Magenstil mit mächtig entwickeltem Rüssel, sie mag als Liriopsis campanulata 
bezeichnet werden. 

Kleine noch nicht geschlechtsreife Medusen aus der Gruppe vom Typus 
der Oceania, Sarsia, Steenstrupia und Eucope, ferner Cladonema konnten bislang 
nur zum Theil in Zusammenhang mit den zugehörigen Hydroidstöckchen ver- 
folgt, jedoch nicht in ihrer weiteren Entwicklung bis zur vollen Geschlechts- 
reife beobachtet werden. Ihr Auftreten aber lässt auf eine reiche Vertretung 
der Campanulariden und Tubulariden zurückschliessen. deren näherer Verfolgung 
ich in nächster Zeit meine Aufmerksamkeit zuzuwenden beabsichtige. 

Unter den seither beobachteten Formen hebe ich hiTvor: Ohelia longis- 
sima fniit Europe), Campanularia angiüata, Äglaophenia pluma , Eudendrium 
ramosum, Eudendrium mit junger Bougainvillia, Tuhularia lafynx, Padocoryne 
Cornea, Hydractinia, Vortielava. 



Herr Professor Dr. Wiesner hielt einen Vortrag über die 
Wachsüberzüge pflanzlicher Oberhäute und legte dar, dass die 
als Reif oder in derberen Schichten auftretenden geformten 
Wachsüberzüge (Körnchen-, Stäbchen und Krustenüberzüge De 
Bary's) krystallinische Efflorescenzen sind, die entw^eder gänz- 
lich oder zum grössten Theile aus echten Fetten (Glyceriden) 
bestehen, 

Herr Professor Dr. G. Mayr legte die Beschreibung 
einer neuen Gallwespe Diastrnphns Mayri von Herrn Dr. 
Hermann Reinhard in Dresden vnr. 

In der ausgezeichneten Arbeit des Professors Dr. G. Mayr über die 
Toryraiden (Verh. d. zool. bot. Ges. 1874) ist bei Besprechung des Oligosthenus 
tibialis Fr. (S. 30) angegeben, dass dieser Parasit aus den von Äulax (Xesto- 
phanes) Potentillae Vill. erzeugten Stengelgallen der Potentilla argentea 
erzogen worden sei. 

Diese Angabe ist in Betreff der Galle richtig, nicht aber in Betreff des 
Gallenerzeugers. Die Gallwespe Äulax Potentillae entwickelt sich, soviel bekannt 

B* 



h 



12 Versammlung am 9. Februar 1876. 

nur in den Gallen der Potentüla reptmis, einer feuchte Standorte liebenden 
Pflanze mit kriechenden Stengeln. Die Potent, argentea dagegen wächst nur 
an sehr trockenen Stellen, an felsigen Bergabhängen, auf Mauerränden und 
dergl., und an ihren aufrechten oder richtiger aufsteigenden Stengeln findet 
man bisweilen die unregelmässig cylindrischeu , 1 — 3 Centimeter langen und 
etwa V2 Centimeter dicken Anschwellungen, die vielkammerigen Gallen einer 
noch unbeschriebenen, von Aulax Fotentülae ganz verschiedenen Gallwespe. 
Aus den überwinterten Gallen erscheint sie Ende April und im Mai. Im 
Folgenden soll sie beschrieben werden: 

Diastrophus Mayri n. cf $. 

Die Fühler fadenförmig, in beiden Geschlechtern 14-, seltener ISgliedrig, 
das erste Geisseiglied kaum länger als das zweite; beim cT etwas gekrüinmt und 
gegen die Spitze hin schwach verdickt; Kiefertaster 5-, Lippentaster Sgli.edrig. 
Gesicht iiud Vorderbrustseiten feinrunzlig, nadelrissig, Mesonotum glatt, glänzend, 
von zwei tiefen Parapsidenfurchen durchzogen, Schildchen stumpfkeglig, matt, 
runzlig, an seiner Basis zwei scharf getrennte, massig grosse, glatte Grübchen. 
Mesopleuren grösstentheils glatt, Metathoras matt, steil abfallend. Flügel fast 
glashell, das Radialfeld an der Basis, dem Vorderrande und der Spitze offen, 
die erste Abscisse des Radius knieförmig gebrochen und ebenso wie die Grund- 
ader etwas verdickt, die Areola basal gestellt, sehr klein oder meist ganz ver- 
hornt. Hinterleib glatt, glänzend, das zweite Segment nur etwa anderthalb 
Mal so lang, wie das dritte. An den Hinterbeinen das zweite Tarsalglied eben 
so lang, wie das letzte. 

Schwarz , Beine rothgelb , die Hüften und Schenkel an der Basis pech- 
braun; Flügelgeäder schwarzbraua, Kiefer, und beim Q auch häufig das zweite 
und dritte Fühlerglied rothbraun. Körpergrösse 2 — 2V2 Mm. 

Dass die hier beschriebene Art zur G. Diastrophus zu ziehen sei, kann 
kaum einem Zweifel unterliegen. Flügelgeäder, Skulptur des Thorax und relative 
Länge der Hinterleibssegmente bringen sie in die nächste Nähe von Diastr. 
rubi, der als Typus für diese Gattung anzusehenden Art. Von den Gattungs- 
merkmalen wie sie Förster (Verb. d. zool. bot. Ges. 1869) von Diastrophus 
gibt, fehlt ihr nur die Mittelfurche auf dem Mesonotum und wenn man die 
Gattungen nicht so weit spalten will, dass sie mehr oder weniger vollständig 
mit den Arten zusammenfallen, so kann man das genannte Merkmal nicht mehr 
als Gattuugs-, sondern nur noch als Artmerkmal gelten lassen. 

Nach der Förster'schen Bestiuimuugstabelle a. a. 0. könnte anscheinend 
noch die neue Gattung Lioäora in Frage kommen, aber abgesehen davon, dass 
die daselbst S. 334 von ihr gegebene Charakteristik zweifelsohne mehrere 
Irrthümer enthält (lOgliedrige Lippentaster, am Vorderrande geschlossenes 
Radialfeld), so bietet auch die Beschreibung der typischen Art, Lioä. sulcata, 
insbesondere bezüglich des Flügelgeäders wesentliche Unterschiede, so dass 
an eine Einordnung der obigen neuen Gallwespe in die G. Lioäora nicht ge- 
dacht werden kann. 



Dr. Kr iechbanmer. 13 

Eben so wenig ist sie bei der G. Aulax Htg. und den von dieser von 
Förster abgetrennten Gattungen, Periclistus, Phanacis und Xestophanes 
unterzubringen , da bei diesen allen das ßadialfeld an Basis und Spitze 
geschlossen, die erste Abscisse des Radius gerade und die Areola nicht basal 
gestellt ist, bei jener aber in allen diesen Beziehungen das Gegeutheil stattfindet. 



Secretär A. Rogenhofer sprach über die Zerstörung von 
afrikanischen Büffelhörnern (Bubalus caffer und aequatorialis) 
durch eine Motte: Tinea (Sc ardia) vastella Zell er ('= T. gigan- 
tella Stainton Trans, ent. soc. London 1860) die sich durch ihre 
Lebenszähigkeit auszeichnet. 

Haliday hat in Natural history review 1856, t. 3 über 
eine sehr ähnliche Larve berichtet, die in den Hörnern der 
Oreus Antilope (Oreus Canna) in gleicher Weise lebt, aber hat 
sie nicht zur Verwandlung gebracht. 

Weiters übergab er die Beschreibung einei- neuen Blatt 
wespe aus Istrien, 

Hylotonui Tergentina, n. sp., 
gefunden und beschrieben von Dr. Kriechbaunier in München. 

Violaceo-nigra, ohdumme luteo , segmento primo nigro , tibiis posticis 
plus minus testaceis , alis nigro- fuscis, anter iorum hasi ohscariore, cellula 
cubitali tertia longitudine sublatiore, nervo exteriore arcuato, posteriorum 
cellula humerali seeunda eellulam discoidalem primam superante. Long. 8 — 
91/2 Mm., exp. al. 18-19 Mm. 

9 Äntennis brevibus, clavatis, apice infra deplanatis, valvulis genita- 
libus nigris, tibiis posticis litura infra bdsin pallidiore. 

(^ Äntennis arcuato -cylindricis, infra barbatis , tibiis posticis (basi 
summa et apice exceptis) pallide testaceis: 

Diese Art gehört nach Zaddach's monographischer Bearbeitung 
dieser Gattung ') in dessen Abtheilung V. (mit schwarzem Kopf und Thorax 
und gelbem Hinterleib), und da unter den 5 in dieser Abtheilung enthaltenen 
europäischen Arten nur 2, ^^«^«na und fuscipennis, durchaus schwärzliche 
Flügel haben, so genügt es, die wichtigsten Merkmale hervorzuheben, wodurch 
sich gegenwärtige Art von diesen beiden unterscheidet. 

Die Fühler des cf zeigen keine deutlich wahrnehmbare Verschiedenheit 
von denen der männlichen pagana, die des Q dagegen zeichnen sich zunächst 
durch eine auffallende Kürze aus, sie sind jedoch denen der pagana gegenüber 



^) In den Schriften d. k. physik.-ökon. Ges. zu Königsberg 1863. p. 83. 



14 Versammlung am 9. Februar 1876. 

entschieden keulenförmig, die Keule ist aber am Ende unten abgeflacht, wie 
zugefeilt, während sie bei fuscipennis in eine wenig verschmälerte stumpfe 
Spitze endet. Die Flügel sind schwarzbraun, die vorderen an der Wurzelhälfte 
gesättigter, mit violetera Schimmer; die dritte Cubitalquerader ist sanft und 
regelmässig gebogen und verläuft ziemlich parallel mit der zweiten, dadurch 
ist die dritte Cubitalzelle (welche bei pagana vorn weit nach aussen vorge- 
zogen ist) vorne kaum oder nicht einmal so breit wie hinten, im Ganzen eher 
etwas breiter als lang; die zweite Schulterzelle der Hinterflügel reicht über die 
vor ihr liegende erste Discoidalzelle hinaus; ausser der zweiten Cubitalzelle 
trägt auch die vordere Schulterzelle der Vorder- und die hintere der Hinter- 
flügel einen deutlichen schwarzen Hornpunkt. (Bei H. fuscipennis Zdd., von der 
ich nur ein von Schmidt aus Laibach stammendes Q der Stürmischen 
Sammlung zur Vergleichung habe, und welche bedeutend grösser ist, erscheint 
die zweite Cubitalquerader etwas nach innen, die dritte nur schwach nach 
aussen gebogen, diese von der zweiten aber weiter entfernt, so dass die dritte 
Cubitalzelle entschieden länger als breit ist; die zweite Schulterzelle der Hinter- 
flügel wird von der ersten Discoidalzelle, w-.nn auch viel weniger als bei 
pagana, überragt.) Die Beine sind schwarzbraun, beim cf die Hinterschienen 
blass braungelb, nur die oberste Basis und die Spitze dunkler gefärbt; bei dem 
9 zeigt sich von dieser gelben Färbung der Hinterschienen nur eine schwache 
Spur am oberen Theile in Form eines verwischten schmalen Streifens, der 
wohl bei andern Individuen ganz verschwinden oder sich stärker entwickeln 
kann. (Bei H. pagana sind säramtliche Beine schwarzbraun, bei fuscipennis 
alle Schienen und Fusswurzeln grösstentheils blassgelb.) Der Hinterleib ist vom 
zweiten Ringe an einfarbig gelb, beim cf sind nur noch die Afterklappen 
schwarz gefärbt (was auch bei fuscipennis der Fall ist). 

Ich habe von dieser Art 3 Exemplare in Triest am Wege zum Jäger 
gefangen und zwar 1871 am 22. und 29. April (je 1 cf), und am 19. Mai (1 9). 
B.'i der anscheinend grossen Aehnlichkeit mit unserer H. pagana hatte ich 
keine Ahnung , ein noch unbekanntes Tliier entdeckt zu haben , und deshalb 
auch auf die Pflanze nicht geachtet, auf der selbes vorkam und auf welcher 
vielleicht auch die Larve zu finden wäre, deren Zucht sicher keine Schwierig- 
keiten machen würde. Die Generation ist wahrscheinlich eine doppelte. Leider 
ist in Triest zur Zeit kein Hymenopterolog, von dem die Ausfüllung dieser 
Lücke erwartet werden könnte. 

Schliesslich besprach ei' den Inhalt des eben erschienenen 
Werkes: Skizzen aus Singapur und Djohor von Baron E. v. 
Ransonet, das mit vorzüglich ausgeführten Bildern geschmückt 
am Schlüsse ein Verzeichniss der vom Verfasser dort gesam- 
melten Thiere enthält. 



Pelikan v. Plauen wald. 



15 



Versanimluiig am 1. März 1876. 

Vorsitzender: Herr A. Pelikan v. Plauenwald. 



Neu eingetretene Mitglieder: 



P. T. Herr 

Schnabl Dr. Johann, in Warschau . . . 

Stäche Dr. Guido, k. k. Bergrath und Chef- 
geologe der k. k. geolog. Reichsanstalt . 

Hoyos Graf Ludwig, k. k. Rittmeister in 
Laibach 

Demi Dr. Arnold, L Habsburgt-rgasse 10. 2. 

Eggerth Carl, Badinhaber, VL Di'irerg. 14. 

MikoschCarl, Assistent am ijflanzenphysiolog. 
Institut der Universität 

Haberlandt Gottlieb, Cand. pliil, . . . 



als Mitglied bezeichnet durch 

P. T. Herren 
J. V. Bergenstamm. Dr. H. Low. 

Dr. F. Brauer. Dr. E. v. Maren- 
zeller. 
W. Voss. Dr E. v. Mareiizeller. 
Dr. Chimani. Dr. Mayr. 
J. Erber. A. ßogenhofer. 

Prof. Dr. Claus. Dr. Wiesner. 
Prof. Wiesner. Burgerstein. 



Eingesendete Gegenstände: 
500 diverse Inseclen von Herrn J. Kaufmann. 



Se. k. und k. apostolische Majestät haben zu gestatten 
geruht, dass der fünfundzwanzigste Band der Gesellschafts-Ver- 
handlungen Seiner kaiserlichen Hoheit dem durchlauchtigsten 
Kronprinzen Erzherzoge Rudolf gewidmet werde. 



¥ 



Herr Professor Dr. F. Brauer hat am 24. Februar dem 
Redactions Comite der Festschrift eine für diese bestimmte Ab- 
handlung übergeben: Die Neuioptei en Europas und insbesondeie 
Oesterreichs, mit Rücksicht auf ihie geographische Verbreitung, 
kritisch zusammen gestellt. 



lO Versammlung am 1. März 1876. 

Herr Dr. J. E. Polak demonstrirte die frischen Samen 
einer üinbellifere (einer Caclirys-Art), welche in Persien ge- 
nossen werden. 

Herr Dr. F. Low tibergab folgende Abhandlung: Zur 
Biologie und Charakteristik der Psylloden nebst Beschreibung 
zweier neuen Species der Gattung Psylla. Mit zwei Tafeln. 
(Siehe Abhandlungen.) 



Herr Regierungsrath Dr. A. Pokorny legte eine Arbeit 
vor mit dem Titel: Blättermasse österreichischer HolzpiBanzen 
1. Äpefalae. (Siehe Abhandlungen.) 



Herr A. Burgerstein brachte die Resultate seiner Unter- 
suchungen über die Transspiration der Pflanzen zur Kenntniss. 



Herr Prof Dr. H. W. Reichardt referirte über: Beiträge 
zur Kenntniss der ungarischen Pilz -Flora von F. Haszlinsky 
(siehe Abhandlungen) und den folgenden Beitrag zur Flora Wiens : 

Neue Standorte von Pflanzen der Wiener-Flora 

aufgefunden durch 

Florian Hofmann, 

k. k. Hauptmann. 



Crypsis aculeata Ait. In einem ausgetrockneten Abzugsgraben beim Bahnhofe 

Kaiser-Ebersdorf, mit Mareliantia polymorplia, häufig; September 1875. 
Carex stenophylla Wahlenb. Auf der Hutweide von Kaiser-Ebersdorf, ganze 

Flächen bedeckend; Mai 1875. 
C. hrizoides L. Donau- Au bei Manns wörth, nur zwei Exemplare; Juni 1875. 
Cyperus flaveseens L. Donau-Ufer am Tabor in der Richtung gegen den Prater, 

hie und da; September 1873. 
Triglochin maritwium L. Sumpf am Mitterbache bei Kaiser-Ebersdorf, unweit 

der Hutweide in wenigen Exemplaren; Juni 1875. 
luncus ohtusiflorus Ehrh. Eisenbahn-Abzugsgraben gleich vor der Brücke über 

den Mitterbach bei Kaiser-Ebersdorf; Juli 1875. 



Pelikan V. Plauen wald. \'J 

Tulipa süvestris L. Bei Kaiser- Ebersdorf, in der au die Rosentharsche Baum- 
schule angrenzenden Au, und zwar an einer Stelle links vom Wege, der 
sich längs der Umzäunung dieser Baums'chule durch die Au zieht. Unter 
vielen sterilen Exemplaren auch einige blühende gefunden. Mai 1875. 

Iris spuria L. Auf den Wiesen zwischen Himberg und Achau, links von der 
Strasse, mit Iris sihirica, hie und da; Juni 1875. 

Iris graminea L. Auf denselben Wiesen, und zwar an einer Stelle in der Nähe 
des in Neilreich's Flora von Nieder-Oesterreich als Standort des Levcojum 
aestivum L. erwähnten sumpfigen Grabens, der aus den Auen von Achau 
quer über die Himberger Strasse gegen Maria-Lanzendorf zieht, in ziem- 
lich grosser Menge; Mitte Juni 1875. 

Orchis militaris L. Donau-Au zwischen der Kaiser-Ebersdorfer Militär-Schiess- 
stätte und Mannswörth; häufig; Mai-Juni 1875. 

Potamogeton natans L. ß. heterophyllus Neilr. Im Mitterbache bei Kaiser- 
Ebersdorf, unweit der Brücke, in der Richtung gegen Schwechat. An 
einer einzigen Stelle; September 1875. 

Chenopodium urbicum L. ß. deltoideum Neilr. Auf einem Acker bei Kaiser- 
Ebersdorf, gleich Anfangs des Ortes (von Simraering herwärts) in der 
Richtung gegen die Donau, gegenüber der Preudenau; September 1875. 

Polycnemum arvense L., und 

Polycnenium verrucosum A. Br. — Alluvialboden der Donau am Tabor, strom- 
abwärts am linken Ufer, einzelne Exemplare; September 1873. 

Plantago altissima L. Donau-Sümpfe bei Kaiser-Ebersdorf, hie und da; Juni 1875. 

Petasites officinalis Mönch. Donau-Au, hinter Kaiser-Ebersdorf, stromabwärts 
vom Landungsplatze, unterhalb den daselbst befindlichen Arbeiterbaracken, 
am Rande eines parallel mit dem Strome sich ziehenden Weges; April 1875. 

Ächillea nobilis L. Zwischeubrücker Au, am Donauufer, nächst der Eisenbahn- 
brücke. September 1873. 

Matricaria Chamomilla L. Hutweide von Kaiser-Ebersdorf, häufig; Juli 1875. 

Artemisia austriaca Jacq. Bei Schwechat am Wege nach Albern; September 1875. 

Carduus hamulosus Ehrh. Eisenbahndamm bei Kaiser-Ebersdorf, unweit vom 
Wächterhäuschen bei der Brücke. Einzelne Exemplare; August 1875. 

Taraxacum serotinum Sadl. Nächst dem Ortsfriedhofe von Kaiser-Ebersdorf, 
am Wege zum Centralfriedhofe, häufig; September 1875. 

Heliotropium europaeum L. Auf einem Acker nächst dem Wege von Kaiser- 
Ebersdorf nach Schwechat. Einzeln. September 1875. 

Anchusa italica Retz. Nahe vom Mitterbach, auf Wiesen bei Kaiser-Ebersdorf, 
in der Richtung gegen Schwechat. Einzelne Exemplare. Juli 1875. 

Primula elatior Jacq. Donau-Au bei Kaiser-Ebersdorf, zwischen P. officinalis. 
Zerstreut. Mai 1875. 

Bupleurum affine Sadl. Weinbergränder auf dem Höhenzuge zwischen Sievering 
und Neustift a. W., ziemlich häufig; August 1872. 

Oenanthe fistulosa L. Sumpf unweit der Hutweide von Kaiser-Ebersdorf. Ein- 
zelne Exemplare; August 1875. 
Z. ß. Ges B. XXVI. Sitz.-Ber. C 



18 Yersaininlung am 1. März 1876. 

Glaucium flavum Crantz. Am Wege von Kaiser-Ebersdorf längst des Mitter- 
baches nach Schwechat, in zahlreichen grossen Exemplaren ; August 1875. 

Nasturtium anceps Rehb., und» 

Nasturtium armoracioides Tausch. Mit 2V". amphibium und N. terrestre Tausch, 
am Mitterbache bei Kaiser-Ebersdorf nächst der Brücke beim Eisenbahn- 
Wächterhause ; Juni 1875. 

Myagrum perfoliatuin L. Wiese bei Kaiser-Ebersdorf. Einzeln; Juni 1875. 

Viola elatior Fvies. Donau- Au nächst der Kaiser-Ebersdorfer Militär- Schiessstätte, 
in der Richtung gegen Mannswörth, häufig; Mai 1875. 

Herniaria hirsuta L. Alluvialboden der Donau, am Tabor, am linken Ufer. 
September 1873. 

Lepigonum rubrum Wahlbg. Ebendort. 

Silene gallica L. Auf einem Acker bei Simmering, einzeln; September 1874. 

Lychnis dmrna Sibth. Donau -Au bei Simmering, einzeln; Juni 1875. 



Herr Professor Dr. J. Wiesner erläuterte die Methode 
der Herstellung von SchlifFpräparaten solcher Pflanzentheile, 
welche in Folge ihrer Härte und Zähigkeit durch Schneiden 
nicht für die mikroskopische Untersuchung hergerichtet werden 
können, wie dies namentlich bei vielen harten Kernhölzern 
(Ebenholz, Guajakholz etc.) der Fall ist. 

Die Methode stimmt im Wesentlichen mit jenen überein, 
welche für die Herstellung von Knochen- und Zahnschliffen 
verwendet wird. Sie lässt sich mit Vortheil auch auf manche 
schneidbaren Pflanzentheile (z. B. Lärchenholz) anwenden. Man 
erhält so Präparate von überraschender Zartheit, welche in 
manchen Fällen die durch die Schnittmethode erzielten über- 
ragen und zum Studium der Histologie der betreffenden Grewebe 
ganz besonders geeignet sind. Der Vortragende demonstrirte 
zum Schlüsse eine Reihe derartiger Schliffpräparate. 



Herr Dr. Emil v. Marenzeller hielt einen Vortrag über 
den im Entstehen begriffenen wissenschaftlichen Club in Wien, 
dessen Aufgaben und Ziele beleuchtend, und ersuchte die An- 
wesenden für denselben in ihren Kreisen zu wirken. 



Dr. Wilh. Kosenhiuier. 19 

Herr Gustos A. Rogenhofer legte das von dem entomo- 
logischen Vereine in Berlin zu Ehren des fünfundzwanzigjährigen 
Bestehens unserer Gesellschaft herausgegebene „Entomologische 
Inhalts-Verzeichniss zu den Verhandlungen der k. k, zoologisch- 
botanischen Gesellschaft in W^ien, Jahrgang I — XXV" vor. 



Coleopteren-Verkauf. 



Meine sehr werthvollen und ausserordentlich zahlreichen Doubletten 
europäischer Käfer, wie solche wohl sonst Niemand besitzt, wünsche ich im 
Ganzen zu verkaufen. Dieselben wurden im Verlauf von vierzig Jahren theils 
durch mich selbst gesammelt, theils von vielen anerkannten Entomologen ein- 
getauscht, sind richtig bestimmt, rein gehalten und frei von Schimmel und 
Eaubinsecten. Sie stammen aus fast allen Ländern Europas, namentlich aus 
Deutschland, Oesterreich, Ungarn, Russland, Griechenland, Italien, Sardinien, 
Corsika, Frankreich, Spanien und Portugal. Es mag deren Zahl sich auf mehr 
als eine halbe Million belaufen, wovon sicher der dritte Theil zu sehr begehrten 
Arten gehört, und sind dieselben in zweiundsiebzig grossen Doppelkästen von 
Holz enthalten. Auch zwei Kästen mit exotischen Arten sollen dazu gegeben 
werden. 

Genannte Doubletten könnten nach meiner Ansicht auf dreierlei Weise 
gut verwerthet werden, und zwar: 1. wenn einige Naturforscher, obgleich schon 
im Besitze von nicht unbedeutenden Sammlungen dadurch diese vergrösserten 
und verbesserten, und den Rest zum Tausch verwendeten, 2. wenn Jemand sie 
in Loose vertheilte und auf diese Weise verkaufte, und 3. wenn ein Mann sie 
als sichere Rente erwerben wollte, um davon zu verkaufen und mit den 
zahlreichen Doubletten einzelner Arten zu tauschen. 

Einen Katalog darüber herzustellen bin ich nicht in der Lage. Kauf- 
lustige müssten die Sammlung persönlich einsehen. 



Erlangen, im Februar 1876. 



Dr. Wilh. Rosenhauer, 

Universitüts-Professor. 



20 JahreB-Versammlung am ft. April 1876. 



Jahres- Versammlung am 5. April 1876. 

Vorsitzender: Herr Präsident-Stellvertreter Jul. Freiherr 
V. Schröckinger-Meudenberg. 



Neu eingetretene Mitglieder: 

P. T. Herr als Mitglied bezeichnet durch 

P. T. Herren 
Hibsch Josef Emanuel, Assistent an der 

k. k. technischen Hochschule in Wien . . Prof. Kraft, Prof. Kornhuber. 
Enderes Dr. Ritter Carl v., VIII. Ploriani- 

gasse 46, Wien A. Rogeahofer, A. v. Pelzeln. 

Enderes Aylaja v., Wien Die Direction. 

Pierschke Heinrich, IX. Nussdorierstrasse 

66, Wien Prof. Mik, Prof. Kolazy. 

Rock Wilhelm Carl, Wien Dr.N.Kraus, Dr.v.Marenzeller. 

Stöger Franz, Lehrer in Mauer bei Wien . F. Bartsch, A. Rogenhofer. 



Staats-Unter-Realschule,V.Rampersdorfgasse20, 
Wien. 



Eingesendete Naturalien: 

1 Centurie Lepidoptereu von Herrn J. Dorfinger in Wien. 

6 Centurien Lepidoptereu von Herrn W. Sigmund in Reichenberg. 

2 Centurien Coleopteren von Herrn Custos Th. Fuchs. 



Bericht des Präsidenteu-StellTertreters Freiherrii Julins t. Schröckinger- 

Neudenber^. 

Meine Herren ! 
In Verhinderung Sr. Durchlaucht unseres hochverehrten Herrn Präsi- 
denten wird mir die Ehre zu Theil, die heutige Jahressitzung mit der Versiche- 
rung einzuleiten, dass auch das abgelaufene fünfundzwanzigste Jahr des Bestandes 
unserer Gesellschaft der Prosperität derselben keinen Abbruch gethan hat. 



V. Schröckinger-Neudeiiberg. ZL 

Hierüber werden ihnen die Berichte der Herren Secretäre und des Herrn 
Eechnungsführers die thatsächlichen Belege liefern. 

Es hat zwar in der Zahl sowohl der inländischen als ausländischen Mit- 
glieder abermals eine kleine Verminderung gegen das Vorjahr stattgefunden, 
allein dieselbe beruht nur auf einer gründlichen Deijurirung und kommt jetzt 
dem realen Bestände näher, während wir früher viele Mitglieder, welche theils, 
besonders im Auslande, ohne dass wir es wussten, mit Tod abgegangen waren, 
oder solche, welche sich schon länger passiv verhalten hatten, durch Jahre noch 
als active Genossen in unseren Listen fortgeführt haben, was nun fürder ver- 
mieden werden soll. 

Auch im Jahre 1875 sind viele unserer Genossen aus dem Leben ge- 
schieden u. z. Dr. Bartling in Göttingen, Balsame Crivelli in Pavia, M. Ch. 
Desmoulins in Bordeaux, Director J. E. Graj' in London, Dr. Hopfen in 
Berlin, John Nietner in Ceylon, Dr. Rolli in Rom, Gustav Thuret in Antibes, 
Camil van Volxem in Brüssel, Freiherr Dr. Leonhardi in Prag, Dr. Kfiz 
in Wr.-Neustadt, Wenzel Sekera in Münchengräz, Josef Türk in Wien, der 
Abt Steiringer des Stiftes Zwettl, Dr. Tobiasch in Purkersdorf, Dr. Laviz- 
zari in Meudrisio, Dotzauer in Hamburg, Dr. Hensche in Königsberg, Dr. 
Ott in Prag, welchen wir hiemit ein freundliches und bedauerndes Meniento 
widmen wollen. 

Der Band unserer Schriften für 1875 steht an Gehalt und Reichhaltigkeit 
gegen die früheren Bände nicht zurück und somit dürfte unsere Gesellschaft 
das fünfundzwanzigste Jahr ihres Bestehens wohl in solcher Weise beschlossen 
haben, dass dieselbe berechtigt erscheint, diesen bedeutenden Moment in be- 
sonders feierlicher Weise zu begehen. Dies soll in der Festversammlung am 8. April 
geschehen, welche im grossen Saale der kaiserl. Akademie der Wissenschaften 
um 12 Uhr Mittags, stattfinden wird und zu deren zahlreichem Besuche ich 
diese hochansehnliche Versammlung einzuladen mir erlaube. 

Die Gesellschaft glaubt erwarten zu dürfen, dass nicht nur unsere Mit- 
glieder, sondern überhaupt auch nicht besonders eingeladene Freunde der Natur- 
wissenschaften au dieser Jubelfeier sich betheiligen werden. 



Bericht des Secretärs Herrn Cnstos A. Rogenhofer. 

Auch heuer tritt die Pflicht an mich heran, über den Inhalt des fünf- 
undzwanzigsten Bandes zu berichten, dessen Umfang (116 Druckbogen) nicht nur 
manchen seiner Vorgänger übertrifft, sondern auch durch die Zahl und den 
Werth der Aufsätze kaum den früheren nachsteht; er weist 36 Abhandlungen 
mit 17 Tafeln auf. Die Betheiligung nachbarlicher Gelehrter an den Arbeiten 
unserer Landsleute, zeigt von dem unverminderten Interesse auswärtiger Fach- 
genossen an den Bestrebungen unserer Gesellschaft; die Namen: Arnold, 
Bergh, H. Hoffmann, Kuhn, Reuter, Staudinger, B. Thümen und 



22 Jahres- Versammluug am ö. April 1876. 

Zell er bürgen für den wissenschaftlichen Werth des Gebotenen. Was wir im 
abgewicheneu Jahre Aussergewöhnliches geleistet, wird an anderer Stelle des 
Ausführlichen erwähnt werden. 

Dass die Verkelirsanstalten, durch die Ungunst der Zeit zur grössten 
Sparsamkeit gezwungen, nicht den Ansuchen der Mitglieder in früherem Aus- 
masse entsprechen konnten, lag gewiss nicht in den erhöhten Ansprüchen von 
Seite unserer Gesellschaft. Eeisen durch Fahrpreis-Ermässigung ermöglichten 
nachstehende Bahnen: 

die k. k, priv. Kaiserin Elisabeth-Bahn: Herrn F. Mik die Fahrt von Wien 
nach Salzburg und. zurück; Herrn F. Kowarz von Budweis nach Salz- 
burg und zurück; 

die Kaiser Franz- Josef-Bahn : Herrn F. Kowarz die Fahrt von Eger-Budweis 
und zurück: 

die priv. Theissbahu: Herrn F. Maly die Fahrt von Czegled bis Grosswardein 
und zurück; 

die Erste Siebenbürger-Bahn: Herrn F. Maly die Fahrt von Grosswardein bis 
Kis Kapus und zurück; 

die k. k. priv. Donau Dampfschiiffahrts- Gesellschaft: Herrn K. Stoitzner die 
Fahrt von Wien bis Orsowa, 

wofür den Gesellschaften hiemit der gebührende Dank öffentlich ausgedrückt wird. 



Bericht des Secretärs Herrn Dr. Emil von Mareuzeller. 

Meine Herren! 

Wenn der letzte Tag der Arbeitswoche zur Eüste geht, stellen die Arbeiter 
ihre Werkzeuge zusammen, blicken auf zu dem geförderten Werke, und jedes 
Antlitz sagt: Morgen ist Feiertag. An jenem Tage wo wir Eechenschaft geben 
sollen, über das Wirken während eines Arbeitsjahres erfüllt uns eine ähnliche 
Stimmung, aber heute werden wir nachhaltiger davon ergriffen, denn je zuvor. 
Wissen wir ja Alle, dass unser Werk fünfundzwanzig Jahre zählt! Doch ich 
will nicht den Ereignissen vorgreifen. Nur wenige Tage trennen uns von dem 
Augenblicke, wo Ihnen ein ganzes Bild der Wirksamkeit unserer Gesellschaft 
vorgeführt werden soll. Ein Gemälde, das auf Aehnlichkeit Anspruch macht, 
bedarf vieler treuer Pinselstriche, die jedem Zuge gerecht werden. Einen 
solchen Zug soll ich Ihnen darstellen; meine Aufgabe besteht nur darin, aus 
dem fünfundzwanzigjährigen Leben und Wirken unserer Gesellschaft ein ein- 
ziges Jahr herauszugreifen. Ein Jahr! Eine kurze Spanne Zeit und doch so 
unendlich reich an bewegenden Gedanken, an fruchtbringendem Thun. Unsere 
Wissenschaft ist nicht mehr das ängstlich gehütete Kind der Laune Einzelner, 
der Arbeitende steht nicht mehr auf einem Isolirschcmmel. Die Wissenschaft 
ist zu einem wohl ineinandergreifenden Mechanismus geworden, mit immer 



Emil V. Miirenz eile r. 23 

deutlicherer Arbeitstheilung. Dem entsprechen auch die Erfolge. Gegeu die selten 
werdende geistige Handarbeit, wenn ich mich so ausdrücken darf, das ist die den 
Fortschritt unberücksichtigt lassende Art des Arbeitens, haben wir vollendetere, 
reichlichere Producte eingetauscht. Unsere Tage haben aber noch einen andern 
charakteristischen Zug erzeugt. In früheren Zeiten trat die Persönlichkeit des 
Arbeitenden mehr in den Vordergrund als heute. Efne Art egoistische Regung, 
der Drang eine Vorliebe zu befriedigen, waltete vor. Nur zu häufig ward über 
die eigene Person, das Ziel, das grosse Ganze vergessen. Heute ist dies anders. 
In dem gewaltigen Heere wissenschaftlich Leistender fällt es nicht auf, ob der 
Eine oder Andere um eine Kopfeslänge vorrage. Man lernt einsehen, dass es 
ein ohnmächtiges Ringen für den Einzelnen geworden, sich vornean zu stellen, 
er sei denn ein gottbegnadeter Genius. — In demselben Masse aber als 
persönliche Gefühle und Persönlichkeiten weniger zur Geltung gelangen können 
als einst, wird das Handeln an sich freier. Wir huldigen einzig und allein 
einem ethischen Principe, der Erkenntniss der Wahrheit. Diesem ordnen wir 
uns willig unter; die Möglichkeit eines Zwanges, einer Sklaverei der Thaten 
ist aufgehoben. 

Wo, meine Herren, sehen Sie diese Anschauungen lebendiger, blendender 
verkörpert als in den freiwilligen Associationen unserer Tage, deren eine 
unsere k. k. zoologisch-botanische Gesellschaft ist. Materiellen Lohn gibt es 
keinen, es ist das Gefühl, beigetragen zu haben zur Förderung des grossen 
Zieles, welches einzig und allein alle Jene beseelen musste, die ohne Wider- 
spruch, frei bestimmt ihre Zeit, ihre Mühe opfern. Ich glaube es dem Andenken 
aller Männer, welche mitgearbeitet haben an dem Baue, dessen fünfundzwanzig- 
jährigen Bestand wir bald feiern, schuldig zu sein, der Beurtheilung ihres 
Wirkens einen Standpunkt zu weisen, welcher weit hinausragt über gedanken- 
lose Geringschätzung. Und darum habe ich mir auch erlaubt, die während eines 
Jahres auf dem mir zugewiesenen Felde der Berichterstattung ausgeübte Thätig- 
keit zu verallgemeinern. 

Und nun noch einen Blick in die Zukunft. Lassen sie uns durchdrungen 
sein von dem Zuge, der auf allen Gebieten des menschlichen Wissens vor- 
herrscht und so schön und kurz in den Worten unseres Dichters ausgedrückt 
ist: Nie ermüdet stille stehen! In diesem ewigen Fortschritte liegt zwar das 
Ueberflügeln der Gesammfli^istungen einer Generation durch die folgende, 
doch birgt dies nichts Entmuthigendes : Multum adhuc restat operis multumque 
restabit nee ulli nata post mille saecula praecludetur occasio aliquid adhuc ad- 
jiciendi. (Seneca.) 

Zoologische Objecte wurden in dem verflossenen Vereinsjahre gespendet 
von den Herren: Hanf, Kaufmann, Kolazy, v. Letocha, Mann, Rogen- 
hofer, Sperlich, Voss, v. Zimmermann; botanische Objecte von den 
Herren: Arnold, Breidler, Dr. v. Marchesetti, Dr. Ressmann, Freiherrn 
V. Thümen. 

Es unterzogen sich der Mühe, die Sammlungen in Stand zu erhalten mit 
dankenswerther Bereitwilligkeit die Herren: Aust, Barbieux, Burgerstein, 



I 



24 



Jalires-Versammlung am 5. April 1876. 



Dr. Halacsy, Kaufmann, Kolazy, v. Letocha, Mik, Miiblich, Müllner, 
Pfihoda, Rogenhofer, Stoitzner. 

Herr Ausschussrath J. Kolazy war unermüdlich thätig, die zahlreich 
eingelaufenen Gesuche von Lehranstalten um naturhistorische Lehrmittel ni 
erledigen. Von diesem segensreichen Wirken mag die folgende von ihm freund- 
lichst'verfasste statistische Tabelle Zeugniss abgeben. 



Ausweis 

über die Betheilung der Lehranstalten mit Jfaturalien. 

Im Jahre 1875 wurden 26 Lehranstalten mit 480 Wirbelthieren, 5957 In- 
secten 3527 Conchylien, 267 Weich-, Strahl-, Krebs- und Eingeweidethieren 
und 4371 Pflanzen, im Ganzen mit 14.602 naturhistorischen Objecten betheilt. 



Name der Lehranstalt 



Ausge- 


Wirbel- 


stopfte 


Ihiere 


Wirbel- 


iu Wein- 


thiere 


geist 



Inseetei 



Graz: II. k. k. Gymnasium . . . 
Karolinentlial: deutsche k. k.Eeal-, 

scliule ", ; '1 

Kuttenberg: k. k. OberrealscMle .j 

Prao-: II. deutsche k. k. Realschule j 

II. höhmisclies k. k. Real-| 

gymnasium 

T eschen: k. k. Oherrealschule . • 
ßruneck: k. k. Uaterrealschule . ., 
Strassnitz: k. k. Untergymnasium I 
Wien: k. k. Unterrealschule, U. Be- 
zirk, Glockengasse 2 . . •! 
Pfibram: Lehrerbildungsanstalt .; 
Baden: Büi-gerschule . • • • ■ j 
Czaslau: Bürger- und Gewerbe- 
schule . • • • ,• ". ■ ■ 
Karolinenthal: deutsche Burger- 
schule 1 

Klattau: Bürgerschule . • • • • 
Klobouk Wal.: Bürgerschule • . 
Trüb au Böhm. : Bürgerschule . .; 
W i s c h a u : Bürgerschule . . ■ • i 
Hofic (Böhmen): Volksschule . . -i 
Krakauebene bei Murau in Ober- 
steyer: Volksschule: . . ■: 
Weidlingbach: Volksschule . . 
Weitra: Volksschule . . • • „• / 
Wien: Volksschule, II. Bez. Rafael-, 
Rasse IS . . • • • • ;. ' 
Volksschule, II. Bezirk Win-j 
tergasse 82 . . • • ■ • • 
Volksschule, IX. Bez. Liech- 
tensteinstrasse 137 . ■ • ■ 
Volksschule, IX. Bez. Lich-i 
" tenthalersasse 3 . • • • •' 
Freudenthal (Schlesien): Kloster- 
schule 



46 
22 



40 

2,5 



5 
5 




12 


46 


3 


.57 


- 


36 


12 


35 


3 


10 



422 
313 

4K2 

489 



424 

435 



355 

274 
417 
242 
266 
422 
203 



257 
3H2 



Summa 



Conchy- 
lien 



Weich-, 
Strahl-, 
Krebs- 
u. Ein- 



fhie're 



Pflan- 
zen 



181 
266 
190 

242 



5957 



£65 

120 
234 
184 
196 
205 
128 



195 
198 



274 



3527 



365' . 
360 h 



190 
315 



— 


-~ 


7 


330 


21 


125 


5 


280 


2 


aoo 





290 


5 


215 


2 


200 



2 
1 


206 ! 
145 

280 1 


6 


440 , 


12 


280 


6 


— 


5 


50 


267 


4371 



■R m i 1 V. M a r p n z R 1 1 p r. "5 

Ausserdem wurden an obben.innte Leliranstaltcn 48 Bände der Gesellschafts- 
schriften, 90 verschiedene Separata und gegen 200 mikroskopisch-photographische 
Abbildungen vertheilt. 

Ferner erhielt die Landes-Oberreal- und Maschinenschule in Wr. Neustadt 
3 Bände, 4 Einzelnhefte der Gesellschaftsschriften und mehrere Separata zum 
Geschenke. 

Herr Ausschussrath Franz Bartsch hatte die Güte, nunmehr definitiv 
das Amt des Bibliothekars zu übernehmen. In Gemeinschaft mit dem Bericht- 
erstatter wurden die mit der Neuaufstellung der periodischen Schriften nöthigen 
Arbeiten fortgesetzt und werden dieselben im Sommer dieses Jahres ihren 
Äbschluss finden. Wenn auch während dieser Uebergangsperiode die Benützung 
der Bibliothek, wie begreiflich , vielfach erschwert wurde, so wird doch das 
Zweckmässige und Logische der neuen Aufstellung — Gruppirung der Zeit- 
schriften nach geographischem Principe — nachhaltig für ein vorübergehendes 
Unbehagen entschädigen. Die Sammlung selbststäudiger Werke oder von Separat- 
abdrücken wurde grösstentheils durch Schenkungen der Herren Autoren um 
63 Nummern vermehrt. *) 

Dem Schriftentausche beigetreten sind: 

Voralberger Museum- Verein in Bregeuz. 

Societa adriatica di scienze natural! a Trieste. 

Kais, botan. Garten in Petersburg. 

Societe ouralienne d'amateurs des sciences naturelles ä Ekatherinenbourg. 

Socie'te botanique de Lyon. 

Verein für Naturkunde in Zwickau. 

Societe Khediviale de Geographie. 

Societa malacozologica italiana. 

Ungarischer Karpathen-Verein. 

Societa toscana di scienze natural!. 

Societe zoologique des Pays-Bas. 

Sociedad mexicana de historia natural. 

Academia nacional de ciencias exactes en la üniversidad de Cordova. 

„La Murithienne", Societe de Botanique en Valais. 

Akademischer naturwissenschaftlicher Verein in Graz. 



') Sind aufgeführt Bd. XXV. pag. 31—34 dev Sitzungsberichte. 



Z. B. Ges. B. XXVI. Sitz.-Ber. 



26 Jahres-Versammlung am 5. April 1876. 

Bericht des Rechnungsführers Herrn J. Jui'atzka. 

Einnahmen. 

Jahresbeiträge mit Einschluss der Eintrittstaxen und Mehrzahlungen 

von 332 fl. 2 kr fl. 

Beiträge auf Lebensdauer „ 

Subventionen „ 

Verkauf von Druckschriften und Druck-Ersätze „ 

Ersätze für abgegebene Naturalien „ 

Interessen für Werthpapiere und für die bei der Sparcassa hinter- 
legten Beträge „ 

Porto-Ersätze „ 

Für ein gezogenes Eudolfs-Loos „ 

Summa . fl. 5986.53 
daher mit Hinzurechnung des am Schlüsse des Jahres 1874 ver- 
bliebenen baaren Cassarestes von „ 4038.30 

Zusammen . fl. 10024.83 

Ausgaben. 

Besoldungen, Quatiergelder und Eemunerationen . . fl. 720. — 

Neujahrsgelder „ 85. — 

Beleuchtung, Beheizung und Instandhaltung der Ge- 
sellschaftslocalitäten, dann der diesbezügliche Bei- 
trag für den Sitzungssaal „ 

Herausgabe der Druckschriften: 

a) für Druck fl. 3084.— 

b) „ Illustrationen „ 959.58 

c) „ Buchbinder-Arbeit „ 49. — ,, 

Bücher-Ankauf „ 

Buchbinder-Arbeit für die Bibliothek „ 

Erfordernisse für das Museum „ 

Kanzlei-Erfordernisse „ 

Porto-Auslagen „ 

Stempelgebühren ,, 



Summe . fl. 

Von den am Schlüsse des Jahres 1874 vorhanden ge- 
wesenen Werthpapieren im Nominalwerthe von . fl. 1030. — 

(unter welchen sich auch 4 Rudolfs-Loose als Geschenk 
des Herrn M. Damianitsch zum Andenken an 
seinen verewigten Sohn Rudolf befanden) wurde 
ein Eudolfs-Loos Serie 2862 Nr. 22 gezogen, im 
Werthe von „ 10.— 



Es erübrigte sonach am Schlüsse des abgelaufenen 

Jahres ein Cassarest in Werthpapieren von . . fl. 1020. — und 4372.29 
im Baarem. welch' letzterer zum grüssten Theil bei der ersten österreichischen 
Sparcasse hinterlegt war. 



J. J u r a t z k a. 2i 

Verzeichuiss 

jener der Gesellschaft gewährten Subventionen, so wie der höheren und auf 

Lebensdauer eingezahlten Beiträge, welche in der Zeit vom 8, April 1875 

bis heute in Empfang gestellt wurden: 

a. Subventionen. 

Von Sr. k. k. Apost. Majestät dem Kaiser Franz Josef .... fl. 200.— 
„ Sr. k. Hoheit dem durchlauchtigsten Herrn Erzherzoge und 

Kronprinzen Eudolf „ 80. — 

„ Ihren k. Hoheiten den durchlauchtigsten Herren Erzherzogen 

Franz Carl „ 80.— 

Albrecht „ 50.— 

Josef n 50.— 

Ludwig Victor n 20. — 

Von dem h. k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht . . . „ 315.— 

„ dem h. n. ö. Landtage „ 800. — 

„ dem löbl. Gemeinderathe der Stadt Wien „ 200. — 

b. Höhere Jahresbeiträge von 5 fl. aufwärts 
für das Jahr 1874, 

Lukatsy P. Thomas und Marcusen Prof., je fl- 5.— 

Marschall, Graf August „ 10.— 

Für das Jahr 1875. 
Colloredo-Mannsfeld, Fürst Josef, Durchlaucht . . .. . fl. 100. — 

Sina Simon, Freiherr v., Excellenz „ 25.— 

Schwarzenberg, Fürst Adolf, Durchlaucht „ 10.50 

Fenzl Dr. Eduard, Marschall Graf August, Förster Heinrich, 

hochw. Fürstbischof, je n 10. — 

Gassner Theodor, Hochw., Schliephacke Dr. Karl, je ... „ 6. - 

Brunner von Wattenwyl, Damianitsch Martin, Fritsch 
Josef, Friwaldsky Job. v., Gall Eduard, Gerlach Ben- 
jamin, Hochw., Haider Dr. Joh., Hoeme Alfons, Lukätsy 
P, Thomas, M a j e r Mauritius, Hochw., Marcusen Prof., Maren- 
zeller Dr. Emil, Mayer Dr. Gustav, Moeschier Heinrich, 
Porcius Florian, Rauscher Dr. ßobert, Reisinger Ale- 
xander, Schiede rmay er Dr. Karl, Sommer Otto, Tief 

Wilhelm, Wagner Paul, je „ 5.— 

Für das Jahr 1876. 

Pelikan A. v fl. 10.— 

Hey den Lukas v „ 6.80 

Arnold Fr., Bartsch Franz, Doblhoff Josef, Freih. v., Erber 
Josef, Finger Jul., Fleischer Gottlieb, Förster J. B., 
Fuchs Theodor, Hartinger August, Hirner Josef, Kalch- 

D* 



28 Jiilires-Versanimlung aiu 5. April 1876. 

brenner Karl, Kaufmann Josef, Kolazy Josef, Koln- 
dorfer Josef, Leinweber Konrad, Letocha Anton v., 
Lindpointner Ant., Hochw., Porcius Flor., EauscherDr. 
Robert, Eeichard Dr. H. W., Ressmann Dr. F., Ronniger 
Ferd., Rosenthal R. v., Rupertsberger Matbias, Hochw., 
Schaub Robert Ritt, v., Schwab Adolf, Sohst C. G., 
Stadler Dr. Anton, Steindachner Dr. Fr., Str aus s Josef, 
Stur Dionis, Studuiczka Carl, Tommasini Mutius R. v., 
Weisflog Eugen, Zeller Fritz, Zimmermann Dr. Heinr, 
Edl. V., je fl. 5.— 

c. Beiträge auf Lebensdauer. 

Ball Valentin fl. 68.16 

Bergenstamm Jul. Edl. v., Beuthin Dr. Heinrich, je ... „ 60. — 



Herr Secretär Custos A. Rogeuhofer legt der Versamm- 
lung den eben vollendeten, Sr. kais. Hoheit dem Kronprinzen Rudolf 
gewidmeten fünfundzwanzigsten Band der Verhandlungen vor. 
Desgleichen die dem Protector der Gesellschaft, Sr. kais. 
Hoheit dem Erzherzog Rainer, gewidmete Festschrift zur Feier 
des fiinfundzwanzigjährigen Bestehens der k. k. ;^ool.-bot. Gesellschaft 
in Wien. Wien, 1867. Herausgegeben von der Gesellschaft. 

Sie ist ein Quartband von 320 Seiten Text mit 20 litograph. 
Tafeln und enthält folgende Abhandlungen: 
Die morphologische Bedeutung der Segmente, speciell des Hinterleibes bei 

den Orthopteren, von C. Brunner von Wattenwyl. (Mit drei Tafeln.) 
Die natürlichen Einrichtungen zum Schutze des Chlorophylls der lebenden 

Pflanze, von J. Wiesner. 
Ueber die malayische Säugethier-Pauna, von A. v. Pelz ein. (Mit einer Karte.) 
Ueber die Organisation und systematische Stellung der Gattung Seison Gr., 

von C. Claus. (Mit zwei Tafeln.) 
Beiträge zur Kenutniss der sogenannten falschen Chinarinden, von A. Vogl. 

(Mit einer Tafel.) 
Zur Teratologie der Ovula, von J. Pey ritsch. (Mit drei Tafeln.) 
Carl Clusius' Naturgeschichte der Schwämme Panuoniens, von H. W. Reichardt. 
Die Schutzmittel der Blüthen gegen unberufene Gäste, von A. Kern er. (Mit 

drei Tafeln.) 
Die Neuropteren Europas und insbesondere Oesterreichs mit Rücksicht auf ihre 

geographische Verbreitung, kritisch zusammengestellt von F. Brauer. 
Die Schlaugeu und Eidechsen der Galapagos-Inseln, von F. Steindachner. 

(Mit sieben Tafeln.) 



J. Juiatüka. ^y 

Der Preis der Festschrift ist im Buchhandel 15 fl. Oe. W. 
= 30 i\lark. Mitglieder erhalten jedoch dieselbe, soweit der 
geringe Vorrath reicht, zu bedeutend ermässigtera Preise. 

Es ist die Einrichtung getroffen, dass auch jede Abhand- 
lung einzeln bezogen werden kann. 



Herr Director Dr. F. Steindachner hat dem Redactions- 
comite der Festschrift am 6. März eine Abhandlung übergeben^ 
unter dem Titel: Die Schlangen und Eidechsen der Galapagos- 
Inseln. (Mit sieben Tafeln.) 



Herr Prof. Dr. H, W. Reichardt legt folgende zwei 
botanische Arbeiten vor; 

Lichenologisclie Ausflüge iti Tirol XV. Gurgl, von F. Arnold in Eichstätt. 
(Siehe Abhandlungen.) 

Vergleichende Flora Wisconsins, von Th. Brüh in in Ceritreville. (Siehe Ab- 
handlungen.) 



Herr Gottlieb Haberlandt erörterte die Winterverfärbung 
immersrüner Blätter. 



Zu Rechnungs- Revisoren wurden ernannt die Herren 
J. Fuchs und J. Kaufmann. 



30 



Fest- Versammlung* am 8. April 1876 

zur 

Feier des flinfundzwanzigjälirigeii Bestehens 

der 

k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft 

unter dem Vorsitze des Protectors, Sr. kaiserl. Hoheit des durchlauchtigsten 
Herrn Erzherzogs Eainer. 



Auf der Tribüne des festlich geschmückten grossen Sitzungs- 
saales der kais. Akademie der Wissenschaften, welchen dieselbe 
mit grosser Liberalität zu der Feier überlassen, hatten Se. kais. 
Hoheit der Protector, der Präsident Fürst Josef CoUoredo- 
Mannsfeld, der Präsident -Stellvertreter Freiherr Julius von 
Schröckinger-Ne udenberg, die Secretäre Gustos Alois 
Rogenhof er und Dr. Emil v. Maren zeller Platz genommen. 
Rechts von der Tribüne befanden sich die Sitzreihen der Depu- 
tationen, links jene des fast vollständig erschienenen Ausschusses 
der Gesellschaft. Der Mittelraum war für die Ehrengäste reser- 
virt. Auf den dahinter ansteigenden Bänken hatten sich Mit- 
glieder und Freunde der Gesellschaft zahlreich eingefunden. 

Es beehrten das Fest mit ihrer Gegenwart die Herren ^) : 
F. Antoine, A. Ritter von Arneth, Graf A. Attems, Dr. R. 
Benedikt, A. Freiherr von Burg, Freiherr H. von Doblhoff- 
Dier, Dr. von Enderes, Bürgermeister Dr. C. Felder, Frei- 
herr von Friedenfels, J. Fuchs, Graf St. Genois, Freiherr 
Werner von Globig, Freiherr J. von Haerdtl, Freiherr A. von 
H eifert, Ph. Kanitz, J. Kerner, Dr. L. Ritter von Köchel, 
Dr. Lange von Burgenkron, Ober-Forstrath Gh. Lippert, 
Hofrath Dr. J. Lorenz, Prof. Dr. von Ludwig, Se. Excellenz 
der Ackerbaumiuister Hieronymus Graf zu Mannsfeld, Graf A. 
Marschall, Polizeipräsident W. Marx Ritter von Marxberg, 



^) Diese namentliche Anführung beschränkt sich nur auf die der Tribüne zunächst he- 
findlichen verehrten Anwesenden und kann keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Die 
Mitglieder des nahezu vollständig erschienenen Ausschusses der G-esellschaft sind weggelassen. 



Fest-Versa)nnilini£r am 8. April ISTfi. 31 

Dr. A.Mayer, Prof. Dr. Th. Meynert, J. von Nahlik, Prof. 
Dr. M. von Neumayer, V. Prausek, Altgraf Hugo zu Salm, 
Dr. L. Schiestl, R. Schiffner, Prof. Dr. F. Simony, Dr. G. 
Stäche, Prof. Dr. J. Stefan, Dr. S. Wahrraan, A. v. Wald- 
heim, Hofrath Zaiersky, u. A. u. Ä. 

Wenige Minuten nach 12 Uhr geruhte Se. kaiserl. Hoheit 
die Sitzung durch den Präsidenten eröffnen zu lassen. 

Fürst Colloredo -Mannsfeld erhob sich von seinem Sitze 
und hielt die folgende Festrede: 



Hochgeehrte Versammlung 



Vor Allem erlaube ich mir dieser hocliansehnlichen Versammlung im 
Namen unserer Gesellschaft die freundlichste Begrüssung und den aufrichtigsten 
Dank für die so zahlreiche Betheiligung an diesem Jubelfeste zu entbieten. 

Mit gerechtem Stolze kann unsere Gesellschaft bei diesem feierlichen 
Anlasse auf die fünfundzwanzig Jahre ihres Bestehens und Wirkens zurück- 
blicken und es dürften die wenigen Männer, welche die Bildung dieses Vereines 
gerade am Schlüsse der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts ins Auge fassten, 
wohl kaum geahnt haben, welch' fruchtbares Samenkorn sie hiemit versenkten 
und wie üppig die Früchte desselben in verhältnissmässig kurzer Zeit sich 
entwickeln würden. Es sei mir gestattet auf dieses Entstehen, Wachsen und 
Gedeihen einen kurzen geschichtlichen Rückblick zu werfen. 

Es lässt sich nicht läuguen, dass seit dem eigentlichen Erwachen 
naturwissenschaftlicher Forschung auch in Oesterreich von einzelnen Männern 
Anerkennenswerthes geleistet wurde, doch kam es bei uns lange zu keinem 
gemeinschaftlichen Wirken. Die tristen politischen Verhältnisse in der ersten 
Hälfte unseres Säculums waren der Bildung von wissenschaftlichen Vereinen 
sehr wenig günstig, und es muss Wunder nehmen, dass im Jahre 1836 die 
Gründung der k. k. Gesellschaft der Aerzte in Wien gelingen konnte. 

Die Industrie-Ausstellung für Oesterreich im Jahre 1845, führte zwar zu 
neuen Anregungen und brachte auch am 8. November 1845 eine kleine Zahl 
von Jüngern der Naturwissenschaften zusammen, welche den Gedanken fasste 
einen naturwissenschaftlichen Verein zu gründen. Allein obwohl hiebei illustre 
Namen wie Haidinger, Baumgartner, Ettingshausen, Schrötter u. A. 
betheiligt waren, so kam es doch nur zu einem freien Verein von Freunden 
der Naturwissenschaften, ohne dass es gelungen wäre, denselben zu einer 
förmlichen Gesellschaft zu gestalten. 

Im Jahre 1846 erfolgte auf a. h. Befehl die Gründung der k. Akademie 
der Wissenschaften, 1849 jene der k. k. geologischen Reichsanstalt und obwohl 
diese beiden Anstalten mit grosser Munificenz ausgestattet, alsbald durch tüchtige 
Leistungen und Publicationen sich hervorthaten, waren sie doch Staatsanstalten 



32 Fesf-Voi-Rnniralntit,' am S. April iRTfi. 

und es wurde der Geist der freien Vereinigung insbesondere von jenen vernüsst, 
welche nicht berufsmässig mit Zoologie und Botanik sich beschäftigten. 

Da waren es zwei Männer, welche in der für solche Massnahmen ungün- 
stigsten Zeit der Jahre 1849 und 1850 die Bildung eines freien Vereines für 
organische Naturwissenschaft in Angriff nahmen: Georg Fr aueu feld und 
Eudolf Schiner, beide damals ohne hervorragende sociale Stellung, aber 
durchdrungen von glühendem Eifer für die Wissenschaft. 

Sie erliessen schriftliche Einladungen und wirkten mündlich in so nach- 
drücklicher Weise, dass schon am 9. April 1851 die constituirende Versammlung 
abgehalten und der Entwurf der provisorischen Statuten berathen und ange- 
nommen werden konnte. 

Der also constituirte zoologisch-botanische Verein verpflichtete 
sich in seinem Statut zur kräftigsten Hebung und Verbreitung zoologischer 
und botanischer Kenntnisse in ihrem ganzen Umfange unter vorzugsweiser 
Berücksichtigung der Fauna und Flora des Kaiserstaates Oesterreich und zur 
Vermittlung eines regen ideellen Verkehrs und Austausches in diesen Wissen- 
schaften mittelst periodischer Versammlungen und Publicationen. 

Die constituirende Versammlung schloss mit der Wahl Sr. Durchlaucht 
des Herrn Fürsten Eichard Khevenhüller-Metsch als Präses, der Herren 
Dr. Eduard Fenzl und Jakob Heckel als Präses-Stellvertreter, Georg Frauen- 
feld als Secretär und Johann Ortmann als Rechnungsführer. 

In der Versammlung am 7. Mai 1851, konnte die Zahl der Mitglieder 
des Vereines bereits mit 105 bezeichnet werden, deren Namen wir bei dieser 
feierlichen Gelegenheit in unsern Schriften nochmals veröffentlichen werden, 
weil dieselben denn doch als Mitgründer unserer Vereinigung zu betrachten 
sind und der erste Band unserer Schriften, welcher diese Namen verzeichnet, 
bereits gänzlich vergriffen ist. Leider wurde die Zahl dieser Mitgründer durch 
die Zeit sehr gelichtet und nur einige Zwanzig zählen wir noch zu unseren 
Genossen, von welchen ich die hier Anwesenden insbesondere zu begrüssen 
mich beehre. 

Mit wahrem Stolze können Sie auf das Wachsen und Gedeihen des damals 
unter so bescheidenen Verhältnissen entstandenen Vereines sehen, welcher 1858 
durch den Titel: k. k. zoologisch-botanische Gesellschaft, ausgezeichnet wurde, 
und jetzt so allgemeinen Ansehens sich erfreut. 

Die Zahl unserer Mitglieder, welche am Schlüsse des ersten Vereins- 
jahres nur 290 betrug, welche sämmtlich Inländer waren, ist im Lauf der Jahre 
stetig gestiegen und betrug mit Schluss des Vorjahres 1532, worunter 529 
Ausländer sich befinden. Unsere Jahres-Einnahmen welche mit 1200 fl. begann, 
betrug im Vorjahre fast 6000 fl. und wir gelangten zu diesen Erfolgen nur 
durch unermüdlich angestrengtes Zusammenwirken im Beginne unserer Thätig- 
keit, welche uns allseitige Unterstützung brachte. Wir geniessen von Seite der 
hohen Landesvertretung für Nieder- Oesterreich die kostenlose Benützung eines 
Gesellschaftslocales für unsere Sammlungen und internen Zusammen- 



Fest-Versammluncr am 8. April 1876. p)3 

künfte, wir erfreuen uns uaiiiliafter Subventionen Seitens des a. h. Hofes, des 
Landes und der Kegierung, Sr. Majestät der Kaiser unser allergnädigster Herr 
und fast alle unsere durchlauchtigsten Erzherzoge geruhen unsere Schriften 
entgegen zu nehmen und ich ergreife mit Rührung diese feierliche Gelegenheit, 
um unsern tiefgefühlten Dank für die allerhöchsten, höchsten und hohen Aner- 
kennungen und Unterstützungen öffentlich auszusprechen. Die zoologisch- 
botanische Gesellschaft glaubt aber ohne Selbsterhebung auch behaupten zu 
können, dass ihr diese Anerkennungen und Unterstützungen nicht unverdient 
zu Theil geworden sind. 

Unsere periodischen Schriften bilden mit ihren fünfundzwanzig 
stattlichen und gehaltvollen Bänden einen reichen Schatz an zoologischen und 
botanischen Mittheilungen und Beiträgen und bilden mit den zweiundzwanzig 
Werken, welche unter unserer Aegide veröffentlicht wurden, bereits eine kleine 
naturwissenschaftliche Bibliothek. — Unsere zoologischen und botanischen 
Sammlungen, welche die Bestimmung haben den Grundstock für ein natur- 
historisches Museum des Landes Nieder-Oesterreich zu bilden, sind durch Natural- 
beiträge der Mitglieder in stetem Wachsen begriffen und die Gesellschaft war 
hierdurch in die Lage gesetzt, in den abgelaufenen fünfundzwanzig Jahren 
274 öffentliche Lehranstalten mit 190.881 zoologischen und botanischen Objecten 
für den naturwissenschaftlichen Unterricht zu betheilen und an dieselben 148 
Bände der Gesellschaftsschriften und 750 Separat-Abhandlungen mit nahezu 
fünftausend Abbildungen zu erfolgen, und wir glauben hiedurch den vom hohen 
Unterrichtsministerium in dieser Richtung gehegten Erwartungen entsprochen 
und die erhaltenen Subventionen äquivalirt zu haben. Wir zählen deshalb auch 
einundachtzig Lehranstalten zu unsern ständigen Mitgliedern und alljährlich 
treten, nach den Intentionen des hohen Unterrichtsministeriums, neue Mittel- 
schulen in unsern Verband. 

Die Gesellschaftsbibliothek zählt bereits achttausend Bände, 
worunter die seltensten und kostbarsten Werken aus den Gebieten der Zoologie 
und Botanik, alle durch Schenkungen von Mitgliedern und hohen Gönnern zu- 
sammen gebracht und von den Jüngern der Wissenschaft zahlreich und eifrig 
benützt. 

Diese Bibliothek vermehrt sich fortwährend und namhaft durch den 
Schriftentausch mit 247 der angesehensten naturhistorischen Gesellschaften 
des In- und Auslandes, worin wir aber auch eine Anerkennung des Werthes 
unserer Publicationen zu finden glauben. 

Wiederholt wurden wir von hohen Centralstellen, und insbesondere vom 
hohen Ackerbau-Ministerio mit Abgabe von Gutachten in Anspruch ge- 
nommen, wir veranlassten über den Bestand und die Bekämpfung der Schädlinge 
für Land- und Forstwirthschaft wiederholt Publicationen, welche durch das 
hohe Ackerbau-Ministerio in den betheiligten Kreisen Verbreitung fanden, und 
so können wir auch Einwirkungen auf das praktische Leben und die Volks- 
wirthschaft für uns in Anspruch nehmen. 

Z. B. Ges B. XXVI. Sitz.-Ber. E 



34 Fest-Versammlung am 8. April 1876. 

Verdienst- und Fortschrittsmedaillen so wie Anerkennun gs- 
Diplonie wurden der Gesellschaft gelegentlich der Weltausstellungen in London 
Paris und Wien und bei andern Ausstellungen zu Theil, an welchen wir uns 
durch Exposition unserer Publicationen und von Tableaux betheiligten. 

Auch durch die Festschrift, welche wir aus dem heutigen festlichen 
Anlasse zu publiciren uns veranlasst fanden, glauben wir, abgesehen von der 
Ausstattung, insbesondere durch die Gediegenheit der durchwegs von Mitgliedern 
der Gesellschaft herrührenden Aufsätze, dem In- und Auslande gegenüber unsere 
Leistungsfähigkeit auf naturwissenschaftlichem Gebiete in würdigster Weise 
vertreten zu haben. 

Ich glaube also nicht ungerechtfertigt ausgesprochen zu haben, dass 
unsere Gesellschaft sich allgemeiner Anerkennung und Schätzung erfreue, welche 
sie sich durch ihre Leistungen erworben hat. Aus unscheinbaren Anfängen 
entstanden, gelangten wir aber zu solchen Erfolgen nur durch das selbstlose 
und opferfreudige Zusammenwirken der einzelnen Gesellschaftsgenossen. Nicht 
Ehre noch ßeichthum sind für den Einzelnen bei uns zu gewinnen, jedes Glied 
opfert seine Zeit und Mühe den Zwecken der Gesellschaft nur eben der För- 
derung dieser Zwecke wegen. Der Vorstand und seine Stellvertreter, die beiden 
Secretäre, der Rechnungsführer und die sechsunddreissig Ausschussräthe, sie 
alle haben nur undotirte Ehrenämter und verwalten dieselben mit Eifer und 
Liebe und widmen sich den Interessen der Gesellschaft sowie jedes einfache 
Mitglied, deren viele freiwillig, ohne zu den statutenmässigen Functionären zu 
zählen, sich den Kanzleigeschäften, der Besorgung der Bibliothek, der Samm- 
lungen und der Vertheilung der Naturalien mit allem Eifer und Fleisse hingeben. 

Freilich leuchtete uns Allen in dieser Richtung das Beispiel unseres 
verewigten Secretärs, Georg Ritter von Frauenfeld vor, welcher durch seine 
rastlose Thätigkeit und unsagbare Aufopferung für die Gesellschaft nicht nur 
der Gründer sondern auch die fortwährende Triebfeder unserer Vereinigung 
war. Wenn irgend etwas die heutige Feier uns trüben könnte, wäre es nur der 
Gedanke, dass es diesem Manne nicht vergönnt war, an eben dieser Feier, auf 
welche er sich und mit Recht so sehr gefreut hat, noch Theil zu nehmen. Seiner 
möge also hier unsererseits mit allen Ehren und Verdiensten, welche er sich 
um uns erworben, feierlichst gedacht sein. Nach seinem Beispiele wollen wir, 
geehrte Gesellschaftsgenossen, stets vorgehen und wollen nicht nachlassen in 
der bisher bethätigten Opferwilligkeit für die Zwecke unserer wissenschaftlichen 
Vereinigung, denn nur so können wir hoffen und erwarten, dass wir wie bisher 
stetig und mit eben so glänzenden Erfolgen fortschreiten und von der Höhe, 
welche unsere Gesellschaft unter ihres Gleichen erreicht hat, nicht herabsteigen 
werden. 

Unseren Gönnern aber, vor Allen Sr. Majestät unserem allergnädigsten 
Kaiser und Herrn und den durchlauchtigsten Gliedern unserer erlauchten Dy- 
nastie, insbesondere auch Sr. kaiserl. Hoheit unserem erlauchten Herrn Protector 
Erzherzog Rainer, der hohen Regierung und Landes Vertretung sage ich Namens 



Fest-Tersatumluiis am 8. April 1870. 35 

der Gesellsctiaft nochmals ehrerbietigsten Dank für alle Gnade und Unter- 
stützung, welcher wir bislang in so reichem Masse uns zu erfreuen in der 
glücklichen Lage waren. 

Als der Präsident geendet, verliess derselbe die Tribüne 
und empfing am Fusse derselben die nunmehr vortretenden 
Deputationen, welche theils Adressen überreichten, theils kurze 
Ansprachen hielten. 

Herr Hofrath Director Dr. F. Ritter von Hauer im Namen 
der k. k. geologischen Reichsanstalt. 

Au die k. k. zoologisch-botanische Gesellschaft. 

Mit lebhafter Geuugthuung überbringe ich zum heutigen Jubelfeste die 
collegialen Grüsse der k. k. geologischen ßeichsanstalt an die k. k. zoologisch- 
botanische Gesellschaft. 

Sind ja doch Beide Zweige eines Stammes und so wie durch die Ge- 
schichte ihrer Entstehung auch innig verbunden durch gemeinsames Wirken 
auf parallelen Bahnen, und einig in dem Streben nach Erweiterung und Ver- 
breitung der Wissenschaft im Vaterlaude. Mit gehobenen Gefühlen mögen Sie, 
hochgeehrte Herren, auf das zurückblicken, was die Gesellschaft im Verlaufe 
der fünfundzwanzig Jahre ihres Bestehens gewirkt und geschaffen hat. 

Mit unvergänglichen Schätzen, Ergebnissen fleissiger Beobachtung und 
Forschung, haben Sie die Wissenschaft bereichert, nach allen Richtungen hin 
haben Sie vor Allem die früher so lückenhafte Kenntniss der Thier- und Pflanzen- 
welt der heimatlichen Gebiete gefördert, und was ich wohl zuversichtlich als 
eine gleich wichtige Leistung bezeichnen darf, durch Ihr Zusammenwirken 
wurde die Pflege des Faches wtit über die engen Grenzen des berufmässigen 
Zunftwesens hinaus in Kreise getragen, deren freiwillige Theilnahme an der 
Forschungsarbeit um so verdienstlicher und werthvoller ist, je weniger sie sich 
von dem reich pulsirenden Leben der gesammten gebildeten Gesellschaft ab- 
schliesst. 

Wohl verdient ist daher die reiche Anerkennung, die Ihnen heute von 
Nah und Fern dargebracht wird. Möge dieselbe Sie aufmuntern auch weiterhin 
den so rühmlich betretenen Pfad zu verfolgen und möge unter den vielen Be- 
weisen der Theilnahme, die Ihnen von allen Seiten zuströmen, auch der Glück- 
wunsch unserer geologischen ßeichsanstalt freundlich von Ihnen entgegen 
genommen werden. 

Wien, 8. April 1876. 

Der Director der k. k. geologischen Reichsanstalt 
Fr. V. Hauer. 

E* 



3ß Fest-Versammlung am 8. April 1876. 

Herr Hofrath Zalersky im Namen der Galizischen 
Laiidwirthschafts-Gesellschaft. 



Herr Hugo Altgraf Salm als Vertreter der k. k. Mährisch- 
Schlesischen Gesellschaft zur Beförderung des Acker- 
baues, der Natur- und Landeskunde. 



Herr Ministerialsecretär Dr. Emil Lange v. Burgenkron 
im Namen des Vereins für siebenbürgi sehe Landeskunde 
in Hermannstadt. 



Die k. k. Landwirthschafts-Gesellschaft in Wien ver- 
treten durch die Herren Anton Graf Attems und Heinrich 
Freiherr v. Doblhoff. 

Hochanseliuliche Schwestergesellschaft! 

Den zahlreichen Gesellschaften und Vereinen, welche der hochansehnlichen 
Schwestergesellschaft zu deren heutigen Jubelfeier ihre Anerkennung und Glück- 
wünsche durch hochachtbare Deputationen aussprechen lassen, schliesst sich 
auch die k. k. Landwirthschafts-Gesellschaft an, die älteste unter den Schwestern, 
welche dem Dienste der Wissenschaft sich gewidmet haben. 

Wenn die Anerkennung der Verdienste einer Gesellschaft eine genaue 
Würdigung ihrer Leistungen voraussetzt, und wenn diese um so höher anzu- 
schlagen sind, je tiefer sie in das praktische Leben eingreifen, so glaubt sich 
die k. k. Landwirthschafts-Gesellschaft ganz vorzugsweise berufen, mit ihrem 
Urtheile hervorzutreten, denn ihr, welche mit der jüngeren Schwester dasselbe 
Dach theilt und durch viele Jahre desselben Präsidiums sich erfreut, war es 
beschieden, sie aus bescheidenen Anfängen entstehen und mit jener urwüchsigen 
Kraft, welche nur die begeisterte Liebe für die Wissenschaft verleiht, binnen 
kürzester Frist zu jenem Range aufsteigen zu sehen, den sie gegenwärtig unter 
den Vereinen des österreichischen Kaiserstaates unbestritten einnimmt. 

Die von uns heute gefeierte Gesellschaft hat die Pflege zweier Zweige 
der Naturwissenschaft sich zum Ziele gesetzt, welche eine der wichtigsten 
Grundlagen nicht blos für die Bodencultur und für eine grosse Zahl von Ge- 
werben bilden, sondern auch vorzugsweise geeignet sind, durch die Erkenntniss 
der Wunderwerke der Natur das Herz des Menschen zu veredeln und seinen 
Blick über das alltägliche Treiben nach Oben zu lenken. 

Dem so glücklich gewählten Ziele wurde aber auch eben so glücklich 
zugestrebt, indem, ausser der Veröffentlichung zahlreicher, einen bleibenden 



Pest-Versammlung- am 8. April 1876. öl 

Werth repräsentirenden Original - Arbeiten , insbesondere durch massenhafte 
Vertheilung von Sammlungen an die österreichischen Schulen, die Verbreitung 
naturhistorischen Wissens gefördert, und dieser so nützlichen Wissenschaft 
zahlreiche neue Jünger gewonnen wurden. 

Ganz besonders aber muss der Land- und Forstwirth der Jubilantin zu 
nie verlöschendem Danke sich verpflichtet fühlen: denn sie war unablässig 
bemüht, in der unabsehbaren Reihe der Thiergeschlechter die Feinde der 
Land- und Forstwirthschaft von deren Freunden zu scheiden , deren Lebens- 
weise zu erforschen, Mittel zur Vertilgung der ersteren, sowie zur Schonung 
und Hegung der letzteren aufzusuchen und diese Kenntniss in vortrefflichen 
populären Schriften zu verbreiten. Durch den weitreichenden Einfluss dieser 
speciellen Thätigkeit hat die k. k. zoologisch-botanische Gesellschaft ein Ver- 
dienst um die gesammte Bodenproduction erworben, dessen materieller Werth 
sich zu ungeahnten Suramen erhebt. 

Die k. k. Landwirthschafts-Gesellschaft hält sich daher für berufen und 
verpflichtet, im Namen der österreichischen Landwirthe laut zu verkünden, dass 
die Jubilantin in dem ersten Vierteljahrhundert ihres Bestehens das vorgesetzte 
schöne Ziel mit rastlosem Eifer, wissenschaftlicher Strenge und unausgesetzter 
ßücksichtsnahme auf das praktische Leben mit einer in unseren Zeiten seltenen 
Bescheidenheit verfolgt und die glücklichsten Resultate erreicht hat. 

Möge es unserer theueren Schwester beschieden sein, noch viele solche 
Freudenfeste zu begehen, wie das heutige, zum Besten der Wissenschaft, zum 
Segen der Bodencultur und des Gewerbes, zum Wohle Oesterreichs, zur Freude 
ihrer älteren und als Vorbild ihrer jüngeren Schwestern! 

Wien, am 8. April 1876. 
Für die k. k. Landwirthschafts-Gesellschaft in Wien deren Deputirte: 
Anton Graf Attems. Heinrich Freiherr v. Doblhoff. 



Die k. k. Garten bau -Gesellschaft in Wien vertreten 
durch die Herren:' Regierungsrath Prof. Dr. E. Fenzl, Josef 
B'reiherr von Haerdtl, Prof. Dr. H. W. Reichardt. 

Löbliche kaiserlich königliche zoologisch- botanische Gesellschaft! 

Die Feier des fünfundzwanzigjährigen Bestandes der geehrten k. k. 
zoologisch-botanischen Gesellschaft gibt der gefertigten k. k. Gartenbau-Gesell- 
schaft die angenehme Gelegenheit auch ihrerseits der warm empfundenen Theil- 
nahme für dieses Fest aufrichtigen Ausdruck zu leihen. 

Wenn die k. k. Gartenbau-Gesellschaft während ihres nahe vierzigjährigen 
Wirkens nur einen Zweig der Naturwissenschaften zur Förderung ihrer statu- 
tarischen Zwecke vorzugsweise im Auge behalten konnte, war es der k. k. 
zoologisch-botanischen Gesellschaft vergönnt in zwei Reichen der Natur, auf 



38 Fest-VersaniTnlmig am 8. April 1870. 

rein wissenschaftlichem Boden erfolgreich thätig zu sein, und die k. k. Garten- 
bau-Gesellschaft kann diese erfreulichen Erfolge, deren so manche auch der 
von uns vertretenen heimischen Horticultur zu Gute kamen, nur freudig und 
dankbar begrüssen, sowie diesem Grusse den Wunsch und die Ueberzeugung 
beifügen, dass die verehrte SchAvestergesellschaft auch in ihren nächsten Perioden 
gleiche Verdienste und Erfolge Avie die bisherigen aufweisen und die Pflege 
der Naturwissenschaften in den weitesten Kreisen verbreiten werde. 



Wien, den 8. April 1876. 



Für die k. k. Gartenbau- Gesellschaft 

der Präsident 

Freiherr von Suttner. 



Die Herren Prof. Dr. Th. Meynert und Dr. S. Wahr- 
mann für die k. k. Gesellschaft der Aerzte in Wien. 



Die k. k. geographische Gesellschaft in Wien ver- 
treten durch ihren Präsidenten Herrn Hofrath F. Ritter von 
Hochstetter, den Vicepräsidenten J. A. Freiherrn v. Helfert 
und die Herren Freiherr v. Friedenfels und Ph. Kanitz. 

Euer Durchlaucht! 
Hochgeehrter Präsident der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft! 

Am Abschlüsse eines Vierteljabrhunderts ehrenvoller, wissenschaftlicher 
Thätigkeit angelangt, begeht die zoologisch-botanische Gesellschaft heute den 
fünfuudzwanzigjährigen Gedenktag ihrer Gründung. 

Einen so bedeutungsvollen und festlichen Moment im Leben und Wirken 
ihrer älteren Schwestergesellschaft, kann die k. k, geographische Gesellschaft 
in Wien nicht vorübergehen lassen, ohne ihr zur heutigen Festfeier die herz- 
lichsten Glückwünsche entgegen zu bringen. 

Mit innerer und vollberechtigter Genugthuung, mit freudigem Stolze darf 
die zoologisch-botanische Gesellschaft an diesem Festtage auf die damit abge- 
schlossene fünfuudzwanzigjährige Epoche ihrer der Naturforschung gewidmeten 
Thätigkeit zurückblicken. 

Nicht nur im engeren Kreise ihrer zahlreichen Mitglieder, die sie sich 
erworben, — auch ausserhalb derselben, überall wo im engeren Heimatlaude 
und in der Fremde, Freunde der Natur und ihres Studiums weilen, hat sie 
während dieser Zeitperiode im Interesse der Naturwissenschaft anregend und 
belebend auf deren Bestrebungen gewirkt und diese nach allen Richtungen 
hin gefördert. 



FeHt.-Vprsaininlunf; am 8. April 1H76. f^9 

Ihrem ebenso unermüdlichen wie erfolggekrönten Wirken, ihren Leistungen 
in der naturhistorischen Forschung im Allgemeinen und ihren grossen Ver- 
diensten um die Pflege dieser Forschung im geraeinsamen Heimatreiche, geben 
die stattliche Reihe ihrer Publicationen ein beredtes und glänzendes Zeugniss. 

Als einer der ersten in Wien gegründeten wissenschaftlichen Vereine 
fällt ihr auch noch das Vordienst zu, den Anstoss zur Entstehung anderer 
wissenschaftlicher Gesellschaften gegeben zu haben, die ihrem Beispiele auf 
verwandten Wissensgebieten gefolgt sind. 

Durch die Solidarität des angestrebten Endzieles, die gegenseitige Unter- 
stützung erheischenden Bestrebungen und vielfache andere Beziehungen enge 
verbunden, nimmt die k. k. geographische Gesellschaft den lebhaftesten Antheil 
an dem Aufblühen und Gedeihen ihrer Schwestergesellschaft und ruft derselben 
an ihrem Ehren- und Festtage ein herzliches und freudiges 

Vivat, Floreat, Crescat 
zu. 

Wien, den 8. April 1876. 

Im Namen der k. k. geographischen Gesellschaft zu Wien 

der Präsident 

Dr. Ferdiu and v. H o c h s t e 1 1 e r. 



Der Allgemeine österreichisclie A poth ekor- Verein 
in Wien vertreten durch den Vorstand Herrn R. Schiffner 
und den Herten Dr. A, Schür er v. Waldheim und J. Fuchs. 



Der Verein zur Verbreitung naturwissenschaftlicher 
Kenntnisse in Wien vertieten durch den Präsidenten A. Frei- 
herrn V. Burg und Herrn J. v. Nahlik. 



i 



Der Verein für Landeskunde v^on Niede-r-Oesterreich 
in Wien vertreten durch den Secretär Herrn Dr. A. Mayer. 

Wien, am 8. Apiil 1876. 

An die löbliche k. k. zoologisch-botanische Gesellschaft in Wien. 

Sehr geehrtes Präsidium! 

Der heutige Festtag, an welchem die k. k. zoologisch-botanische Gesell- 
schaft das Andenken an die vor fünfundzwanzig Jahren erfolgte Gründung feiert, 
bietet auch dem Ausschusse des Vereines für Landeskunde von Nieder- Oesterreich 



40 Fest-Versatnmlnng am 8. April 187fi. 

die schöne Gelegenheit, sich Jenen anzureihen, welche der Gesellschaft ihre 
aufrichtigen Grüsse, ihre innigen Glückwünsche darbringen. 

An der Geschichte des Geisteslebens in Oesterreich haben die wissen- 
schaftlichen Vereine und Gesellschaften, wie sie namentlich seit dem fünften 
Decennium dieses Jahrhunderts entstanden sind, einen hervorragenden Äntheil, 
sowohl durch ihre literarischen Leistungen, als auch durch ihre anregende 
Thätigkeit auf weitere Kreise und insbesonders jüngere Kräfte. 

Auf dem Gebiete der Zoologie und Botanik eine solche fruchtbare Thätig- 
keit entfaltet, Männer von bedeutendem Rufe und Ansehen in der gelehrten 
Welt zu regstem neidlosen Schaffen, hauptsächlich in der Erforschung der Orga- 
nismen in unserem Vaterlande geeinigt zu haben, ist nun das hervorragendste 
Verdienst der 1851 gegründeten zoologisch-botanischen Gesellschaft. 

In ihrer nunmehr langjährigen ausgezeichneten Wirksamkeit hat sie sich 
aber auch um die Pflege der Naturwissenschaften in Oesterreich durch ihre 
bedeutenden im In- und Auslande hochgeschätzten Publicationen, welche wahre 
Fundgruben für den Forscher sind und den österreichischen Namen und Euhm 
in weite Fernen getragen und ihm die vollste Würdigung errungen haben, 
überaus verdient gemacht und durch Unterstützung des naturwissenschaftlichen 
Anschauungsunterrichtes in den Schulen unseres Vaterlandes eine edle patriotische 
That stets bereitwilligst erfüllt. 

In freundschaftlichster Gesinnung ruft daher am heutigen Tage der 
Ausschuss des Vereins für Landeskunde von Nieder- Oesterreich der k. k. zoo- 
logisch-botanischen Gesellschaft zu: Sie 3iiöge in ihrem unermüdlichen Eifer 
für solch' edles, reiches Wirken nach jeder Richtung hin noch lange blühen 
und gedeihen zum Segen der Wissenschaft und zur Ehre Oesterreichs. 

Im Namen des Vereines für Landeskunde von Nieder-Oesterreich: 

Ernst Graf Hoyos-Sprinzenstein, 
Präsident. 

A. Mayer, Secretär. 



Die Anthropologische Gesellschaft in Wien ver- 
treten durch die Herren Prof. Dr. Th. Meynert und Dr. S. 
Wahruiann. 



Die chemisch-physikalische Gesellschaft in Wien 
vertreten durch die Herren Prof. Dr. E. Ludvrig und Dr. R. 
Benedikt. 



Fest-Versammlung am 8. April ]87fi. 4\ 

Der österreicliiscli e Touri sten- Club in Wien ver- 
treten durch den Vorstand Dr. L. Schiestl. 



Der natui'wissen soll aftliche Verein in Wien ver- 
treten durcii die Herren Dr. G. Stäche und Prof. Dr. M. 
V. Neumayer. 

An die k. k. zoologisch-botanische Gesellschaft. 

Durch das in der Entwicklungs-Geschichte des wissenschaftlichen Lebens 
in Oesterreich bedeutungsvolle Ereigniss der Feier des fünfundzwanzigjährigen 
Jubiläums der kaiserl. königl. zoologisch-botanischen Gesellschaft, fühlen sich 
insbesondere alle für das grosse Forschungsgebiet der Naturwissenschaften 
arbeitenden Vereine dazu angeregt, ihren lebhaften Antheil an dem heutigen 
Jubiläumsfeste zu bekunden. 

Der „naturwissenschaftliche Verein in Wien", einer der jüngsten Zweige 
des grossen triebkräftigen Baumes, welcher dks vielgestaltige Vereinsleben in 
Oesterreich auf dem Gebiete der Pflege der Naturwissenschaften sinnbildlich 
darstellt, schliesst sich mit seinen herzlichen Glückwünschen den Begrüssungen 
an, durch welche mit gewichtiger Stimme die älteren wissenschaftlichen Corpo- 
rationen der jugendfrischen Jubilarin heute ihre Huldigung darbringen. 

Wohl drängt es auch uns, mit einzustimmen in die Anerkennung der 
durch die gefeierte Gesellschaft für den Fortschritt zweier grossen Wissens- 
zweige bisher geleisteten Arbeit und in die aufrichtige Freude an der hervor- 
ragend ehrenvollen Stellung, welche sie einnimmt im Inlande und Auslande; 
aber es gibt noch ein anderes Gefühl, welches zu betonen uns nahe liegt. 

Der naturwissenschaftliche Verein, welcher den Zweck verfolgt, Interesse 
und Verständniss für die verschiedenen Gebiete der Naturwissenschaft zu ver- 
breiten, ist mit der (Zwei dieser Hauptgebiete direct und selbstthätig fordernden) 
zoologisch-botanischen Gesellschaft durch das Band coUegialer Freundschaft in 
engerer Beziehung. 

Ausgezeichnete Mitglieder der Gesellschaft gehören auch unserem Vereine 
an und haben in dankenswerthester Weise für die Zwecke desselben mitgewirkt. 

Das Gefühl des Dankes und der erprobte Erfolg einmüthigen Zusammen- 
wirkens gibt dem naturwissenschaftlichen Verein daher ganz besonders Veran- 
lassung, hier den Werth hervorzuheben, welchen er auf das Fortbestehen und 
die Befestigung dieser freundschaftlichen Beziehungen legt. 

Derselbe schliesst seinen Festgruss mit dem Wunsch, dass die zwischen 
ihm und der kaiserl. königl. zoologisch -botanischen Gesellschaft bestehenden 
sympathischen Gefühle gegenseitiger freundschaftlicher Werthschätzung niemals 
Z. B. Ges. B. XXVI. Sitz.-Ber. F 



4:2 Fest- Versammlung am S. April 1876. 

erlöschen und dass dieselben endlich alle Kreise umfassen möchten, die der 
Wissenschaft mit Ernst und Liebe dienen- 

Wien, 8. April 1876. 

Die Geschäftsleitung des naturwissenschaftlichen Vereines in Wien. 
Dr. Guido Stäche. Dr. M. Neumayer. 



Der akademische Verein der Naturhistoriker in 
Wien vertreten durch die Herren Alfred Burger stein und 
F. A. Nussbaumer. ' 

Hochgeehrter Herr Präsident! 

Die kaiserl. königl. zoologisch-botanische Gesellschaft begeht heute in 
festlicher Weise die Feier ihres fünfundzwanzigjährigen Bestehens. 

Ein Eückblick auf die stets sich steigernde wissenschaftliche Bethätigung 
der Gesellschaft während dieser fünfundzwanzig Jahren mag nicht nur die 
Gesellschaft selbst mit gerechtem Stolze über ihre Erfolge erfüllen, sondern 
ein jeder Freund der Wissenschaft sieht mit Freude und Bewunderung auf die 
Leistungen dieses vaterländischen Institutes. 

Die grosse Anzahl der in- und ausländischen Mitglieder der Gesellschaft, 
die Menge der Anstalten, welche mit derselben in Schriftentausch stehen, die 
stattliche Reihe der fünfundzwanzig Bände der Publicationen, das sind Zeugen, 
welche laut genug für die wissenschaftliche Bedeutung und theilweise geradezu 
bahnbrechenden Erfolge der Gesellschaft sprechen und die warme Anerkennung 
rechtfertigen, welche derselben von nah und fern entgegengebracht wird. 

Auch uns, die Jünger der schönen Wissenschaft drängt es, unseren 
freudigen Gefühlen Worte zu geben, und wünschen wir der Gesellschaft ein 
fortwährend glückliches Vorschreiten auf dem eingeschlagenen Wege. 

Ihnen aber hochgeehrter Präsident wünschen wir, dass Sie noch recht lange 
an den Erfolgen des von Ihnen geleiteten Institutes sich mögen erfreuen können. 

Wien, 8. April 1876. 

Im Auftrage des „akadem. Vereines der Naturhistoriker" 
Der Schriftführer: Der Präses: 

H. Vieltorf. F. A. Nussbaumer. 



Der ornithologische Verein in Wien vertreten durch 
die Herren Grafen St. Genois und Dr. Ende res. 

Auch der jüngsten wissenschaftlichen Körperschaft Wiens, derjenigen 
Körperschaft, welche seit ihrer Constituirung noch nicht so viele Tage 



Fest- Versammlung am 8. April 1876. 4d 

zählt, als die heute gefeierte kais. königl. zoologisch- botanische Gesellschaft 
Jahre, dem ornitbologischen Vereine sei es gestattet, der älteren Schwester- 
anstalt zu ihrem heutigen Jubeltage durch uns, denen der ehrenvolle Auftrag 
hiezu ertheilt ward, seine besten und innigsten Glückwünsche darzubringen. — 

Möge die zoologisch-botanische Gesellschaft noch durch eine ungezählte 
Reihe von Jahren ihre ausgezeichnete Thätigkeit so wie bisher, zu Nutz und 
Frommen der Wissenschaft, zur besonderen Ehre unseres theueren 
Vaterlandes; — Oesterreichs, — fortsetzen! 

Sei es uns aber auch gestattet den Dank des ornitbologischen Vereines 
für die cöllegiale Freundlichkeit auszusprechen, welche demselben bisher von 
der zoologisch botanischen Gesellschaft erwiesen wurde, und daran die Hoffnung 
zu knüpfen, dass diese CoUegialität zur Zeit des nächsten Jubiläums 
der Gesellschaft, des fünfzigjährigen, welches gerade mit dem fünf- 
undzwauzigjährigen des ihr heute gratulirenden Kindes unter den wissen- 
schaftlichen Vereinen zusammenfallen wird, eine noch weit wärmere und 
engere sein werde. 



Das freie deutsche Hochstift für Wissenschaften, 
Künste und allgemeine Bildung in Frankfurt am Main 
hatte Herrn Hofrath Prof. Dr. F. Ritter v. Hochstetter delegirt, 
welcher die folgende Adresse vorlas und zum Schlüsse dem 
Präsidenten, Sr. Durchlaucht dem Fürsten Colloredo-Manns- 
feld, das Diplom als Ehrenmitglied und Meister des Hochstiftes 
einhändigte. 

Das Freie Deutsche Hochstift 

für 

Wissenschaften, Künste und allgemeine Bildung 
in Groetlie's Vaterliaxise 

beehrt sich, die 

k. k. zoologisch-botanische Gesellschaft in Wien 

zur 

Feier Ihres fünfundzwanzigjährigen Bestandes 

in aufrichtigster Theiluahme verehrungsvollst zu beglückwünschen. 

In dem reichen deutschen Vereinsleben tritt die regsame Thätigkeit und 
gediegene Fruchtbarkeit der Gesellschaften, welche die Kaiserstadt au der Donau 
schmücken, mit überstrahlendem Glänze hervor. Unter ihnen aber hat sich die 
k. k. zoologisch-botanische Gesellschaft unter der Leitung ihres hochverdienten, 
hochfürstlichen Vorsitzenden in dem nunmehr abgelaufenen Vierteljahrhundert 
die allgemeinste Anerkennung in den weitesten Kreisen erworben! 



44 Fest-Versiiiumlung am S. April 1876. 

Nie werden die Geuossea des Freien Deutschen Hochstiftes, welches die 
Stätte, an welcher Goethe's Wiege stand, in der alten Wahlstadt der Kaiser, 
zu seinem Sitze erkoren hat, aufhören, frei hinausblickend über räumliche Be- 
schränkungen und staatliche Abgränzungen, mit Stolz und Freude theUzunehmen 
an den edlen Früchten deutschen Fleisses, deutschen Ernstes, deutscher Gedie- 
genheit in allen Landen. 

Im Bewusstsein des hohen Berufes, welchen wir für den deutschen Geist 
— ubique terraruni! — im Kreise der gesammten Menschheit in Anspruch 
nehmen, 'erfreuen wir uns innigst aller zusammenwirkenden Eiuzelbestrebungen, 
aller engeren und weiteren Verein sthätigkeiten, welche der Erfüllung dieses 
erhabenen Berufes dienen. 

Daher blicken wir heute mit lebhaftester Dankbarkeit auf die Fülle der 
Leistungen, durch welche die k. k. zoologisch- botanische Gesellschaft in Wien 
anregend, belehrend, veredelnd seit fünfundzwanzig Jahren sich Anerkennung 
und Euhm erworben hat und Avünschen dieser preiswürdigen Vereinigung ver- 
dienstvollster deutscher Männer aus aufrichtigem Herzen stetes, fröhliches Ge- 
deihen und immer neue gesegnete Wirksamkeit zu Ehren wahrhaft völkereinigender, 
menschheitbeglückender deutscher Wissenschaft. 

Verehrungsvollst 
die Verwaltung des Freien Deutschen Hochstiftes. 

G. H. Otto Volger. Dr. gen. Senckenberg, 
d. Z. Obmann. 

Dr. Adolf Petermann, M. F. Ä. H. Job. Schwarz, 

d. Z. Verwaltungsschreiber. Schriftführer. 



Nun nahm der Secretär Dr. Emil v. Maren zeller das 
Wort: 

Hochansehnliche Versammlung ! 

Es ist unmöglich alle die Zuschriften und Telegramme von Corporationen 
und Personen, mit welchen unsere Gesellschaft ausgezeichnet wurde, zur Kenntniss 
darzubringen. Wir erblicken in ihnen die wohlwollende Anerkennung unserer 
bisherigen Bestrebungen und einen neuen Impuls unseren Aufgaben auch in 
der Folge gerecht zu werden. Es möge mir gestattet sein, aus allen diesen so 
erfreulichen Beweisen der Theilnahme nur einige wenige herauszugreifen. 



Fest-VersiiTDinlung am 8. April 1H76. 45 

Se. Excellenz der Unterrichts-Minister Dr. Carl v. Stremayr 

an den Präsidenten. 

Wieu, am 7. April 1876. 

Euer Hochwohlgeboren! 

In Folge meiner Abreise nach Graz zur Schlusssitzung des steyer- 
märkischen Landtages ist es mir leider unmöglich an der schönen Pestfeier 
des fünfundzwanzigjährigen Bestandes der k. k. zoologisch-botanischen Gesell- 
schaft in Wien, ebenso wie an dem aus diesem Anlasse stattfindenden Souper 
theilzunehmen. 

Ich bedaure diess umsomehr, als es gerade die zoologisch-botanische 
Gesellschaft ist, welche durch ihre erspriessliche Wirksamkeit, während eines 
Vierteljahrhunderts so Vieles auch zur Hebung des naturwissenschaftlichen 
Unterrichtes in unserem Vaterlande beigetragen hat. 

Empfangen, Euer Hochwohlgeboren, die Versicherung ausgezeichneter 
Hochachtung und wärmster Sympathie, welche ich diesem hochansehulichen 
Vereine zolle und womit ich die Ehre habe zu verbleiben, 

Euer Hochwohlgeboren 

ergebenster 

Stremayr. 



Der Bürgermeister der Stadt Wien Dr. C. Felder an das 
Präsidium. 

Geehrtes Präsidium ! 

Am 8. April d. J. feiert die zoologisch-botanische Gesellschaft das fünf- 
undzwanzigjährige Jubiläum ihres Bestandes. Seit Jahren dem Institute ange- 
hörend und dessen Arbeiten mit dem lebhaftesten Interesse folgend, sind mir 
auch dessen grosse Verdienste um die Förderung der Wissenschaft und dessen 
eifriges Bestreben die zoologischen und botanischen Lehrmittel der Schulen 
Wiens zu vermehren, wohlbekannt. 

Ich ergreife daher den gegenwärtigen Anlass mit aufrichtiger Freude, 
um nicht nur als Fachgenosse, sondern auch als Bürgermeister der Stadt Wien 
die Gesellschaft zu dieser Feier herzlich zu beglückwünschen. 

Mit grösster Hochachtung 

eines geehrten Präsidiums 

Wien, 4. April 1876. ergebener 

Dr. C. Felder. 
An das geehrte Präsidium der 
k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft. 



46 Fest-Versammlung am 8. April t876. 

Der niederösterreichische Landesausschuss an die 
k. k. zoologisch-botanische Gesellschaft in Wien. 

Der 11. ö. Landesausschuss ergreift mit Vergnügen die Gelegenheit der 
Feier des fünfuudzNvanzigj ährigen Bestehens der k. k. zoologisch-botanischen 
Gesellschaft in Wien, um dem gedeihlichen Wirken derselben seine volle Aner- 
kennung kund zu geben und daran den Dank für jene Lehrmittel zu knüpfen, 
mit welchen dieselbe die verschiedenen Landes-Lehranstalten in Nieder- ester- 
reich zu bereichern stets bemüht war. 

Die verehrte Gesellschaft kann mit Stolz auf die bisherigen Erfolge Ihres 
wissenschaftlichen Strebens zurückblicken, und der n. ö. Landesausschuss fühlt 
sich verpflichtet seine Hochachtung auszusprechen. 

Wien, am 6. April 1876. 

Der n. ö. Landesausschuss: 
Helferstorfer. Dr. Bauer. 

An die löbliche 
k. k. zoologisch-botanische Gesellschaft in Wien. 



Die mathematisch-physische Classe der königl. 
Sachs. Gesellschaft der Wissenschaften in Leipzig. 

An die zoologisch-botanische Gesellschaft in Wien. 

Die mathematisch-physische Klasse der königl. sächs. Gesellschaft der 
Wissenschaften zu Leipzig fühlt sich gedrungen, der zoologisch-botanischen 
Gesellschaft zu Wien an dem Tage, an welchem dieselbe vor nunmehr fünf- 
undzwanzig Jahren ihre segensreiche Thätigkeit begann, ein Zeichen ihrer 
Verehrung und Anerkennung darzubringen. Was sie dazu berechtigt, ist nicht 
blos das allgemeine Gefühl der Theilnahme, das überall wachgerufen wird, wo 
der Einzelne für sich oder im Vereine mit Gleichgesinnten ein Menschen- 
alter hindurch seine Kraft einsetzt für höhere Zwecke, sondern auch die Ueber- 
zeugung von der Gemeinschaft der Interessen, welche die wissenschaftlichen 
Corporationeu aller Zeiten und Länder mit einander vereinigt. 

Mit Genugthuung und Stolz können Sie auf die Erfolge zurückblicken, 
die Sie trotz aller Ungunst der Verhältnisse errungen haben. Sie haben mit 
Wort und Schrift dazu geholfen, den biologischen Wissenschaften in Ihrer 
Heimat eine Stätte zu bereiten, und weit über die Grenzen derselben hinaus 
Ihren Forschungen Achtung und Anerkennung zu verschaffen gewusst. 

Möge es Ihnen beschieden sein, den bisherigen Errungenschaften noch 
eine lange gleich rühmliche Zukunft hinzuzufügen. 

Leipzig, den 4. April 1876. 

Die mathematisch-physische Classe der königl. sächsischen Gesellschaft 
der Wissenschaften. 

Dr. W. Hankel, d. Z. Becretär. 



Fest-Veraaramlung nm S. April 187R. 47 

Hierauf verlas der Secretär noch die Namen sämmtlicher 
Corporationen, welche die hier folgenden Adressen oder Tele- 
gramme eingesandt hattevi. 



L'Institiit Egyptien in Alexandrien. 

Alexandrie, le 30 Mars 1876. 
Monsieur le Directeur! 

L'Institut Egyptien a re9u Tinvitation qua vous avez bien voulu lui 
envoyer pour prendre part au 25^ anniversaire de la fondation de votre Societe. 

Le temps et la distance ne nous permettent pas d'accepter cette invi- 
tation comme nous le de'sirerions, mais notre Compagnie n'en tient pas moins 
viveraent ä vous envoyer ä l'occasion de cette solennite ses souhaits les plus 
sinceres, et ses voeux pour la continuation des bonnes relatious qu'elle est 
heureuse d'entretenir avec votre Societe. 

Agreez, Monsieur le Directeur, Texpression de notre conside'ration la plus 
distinguee, 

Le President de Tlnstitut Egyptien, 
Colucci. 

A Monsieur le Directeur 
de la Societe L et R. zoologique-botanique ä Vienne. 



Der botanische Verein der Provinz Brandenburg 
in Berlin. 

Der botanische Verein der Provinz Brandenburg entbietet der kaiserlich- 
königlichen österreichischen zoologisch-botanischen Gesellschaft in Wien zu 
ihrer fünfundzwanzigjährigen Jubelfeier Gruss und Glückwunsch. 

Es ist eine freie Association, die der anderen an einem Ehrentage naht 
und über verschieden gefärbte , aber den Flug der Geister nicht hemmende 
Grenzpfähle hinaus ihr die Hand reicht. 

Auf demselben, wenn auch enger umhegten Gebiete arbeitend, nach allen 
Eichtungen hin verwandte Zwecke verfolgend und seit einer nicht ungleichen 
Zahl von Jahren in Thätigkeit begriffen, tritt in uns das Gefühl der Zusammen- 
gehörigkeit mit dem ruhmreichen Naturforscherbunde Oesterreichs in diesem 
für letzteren wichtigen und weihevollen Augenblicke um so lebendiger zu Tage, 
als seit lange schon ein festgewobenes Band gegenseitiger Sympathie, nicht 
allein viele der Mitglieder, sondern die Vereine selbst auf's Engste mit einander 
verknüpft. 

An der Donau, wie an der Spree ein Geist der Forschungsfreudigkeit, 
ein die höchsten Zwecke der Menschheit fördernder Grundgedanke — wie könnte 



48 Fest-Vprsanimlung am 8. April 1876. 

da, wo hüben und drüben erprobte und begabte Männer die Opferflamme des 
Wissens auf benachbarten Altären nähren, diesem fremd bleiben was jene 
froh erregt? 

Möge es uns daher, werthe Männer und Collegen, fortan, wie bisher, 
vergönnt sein, dem von Ihnen gegebenen Beispiele einer glänzenden und erfolg- 
reichen wissenschaftlichen Thätigkeit neidlos, aber nicht unrühmlich nachzu- 
eifern; mögen die zwischen beiden Vereinigungen bestehenden Bande sich stets 
enger und herzlicher schlingen und möge — das erflehen wir vom Schicksal — 
vor Allem der Abschluss des ersten Vierteljahrhunderts für Sie nur die Bedeu- 
tung des Frühlingstriebes eines jungen Lorbeerreisers haben! 

Mit diesen Empfindungen wiederholen wir nochmals unsere Gratulation 
und unterzeichnen im Namen des botanischen Vereins der Provinz Brandenburg. 

Der Vorstand 
A. Braun. C. Bolle. A. Garcke. Winkler. 
E. Loew. A. Treichel. 
Berlin, den 8. April 1876. 



Der entomologische Verein in Berlin. (Telegramm.) 

Berlin, den 8. April 1876. 
Der zoologisch-botanischen Gesellschaft, Akademie der Wissenschaften, Wien. 
Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum vom entomologischen Verein. 

Kraatz. 



Der n aturh ist ori seh e Verein der preussisclien Rhein- 
lande und Westphal^ns in Bonn. 

Bonn, den 7. April 1876. 

Der naturhistorische Verein der preussischeu Eheinlande und Westphalens 
beehrt sich, der hochgeschätzten k. k. zoologisch -botanischen Gesellschaft in 
Wien die freundlichsten Grüsse zu ihrem fünfundzwanzigjährigen Stiftungsfest 
hiermit zu übersenden und zugleich die besten Wünsche für deren ferneres 
Blühen und Gedeihen auszusprechen. 

Der Vorstand des Naturbistorischen Vereins: 
H. von Dechen. Andrä. 



Die schlesisclie Gesellscliaft für vaterländische 
Cultur in Breslau. 



Fest-Versammluniif am S. April 187«. 49 

Hochgeehrte Gesellschaft! 

Unter aufrichtigem Bedauern, von der uns zugekommenen gütigen Ein- 
ladung keinen Gebrauch machen zu können, erlauben wir uns schriftlich der 
hochgeehrten Gesellschaft unsere Glückwünsche darzubringen. 

Möge Sie wie bisher auf so ausgezeichnete und erfolgreiche Weise Ihre 
Thätigkeit entfalten und zu immer höherer Blüthe gelangen zu Ehr und Flor 
des engeren Vaterlandes und Bewunderung des Auslandes, welches schon längst 
gewöhnt ist, in der verehrten Gesellschaft eine der Hauptstützen der Natur- 
wissenschaften unserer Tage hochzuschätzen. 

Breslau, den 5. April 1876. 

Das Präsidium der schlesischen Gesellschaft für vaterländische Cultur. 
Göppert. V. Görtz. v. Uechtritz, Kutzen. Franck. 

An die kais. königl. 
zoologisch-botanische Gesellschaft in Wien. 



Der Naturforschende Verein in Brunn. (Telegramm.) 

Brunn, 8. April 1876. 

K. k. zoologisch-botanische Gesellschaft, Wien, üniversitätsplatz 1. 

Ich bin vom naturforschenden Vereine beauftragt, dessen freudige Theil- 
nahme am heutigen Jubelfeste der hochgeehrten Gesellschaft, auf welche wir 
Oesterreicher alle mit Stolz blicken, und die herzlichsten Wünsche für ferneres 
Gedeihen darzubringen. Niessl. 



Die königlich ungarische naturwissenschaftliche 
Gesellschaft in Budapest. (Telegramm.) 

Budapest, 8. April 1876. 
K. k. zoologisch-botanische Gesellschaft in Wien. 

Der kais. königl. zoologisch-botanischen Gesellschaft zur Feier ihres 
fünfundzwanzigjährigen Bestehens, beehre ich mich im Namen der königlich 
ungarischen Naturwissenschaftlichen Gesellschaft unsere besten Glückwünsche 
darzubringen. 

Durch die seit einem Vierteljahrhundert emsig und rastlos fortgeführten 
wissenschaftlichen Arbeiten, welchen auch die ungarische Naturforschung nicht 
wenige sehr werthvolle Beiträge zu danken hat, erzielte die zoologisch-botanische 
Gesellschaft wahrhaft glänzende Resultate, wofür ihr die Wissenschaft dankbare 
Anerkennung schuldet. Karl von Than, 

Präsident. 

Z. B. Ges. B. XXVI. Sitz.-Ber. G 



50 Fest-Versammlung am 8. April 1876. 

Der Verein für Naturkunde in Cassel. 

Hochverehrliche Direction der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft 
Der im Jahre 1836 durch Bunsen, Dunker, Philippi, Wöhler etc. 
gegründete Verein für Naturkunde zu Cassel, der es sich angelegen sein lässt 
auf dem von seinen Gründern bezeichneten Wege fortzuarbeiten, geniesst die 
hohe Ehre mit der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft in Wien im Schriften- 
tausch zu stehen. 

Derselbe verfehlt nicht, der k. k. Gesellschaft zum Jubeltage ihres fünf- 
undzwanzigjährigen Bestehens seine besten Wünsche darzubringen und der 
Erwartung Ausdruck zu geben, dass wie die seitherige Wirksamkeit derselben 
ein leuchtendes Vorbild auf dem Wege der Naturforschung war, sie dieses auch 
ferner sein und bleiben werde. 

Indem ich mir erlaube, an die hochverehrliche Direction die ergebenste 
Bitte zu richten, die Wünsche des hiesigen Vereins für Naturkunde, am Jubel- 
tage der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft zur Kenntniss zu bringen 

zeichnet hochachtungsvoll und ehrerbietigst 

Namens des Vereins für Naturkunde 
Cassel, am 2. April 1876. der Director 

Prof. Dr. H. Möhl. 



Die Naturforscher-Gesellschaft in Dorpat. 

Dorpat, den 19./31. März 1876. 
An die k. k. zoologisch-botanische Gesellschaft in Wien. 
Der Dorpater Naturforscher- Gesellschaft wurde in der Sitzung vom 18./30. 
März Ihre freundliche Einladung zur Theilnahme an der Festfeier des 8. April c. 
vorgelegt. 

Wenn zu unserem Bedauern keines unserer Mitglieder um diese Zeit 
nach Wien delegirt werden kann, so wollte doch die Dorpater Naturforscher- 
Gesellschaft nicht versäumen, herzlichen Glückwunsch zum fünfundzwanzig- 
jährigen Jubelfeste schriftlich dem Wiener Schwestervereine darzubringen. 

Die Unterzeichneten sind beauftragt, diesem Festgrusse und dem Wunsche 
Ausdruck zu geben, dass es der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft ver- 
gönnt sein möge, noch lange erfolg- und segensreich zu wirken für den Fort- 
schritt der Naturwissenschaften , welchem Sie in den ersten fünfundzwanzig 
Jahren Ihres Bestehens in so ausgezeichneter Weise Ihre Kräfte gewidmet haben. 
Mit vorzüglichster Hochachtung haben wir die Ehre zu zeichnen als 
Einer k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft 
ergebene 
Präsident: Dr. K. E. v. Baer. 
Secretär: Dr. G. Dragendorf f. 



Fest-Versammlung am 8. April 1876. Öl 

Die Geologial Society in Edinburgh. 



Die physik alisch-medicinische Societät in Erlangen. 

Der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft bringt zum fünfundzwanzig- 
jährigen Jubelfeste die aufrichtigsten Glückwünsche dar 

Namens der Erlanger Physik.-Med. Societät 
Erlangen, 6. April 1876. der I. Secretär: 

Prof. Dr. M. Reess. 
c. M. der k. k. zool.-bot. Ges. 



Die Senckenbergische natur forsch ende Gesellschaft 
in Frankfurt a. M. 

Frankfurt a. M., den 1. April 1876. 
Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft an die k. k. zoologisch-botanische 

Gesellschaft in Wien. 
Wir beehren uns der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft in Wien 
zu deren fünfundzwanzigjährigem Stiftungsfeste unsere besten Glückwünsche 
darzubringen. Wir bedauern, dass Zeit und Ort es uns nicht erlauben, einen 
besonderen Vertreter zu senden, der in beredterer Weise, als diese Zeilen es 
vermögen, den Gefühlen der Hochachtung und Freundschaft Ausdruck verleihen 
könnte, die wir für die k. k. zoologisch-botanische Gesellschaft hegen. 

Indem wir die freudige Hoffnung aussprechen, dass die k. k. zoologisch- 
botanische Gesellschaft weiterhin wachsen, blühen und gedeihen möge, dass sie 
noch lange ihre segensreiche Wirksamkeit entfalten uad wie bisher die Wissen- 
schaft fördern und vermehren möge, zeichnen wir mit dem Ausdruck ganz 
besonderer Hochachtung 

Im Namen der Direction der Senckenbergischen naturforschenden Gesellschaft 

der d. Z. correspondirende Secretär 

Dr. Ernst Blumenthal. 



Deutsch-Österreichischer Alpenverein in Frank- 
furt a. M. (Telegramm.) 

Frankfurt a. M., 8. April 1876. 
Zoologisch-botanische Gesellschaft, Wien. 
Der Centralausschuss des d'iutschen und österreichischen Alpenvereins 
bringt der Gesellschaft zur Feier ihres fünfundzwanzigjährigen Be>itandes seine 
besten Glückwünsche dar. Petersen. 



Oi? Fest-Versamruhmg am 8. April 1876. 

Die Naturforschende Gesellschaft in Freiburg. 
(Telegramm.) 

Freiburg (Baden), 8. April 1876. 

Zoologisch-botanisclie Gesellschaft, Wien. 

Herzlichen Glückwunsch zum frohen Feste. 

Professor Claus, Präsident, Professor Kiepert, Secretär, 
der naturforschenden Gesellschaft in Preiburg. 



Der Verein für Naturkunde in Fulda. 
Sehr geehrte Herren! 

Indem wir den Empfang Ihrer freundlichen Einladung zu dem bevor- 
stehenden fünfundzwanzigjährigen Stiftungsfest Ihres Vereins mit bestem Dank 
anzeigen, wollen wir nicht unterlassen Ihnen zu dieser erfreulichen Feier uusern 
herzlichen Glückwunsch darzubringen. Die weite Entfernung macht eine andere 
als schriftliche Gratulation leider unmöglich. 

Ausser dem Glückwunsch sei Ihnen bei dieser Gelegenheit wiederholt 
unser bester Dank ausgesprochen für die reichen literarischen Zusendungen, 
womit Sie unseren kleinen und mit mancherlei ungünstigen Verhältnissen 
ringenden Verein von Anfang an bedacht haben — Gaben, die wir auch nicht 
entfernt in gleichem Masse erwiedern können. 

Mit dem Wunsche, dass die freundlichen Beziehungen zwischen Ihrem 
und unserem Verein noch lange fortbestehen mögen, bitten wir Sie die Ver- 
sicherung unserer achtungsvollen Ergebenheit entgegenzunehmen. 

Fulda, 6. April 1876. 

Namens des Vereins für Naturkunde, 

der Schriftführer: Dr. Weidenmüller. 
An die 
zoologisch-botanische Gesellschaft, Wien. 



Die Oberhessische Gesellschaft für Natur- und 
Heilkunde in Giessen. 

Giessen, den 20. März 1876. 

Die Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde beehrt sich, 
der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft in Wien zur fünfundzwauzigjährigen 
Jubiläumsfeier am 8. April ihre herzlichsten Glückwünsche auf diesem Wege 
auszusprechen, da es die augenblicklichen Verhältnisse keinem Vorstands- 
mitgliede erlauben, sich persönlich an der Feier zu betheiligen. Wir wünschen 



Fest-Vei'saramluug am 8. April 1876. 53 

der verehrlichen Gesellschaft auch ferneres Gedeihen und erbitten für uns die 
Fortdauer Ihrer freundlichen Gesinnungen. 

Hochachtungsvoll 

Dr. Hess, d. Z. I. Director. 



Die naturfor seil ende Gesellschaft in Görlitz. 

Der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft zu Wien widmet die natur- 
forschende Gesellschaft zu Görlitz zu dem Feste ihres fünfundzwanzigjährigen 
Bestandes ihren herzlichen Glückwunsch. Möchte es der verehrten Gesellschaft 
vergönnt sein, noch recht viele Früchte ihres wissenschaftlichen Strebens zu 
ernten ! 

Görlitz, den 4. April 1876. 

Das Präsidium der naturforschenden Gesellschaft: 

Romberg. Dr. Kleefeld. Dr. Hartmann Schmidt, Secretär, 



Der Akademisch-naturwissenschaftliche Verein in 
Graz. (Telegramm.) 

Graz, 8. April 1876. 

K. k. zoologisch-botanische Gesellschaft, Wien. 

Der Grazer akademische naturwissenschaftliche Verein sendet die besten 
Glückwünsche. Kernstock, Präses. 

Müller, Schriftführer. 



Der steirische Gebirgsverein in Graz. 

Graz, den 6. April 1876. 
An die geehrte Direction der zoologisch-botanischen Gesellschaft in Wien. 

Im Auftrage der Monats-Versammlung vom 28. März d. J. beehrt sich 
der gefertigte Ausschuss des steirischen Gebirgsvereines der geehrten zoologisch- 
botanischen Gesellschaft in Wien zu ihrem fünfundzwanzigjährigen Bestehen 
die innigsten Glückwünsche des Vereines zu übermitteln. 

Für den Ausschuss des steir. Gebirgsvereines: 

Dr. F. Standfest, 

d. z. Schriftführer. 



54 Fest-Versammlung am 8. April 1876. 

Der naturwissenschaftliche Verein für Sachsen 
und Thüringen. 

Der kaiserl. königl. zoologisch-botanischen Gesellschaft in Wien. 

sendet zu ihrem heutigen Festtage die herzlichsten und aufrichtigsten Glück- 
wünsche für das füafundzwanzigjährige erfolgreiche Wirken und zu einer ferneren 
gleich nachhaltigen Thätigkeit. 

Der naturwissenschaftliche Verein für Sachsen und Thüringen. 

C. Giebel. 
Halle, am 7. April 1876. 



Der Verein für naturwissenschaftliche Unterhal- 
tung in Hamburg. 

Der Vorstand des Vereins für naturwissenschaftliche Unterhaltung in 
Hamburg hat die Einladung der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft zu 
deren fünfundzwanzigjährigem Jubiläum dankend empfangen und zur Kenntniss 
der Mitglieder dieses Vereines gebracht. 

Leider sind die sämmtlichen unterzeichneten Mitglieder des Vorstandes 
verhindert, zur Feier dieses frohen Tages nach dort zu kommen und gestatten 
sich dieselben daher hiemit im Namen des Vereines der Jubilarin die besten 
Glückwünsche auszusprechen. 

Möge die k. k. zoologisch-botanische Gesellschaft zu Wien wie in dem 
verflossenen Vierteljahrhundert so auch hinfort grünen und blühen, möge es 
ihr dadurch gestattet sein auch ferner beizutragen zur Verbreitung besserer 
Naturerkenntniss und Liebe zum Studium der Natur, und möge sie auch ferner 
anderen gleichstrebenden Gesellschaften und so auch unserem jungen Vereine 
ein Vorbild und ein Beispiel des Strebens mit vereinten Kräften nach dem 
höchsten Ziele sein. 

Hochachtungsvoll verharren wir einer k. k. zoologisch-botanischen 
Gesellschaft ergebenst 

Der Vorstand des Vereins für naturwissenschaftliche Unterhaltung: 

Job. Cesar Godeffroy, Ehrenpräsident. Ferd. Worlee, Präsident. 

C. Crüger, I. Vicepräsident. D. Filby, II. Vicepräsident. 

J. D. E. Schmeltz, L Geschäftsf. A. Thalenhorst, IL Geschäftsf. 

Dr. Th. Behn, Bibliothekar. 

Hamburg, den 31. März 1876. 



Fest-Versammlung am 8. April 1876. 55 

Der siebenbttrgische Verein für Naturwissen- 
schaften in Hermannstadt. 

Löbliche Direction der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft in Wien. 

Das freudige Ereigniss und der erhebende Rückblick auf eine schon 
fünfundzwanzigjährige hervorragende Wiiksamkeit auf einem Gebiete, das heute 
schon alle Schichten der Bevölkerung interessirt, welche einer löblichen k. k. 
zoologisch- botanischen Gesellschaft die freudige Veranlassung zum Feste am 
8. April 1. J. bieten, fanden bei dem siebenbürgischen Vereine für Naturwissen- 
schaften in Hermannstadt einen um so freudigem Widerhall, als dieser Verein 
seit einer beinahe gleichen Zeit hier am äussersten Ende der österr.-ungar. 
Monarchie auf demselben Gebiete thätig ist, und kann es derselbe nicht unter- 
lassen einer löblichen Gesellschaft au£ diesem Wege, da ihm seine sehr be- 
schränkten Mittel die Entsendung einer Vertretung untersagen, seine aufrichtigsten 
und besten Glückwünsche zum Jubelfeste am 8. April 1. J. darzubringen. 

Indem dieser Vereinsausschuss diesen Wünschen nochmals Ausdruck zu 
verleihen so frei ist, glaubt er den Wunsch aussprechen zu dürfen, dass das 
bisherige freundschaftliche Verhältniss zwischen einer löblichen Gesellschaft 
und diesem Vereine auch fernerhin bestehen werde. 

Hermann Stadt, 5. April 1876. 

Der Ausschuss des siebenbürgischen Vereines für Naturwissenschaften: 
E. Albert Bielz, Martin Schuster, 

Vereinssecretär. Vereinsvorstand. 



Der naturwissenschaftlich-raedicinische Verein in 
Innsbruck. 

Innsbruck, 12. April 1876. 

Löbliche Vorstehung des zoologisch-botanischen Vereins! 

Der naturw.-medic. Verein hat in seiner letzten Sitjung seinem früheren 
Vorstand- Stellvertreter Prof. D. Barach-Kap paport beauftragt, den Verein 
bei der Feier in Wien zu vertreten. 

Da ich in dem Festbericht der Deutschen Zeitung hievon keine Erwähnung 
finde, so vermuthe ich, dass Prof. B ar ach-Rappaport irgendwie verhindert 
worden sei, unseren Verein zu repräsentiren und bitte daher die löbliche 
Vorstehung nachträglich unsere Glückwünsche entgegenzunehmen. 

Prof. Pfaundler, 
als Vorstand des naturw.-medic. Vereins. 



56 Fest-VersamiTilung am R, April 187(5. 

Die königl. physikalisch-ökonomische Gesellschaft 
in Königsberg. 

Der k. k. zoologiscb-botanischen Gesellschaft übersendet die physikalisch- 
ökonomische Gesellschaft zu Königsberg ihre herzlichsten Glückwünsche zur Feier 
des fünfundzwanzigjährigen Bestehetis und hofft, dass dieselbe noch recht lange 
zum Nutzen der Wissenschaft ihre so erfolgreiche Thätigkeit fortsetzen wird. 

Im Auftrage der physikalisch-ökonomischen Gesellschaft zu Königsberg: 

Der Schriftführer für's Auswärtige 

0. Tischler. 

Königsberg, den 6. April 1876. 



Die Nederlandsche Entomologische Vereeniging in 
Leiden. 

Leiden, 6. April 1876. 

Der Niederländische entomologische Verein nimmt ein herzliches Antheil 
am fünfundzwanzigjährigen Jubiläum, das die k. k. zoologisch-botanische Gesell- 
schaft in Wien sich vorstellt den 8. d. Mts. zu feiern. 

Ihre hochgeehrte Gesellschaft mag sich erfreuen in den vergangenen 
fünfundzwanzig Jahren mit vorzüglichem Eifer gearbeitet zu haben. Die Natur- 
wissenschaften und nicht am Wenigsten die Entomologie (das kleine und doch 
so umfangreiche Untertheil der Zoologie, womit wir uns beschäftigen) haben 
während dieses Zeitraums ungemein Vieles Ihrer Thätigkeit zu verdanken. 
Es wird wohl Niemand sein unter denjenigen, welche sich ernsthaft auf Thier- 
oder Pflanzenkunde verlegen, dernicht erkennen wird, dass die Verhandlungen Ihrer 
Gesellschaft einen wissenschaftlichen Schatz von vielseitigem und grossem Werth 
enthalten, und der sich nicht immerfort veranlasst findet, die verschiedenen 
Jahrgänge zu durchmustern, und da wo sich Zweifel und Beschwerde vorthun, 
mehrmals eine gewünschte Auskunft zu bekommen. 

Möge Ihre werthe Gesellschaft noch sehr viele Jahre weiter streben auf 
dem reichen und herrlichen Gebiete, das Sie sich Ihrem Ziele ausgewählt 
haben! Die österreichischen Naturforscher werden sich dann gewiss einen un- 
sterblichen Namen erwerben. 

Mit besonderer Hochachtung nennen wir uns ergebenst, 

Der Vorstand des Niederländischen entomologischen Vereines 

Dr. W. Albarda. 

V. M. van der Wulf, Secretär. 

Dem geehrten Vorstande und den Mitgliedern 
der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft in Wien. 



Fest-Versararalun?: am R. April 187R. 5 i 

Das Museum Francisco Carolinum in Linz. 

Für die freundliche Einladung zur Feier des fünfundzwanzigjährigen Be- 
standes der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft, beehrt sich der gefertigte 
Verwaltungsrath hiemit den ergebensten Dank auszusprechen. 

Wenn es auch dem Verwaltungsrathe in Folge persönlicher Verhältnisse 
der einzelnen Mitglieder nicht gegönnt ist, bei dieser Festlichkeit vertreten zu 
sein, so wolle die hochverehrliche Direction bei diesem Anlasse doch die auf- 
richtigsten Glückwünsche zu dem bisherigen Gedeihen, sowie für den künftigen 
Fortbestand einer Gesellschaft entgegennehmen, die für die Förderung der 
von ihr vertretenen Wissenschaft so Ausserordentliches geleistet hat, und mit 
welcher in geistigem Verkehre zu stehen, das Museum Francisco Carolinum sich 
zur höchsten Ehre rechnet. 

Mit ausgezeichneter Hochachtung 

Linz, am 29. März 1876. Der Verwaltungsrath: 

Wiedenfeld. Dr. Robert Rauscher. 

An die hochverehrliche Direction der 
k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft in Wien. 



I 



Der Verein für Naturkunde im Erzherzo gthume 
Oesterreicli ob der Enns in Linz. 

An die löbliche k. k. zoologisch-botanische Gesellschaft in Wien. 

Der Ausschuss des Vereins für Naturkunde im Erzherzogthume Oester- 
reich ob der Enns spricht der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft in Wien 
hiemit den wärmsten Dank für die Einladung zur Theilnahme an ihrem Jubel- 
feste, dem Tage des fünfundzwanzigjährigen Bestandes, aus und verbindet mit 
diesem Danke die tiefstgefühltesten Glückwünsche zu einer mit stets wachsendem 
Gedeihen verbundenen Fortdauer dieses Bestandes und des bisherigen höchst 
erfolgreichen Wirkens zu Gunsten der Wissenschaften und des Vaterlandes. 

Linz, 30. März 1876. 

Dr. F. Ritter von Schwabenau, Dr. Karl v. Dalla Torre, 

d. Z. Präsident des Vereins. Secretär des Vereines. 



Die Kaiserliche naturforscliende Gesellschaft in 
Moskau. 

Die Kaiserliche Naturforschergesellschaft zu Moskau sendet der kaiserl. 
königl. zoologisch-botanischen Gesellschaft zu Wien zur Feier ihres fünfund- 
zwanzigjährigen Bestehens ihre besten Glückwünsche. 

Z. B Ges. B XXVI. Sitz.-Ber. H 



58 Fost-Versammluns am 8. April 1876. 

Eine Gesellschaft, welche sich die schöne Aufgabe gestellt hat, das Reich 
des Organischen geistig zu beherrschen, indem sie durch uneigennütziges 
Studium das Wesen desselben zu ergründen sucht, verdient schon an und für 
sich hohe Anerkennung; um wie viel mehr verdient sie dieselbe, wenn sie fünf- 
undzwanzig Jahre lang bestrebt gewesen ist, die gewonnenen Resultate ihrer 
Arbeit der wissenschaftlichen Welt durch Herausgabe ihrer „Verhandlungen" 
zugänglich zu machen! Möge die k. k. zoologisch-botanische Gesellschaft zum 
Nutzen des engeren Vaterlandes, wie zum Besten der Allgemeinheit noch lange 
ihre wirkungsvolle Thätigkeit fortsetzen! 

Moskau, den 13./25. März 1876. Im Auftrage 

H. Trautschold, Secretär. 



Die Kaiserlich neurnssische Gesellschaft der Na- 
turforscher an der Universität zu Odessa. (Telegramm.) 

Odessa, den 9. April 1876. 

Der zoologisch-botanischen Gesellschaft in Wien. 

Die Kaiserlich neurussische Gesellschaft der Naturforscher an der Univer- 
sität zu Odessa bringt hiermit der zoologisch-botanischen Gesellschaft in Wien 
zum Feste ihres fünfundzwanzigjährigen Bestehens die feierlichsten Glück- 
wünsche dar, und möge selbe als ein Schutz und Hort der Naturwissenschaft 
noch viele solche Feste als Denksteine an den Pfad ihres vieljährigen frucht- 
baren Wirkens setzen. 

Für den Präsidenten: Für den Secretär: 

J. Setschenow. W. Repiachoff. 



Die Societe entomologique de Russie in Petersburg. 

St. Petersburg, 22. März/3. April 1876. 

An die k. k. zoologisch-botanische Gesellschaft in Wien. 

Indem sich die russische entomologische Gesellschaft beehrt, der k. k. 
zoologisch-botanischen Gesellschaft zu dem Feste ihres fünfundzwanzigjährigen 
Bestehens Glück zu wünschen, wünscht sie dem geehrten Verein in literarischer 
Hinsicht dieselbe erfolgreiche Wirksamkeit, wodurch sich die Gesellschaft bis 
dahin so vortheilhaft ausgezeichnet hat. 

Vice-Präsident: S. Solsky. Secretär: ,T. Portschinsky. 



Fest-Veisinnmlung am 8. April 1S7(1. 59 

Der Verein für Natur- und Heilkunde inPressburg. 
Löbliche k. k. zoologisch-botanische Gesellschaft! 

Die Feier des fünfundzwanzigjährigen Bestandes einer löbl. Gesellschaft 
veranlasst den Verein für Natur- und Heilkunde in Pressburg seine aufrichtigsten 
Glückwünsche darzubringen. Wie es einer löbl. Gesellschaft gelungen ist, im 
ersten Vierteljahrhundert ihres Bestehens Bedeutendes für die Pflege und den 
Fortschritt der Naturwissenschaften zu leisten, so möge es ihr gestattet sein, 
auch in der ferneren Zukunft mit rüstiger Kraft und Thätigkeit an der Spitze 
jener vaterländischen Vereine voranzugehen, welche sich die Pflege der Natur- 
wissenschaften zum Ziele gesteckt haben. 

Der Verein für Natur- und Heilkunde fügt diesem aufrichtigen Glück- 
wunsche noch die Bitte hinzu, es möge der freundschaftliche Verkehr, welcher 
bisher zwischen ihm und einer löbl. Gesellschaft bestand, auch fernerhin auf- 
recht erhalten werde. 

Pressburg, am 6. April 1876. 

Mit aufrichtiger Hochachtung einer löbl. k. k. Gesellschaft 

ergebenste 

0. Mednyänszky, Präses. Dr. Carl Xanka, Secretär. 



Der Verein der Naturfreunde in Reichenberg. 
(Telegramm.) 

Reichenberg, den 8. April 1876. 

An das Präsidium der zoologisch-botanischen Gesellschaft, Wien. 

Der Verein der Naturfreunde Reichenbergs sendet zur Jubelfeier der 
zoologisch-botanischen Gesellschaft die besten Glückwünsche und wünscht auch 
fernerhin auf dem Felde der Wissenschaft ein erfolgreiches Wirken und Gedeihen. 

Ludwig Hlasiwetz, Präses. 



Die Nederl andsche Dierkundige Vereeniging in 
Rotterdam. 

An die k. k. zoologisch-botanische Gesellschaft in Wien. 

Auf Ihre gefällige Zuschrift, worin Sie zur Theilnahme an der feierlichen 
Sitzung beim Feste des fünfundzwanzigjährigen Bestandes Ihrer Gesellschaft 
einladen, beehren wir uns Ihnen ganz ergebeust anzuzeigen, dass sich unser 
zoologischer Verein ausser Stande sieht, aus seiner Mitte einen Delegirten zu 

H* 



ßQ Fest-Versammlung am 8. April 1876. 

Ihrem Feste abzusenden. Wir können aber nicht umhin, Ihnen hiemit er- 
kennen zu geben, wie herzlich wir Ihnen zu Ihrem Feste gratuliren. 

Genehmigen Sie die Versicherung unserer aufrichtigsten Hochachtung 

A. A. van Bemmelen, H. J. Yeth. 

Präsident und Secretär der Nederlandsche Dierkundige Vereeniging. 
Rotterdam, 25. März 1876. 



Die Gesellschaft für Salzburger Landeskunde in 
Salzburg. 

Für die uns leider verspätet zugegangene Einladung dankend, beehren 
wir uns nachträglich unseren Glückwunsch zu dem fünfundzwauzigj ährigen Be- 
stände der sehr geehrten Gesellschaft auszusprechen und zeichnen 

Hochachtungsvoll 
Salzburg, am 10. Mai 1876. Prinzinger, 

Fried. P i r c k m a y r, Schriftführer. 



Die L elirerconferenz des Gymnasiums Schässburg 
in Siebenbürgen. 

Hohe Direction der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft! 

Indem die Lehrerconferenz des Gymnasiums in Schässburg für die dieser 
Anstalt gütigst mitgetheilte Einladung zu der Festfeier des fünfuudzwanzig- 
jährigen Bestandes der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft ihren ehr- 
erbietigsten Dank ausspricht, kann sie nicht umhin, dem Gefühl freudiger 
Huldigung Ausdruck zu leihen, mit welcher die Lehrer dieser Anstalt den 
festlichen Tag der Erinnerung an die ehrenvolle und reichentfaltete Wirksamkeit 
der hoheu Gesellschaft begrüssen. 

Bei solchem Anlass ziemt es auch den empfangenden Mitgliedern der 
hoheu k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft, eingedenk zu sein des geistigen 
Fruchtempfauges, dessen sie Jahrzehnte hindurch gewürdigt worden. Nur im 
lebendigen Zusammenhang mit den hoheu Centralstätten wissenschaftlicher 
Forschung und im unveränderten Aufblick zu dem höher und höher aufsteigen- 
den Tagesgestirn der modernen Naturwissenschaft vermag die Arbeit freier volk- 
beglückendcr Geistesbildung, wie sie den Gymnasien und Realschulen obliegt, 
das erforderliche Mass von Luft uud Licht zu ihrer allseitig fördernden Wirk- 
samkeit zu gewinnen. Wie in dem freien Luft- und Lichtraum der natürlichen 
Weltkunde der Menschengeist neu aufathmen gelernt hat, so y^ixä auch die 
Culturarbeit des Volkes fort und fort von dem erfrischenden Hauch jener 



Fest-Versammlung am 8. April 1876. 61 

Errungenschaften neu belebt, welche die unbefangen sicher fortschreitende Natur- 
wissenschaft unablässig zu Tage fördert. Möchte eben auch die Kunde der 
organischen Welt, deren tausendfältig individualisirte Lebensformen mit mensch- 
lichem Dasein und Leben so eng verflochten, das Wohl und Wehe der Mensch- 
heit so nahe berühren und mit ihren Pulsschlägen unaufhörlich Gedanken und 
Empfindung erfrischend beleben, möchte diese Kunde unter dem rühmlichen 
Walten und Wirken der hohen k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft immer 
voller und kräftiger sich entfalten und durch ihre Errungenschaften die Freunde 
der Wissenschaft, die vaterländische Bildung und damit zugleich die Völker 
des Gesammtvaterlandes Oesterreich-Ungarn mit Gütern des Wissens und der 
fortschreitenden Wohlfahrt noch lange und ferne Jahrzehnte hindurch beglücken. 

Schässburg, den 6. April 1876. 

Die Lehrerconferenz des Gymnasiums und der damit 

verbundenen Lehranstalten 

Johann Ziegler, Eector. Carl Gooss, Actuar. 



Der Ijehrkörper der Staatsrealscliule Teschen. 

(Telegramm.) 

Teschen, den 8. April 1876. 

K. k. zoologisch-botanische Gesellschaft in Wien. 

Zur heutigen Jubelfeier die besten Glückwünsche vom Lehrkörper der 

Staatsrealschule Teschen. 



Die Kongelige Norske Videnskabers Öelskab in 
Th r 011 d heim. 

An die kaiserl. königl. zoologisch- botanische Gesellschaft iu Wien. 

Indem die Direction der königlichen Norwegischen Gesellschaft der 
Wissenschaften für die empfangene Einladung ihren besten Dank ablegt, sendet 
sie ihren besten Glückwunsch zur Feier des fünfundzwanzigjährigen Bestandes 
Einer geehrten Gesellschaft. 

Throndheim, den 4. April 1876. 

Die Direction : 
Sigv. Skavlan, Vicepräses. Fr. Küthe, Secretär. 



62 Fest-Versammlung am 8. April 187G. 

Die Societa adriatica in Triest. (Telegramm.) 

Triest, 8. April 1876. 

Fürst CoUoredo-Mannsfeld, Präsident der zoolog.-botan. Gesellschaft, Wien. 

Der junge naturwissenschaftliche adriatische Verein in Triest entsendet 
seinen Jubelgruss zum fünfundzwanzigjährigen Bestehen der älteren Muster- 
gesellschaft. 

Tommasini. Vierthaler. 



Der Leseverein der deutschen Studenten Wiens. 

Wien, 24. März 1876. 
An die hochverehrliche k. k. zoologisch-botanische Gesellschaft! 

Der Ausschuss des Lesevereins der deutschen Studenten Wiens hat in seiner 
Sitzung vom 20. d. Mts. einstimmig den Beschluss gefasst, der k. k. zoologisch- 
botanischen Gesellschaft in Wien, aus Anlass der Feier ihres fünfundzwanzig- 
jährigen Bestandes, die wärmsten Glückwünsche darzubringen. 

Indem wir uns dieses ehrenvollen Auftrages entledigen und der Hoftnung 
Kaum geben, dass die k. k. zoologisch-botanische Gesellschaft auch in Zukunft 
blühen und gedeihen möge, zeichnen wir mit dem Ausdruck unserer tiefsten 
Hochachtung 

Für den Ausschuss: 

Anton Haider, Heinrich Abel es, 

d. z. Obmann. d. z. I. Schriftführer. 



Der Nassauische Verein für Naturkunde in Wies- 
baden. 

Der kaiserl. königl. zoologisch-botanischen Gesellschaft in Wien 

haben wir die Ehre zur Feier ihres fünfundzwanzigjährigen Bestehens die auf- 
richtigsten Glückwünsche hierdurch auszusprechen. Möge es ihr verstattet sein, 
auch für die Zukunft in gleich ausgezeichneter und mustergültigster Weise für 
den Ausbau der zoologischen und botanischen Wissenschaft zu wirken, wie im 
ersten Vierteljahrhundert seit ihrer Gründung. 

Mit der vorzüglichsten Hochachtung haben wir die Ehre zu zeichnen 

Der Vorstand des Nassauischen Vereins 
Wiesbaden, 3. April 1876. für Naturkunde: 

F. Wurmb. Dr. Kirschbaum. 



Fest-Vnrsammlnncj am 8. April 1876. 63 

Ausserdem waren Schreiben oder Telegramme eingelaufen 
von folgenden Herren Mitgliedern des Aus- und Inlandes: 

Bigot Jacques in Paris. 
Bilimek Dominik in Miramare. 

Brandt Dr. J. F., kaiserl. Geheirarath in Petersburg. 
Brusina Spiridione in Agram. 

Cohn Dr. E., Dir. des Pflanzenphysiolog. Inst, an der Univ. in Breslau. 
Erschoff Nicol. in Petersburg. 

Giuriceo Nicolaus R. v., k. k. Oberlandesgerichtsrath in Zara. 
Grube Dr. E., k. russ. Staatsrath, Prof. d. Zool. a. d. Univ. in Breslau. 
Guirao, Don Angelo, Dir. d. Instit. a Murcia in Madrid. 
Heldreich Dr. Theodor v., Dir. d. bot, Gartens in Athen. 
Heller Dr. Camill, Prof. d. Zool. a. d. Univ. Innsbruck, aus Neapel. 
Hei der Dr. Luc. v., in Bockenheim bei Prankfurt a. M. 
Hohenbühel Ludw. Freiherr v. in Hall. 
Just Dr. Leopold, Prof am Polytechn. in Karlsruhe. 
Katter Dr. in Putbus. 

Kawall J. H., Pastor, Füssen in Kurland. (Ein Festgedicht.) 
Kern er Dr. Ant., Prof d. Bot. a. d. Univ. Innsbruck, aus Neapel. 
Kirschbaum Dr. Karl L., Prof, Insp. d. Mus. in Wiesbaden. 
Kühn Dr. Julius, Direct. d. landw. Inst, in Halle. 
Lancia Duca di Castel Brolo in Palermo. 
Lange J. Karl, k. k. öst. Secretär a. D. in Athen. 
Leuckart Dr. Rudolf, Prof. a. d. Univ. in Leipzig. 
Low Dr. Ernst in Berlin. 
Malm Dr. A. "W. in Götheborg. 
Maximowicz Carl, Colleg.-R. in Petersburg. 
Meves W. in Stockholm. 
Naumann Alex, in Zittau. 

Nördlinger D. H. Ob.-Forstrath, Professor in Hohenheim. 
Ornstein Dr. Bernhard, Chefarzt d. gr. Armee in Athen. 
Renard Dr. Carl v., Vicep. d. nat. Ges. in Moskau. 
Saussure Henri de, in Genf. 
1 Scarpa Georg, Canonicus in Lesina. 

Schaitter Ignaz in Rzeszow. 

Selys Longschamps Bar. de, Sen. Mitgl. d. Acad. in Liege. 
Sigmund Wilhelm in Reichenberg. 
Simonie Anton, k. k. Oberlandesg.-Official in Zara. 
Syrski Dr. S. v., Prof. d. Zoologie a. d. Univ. in Leraberg. 
Tschusi Vict. R. v. Schmidhofen in Tännenhof bei Hallein. 
Valenta Dr. Alois, k. k. Professor in Laibach. 
V olger Dr. Otto in Frankfurt a. M. 
Zaddach Dr. G. Prof. d. Zool. a. d. Univ. in Königsberg. 



04- Fest-Versamnilnng am 8. April 187fi. 

Zum Schluss ergriff der Präsident noch einmal das Wort, 
um für die zahlreichen Beweise der Theilnahme und Anerkenniing, 
welche der Gesellschaft entgegengetragen wurden, von denen 
der höchsten eine er noch zur Kenntniss der hochansehnlichen 
Versammlung zu bringen habe, zu danken. Er verlas hierauf 
die Zuschrift Se. Excellenz des k. k. Oberstkämmerers Grafen 
Crenneville, dass „Seine k. und k. Apostolische Majestät mit 
a. h. Entschliessung vom 6. April die Festschrift zur Feier des 
fünfundzwanzigjährigen Bestehens der k.k. zoologisch-botanischen 
Gesellschaft in Wien huldvollst anzunehmen und der gedachten 
Gesellschaft in Würdigung ihres erspriesslichen Wirkens die 
goldene Medaille für Wissenschaft und Kunst zu verleihen ge- 
ruhten". Er betonte wie diese hohe Auszeichnung ein neuer 
Sporn zum Fortschreiten auf der betretenen Bahn sein werde, 
und schloss mit einem dreimaligen Hoch auf Se. Majestät, in 
welches die Versammlung begeistert einstimmte. 



Abends 8 Uhr fand im Grand Hotel ein Fest-Souper statt, 
an welchem die folgenden Herren theilnahmen : 

Hofrath v. Arneth, F. Bartsch, A. Bartscht, v. Bergenstamm, 
Dr. Brauer, Dr. E.Braun, Hofr. Brunner, F. ßuchmüller, Freih. v. Burg. 
A. Burgerstein, Fürst Colloredo-Mannsfeld, Freih. J. Doblhoff, 
Director Doli, H. Engelthaler, Dr. Fenzl, J.Finger, Dr. J.Frank, Freih. 
J. V. Haerdtl, Dr. E. Halacsy, Dr. J. Hammerschmid, Ant. Hartinger, 
Aug. Hartinger, Hofrath Dr. Hauer, G. v. Hayek, F. Heinzel, Dr. L. 
Herz, Hofrath V. Hochstetter, E. Hodek, Dr. ß. Hörnes, J. Juratzka, 
F. Karrer, J. Kaufmann, A.Keil, J. Kerner, J. Kolazy, Dr. H. Krauss, 
J. Krenherger, G. Künstler, Dr. v. Lechner, Ob.-Forstrath Ch. Lippert, 
Hofrath Dr. J. Lorenz, Dr. E. Ludwig, Dr. v. Luschin, Dr. E. v. Maren- 
zeller, Dr. A. Mayer, Dr. G. Mayr, J. Mik, C. Mikosch, Dr. v. Mojsi- 
sovics, F. Müller, J. v, Nahlik, Dr. M. v. Neumayr, Vicepräs. v. Pelikan, 
Dr. Peyritsch, Dr. Pilide, Dr. A. Pokorny, V. Prausek, Dr. H. Eeichardt, 
Dr. A. V. Reuss, Dr. V. Richter und Söhne, A. Rogenhofer, Altgraf Hugo 
zu Salm, M. Schönn, Freiherr von Schröckinger, Dr. F. Simony, Dr. 0. 
Siraony, Dr. G. Stäche, V. Stauffer, Dr. F. Steindachner, Dr. L. Stohl, 
Bergrath Dr. Stur, Dr. E. Suess, Dr. G. Tschermak, R. Türk, Dr. A. 
Vogl, A. V. Waldheim, Dr. J. Wiesner, E. Woloszczak, Bergrath 
H.Wolf, F. Zell er, die Herren Vertreter der Deutschen Zeitung, des Fremden- 



Fest-Vfirsaminlunsr am 8. April lS7ß. 05 

Blattes, der Neuen freien Presse, des Neuen Wiener Tagblattes , der Presse, 
der Wiener Zeitung. 

Als der Champagner in den Gläsern perlte, erhob sich der 
Präsident Se. Durchlaucht Josef Fürst Colloredo-Mannsfeld 
zum ersten Toaste: 

Meine Herren! 
Es ist ein allgemein anerkannter, unangefochtener Satz: „Die Wissenschaft 
hat kein Vaterland". In der That kennt die Wissenschaft weder sprachliche, 
noch staatliche Grenzen, sie ist ein Gemeingut der Civilisation und ihr segen- 
reiches Wirken kommt der gesammten Menschheit zugute. Trotzdem haben 
aber die Träger der Wissenschaft, jene Männer, welche dieses allgemeine Gut 
hegen, pflegen und fördern, doch ein Vaterland, welches sie lieben, welches sie 
hochgehalten wissen wollen, dessen schirmende, schützende Institutionen allein 
schon geeignet sind, die Ausübung ihres Berufes zu fördern und sie zu unter- 
stützen. Lassen Sie uns, meine Herren, die Liebe zu unserem Vaterlande da- 
durch aussprechen, dass wir dem Staatsoberhaupte, welches den gewaltigen Bau 
festigt und zusammenhält, entgegenrufen: Seine Majestät unser allergnädigster 
Kaiser Franz Josef lebe hoch! (Die Gesellschaft bringt ein dreimaliges be- 
geistertes Hoch aus.) 

Ihm folgte Sectionschef Freiherr von Schröckinger: 
Meine Herren! 

„Es ist eine unläugbare Thatsache, dass die Naturwissenschaft in Oester- 
reich in den letzten Jahren einen ungeheuren Aufschwung genommen bat. Ich 
fühle mich nicht berufen, den Ursachen dieser erfreulichen Erscheinung nach- 
zuforschen, da sich dem Historiker Gelegenheit bieten wird, den Unterschied 
zwischen einst und jetzt unparteiisch zur Sprache zu bringen; mich drängt es 
nur, hier auszusprechen, dass dieser Aufschwung dadurch befördert worden ist, 
dass in den höchsten Sphären, von so vielen Mitgliedern des Allerhöchsten 
Herrscherhauses selbst das Studium der Naturwissenschaft eifrig gepflogen 
wird. Einer der Eifrigsten in dieser Richtung ist gewiss unser hochverehrter 
Protector, Se. k. und k. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Rainer, 
auf dessen Wohl ich das Glas erhebe und ein Hoch ausbringe." (Lebhafte 
Hochrufe.) 

Nachdem Hofrath Freiherr v. Burg einen Toast auf das 
fernere Gedeihen und Blühen der zoologisch-botanischen Gesell- 
schaft ausgebracht, ergriff Hofrath Brunner von Wattenwyl 
das Wort: 

„In der Kette der glücklichen Momente, welche den Aufschwung der 
Gesellschaft bewirkten, befindet sich auch jener, dass wir an der Spitze der 
Gesellschaft einen Mann besitzen, dessen Name schon seit Generationen mit 

Z. B. Ges. B. XXVI. Sitz.-Ber. I 



66 Fest-Veisaiiimlung am 8. April 1876. 

alleu Unternehmurigen verknüpft ist, wo es gilt, Edles und Gutes zu schaflFen. 
(Bravo!) Durch den unermüdlichen Eifer, mit welchem Se. Durchlaucht unser 
hochverehrter Präsident die Verhandlungen leitet, leuchtet er uns als Beispiel 
der Gewissenhaftigkeit vor und sein Wohlwollen weckt auch dei den Mitgliedern 
das Gefühl der Achtung, Freundschaft und Zusammengehörigkeit, die besten 
Bürgschaften des Erfolges. Durchdrungen von den Gefühlen der Hochachtung 
und der Dankbarkeit für Se. Durchlaucht unserem hochverehrten Herrn Präsi- 
denten Fürsten Colloredo-Mannsfeld, bringe ich demselben ein Hoch aus." 
(Stürmische Hochrufe.) 

Nun folgten noch Toaste von Hofrath Director Dr. F. Ritter 
von Hauer auf das einträchtige Zusammenwirken der wissen- 
schaftlichen Vereine, von Regierungsrath Prof. Dr. Fenzl auf die 
Freiheit der Wissenschaft, von Freiherrn J. v. Haerdtl auf die 
Regierung, von Dr. Emil v. Maren z eil er auf die Autoren der 
Gesellschaftsschriften im Allgemeinen und der der Festschrift 
insbesondere, und zum Schlüsse von Hofrath v. Brunn er auf 
die Functionäre der Gesellschaft. 

Ward damit auch die Reihe der Trinksprüche erschöpft, 
so hielt doch ein lebhafter Verkehr noch lange die Theilnehmer 
des Festmales beisammen und erst gegen 11 Uhr endete das 
schöne Fest, das dem für die Gesellschaft so hochbedeutenden 
Tag einen freudig erregten Abschluss gegeben. 



Die Mitglieder des „zoologisch-botanischen Vereins" 

im Mai 1851. 

Herr Antoine Franz, k. k. Hofgärtner. 
Se. Hochw. Hr. Becziczka Ambros, Abt zu Lilienfeld. 
Herr Beer Josef. 

Se. Hochw. Hr. Bilimek Dominik, Capitular im Neukloster zu W.-Neustadt. 
Herr Boue Ami, Dr., Mitglied der kais. Akademie der Wissenschaften. 
„ Brauer Friedrich. 
„ Braunhof er Ferdinand. 
Se. Hochg. Hr. Brenner Graf August, k. k. Min. Sect. Chet. 

V n ,, Brenner Graf August. 

» ,, „ Breuner Graf .Tosef. 

„ „ „ Chotek Graf Otto, k. k. Rittmeister. 
Herr Czagl Anton, k. k. Beamter. 



Fest-VersammLung um S. April IK76. 67 

Herr Czerniak Josef, Wirthschafts Verwalter. 

„ Diesing Dr. Carl, Custos, Mitgl. der kais. Akademie der Wiasenschaften. 

„ Egger Dr. Johann, k. k. Hofwundarzt. 

„ Eisenstein Anton Ritter v., Dr. der Medicin. 

„ Ettings hausen Dr. Konstantin von. 

„ Felder Cajetan, Doctor der Rechte, Hof- und Gerichts-Advocat. 

„ Fenzl Dr. Eduard, Professor, Director des botan. Gartens, Mitglied der 
kais. Akademie der Wissenschaften. 

„ Fitzinger Dr. Leop., Custos-Adj., Mitgl. d. kais. Akad. d. Wissenschaften. 

„ Poetterle Franz, Assist, der geolog. Eeichsanstalt. 

., Frivaldsky Dr. Emerich, Custos des Pesth. Nat. Museums. 

„ Frauenfeld Georg. 

„ Giegl Ludwig, Doctor der Medicin. 

„ Giraud Jos. Jul., Doctor der Medicin. 

„ Gözsy Gustav v. 
Se. Hochw. Hr. Gottwald Johann, Capitular zu Lilienfeld. 
Herr Haidinger Wilhelm, Sect.-Eath, Mitgl. d. kais. Akad. d. Wissenschaften. 

„ Hampe Clemens, Doctor der Medicin. 

„ Hampe Hermann. 

„ Hauer Franz, Ritter v., k. k. Bergrath. 

„ Häufler Josef, Ritter v., k. k. Minister ial-Secretär. 

„ Hekel Jakob, Mus.-Inspector, Mitgl. der kais. Acad. der Wissenschaften. 

„ Heller Karl. 

„ H i lieb r and Franz. 

„ Hin genau Otto Freiherr v., k. k. Bergrath zu ßrünn. 

„ Hörnes Moriz, Doctor der Philosophie. 

„ Hyrtl Dr. Josef, Professor der Anatomie. 
Se. Hochg. Hr. Keglevich, Graf Johann. 
Herr Kempelen Ludwig v., k. k. Beamter. 

„ Kerner Anton. 

„ Kerner Josef. 
Se. Durchl. Hr. Khevenhüller-Metsch und Aichelberg, Fürst Richara. 
Se. Hochg. Hr. Kinsky, Graf Christian. 
Herr Kner Dr. Rudolf, Professor. 

„ Kollar Vinzenz, Custos, Mitgl. der k. Akad. der Wissenschaften. 

„ Kotschy Theodor, Assistent am bot. Museum, 

„ Kratky Josef. 

„ Kreuzer Karl. 

„ Krüger Franz, Förter am Sommerhof. 

„ Langer Dr. Josef, Assistent an der medic. Lehranstalt. 

„ Lederer Camill. 

„ Leithner Josef, Freiherr v. 
Se. Durchl. Hr. Lobkowitz, Fürst Ferdinand. 
„ „ Hr. Lobkowitz. Fürst Johann. 

I* 



68 Fest- Versammlung aui 8. April 1876. 

Herr Loudon Olivier, Freiherr v. 

Se. Hochg. Hr. Marschall, Graf August, Archivar der geog. Reichsanstalt. 

Herr Mayr Gustav. 

Se. Hochg. Hr. Migazzi, Graf Wilhelm. 

Herr Miller Ludwig, k. k. Beamter 

Se. Hochg. Hr. Mnischek, Graf. 

Herr Natterer Josef, Custos. 

„ Natterer Dr. Johann. 

„ Natter er Dr. Josef. 

„ Neilreich August, Ober-Landesgerichtsrath. 

„ Neumeyer Josef, Wirtschaftsrath. 

„ Newald Johann, Forstdirector zu Guttenstein. 

„ Novarre Christian v., Forstmeister. 

„ Novarre Carl v., Rentmeister. 

„ Ortmann Johann, k. k. Beamter. 

„ Parreiss Ludwig. 

„ Bartsch Paul, Custos, Mitglied der kais. Akademie der Wissenschaften. 

„ Pelzeln August v. 

„ Pokorny Alois, Supplent am akad. Gymnasium. 
Se. Hochw. Hr. Prangner Engelbert, Professor am Theresiauum. 
Herr Prevost Ferdinand, Wirthschafts Verwalter. 

„ Eedtenbacher Dr. Ludwig, Custos-Adj. 

„ Reich Dr. Carl, Landesger.-Assessor. 

„ Reissek Siegfried. 
Se. Durchl. Hr. Rohan Guemenee, Fürst Camill. 
Herr Rottensteiner Franz, Wirthschafts-Director. 

„ Saar Karl Edler v. 

„ Salzer Friedrich. 

„ Sartorius August. 

„ Schiner Dr. J. Rudolf, k. k. Ministerial-Concipist. 
Se. Hochw. Hr. Schlecht Dr. Leopold, Professor. 
Herr Schott Heinrich, k. k. Hofgarten-Director zu Schönbrunn. 

„ Schreibers Carl Ritter v., k. k. Hofrath. 
Se. Durchl. Hr. Schwarzenberg, Fürst Adolf. 
Herr Sedlaczek Wenzel Ferdinand, Apotheker. 

., Simony Friedrich, Professor. 

„ Skofitz Alexander. 

„ Streffleur Valentin, k. k. Ministerial-Secretär. 

„ Stur Dionys. 
Se. Hochw. Hr. Titius Pius, k. k. Garnisons-Caplau. 

„ „ Hr. Tütter Vinzenz, Ordenspriester. 
Herr Unger Dr. Franz, Professor, Mitgl. der kais. Akad. der Wissenschaften. 

„ Vaiss Josef, Doctor der Rechte. 

„ Vlahovitsch Peter, Doctor der Medicin. 



Versammlung am 3. Mai 1«76. 69 



Herr Wale harz Franz, Wiithschafts- Verwalter. 

„ Walter Josef, Lehrer. 
Se. Hochw. Hr. Zelenka Julius, Capitular zum heil. Kreuz. 
Se. Hochg. Hr. Zichy, Graf Johann der ältere, 
Herr Zika Anton, Forstmeister. 

„ Zippe Dr. Franz, Professor. 



Versammlung am 3. Mai 1876. 

Vorsitzender: Herr Prof. Dr. Julius Wiesner. 



Neu eingetretene Mitglieder: 

P. T. Herr als Mitglied bezeichnet durch 

P. T. Herren 

Hohenbruck Arthur Preiheir von, Sections- 

rath im k, k. Ackerbauniinisterium . . . Die Direction. 

L u s c h i n Dr. Andreas, Ritter v. E b e n g r e u t h, 
k. k. jubil.Landesgerichts-Präsident, Wien, 
V. Bez. Wehrgassc 2, III. Stock . . . Prof. Fenzl. Prof. Reichardt. 

Mo hl Dr. H., Prof. Dir. des Vereins für Natur- 
kunde in Cassel Die Direction. 

Prelog Michael, Supplent an der k. Ober- 
Realschule in Agram Prof. Reichardt. Brusina. 

Leithner Dr. Franz, Adv. in Krems . . . Jos. Kerner. Hchw. Erdinger. 

Neu gebauer Leo, Prof. an der k. k. Marine- 
Realschule in Pola J. Freyn. F. Juratzka. 

Gerson da Cunha Dr. J., Dir. der Asiatic) ^ „ ,,,,,. ^ „ 
„ . , -Dl I Dr. C. V. Marchesetti. Dr. E. 

Society von Bombay > 

Janni Josef, Kanzlei-Chef des öst.-ung. Lloyd] 

Weinzierl Theodor Ritter von, Cand. phil., 

Wien, IX. Lichteusteinstrasse 41 . . . Dr. Wiesner. A. Rogenhofer. 



70 Versammlung am 3. Mai 1876. 

Anschluss zum Schriftentausche: 
Kedaction des Naturforscher in BerUn. 



Eingesendete Naturalien; 

3 Centurieii Coleopteren von R. Türk. 

2 „ Dipteren von A. ßogenhofer. 

1 Centurie Lepidopteren von J. Dorfmeister. 



Se. Majestät der Kaiser geruhte allergnädigst der Gesell- 
schaft als Subvention zu den Kosten der Festschrift 200 fl. zu- 
kommen zu lassen, desgleichen Se. kais. Hoheit der Kronprinz 
Rudolf 100 fl. 

Se. Excellenz der Ackerbau-Minister Graf Mannsfeld be- 
willigte aus demselben Anlasse 300 fl. 

Die Versammlung erhebt sich zum Zeichen des Dankes 
von ihren Sitzen. 



Herr Gustos A. v. Pelzeln trug über eine von dem der- 
malen auf den Philippinen vreilenden Herrn Dr. Richard Ritter 
V. Dräsche dem k. k. zoolog. Hof- Museum zugesendete und 
zum Geschenke gemachte Sammlung von Paradiesvögel-Bälgen 
vor. Sie stammen von den Molukken und N. Guinea. Es sind 
fünf Arten repräsentirt. Paradisea minor und die noch immer 
seltene Paradisea sanguinea, Cicinnurus regiiis, Di^jhyllodes specio- 
sus (Paradisea magnißca) und Seleucides albus. Die beiden ersten 
Arten sind von Europäern präparirt, die letzteren von Ein- 
gebornen. Alle zeichnen sich durch ihren schönen Erhaltungs- 
zustand aus. So ist namentlich das Exemplar von Seleitcides 
albus durch die Goldfarbe der Schmuckfedern, welche gewöhn- 
lich nur in verbleichtem Zustande (daher der Artname) zu uns 
gelangen, bemerkenswerth. 



Dr C. V. Marchesetti. 71 

An diese Erörterungen knüpft der Vortragende einen Rück- 
blick auf die im Museum vertretenen Arten dieser Gruppe und 
bemerkt, dass bis auf eine einzige erst vor Kurzem von Dr. 
A. B. Meyer in Dresden nacli zwei von Papuas präparirten 
Bälgen beschriebene Art (Diphyllodes Guüelmi III) alle bisher 
bekannten vertreten sind. 



i 

Herr Regierungsrath Director Dr. A. Pokorny spricht 
über: Die Blattform von Ficus dastica L. (Siehe Abhandlungen.) 



Herr Dr. Emil v. Marenz eller liest den folgenden, An- 
fangs April von dem Mitgliede Dr. C. v. Marchesetti an 
ihn aus Bombay eingesendeten Reisebericht vor: 

Hochgeehrter Herr! 

Nun da ich den südlichen Theil meiner Eeise beendet habe, will ich nicht 
länger warten, Ihnen in Kurzem über meine Wanderungen in Indien Bericht zu 
geben. Meine Reise beschränkte sich hauptsächlich auf die westliche Küste und 
die nahestehenden Berge von Bombay angefangen bis nach Calicut, auf welcher 
Tour ich mehrere in naturhistorischer Hinsicht ziemlich wenig bekannte Orte 
besuchte. Ich schätze meine botanische Ausbeute auf 4—5000 Arten, indem ich 
meine Aufmerksamkeit insbesondere auf die bis jetzt gänzlich unbekannten 
Cryptogamen-Flora lenkte. Leider ist die Saison nicht gerade die beste für 
botanische Sammlungen, da die Ebenen und die niedrigen Berge durch den 
sechsmonatlichen Eegenmangel in wahre Wüsten umgewandelt sind, so dass 
das Reich über welches Flora ihre Herrschaft noch innehält, eigentlich nur auf 
die sumpfigen Theile der Ebenen, und die meist undurchdringlichen Wälder 
der Gebirge beschränkt ist. 

Die wichtigsten und interessantesten Funde habe ich auf den Coorg Hills, 
einem sehr wenig bekannten, an der Grenze Mysor's liegenden Lande, gemacht. 
Ich vernachlässigte dabei seine Fauna nicht, und sammelte eine gute Anzalil 
Vögel und Schlangen, worunter eine (Boa?) die bei Armdicke eine Länge von 
13 Fuss hat. — Aber auch in ethnographischer Hinsicht ist das Land interessant; 
es finden sich nämlich dort mehrere Völkerschaften, die von dem gewöhnlichen 
Hindu in Complexion, Sitten, Religion durchaus abstechen. Als solche sind zu 
nennen die Coorg, ein starker, gut gebildeter Menschenschlag, mit fast grie- 
chischen Gesichtszügen, ziemlich weisser Hautfarbe, deren Tracht Ac.r unserer 



72 Versammlnng am 3. Mai 187fi. 

südslavischen Völkerschaften äusserst ähnlich ist. Neben diesem ist ein anderer 
Stamm — die Kurumbas — die noch ganz wild durch die Wälder umherirren, 
und unter Bambuszelten oder in Höhlen leben und sich blos von Waldfrüchten 
nähren. Die Holeyas werden in einer Art Knechtschaft — servi glebae — ge- 
halten, und sind die eigentlichen Arbeiter der meistens von den Coorg inne 
gehaltenen Reisfelder. Wichtig ist das Land wegen seiner Caffeeproduction, der 
hier sehr gut gedeiht und im Mittel den Pflanzern 18 Procent jährliche Eente zu- 
sichert. Patchuli {Pogostemum Patchuli) wächst hier in grosser Menge wild, 
wird jedoch von Niemand beachtet. 

In Goa war ich so glücklich einen Fund zu machen, der mir in prä- 
historischer Hinsicht von sehr grossem Werthe zu sein scheint. Ich fand 
nämlich achtundvierzig Meilen von Goa, in der Provinz von Sattari, einen aus- 
gedehnten versteinerten Wald, worin sich mehrere Stämme finden, die deutlich 
die Spuren der Aexte, womit sie gefällt wurden, beibehalten haben. 
Die Bäume gehörten durchwegs den Monocotyledonen an und obwohl gegen- 
wärtig in Kiesel umgewandelt, ist die faserige Structur sehr gut zu erkennen. Sie 
liegen unmittelbar auf Granit, und sind theilweise von der lateritischen Formation 
bedeckt, theilweise liegen sie, besonders an abschüssigen Stellen, frei zu Tage. 
Ich wage es nicht auszusprechen, wie lange diese Baumstämme gebraucht 
haben, um in Stein umgewandelt zu werden. Bedenkt man jedoch, dass es sich 
hier nicht um eine Incrustation handelt, sondern um eine wirkliche Verkie- 
selung, dass die Versteinerung nicht auf einem Hügel vorgegangen sein kann, 
sondern dass die Erhebung desselben eine spätere ist, dass an den abhängigen 
Partien das Wasser eine in dem Thale viele Meter dicke, den versteinerten 
Wald bedeckende Lateritschichte abgewaschen hat, und endlich dass an den 
Ufern eines Baches die Versteinerungen schon rückgängige Metamorphosen in 
Folge der dissolvirenden chemischen Einwirkung des Wassers eingegangen sind, 
so kann man sich sehr leicht einen Begriff" der dazu nöthigen Zeit machen, 
lieber die Spuren der Axthiebe ist gar kein Zweifel zu erheben, da dieselben 
so rein und erkenntlich vortreten, als wenn das Holz erst gestern gefällt 
worden wäre. Unter den vielen gesammelten Stücken befindet sich eines, das 
zugleich uns lehrt, wie jene alten Ureinwohner vorgingen, um einen Baum 
zu fällen, und uns überdies zeigt, dass dieselben schon einen ziemlich hohen 
Culturstand erreicht hatten. Es ist ein keilförmig ausgeschnittenes Stück, dessen 
Schnittfläche 2 (resp. 2^/4) Zoll messen. Die obere ist ganz rein, während die 
untere in drei Absätze getheilt ist. Solche Schnitte können unmöglich mit einem 
steinernen Werkzeuge ausgeführt worden sein; das Volk hatte bereits eiserne 
Instrumente. 

Und noch möchte ich beobachten, dass diese glatten Schnittflächen, un- 
möglich das Werk des Zufalles sein können oder in Folge der Abgliittung durch 
äussere Einflüsse. Sämmtliche Schnitte sind der Faseruug transversal, bei einigen 
Stücken durchkreuzen sie dieselben unter einem rechten Winkel. Wären sie 
Folge des Zufalles, so würden sie der Faserung parallel verlaufen, da in dieser 
Richtung dieselben viel leichter beigebracht werden können. Dass sie nicht 



Dr. F. K. Kuuuer. <0 

durch Abglättuug an einer abschüssigen Ebene entstanden sein können, ersieht 
man leicht, wenn man die Stellen betrachtet, wo sich dieselben befinden. 

Und so möchte ich dieses versteinerte Holz als eine der ältesten bisher 
gefundenen Urkunden menschlicher Thätigkeit, bei denen, wenigstens an- 
näherungsweise, das Zeitalter zu bestimmen leichter möglich ist, als es bei 
den gespaltenen Knochen oder den Pfeilspitzen der Fall ist. 

Nächsten Montag fahre ich mit Capitän Burton nach der alten, portu- 
giesischen Stadt Bassein, worauf ich mich nach Damao, Surat, Broach und 
Bareda begeben werde. 



Ferner besprach derselbe nachstehende Beobachtungen : 

Biifo vulgaris Laiirenti (Erdkröte) und Rana tem- 
jwraria Linne, (Thaufroseh) während der Laichzeit. 

Von 

Dr. Fried. K. Knauer in Wien. 



Seit meinen letzten, anderen Orts ^) mitgetheilten Beobachtungen über 
Amphibien und Reptilien habe ich insbesondere den Foitpflanzungs- und den 
Häutungsact dieser Thiere betreifend manche mittheilungswerthe Beobachtung 
gemacht, die ich seiner Zeit in einer umfangreicheren Abhandlung zu ver- 
öffentlichen gedenke. Hier seien mir nur einige Mittheilungen über Begattung 
bei Bufo vulgaris und Rana temporaria gestattet. 

Bekanntlich sind Bufo vulgaris und Rana temporaria mit Pelobates fascus 
Wagler (Knoblauchkröte) und Triton alpestris Laurent! (Alpenmolch), die ersten 
unter den Amphibien, die, ihren Winteraufenthalt verlassend, ans Fortpflanzungs- 
geschäft gehen. Ebenso ist es bekannt, dass diese kaltblütigen, als — wenn 
auch in übertriebenem Masse — träge und mattlebige Geschöpfe verschrienen 
Thiere während der Begattungszeit einen sehr regen Fortpflanzungstrieb kund- 
geben, der bei Rana esculenta Linne (Wasserfrosch) und bei Bufo vulgaris in 
kaum tiberschreitbarer Erregtheit sich äussert. Wer sich durch die Ende März 
oder Anfangs April allerorts noch herrschende Feuchtigkeit nicht abhalten lässt, 
den in der Nähe befindlichen Sümpfen und Teichen einen Besuch abzustatten, 
kann um diese Zeit den Fortpflanzungsact oben genannter beiden Amphibienarten 
in seinem Verlaufe mit Müsse verfolgen ; er findet um diese Zeit die Ufer der 



1) Beobachtuugen an Reptilien und Amphibien in der Gefangenschaft. Ein kleiner Beitrag 
zur näheren Kenntniss des Lehens dieser Thiere. Wien. 1875. Alfred Holder. 

Z. B. Ges. B. XXVI. Sitz.-Ber. K 



74 Versammlang am 3. Mai 187(5. 

kleinsten Tümpel von Schaaren in Begattung begriffener Erdkröten ') und Thau- 
frösche umlagert. Tage lang sitzt da das Männchen mit trüben, verglasten 
Augen auf dem Rücken des Weibchens, die Vorderfüsse unter dessen Achseln 
tief eingepresst, den Kopf fest an den des Weibchens gedrückt. Der geringste 
Versuch des Weibchens, sich über Wasser zu heben, oder der störende Eingriff 
einer anderen männlichen Kröte lässt das Männchen in hörbarer Erregtheit 
rasch nach einander heulende Töne ausstossen. Mit dem Aufgebote aller Kraft 
wird das Weibchen wieder unter Wasser gedrückt und der Störefried mit den 
Hinterfüssen weggestossen. Nie konnte ich wahrnehmen, dass das Männchen 
ohne vorhergegangene Störung aus freiem Antriebe Laute hören gelassen hätte. 
Während des ganzen Portpflanzungsactes bleibt das Weibchen auffallend ruhig, 
fügt sich mit ersichtlichem Gleichmuth in die ihm vom Männchen bereitete 
Zwangslage, blickt mit klaren, nur etwas mattblau unterlaufenen Augen darein, 
lässt keine sich bietende Gelegenheit, etwas zu erbeuten, unbenutzt, sieht den 
Feind sofort und flieht, während das trüb darein schauende Männchen für seine 
ganze Umgebung blind zu sein scheint, weder an Nahrung denkt, wenn sich 
solche bietet, noch zu fliehen sucht, wenn man herantritt. Versucht man das 
Männchen vom Weibchen zu trennen, so setzt es dem allen Widerstand entgegen; 
an den Hinterfüssen in die Höhe gehalten, presst es die Vorderfüsse nur um so 
tiefer in den Körper des Weibchens und hält dieses mit aller Kraft fest, obschon 
dasselbe weit grösser und durch die Eierlast um so gewichtiger ist. Gewaltsam 
vom Weibchen herabgerissen, springt es freigelassen sofort wieder auf dessen 
Rücken. Gelingt es einem Männchen nicht, ein lediges Weibchen zu finden, so 
setzt es sich an einena schon von einem Männchen besetzten Weibchen fest; 
ich zog so nicht selten Weibchen aus dem Wasser, die von fünf Männchen 
umarmt waren, von denen eines auf dem Rücken des Weibchens Platz gefunden 
hatte, während die übrigen an je einem der vier Füsse desselben sich anklammerten; 
diese Gruppe erhält zeitweise weiteren Zuwachs an einem Thaufrosche, der in 
Ermanglung eines Weibchens seiner eigenen Art an eine der männlichen Erd- 
kröten sich anschliesst. — Bei in der Gefangenschaft sich begattenden Kröten 
machte ich mehrmals die Beobachtung, dass die Weibchen von den Männchen 
mit solcher Kraft unter Wasser gehalten und am Emportauchen so lange ver- 
hindert wurden, dass sie schliesslich erstickten ; 2) im Freien bei den nicht 
beengten Raum Verhältnissen mag allerdings ein solcher Fall selten eintreten. — 
So lebhaft der Portpflanzungstrieb der Erdkröten, so kommt er an gefangen 
gehaltenen Tbieren dieser Art doch nur dann zum Ausbruche, wenn denselben 



') Welch ein verborgenes Leben Bufo vulgaris nack vollzogenem Laichgescbäfte den 
grösstea Theil des Jahres über führen mag und wie weit her einzelne Kröten zn einem solchen 
Tümpel kommen müssen, erhellt daraus, dass zur Paarungszeit an einem ganz kleinen stehenden 
Wasser viele Hunderte von Erdkröten zu finden sind, während es in den späteren Monaten nur 
dem geübten Amphibiensucher gelingt, in der Nähe des betreifenden Tümpels einige erwachsene 
Brdkröten zu finden. 

^) Die hie und da noch immer aufgetischten, von Manchen noch geglaubten Märchen von 
in Steinen eingeschlossen lebenden Kröten, werden durch solche Fälle in kurzer Zeit eingetretenen 
Erstickungstodes am besten beleuchtet. 



Dr. F. K. Knauer. 75 

grössere Aquarien zur Verfügung stehen; ebenso konnte ich beobachten, dass 
überaus gut gefütterte Krötenweibchen durchaus nicht ans Laichen gingen, 
auch wenn ihnen Wasser in genügender Menge geboten war. — In dem Mo- 
mente, da die Eierschnüre abzugehen beginnen, geräth das Mäitnchen in einen 
eigenthümlichen Zustand der Starre, es schliesst sich fest an das Weibchen an 
und bleibt mit geschlossenen Augen völlig ruhig liegen. An der Befruchtung 
der von einem Weibchen abgegebenen Eier scheinen oft mehrere Männchen zu 
participiren ; ich konnte wenigstens oft bemerken, dass 3 — 4 Männchen sich um 
die eben austretenden Eierschnüre eines Weibchens zu schaffen machten. — Die 
Kröten bringen diese Eierschnüre nicht jede an einem eigenen Orte an, sondern 
vereinigen dieselben zu grossen Klumpen. Die Schnüre gehen in der Weise ab, 
dass die schon ausgetretenen Partien an einem Steine (einer Wasserpflanze 
u. dgl.) oder an schon vorhandene Eierklumpen angeschlossen und durch rasches 
Vorwärtsschwimmen Seitens des Weibchens die übrigen Schnüre herausgleiten 
gelassen werden. — Bei dem Laichgeschäfte geht alljährlich eine grosse Zahl 
weiblicher Kröten zu Grunde; Hessen sich nämlich die Kröten durch voraus- 
gegangene wärmere Tage verleiten, früher zur Paarung zu schreiten und tritt 
zu der Zeit, da die Eier schon abgangsreif geworden, plötzlich wieder kühle 
Witterung ein, so unterbleibt der Eieraustritt und die um diese Zeit stark 
aufgedunsenen Krötenweibchen kommen in kurzer Zeit um. Ich fand so am 
5. April 1. J. in dem Dornbacher Teiche (am Wege zur Kohrerhütte) über 120 
auf diese Weise zu Grunde gegangene weibliche Erdkröten. ') Derselbe Fall 
tritt ein, wenn man im Laichen begriffene Weibchen von Bufo vulgaris in 
enge Behälter bringt und ihnen so die Möglichkeit, die Eier abzugeben benimmt. 
Ein lebhaftes Beispiel, wie gross der den Männchen der Erdkröte innewohnende 
Begattungstrieb, bot sich mir bei dieser Gelegenheit dar, als ich fast alle diese 
umgekommenen Weibchen noch immer von Männchen besetzt fand; auch als 
ich mehrere Tage später nachsah, waren noch immer einige der schon in voller 
Verwesung begriffenen Leichen von Männchen umarmt. 

Während der ganzen Paarungszeit der Erdkröten hält der gewöhnlich um 
einige Tage früher an stehendem Gewässer zur Paarung eintreffende Thaufrosch 
mit seinen Nachbaren gute Kameradschaft. Unbeirrt obliegen ganze Schaaren 
von Thaufröschen und Erdkröten neben einander und durcheinander dem Fort- 
pflanzungsgeschäfte, und um das gute Einvernehmen vollends herzustellen sieht 
man hie und da ein Thaufroschmännchen auf einer weiblichen Erdkröte oder 
einen weiblichen Thaufrosch von einem Männchen der Erdkröte belagert oder 
gar Männchen beider Arten in nutzloser, ungeminderter Lust gepaart. — Die 
Eier legt der Thaufrosch neben die Eierschnüre der Erdkröte, ohne sie aber 
zu befestigen, da sie sich schwimmend auf der Wasseroberfläche erhalten. 



1) Wer um diese Zeit erwähnten Teich passirte, konnte überdies die Ufer desselben von 
zahlreichen Leichen muthwillig erschlagener Kröten bedeckt finden. Könnte nicht der gleich daran 
befindliche Posten der Sicherheitswache hemmend einschreiten! Wie soll man derlei Leistungen 
der Dummheit und Rohheit auf dem Lande rügen, wenn man ihnen in nächster Nähe der Residenz 
begegnet 1 



76 J- H. Möschler. 

Herr Gustos A. Rogenliofer legte einen von Hei'rn 
J. H. Möschler eingesendeten Aufsatz : Beiträge zur Schmetter- 
lings-Fauna von Surinam vor und gab eine kurze Uebersicht 
des Inhaltes. (Siehe Abhandlungen.) 

Ferner besprach er zvt^ei kürzlich erschienene Arbeiten : 

1. Mac Lachlan, Ä monographic revision and syuopsis of the Trichoptera 
of the european Fauna, mit sehr schönen Tafeln geziert. 

2. Dr. Fieber's, Les Cicadines d'Europe, traduit de rallemand par 
Ferd. Eeiber, I. Familien und Gattungen. 



Versammluns^ am 7. Juni 1876. 

Vorsitzender: Herr Prof. Dr. H. W. Reichardt. 

Neu eingetretene Mitglieder: 

P. T. Herr als Mitglied bezeichnet durch 

P. T. Herren 

Giebel Dr. C. G., Prof. a. d. Universität in Halle Die Direction. 

Mayer Anton, Secretär des Vereines für Landes- 
kunde Niederösterreichs in Wien .... Die Direction. 

Nahlik Johann Edler von, pens. k. k. Ober- 

landesgerichtsrath, Taborstrasse 27 . . . F. Bartsch, Dr. Hamerschmid. 

Nico lieh Emanuel, Professor an der Realschule 

zu Curzola in Dalmatien Dr. A. Kornhuber, J. E. Hibsch. 

Schmidt-Goebel Dr. Hermann Max, k. k. 
Professor der Zoologie a. D., Wien, Land- 
strasse, Hauptstr. 95, 3 J. Mann, A. Rogenhofer. 

Schuler Johann, Lehramtscandidat, Land- 
strasse, üngargasse 57 Dr. A. Kornhuber, J. E. Hibsch. 

Ströbitzer Martin, Hochw., Pfarrer in Franken- 
fels via St. Polten (Kirchberg a. d. Pielach) 
V. 0. W. W Jos. Erber, Prof. Mürle. 

Anschluss zum Schriftentausche: 
Redaction der Natur in Halle. 

Eingesendete Gegenstände: 
Mehrere Packete Pflanzen von P. Job. Wiesbaur S. J. 

Der Herr Vorsitzende begrüsst das anwesende Mitglied 
Herrn Dr. G. Kraatz aus Berlin. 



L* 



78 Versamiiilung am 7. Juni 1876. 

Herr J. Juratzka spricht über das Vorkommen des von 
Herrn J. Breidler entdeckten seltenen Mooses Bruchia Troba- 
siana in Steiermark und demonstrirt dasselbe. 



Der Herr Vorsitzende berichtet über mehrere von den 
Herren Verfassern eingesendete Arbeiten : 

Ueber die Arten von Flechten, welche Dr. Wawra Eitter von Fernsee 
von zwei Reisen um die Welt mitbrachte, ferner: Beiträge zur Lichenen-Flora 
Neu-Seelands, von Dr. A. v. Erempelhuber. (Siehe Abhandlungen.) 

Beschreibungen von 36 neuen Hymenomyceten - Arten Slavoniens von 
Stefan Schulzer von Müggenburg. (Siehe Abhandlungen.) 

Lichenologische Ausflüge in Tirol. XVI. Ampezzo von F. Arnold. 

Endlich sendete Herr Professor Friedrich Hazslinsky eine Mittheilung 
ein, in welcher nachgewiesen wird, dass jener Pilz, für welchen Professor 
Dr. H. W. Reichardt in der Festschrift unserer Gesellschaft (S. 183) den 
Namen Phallus Clusianus vorschlug, von Herrn Stephan Schulzer von 
Müggenburg in seinem von der k. ungarischen Akademie käuflich erworbenen 
Pilzwerke als Kirchhaumia imperiälis beschrieben und abgebildet worden sei. 
Diese Mittheilung, welcher eine Copie der Abbildung und Beschreibung Herrn 
Schulzer's beiliegen, wurde dem Wunsche des Herrn Einsenders entsprechend, 
vorläufig im Gesellschaftsarchive hinterlegt. 

Schliesslich machte der Vortragende darauf aufmerksam, dass heuer die 
interessante Alge Phaeroplea annuUna Ag. an mehreren Punkten der Um- 
gebung Wiens, namentlich aber zu Perchtholdsdorf sowie um Atzgersdorf massen- 
haft aufgetreten sei und zeigte lebende Exemplare dieser Art vor. 



Secretär A. Rogenhofe r brachte den folgenden Reise- 
bericht des dermalen auf der iberischen Halbinsel weilenden 
Mitgliedes Herrn E. Hackel zur Kenntniss: 

Oporto, den 17. Mai 1876. 

Sehr geehrter Herr Secretär! 

Da ich mich verpflichtet fühle, meinen botanischen Freunden in Wien 
von dem Fortgange meiner Eeise Bericht zu geben, bitte ich um Verlesung 
dieses Briefes in der nächsten Sitzung der Gesellschaft. Seit dem 20. März 
befinde ich mich in Spanien und Portugal, um die Flora dieser Länder kennen 
zu lernen, besonders aber, um die Gramineen der Halbinsel zu studiren. Ich 
wählte mir zuerst das Steppengebiet des südöstlichen Spaniens zum Felde 
meiner Thätigkeit. Die Umgebungen von Orihuela, Murcia, Cartagena und 
Almeria, welche ich durchstreifte, zeigen im Allgemeinen den Vegetations- 
Charakter der gegenüberliegenden Nordküste Afrikas, jedoch durch viele 



E. Hackel. 79 

endemische Arten verändert. Dies spricht sich auch in den Gläsern aus. So 
z. B. ist die afrikanische Äristida caerulescens Dsf. durch das ganze vorge- 
nannte Gebiet bis Malaga verbreitet; ebenso ist die gleichfalls afrikanische 
Stipa parviflora eine nie fehlende Zierde der felsigen und steinigen Orte. Die 
egyptische Festuca memphitica Boiss. {Cutandia sderopoides Willkomm) fand 
ich nur im Sande des Cabo de Gata, während die gleichfalls nordafrikanische 
F. divaricata (die übrigens auch an anderen Stellen der Mittelmeerküste auf- 
tritt), hier überall vorkommt. Das abnorme Lygeum spartum bedeckt alle 
Hügel östlich von Cartagena, und ist auch sonst im Gebiete verbreitet. Als 
durchaus endemisches Gras tritt jedoch die Eragrostis papposa Nymann auf, 
welche ich von Valencia bis Murcia verfolgte. Sie ist durch die langen Haar- 
büschel an Stelle der Ligula, sowie durch die Blüthezeit (März) sehr auffallend. 

In Malaga, wo ich vom 7. — 13. April verweilte, erfreute ich mich an der 
ungemein reichen Flora der Hügel gleich östlich von der Stadt. Auf dem 
einen derselben, Cerro S. Antonio, lernte ich auch den ganz endemischen 
Nardurus Salzmanni Bss. kennen. Wie schade, dass diese botanisch so reiche 
Gegend nunmehr ohne Botaniker ist. Apotheker Prolongo, der einst so viel 
dafür that, ist fast achtzig Jahre alt und schwer krank. Er dürfte sich kaum 
mehr erholen. 

Mein nächstes Standquartier war Algeciras, gegenüber von Gibraltar an 
einer reizenden Bucht gelegen. Die Mannigfaltigkeit der dortigen Vegetation 
ist wahrhaft erstaunlich, und fast die Hälfte aller Pflanzen sind Seltenheiten 
oder ganz endemische Arten. Die Hügel um die Stadt sind mit kurzrasigen, 
buschigen Wiesen bedeckt, deren Grasnarbe grösstentheils aus Änthoxantum 
ovatum Lagasca besteht. Dazwischen wächst die zierliche Molineria minuta, 
das feinste aller Gräser. Die reizendste Vegetation zeigt die Sierra de Palma, 
etwa eine Meile von Algeciras, 800 Meter über dem Meere. In der unteren Region 
herrschen schöne Wälder von Quercus Suber und lusitanica, auf deren Aesten 
das zierliche Farrenkraut Davallia eanariensis sich überall angesiedelt hat. 
Festuca caerulescens, Avena albinervis (?) und Holcns grandiflorus zeichnen 
die Grasnarbe der lichteren Stellen aus. Weiter oben treten ausgedehnte Ericeta 
an die Stelle der Wälder. Sie sind aus vier Arten (Erica australis, umbellata, 
arborea und scoparia) zusammengesetzt und von vier Genista-krien (tridentata, 
gibraltarica , eriocarpa und linifoUa) nebst einem schönen Sarothamnus 
(S. Welwitschia) auf das reizendste durchwirkt. Die höchsten Kuppen bedeckt 
fast ausschliesslich der herrliche Cistus popuUfoUus, mit strauchigen Helian- 
themum-Arten {H. lasianthum etc.) wechselnd. Hier ist nun auch der Standort 
des interessanten Drosopihyllum lusitanicum, einer grossen Droseracee mit 
langen linearen Blättern, die überall mit langgestielten grossen Drüsen besetzt 
sind. Diese scheiden fortwährend einen klebrigen Schleim aus, und zwar so 
reichlich, dass man beim Angreifen der Pflanze die Hände ganz benetzt hat. 
Im auffallenden Sonnenlichte sieht die Pflanze wie bethaut aus. Auf diesen 
Blättern findet man nun stets eine grosse Menge von Cadavern verschiedener 
kleiner Insecten; oft sind nur noch die Chitinhüllen derselben übrig. Die 



3U Versammlung am 7. Juni 1876. 

Pflanze nämlicB ist eine jener neuerdings so berühmt gewordenen insecten- 
fressenden Pflanzen; doch ist die Art, wie sie die Insecten behandelt, wegen 
der Seltenheit der Species noch wenig bekannt. In Darwin's Buche finden 
sich keine Beobachtungen an der lebenden Pflanze. Ich nahm diese daher mit 
nach Hause und fütterte sie hauptsächlich mit Ameisen. Diese so beweglichen 
Insecten wurden, sobald ich sie auf das Blatt setzte, von reichlich ausgeschie- 
denem Schleim umhüllt und waren nach einer halben Stunde unbeweglich. 
Wie lange die Pflanze zur vollständigen Verdauung braucht, konnte ich nicht 
constatiren, da sie mittlerweUe welkte und die Saftabsonderung aufhörte. 
Drosophyllum ist übrigens durch grosse goldgelbe Blüthen ausgezeichnet. Eine 
andere Seltenheit, ja Specialität von Algeciras ist das Bhododendron haeticum. 
Diese Art sieht dem in unseren Gewächshäusern cultivirten Bh. ponticum 
ähnlich, ist aber noch grösser und schöner. Sie bildet stattliche Bäumchen, 
von rosenrothen Blüthensträussen überladen. Ihr Standort ist eine feuchte 
Bachschlucht, die sich in die Sierra de Palma hineinzieht, und in welcher ich 
nebst Festuea altissima Boiss, auch die nordische Osmunda regdlis zahlreich 
vorfand. Auch eine noch unaufgeklärte Crepis mit rübenartiger Wurzel findet 
sich dort. 

Um auch von der Vegetation des gegenüberliegenden Afrika einen Begriff 
zu bekommen, machte ich einen Ausflug in die Umgebung von Tanger. Ueppige, 
immergrünne Buschvegetation von Cisten und Genisteen bedeckt die Höhen 
gegen das Cap Espartel; nach der andern Seite dehnen sich monotone Sand- 
hügel aus. Die Vegetation ist nicht wesentlich verschieden von der bei Algeciras ; 
nur wenige Species waren mir fremd. Unter ihnen ragt besonders die seltsame 
blattlose Genistee Betama monosperma hervor, deren dünne ruthenförmige 
Zweige silberglänzend behaart sind. Sie bildet hohe Sträucher. Von Algeciras 
ging die Fahrt über Cadiz nach Lissabon. Unterwegs liess ich mich in Villa 
nova de Portimao und in Sines ausschiffen, um botanische Excursionen zu 
machen. An ersterem Orte fand ich ein interessantes Brachypodium, das mir 
noch nicht völlig klar ist. Bei Sines, dessen Umgebung aus Sandhaiden besteht, 
bemerkte ich eine sehr eigenthümliche Composite, die an allen Wegrändern 
und auf den Haiden selbst sich findet. Durch die in dichte Wolle eingehüllten 
Achänen fiel sie mir sehr auf. Als ich in Lissabon ankam, machte ich mich 
gleich an die Bestimmung und erkannte darin das Cryptostemma calendulaceum 
R. Br., eine Pflanze vom Cap, die sich nunmehr in Portugal angesiedelt und 
so stark verbreitet hat, dass sie völlig einheimisch geworden ist. Von Lissabon 
aus besuchte ich Cintra, dessen reiche Vegetation bekannt ist. Trotzdem fand 
ich namentlich von Gräsern manches für jene Gegend Neue ; Chaeturus fascicu- 
lata ist bisher nur im Süden, Airopsis glohosa noch gar nicht in Portugal 
beobachtet. Auch hier muss ich wieder lebhaft beklagen, dass die Flora von 
Portugal im Lande selbst nicht einen einzigen Beobachter hat, der sich ein- 
gehend damit beschäftigen würde; in Lissabon befindet sich nur Herr Dr. Götze, 
der Director des botanischen Gartens am Polytechnikum, welcher sich einiger- 
massen damit befasst, auch in den zwei Jahren seines Wirkens den jungen 



K. Hackel. 81 

Garten auf eine recht bedeutende Stufe gehoben hat; allein er sammelt nicht. 
Ebensowenig wird die einheimische Flora in Coimbra oder Oporto gepflegt, 
und so ist es denn heutzutage unmöglich, aus diesem reichen Lande auch nur 
eine getrocknete Pflanze durch Tausch zu bekommen. 

Besser mag es mit der Zoologie bestellt sein; wenigstens lernte ich in 
dem Director des zoologischen Museums in Lissabon, Herrn Barbosa de 
Bocage, unserem geehrten Mitgliede, einen in seinem Fache überaus thätigen 
Mann kennen. Er bearbeitet jetzt die reichen Sammlungen, welche die portu- 
giesische Regierung neuerdings in Angola machen Hess. Ich erinnerte mich 
dabei auch eines Auftrages, den mir Freund Marenzeller vor meiner Abreise 
von Wien gegeben; und es gelang mir in der That, ein Exemplar des Hyalo- 
nema lusitanicum für das Wiener Museum zu erwerben. Freilich ist dasselbe 
nicht vollständig; es zeigt nur die Nadeln und am Grunde sind dieselben von 
einer Scheide umgeben, auf der ein parasitischer Polyp (Palythoa fatua [ich 
schreibe nur nach dem Gehör]) sich angesiedelt hat. Director Bocage besitzt 
überhaupt erst ein einziges Exemplar mit dem vollständigen Schwämme. Das 
mir übergebene habe ich in die Mitte eines Pflanz enpacketes verpackt, damit 
es nicht breche. Ich hofi'e es nach meiner Rückkehr unbeschädigt übergeben 
zu können. 

Von Lissabon reiste ich nach Bussaco, einem kleinen Badeorte nördlich 
von Coimbra. Hier hat die Regierung ein Stück Wald im Urzustände erhalten, 
jedoch viel fremdländische Bäume und Sträucher dazwischen gepflanzt. In 
diesem Walde und auf der nahen Serra machte ich eine reiche Ausbeute, die 
aus grösstentheils mir noch fremden Arten bestand. Von Gräsern fand ich 
besonders das Arrlienatherum pallens, eine ganz auffallende Species. Eine 
Specialität von Bussaco ist die Goa-Cypresse (Cupressus glaucus) von der hier 
über 40 M. hohe Bäume stehen. 

Von Oporto aus beabsichtige ich zunächst mich nach Galicien und dann 
nach Leon zu wenden ; namentlich letztere Provinz ist in botanischer Beziehung 
noch sehr wenig bekannt. 

Dann will ich über die Guadarrama-Kette nach Neu-Castilien, von dort 
nach Granada, wo ich in den Monaten Juli und August mit der überaus reichen 
Flora der Sierra Nevada mich beschäftigen werde. Meine Ausbeute übersteigt 
bereits 500 Species und 1500 Exemplare, und noch liegt die günstigste Jahres- 
zeit vor mir. 

Indem ich alle meine Freunde unter den Mitgliedern bestens zu grüssen 
bitte, verbleibe ich 

Ihr hochachtungsvoll ergebener 

Hackel, Professor. 



82 YerBiwanilniig am 5. Juli 1876. 



Versammlung am 5. Juli 1876. 

Vorsitzender: Herr Prof. Dr. Friedrich Brauer. 



Neu eingetretene Mitglieder: 

P. T. Herr als Mitglied bezeichnet durch 

P. T. Herren 

Heinze Hermann, k. k. Linienschiffslieutenant 

I. Classe zu Pola N. Giuriceo, A. Simonie. 

Zinnern Johann Edler v. Burgthal, Eisen- 
bahn-Ingenieur zu Alvincz nächst Karls- 
burg in Siebenbürgen A. Simonie, Giuriceo. 

Kubary J. Hamburg E. Schmeltz, G. Haelssen. 

Eysank von Marienfels Moritz, Provisor 

der Apotheke in Nussdorf bei Wien . . Dr. Marenzeller, A. Rogenhofer. 

Oesterreicher Tobias Freiherr von, k. k. 

Linienschiffs-Capitän in Pola Die Direc'tion. 

Edwards Harry, San Francisco in Californien T. Freiherr von Oesterreicher, 

Dr. Emil von Marenzeller. 

Hizdeu B. von, Guts- und Realitätenbesitzer Martin Damianitsch, Dr. Emil 

in Hacking bei Wien von Marenzeller. 

Schenk Moriz, Elisabethstrasse, 3, I. Prag . R. Türk, A. Rogenhofer. 



Anschluss zum Schriftentaus 6he 
Naturhistorisch-medicinischer Verein in Heidelberg. 



Eingesendete Gegenstände : 
1 Packet Pflanzen von Herrn Harry Edwards in San Francisco. 



Fri ed ri eil Brauer. 83 

Der Herr Vorsitzende gedenkt des im Laufe des ver- 
gangenen Monates dahingeschiedenen Mitgliedes Herrn Hofrathes 
Prof. Dr. Christian Gottfried Ehrenberg in Berlin und fordert 
die Anwesenden auf, zum Zeichen der Theilnahme sich von den 
Sitzen zu erheben. 



Der Secretär A. Rogenhof er theilt die Einladung zu dem 
Congresse ungarischer Aerzte und Naturforscher in Marmaros- 
Sziget in den Tagen vom 22. — 28. August mit. 



Derselbe ladet ferner auf Grund einer Zuschrift von Herrn 
Rade in Münster, Rechnungsrath und Rendant der zoologischen 
Section des westphälischen Provinzialvereines für Wissenschaft 
und Kunst, nach welcher in Deutschland eine Ovation zu Ehren 
Darwin's vorbereitet wird, die Anwesenden ein, sich daran zu 
betheiligen. Es ist im Plane ein Album von Photographien der 
Verehrer und Anhänger des greisen Forschers anzulegen und 
dasselbe mit einer entsprechenden Widmung versehen, Darwin 
am 12. Februar 1877, seinem siebenzigsten Geburtstage, feier- 
lichst zu überreichen. 

Das Secretariat ist bereit Photographien mit oder ohne einen kleinen 
Beitrag zur Deckung der Herstellungskosten der Widmung und des Albums 
entgegenzunehmen. 

Herr Gustos A. von Pelz ein bespricht eine von Herrn 
Dr. von Dräsche dem kaiserlichen Museum zum Geschenke 
gemachte Sendung von Vogelbälgen von Celebes, den Molukken 
und Papua-Inseln, Ein ausführlicher Bericht wird in den Ab- 
handlungen der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft publi- 
cirt werden, hier möge nur vorläufig bemerkt werden, dass in 
dieser Sendung sich eine interessante Art der Gattung Gymno- 
phaps und ein Reetes, der wahrscheinlich das Jugendkleid einer 
noch nicht beschriebenen Art darstellt und vorläufig als R. Draschei 
bezeichnet wurde, sich befinden. 



Z. B. Ges. B. XXVI Sitz -Ber. M 



84 Versammlnng am 5. Juli 1876. 

Herr Alois Mühlich lieferte: 

Kleine Beiträge zur Flora von Niederösterreich. 



In dön letzten Jahren ist es mir gelungen, in Niederösterreich einige 
Pflanzen aufzufinden, welche mir theils an und für sich, theils durch ihren 
Fundort merkwürdig scheinen. Diese letzteren werde ich hier zuerst anführen. 

Trifolium parviflormn Ehrh., hatte 1873 einen Staudort zwischen 
Simmering und dem Laaerberge; ich fand heuer nicht Gelegenheit mich von 
dem Vorhandensein zu überzeugen. Die Pflanze erscheint ziemlich gross, dazu 
dimorph, eine mehr gedrungene und eine hochstengelige Form, keineswegs aber 
so zwerghaft wie bei Halle und bei Prag. 

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass diese Pflanze in der Provinz 
gesehen wurde, schon im Jahre 1869 fand ich sie auf dem Schützeufestplatze im 
Prater, aber nur in einem Exemplare, welches freilich 30 Stengel aufwies. 

Von Thesium humile Val. sah ich ein paar Mal vereinzelte Exemplare an 
der Raaber-Bahn bei Simmering, Klederling, Velm. Natürlich ist es die Varietät 
suhreticulatiim Alph. DC, die nebenbei bemerkt, auch bei Brunn vorkommt. 

Melandrium diicrnum Fries., für das Wiener Gebiet bisher nur aus 
Stockerau angeführt, beobachtete ich mehrmals in Donauauen, sowohl bei der 
Sophien- als bei der kleineren Staatsbahnbrücke. An letzterem Orte wächst es 
in Gesellschaft eines eigenthümlichen Lamium. Dieses zeigt alle wesentlichen 
Merkmale des L. album L., ist aber deutlich niedriger, die Blätter schmäler, 
und die Blüthen, besonders am Halme rosa angehaucht, eine Nuance, die nur 
den weissen Varietäten des L. maculatum L. zukommen soll. Möge man sich 
Bentham's erinnern, der beide genannte Arten zusammenzog. Im Jahre 1871, 
als der Floridsdorfer Brückenhaufen noch bestand, fand ich daselbst Cerastium 
anomalum W. et K. Die Griffel wurden au der lebenden Pflanze sofort unter- 
sucht; im Habitus stimmt sie mit der Breslauer Pflanze überein. Im Sommer 
desselben Jahres glückte es mir Ptarmica vulgaris Blackw., im Prater zu finden, 
und zwar unterhalb des Eondeaus rechts auf buschigen Grasplätzen mit Thalic- 
trum nigricans Jacq. 

Von Chrysanthemum segetum L., wuchsen im Jahre 1872 zwei Exemplare 
im Technikerparke. 

Ein ganz zufälliger Fund ist wohl der von Centuurea xanthina Boiss. 
et Heldr., einer orientalischen Pflanze. Ein Exemplar am Liesingbache zwischen 
Roth-Neusiedl und Laa 1869. 

Sonchus palustris L., kommt vor bei Moosbrunn unterhalb der Jesuiten- 
mühle. Für dieses Gebiet hat ihn Vuezl zuerst aufgefunden und zwar bei 
Schwadorf. Dort habe ich ihn auch gesehen. Die hiesige Pflanze ist sicher die 
echte dieses Namens. Die Gegengründe von üechtritz, Neilreich etc., kenne 
ich genau — aber ich habe die A ebenen untersucht. 



AloiB Mühlich. ' 85 

Schon melirfach besprochen wurde das Vorkommen der Moetichia man- 
tica Bartl. iin Prater. In ihrer Umgebung fand ich: Silene conica L., Bunias 
Erucago L., Malcölmia africana E. Br., Chenopodium Botris L. Daselbst 
auch Sisynibrium austriacum Jacq. , und zwar die Form mit schlängelichen 
Schoten. 

, Bupleurum tennissimum L. , fand ich 1869 auf der Weide des Laaer- 
berges mit Plantago Walfenii, aber dieser Standort ist vielleicht nicht 
ganz rein! 

Kochia arenaria Roth, sammelte ich im August 1870 im Deimwalde nächst 
Feldsberg, also ausserhalb des Marchgebietes. 

Gleichwohl scheinen alle diese Funde von sehr herabgeminderter Bedeu- 
tung einer Pflanze gegenüber, deren Vorkommen von unserem berühmtesten 
Floristen mehrmals erörtert worden ist, und von ihm immer in negativem Sinne 
erledigt wurde. So noch in unseren Schriften 1870, 618. Es ist die Älthaeu 
cannabina L. Am 27. Mai 1872 war's, als ich diese hochstengelige Pflanze 
zuerst bemerkte, selbe blüht hier im August. Ihr Standort ist ein buschiger 
Abhang mit Peucedanum alsaticum L., u. s. w. Die Configuratioa ist ähnlich 
wie bei Lavatera auf dem Laaerberge. Diese Stelle ist nun, wenn auch keine 
Nordwestgrenze, so doch ein nordwestlicher Vorposten dieser Art. (Südspanien 
— Südrussland). Es ist also eine Erscheinung, nicht ohne Interesse für die 
Wissenschaft. Dabei gebe ich — man kann wohl wissen, warum dies leider 
nothwendig erscheint — mein Ehrenwort, dass es ein rechter und ehrlicher 
Standort ist, denn mir, so wie jedem — der entweder ein Naturforscher selbst 
ist, oder wenn auch bescheidenen Schrittes der Naturforschung folgt — ist 
jedes kindische Haschen nach Lügen — also in unserem Falle nach falschen 
gemachten Fundorten — verhasst. Ein ernsthafter Manu überlässt das Leuten, 
welche die pflanzengeographischen Werke eines Sendtner, Unger, Alph. Do 
Candolle entweder nicht gelesen haben, oder nicht verstehen. Um die Wahr- 
heit meiner Angaben wenigstens indirect zu erhärten, will ich eine zweite 
Reihe von Species und zwar von abnormen Formen anführen, die mir durch 
glückliche Zufälle in die Augen fielen. So sah ich 1871 an der Eisenbahn bei 
Gutenhof- Velra Vicia Cracca v. leucantha. Die Blumen weiss, kaum rosa über- 
laufen. Kommt aber auch sonst vor; ich sah sie auch aus dem Kammerwalde 
bei Ofen. Merkwürdiger scheint mir eine Vicia sativa L., oder angusti- 
folia Roth., ebenfalls leucantha. Hier sind aber die Blumen ohne Spur von 
Purpur, vielmehr mit einem Stich ins Schmutziggelbe, ganz so wie bei Vicia 
sordida W. et K. Wenige Exemplare zwischen Laxenburg und Achau unter 
Salvia austriaca Jacq. 1873. Möge man vergleichen DC. prodr. 2, 361. 
V. sativa L., y. Imcosperma Serg., „floribus albis?" und Walper's Annal. 2, 402. 
F. sativa L. var., albiflora Boiss. 

Gleichsam im Naclihauge dazu sah ich im folgenden Jahre ein Wicken- 
feld unweit Eisgrub, aber noch in unserer Provinz. Die Hälfte der Pflanzen 
blüthe blassrosenfarben oder vielmehr weiss I 1871 grub ich in einer Piaterau 
einen Galanthus aus, mit paarigen Perigonaltheileu , di- nicht trim«^risch! 

M* 



36 Versammlung am 5. Juli 1876. 

Wurde aber auch schon anderwärts beobachtet. Siehe Berichte der schlesisch. 
Gesellsch. Jahresbericht Nr. 50, S. 144. 

Höchst eigenthümlich erscheint hingegen ein Stück von Thesium ebrac- 
teatumUcJLjne; von dem bekannten Standorte bei Müncheudorf. Es sind nämlich 
die untersten Blüthen mit drei Blättern gestützt, und die Pflanze verläugnet 
also hierin das Hauptmerkmal ihrer Unterscheidung. 

Jene Herren, welche über diese Arten sich näher erkundigen wollen, 
werden mich stets bereit finden, jedem Einzelnen die authentischen Exemplare 
zu zeigen. 

Zum Schlüsse noch Eines. Ich habe zwar über die angeführten Species 
Vieles gelesen, gleichwohl ist es aber möglich, dass irgend ein Aufsatz oder 
irgend welche Notiz mir entgangen wären. Ich erkläre mich daher vollkommen 
bereitwillig, jede mir nachgewiesene Priorität eines Vorgängers sofort anzu- 
erkennen. 



Herr Professor Dr. H. W. Reichardt referirte über fol- 
gende eingesendete Arbeit: Die böhmischen Sphagna und ihre 
Gesellschafter, von Prof. Jos, Dedecek in Prag. (Siehe Abhand- 
lungen.) 

Er legte ferner vor: Kleinere Mittheilungen aus dem botanischen Labo- 
ratorium des k. k. a. ö. Universitäts-Professors Dr. H. W. Eeichardt. (Siehe 
Abhandlungen.) 

Der Secretär A. Rogenhofer demonstrirte : Die noch 
unbeschriebene Raupe von Endagria (Boisd. 1834, = Dyspessa 
Hüb. Verzeichn. 1816) ulula Bkh.^) (pantheri^ia Hb.). 

Gestalt, Färbung und Geruch wie von jungen (einjährigen) Cossus cossus L., 
{Ligniperda aut.). Kopf glänzend, gelbbraun, Gesicht sparsam weissgelb behaart, 
Mandibeln schwarz, Clypeus hell, fünf Augen nahe aneinander im Bogen, 
schwarz; Nackenschild wie der Kopf gefärbt, hinten abgerundet, reicht nur 
wenig über die Breite desselben hinaus, mit schwachen seitlichen Eindrücken 
und einzelnen Härchen besetzt. 

Leib heller oder dunkler fleischroth, glänzend; jeder Eing mit 10 — 12 
hellbräunlichen, schwach sichtbaren Wärzchen, die auf den ersten 3 Eingen in 
Einer Eeihe, auf den hinteren mehr in Trapezform stehen, je mit circa 3 Mm. 
langen blassen Haaren besetzt. Der zweite Eing mit einem rundlichen, 2 Mm. 
breiten, hellbraunen, glänzenden Hornflecken, ähnlich dem Nacken schilde. 



') Borkhausen's Name datirt vom April 1790, pantherina Hb., vom November il. J. 
s. Staudinger's Katalog 1871, p. 61. 



A. Rogenhofer. 87 

Lüfter blassbraiin, klein Krallen blassgelblich, Beine sehr kurz mit schwachen 
bräunlichen Hakenkränzen; Bauch röthlichweiss. 

Länge der erwachsenen Raupe 25 Mm. 

Lebt in den Zwiebeln von Allium flavum L., überwintert in einem feinen 
mit Erdtheilchen besponnenen rundlichen Gespinnste, gekrümmt liegend ; ver- 
puppt sich in einem weissseidenen länglichen Gespinnst im Frühjahre (Ende Mai). 

Die Puppe ähnlich Zeuzera aesculi, gelbbraun glänzend, mit löffelförmigen, 
nach unten gerichteten, mitten gekielten Stirnfortsatz, die kurzen Flügeldecken 
und Rücken glatt; sämmtliche Rückensegmente am Vorderrande mit einer Quer- 
reihe von circa 20—24, das vorletzte mit nur 10 Zähnchen besetzt; der erste 
bis fünfte Ring hat in der Mitte noch eine zweite Reihe kleinerer stumpferer 
Zähne, in der Zahl von circa 15. Crem anter breit, abgestumpft, beiderseits mit 
einem grösseren Zahne nach aussen, und zwei kleineren Zähnen nach innen. 
Länge 13 Mm. 

Von meinem Freunde H. Vinc. Dorfmeister zuerst in den Umgebungen 
Wiens aufgefunden. 

Im zoologischen Cabinete befinden sich im Weingeiste höchst ähnliche 
Raupen, welche dieser oder einer nahestehenden Art angehören dürften, und 
sich durch grösseren dunklen Kopf und breiteres Nackenschild unterscheiden, 
die von Dr. Kotschy im Taurus mit Allium ceärorum Boiss. gesammelt 
wurden, und sich erst nach zwei Jahren durch die Zerstörung der Zwiebeln im 
Herbarium bemerkbar machten. Sie spannen ein ganz ähnliches rundes Gespinnst, 
wie E. ulula; konnten aber nicht zur Verwandlung gebracht werden. 



Berichtigung. 

Im ftinfundzwanzigsten Bande dieser Schriften Seite 789, Zeile 19 von 
unten, soll esheissen: statt einfarbig grasgrün, gelblich grün mit schwachen 
1 Linien und bräunlichem Kopf. 



Weiters besprach derselbe die Schmetterlings-Fauna des 
Höhlensteiner Thaies in Tirol. (Siehe Abhandlungen 1877.) 

Herr Dr. Arthur Minks in- Stettin tibergab eine Abhand- 
lung, betitelt : Beitrcäge zur Kenntniss des Baues und Lebens 
der Flechten, I. Mit 2 Doppeltafeln. (Siehe Abhandlungen.) 

Herr Stephan Schulz er von Müggenburg in Vinkovce 
sandte folgende Berichtigung ein : 

Meinen Phallus imperialis fand ich, ungemein prachtvoll entwickelt, vor 
drei Decennieu, also noch zur Zeit meines mykologischen Dilettantismus, später, 
bei gereifterra Wissen, leider nicht mehr, woher es kommt, dass ich die Sporen 
nicht kenne. 



38 Versammlung am 5, Juli 1876. 

■ Anfanglich sah ich in dieser schönen Form eine europäische Hymeno- 
phallm-kxi. Zool.-bot. Ges. 1859. Sitzungsberichte S. 42. 

Aus Dr. Bonorden's Handbuche die Ueberzeugung schöpfend, dass sie 
nicht dahin gehört, stellte ich zu ihrer Unterbringung meine Gattung Kirch- 
baumia auf. L. c. 1866, Abb. S. 798. 

Diese beseitigte ich jedoch, als mir vor mehreren Jahren des trefflichen 
de Bary genaue, mit meinen eigenen Wahrnehmungen vollkommen stimmende 
Zergliederung der Phalloiden in die Hände gerieth, und mein Pilz fand endlich 
die ihm im Systeme zukommende Stelle. 

Da ich in den Gesellschaftsschfiften noch nirgends dessen nähere Be- 
schreibung veröjBfentlichte, so lasse ich sie mit dem Beisatze hier folgen, dass 
sich die naturgetreue Abbildung davon nun im Besitze der ung. Akad. der 
Wissenschaften befindet. 



Bisher bekannter Hauptfundort: Gärten gegenüber der bischöflichen 
Residenz in Mohäcs; seltener und bei weitem nicht so üppig, sah ich den Pilz 
bei Kamenitz, unweit Peterwardein auf Stoppelfeldern und Wiesen; jedesmal 
vereinzelt oder gesellig. 

Die Entwickelung erfolgt langsam, denn in Eigestalt wird er schon 
im Frühjahre aus der Erde gegraben, bricht aber erst vom August bis Novem- 
ber hervor. 

Der Uterus (Volva) entsteht aus einem, jenem des Ph. impudieus ähnli- 
chen Mycelium , ist aussen vor dem Aufspringen intensiv carmoisin- , später 
indianroth, an der Innenfläche reinweiss, eiförmig, gegen die Basis gefaltet, 
bis 10°5 Cm. hoch und bis 8 Cm. dick, übrigens so beschaffen, wie beim 
Ph. impud., nur ist das Fleisch der Basis nicht weiss, sondern röthlich, und 
die zwischen den Häuten befindliche Gallertmasse bis 9 Mm. dick. 

Gestalt und Masse des Stieles ist ebenfalls so, wie bei der gedachten 
Art, nur ist er zuweilen gelblichweiss, und erreicht eine Länge bis 21 und eine 
Dicke bis 3 Cm., was ich hierlandes beim Ph. impud. noch nicht sah. Die 
schwache Anheftung an die Mütze oben, und die kaum bestehende an die Volva 
unten, fallen auch hier auf. In der Jugend quillt aus der Oeffnung an der Spitze 
ein farbloser Schleim hervor. Sie ist von einer breiten, über die Mütze vor- 
stehenden, gelblichweissen, am Rande meistens zierlich ausgezackten, flachen 
Scheibe umgeben. 

Nachdem der ursprüngliche, im Ei sichtbare Kegel überquer reisst, bleibt 
der untere Theil, dessen Rand so aussieht, als wenn er mit einer scharfen 
Scheere abgeschnitten worden wäre, ebenfalls in Form einer schalenförmigen 
Scheide um den Fuss des Stieles zurück, ist aber nicht, wie beim Ph. impud.., 
frei, sondern mit der Innenwand des Uterus verwachsen, und meistens röthlich. 
Den oberen sieht man als unregelmässig gerissenes, dünnes, hinfälliges, weisses 
Häutchen (Velum) einerseits an der Unterseite der Mütze, 4— 6'5 Mm. vom 
Rande, andererseits am Stiele angeheftet; es löst sich indessen vom letzteren 



Stefan Schulzer von Miiggeubnrg. 89 

ab und hängt dann noch kurze Zeit fetzeuförmig von der Mütze heiab. Die 
grösste beobachtete Breite dieses Velums betrug TT — 2*2 Cm. An Feld- und 
Wiesen-Exemplaren traf ich immer nur unbedeutende Fragmente davon an. 

Die bis 6'6 Cm. hohe und unten auch so breite Mütze ist ebenso be- 
schaffen, wie beim Ph. imptid., der scharfe Band jedoch ausgeschnitten, und 
stellenweise aufgerollt. Auch ist ihre Unterseite nicht grubig, dagegen am 
Rande gefaltet. Die entleerten Zellen der Aussenfläche haben mitunter eine 
Tiefe von 4-5 Mm. Dieselbe ursprünglich ausfüllende Masse oder Gleba ist 
ebenfalls grün, wie beim Fh. itn/pud., erst fest und geruchlos, dann flüssig- 
schleimig und übelriechend. 

Ph. roseus Delil. kann nach Qorda's Icon. V., höchstens eine ver- 
kümmerte Form meines Pilzes sein. 

Den gegenüber dem unsrigen weit kleineren rosenrothen Phallus des 
Dr. Müller erklärte seiner Zeit de Bary für Phallus impudicus. Sein Uterus 
ist vor dem Aufplatzen verkehrt- eiförmig, worauf ich indessen ebenso wenig 
ein allzugrosses Gewicht legen möchte, als auf die kleineren Dimensionen, wenn 
nicht andere Abweichungen vorhanden wären. Siehe Sitzungsberichte der phys,- 
ökon. Gesellschaft in Königsberg 1867. Seite 7. 

Endlich vernehme ich, dass auch Clusius eine ähnliche Form behandelte, 
und da man so eben dem Nachlasse dieses fleissigen Gelehrten die verdiente 
Aufmerksamkeit zuwendet, so wird wohl ein entscheidender Ausspruch darüber 
nicht lange mehr auf sich warten lassen, in wieweit diese rothen Phallus zu- 
sammen gehören, und ob sie constant eigene Arten bilden. 



Versammlung am 4. October 1876. 

Vorsitzender : Freilieir J. v. Schröckinger-Neudenberg. 



Neu eingetretene Mitglieder: 

P. T. Herr als Mitglied bezeichnet durch 

P. T. Herren 

Minks Dr. Arthur, in Stettin, Fischmarkt. . Prof. P. C. Zeller, C. A. Dohrn. 

Fruwirth August, in Freiland bei St. Polten Dr. E.v. Marenzeller, A.Rogen- 
Kittel Dr. Franz, in Platz bei Wittingau hofur. 

(Böhmen) Dr. A. Kittel, Fl. Müller. 

Raimann Leopold, n.ö. Landesbeamter in Wien v. Gassenbauer, Dr. Kundt. 

Sajo Carl, Gutsbesitzer, Hartjan-Waitzen . . Die Direction. 

Colasauti Dr. Josef, Assistent a. d. patholog. Dr. v. Marchesetti, Dr. von 

Lehrkanzel, via quattro Fontane 92 in Rom Marenzeller. 



yU Versa,n)iuluiig vom 4. Üctober 187G. 

Anschluss zum Schriftentausche: 

Societe des sciences de Nancy. 



Eingesendete Gegenstände : 

Ein Fascikel SclerantJms- Arten aus Ost-Galizieu von Herrn E. Schauer. 
Fascikel VII, Nr. 301—305 der Ascomyceten von Dr. H. Rehra. 
Die Coroliifloreen (Äquifoliaceu-Plantagineen) Istriens und Dalmatiens von 
Herru Hofrath Mutius Ritter von Tommasini in Triest. 



Der Secretär Dr. Emil V. Marenzelle r legt im Laufe den der 
Ferien ausgegebenen ersten Halbband des sechsundzwanzigsten 
Jahrganges der Gesellschaftsschriften vor. 

Er richtet an die Anw^esenden eine neuerliche Aufforderung 
zur Betheiligung an dem Darwin- Album. 

Derselbe widmet dem auf einer botanischen Excursion in 
Tirol verunglückten Mitgliede Dr. W. Veiten, Adjunct an der 
forstlichen Versuchsleitung in Wien, Worte des Nachrufes. 



Herr Gustos A. v. Pelzeln besprach die Monographie der 
Simiae von H. Schlegel. 

Eine der vpichtigsten Erscheinungen der zoologischen Literatur bildet 
ohne Zweifel Director Schlegel's monographische Bearbeitung der Affen, 
welche als zwölfte Lieferung des unter dem Titel: „Museum d'histoire naturelle 
des Pays-bas" erscheinenden Werkes vor Kurzem publicirt worden ist.^) 

Das Studium der Vierhänder ist eine der schwierigsten Aufgaben der 
Zoologie. Das häufig sehr unvollständige Material, das Variiren mancher Arten, 
die Altersunterschiede in manchen derselben, der Umstand, dass viele der be- 
schriebenen Exemplare im Stande der Gefangenschaft sich befanden, die vielen 
Hindernisse der Beobachtung dieser Thiere in ihrer Heimat, der Mangel an 
genauen Daten über Fundorte und geographische Verbreitung, sind die haupt- 
sächlichsten Ursachen dieser Schwierigkeit. 

Zahlreiche und unter ihnen höchst ausgezeichnete Naturforscher waren 
bemüht, die Kenntniss der Quadramania zu fördern. Aber ungeachtet der um- 
fassenden Bearbeitungen von Buffon, Audebert, E. Geoffroy, Kühl, 
Desmarest, Js. Geoffroy, A. Wagner, ,Reichenbach und J. E. Gray 
und der Forschungen über Affen der neuen Welt durch Humboldt, den Prinzen 
Neuwied, Spix und Burraeister, ungeachtet der werthvollen Beiträge so 
vieler Zoologen in Em-opa und auf Reisen, war es noch immer nicht möglich, 



1) Leiden. E. Z. Biill 187«, gr. 8. 



A. V. Pelzeln. 91 

Klarheit und Ueb ersichtlichkeit in diesen so complicirten Theil der Säugethier- 
kunde. zu bringen, noch inamer waren vielfache Lücken, Unsicherheiten und 
Missverständnisse zu beklagen. 

Um so erfreulicher ist es daher, dass Professor Schlegel, unbestritten 
einer der hervorragendsten Zoologen unserer Zeit, gestützt auf eine fünfzig- 
jährige Erfahrung und in der glücklichen Lage die reichen Schätze des Leidener 
Museums für die Wissenschaft verwerthen zu können, es unternommen hat, eine 
vollständige Bearbeitung der Vierhänder zu liefern. 

Das Werk steht gänzlich auf dem Boden der exactcn Wissenschaft und 
gibt ein treues Bild der Thatsachen, so weit die bisherige Kenntniss der- 
selben reicht. 

Im Allgemeinen und bei den verschiedenen Gruppen werden die wesent- 
lichen äusseren und anatomischen Charaktere angeführt und es wird das 
Wichtigste und Unterscheidende derselben anschaulich gemacht. Ueberhaupt 
ist als besonderes Merkmal dieses Werkes zu betrachten, dass ohne Ueberladung 
durch gelehrten Apparat mit meisterhafter Sicherheit jene Momente hervor- 
gehoben werden, welche von wesentlicher Bedeutung sind. 

Bei den eigentlichen Affen hat Prof. Schlegel die Eintheilung in jene 
der alten Welt und Amerikas beibehalten, in der ersteren Abtheilung acceptirt 
er die Gattungen Simia (für den Schimpanse, Gorilla und Orang), Hylohates, 
Colohus, Semnopitheeus , Cercopithecus, Cercocebus, Macacus und Papio, in 
der letzteren Mycetes, Lagothrix, Äteles, Cebus, Nycüpithecus, Pithecia, Calli- 
thrix, Saimiri und Eapale. Innerhalb dieser Gattungen werden Unterabthei- 
lungen charakterisirt. 

Die Halbaffen (Prosimü) werden unter den Gattungen Nycticebus, Indri, 
Propithecus, Avahi, Lemur, Hapalemur, Lepüemur, Phaner, Mirza, Myxocebus, 
Cheirogaleus, Galago aufgeführt und als anormale Tarsius, Daubentonia und 
Galeopithecus am Schlüsse beigefügt. 

Besondere Sorgfalt ist der geographischen Verbreitung gewidmet und die 
Kenntniss derselben hat dadurch eine sehr wichtige Erweiterung erhalten. Bei 
den artenreichen Gattungen sind vortreffliche Uebersichten der Verbreitung der 
denselben angehörigen Species gegeben. Es sei hier beispielsweise nur auf die 
Genera Hylobates (S. 13) und Semnopitheeus (S. 30), so wie auf die meisterhafte 
Darstellung der Vertheilung der amerikanischen Affen (S. 134—139) hingewiesen. 
Ein sehr anschauliches Bild der Verbreitung bietet auch die Schlussübersicht, 
in welcher die Fundorte mit grosser Genauigkeit angegeben sind. 

Welchen Reichthum an Material das Leidener Museum umschliesst, möge 
daraus ersehen werden, dass in dieser Sammlung von Affen und Halbaffen 
1037 montirte Individuen, 37 in Spiritus, 209 Skelete und 569 Schädel, im 
Ganzen 1852 Exemplare aufbewahrt werden. 



Z. B. Ges. B. XXVI. Sitz.-Ber. jf 



92 Versammlung: am 4. October 1876. 

Derselbe referirte über eine von Herrn Dr. Richard Ritter 
V. Dräsche dem k. k. zoologischen Hofcabinete zum Greschenke 
gemachte Sendung von Vögeln. (Siehe Abhandlungen.) 



Herr Dr. Franz Low legt eine: „Ueber Gallmücken" be- 
titelte Abhandlung vor, welcher eine Tafel beigegeben ist. Die- 
selbe enthält: 

1. Beschreibungen von zwölf neuen Arten und zwar: Cecidomyia 
alni n. sp. aus Blattgallen von Älnus glutinosa Grt., Gec. genisticola n. sp. 
aus Blattrosetten von Genista tinctoria L., Cec. tortrix n. sp. aus Blätter- 
wickeln von Prunus spinosa L., Cec. sodalis n. sp. Inquiline in den Gallen 
der vorhergehenden, Cec. homocera n. sp. aus Blattgallen von Quercus Cerris L., 
Cec. orobi n. sp. aus Blattrandrollen von Orohus vernus L., Gec. corru- 
gans n. sp. aus krausgefalteten Blättern einiger Umbelliferen , Diplosis 
phillyreae n. sp. aus Blattgallen von Phillyrea media L., Dipl. dryobia n. sp. 
aus deformirten Blattlappen von Quercus, Dipl. anthohia n. sp. aus Bliithen- 
gallen von Grataegus oxyacantha L., Dipl. lonicerearumu. sp. aus Blüthen- 
gallen mehrerer Lonicereea und Epidosis nigripes n. sp. Inquiline in den 
Gallen der vorhergehenden. 

2. Beiträge zur genaueren Kenntniss von: Cecidomyia rosarum Hardy, 
Cec. sisymbrii Schrk., Cec. ulmariae Bremi, Gec. asperulae F. Lw., Gec. termi- 
nalis H. Lw., Cec. Salicis Schrk., Gec. artemisiae Bouche, Cec. onohrychidis Bremi, 
Diplosis loti Deg., Äsphondilia umhellatarum F. Lw., Asph. coronillae VaU. 
und Mormomyia millefollii H. Lw. 

3. Beschreibungen einiger neuen Gallmücken-Gallen, deren Erzeuger noch 
nicht bekannt sind. (Siehe Abhandlungen 1877). 



Herr G. C. Spreitzenhofer machte folgenden Bericht 
über seine 

Botanische Eeise nach Dalmatien. 

Eine im Mai 1876 unternommene botanische Reise nach Dalmatien, hatte 
in erster Richtung den Zweck, auf einigen beinahe in der Mitte des adriatischen 
Meeres gelegenen dalmatinischen Scoglien zu sammeln. 

Wie es scheint, so hat die Scoglien Busi, Melisella und San Andrea seit 
Botteri und Stalio kein Botaniker mehr betreten, und es dürften daher selbst 
in den Herbarien des Herrn Hofrath v. Tommasini und Prof. Visiani, in welchen 



G. C. Spreitzenhofer. 93 

wohl die dalmatinische Flora am Besten vertreten ist, nur sehr wenige Repräsen- 
tanten von diesen Scoglien vorhanden sein. 

Dass diese Scoglien so wenig Beachtung finden, mag darin seinen Grund 
haben, dass einerseits die Mehrzahl der reisenden Botaniker nur immer dorthin 
seinen Zug nimmt, wo eine recht grosse Ausbeute in Aussicht steht, anderseits 
ein Excurs dahin auch kostspieliger ist, da derselbe beim Umstände als diese 
Scoglien weit ausser der Verkehrslinie der Dampfer liegen nur mit eigener 
Barke gemacht werden kann, dabei es aber dem Eeisenden passiren kann, auf 
einen oder dem anderen dieser kleinen Eilande durch stürmische Witterung 
verschlagen, tagelang auf besseres, seinem Unternehmen günstiges Wetter zu- 
warten zu müssen. 

Ich theilte meine Eeise durch Witterungsverhältnisse gezwungen, in drei 
Hauptstationen ab und war sonach die erste Station Pola, dessen Flora mir 
aus eigener Anschauung noch neu war; zur zweiten Station wählte ich Spalato, 
um Excurse nach Salona, Clissa, Almissa u. s. w. zu machen, die dritte Station 
war endlich Lissa, von wo aus ich den Excurs auf die Scoglien unternahm. 

Von unserem hochverehrten Mitgliede Herrn Hofrath Mutius Ritter von 
Tomraasini in Triest in liebevollster Weise empfangen und von demselben 
mit Empfehlungsschreiben ausgerüstet, trat ich am 9. Mai bei schlechtestem 
Wetter meine Fahrt nach Pola an, als der ersten Station. 

Bevor ich jedoch an die Aufzählung der gesammelten Arten gehe, und 
die ich in der Reihenfolge bringe, wie ich sie auffand, ist es mir noch eine 
angenehme Pflicht allen Jenen, welche durch ihre freundliche Unterstützung 
mit Rath und That meine Reisezwecke förderten, meinen verbindlichsten Dank 
hiermit abzustatten. Dies gilt vor Allen Herrn Hofrath Mutius Ritter von Tom- 
masini, ferner dem Herrn Präsidenten der k. k. Seebehörde in Triest Ritter 
von Alb er, welcher mich mit einer Lettera operta an alle Hafenämter des 
dalmatinischen Küstenlandes ausstattete, ferner den Herren Prof. Stossich 
und Dr. Marchesetti in Triest, sowie meinem verehrten Freunde Herrn 
J. F. Freyn, Ingenieur der Staatseisenbahn-Baudirection derzeit in Pola, endlich 
dem Ausschusse der k. k. zool.-bot. Gesellschaft, auf dessen Verwendung die 
Südbahn-Gesellschaft mir ermässigten Fahrpreis gewährte. In dankbarster Weise 
darf ich aber auch jener Bewohner Dalmatiens nicht minder gedenken, die mir 
als eine ihnen gänzlich fremde Person auf das freundlichste entgegenkamen, 
mein Streben auf alle erdenkliche Weise zu fördern bemüht waren und mir 
somit ermöglichten, mich in einem Lande, wo ich völlig fremd war, bald 
heimisch zu finden. Dies gilt vornemlich Herrn Anton Topich sen., Kaufmann 
und englischer Consul in Lissa, ferner Herrn Serafin Topich jun., Compagnon 
des Geschäftes und Agent des Lloyd ebendaselbst, ferner Herrn J. Geiger, 
k. k. pens. Beamter derzeit in Lissa, sowie Herrn G. Bucchich, Telegraphen- 
amtsleiter in Lesina, sie wurden in wenigen Stunden mir liebe werthe Freunde 
und ich werde stets die Zeit, die ich in ihrer Gesellschaft verlebte, zu den 
angenehmsten Stunden meines Lebens zählen. 

N* 



94 



Versammlung am 4. October 1876. 



I. Excurst Um Pola, 

In der Arena von Pola: 

Salvia dandestina L. 
~ Bertölonii Vis. 
Banunculus neapoUtanus Ten. 

— muricatus L. 

— Chius DG. 
Vailantia muralis L. 
Valerianella eriocarpa L. 
Malva nicacensis All. 
Sideritis romana L. 

Plantago sei-pentini]^ auf Hügeln ausser- 

— Lagopus L. / halb der Arena. 
Anthemis incrassata Lois. 

Ophris Bertölonii Moret. 

— atrata Lindl. 
Helianthemum salicifolium Pers. 
Äegilops ovata L. 
Hyoscyamus albus L. 



10. Mai Vormittags. 

Scrophularia peregrina L. 

— eanina L. 
Bromus intermedius Guss. 
Trifolium scahrum L. 

— nigrescens Viv. 
Alsine tenuifolia Cr. 
Crepis neglecta L. 
Lathyrus setifolius L. 
Vicia hybrida L. 
Herniaria glabra L. 
Tordylium apulum L. 
Picridium vulgare Desf. 

Älyssum (nov. spec.?), ausserhalb der 
Arena auf den Hügeln. 

Specularia hybrida DC. 

Galium setaceum Lam. 

Arenaria serpillifolia L. 

Crassula Magnolii DC, ausserhalb der 
Arena auf den Hügeln. 



II. Excurs: Umgegend von Pola, am 10. Mai Nachmittags. 



Am Westabhange derHügel bei 

San Michele: 
Alliuni roseum L. 
Osyris alba L. 
Pistacia Lentiscus L. 
BJiamnus infectoria Koch. 

Auf der nassen Wiese „Prato- 
Grande" : 

Banunculus opMoglossifolius Vill. im 
Wassergraben. 
— velutinus Ten. 
Liehnis Cyrilli. 
Orchis laxiflora Lam. 
Bromus Lloydianus G. et G. 
Capsella rubella. 

Auf den trockeneren Stellen 
dieser Wiese: 
Poterium Polygamum W. et K. 
Oalasia villosa Cass. 



Trixago latifolia M. et K. 
Papaver argemonioides Cess. 
Thrincia tuberosa DC. 

Batterie Corniale: 
Trifolium Biasolettii. 
Lathyrus angulatus L. 
Medicago Gerardi W. et K. 
Astragahis liamosus L. 

Batterie Corniale Ostabhang: 
Anthyllis Dillenii Seh. 
Polygala nicaeensis Risso. 
Galasia villosa Cass. 
Serapias Lingua L. 
Ophrys arachnites Echb. 

— apifera Huds. 

— Bertölonii Moret. 

Fort Cassoni vecchi: 

Lathyrus Ochrics DC. 

— annuus L. 



G. C. Spr ei tzenhofer. 



95 



Pisum elatius Koch. 
Ällium roseum L. 

Port Max bei Vall di Cane: 
Ästerolinum stellatum M. et L. 
Euphorbia exigua L. 
Älsine tenuifolia Cr. 
Valerianella eriocarpa Desv. 
Juncus bufonius var. insulanus Vis. 



Sagina stricta Fr. 
Tamus commtmis L. 
Silena italica L. 

— gallica L. 
Zacyntha verrucosa Gärtn. 
Cistus monspeliensis L. 

— creticus L. 
Colchicum Kochii Parlat. 



Exciirse in den Umgebungen yon Spalato. 



Südseite des Monte Marian bis 
San Girolamo, 13. Mai Vor- 
mittags: 

Asteriscus aquaticus Mnch. 
Paliurus aculeatus Lam. 
Cistus creticus L. 
Crepis rubra L. 
Buta divaricata Ten. 
Ornithogalum narbonense L. 
Crupina Crupinastrum Vis. 
Lonicera implexa Ait. 
Sedum glaucum W. et Kit. 

— anopetalum DC. 
Trifolium scdbrum L. 
Medicago minima W. 
Trigonella monspeliaca L. 
Cynoglossum pictiim Ait. 
Linum nodiflorum L. 
Tordylium apulum L. 
Cirsium Äcarna DC. 
Salvia officinalis L. 
Psoralea bituminosa L. 
Trigonella corniculata L. 
Pyrethrum einer ariaefoUum Trev. 



FaZermwcßa eriocarpa Desv. 
Alyssum sinuatum L. 

— medium Hst. 
Celsia orientalis L. 
Pterocephalus palaestinus Coult. 
Teucrium Chamaepitys L. 
Helianthemum Fumana L. 
Onosma stellulatum W. et Kit. 
Convolvulus temoissimus S. et S. 
Centaurea ragusina L. 

Auf der Nordseite des Monte 

Marian, bis zum Gipfel, 13. Mai 

Nachmittags: 

Medicago orbicularis W. 
Valerianella eriocarpa Desv. 
Scleropoa rigida Panz. 
Echinaria capitata Desf. 
Genista dalmatica Vis. 
Äethionema saxatile Br. 
Salvia officinalis L. 
Vailantia muralis L. 
Paronychia serpyllifolia DC. 



Plant ago urgent ea Vill. 

Excurs Yon Spalato auf der Strasse nach Salona und von 
dort bis Fort Clissa, 15. Mai 1876. 



Cirsium Äcarna DC. 
Crepis rubra L. 
Paliurus aculeatus Lam. 
Pwmca granatum L. 
Helianthemum Fumana Mill. 
— thymifolium. Pers. var. gfZMti- 
nosum Pers. 



Helianthemum montanum Vis. var. ito- 

Zicitm Vis. 
Euphorbia spinosa L. 
Paronychia serpyllifolia DC. 
Trigonella corniculata L. 
Coronilla scorpioides Kch. 
Medicago minima W. 



96 



Versammlnng am i. October 1876. 



Medicago denticulata W. 
Trifolium scabrum L. 
Alyssum campestre L. 

— sinuatum L. 

— argenteum Vilm. 
Clematis Vitieclla L. 
Beseda Phyteuma L. 
Salvia Horminum L. 
Gladiolus segetum Gawl. 
ÄUium roseum L. 
Anchusa italica L. 
Dianthus virgineus L. 

Und massenhaft auf den Felsen 
längs der Strasse, kurz vor 
Clissa: 
Lithospermum petraeum DC. 
Inula Candida Cass. 



Auf den Felsen auf der Äussen- 

seite des Fort Clissa, gegen die 

Strasse nach Sign zu: 

Ceteraeh officinarum L. 
Leontodon hispidus L. var.'üM^^farisKoch. 
Ornilhogalum uvibellatum L. 
Cerastium grandiflorum W. et Kit. 

Auf dem Felsen im Innern der 
Feste Clissa: 

Trifolium stellatum L. 
Melilotus italica Lam. 
Antliemis arvensis L. 
Linaria monspessulana W. 
Ephedra fragilis Desf. 
Portenschlagia ramosissima Vis. 



Excurs Yon Spalato tou der Salouer Strasse links, längs den 
Weingärten zur Ueberfuhr nach Vragnizza, 17. Mai 1876. 



Hippocrepis unisiliquosa L. 
Mymenocarpus circinata Savi. 
Goronilla scorpioides Koch. 
Bonaveria securidaca Kchb. 
Trifolium supinum Savi. 

— subterraneum L. 
Medicago orbicularis L. 
Hedypnois cretica Vis. var. genuina 

Bischoff. 
Am Meeresstrande bei der Ueber- 
fuhr nach Vragnizza: 
Lonicera Caprifolium L. 
Im Sande desMeeresstrandes vis- 
a-vis von Vragnizza auf der Seite 

von Alt-Salona: 
Spergularia marina Bess. 

Längs des Weges vonderCapelle 
San Cajo durch Weingärten und 
auf wüstenPlätzen beiAlt-Salona 

und den Ausgrabungen: 
Caucalis flatycarpos Roth. 
Cynoglossum pictum L. 



Trifolium scabrum L. 

— supinum Savi. 

— tomentosum L. 
Zacyntha verrucosa Gärtn. 
Aegylops ovata L. 
Bonjcania hirsuta L. 

Medicago minima Desv. var. ß longi- 
secta DC. 

— lupulina L. 
Astragalus Wulfenii Koch. 
Medicago denticulata W. var. lappacea 

Beuth. 

— Gerardi W. et K. 



Beim türkischen Thurme 
nannt „Torrette": 

Ghaerophyllum coloratum L. 
Alyssum simtatum L. 
Teucrium Chamaepitys L. 
Iris germanica L. in Blättern. 



G. C. Sp rei t zenh of er. 



97 



Excurs von Alniissa uach Duare bis Dubowaz, 19. und 
20. Mai 1876. 



An den Häusern von Almissa 
massenhaft: 
I Campanula Portenschlagiana R. et S. 

^ImThalederCetinavon Almissa 
bis zur Mühle: 
Senecio nehrodensisL. va,r.genuinus Vis. 
Farsetia dalmatica Vis. 
Lithospermum petraeum DC. 
Allium subhirsutum L. 
Euphorbia Wulfeni Hpe. 

— spinosa L. 
Inula Candida Cass. 
Alyssum sinuatum L. 
Cerastium grandiflorumW .eiK.H\)ä,r\ich. 
Asplenium Trichomanes L. 
Ceterach officinarum L. 
Pyrethrum cinerariaefolium Trev. 

Auf Waldblössen eines lichten 

Waldbestandes bei Powilo: 
(Halber Weg von Almissa nach Duare) 
Ästragalus Wulfeni Koch. 
Edrajanthus tenuifolius DC. 



Orobus variegatus Ten. 
Ruta patavina L. 

Auf einer Felswand circa drei 

Viertel Stunden vor Duare: 
Lonicera Caprifolium L. 

Längs der Strasse von Ribicic 
nachBekawac auf einem mageren 

Kleeacker: 
Ornithogalum narbonense L. 

Bei Kalazic: 
In niederen verkrüppelten Exemplaren : 

Carjnnus duinensis Scop. 

Längs der Poststrasse von Al- 
missa nach Spalato: 

Anacamptis pyramidalis Robb. 
Pinus maritima L. 

und am Meeresstraude stellen- 
weise massen haft : 
Euphorbia Par alias L. 



Lissa, 23. Mai 1876. 



Am Rande der Gartenmauern und 

an Hecken: 
Urtica pillulifem L. 
Auf allen freien Plätzen, um den 

ganzen Hafen herum: 
Plantago Coronopus L. 
Auf Grasplätzen beim Kloster 

San Girolamo: 
Trifolium nigrescens Vio. 
Ononis natrix L. 
Glaucium luteum Scop. 
Auf den Felsen, aufweichen das 
Kloster San Girolamo erbaut ist: 
Capparis spinosa L. 



Der beim Kloster unter Oel- 
bäumen als botanische Merkwürdig- 
keit stehende Pfefferbaura, ging durch 
Frost des heurigen Frühlings vollends 
zu Grunde, auch zeigte eine genaue 
Untersuchung desselben, dass einige 
Aeste bereits wurmstichig geworden. 



Im Friedhofe des Klosters San 
Girolamo: 

Echium italicum L. 
Pallenis spinosa Cass. 
Pinardia coronaria Less. 



98 



Versammlung am 4. October 1876. 



Bezüglich des Aufsatzes des Herrn Ritter von Pittoni in der botanischen 
Zeitschrift von Skofitz vom Jahre 1869, p. 151, Pichler's Reise nach Dal- 
luatien und Montenegro im Jahre 1868 behandelnd, sei erwähnt, dassPichler 
in Lissa zu Folge dieses Berichtes Phlomis fruticosa am Friedhofe sogar häufig 
gefunden haben will. Es bestehen jedoch in Lissa zwei Friedhöfe, nämlich der 
von Sau Girolamo und der sogenannte englische Friedhof. 

Bei dem Umstände jedoch, als auf keinen der beiden Friedhöfe sich die 
geringste Spur dieser Pflanze vorfand, und eine so kräftige Pflanze nicht leicht 
in einigen Jahren vollends verschwinden dürfte, so scheint die Vermuthung sehr 
nahe zu liegen, dass Pichler diese Pflanze damals noch gar nicht gekannt 
hatte und somit Herrn Ritter von Pittoni falsch berichtete. 



Auf sterilen Plätzen hinter den südlich des Hafens gelegenen 

kleinen Häusern: 
Asphodelus in Früchten, wahrscheinlich ÄspTiodelus ramosus. Die dem 
Wiener botan, Garten gesendeten Wurzelstöcke werden alldort cultivirt und dürften 
vielleicht schon im künftigen Frühlinge Aufklärung über dessen Art geben. 

Ferner ebendaselbst häufig: 
Delphinium Sta23hisagria L. Ononis Natrix L. 

Am Wege zum englischen Friedhofe auf wüsten Stellen: 

Helychrisum italicum Guss. 



Delphinium Staphisagria T. 
Ononis Natrix L. 
Evax pygmaea Pers. 



Plantago Coronopus L. 



Die Scoglien: Busi, Melisella und San Andrea. 

24. bis 28. Mai 1876. 
Scoglio Busi. I. Excurs, 24. Mai Vormittags. 



Im Sande, im Hintergrunde des 
Hafens: 

Scilla maritima L. in Blättern. 
Asphodelus fistulosus L. in Früchten. 
Euphorbia Par alias L. blühend. 

— helioscopia L. blühend. 
Pyrethrum inodorum? Blätter. 
Polygonum maritimum L. Blätter. 
Plantago Coronopus L. blühend. 
Medicago marina L. Blätter. 
Erodium hirtum Jacq. fil. blühend. 
Pinardia Coronaria Less. blühend. 
Pallenis spinosa Cass. blühend. 



Medypnois tuhaeformis in Frucht. 
Calamintha Nepetalt. R.Hofraannsegg. 
Bapistrum rugosum All. 

Auf Felsen im Hafen: 
Inula Candida Cass. Blätter. 
Sedum anopetalum DC. 

— glaucum W. et K. 

Auf den links vom Hafen, somit 
westlich gelegenen Felskuppen: 
Inula Candida Cass. 
Pistacia Lentiscus L. Blätter. 
Quercus coccifera L. Blätter. 

— Pex L. 



G. C. Spreitzenliof er. 



99 



Bosrnarinus officinalis L. 
Cistus monspeliensis L. blühend. 

— creticus L. blühend. 

— salvifolius L. var. corbariensis 

verblüht. 
Juniperus Oxycedrus L. in Frucht. 

— phoenicea L. in Frucht. 
Olca europaea L. Blätter. 
Erica multiflora L. verblüht. 

Auf dem Plateau dieser Fels- 
kämme unddessenAbfällegegen 
das Meer, die Bucht „Salbona" 
bildend, fanden sich auf freien 
kleinen Plätzen zwischen vor- 
erwähnten Sträuchern: 
Daucus Gingidium L. var. latilohus. 
M-ythraea Centaurium Prs. massenhaft. 



Chlora perfoliata L. sehr selten. 
Lotus ornithopodioides L. 

— cytisoides L. 
Coronilla glauca Vis. 
Triticum caespitosum DC. steril. 
Linum strietum L. 
Ghrithmmn maritimum L. Blätter. 
Silene Cucubalus Wild var. linarifolia. 
Convolvulus tenuissimus L. 
Malva sylvestris? 

Und an den senkrecht ins Meer ab- 
fallenden Wänden der Bucht „Salbona" 
massenhaft, jedoch nur in wenigen 
Exemplaren blühend: 

Centaurea ragusina L. 



II. Excurs am Scoglio JBusi, 24. Mai Nachmittags. 



Vom Hause im Hintergrunde des 
Hafens links in dem kleinen 
Thale ansteigend: 
Pteris aquilina L. 

Massenhaft zwischen demselben: 
Lagurus ovatus L. blühend. 

Zu den vorerwähnten Sträuchern 
kommen ferner noch: 

Arhutus Unedo L. in Früchten. 

Vihurnum Tinus L. Blätter. 

Capparis spinosa Host. Blätter. 

Phillyrea latifolia L. var. stricta. 

Lonicera implexa Ait. blühend. 

Dazwischen bildet hier bereits be- 
ginnend, Pinus maritima Lamb., 
ziemlich dichte Bestände, und er- 
reicht der Baum hier zuweilen eine 
Höhe von 2 — 3 Klaftern, und nimmt 
gegen die Bergkämme an Dichtigkeit 
zu. — In Gesellschaft von Pinus 
maritima erscheint jedoch seltener 
eine zweite Conifere, die mir als 
Pinus leucodermis Antoine bestimmt 
Z. B. Ges. B. XXVI. Sitz.-Ber. 



wurde, ob dieser Baum der wahre 
Pinus leucodermis Antoine sei, wage 
ich jedoch nicht zu behaupten, da 
ich Original-Exemplare dieser letzte- 
ren Art nicht einsehen konnte. 

Auf freieren Stellen dieses 
Terrains: 

Asparagus acutifolius L. 

Smilax aspera L. 

Marruhium vulgare L. var. lanatum. 

Cynoglossum pictum Ait. 

Triticum caespitosum DC. var. 

Monostachya hier blühend. 

Verbascum sinuaticm L. noch nicht 

blühend. 
Galimn murale All. 
Helianthemum thymifolium Pers. var. 

laeve. 
— arabicum Pers. 
Allium subhirsutum L. blähend und 

in Frucht. 
Gladiolus segetum Gawl. 
Schoenus nigricans L. 





100 Versammlung am 1. Octoter 1S76. 

Von dem höchsten nördlichen Punkte der Insel, welcher Comissa auf 
der Insel Lissa beinahe gegenüber liegt, und welcher gestattet, die ganze 
malerische Bucht Comissas zu überblicken, gelangten wir stets am Kamme des 
Gebirges, südlich fortschreitend, in etwa einer kleinen Stunde zur kleinen, aus 
einigen Häusern und einer kleinen Kirche bestehenden Ansiedlung. 

Pinus maritima steht, je näher wir an dieses Dörfchen herankameu, 
desto schütterer, wahrscheinlich die Folgen des Holzbedarfes dieser kleinen 
Gemeinde, auf den dortigen freien Plätzen: 
Teuer ium flavum L. 
Bonjeania liirsuta Rchb. 
Trixago apula Echb. 



Phelipaea caerulea C. A. Meyer. 



Helychrisum itälicum Guss. massenhaft. 
Und auf den Mauern der Häuser: 



Umhilicus Jiorisontalis DG. 



Nicht unerwähnt kann ich lassen, dass ich ungefähr in ein viertelstündiger 
Entfernung vom Hafen weg, längs des zuerst erwähnten Anstieges ein beinahe 
bäumcheuartiges , riesiges Exemplar von Artemisia arborescens in schönster 
Blüthe fand. Der Umstand, dass ringsumher Wald ist und neben dieser Pflanze 
die Ruinen eines kleinen Hauses stehen, lässt mich um so mehr, als ich diese 
Pflanze sonst nirgends auf der ganzen Insel fand, vernmthen, dass diese Pflanze 
dort nicht wild vorkomme, und nur der Ueberrest eines ehemals bestandenen 
Hausgärtchens sei, und dorthin vom Pestlande von den ehemaligen Bewohnern 
dieses Hauses verpflanzt wurde. 

Ferner muss ich bemerken, dass auf den gegen Südwest gelegenen Ge- 
hängen dieses kleinen Thaies noch einige hohe Weingärten in bester Pflege 
bestehen, das im Umkreise dieser Weingärten befindliche Buschterrain weiset 
jedoch auf mehreren Stellen verwilderte Weinstöcke auf, es lässt sich daraus 
folgern, dass der Weinbau früher dort eine grössere Ausdehnung, als jetzt 
gehabt haben müsse. 

Der Scoglio Melisella. 

(Am 25. Mai 1876.) 

Vom Scoglio Busi zeitlich Früh fortfahrend, erreichten wir bei ziemlich 
gutem Winde nach etwa dreistündiger Fahrt den westlich von Busi gelegenen 
kleinen Scoglio Melisella, wohl eines der interessantesten kleinen Eilande des 
adriatischen Meeres. Dieser Scoglio ist kaum 500 Schritte im Durchmesser. Seine 
wildzerrissenen und zerklüfteten Felsen beherbergen zur Zeit des Sardellenfanges 
stets, wie die Scoglien Busi und San Andrea, mehrere Fischerbarken. Eine in 
der Mitte der kleinen Insel befindliche kraterartige Zerklüftung war mit Wasser 
gefüllt, jedoch mangelte es an Zeit, die darin vorkommenden Algen zu sammeln. 

Die Vegetation zur Zeit meines Besuches war zwar keine artenreiche, 
jedoch ganz verschieden von jener des Scoglio Busi. 

Bäume fehlen gänzlich und nur einige verkrüppelte Sträucher fristen ihr 
Dasein in unzugänglichen Felsspalten. Die ganze Ausbeute an niederen 
Pflanzen war: 

Koniga maritima Br. blühend und in Samen. 

Chrithmiim maritimum L. Blätter. 



G. C. Spreitzenhofer. 101 

Daucus Gingidium L. var. latilobus Vis. 

Senecio aethnensis Jahn, sehr selten. 

Süene Cucubalus Wild. var. linarifolia. 

Parietaria diffusa M. et K. 

Äsparagus acutifolius L. 

Statice caneellata Bernh., besonders üppig. 

Lotus cytisoides L. var. prostratus Jahn. 

Salicornia fruticosa L. 
Und Centaurea ragusina L. nicht blühend mit sehr breit gelappten Blättern. 

Eine zoologische Notiz hierbei aufzunehmen, wolle mir gestattet sein. 
Eine Eidechsenart zog sowohl durch ihr Colorit, als auch durch ihr wenig 
scheues Betragen meine volle Aufmerksamkeit auf sich. Diese kleinen schlanken 
niedlichen Thiere mit ganz schwarzem Körper, ausgenommen die kleinen, licht- 
blauen, ovalen Flecken an den Bauchseiten, finden sich auf Melisella nicht 
selten und sind, da sie weniger scheu als Lacerta viridis sind, gar nicht schwer 
zu fangen. Meine Matrosen fingen mir, als sie meinen Wunsch erfuhren, einige 
Stücke lebend zu erhalten, in kurzer Zeit drei Stücke, die ich in einer Flasche 
verwahrte, und mit Fliegen fütternd, bis nach Lissa brachte, von wo ich sie dann, 
in einer Schachtel verwahrt, wohlerhalten nach Wien transportirte. Hier tummeln 
sie sich in ihrem Käfige im Sande in der grössten Hitze in der Sonne herum, 
und sind dermassen zahm, dass sie die zum Drahtgitter ihres Käfiges hinge- 
haltenen Mehlwürmer gierig wegschnappen. Zur Folge gütiger Bestimmung des 
Herrn Director's Steindachner sind sie eine Farbenvarietät, von Lacerta 
muralis. 

Nach ungefähr einstündigem Aufenthalte traten wir unsere Weiterfahrt, 
stets gegen Westen steuernd, gegen den Scoglio San Andrea an. Kurz nach 
unserer Abfahrt von Melisella verschlimmerte sich wieder das Wetter, und unter 
sehr schwanken Hoffnungen auf gutes Wetter für den künftigen Tag, erreichten 
wir nach mehrstündiger Fahrt die Einfahrt des gegen Südwest ausmündenden 
Hafens, des 

Scoglio San Andrea. 

(Aufenthalt vom 25. Mai Vormittags, bis 28. Mai 1876, 5 Uhr Früh). 

Bald nach unserer Ankunft alldort machte ich, trotzdem ein feiner Sprüh- 
regen fiel, eine kleine Recognoscirungstour in der nächsten Umgebung des 
Hafens. 

Inula Candida Cass. 
Sedum glaucum W. et K. 



Sedum anopetalum DC. 
Centaurea ragusina L. 



waren auch hier auf den Wänden nicht selten, namentlich tritt Centaurea ragu- 
sina auf allen westlich gelegenen , ins Meer abfallenden Felswänden geradezu 
massenhaft auf, doch konnte ich trotz Hilfe meines Fernglases nicht ein blühendes 
Exemplar erspähen. 

(26. Mai). Während ich meine gesammelten Pflanzen umlegte, ging mein 
Freund Top ich mit zwei Matrosen in die circa zwei Stunden entfernte kleine 

0* 



102 



Vorsaniitilunfir am \, October 1876. 



Ansiedlurif,' uiil' der lUthe (Ich Gebirges. Er berichteio mir, dass er beinahe auf 
der ganzen Tour durch herrliche Seeföhrenwahlunf? schritt,, die Sträuche aber 
dieselben waren, welche wir schon auf Busi beobachteten. Die kleine Ausbeute, 
die er inir mitbrachte, bestand aus: 



Crucianella latifolia L, 
Pnoralca hituminosa. 
Hcriöla aethnensis L. 



Marruhiwm vulgare L. var. lanatum. 
Centranthus (Jcäcitrapa Desf. 
Nifjella arvensis L, 



Im Laufe des Naclimiittif^K machte ich mit Top ich und zwei Matrosen 
auf den angeblich höchsten Punkt des Scoglio, welcher bei den Bewohnern den 
Namen „Bumbul" führt, und welcher eine Höhe von circa 800 Puss haben mag, 
einen Ausflug. 

Ausgedehnte herrliche Seeföhren waldun g begleitete mich fast auf der 
ganzen Tour, welche thcilwcise so dicht ist, dass, um vorwärtskommen zu 
können von meinen Matrosen, mit dem Beile oft erst Aeste abgeschlagen 
werden rnussten. 

Auf freien Stollen fanden sich: 
Lotus cytifioides L. var. prostratus Ser. 
Medicafjo minima Desv. 
Laih'j/rus sphacricua Rotz. 
Helianlhcmum Fumana Mi 11. 

— thymifoUum, Pors. var. laeve Vis. 
Seriola aethensis L. 
Chlora perfotiata L. 
Linum Hlriclum L. 
Phdipaea caerulea C. M. Meyer. 
Bonjeania hirsula Ta 
Aspci'ula Stäliana Vis. 



Marruhium vulga/re L. var. lanatum 

Bonth. 
Ällium suhhirsutum L. 
(kntranthus Calcitrapa Desf. 
Gastridium austräte Beauv. 
Micromeria graeca Benth. 

— — var. micrantha. 
Brom,us madritensis L. 
Crucianella, latifolia L. 
Hedypnois tubaeformis Ten. 
Erythraea Centaureumi Pers. 
Die interessanteste Localität dieses Eilandes ist jedoch der rechts von 
der Hafeneinfahrt gelegene Fclskainm, welchen ich um sowohl das herrliche 
Schauspiel des tobenden Meeres zu gcniessen, als auch um nach dorn Wetter 
auszuschauen zu wicderlioltcn Malen erstieg, von dessen kleiner Plattform 
Italiens Küste, ja sogar am 27. Mai Abends, als sich der Himmel ausgeheitert, 
sowohl die Majolla und der Gran Sasso, wie nicht minder der Monte Gargano 
in herrlichen Umrissen bei bester Beleuchtung zu erkennen waren. 
Die Ausbeute auf diesem kleinen Pelsenplateau war: 



Alsinc verna Bartl. var. meditcrr.Fem\. 
Silene CucuhälusWild. var. angustifolia 
Guss. 

— sedoides .Tac(|. 
Staticc cancellata Bernli. 
riantago Coronojms L. 

— Psyllium li. var. sicula. = Plan- 

tago Sicula Prossl. 



Planiago commutata Guss. 
Vailantia muralis L. 
Senecio aethnensis Jan. 
Picridium vulgare Desf. 
Fcstuca glauca Lam. var. pumila. 
Anagallis phoenicea Lam. 
Spergularia marina Boss. 



O. C. .S proitzoiihnrnr. 1().'> 

und auf »Icn Abliängen auf einer loiclit übersehbaren und j^cf^cn 
Osten exponirton Stolle diosea IMateuus: 

Franca pulverulenta Vitt. (vide Memorie dcl real Istituto vencto 1871 p. U)H), 
Honiit der zweite Standort dieser Pflanze in Dalniatien. 



I 



Herr Prof. Dr. G. Mayr legte folgende Abhandhingini vor: 
Die Hernipteren-Gattung Plvdhisvs (Westw.) Floh, von Dr. (i. von 
Horvdth. (Siehe Abhandhingen.) 

Zwei neue europäische Cynipiden und ihre Gallen von 
Fritz VVachtl. (Siehe Abhandlungen.) 



Herr Dr. Emil v. Marenzeller bericlitete über zwei ein- 
gesendete Arbeiten: lieber amcrikanisclie Spinnenart(;n der 
Unterordnung Citigradae von Gi-af Eugen Keyserling. (Siehe 
Abhandlungen.) 

Beschroibung der Metamorphose und der Lebensweise von 
IIcAohia imhescauH Oliv, von Fritz Wachtl. (Siehe Abhandlungen.) 



A n z o i iL5 o. 

Kleine und j^rüssere Microlepidopteren - Sani'nltiriffcn für Scliuicn und 
Anfäiif^er der Microlepidopterologio; in Kästdicn mit Glas, f(ut |)räparirt, 
richtig bestimmt und systematisch j^eordnet. 

I'ioiK: 

Kästchen, enthaltend 70 Genera, 102 Arten in 157 Exem])laron 15 fl. ö. W. 

81 „ 117 „ „ 147 „ 15 „ „ 

67 „. 105 „ „ 185 „ 16 „ „ 

7!i „ 102 „ ■„ 185 „ 16 „ „ 

90 „ 110 „ „ 145 „ 10 „ „ 

100 „ 110 „ „ 135 „ 17 „ „ 

Eine Sammlung in 3 Kästchen, enthaltend 115 Genera, 203 Arten 

in 466 Exemplaren 50 „ „ 

Eine Sammlung in 3 Kästchen, enthaltend 130 Genera, 345 Arten 

in 583 Exemplaren 60 „ „ 

zu beziehen durch Josef Mann, Landatrasse, Rennweg, am Canal, Nr. 17, 
I. Stock, Thür 6. 



104 Vei-Baramlung am 8. November 1876. 

Versammlung am 8. November 1876. 

Vorsitzender: Herr Professor Dr. Heinrich Reichardt. 



Neu eingetretene Mitglieder: 

p m TT als Mitglied bezeichnet durch 

P. T. Herren 

Dräsche Ritter von Wartinberg, Heinrich . Dr. F. Steindachner, Dr. Emil 

Beneden, van, Eduard, Professor an der Uni- v. Marenzeller. 

versität in Lüttich Die Direction. 

Braun Heinrich, Chemiker, III., Hauptstr. 8 

in Wien Dr. A. Kornhuber, J. E. Hibsch. 

Wilkens Dr., Professor an der k. k. Hoch- 
schule für Bodencultur Die Direction. 

Schwaighof er Anton, stud. philos., Wien, 

Heumarkt 9, I. 1 Prof. Reichardt, Prof. Wiesner. 

Beck Günther, stud. philos., Wien, Währing, Baron Schröckinger, Dr. Rei- 

Herrngasse 14 chardt. 



Eingesendete Gegenstände : 

20 theils vollständige, theils Kopfskelete aus allen Abtheilnngen der 
Wirbelthiere von Dr. Alb. von Roretz, d. Z. in Japan. 
200 Orthopteren von Herrn J. Kolazy. 
Pflanzen aus Dalmatien von Herrn G. C. Spreitzenhofer. 
8 Centnrien Lepidopteren von Herrn Dr. Heinrich Edler v. Zimmermann. 
150 Dipteren von Herrn Carl Neufellner. 
10 Centurien Dipteren und Hymenopteren von Herrn Alexander Bittn er. 



Der Herr Vorsitzende ersucht die Herren C. Aus t, 
J. Kolazy und M. Müllner das Scrutinium der zur Wahl von 
neun Ausschussräthen abgegebenen Wahlzettel vorzunehmen. 



Herr Prof. Dr. Jeitteles demonstrirte Schädel des Cmris 
palUpes aus Indien, sov^de lebende bei Wien gefundene Fleder- 
mäuse, in welchen er die einen mehr nördlichen Verbreitungs- 
bezirk besitzende als Vesperugo Nathusü bezeichnete Form zu 
erkennen glaubt. 



4 



EustacliWol'oszczalf. 105 

Herr Eustach Woioszczak legte vor: 

Botanische Notizeii aus Nord-Steiermark. 



Um einen Einblick in die pflanzengeographischen Verhältnisse des nord- 
steierischen Urgebirges zu gewinnen, machte ich Mitte (19.) Juli d. J. einen 
Ausflug auf den Seckauer Zinken, der mir von Botanikern als der Repräsentant 
der dortigen Flora empfohlen wurde. Mein eintägiger Aufenthalt auf demselben 
genügte jedoch in dieser Beziehung nicht, auch war damals die Flora in ihrer 
Entwickelung verhältnissmässig viel zurück. So entschloss ich mich denn 
Anfangs August wenigstens vierzehn Tage in dem Gebirge zuzubringen und 
den ganzen Bergcomplex zwischen dem Feistritzbache, der Mur, dem Pöls- 
und Liesingbache abzusteigen. Als Ausgangspunkt wurde diesmal wieder 
St. Lorenzen an der Mur gewählt und die erste von mir erstiegene Alpe war die 
Hochalpe, welche wohl besser den nord-steierischen Pilgern wegen der auf der- 
selben befindlichen Kapelle Maria Schnee, als den Botanikern bekannt sein 
dürfte. Ich widmete derselben einen Tag und war nicht wenig überrascht, 
auf einem verhältnissmässig beschränkten Terrain so ziemlich alle Repräsen- 
tanten der Alpenflora dieses Gebirges — wie ich mich später davon überzeugte — 
beisammen zu finden, ausgenommen jene, welche sich auf die höheren Punkte 
beschränken und die ich später zu nennen Gelegenheit haben werde. — Von 
hier aus begab ich mich am südlichen Abhänge des diese Alpe mit dem Zinken 
verbindenden Kammes auf den letztgenannten Berg, um demselben abermals 
einen Tag zu widmen und dann durch das Gotsthal nach Mautern zu gelangen 
und hier zu übernachten. Ohne in Mautern länger zu rasten, begab ich mich 
am frühen Morgen durch einen kurzen Graben über den Premstein, einen Berg 
von sehr geringem Interesse, dessen südwestlicher Abhang überdies dicht mit 
Krummholz bewachsen ist, auf's Hirschfeld, einen langgezogenen Rücken der 
das Gotsthal gegen Osten begrenzt und durch den Hauerkogel mit dem Zinken 
verbunden erscheint mit dem es viele Pflanzen gemein hat. Nachdem ich am 
Abend zur oberen Bodenhütte im Feistritzgraben herab gestiegen, hatte ich 
mein Tagewerk vollendet; ein Nachtmal, bestehend aus etwas Ziegenmilch und 
aus sechs Wochen altem Brote, diente als Viaticum auf den hier so ziemlich 
stereotypen Dachboden, um nach den Mühen des Tages auszuruhen. Mit dem 
ersten Sonnenstrahl verliess ich die Hütte um den die Hochalpe mit dem 
Zinken verbindenden Kamm von der Nordseite seiner ganzen Länge nach 
durchzumustern und dann wieder den Zinken zu erreichen. Nach einer kurzen 
Rast auf dem Zinken erstieg ich den Muranger Kogel, konnte hier aber wegen 
des ziemlich starken Regens nicht lange verweilen, auch war es schon an der 
Zeit einer Alpenhütte, wegen der vorgerückten Stunde, zuzueilen. In der Hoff"- 
nuug auf ein besseres Wetter, übernachtete ich in der Stubenhütte, um näher 
dem Grossen Reichart zu bleiben, niusste jedoch am folgenden Tage, weil in 



106 VerRammlung am 8. November 1876. 

alleu dortigen Alpenhütten weder Milch noch Brot zu erhalten — ich möchte 
jedem Touristen rathen, dies zu beherzigen — und keine Aussicht auf ein 
besseres Wetter vorhanden war, nach Liesingau heruntergehen, um erst an dem 
darauf folgenden Tage auf derselben Tour den Grossen Reichart zu ersteigen. 
Nach einem etwas längeren Aufenthalte auf dem Eeichart, versuchte ich am 
Kamme fortsteigend den Kleinen Reichart zu erreichen, woran mich jedoch der 
sehr steile Riss zwischen diesen Bergen verhinderte, so dass ich es vorgezogen 
habe, zum Ingeringsee herabzusteigen. Schon jetzt überzeugte ich mich, dass, 
da ich für die bisherigen Touren schon zu viel Zeit verbraucht hatte, mein 
ursprünglicher Plan nicht durchführbar sei. Ich hielt es daher für angezeigt, 
mich nach Knittelfeld zu begeben, um von hier aus dem Pölsbache folgend auf 
den Grossen Bösenstein zu gelangen. Der Tag, den ich diesem über 7700 Fuss 
hohen Berge gewidmet, war wundervoll, doch befriedigte mich die Ausbeute gar 
nicht; ich konnte mich daher nicht mehr entschliessen, andere Höhen in seiner 
Nähe zu berücksichtigen, weil ich ja auch noch den HochgoUing und die Enns- 
moore im Sinne hatte, welchen ich den Rest meiner verfügbaren Zeit widmen 
wollte. Am 16. August wurde der HochgoUing in Gesellschaft des bekannten 
Bryologen Herrn Breidler erstiegen und hiemit war das letzte Ziel der Reise 
erreicht. Den nächsten Tag verbrachte ich zum grossen Theile auf den Lietzen- 
Wörschacher Torfmooren, und beschloss hiemit meine Wanderungen im steieri- 
schen Gebirge. So verstrichen hier fünfzehn fröhliche Tage ; das Bild, an dem 
ich während der Zeit gearbeitet, war nun fertig, ich konnte es mit manchen 
angenehmen Erinnerungen heimtragen. Und zeigt es vielleicht in nicht genug 
scharfen Contouren das besprochene Gebiet, so hätte ich doch versucht, es hier 
mit wenigen Strichen wiederzugeben, wenn ich nicht fürchten würde, andere 
dadurch zu ermüden. Ich werde daher nur eine Parallele zwischen den vier 
höchsten von mir erstiegenen Punkten ziehen, und im übrigen auf das Bild des 
P. Strobl, welches er in der österr. bot. Zeitschrift, Jahrg. 1870, p. 208ff., vom 
Bösenstein gegeben, verweisen, weil es fast vollständig die Verhältnisse aller 
von mir erstiegenen Höhen wiedergibt, insofern es die gewöhnlichen Vorkomm- 
nisse betrifft, wie sie der Bösenstein eben aufweist. Betrachten wir nun die 
selteneren, einzelne dieser Höhen charakterisirenden Pflanzen, so finden wir, 
dass der Bösenstein nur eine einzige charakteristische Pflanze, den Ranunculus 
crenatus W. K. (in dem Kessel zwischen dem Grossen und Kleinen Bösenstein), 
aufzuweisen, während er Sesleria microcepliäla DC. mit dem Reichart (nach 
Maly) und HochgoUing, das Eriox->lioruin Seheuchzeri Hoppe mit allen übrigen 
gemein hat — weshalb er, trotz seiner Höhe, der wenigst interessante Berg 
sein müsste, falls sein Nordabhang, der wegen seiner Steilheit — wenigstens 
von den Botanikern kaum besucht worden sein dürfte — nicht etwas mehr 
Interesse abzugewinnen im Stande wäre. Wir finden weiter, dass der Hohe 
Zinken — der nebenbei gesagt als das Verbreitungscentrum der AntJiemis 
styriaca betrachtet werden muss, da selbe allerdings auch auf der Hochalpe 
und dem Verbiudungskamm, dem Hirschfeld und dem Reichart (letzteres nach 
Maly) seltener, am Zinken aber am häufigsten auftritt — acht charakteristische 



Eustach WoJoszczak. 107 

Pflanzen beherbergt, nämlich: Artemisia Mutellina, Chrysanthemum coronopi- 
foUum, Saussurea discolor, Crepis hyoseridifolia, Sempervivum Ftmlcii, Oxy- 
tropis campestris, Primula villosa Jacq. (auf dem gegen Knittelfeld hinsehenden 
Ausläufer seltener) und CocMearia pyrenaica (welche ich einzeln auch tiefer 
westlich vom Gipfel gefunden), — während er die Lloydia serotina, Salix herba- 
sea L., Saxifraga squarrosa mit dem Reichart und Hochgolling, das Sedum 
Wulfenii (nach Maly) und Cerastium alpinum mit dem Reichart theilt — 
wir finden, dass dem Reichart Tofieldia horealis, Chamoeorchys alpina, Gna- 
phalium earpaticum, Saussurea alpina (wenn mich die gefundenen jungen 
Blätter nicht täuschen), Saxifraga stenopetala unb hieracifolia und Banun- 
culus alpestris eigenthümlich sind, während er Sesleria microcephala mit dem 
Hochgolling und (nach Maly) mit dem Bösenstein, Oxyria digyna, Saxifraga 
retusa, Achillea moschata und Cardamine alpina mit dem Hochgolling gemein 
hat. Es bleiben dann für den Hochgolling charakteristisch Eritrichium nanum, 
Hutchinsia hrevicaulis, Androsace glacialis , Papaver pyrenaicum, Linaria 
alpina und nach Maly überdies Gnaphalium Leontopodium, Primula Floerkeana, 
Draba ZahlbrucJcneri und Wahlenbergii und Potentilla frigida, welche letztere 
nur seltener verbreitet sein dürften, wenn ich auch nicht in Abrede stellen 
kann, dass auch ich wie die meisten, welche den Golling bestiegen haben, mehr 
auf die zu machenden Tritte als auf Pflanzenfunde gedacht und sie daher 
übersehen habe. Abgesehen vom Golling, der dem Gesagten gemäss zehn 
charakteristische Pflanzen besitzt, was sich durch die bedeutendere Erhebung 
und eine weiter nach Westen vorgeschobene Lage erklärt, bleibt der Zinken 
unter den bestiegenen Höhen der an Arten reichste Berg und steht ihm der 
Reichart sogar mit Rücksicht auf die Zahl der Individuen seiner Specifica ganz 
deutlich nach. 

Ich übergehe nunmehr zur Aufzählung jener Pflanzen, deren Erwähnung 
mit Rücksicht auf P. StrobFs Aufzählung und Maly's Flora von Steiermark 
mir angezeigt erscheint, und zwar in der systematischen Ordnung der letzteren, 
weshalb ich überall auch die dort gebrauchten Speciesnaraen beibehalte, ausser 
wenn zur Hervorhebung der Art eine Aenderung nothwendig erschien und be- 
merke, dass keiner von den von mir bestiegenen Bergen Kalksteine aufzuweisen 
hatte, wenn auch der Kalkgehalt dieser Gesteine sich durch die Pflanzen- 
vorkommnisse hie und da deutlich verräth. Letzteres muss hier umsomehr 
hervorgehoben werden, als diese Berge bei Maly nicht selten unter den Kalk- 
bergen figuriren. 

Asplenium Breynii Retz auf Felsen oberhalb St. Marein am Fusse 
der Hochalpe, nicht häufig. 

Allosurus crispus Beruh, kommt von der Hochalpe bis auf den 
Reichart zwischen Felstrümmern vor. 

Struthiopteris germanica'WiWdL. sehr häufig am unteren Laufe des 
Ingeringbaches zwischen Bischofsfeld und Knittelfeld. 

Lycopodium Selago L. auf den Torfmooren bei Lietzen an der Enns 
mit Lycopodium inundatum L. 

Z. B. Ges. B. XXVI. Sitz.-Ber. P 



108 Versammlung: am 8. November 1876. 

Carex canescens L. am unteren Scheiplsee (C. elongata habe ich hier 
nicht gesehen). 

Carex Buxhaihmii Wahlg. auf dem unteren Scheiplsee — grund- 
ständige Scheiden die Basis des Halmes faserig umstrickend, dreinarbig — der 
stricta ähnlich, daher kaum ein Irrthum möglich. 

Eriophorum vaginatum L. auf dem genannten See, ebenso unter 
dem Premstein. 

Eriophorum Scheuchzeri Hoppe in einer Lacke unter dem nörd- 
lichen Abhänge des Zinken. 

E. gracileKoch nndalpinum L. auf Torfmooren bei Lietzeu nicht selten. 

Glaäium Mariscus R. B. auf Mooren bei Wörschach an der Enns 
nicht häufig. 

Poa laxa Häncke überall gemein, 

Ave na versicolor Vill. auf dem Hirschfeld seltener. 

Sesleria disticha Pers. auf dem Zinken, Muranger Kogel, Hirschfeld 
und wohl auch häufiger. 

Juncus Jacqioini L. auf dem Kamme zwischen dem Zinken und der 
Hochalpe sehr spärlich. 

Nigritella angustifolia Rieh. Am Abhänge des Bösenstein gegen 
den oberen Scheiplsee. 

Zanichelia palustris L. in Torfgräben bei Wörschach sehr häufig 
mit Potamegeton pusülus und ütricularia minor. 

Juniperus nana Willd. wird von Maly blos auf Kalkbergen an- 
gegeben ; ist hier oft massenhaft. 

Pinus Cemhra L. wurde unter dem Hochgolling nirgends gesehen, 
während sie z. B. unter dem Reichart und auf dem Bösenstein prächtige Bäume 
darstellt. 

Salix äaphnoides Vill. auf dem Wege von St. Lorenzen auf die 
Hochalpe. 

Salix sordida Kern, (purpurea - cinerea) am Rande eines kleinen 
Gehölzes am Wege von St. Lorenzen nach St. Marein. 

Salix grandifolia Ser. ist in allen Alpenthälern häufig und steigt 
selten nur in die Region der Salix retusa als ein winziges Sträuchelchen. 

Salix macropliylla Kern, an der Ingering und im Wolfsgraben an 
der Tauernstrasse. 

Salix repens ist im Ennsthale ziemlich häufig, von Lietzen bis Irnding. 

Salix serpillifolia Scop. auf dem Kumme zwischen dem Zinken und 
der Hochalpe selten, üeberhaiipt scheint die hier häufigere Alpenweide S. retusa 
nicht besonders gemein zu sein und Salix herbacea L. ist sehr leicht zu 
übersehen. Ich sah sie auf dem Zinken, Reichark und an der Gollingscharte, 



Euutach Woloszc zak. 100 

überall weiblich ~ habe sie auch am Peterstein in den Sudeten und in der 
Schweiz nur weiblich gesammelt, ein Beweis, dass männliche Individuen 
seltener sind. 

Armeria ali)ina Willd. wird von Maly auf Kalkalpen blos augegeben, 
kommt aber auch auf dem Hirschfeld, Zinken, Reichart, Bösenstein und 
Golliug vor. 

Valeriana celtica L. gehört hier mit Seneeio carnioUcus, Cerastium 
latifoUum, Saxifraga hryoides, Silene Pumilio, Primula glutinosa, Chrysan- 
themum alpinum, Sedum repens etc. zu den gemeinsten Pflanzen. 

Gnapholium norvegicum Gun. ist auf Voralpen nicht selten. 

Cirsium spinosissimum Scop. von der Gollingscharte abwärts. 

Cirsium heterophyllum All. in allen Alpenthälern, z. B. Ingering 
— Gotsthal — Pölsthal sehr häufig. 

Cirsium WanJcelii Reichart (heterophyllo - palustre Wank. Wim.) in 
der In gering unterhalb des Jägerhauses. Stimmt mit der Reichenbach'schen 
Abbildung ganz genau überein, weicht jedoch von dem vom Prof. Reichardt 
gefundenen Exemplare ziemlich ab, so dass ich letzteres im ersten Momente 
fast für einen Bastart aus C. heterophyllum und JEh-isitholes augesehen hätte. 

Cirsium hyhridum Koch {palustri-oleraceum Näg.) am Fusse des 
Grimming unterhalb Nieder-Stuttern in einem Exemplare. 

Carduus Personata Jacq. am Pölsbache, in der Ingering, im 
Gotsthale. 

Centaurea stenolepis Kern, in Alpenthälern. Ich bin fast überzeugt, 
dass die Cent. Phrygia Strobls auch hieher gehöre. 

Hieracium staticaefolium Vill. steigt, bis etwa 5000 Fuss unter den 
Hochgolling hinauf. 

Hieracium albidum Vill. auf der Hochalpe stellenweise. 

Campanula Scheuchseri Vill, auf dem Premstein, Hochalpe etc. 

Gentiana frigida Häncke vom Hirschfeld über den Zinken bis auf 
den ßeichart, dann am Bösenstein und Hochgolling. 

Gentiana Kochiana Perr. et Song. = e^ccisa Presl hier nicht selten. 

Pillmonaria mollis Wolff im Steinmüller graben des Zinken. 

Veronica urtieaefolia Jacq. an der Tauernstrasse gegen Trieben 
zu häufig. 

Veronica alpina L. (nach Maly blos auf Kalk) kommt vor auf der 
Hochalpe, auf dem Zinken und wohl häufiger. 

Ar et staphylo s alpina Spr. auf dem Hirschfeld, Zinken 

Vaccinium uliginosum L. sehr häufig auf Torfmooren der Enns bei 
Lietzen. 

Archangelica officinalis dürfte am Thalbache bei Schladming vor- 
kommen; doch konnte ich — weil jenseits desselben — die gesehenen Pflanzen 
nicht untersuchen, sie waren sehr stark entwickelt. 

P* 



110 Versammlung am 8. Novemter 1876, 

Imperatoria Ostruthium L. auf der Hochalpe, am Zinken, wahr- 
scheinlich überall verbreitet. 

Bhodiola rosea L, auf der Hochalpe, am Zinken, Hirschfeld. 

Sedum annuum L. auf Felsen oberhalb St. Marein am Fusse der 
Hochalpe. 

Saxifraga Aisoon auf dem Hirschfeld, Reichart (typische Form). 

S. muscoides Wulf und androsaeea L. vom Zinken bis zum Golling 
nicht selten. 

Ranunculios glacialis L. vom Hirschfelde über den Muranger Kogel 
bis zum Reichart, auch am Bösenstein. 

Ärahis arenosa Scop. steigt bis auf den Gipfel des Reichart hinauf. 

Cardamine alpina Willd. am Abfalle des Grossen Reichart gegen 
die Ingering nicht selten. 

Hypericum humifusum L. auf Wiesen und am Waldrande oberhalb 

St. Marein, im Ganzen spärlich. 

Circaea alpina in Älpenthälern überall gemein. 

Bryas octopetala L. auf dem Hirschfeld, Zinken, Muranger Kogel, 
vielleicht häufiger noch als ich sie notirt habe. 

Spirea salicifolia L an Wiesenrandern hinter St. Marein, auf dem 
Wege nach Seckau, sehr häufig in der unteren Ingering. 



Herr Dr. Franz Low besprach die British Gall-Insects by 
Albert Müller. Basel 1876. 



Herr Secretär A. Rogenhof er theilte den Inhalt eines 
Briefes des Herrn Baron Ransonnet aus Nussdorf am Attersee 
mit, welcher über das massenhafte Erscheinen des Kohlweiss- 
iings (Pieris hrassicae L.) längs dem See-Ufer am 29. Juli 1876 
und wiederholt am 16. August berichtet. 

Ferner zeigte derselbe und übergab für die Gesellschafts- 
Sammlung einen durch Vermittlang des Mitgliedes Herrn 
F. Ronniger acquirirten 13 Cm. im Querschnitt haltenden, 
circa 36 Jahre alten Stammabschuitt von Hex Aqidfolium L., 
vom östlichen Ufer des Traunsees in der Nähe von Gmunden 
herrührend. 



J. C. V. Pittoni. 111 

Der Herr Vorsitzende legt eine Mittheilung des Herrn 
J. C. Ritter von Pittoni, k. k. Truchsess, vor: 

Erfahrungen über die Anwendung des Sehwefel- 
kolilenstoffes gegen Inseetenfrass in natürliistorisehen 

Sammlungen. 

Ich habe in Dr. A. Skofitz's österreichischer Zeitschrift, VUI. Jahr- 
gang 1858, p. 300 die von dem nun verstorbenen Botaniker Eene Lenormand 
zu Vire (Calvados) in Frankreich zuerst in Anwendung gebrachte Methode mit 
Schwefelkohlenstoff, die in Herbarien leider nur zu oft sich einnistenden In- 
secten und deren Eier zu vertilgen, veröifentlicht. 

Seither sind achtzehn Jahre vergangen, während welchem Zeiträume sich 
diese Methode bei mir, und mehreren meiner botanischen Freunde vollkommen 
bewährt hat, jedoch wegen des Kostenpunktes den der hiezu nöthige Apparat 
verursacht, noch immer nicht so allgemein in Anwendung kam, als sie es ver- 
dient. Da ich durch die Erfahrung belehrt, manche Verbesserung an der Vor- 
richtung angebracht, halte ich es für angezeigt, diesen Gegenstand neuerdings 
in Anregung zu bringen, und die Botaniker aufmerksam zu machen, dass man 
ein Herbar, welches vom Wurmfrass angegriffen ist, durch Anwendung von 
Schwefelkohlenstoff weit schneller und weniger gefahrvoll retten wird, als selbes 
bei einiger Ausdehnung durch Vergiftung jeder einzelnen Pflanze mit Sublimat- 
auflösung geschehen kann. 

Verbessert mit meinen Erfahruagen will ich nun neuerdings den Apparat 
beschreiben. 

Ich Hess eine Kiste von weichem Holze, 4 Fuss 9 Zoll lang (= 1 Meter 
50 Cm.), 2 Fuss 6 Zoll hoch (= 80 Cm.), 1 Fuss 7 Zoll breit (= 50 Cm.) 
gut verzapft anfertigen, und von innen mit dünnen, sorgfältig an einander ge- 
lötheten Zinktafeln ausfüttern, um jede Ausströmung zu verhindern. Der 
bewegliche abzuhebende Deckel wird ebenfalls im Innern mit Zinktafelu ausge- 
füttert, erhält jedoch nach meiner neuerlichen Angabe einen abwärts gebogenen, 
zollbreiten {2V2 Cm.) Ansatz von Zinkblech, welcher in eine an die Kiste 
angelöthete Rinne von Zink passt, die mit Wasser gefällt dazu dient, dass der 
entwickelte Dampf hermetisch abgeschlossen ist, und nicht entweichen kann. 

Der innere Raum der Kiste wird, nachdem sie mit Zinkblech ausgefüttert 
ist, in zwei Theile nach der Breite getrennt, deren einer zur Aufnahme des 
Schwefelkohlenstoffes bestimmt ist und nur 4 Zoll (IOV2 Cm.) im Lichten 
Breite hat. Diese Trennungswand ist aus dünnem Holz, sie reicht nicht bis zum 
Boden der Kiste, sie lässt einen Raum von V2 Zoll (IV4 Cm.) frei, ebenso 
langt sie nicht bis zum oberen Rande, wo sie einen Raum von 1 Zoll (272 Cm.) 
frei lässt, damit die sich nach dem Schluss der Kiste entwickelnden Dämpfe 
freie Strömung in die grössere Abtheilung der Kiste haben können. 



112 VerKamralniig am 8. Noveniljer l«7fi. 

Die grosse Abtheilung fasst 10 bis 12 Pakete meines Herbars, die unterste 
Keilie von 6 Paketen, ruht auf einem gitterartigen Einsätze von Holz, der vom 
Boden ungefähr 1 Zoll (2V2 Cm.) absteht, die zweiten 6 Pakete auf einem 
ebensolchen Einsätze, der in der Mitte der Kiste angebracht ist, so dass die 
Dämpfe rundum in die nicht geschnürten Pakete eindringen können , und das 
Schwefelkohlenstoffgas leichteren Durchgang habe. 

Die kleinere Abtheilung der Kiste wird mit feinen Hobelsj^änen gefüllt, 
die ganz leicht aufeinander gehäuft, und nicht gepresst werden. 

Ist der Apparat so vorgerichtet, sind die Pflanzenpakete in der gehörigen 
Lage, so giesst man schnell auf die Hobelspäne 8 Loth = (14 Dekagramm) 
Schwefelkohlenstoff, was der leichten Entzündbarkeit des Stoffes wegen, bei 
Tag geschehen muss. Der Deckel wird sogleich und schnell von zwei Personen 
geschlossen, die Rinne mit Wasser gefüllt und untersucht, ob nicht etwa irgend- 
wo, trotz aller Vorsicht, Dämpfe ausströmen, die sich sogleich durch den heftigen 
widerlichen Geruch verrathen würden. Zu bemerken ist noch, dass die Kiste 
genau wagrecht am Fussboden stehen muss, bevor man sie benützt, damit das 
Wasser in der Rinne gleich vertheilt bleibt. An der Wasserrinne muss an einer 
Ecke ein ganz kurzes Rohr eingelöthet werden, das mit einem Korkstöpsel ver- 
schlossen wird, damit nach Ablauf der Zeit, ehe die Pakete aus der Kiste ge- 
nommen werden, das Wasser abgelassen werden kann, weil sonst die Pakete 
durch das schnelle Abheben des Deckels durchnässt werden könnten. 

Ist nun die Kiste geschlossen, so entwickeln sich im Innern die Schwefel- 
kohlenstoffdämpfe, je wärmer die äussere Temperatur ist, desto schneller durch- 
dringen sie die Pakete, alle Larven, Käfer und die Eier derselben werden 
getödtet, was wir durch vielfältige Versuche erprobt haben. 

In einem geheizten Zimmer, bei einer Temperatur von lO^R. (12'/2 Celsius), 
kann man auch im Winter die Reinigung der Herbare vornehmen. Hat man die 
Kiste auf dem Hausboden stehen, so ist das Frühjahr abzuwarten. 

Bei grossen Museen sollte jedoch stets eine kleine Stube dazu bestimmt 
sein, diese Kiste in Verwendung zu bringen, denn nicht allein für Pflanzen 
könnte sie verwendet werden , Vögel , kleinere Thiere , Insectenladen können 
ebenso gut vor Larven und Eiern geschützt werden, die in Sammlungen oft 
so grossen Schaden verursachen. 

Zur Vertilgung der Insecten in den Herbarien genügen nach meiner 
Erfahrung vier Tage. Nach dieser Zeit lässt man das Wasser aus der Rinne 
ablaufen, hebt schnell den Deckel ab, schnürt die Pakete etwas fester, und lässt 
sie unter Zutritt der Luft drei bis vier Stunden in demselben Räume ausser 
der Kiste liegen. Der Geruch wird dann grösstentheils verflogen sein und man 
kann die Pakete, wie früher, in sein Herbar einordnen. 

Auch das grösste Hevbar ist mit dieser Art im Laufe eines Sommers 
von Insecten zu reinigen, und man hat die für manche so gefährliche Vergiftung 
mit Sublimatlösung nicht nöthig. Nur muss man Acht haben, neue Acquisitionen 
in das Herbar nicht früher einzutbeileu , bevor man sie nicht auf oben an- 
geführte Art von Insecten gereiniget hat. 



G. C. V. Pittoni. ll;-5 

Würden bei zoologischen Museen luftdicht verschlicssbare Kaninicrn ein- 
gerichtet, so könnten, wie schon bemerkt, viele naturhistorische Gegenstände, 
die dem Mottenfrass unterworfen , vollkommen durch die Anwendung des 
Schwefelkohlenstoffes gerettet werden. 

Auch Keisende in wärmeren Klimaten, welchen oft die mit vielen Be- 
schwerden und Aufopferungen gesammelten naturhistorischen Gegenstände zu 
Grunde gehen, könnten den Schwefelkohlenstoff mit Vortheil verwenden. 

Der Schwefelkohlenstoff gewährt ferner ein vortreffliches Mittel zum 
Schutze gegen Mottenfrass bei Pelzwerk; ich bin auch i;berzeugt, dass durch 
lihn bei Schafwollstoffen, Wollentuch, Teppichen, der Mottenfrass ganz bintan- 
: gehalten werden könnte. Würden z. B. in Montur-Magazinen Kammern von 
Zinkblech, die luftdicht abzuschliessen wären, hergerichtet, so könnten auf 
einmal grosse Quantitäten von Monturen untergebracht und in drei bis vier Tagen 
so von Motten und deren Eiern gereiniget werden, dass man lange Zeit diese 
Procedur nicht zu erneuern brauchte. 

Was endlich den Kostenpunkt betrifft, so ist der Schwefelkohlenstoff, da 
er im Grossen zu verschiedenen technischen Zwecken angefertiget wird, nicht 
besonders theuer, 100 Kilo sind fast überall mit circa fl. 90 ö. W. zu kaufen, 
so dass die für oben angegebene Kiste nöthige Quantität von 8 Loth oder 
'14 Dekagramm nicht höher als auf 13 bis 15 kr. zu stehen kommt. 

Eine solid aus ausgetrocknetem Fichtenholz angefertigte Kiste kann auf 

ungefähr fl, 30, die Fütterung mit Zinkblech eingerechnet, zu stehen kommen, 

dhre Dauer ist bei gehöriger Schonung gegen Beschädigung von Aussen auf 

viele Jahre. Mein Apparat ist bereits achtzehn Jahre im Gebrauche, und kann 

sich auch noch einmal so lange tauglich erhalten. 

Derselbe berichtet ferner über das folgende Werk unter 
Vorweisung desselben: 

Die wichtigsten essbaren, verdächtigen und giftigen Schwämme in natur- 
Egetreuen Abbildungen auf 12 Tafeln von Dr. Friedrich Wilhelm Lorin s er, 
'.zusammengestellt im Auftrage des k. k. niederösterreichischen Landessanitäts- 
i;xathe8. Wien 1876. Verlag von Eduard Hölzel. Preis 5 fl. 



Zürn Schlüsse wird das Resultat des Scrutinium bekannt 
gegeben. Es erscheinen als Ausschussräthe gewählt, die Herren: 

Bergen stamm Julius v. 
Hai m hoffen Gustav, Ritter v. 
Halacsy Dr. Eugen. 
Jeittele s Ludwig. 
Mayr Dr. Gustav. 



Pelz ein August v. 
Peyritsch Dr. Johann. 
Reichardt Dr. Heinrich. 
Reuss Dr. A , Ritter v. 



1 14 Versaramlung am 6. December 187G. 



Versamoilimg am 6. December 1876. 

Vorsitzender: Herr Professor Dr. Julius Wiesner. 



Neu eingetretenes Mitglied : 

P. T. Herr als Mitglied bezeichnet durch 

P. T. Herren 
Aberle Dr. Karl, k. k. Prof. und Regierungs- 

rath in Salzburg Dr. A. Petter, A. ßogenhofer. 



Eingesendete Gegenstände: 
Lichenes exsiccata (Fortsetzung) von Herrn F. Arnold. 



Der Flerr Vorsitzende macht Mittheilung von den äusserst 
werthvollen Geschenken, welche Herr Oberlandesgerichtsrath 
Karl Ritter von Schreibers der Gesellschaft mit dem grössten 
Theile der botanischen Prachtwerke Nicolaus Freiherr von Jac- 
quin's (siehe Seite 118) gemacht. Der Ausschuss der Gesellschaft 
hat dem grossmüthigen Spender eine Adresse votirt und auch 
die Versammlung möge durch Erheben von den Sitzen ihrem 
Danke Ausdruck geben. 

Er ersucht sodann die Herren J. Kaufmann, J. Kolazy 
und M. Müllner das Scrutinium über die zur Wahl von sechs 
Vicepräsidenten abgegebenen Stimmzettel vorzunehmen. 



Herr Cnstos A. v. Pelz ein berichtete über eine weitere 
Sendung von Vögeln aus Ecuador. (Siehe Abhandlungen.) 



Herr Josef Erber sprach über die Lebensweise von Siren 
lacertina in der Gefangenschaft. 

Ich erlaube mir, der hochgeehrten Versammlung ein Thier vorzuzeigen, 
welches, soweit mir bekannt ist, in Wien noch nicht lebend gesehen wurde. 
Es ist dieses der sogenannte Armmolch, Siren Lacertina. L* 

Dieses Thier erhielt ich durch Vermittlung des Herrn Director Dr. Stein- 
dachner mit sieben Exemplaren von Triton dorsalis, von einem aus Texas in 
seine Heimat zurückkehrenden Schweizer, welcher diese acht Thiere, angeblich 
aus Texas, mitbrachte. Die Tritonen sind mir leider alle zu Grunde gegangen. 



JoBef Erber. 115 

und kann ich nur mehr über die Lebensweise von Siren in der Gefangenschaft, 
seit 16. April 1875 Einiges berichten. Bei der Uebernahme war Siren kaum 
4 Zoll lang , und ungefähr so dick wie eine Federspule. Füsse und Kiemen 
waren ihm von den Tritonen vollkommen ausgerissen und abgefressen, statt 
dessen sah man nur Vertiefungen im Körper. 

Ich gab das Thier separat in ein Behältniss, versorgte es täglich mit 
frischem Wasser, hielt es überhaupt sehr rein, fütterte es mit kleingeschnittenem, 
rohem Rinderherz, welches es sehr gerne verzehrte, und hatte schon Mitte Mai 
das Vergnügen, ganz kleine Stümpchen als Anfange der Füsse entstehen zu 
sehen, bald darauf bildeten sich auch Anfänge der Kiemen. Das Thierchen 
nahm sichtlich zu, und war anfangs Juni schon um 1 Zoll länger, und bedeutend 
dicker geworden, war überhaupt sehr lebhaft, bei Witterungswechsel stets sehr 
unruhig, so zwar, dass, als einst in der Nacht heftiges Gewitter war, ich meinen 
Siren Morgens nicht mehr in seinem Gefässe fand. Ich suchte das Thier im 
ganzen Locale, und fand es erst, nachdem ich einen Kasten wegrückte, zwischen 
Diele und Mauer, halb vertrocknet, mit Staub bedeckt, fest eingekeilt. Ich hielt 
Siren, da er kein Lebenszeichen mehr von sich gab, für verloren, wollte ihn 
aber doch im Spiritus aufbewahren, und suchte ihn zu reinigen, indem ich ihn 
ins Wasser warf. Nach kurzer Zeit bewegte sich das Thier, und häutete sich 
vollkommen ab. Ich gab ihm sogleich frisches Wasser, er häutete sich fort und 
fort, ich wechselte das Wasser oft, und immer wurde dasselbe trüb und voll 
mit Hautresten. Im Verlaufe des Tages nahm das Thier wieder Nahrung wie 
früher, und es schien dieser Ausflug ins Trokene ihm sehr gut gethan zu haben. 
Sehr häufig, wenn ich ihm frisches Wasser gab, wusste es mir aus dem Gefässe 
heraus zu springen, und mich nimmt es Wunder, dass es sich bei dem oft mehr 
denn zwei Fuss hohen Falle auf Steinplatten nie beschädigte, und stets munter 
und frisch blieb. Im August vorigen Jahres, theilten sich an den Fussstummeln 
bereits die Zehen ab, auch waren die Kiemen fast vollständig wieder nach- 
gewachsen. 

Im October fing das Thier an, jede Nahrung zu verschmähen, war aber 
den ganzen Winter hindurch, wo ich es kalt stehen Hess, stets verhältniss- 
mässig lebhaft. Ich versuchte es im warmen Zimmer, das Thier fing aber zu 
kränkeln an, das Wasser war stets trübe, und ich stellte es wieder kalt. 

Erst Anfangs Mai dieses Jahres fing das Thier wieder Nahrung zu 
nehmen an, und zwar immer mit Vorliebe rohes Herz; kleine Regenwürmer, 
Culex-li&vxen, Gamarus etc. nahm es wohl, aber, besonders wenn es Regen- 
würmer frass, wurde es stets mehrere Tage krank, das Wasser war stets trübe, 
und das Thier träge. 

Gegenwärtig misst das Thier 9V2 ZoU, nimmt wieder seit Ende Sep- 
tember keine Nahrung, ist, wie die hochverehrte Versammlung sich überzeugen 
kann, vollkommen in allen seinen Theilen entwickelt, und hoffe ich, dasselbe 
wohl noch einige Zeit zu erhalten. 

Im Jahre 1825 erhielt Herr Patrik Neill in Edinburg ein Siren aus 
Süd Carolina, und berichtet darüber in den „Notizen aus dem Gebiete für Natur 

Z. B. Ges. B. XXVI. Sits.-Ber. Q 



116 Versammlung am G. Decemlier 1876. 

und Heilkunde" Band XXI, 1828, und Band XXXm, 1832. Sein Thier war 
IV2 Fuss lang, und ist in den Zeitraum von sechs Jahren um 3 Zoll gewachsen. 

Er hielt das Thier in einem Holzbehälter mit schlammigem Wasser, gab 
ihm Würmer und Fische zur Nahrung, unter letzteren hauptsächlich Stichlinge, 
was mir etwas zweifelhaft erscheint, und es ging ihm zu Grunde, weü es sich 
aus dem Behältnisse losschnellte, und auf dem Fussboden mit eingetrockneten 
Kiemen aufgefunden wurde. 

Diese Notiz ist auch in „Brehm's Thierleben" kurz wiedergegeben. 

Von einer Stimme bemerkte ich bei diesem Thiere nichts. Nur wenn 
es sich auf Minuten über dem Wasser hält, oder wenn es während des Ab- 
wässerns ohne Wasser ist, stösst es schnell hintereinanderfolgende, klappernde 
Laute aus, ungefähr wie Schwalben, wenn sie Insecten haschen. 

Mein Siren verträgt schlammiges Wasser nicht, sondern sucht demselben 
auf jede Weise zu entgehen, dies scheint nicht zu erweisen, dass das Thier in 
seinem Yaterlande im Schlamme vorkommen und leben soll. Sie scheinen sich 
aber überall den Verhältnissen anzupassen, wie denn überhaupt die Lebens- 
fähigkeit dieser Thierklasse eine unglaubliche ist. 



Ferner demonstrirte er lebende Geburtshelferkröten Alytes 
obstetricans, welche ihm von Dr. Egyd Schreiber aus Görz im 
Juni dieses Jahres ohne nähere Angabe des Fundortes mit- 
getheilt wurden. Sie werden mit rohem Rinderherz und Mehl- 
würmern gefüttert. 

Herr Professor Dr. H. W. Reichardt besprach folgende 
Arbeit: Vergleichende Zusammenstellung der gebräuchlicheren 
Pflanzensysteme und statistische Uebersicht der Artenzahl und 
Verbreitung der Ordnungen (Familien) der lebenden und fossilen 
Gefässpflanzen von Dr. Carl Aberle. Wien 1877. Verlag von 
Friedrich Beck. 

Herr Dr. Emil v. Marenzeller legte eine eingesendete 
Abhandlung von Dr. R. Bergh in Kopenhagen vor: Beiträge 
zur Kenntniss der Aeolidiaden. IV. (Siehe Abhandlungen.) 



Derselbe demonstrirte drei lebende, jugendliche japanische 
Riesensalamander (Cryptobranchus japonicus v. d. H.), welche 
von Herrn Dr. Richard Ritter von Dräsche auf seiner Welt- 



JuliuBWiesner. Il7 

reise in Japan acquirirt und wohlbehalten nach Wien gebracht 
worden waren. Sie befinden sich seit dem 21. November im 
Besitze des k. k. zoologischen Hofcabinetes, welchem Dr. von 
Dräsche dieselben zum Geschenke gemacht. Das grösste 
Exemplar misst 44*5 Cm., die beiden kleineren sind je 36 und 
32 Cm. lang. Da Fische in der gegenwärtigen Jahreszeit schwer 
beizustellen sind, so erhalten sie rohes Rinderherz ; doch nehmen 
sie bis jetzt diese Nahrung nicht freiwillig, sondern müssen förm- 
lich geatzt werden. Fernere Berichte sollen folgen. 



Herr Theodor von Weinzierl berichtete über das Vor- 
kommen des Phloroglucins im Pflanzenreiche. 



Der Herr Vorsitzende sprach über einige neue das Chlorophyll 
betreffende Fragen. 

Zum Schlüsse machte der Vorsitzende das Ergebniss des 
Scrutiniums bekannt. Es wurden gewählt: 

Zum Präsidenten: Se. Durchlaucht Fürst Josef Colloredo- 
Mannsfeld. 

Zu Vice-Präsidenten für das Jahr 1877 die Herren: 



Brunuer von Wattenwyl Karl. 
Hauer Franz Ritter von. 
Mayr Dr. Gustav. 



Kornhube r Dr. Andreas. 
Pokorny Dr. Alois. 
Reichardt Dr. Heinrich. 



Nachricht. 

Eine Käfersammlung, bestehend aus 1600 europäischen und über 200 exoti- 
schen Arten in Schachteln ist billig zu verkaufen. 

Nähere Auskünfte werden ertheilt: Wien, 1., Postgasse 6, IV. Stock, 
Thür 8 oder IX., Hörigasse 15, IL Stock, Thür 34. 



ANHANG. 

Werke, 

welche der k. k. zool.-botan. Gesellschaft im Jahre 1876 geschenkt wurden: 

Geschenke des Freiherrn Felix von Thömen. 
Hoff mann G. F. Botanisches Taschenbuch für 1791. Erlangen. 
Swartz Claus. Dispositia sistemat. rauscor. frondosor. Sueciae. Erlangen 1798. 

Q* 



118 Anhang. 

Voit Dr. J. G. W. Historia Muscorum frondosorum. Nürnberg 1812. 

Necker. Methodus muscorum. Mannheim 1771. 

Gmelin J. F. Enumeratio stirpium agro tnbingensi indigenorum. Tübingen 1772. 

Ruppius Heinr. Bernh. Flora Jenensis. Frankfurt 1726. 

Sprengel Gurt. FJprae Halensis tentamen novum. Halle 1806. 

Wallroth Fr. Wilh. Annuus botanicus sive supplementum tertium ad Curtii 

Sprengelii flor. Hallensen. Halae 1815. 
Reliquae Houstounianae. Nürenberg 1794. 

Schimper W. C. Muscorum chilensium species novas Sept. 1836. 
Wolf J. F. Dissertatio inauguralis de Lerana 1801. 
Hessler Carol. De Timmia muscorum frond. genere. Göttingen 1822. 
Nees V. Esenbeck. Ueber die Gattungen Calicanthus, Merattia, Punica. 
Reinwardt & Hörn schuh. Musci frondosi javanici. 
Hacqnet Balth. Plantae alpinae carniolicae. Viennae 1782. 

Greschenk des Herrn J. Wiesbauer. 

Dichtl Alois. Index alphabeticus ad Friesii Epicrisin generis Hieraciorum. 

Greschenk des Herrn Dr. A. von Plason. 

Commission du Phylloxera de Tlnstitut de France. Instruction pratique sur les 
moyens a employer pour combattre le Phylloxera et specialment pendant 
l'hiver. 1876. 

Geschenke des Herrn Cnstos A. Rogenhofer. 

Zeitschrift für Tirol und Vorarlberg. Herausgegeben vom Ferdinandeum. 

I. Band 1825. 
Berichte über die Verhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Berlin 1845. 
Francis Walker. Notes on Chalcidiae. London 1871—1872. Part 1—4. 
Redtenbacher Ludwig. Die Gattungen der deutschen Käferfauna. Wien 1855. 
Nees ab Esenbeck. Das System der Pilze und Schwämme. Würzburg 1807. 

Geschenk des h. k. k. Ackerbau-Ministeriums. 

Cobelli Ruggero. La Pavonia Maggiore Roveredo 1875. 

Geschenke des Herrn Oberlandesgerichtsrathes C. Bitter v. Schreibers. 

Jacquin N. J. Oxalis Monographia iconibus iUustrata. Viennae 1794. 4^. 

— Fragmenta botanica 1809. fol. 

— Plantarum rariorum horti caes. Schoenbrunnensis descpt. et icones. 1797. 
fol. Vol. I— IV. 

— Flora austriaca. Viennae 1796. fol. Vol IV. 

— Icones plantarum rariorum. Vind. fol. 1791 — 1793 p. p. 
Jacquin J. Eclogae plantarum. Vol I et 11. Vindob. 1811 — 1844 fol. 



Anhang. 119 



Cteschenke von den Herren Verfassern: 

Snellen van Vollenhofen S. C. Pinacographia Part II. Abi. 1. 
Preudhomme de Borre A. La possibilite de la naturalisation de la Lepti- 

notarsa decemlineata Sept. 1875. 
Schau fu SS Dr. L. W. Pseudanthropos fuUginosus Schauf. eine neue Chirapanse- 

Varietät. Dresden 1875. 
Knauer Friedrich Dr. Amphibien- und Reptilienzucht. Wien 1875. 

— Die alte Grenzscheide zwischen Thier- und Pflanzenwelt und deren Um- 
sturz durch die moderne Naturwissenschaft. Wien 1876. 

Grab er Dr. Vitus. Die tympanalen Sinnesapparate der Orthopteren. Wien 1875. 
Stäl C. Enumeratio Hemipterorum 1. 3. 4. Stockholm 1870. 8". 4. 

— Orthoptera nova descripsit C. St. 

— „ quadom africana. 

— Genera Tingitidarum Europae. 

— Recherches sur le Systeme des mantides. 

— „ „ „ „ „ blattaeres. 

— Boheman Carl Henrik. 

T hürnen. Aphorismen über den sogenannten Generationswechsel der Pilze 
speciell der Uredineen. 

Teutsch Dr. G. D. Denkrede auf Carl Fuss. 

Ross Dr. A. M. The forest trees of Canada. Toronto 1875. 

Molendo L. Bayerns Laubmoose. Leipzig 1875. 

Bolivar Ignacio. Apuntes cerca de la caza y conservacion de los Insectos. 
Madrid 1876. 

Maren zeller Dr. Emil v. Zur Kenntniss der adriatischen Anneliden. II. Bei- 
trag. 

Novicki Dr. Max. Beiträge zur Insectenfauna Galiziens. Krakau 1873. 

Pavesi P. Rapperto ala Ministro della marina contro la pesca dei Bianchetti. 1875. 

— Sul congresso dei naturalisti svizzeri 1875. 

— Contribution ä l'histoire naturelle du genre Selache 1874. 

— Note araneologiche. Milano 1875. 

Hoffmann H. Phänologische Beobachtungen in Giessen 1875. 
Morren Ed. Note sur le Drosera linata Labill. Bruxelles 1875. 

— Observations sur le procedes insecticides des Pinquiculs 1875. 

— Note sur le procede's insecticides du Drosera rotundif. 1875. 

— La theorie des plantes carnivores et irritables. 1875. 

— Charles de TEscluse, sa vie e ses oeuvres. Liege 1875. 

— Correspondance botanique: Liste des jardins des Maeres et des musees 
botaniques du Monde. III. Edition. Lie'ge 1875. 

Wiesner Dr. Jul. Die Rohstoffe des Pflanzenreiches. Leipzig 1873. 
Manzoni A. J. Briozoi dei plisane antico di Castrocaro. Bologna 1875. 
Müller Alb. Ueber das Auftreten der Wanderheuschrecke am Bielersee. 



120 Anhang. 

Arbeiten des botanischen Laboratoriums der k. Universität Warschau. Heraus- 
gegeben von A. Fischer von Waldheim. 

Gerson da CunhaJ. Notes on the History and antiquities of Chaul and 
Bassein. Bombay 1876. 

Thomas Dr. Fr. A. W. Beschreibung neuer oder minder bekannter Acroce- 
cidien. Dresden 1876. 

Malm A. W. Om Arionider och Limacinider i Zoologiska Biksmuseum. 

— Om en för den skandinaviska faunan ny Haj-art. 

— Om tva för den Skandinaviska faunan nya, egentligen tropisk-subtropiska 
fiskarter, hoUka förvaras uti Uddevalla Museum. 

— Om Monaecism hos flskar. 

— Bidrag tili kännedom om utrecklinge af Rajae. 

— Fyra föredrag vid de Skandinaviska naturforskarnas 11. möte; Kjöben- 
havn 1873. 

— Om tva för den Skandinaviska faunnan nyon fiskarter. 1875. 

— Annulater i hafvet utmed Sverges vestkust och omkring. Göteborg 1874. 
Möhl Dr. Heinrich. Morphologische Untersuchungen über die Eiche. Cassel 1861. 

Dann 15 Broschüren mineralogischen und meteorologischen Inhaltes. 
Canestrini Giov. Osservazioni aracnologiche. Padova 1876. 
Pelzein August v. Bemerkungen gegen Darwin's Theorie vom Ursprung der 

Species. Wien 1861. 
Report of the geological Survey of Ohio. V. IL Geology and Palaeontology. 

Part I Geology. Columbus 1874, von William Holden. Marietta, Ohio US. 
Kern er A. Die Vegetationsverhältnisse des mittleren und östlichen Ungarns 

und angrenzenden Siebenbürgens. Innsbruck 1875. I. und IL Lief. 
Brusina Spirid. Aggiunte alla Monografia della Campylaea della Dalmazia e 

Croazia. 
Borbäs Dr. Vinceuz v. Bemerkungen über die Verhascum-krten und Hybriden 

des Banates. 
Boss Dr. A. M. US. Centennial Exhibition 1876. Catalogue to illustrate the 

animal resources of the Dominion of Canada, list of fur-bearing, usefal 

and inj Urions animals and the native and migratory birds. 
Tommasini Mutius Ritter v. Sulla vegetazione delF isola di Veglia. Trieste 1875. 
Bonizzi Prof. Paolo. Intorno all' ibridismo dell colombo domestico colla tortora 

domestica. 
Lichtenstein J. Notes pour servir a l'histoire des insectes du genre Phyllo- 

xera. Paris 1876. 
Matthew G. F. Note sur les MoUusques de la formation post-pliocene de 

TAcadie, traduction d'Armand Thielens. (Vom Uebersetzer.) 
Brito Capello Felix de. Lista das crustaceos decapodios de Portugal, existentes 

no museu de Lisboa. 

— Appendice a lista das crustaceos decapodios de Portugal. 

Barboza duBocage. Aves das possesoes portugueras d'Africa occidental. 
11. Lista. 



Anhang. \2\ 

Burmeister Dr. Hermann. Die fossilen Pferde der Pampasformation, fol. 

mit 8 Taf. Buenos Ayres 1875. 
Chierici G. et P. Strobel. I pozzi sepolcrali di Sanpolo d'Enza. Parma 1876. 
Strobl P. Vorläufige Notiz über die fossilen subapenninen Balaenopteriden- 

reste dos naturhistorischen Üniversitäts-Museums in Parma 1875. 

— La spedizione italiana nell' Africa equatoriale. Parma 1875. 

— Avanzi di castoro infondi di capanne dell' eta della pietra in Calerno. 
Dokoupil Wilh. Die Bauhölzer, ein Beitrag zur Kenntniss der Baumaterialien. 

Bistritz 1876. (Von der Direction der Gewerbeschule in Bistritz.) 
Pavesi P. Marsupiali. 

— Gli aracnidi turchi. 1876. 

Mayr Dr. G. Die australischen Formiciden. 1876. 

Staub Prof. Moritz. Zusammenstellung der in Ungarn im Jahre 1871 aus- 
geführten phyto- und zoophaenologischen Beobachtungen. 

Böttger Dr. Oskar. Bemerkungen über einige Reptilien von Griechenland und 
von der Insel Chios. 

Muhr Dr. Joseph. Die Mundtheile der Orthoptera. 1876. 

Marchesetti Dr. C. ßicordi d'un viaggio alle Indie orientali. 

— Di un nuovo documento preistorico trovato neU' India. 

Kurz Sulpiz, Preliminary Report on the forest and other Vegetation of Pegu. 
Calcutta 1875. Vom Record Department India office London. 

Schau fu SS Dr. L. W. Nun quam otiosus. Zoologische Mittheilungeu. Bd. I 
und Bd. II, p. 1—416. 

Aberle Dr. Carl. Vergleichende Zusammenstellung der gebräuchlicheren 
Pflanzensysteme und statistische üebersicht der Artenzahl und Ver- 
breitung der lebenden und fossilen Gefässpflanzen. Wien 1877. 

Jeitteles L. H. Die Stammväter unserer Hunderassen. Wien 1877. 

Schmidhofen Victor, R. v. Tschusi. Winke zum Schutze und zur Hegung 
der nützlichen Vögel. Salzburg 1876. 

Müller Albert. British Gall-Insects. Basel 1876. 

Lea Isaac. A Catalogue of the published Works from. Philadelphia 1876. 



Synopsis Cecidomyidarum. 



Von 



Julius Edl. Y. Bergenstamm und Paul Low. 



(Vorgelegt In der Versammlung vom 5. Januar 1876.) 

Die umfangreiche in verschiedenen periodischen Schriften und selbst- 
ständigen Werken zerstreute Literatur über die Gallmücken, ihre Lebensweise 
und Erzeugnisse zur übersichtlichen Anschauung zu bringen, wird in dieser 
Zusammenstellung angestrebt. Als Basis hiezu diente uns die unübertroffene 
Monographie der Gallmücken von Dr. H. Loew (1850), welche ein Bild der 
damaligen Gallmücken-Literatur gibt, diese kritisch behandelt und den Grund 
zur Systematik dieser Familie gelegt hat. 

Nicht nur die eigenthümlichen Pflanzendeformationen (Dipterocecidien), 
welche viele Gallmücken verursachen, sondern auch die Nachtheile, welche 
einige Arten durch massenhaftes Auftreten dem Landwirthe zufügen und viele 
andere biologische Eigenthümlichkeiten haben fortwährend die Aufmerksamkeit 
der Beobachter rege gehalten und so häuften sich die Publicationen über diesen 
Gegenstand von Jahr zu Jahr. Obgleich nun diese Literatur grössteutheils in 
Jahresberichten etc. gesammelt erscheint, so ist doch das Aufsuchen derselben 
für specielle Zwecke noch immer mit vieler Mühe, Schwierigkeiten und Zeit- 
aufwand verbunden. Mit dem Wunsche letztere zu beseitigen, haben wir es 
unternommen diese Uebersicht aller bezüglichen Leistungen zusammenzustellen 
und waren dabei bemüht durch zweckmässige Anordnung und Ausführlichkeit 
den Anforderungen, welche an diese Vorarbeit gestellt werden können, zu ent- 
sprechen, sowie auch durch Einsichtnahme der Origiual-Publicationen, soweit 
uns dieselben zugänglich waren, Irrthümer zu berichtigen. 

Den Herren Vorständen der Bibliotheken zu Berlin, München und Wien, 
sowie den Herren Dr. H. Loew, Prof. v. Siebold, Prof. Gerstäcker, Gustos 
Rogenhofer, Prof. G. Mayr, Prof. Brauer, Dr. F. Low und vielen Anderen 
sind wir für ihr freundliches Entgegenkommen und die bereitwillige Unter- 
stützung bei Verfolgung unseres Zieles zu aufrichtigem Danke verpflichtet, den 
wir uns hiemit auszusprechen erlauben. 

In den älteren botanischen Werken von Aldrovandi, Aymen, Bauhin, 
Clusius, Decandolle, Gouan, Guettard, Malpighi, Scheuchzer, 

Z. B. Ges. B. XXVI. Abh. 1 



2 Julius Edl. V. Bergeiistaiain und Paul Low. 

Tournefort, Vaillant, Weinmanu, Willdenow u. v. A. finden sich zwar 
viele Pflanzendeformationen, von denen man gegenwärtig weiss, dass sie durch 
Gallmücken entstehen, beschrieben und abgebildet, da aber diese Missbildungen 
daselbst nur vom botanischen Standpunkte aus behandelt sind, oder über ihre 
Entstehung blos Vermuthungen ausgesprochen werden, so haben wir diese Mit- 
theilungen als nicht zur Gallmücken-Literatur gehörig angesehen. Dasselbe ist 
auch der Fall bei jenen Abhandlungen, welche sich blos mit der Eintheilung 
der Pflanzengallen in Gruppen je nach den Pflanzentheilen, auf denen sie vor- 
kommen, oder nach der Form u. s. w. ohne besondere Rücksicht auf die sie 
erzeugenden Thiere, beschäftigen, weil diese Arbeiten zu allgemein gehalten 
sind und daher nicht speciell auf irgend eine lusectenfamilie bezogen werden 
können.') ^ 

Die vorliegende Synopsis zerfällt in vier Hauptabschnitte: ^ 

I. üebersicht der Literatur. 
II. üebersicht der Subfamilien, Genera und Species der Cecidomyidae. 

III. üebersicht solcher Species, von denen man blos die Lebensweise 
der Larven kennt, deren Imagines aber noch unbekannt und un- 
beschrieben sind. 

IV. Verzeichniss der Nahrungspflanzen und anderer Aufenthaltsorte der 
Gallmücken. 

Die im ersten Abschnitte gegebene, nach Autornamen alphabetisch ge- 
ordnete Üebersicht der benutzten Literatur soll auch dazu dienen, die Kürzungen 
sich öfter wiederholender Citate im zweiten und dritten Abschnitte verständlich 
zu machen. 

Der zweite Abschnitt enthält sämmtliche Gattungs- und Species-Namen 
der Cecidomyiden, in die beiden Subfamilien Lestreminae und Cecidomyinae 
getrennt. Die Species sind in den betreffenden Subfamilien nicht nach Gattungen 
geordnet, sondern insgesammt alphabetisch aufgeführt, weil 1. von vielen Species 
die Beschreibungen so mangelhaft sind, dass daraus nicht erkannt werden kann, 
welchem Genus sie zuzuzählen sind; 2. viele Species-Namen existiren, ohne dass 
die diese Namen tragen sollenden Imagines bekannt wären, mithin auch die 
Genera unbekannt geblieben sind und es 3. viele gleichnainige Species gibt, 
deren Aufsuchung iiurch Trennung in Genera jedenfalls erschwert würde. Die 

') Hieliev gehören unter Anderen: 
Kalchberg, Uelier die Natur, Entwicklnngs- und Eintlieilungsweiee der Pflauzenanswiiclise. 

Prag. 1«2S. 
Hammerschmidt, lieber die Eintlieilung der Pllanzenanswiichse- Isis. 1S31, p. 719. 
Frauenfeld, Die Gallen. Sitzbr. Acad. Wien. 1,S.')5. 
Lacaze-Duthiers, Recliercbes pour servir ä l'liistoire des Galles. 1853. 

— Memoire sur l'alimentation de quelques insectes gallicoUes et sur la production de la 

graisse. 1S54. 
Quatrcfages. Rapport sur nti Memoire de M. Lacaze-Duthiers ect. 18,51. 
Czech, Nene Eiiitbeiluiig der Püanzengallen. IS.'iS. 
Haimhofen, Beobachtungen über die Menge nnd das Vorkommen der Pflanzengalleu. V. z. b. Ges. 

IS-OS, p. 285. 



Synopsis ('ecicloiiiydiiliinun. 3 

Gattun«:; ist daher hinter dem Spccies-Nameti in Klammern bcif^fcfüf^t, sollte 
sie unbekannt oder fraglich sein, ist dies an derselben Stelle ersichtlich gemacht. 

Um die Citate derjenigen Publicationen, welche ausschliesslich biologischen 
Inhaltes sind, besonders kennbar zu machen, Hessen wir sie bei den betreffen- 
den Species erst nach der biologischen Notiz folgen, während alle jene Autoren, 
deren Arbeiten auch die Beschreibung des vollkommenen Insectes enthalten, 
zwischen dem Namen der Art und der Angabe über ihre Lebensweise stehen. 

Was die Synonymie betrifft, so konnten wir sie nur so weit, als bei dem 
jetzigen Stande der Kenntniss dieser Dipterenfamilie möglich ist, ersichtlich 
machen. Es ist jedoch unzweifelhaft, dass unter den vielen ungenügend be- 
schriebenen Arten, von denen man überdiess auch die Lebensweise nicht kennt, 
noch zahlreiche Synonyma verborgen sein werden. Diese Arten deren mangel- 
hafte Beschreibung ihr Wiedererkennen, ohne typische Exemplare zum Ver- 
gleiche zu haben, kaum möglich oder mindestens sehr zweifelhaft erscheinen 
lässt, haben wir zum Unterschiede von den ausführlicher beschriebenen mit 
einem f bezeichnet. 

Das den vierten Abschnitt bildende Verzeichniss der Nahrungspflanzen 
und Aufenthaltsorte der Gallmücken ist zugleich als Nachschlage-Register zu 
benützen, da die dort angeführten Zahlen auf die Gallmückcn-Spccies verweisen. 

Schliesslich erlauben wir uns an alle Jene, welche Unrichtigkeiten oder 
Auslassungen in der vorliegenden Synopsis entdecken sollten, das Ersuchen zu 
stellen, uns auf dieselben gefälligst aufmerksam macheu zu wollen. 



I. Uebersicht der Literatur.') 



Amhlard, Note sur une galle du Tamarix brachystylis. 

Ann. Soc. Ent. Fr. ser. 3, T. IV. 1856, p. 169-172, pl. IV. 

Amerling, Ucber Asynapta lugubris auf Pflaumenbäumen. 

LotoB 1859, p. CO und 140, pl. II. 

— Gesammelte Aufsätze aus dem Gebiete der Naturökonomie und Physio- 
kratie. Prag 1868. 

Enthalt p. 141 einen Abdruck des vorigen Artikels. 

*Anüüym , Observations sur la reproductiun parthenogenesique chez quelques 
larves d'Insectes Dipteres par Mss. N. Wagner, Meinert, Pagenstecher et 
Ganine. 

Ann. sc. nat. ser. 5, T. IV. p. 259—289, pL XIII. und XIV. Ein Kesuiue liievon in Ann. 
et Mag. nat. bist. ser. 3, T. XVIII, p. 496-498. 

Apetz, Entomologische Notizen (Lebensweise von Campyloinyza). 

Stett. Ent. Zeitg. 1849, T. X, p. 62. 

Bach, Ueber gewisse Veränderungen und Auswüchse an verschiedenen Pflanzen- 
theilen, welche durch den Einfluss der Insecteu bewirkt werden. 

Natur und Ofteubarung 1859, T. V, p. 250—263. 



') Die mit + bezeichneten Publicationen behandeln Larven-Anatomie und Metamorphose. 

r 



4 .Inlius E(U. V. Bergenstainin nnd Pawl Low. 

*v. Baer, Bericht über eine neue vom Prof. Wagner in Kasan an Dipteren 
beobachtete abweichende Propagationsform. 

Bullet. Acad. Sc. Peterstourg 1863, T. VI, p. 239—241. 

* — lieber Prof. Wagner's Entdeckung von Larven, die sich fortpflanzen, 

Herrn Ganin's verwandte und ergänzende Beobachtungen und über die 
Paedogenesis überhaupt, (v. Hanin.) 

Bullet. Acad. Sc. Petersbourg 1866, T. IX, 64- 137, pl. I. 

Bazin, Notice sur un insecte qui a cause les plus grands ravages dans nos 
dernieres recoltes de ble sur pied, la Cecidomyie du froment et quelques- 
uns de ses parasites. Paris 1856. 

Bigot, Essai d'une Classification generale et synonymique de Tordre des insectes 
dipteres. 

Anu. Soc. Ent. Fr. ser. 3, 1854, T. II, p. 447-477. 

Birnie, On the efficacy of certain steeps, to preserve wheat from the fly 
and smut. 

New Engl. Farmer 1824, T. III, p. 171. 

Blanchard, Histoire naturelle des Insectes. Paris 1840, T. III. 

— Gay historia fisica de Chili. 1852, T. VII. 

Bote, Zur Verwandlungsgeschichte inländischer Zweiflügler. 

Kröyer'8 Naturhist. Tidsskr. 1838—1839, T. II, p. 234—248. 

Bosc d'Antic, Quelques apperfus sur l'iusecte connu sous le uom de Mouche 
hessoise et sur un insecte parasite qui s'en nourrit. 

Ann. de l'Agric. France. 1817, T. X, p. 277—303. 

— Sur une nouvelle espece de Cecidomyie. 

Nouv. Bullet. Soc. Philom. 1817, p. 133— 134. — Journ. Phyaiqne. Blainville. 1817, p. 17.— 
Isis. 1818, p. 1559. 

Beuche, Naturgeschichte der schädlichen und nützlichen Garteninsecten. Ber- 
lin 1833. 

— Naturgeschichte der Insecten. Berlin 1834. 

* — Beiträge zur Kenntniss der Insectenlarven. 

Stettin. Ent. Zeitg. 1847, T. VIII, p. 142—146. 

*Brauer, Die Einwendungen Dr. Gerstäcker's gegen die neue Eintheilung der 
Dipteren in zwei grosse Gruppen. 

Verh. zool.-bot. Ges. Wien 1867, T. XVII, p. 737-742. 

* — Kurze Charakteristik der Dipterenlarven. 

Ibid. 1869, T. XIX, p. 841—852. 

Bremi, Zur Naturgeschichte der Cecidomyien. 

Verh. Schweiz, naturf. Ges. Chur. 1844. 29. Vers. p. 100—104. 

— Beiträge zu einer Monographie der Gallmücken. 

Denkschr. allg. Schweiz. Ges. f. d. gas. Naturw. Neuenbürg. 1S47, T. IX. pl. I und II. 

— Mittheilungen über die Insecten der Eichen. 

Mitth. naturf. Ges. Zürich. 1849. T. I, Nr. 14, Sept. 1847, p. 1-16. 

Brischke, Kleinere Beobachtungen über Insecten. 

Schrift, naturf. Gsh. Danzig 1869, Neue Folge T. II, Hft. 2. 

— Ueber die Rapsfeinde und ihre Parasiten. 

Ibid. 1871. Neue Folge. T. II. Hft. 3 und 4. 



Synopsis CecifloTnyidiirum. 5 

*Carns, Prof. Nicolai Wagner's in Kasan Entdeckung;: von Insectenlarven, die 
sich fortpflanzen. 

Nova Acta Acad. Leopold. Carol. Germ. Nat. Cur. Dresden 1867, T. XXXIII. Leopoldina 
Hft. Y, p. 95-97. 

Coates, Remarks on the present state of the evidence in regard to the Hessian 
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— Note on the natural Alliances of the genus Cecidomyia, intended to 
facilitate identification. 

Proc. Acad. Nat, Sc. Philad. 1842, T. I, p. 191—192. 

Cohn, Untersuchungen über Insectenschaden auf den schlesischen Getreidefeldern 
im Sommer 1869. 

Separat und in Abhandl. schles. Ges. f. vaterl. Cultur. Breslau 1868— 1S69, p. 187 ff. 

( Gontarini, Memoria, sopra una nuova specie di Cecidomyia (C. Woeldikü) ed 
alcune osservazioni quelle dell' Iperico descrito del Prof. Gene. 

Atti Veneto Ateneo, Venezia 1840, T. IH, p. 26, tab. I. — Isis 1844, p. 799. 

I Contri, Sul muscino del frumento. 

Meni. Acad. Bologna 1850, T. II, p. 189—206. 

! Costa 0. Q-., Descrizione di dodici nuove specie dell' ordine de'Ditteri et illu- 
strazione di altre quatuordici mono ovvie. 

Atti Acad. Sc. Napoli 1844, T. V, P. 2, p. 109—120, pl. 

Couch, A few remarks on the midge fly, whicli infests the wheat. 

Ann. et Mag. nat. bist. ser. 2. 1857, T. XX, p. 399, fg. 

Couper, A new thorn-leaf gall. 

Canadian Entom. 1869, T. I, p. 68. 

— The alder-bud gall. ibid. p. 8i. 

Curtis J., Observatious on the Natural History and Economy etc. Paper 8 
includ. a Saw Fly, the Hessian Fly, the Wheat Midge and the Bailey Midge. 

Journ. R. Agric. Soc. Engl. 1845, T. VI, p. 131—1.56. pl. 1. 

— The Yellow Rocket Midge. 

Gardeners Chrouicle 1845, T. V, p 400. 

— Farm Insects. Glasgow 1860. 

Czech, Ueber den Ursprung der Gallen an Pflanzentheilen. 

Stett. Eut. Zeitg. 1854, T. XV, p. 334-343. 

Dahlbom, Anteckninger öfver Insekter observerade pä Gottland och i en del af 
Calmar Län. 

Vetensk. Acad. Handl. Stockholm 1850, p. 166. 

Dawson J. W., Notice of specimens of the Wheat Midge from Nova Scotia. 

Jonrn. Acad. Nat. Sc. Pliilad. Proceed. 1849, T. IV, p. 210—211. — Reimpr. Ann. et Mag. 
nat. bist. 1850, T. V. ser. 2, p. 1.'52— 154. 

Degeer, Abhandlungen zur Geschichte der Insecten. Uebersetzt v. Goeze. 

T. VI. 1782. 
'Drewsen, Over de for Rapsen skadelige Insekter. 

Kröyer's Naturhist. Tidsskr. 1842—1843, T. IV, p. 337—339. 

'Dufour, Memoire sur une galle de la bruyere ä balais et sur les insectes qui 
rhabitent. 

Ann. Soc. Ent. Fr. 1837, T. VII, p. 83-91. 



(3 Julius Ectl. V. B or ge ub taiu lu uud I'iiul Low. 

Dufour, Notes pour servir ä l'histoire des Cecidomyies et descriptioii d'une 
uouvelle espece de ce genre de Dipteres. 

Ihii. 1838, T. VII, p. 293—296. 

— Histoire des metamorphoses des Cecidouiyies du pin maritime et du 
peuplier. 

Anu. Sc. Nat. ser. 2, 1841, T. XVI, p. 251—263, pl. 1. 

— Memoire pour servir a l'histoire des metamorphoses des Tipulaires du 
genre Lasioptera. 

Mem. Soc. Lille 1845, p. 215-222, pl, 1. 

— Histoire de la galle de l'Eryugium et des divers insectes qui l'habitent. 

Ibid. 1846, p. 121—128, pl. 1. 

— Description des galles de Verhaseum et de Scrophularia et des insectes, 
qui rhabitent, pour servir a Thistoire du parasitisme. 

Ann. Sc. Nat. ser. 3, 1846, T. V, p. 5-24, pl. 1. 

— ün mot sur la galle du ronce. 

Ann. Soc. Ent. Fr. ser. 4, 1861, T. I, p. 572. 

Duhamel, Elements d'agriculture. Paris 1771. 
Fabricius, Species lusectorum. Hamburg. T. II, 1781. 

— Entomologia systematica. Hafniae T. IV. 1794. 

— Systema Äntliatorum. Bruusvigae 1805. 
Fitch, Insects of the genus Geciäomyia. 

Ämer. Jour. Sc. et Agric. 1844, T. I, p. 255—269. 

— An essay upon the Wheat Fly and some species aUied to it. Albany 
1845 und 1846. 

— The Hessian Fly; its history, character, transformations and habits. 
Albany 1846 und 1847. 

— Reports on the noxious, beneficial and other Insects of the State of 
New York. T. I cont. 1. and 2. Rep. Albany 1856; T. II. cout. 3., 4. and 
5. Rep. Albany 1859. 

— Sixth report on the noxious and other insects of the State of New York. 

Trans. N. Y. St. Agric. Soc. 1859, T. XIX, p. 587-598. 

V. Frauenfeld, Beitrag zur Insektengeschichte. 

Verh. zool.-bot. Ges. Wien 1855, T. V. p. 13—22. 

— Beobachtungen über Insektenmetamorphoseu. 

Ibid. 1855, T. V, p. 149—152. 

— Die Linsengallen der österreichischen Eichen. 

Bullet. Soc. Nat. Moscou 1856, T. XXIX, p. 393—105, pl. IV. 

— Notizen über die Fauna Honkongs und Shanghais. 

Sitzbr. Acad. Wiss. Wien 1859, T. XXXV, p. 241-272. 

— Ueber exotische Pflanzenauswüchse, erzeugt von Insekten. 

Verb, zool.-bot. Ges. Wien, 1859, T. IX, p. 319—332, pl. VI-VII. 

— Beitrag zur Kenntniss der Insekten-Metamorphose, aus dem Jahre 1860. 

Ibid. 1861, T. XI, p. 163—174, pl. II D. 

— Beitrag zur Insektengeschichte aus dem Jahre 1861. 

Ibid. 1862, T. XII, p. 1171—1178. 

— Beitrag zur Metamorphosen-Geschichte. 

Ibid. 1863, T. XIII, p. 1223—1240. 



Synopsis Oecidomyiduruiu. 7 

V. Frauenfeld, Bericht über eine Samiöelreise durch England, Schottland, 
Irland und die Schweiz. 

Ibid. 1865, T. XV, p. 57.^>-594. 

— Zoologische Miscellen IX. 

Ibid. 18G6, T. XVI, p. 535-55G. 

— Zoologische Miscellen XII. 

Ibid. 1867, T. XVII, p. 781—783. 

— Zoologische Miscellen XIV, 

Ibid. 1S6S, T. XVIII, p. 147—166. 

— Kurzer Bericht der Ergebnisse meines Ausfluges von Heiligeublut über 
Agram an den Plattensee. 

Ibid. 1870, T. XX, p. 659—664. 

Frisch, Beschreibung von allerley Insekten in Teutsch-Land etc. Th. IV und 

XII. 1736. 
Gehin, Notes pour servir ä Thistoire des insectes nuisibles dans le de'parte- 

ment de la Moselle. Insectes qui vivent sur le poirier. 2 part. 

Bullet. Soc. Hist. Nat. Mosselle 1860, T. IX, p. 109—330. 

Gene, Memorie per servire alla storia naturale di uiia Cecidomyia, che vive 
sugli Iperici. 

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Geoffroy E. L., Histoire abregee des Insectes. 2 edit. 1800, T. IL 
Giebel, Landwirthschaftliche Zoologie. Glogau 1869. 
Gimraerthal, Zweiter Beitrag zur Dipterologie Russlands. 

Bullet. Soc. Nat. Moscou 1846, T. XIX, Nr. III, p. 3—82. 

Glraud, Fragments entomologiques. II. Supplement ä Thistoire des Dipteres 
gallicoles. 

Verb, zool.-bot. Ges. Wien 1861, T. XI, p. 470—484, pl. XVII. 

— Memoire sur les Insectes qui vivent sur le Roseau commun, Phragmites 
communis Trin. 

Ibid. 1863, T. XIII, p. 12.58—1263. 

— Description et Biologie de trois especes nouvelles du geure Cecidomyia. 

Ibid. 1863, T. XIII, p. 1301—1306. 

Gistel, Mysterien der europäischen Insektenwelt. Kempten 1856. 
Gorrie, On the Wheat Fly. 

Loudon's Mag. Nat. Hist. ser. 1, 1829, T. II, p. 323—324. - Encycl. of Agric. Loiid. 
1829, p. 820. 

Goureau, Les insectes nuisibles aux arbrcs fruitiers, aux plantes potageres, aux 
cereales et aux plantes fourrageres. Auxerre 1862. Suppl. 1863. 

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and Flies. 

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iHaberlandt, Cecidomyia destructor Say, Weizen gallmücke oder Weizenverwüster. 

Verb, zool.-bot. Ges. Wien 1864, T. XIV, p. 401—406. 

Hagen, Bericht über die in der Provinz Preussen von 1857—1859 schädlich 
aufgetretenen Insekten. 

Stettin. Ent. Zeitg. 1860, T. XXI, p. 26—37. 



8 Julius Edl. V. Bergenstainra uud Paul Low. 

Haliday, Catalogue of Diptera occuring about Holywood iu Downshire. 

Eutom. Maj. Lond. 1833, p. 143-180. 

*Hanin, Neue Beobachtungen über die Fortpflanzung der viviparen Dipterenlarven. 

ZeitBchr. f. wies. Zool. 1865, T. XV, p. 375—390, pl. XXVII. 

Hardy, On the effects produced by some Insects etc. upon Plants. 

Ann. et Mag. Nat. Hist. 1850, T. VI, p. 182-188. 

— (Ein Artikel über Gallmücken, den wir nicht einsehen konnten, befindet 
sich in Scottland Gardener 1854.) 

Harris T. W., Extracts from a paper entitled „Some account of the insect 
known by the name of the Hessian Fly, aud of a parasitic insoct that 
feeds on it, by Thomas Say." (With additional remarks.) 

New Engl. Farmer 1830, T. IX, Nr. 2, p. 9. 

— Wheat insects continued. 

Ibid. 1841, T. XIX, p. 306-307. 

— A Report on the Insects of Massachusetts, injurious to Vegetation. Cam- 
bridge 1841 und 1842. 

Silim. Amer. Journ. Sc. 1842, T. XLII, p. 380; — 1813, T. XLIII, p. 386—388. 

— Daraus: The Hessian Fly. 

New Engl. Farmer 1842, T. XX, p. 409—410. 

— A Treatise of the Insects of New England, which are injurious to Vege- 
tation. 1. edit. Cambridge 1842; 2. edit. Boston 1852; 3. edit. Boston 1862. 

— Observations on the transformations of the Cecidomyiae. 

Proc. Boston Soc. Nat. Hist. 1860, T. VII, p. 179—183. 

— Entomological Correspondence. 

Occasional papers Boston Soc. Nat. Hist. T. I, 1869. 

Hartig Th., Entomologische Notizen im Jahresberichte über die Portschritte 
der Forstwissenschaft und forstlichen Naturkunde 1837, T. I, p. 640—646. 
Havens, Observations on the Hessian Fly. 

Trausact. Soc. N. Tojk for the Promot. of Agric. 1792, P. I, p. 89-107. 

Heeger, Beiträge zur Naturgeschichte der Insekten. 

Sitzbr. Acad. Wiss. 'Wien 1851, T. VII, p. 203, pl.; p. 342, pl. 

— Neue Metamorphosen einiger Dipteren. 

Ibid. 1856, T. XX, p. 335, pl. 

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Henslow, On Gecidomyia tritici. 

Rep. Brit. Assoc. Adv. Sc. 11 Meet. 1841, Sect. p. 72—73. — Journ. R. Agric. Soc. Engl. 
1841, T. II, p. 22—24 ; 1842, T. III, p. 36—40. 

Herpin, Memoire sur divers insectes nuisibles ä Tagriculture et plus particu- 
lierement au fi-oment, au seigle, a l'orge et au trefle. 

E.xtr. des Mem. Soc. R. Agric. Paris 1842. 

Herrik, A brief preliminary account of the Hessian Fly and its parasits. 

Silim. Americ. Journ. 1841, T. XLI, p. 153—158. 

— Observations communicated at the reqnest of the Hon. H. L. Elsworth 
by E. C. Herrik etc. The Hessian Fly. 

Rep. of the Commis. of Patents »howing the Operations of the Patent office during the 
year 1814, p. U>1— 167. 

— Entomological Correspondence by Harris (v. Harris). 



SynopsiF CcciiloTnyidarnin 9 

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Herrich-SchäfFer's Corresp. Bltt. f. Sammler, Regensbnrg 1861, Nr. 13, T. 11, p. 97-98. 

— Gliederthiere aus der Braunkohle des Niederrheins, der Wetterau und 
der Rhone. 

Meyer'8 Paleontographica 18()2, T. X, p. 80. 

Howell, On the Wheat Ply. 

Proc. Amer. Assoc. Adv. Sc. 7 Meet. (1853) 1856, p. 179—181. 

Inchbald P., Rose galls on the Willow (T. vili, p. 60-6I); Gall-gnats (T. viii, p. 164); 
Yarraw Gall-Gnat (T. viii, p. 195); Cecidomyia Chamaedrys (t. viii, p. i96)-, 
Cecidomyia Salicis Schrank (T. x, p, 61); Cecidomyia, galeohdolontis (t. x, 
p. 69); Cecidomyia taxi (T. x, p. 76); The Willow (T. x, p. 197). 

Entomologist's Weekly Intellig. 1S60, T. VIII uud 1861, T. X. 

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Angers, Ann. Soc. Linn. 1S58, p. 178. 

Jonston, Historia naturalis de insectis, Amstelodami 1657. 

Ealtenbach, Die Pflanzenfeiude aus der Klasse der Insekten. Stuttgart 1874. 

Earsch, Aus dem Leben einer Mücke. 

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Kidd und Müller, A List of Gall-bearing British Plants. 

Ibid. 1868, T. V, p. 118-216. 

Kirby, Lettre to Ms. Marsham containing observations on the Insects that 
infested the Corn in the year 1795. 

Trans. Linn. Soc. Lond. 1797, T. III, p. 246—249. 

— History of Tipula Tritici and Ichneumon Tipulae, with some observations 
upon other Insects that attend the wheat. 

Ibid. 1798, T. IV, p. 230—239 fg. 

— A continuation of the history of Tipula Tritici. 

Ibid. 1800, T. V, p. 96-111, pl. 

— Some account of the Hessian Fly. 

Loudon's Mag. Nat. Hist. 1828, T. I, p. 227-228, fg.; — 1829, T. II, p. 292. 

Kirchner, Die Gallenauswüchse des Budweiser Kreises, nebst nomineller Angabe 
der Gallenerzeuger und deren Schmarotzer. 

Lotos 1855, T. V, p. 127-137, 157—161 und 236—244. 

Anmerkung. Die in dieser Publication über Gallmücken-Gallen enthaltenen Angaben 
sind grösstentheils unrichtig. 

Klippert, Animale Parasiten, welche den Weizen afficiren. 

Zwölfter Jahrbr. Ohio Staats-Ackerbaurath. 1858, p. 702—723, fg. 

Kollar, Naturgeschichte der schädlichen Insekten in Beziehung auf Landwirth- 
schaft und Forstkultur. Wien 1837. 

— Naturgeschichte der Zerr-Eichen-Saummücke (Lasioptera Cerris) eines 
schädlichen Forstinsekts. 

Denkschr. Acad. Wiss. Wien 1850, T. I, p. 48—50. 

— Die Tamarisken- Gallrnücke, Cecidomyia Tamaricis Kollar. 

Wien. Entom. Monatschr. 1858, T. II, p. 169. 

Eriechbanmer, Zwei neue Gallen. 

Entom. Nachricht. 1875, Nr. 20, p. 157—1.58. 
Z. B. Ges. B. XXVI. Abb. 2 



10 Julius Edl. y. Bergentamm \ind Paul Low. 

Künstler, Ueber Getreide- Verwüster. 

Verli. zool.-bot. Ges. Wien 1864, T. XIV, p. 407—416. 

— Beiträge zur Kenntniss der Land- oder Forstwirthschaft schädlichen 
Insekten. 

Ibid. 1864, T. XIV, p. 779-784. 

— Die unseren Kulturpflanzen schädlichen Insekten. Wien 1871. 
*Laboulbene, Metainorphoses de la Cecidomyia papaveris Wtz. et remarques 

sur plusieurs especes du genre Cecidomyia. 

Ann. Soc. Ent. Fr. ser. 3, T. V. 1857, p. 565—585, pl. XII. 

— Metamorphoses de la Ce'cidomyie du buis. 

Ibid. 1873, ser. 5, T. III, p. 313—326, pl. IX. 

*Leuckart, Die ungeschlechtliche Fortpflanzung der Cecidomyienlarven. 

Arcliiv f. Naturg. 1865, T. XXXI, p. 286-303. 

* — Dasselbe unter dem Titel: „On the asexual reproduction of Ceci- 

domyide Larve". 

Ann. et Mag. Nat. Hist. ser. 3, T. XVII, p. 161—173, pl. 

* — Ueber die Fortpflanzung der viviparen Cecidomyienlarven. 

Nachr. Ges. Wiss. u. G. Ä. Univers. Göttingen 1865, Nr. 8, p. 215—219. 

Linne, Fauna Suecica. 2. edit. Stockholmiae 1761. 

— Systema Naturae. 13. edit. Lipsiae 1788. 

Lioy, I Ditteri distribuiti secondo un nuovo metodo di dassificazione naturale. 

Atti Istit. Venet. 1863—1864, T. IX, p. 499-504. 

Loew H., Beschreibung zweier merkwürdigen neuen Dipteren. 

Stettin. Ent. Zeitg. 1844, T. V, p. 321—326. 

— Beschreibung einiger vom Herrn Pastor Hoffmeister zu Nordshausen 
aufgefundenen merkwürdigen Dipteren. 

Ibid. 1845, T. VI, p. 394—402. 

— Mittheilungen über die Verwandlungsgeschichte einiger Insekten undj 
über ihren Haushalt auf Pflanzen. 

Allg. deutsch, naturh. Zeitg. 1847, T. II, p. 287—301. 

— Dipterologische Beiträge 1850. Th. IV, Posen. 

— Ueber den Bernstein und die Bernsteinfauna. Berlin 1850. 

— Zur Kenntniss der Gallmücken. 

Linnaea entom. 1851, T. V, p. 370—384. 

— Ueber die den Roggen in den Provinzen Schlesien und Posen verwüstende 
Fliegenmade. 

Zeitschr. f. Entom. d. Ver. f. schles. Insectenk. Breslau 1858. XII. Jg 

— Die neue Kornraade. Züllichau 1859. 

* — Bericht über die lebendig gebärenden Dipterenlarven, welche in den 

letzten Jahren beobachtet worden sind. 

Berlin. Ent. Zeitg. 1864, T. VIII, p. V-X. 

* — Notiz über eine neuere die lebendig gebärenden Diptereularven betreff"ende 

Publication. 

Ibid. 1865, T. IX, p. 270. 

Low Frz., Zoologische Notizen, IV. Serie. 

Verb. zool.-bot. Gea. 187S, T. XXIÜ, p. 139—144, pl. IIa. 



undj 



Synopsib (y'ecidouiyidarum. 1 1 

LOW Frz., Beiträge zur Kenntniss der Gallmücken. 

Ibid. 1874, T. XXIV, p. 143-162, pl. II. 

— Neue Beiträge zur Kenntniss der Cecidorayiden. 

Ibid. 1874, T. XXIV, p. 321—328. 

— Ueber neue und einige ungenügend gekannte Cecidomyiden der Wiener- 
Gegend. 

Ibid. 1875, T. XXV, p. 13—32, pl. II. 

Macqaart, Insectes Dipteres du Nord de la France. 

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Insekten. Aachen 1818, T. I. - 1830, T. VI. - 1838, T. VII. 

*Meinert, Miastor metraloas, yderligere oplysning om dfti Prof. N. Wagner 
nyligt beskrevne Insektlarve, some formerer sig ved spiredannelse. 

Naturhist. Tidsskr. 3. Raek. 1864. T. III, p. 37 ff. 

— Uebersetzung hievon v. Siebold. 

Zeitschr. f. wiss. Zool. 1864. T. XIV, p. 394—399. 

* — Om Larvespirernes oprindelse i Miastorlarven. 

Naturhibt. Tidsskr. o. Kaek. 1864, T. III, p. 83 ff. 

2* 



12 Julius Edl. V. Berge 118 tarn m und Paul Low. 

*Meinert, Eiuluu et par ord om Miastor, tilligemed bemaerkninger om spiredau- 
nelseu hos en audeu Cecidomyia-La,Twe og um aeggots dannelse og 
udvinkliug i dyreriget overhovedet. 

Ibid. p. 225—238. 

Eiu ßesume hisTon iu Äun. bc. uat. ser. 5. T. VI, p. 16—18. 

* — Olli en ny slaegt med yiiglende larveform of Cecidomyiernes Familie. j| 

Naturhist. Tidsskr. 3. Kaek. 1871. T. VII, p. 463. - J 

* — Om aeggets anlaey og udvinkling og Embryonets forste danuelse i 

Miastorlarven. 

Ibid. 1872, T. VIII, p. 845-378, pl. XII. 

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— On tbe examination of liviug galUmidges. 

Ibid. 1870, T. VI, p. 185. 

— Observations on Cecidomyia taxi Incbbald. 

Ibid. 1869. T. VI, p. 61. 

— On tbe babits of Cecidomyia urticae Perris. 

Ibid. p. 137. 

— A preliminary account of Cecidomyia Dorycmi n. sp. 

Ibid. 1870—1871, T. VII, p. 76. 

— Synonymic notes on some species of Cecidomyia. 

Ibid. p. 39. 

— Note on leaf-folding gall-midges. 

Ibid. p. 88. 

— Cecidomyia terminalis Lcew pruuning tbe topscboots of Salix fragilis. 

Ibid. p. 89. 

— Note on galls from tbe Dracbenfels. 

Ibid. p. 254. 

— On a Cecidomyia formiug galls on Pteris aquilina. 

Ibid. 1871. T. VIII, p. 99—100. 

— The gall-mitige of tbe ash {Cec. botularia Wtz.). 

Newm. Entomologist, Lond. 1870-1871. T. V, p. 248—250. 

— Galls of Campanula rotundifolia. 

Ibid. p. 295—296. 

— Galls on Glechoma hederac'ea caused by Cec. bursaria Br. 

Ibid. 1872. T. VI, p. 180. 

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Nuovi Ann. Sc. nat. Bologna 1840, T. IV. - lais 1844, p. 119—452 (ein Auszug). 

— Os.scrvazioni sopra alcune larve d'insetti Ditteri viventi nel gambo dei 
cereali in Italia. 

Uiid. I!S13. T. IX, p. 151—159, tab. 1. 

— Compendio della seconda memoria Ditterologica con alcune correzioni. 

Ibi.1. iS-lfi. ser. 2, T, VI, p. 361—376, pl. 1. 

— Osservazione sopra parecchie specie di esapodi afidicidi e sui loro nemici. 

Ibid. 1847, T. VIII, p. 432-448. 

— Dipterologiae Italicae Prodromus. Parma 1856, T. I. 

— Siigl' insetti che concorrono alla fecondazione dei semi nelle Aristolocliie. 

Atti soc. ital. sc. nat. Milane 1860, T. II, p. 133—135, pl. II. B. 

— Stirpis Cecidomyarum genera revisa. 

Ibid. p. 286-294, pl. V. D. 

— De speciebus duabus dipterorum generis Asphonäyliae. 

Ann. soc. nat. Modena 1867, T. II, p. 37—40, pl. VI. 

— Di alcuni insetti ditteri che ajutano la fecondazione in diversi perigonii. 

Arcb. p. 1. Zool. Anat. et Phisiol. per Canestrini ser. 2, 1869, T. I. p. 187—192. 

— Degli insetti nocivi e dei loro parasiti. 

Bullt. 80C. ent. ital. Firenze 1874. T. VI, p. 43. 

Rosenhaner, Der Weizenverwüster. 

Intelligenzbl. d. Univers. Erlangen 1860. Nr. 62. — Stett. ent. Zeitg. 1860, T. XXI, p. 320. 

V. Roser, Erster Nachtrag zu dem im Jahre 1834 bekannt gemachten Ver- 
zeichnisse in Württemberg vorkommender zweiflügliger Insekten. 

Correspondenzbl. württembg. landw. Ver. Stuttgart 1840. T. I, p. 49 — 64. 

Rudow, Die Pflanzengalleu Norddeutschlands und ihre Erzeuger. 

Arch. d. Ver. d. Freunde der Natiirgeschiclite in Mecklenburg. Jahrg. 29, 1875, p. 1—96. 

Anmerkung. Diese Publication entliält viele unrichtige Angaben über Cecidomyiden- 

Gallen. Auch ist darin Kirchner's vorerwähnte Arbeit reproducirt. (v. Kirchner.) 

Saater, Beschreibung des Getreideschänders (Tipula cerealis). Winterthur 1817. 
Say, Some account of the insect known by the name of the Hessian Fly and 
of a parasitic insect that feeds on it. 

Journ. Acad. nat. Sc. Philad. 1817, T. I, p. 45—48; p. 63—64, pl. III. 

— Descriptions of Dipterous Insects of the United States. 

Ibid. 1823, T. III, p. 9-54. 

— Keatings narrative of an expedition to the source of St. Peters River, 
Lake Winnepeck, Lake of the Woods under the Command of Major Long, 
1823, Appendix T. U, p. 268—378. 

Schiner, Dipterologische Fragmente. 

Verh. zool.-bot. Ges. 1854, T. IV, p. 169—176. 

— Anmerkungen zu Frauenfeld's Beitrag zur Insekten-Geschichte. 

Ibid. 1856, T. VI, p. 215-224. 

— Fauna Austriaca, Diptera. Wien 1864, T. II. 

— Ueber Miastor metraloas Meinert. 

V<>rh. lool.-bot. Ges. 1865, T. XV, p. 87—88. 

— Diptera der Novara-Expedition. Zool. Theil, T. 11. 1868. 



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Starke, Bemerkungen zur Charakteristik der neuen Roggenmade oder Roggen- 
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Alihandl. uaturf. Ges. in Görlitz 1860, T. X, p. 391—399. 

— Bemerkungen über das Auftreten mehrerer dem Getreide schädlichen In- 
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Taschenberg', Die der Laudwirthschaft schädlichen Insekten und Würmer. 
(Preisschrift.) Leipzig 1865. 

— Entomologie für Gärtner und Gartenfreunde. Leipzig 1871. 

— Forstwirthschaftliche Insekten-Kunde. Leipzig 1874. 
Vallot, Cecidomyie de l'Euphorbe, 

Mem. Acad. sc. Dijon 1819, p. 43. 

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produit. 

Ann. sc. nat. 1832, T. 26, p. 263-268. — Isis 183.5, p. 512. 

— Corapte-rendu des travaux de l'Academie des sciences, arts et belles-lettres 
de Dijon. Partie des sciences. Histoire naturelle. 

Mem. Acad. 6C. Dijon 1826-1827, p. 92-95. 

— Galles et fausses galles. 

Ibid. 1828-1829, p. 107-114. 

— Observations diverses. (Sur quelques fausses galles p. 189, Galles cheve- 
lues du gramen p. 190, lasectes vivant sur le Rhododendron p. 221). 

Ibid. 1836, p. 189—224. 

— Observations sur deux especes de fausses galles. 

Ann, sc. nat. ser. 2. 1836, T. V, p. 319. 



Iß .)uliuB Kill. V. Bf igeuHtamm und Paul Low. 

Vallot, Observations entomologiques (Cecidorayie de Tepine blanche). 

M6m. Acii-l. sc. Di.jou 1S37— 1S3S, p. 50. 

— Sar les Galles du Bouillon blanc (Verbaseum pulverulentum) . 

Ibid. 1.S1.^, p. 4SI— 483. 

— Eclaircissements relatifs ä plusieurs passages de Memoires publies par 
Keaumur. 

Ibid. 1849, p. 81 — 111. 

Verrall, On Asphondylia ulicis Traill. 

Ent. Month. Mag. 1875. T. XI, p. 224. 

Wagner B., Untersuchungen über die neue Getreidegallmücke. Marburg 1861. 

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Stett. ent. Zeitg. 1866, T. XXVII, p. 65—96; p. 169—187, pl. III. 

— Diplosis equestris n. sp., Sattelmücke. 

Ibid. 1871, T. XXXII, p. 414-423, pl. IV. 

"Wagner N., Ueber spontane Fortpflanzung der Larven bei den Inseliten. 

(In russischer Sprache 1862 in Kasan erschienen Fol. 50 p. 72 Ahbldg. auf 5 pl. ). 

* — Beitrag zur Lehre von der Fortpflanzung der Insektenlarven. 

Zeitschr. f. wiss. Zool. 1863. T. XIII, p. 513—527, pl. 35- 36. 

* — Ueber die viviparen Gallmückenlarven. 

Ibid. 1865. T. XV, p. 106—118, pl. VIII, 

Walker, List of specimens of Dipterous Insects of the British Museum. Lon- 
don 1848, Part I. 

— Catalogue of the Dipterous Insects coUected at Sarawak, Borneo. 

Joutn. Proc. Linn. Soo. 1856. T. I, p. 105. 

— Insecta Saundersiana. London 1856. 

— Insecta Britanica, Diptera. London 1856, T. III. 

Anmerkung. Fast alle von diesem Autor neu aufgestellten Species sind nicht nur un- 
genügend, sondern, wie es scheint, nach trockenen Exemplaren beschrieben ; da 
auch von keiner die Lebensweise bekannt ist, so wird ein Wiedererkennen der- 
selben unmöglich sein. 

Walsh, Mr. Couper's thorn-leaf gall. 

Canadian Entomologist 1869, T. I, p, 79—80. 

— On the Insects, Coleopterous, Hymenopterous and Dipterous, inhabiting 
the galls of certain species of willow. 

Proc. Ent. Soc. Philad. 1864. T. III, p. 543—644; 1SG6— 1867. T. VI, p. 223—229, 28S. 

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Pract. Entom. Philad. 1866. T. I, p. 10 und 37; - 1867. T. II, p. 99. 

Weyenbergh, Varia entomologica. 

Tijdschrift v. Ent. 1874. T. IX, p. 149, pl. IX. 

Westwood, The Willow-twig Midge. 

tiardenor's Chronicle 1847, Nr. 36, p. 588, fg. 

~ The Wheat-Midge. 

Ibid. Nr. 37, p. 604, fg. 

— Introduction to the modern Classification of Insects. London 1840, T. IL 
Wiedemann, Aussereuropäische zweiüüglige Insekten. Hamm 1830, T. I. 
Winncrtz, Beschreibung einiger neuen Gattungen aus der Ordnung der 

Zweiflügler. 

St.^tl. üiit. Zeitg. 1846. T. VII, p. 11—20, pl. I, II. 



» 



SynnpslH Coridomyiilarutii. 17 

Winnertz, Ueber Ceeidomyia jimiperina L. nnd Cee. piai n. sp. 

Ibid. 1S54. T. XV, p. 322—327. 

— Dipterologisches. 

Ibid. 1852. T. XIII, p. 49— r.8. 

— Beitrag zu einer Monographie der Gallmücken. 

Linnaea entomologica 1853. T. VIII, p. 154—322, 4 pl. 

— Heteropeza und Miastor. 

Verb, zool.-bot. Ges. 1870. T. XX, p. 3—8, pl. I. 

— Die Gruppe der Lestreminae. 

Ibid. p. 9—36, pl. II. 

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Tijdsohrift v. Entom. 1S74. T. IX, p. 109—114. ^ 

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T. XII; - 1860, T. XIV. 



II. Uebersicht der Subfamilien, Genera und Species. 

Farn. Cecidomyidae Schin. 

1. Subfamilie Lestreminae Rd. 
a) Genera. 

Campylomyia 7Ai. s. Campylomyza Mg. 

Cavipylomyza Meiaren, S. B. I. 1818, p. 101, pl. HI, fg. 6—7. — 

Macquart, S. äB. I. 1834, p. 150, pl. IV. fg. 2. — Rondani, IV'' Mem. 

Parma 1840; — Compendio 1846, p. 369 und 373; - Prodromus I. 

1856, p. 199 (Neurolyga und Camp>ylomyza) . — ZetterÄodt, D. Sc. IX. 

1850, p. 3669 (Campylomyia). — Walker, I. B. III. 1856, p. 61. — 

O.-Sacken, M. D. N. I. 1862, p. 178. — Scliiner, F. A. II. 1864, 

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Catocha Haliday, Ent. Mag. 1. 1833, p. 150. — Macquart, S. a B. II. 1835, 

p. 054. Rondani, W^ Mem. Parma 1840; Compendio 1846, p. 369; — 

Prodromus I. 1856, p. 198. — Winnertz, Stett. E. Z. VII. 1846, p. 20 

(Macrostyla) ; — V. z. b. G. 1870, p. 19, pl. II. — Walker, I. B. III. 

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V. z. b. G. 1870, p. 22 (Lestremia). 
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Rondani, IP« Mem. Parma 1840; — Compendio 1846, p. 368 und 372; 

— Prodromus 1. 1856, p. 198 (Lestremia, Mimosciara und Yp)Osataea). 

Z. B. Ges. B. XXVI. Abb. 3 



]f^ Julius Eiil. V. BorRPiiRtamm nml Tanl Low. 

— Zptterstodt, D. Sc. X. 1851, p. 3767. — Walker, T. B. m. 1856, 
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Macroxtyla Wtz. s. Catocha Hai. 

Micromyia Rondani, II''" Mem. Parma 1840: — Compendio 1846. p. 369 
und 373: — Piodroinus I. 1856. p. 198; — Atti Soc. Sc. Nat. Milano II. 
1860, ]). 135. — Schiner, F. A. II. 1864. p. 411 (Campylomyza). — 
Winnertz, V. z. b. G. 1870, p. 18. pl. Tl. 

Mwiosciara Rd. s. Lestremia Mcq. 

Jfeurolyga Rd. s. Campylomyza Mg. 

Tritozyga H. Loew in O.-Sacken M. D. N. I. 1862. p. 178-179. 

Yposataea Rd. s. Lenfremia Mcq. 

1)) Speeies. 

t 1. accrtK Mf?. (Cnmpylomyza) cf Q- - N. Europa. 

Mei^ftii, S. B. I. 1818. p. 102; — VI. 1830, p. 271. — Macqiiart, S. ä 
B. I. 1834. p. 151; — A. A. S. 1854, p. 8. — Zetterstedt, D. Sc. IX. 
1852, p. 3672. — Walker, I. B. III. 1856, p. 62. — Winnertz, V. z. 
b. G. 1870, p. 25. 
Lebensweise unbekannt. 

2. aequalis Wtz. (Campylomyza) cf. — Deutschland. 

Winnertz, V. z. b. G. 1870, p. 12. 
Aus faulem Buchenholze crezosfen. 

3. alhicauda Wtz. (Campylomyza) cf' 9- — Deutschland. 

Winnertz, V. z. b. G. 1870. p. 22. 
Aus faulem Holze gezosren. 
t 4. alhicoriiiR Mg. (Campylomyza) cf. — Deutschland. 

Meigon, S. B. VI. 1830, p. 271. — Winnertz, V. z. b. G. 1870, p. 25. 
Lebensweise unbekannt. 

5. alhipennis Mg. (LcKtr.) syn. Anarete canditafa Hai. (teste Schiner 

F. A. IL p. 353, Anm.) 

6. analia Wtz. (Camp)ylomysa) cT. — Deutschland. 

Winnertz, V. z. b. G. 1870, p. 11. 
Aus faulem Buchenholze gezogen. 

7. nntennata Wtz. (Campylomyza) 9- — Deutschland. 

Winnertz, V. z. b. G. i870, p. 23. 
Aus faulem Holze gezogen, 
t 8. aira Mg. (Campylomyza) (^ Q . — Europa. 

iMoig-ou, Class. I. 1804, p. 40 (Cecidomyia atra) ; — S. B. I. 1818, 
p. 102; — VI. 1830, p. 271 (Campylomyza). - fiimmerthal, Bull. Soc. 
NatMoscou XIX. 1846, p. 15. — Zetterstedt, D. Sc. IX. 1850, p. 3670. 
— Schiner, F. A. IL 1864. p. 412. — Winnertz, V. z. b. G. 1870, p. 25. 
Lebenswei.se unbekannt. 



tjyuopsis Cecidoiiiyiilaium. 19 

atra Wlk. (non Mg.) s. Campylomyza halterata Ztt. 
!». üicolor Mg. (Campylomy za) cT 9- — Europa. 

Meigeu, S. B. I. 1818, p. 102; — VI. 1830, p. 271, — Macqusirt, 
S. ä B. I. 1834, p. 151, pl. IV, fg. 2. - Gimmerthal, Bull. 8oc. Nat. 
Moscou XIX. 1846, p. 15. — Zetterstedt, D. Sc. IX. 1850, p. 3671. - 
Walker, I. B. IH. 1856, p. 62. - Schmer, F. A. IL 1864, p. 412. — 
Winnertz, V. z. b. G. 1870, p. 24. 
Lebensweise unbekannt. 

10. hrevinervis Ztt. (Catocha) 9- " N- Europa. 

Zetterstedt, J. L. 1840, p. 828 (Sciam aprilina) ; — D. Sc. X. 1851, 
p. 3770 (Lestremia brevinervis) . — Walker, I. B. III. 1856, p. 60. — 
Winnertz, V. z. b. G. 1870, p. 29. 
Lebensweise unbekannt. 

11. carnea H. Lw. (Cecidogona) Q. — Europa. 
H. Loew, Stett. E. Z. V. 1844, p. 324. — Walker, I. B. III. 1856, 
p. 59, pl. XXn, fg. 9. — Schiller, F. A. IL 1864, p. 414. ~ Winnertz, 
V. z. b. G. 1870, p. 35. 
Lebensweise unbekannt. 

cinerea Mcq. s. Lestremia leucophaea Mg. 

12. crassitarsis Wulp. (Catocha) 9. — Holland. 
Van der Wnlp, Tijdsch. v. Eut. IX. 1874, p. 113, pl. VIII, fg. 2—3. 
Lebensweise unbekannt. 

13. clefecta Wtz. (Lestremia) cT 9- — Deutschland. 

Winnertz, V. z. b. G. 1870, p. 33. 
Lebensweise unbekannt. 
t 14. fenestralis Ed. (Campylomysa). — Italien. 

Rondani, IP* Mem. Parma 1840, fg. 23—26 (Neurolyga). 
Lebensweise unbekannt. 

15. flavicoxa Wtz. (Gamxjylomy za) cf. — Deutschland. 

Winnertz, V. z. b. G. 1870, p. 15. 
Lebensweise unbekannt. 

16. flavida Wtz. (Campylomysa) cT 9- — Deutschland. 

Winnertz, V. z. b. G. 1870, p. 13. 
Aus faulem Buchenholze gezogen, 
t 17. flavipes Mg. (Campylomy za) cf 9- — Europa. 

Meigen, S. B. L 1818, p. 102, pl. III, fg. 6; — VL 1830, p. 271. — 
Zetterstedt, D. Sc. IX. 1850, p. 3672 (Camp, pallipes) — Walker, 
L B. III. 1856, p. 62. — Schiner, F. A. IL 1864, p. 412. — Winnertz, 
V. z. b. G. 1870, p. 24 und 25. 
Lebensweise unbekannt. 
18. flaviventris Wtz. (Campylomyza) Q. — Deutschland. 
Winnertz, V. z. b. G. 1870, p. 21. 
Aus faulem Holze gezogen. 

3* 



2Q .luliub K'U. T. BorgeiiKtuiiim uii.l Vn\\\ l.ö^^■. 

VJ. /u.sca ^Vtz. (Campylomysa) d". — Deutschland. 

Wiuucrtz, V. z. b. G. 1870, p. 12. 

Lebeusweise unbekannt. 
•20. fnsca Mg. (Lestremia) <^ 9- — Deutschland. 

Meigen, S. B. VI. 1830, p. 309. - Winuertz, V. z. b. G. 1870, p. 33. 

Lebensweise unbekannt. 
21. fusci7iervis Wtz. (Campijlomyza) d' 9- — Deutschland. 

Wiuuertz, V. z. b. G. 1870, p. 19. 

Aus faulem Buchenholze gezogen, 
t 22. fuscipes Mg. (Campylomyza) cf. — Europa. 

Müigeu, S. B. VI. 1830, p. 272. — Wiunertz, V. z. b. G. 1870, p. 25. 

Lebensweise unbekannt. 
23. (jlobifera Wlk. (Campylomyza?) cf Q. — England. 

AV alker, I. B.IH. 1856, p. 62, pl. XXIII, fg. 3 und 3 a. - Wiunertz, 

Y. z. b. G. 1870, p. 26. 

Lebensweise unbekannt, 
t 24. halterata Ztt. (Campylomyza) 9- ~ Europa. 

Zetterstedt, D. So. XI. 1852, p. 4351. - Walker, I. B. IIL 1856, p. 62, 

pl. XXIU, Pg.Zh. (Camp. atra). — Schmer, F. A. II. 1864, p. 412. — , 

Wiunertz, V. z. b. G. 1870, p. 26. 

Lebensweise unbekannt. 

25. Kollari Wtz. (Campylomyza) 9- — Deutschland. 

Wiuuertz, V. z. b. G. 1870, p. 23. 
Aus faulem Birkenholze gezogen. 

26. latipes Hai. (Catocha) cT 9- — Europa. 

Haliday, Ent. Mag. I. 1833, p. 156. — Macqiiart, Ö. ä B. II. 1835, 
p. 654. - AViunertz, Stett. E. Z. VII. 1846, p. 20, pl. II, fg. 1-2 
(Macrostyla latipes); — 1852, p. 49; — V. z. b. G. 1870, p. 29. — " 
Walker, I. B. III. 1856, p. 60, pL XXIII, fg. 1. - Schiuer, F. A. IL 
1864, p. 413. 
Lebensweise unbekannt. 

'11. lepida Wtz. (Campylomyza) Q. — Deutschland. 
Wiuuertz, V. z. b. G. 1870, p. 14. 
Aus faulem Buchenholze gezogen, 
t 28. lestremina Rd. (Lestremia). — Italien. 

lloudaui, IP'' Mem. Parma 1840 (Mimosciara) ■ 
Lebeusweise unbekannt. 

28. leucophaea Mg. (Lestremia) d 9- —Europa. 

Meij?eu, S. B. I. 1818, p. 288 (Sciara) ; - VI. 1830, p. 308, pl. LXV, 
fg. 16-17 (Lestremia). — Fabricius, Sp. I. II. 1781, p. 411; — 
E. S. IV. 1794, p. 251 (Tipula juniperina) ; — S. Ant. 1805, p. 47 
(Chironomus juniperinus). — Macquart, D. N. Fr. I. 1826, p. 173, 
pl. IV, fg. 3; — S. ä B. I. 1834, p. 158 (Lest, cinerea). — BlancUard, 
II. N. I. III. 1840, p. 574 (Lest, cinerea). — Zettorstedt, D. Sc. X. 



SynopBiB Cecidoinyiiliiium. 21 

1851, p. 3768 uud 3770; — XII. 1855, p. 4891. - Walker, J. B. III. 
1856, p. 58, pl. XXII, %. 8 und pl. XXIX, fg. 7 {Lest, cinerea). - 
Schiuer, F. A. II. 1864, p. 413. - Wiuuertz, V. z. b. G. 1870, j). 31. 
Lebensweise unbekannt. 

29. lucorum Rd. (Micromjjiu) cj' 9 ■ — Europa. 

Rondani, IP" Meui. Parma 1840, fg. 20—22; — Atti Soc. Sc. Nat. 

Milano II. 1860, p. 135, pl. IIB, fg. 2—4; - Arch. p. Zool. 1869, 

2. Ser. I, p. 191. — Schiner, F. A. IL 1864, p. 412 {Gampylomyza). — 

Wiuuertz, V. z. b. G. 1870, p. 27. 

Lebensweise unbekannt, 
t 30. luculenta Mg. (Camp ylo my za) Q. — Deutschland. 

Meigen, S. B. VI. 1830, p. 271. - Wiuuertz, V. z. b. G. 1870, p. 25. 

Lebensweise unbekannt, 
t 31. moloirina Rd. (Lestremia). — Italien. 

Rondaui, W^ Mem. Parma 1840, fg. 16 — 19 {Mimosciara). 

Lebensweise unbekannt. 

32. monilifera H. Lw. (Gampylomyza) fossil. — H. Loew, Bernst. 

F. 1850, p. 32. 

33. munda Wtz. (Gampylomyza) 9- — Deutschland. 

Wiuuertz, V. z. b. G. 1870, p. 18. 
Aus faulem Holze gezogen. 

t 34. nigra Blchd. (Lestremia). — Chile. 

Blauchard, Gay hist. VIL 1852, p. 349. - Philipyi, V. z. b. G. 
1865, p. 628. 
Lebensweise unbekannt. 

35. ohscura Wtz. (Gampylomyza) 9- — Deutschland. 

Wiuuertz, V. z. b. G. 1870, p. 19. 
Aus faulem Buchenholze gezogen. 

pallipes Ztt. s. Gampylomyza flavipes Mg. 

36. perpusilla Wtz. (Gampylomy za) cf- — Deutschland. 

Wiuuertz, V. z. b. G. 1870, p. 15. 
Aus faulem Holze gezogen. 

37. picea Wtz. (Gampylomyza) 9- — Deutschland. 

Wiuuertz, V. z. b. G. 1870, p. 20. 
Aus faulem Holze gezogen. 

38. pumila Wtz. (Gampylomyza) cf . — Deutschland. 

Wiuuertz, V. z. b. G. 1870, p. 11. 
Die Larven leben in Pilzen. 

39. rudis Wtz. (Gampylomyza) 9- — Deutschland. 

Wiuuertz, V. z. b. G. 1870, p. 16. 
Aus faulem Buchenholze gezogen. 



• <•> Julius Kdl. V. llergeiibtaiiiin und Taul Low. 

t 40. SC Ute IIa ta Say (Campyloiiu/za). — N. Amerika. 

Say, Jouin. Acad. N. Sc. Phil. 1823, p. 17. — Wiedemauu, Auss. eur. 

ZwHg. I. 1830, p. 22. 

Lebensweise unbekaunt. 
41. sidneycHsis Schin. (Gampylomyza) Q. — Sidney. 

Schiuer, Dipt. Nov. Exp. 1868, p. 9. 

Lebunsweise unbekannt. 
•12. squalida Wtz. (üampylomyza) 9. — Deutschland. 

Wiuiiertz, V. z. b. G. 1870, p. 16. 

Aus faulem Holze, gezogen, 
t 43 sylvalis ßd. (Gampylomyza). — Italien. 

Roudani, II'^" Mem. Parma 18-10 [Neurölyga). 

Lebensweise unbekannt. 
44. sylvicola Wtz. (Campylomyza) 9- - Deutschland. 

Winuertz, V. z. b. G. 1870, p. 17. 

Aus faulem Buchenholze gezogen, 
t 45. turmalis Ed. (Campylomyza). — Italien. 

Rondani; IP« Mem. Parma 1840 {Neurölyga). 

Lebensweise unbekannt. 

46. valida Wtz. (Campylomyya) cf 9- - Deutschland. 

AViujiertz, V. z. b. G. 1870, p. 20. 
Aus faulem Holze gezogen. 

47. vioida Wtz. (Campylomyza) cf. — Deutschland. 

Wiunertz, V. z. b. G. 1870, p. 14. 
Die Larven leben in der Erde. 

48. vittata Wtz. (Campylomyza) Q. — Deutschland. 

Winuertz, V. z. b. G. 1870, p. 17. 
Aus faulem Buchenholze gezogen. 

2. Silbfamilie Ceeidomyinae Ed. 
a) Oeuera. 

Anyelinia Rd. s. Hormomyia H. Lw. 

Asphondylia H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 21, fg. 24. — Wiimertz, 
L. E. 1853, p. 187. — Rondani, Prodroraus I. 1856, p. 199; — Stirp. 
Ccc. 1860, p. 287 und 292 (Äsphondylia und Phyllophaga). — 
O.-Sacken, M. D. N. I. 1862, p. 176. — Schiner, F. A. IL 1864, 
p. 395. - Lioy, Class. 1863-64, p. 503 {Cylindrocera). 

Asyunpta H. Locw, D. B. IV. 1850, p. 21, fg. 21 und 32. — Winuertz, 
L. E. 1853. ]). 189. - «ondani, Stirp. Cec. 1860, p. 287 und 293 
(Asynapta und Winnertzia). — 0.-8ackeu, M. D. N. I. 1862, p. 177. 
— 8cbiner, F. A. II. 1864, p. 405. 

Ihachyncura oder Brachineura Kd. s. Spaniocera Wtz. 



Synopsis Ofloidomyiilarniii. 23 

Bremia Rd. s. Diplosis H. Lw. 

Cecidnmyin Meisren, Illig. Mag. II. 1803, j). 261; — Class. 1804, p. 38; 

— S. B. I. 1818, p. 93, pl. III, fg. 8—12. Das Genus Cecidomyia im 
Sinne Meig'Cn's ist ein sehr weiter Gattungsbegriff und nahez-u von 
gleichem Umfange wie die jetzige Subfamilie Ceciäomyinae, denn es 
umfasst alle von H. Loew (1. c.) aufgestellten Genera dieser Subfamilie 
mit Ausnahme von Lasioptcra und Glinorhyncha. Folgende Autoren 
haben die Gattung Cecidomyia in ihre Werke im Sinne Meigen's auf- 
genommen: 

Latreille, Gen. crust. IV. 1809, p. 253. — Macqnart, S. a B. I. 1834, 

p. 159, pl. IV, fg. 10—11. — Zetterstcdt, D. Sc. IX. 1850, p. .3673 

{Cecidomyza). — Walker, I. B. III. 1856, p. 73. 
Gegenwärtig wird die Gattung Cecidomyia nur mehr in der ihr von H. Loew 

gegebenen, viel engeren Begrenzung aufgefasst. 
Cecidomyia H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 21, fg. 2, 3, 5, 7. — Ron- 

(lani, IF'' Mem. Parma 1840; — Compendio 1846, p. 371 und 374; 

— Prodromus I. 1856, p. 199 und 200; — Stirp. Cec. 1860, p. 287, 292 
und 294 (Cecidomyia and Dasyneura). — Westwood, Gard. Chron. 
1847, p. 588 (Wiahdophaga). — Wiiinertz, L. E. 1853, p. 186. — 
O.-Sackeii, M. D. N. I. 180'2, p. 175. — Scliiner, F. A. IT. 1864, p. 369. 

Anmerkung. Bezüglich der Gattungen Rondani's verweisen wir auf das von H. Loew 
und Schiner darüber Gesagte. 

Clinorhyncha H. Loew, D. B. IV. 18.50, p. 21. — Roudani, IF» Mem. 

Parma 1840; — Compendio 1846, p. 372 und 375; — Prodromus I. 

1856. p. 200; - Stirp. Cec. 1860, p. 288 und 294 {Osirhincns, Ozy- 

rhynciis, Oxyrhynclms und Clinorhyncha). — Wiunertz, L. E. 1853, 

p. 192. — Schiner, F. A. II. 1864, p. 409. 
Colpodia Wliiiiertz, L. E. 1853, p. 188. — O.-Sackeu, M. D. N. I. 1862, 

p. 176. - Scliiuer, F. A. II. 1864, p. 401. 
Contarinia Ed. s. Diplosis H. Lw. 
Cylindrocera Lioy s. Asj)hond,ylia IT. Lw. 
Dasyneura oder Dasineura, Rd. s. Cecidomyia H. Lw. 
Diomyza Stei)hens, Illust. B. E. Haustcllata, Suppl. 1846. — Scliiner, 

F. A. IT. 1864, p. 410. 
Diplosis H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 20, fg. 11. 25—27. — Ron- 

dani, IF'^ Mem. Parma 1840; — Compendio 1846, p. 371, 374; — 

Prodromus L 1856, p. 200; - Stirp. Cec. 1860, p. 287 und 294. 

(Diplosis, Bremia, Contarinia und Phylophaga). — Winnertz, L. E. 

1853, p. 187. — O.-Sacken, M. D. N. I. 1862. p. 176. — Schiner, 

F. A. IT. 1864, p. 382. 
Dirhiza H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 21. — Winnertz, L. E. 1853, p. 186. 

— Rondani, Stirp. Cec. 1860, p. 287 und 293. 

Epidosis H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 21. — Rondani, W" Mem. Parma 
1840; — Compendio 1846, p. 370 und 374; — Prodromus I. 1856. 



O^ Jnlins Eill v. Hprconstamiii niiil r.iul LTiw. 

p, 199. _ stirp. Cec. 1860, p. 287 und 293 {Porrieonäyla). — Wiu- 
iiertz, L. E. 1853, p. ISG und 1S9. — O.-Sacken, M. D. N. I. 1862, 
p. 170-177, — Schiner, F. A. II. 1864, p. 402. 

Jfcleropeza Wiuncrtz, Stett. E. Z. VII. 1846, p. 13; - V. z. b. G. 1870, 
p. 4, pl. I. — Schiner, F. A. II. 1864, p. 410. 

Jfor)»om>/ia H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 20. — Winnertz, L. E. 1853, 
p. 188. — Kondani, Stirp. Cec. 1860, p. 287 und 293 {Hormomyia 
und Angelinia). — O.-Sackeu, M. D. N. I. 1862, p. 176. — Sclüner, 
F. A. II. 1864, p. 396. 

Laaioinera Meigren, S. B. I. 1818, p. 88, pl. III. fg. 3—5. — Stepheus, 
(Lasioptcryx) . — Macquart, S. ä B. I. 1834, p. 162. — Rondani, IP» 
Mem. Parma 1840; — Compendio 1846, p. 372; — Prodromus I. 1856, 
p. 200; — Stirp. Cec. 1800, p. 288 und 294. — H. Loew, D. B. IV. 
1850, p. 21. — Zetterstedt, D. Sc IX. 1850, p. 3699. — Winnertz, 
L. E. 1853, p. 191. — Walker, I. B. III. 1856, p. 132. - O.-Sacken, 
M. D. N. I. 1802, p. 175. — Scliincr, F. A. II. 1864, p. 406. 

LaMox>teryx Stepli. s. Lasioptera Mg. 

Minstor Meinert, Naturli. Tidssk. III. 3. R. 1864, p. 106. — Schiner, V. z. 
b. G. 1865, p. 87. — H. Loew, Berl. E. Z. 1864, p. VIII. — Winnertz, 
V. z. b. G. 1870, p. 5, pl. I. 

Anmerkung. Siebe die Anm. bei Miast. mcfraJoauMri. 

Monodicrana H. Loew, Bernsteinfauna 1850, p. 32. 
Oligarces Meinert, Naturh. Tidssk. 3 Raek. HL 1865, p. 237. 

Anmerkung. Siehe die Anm. bei Miast. metraloas Mrt. 

Ozirhincns, Ozyrliyticus: oder Oxyrhynelms Rd. s. Clinorhyncha H. Lw. 
Pero Meinert, Naturh. Tidssk. 1871, p. 463. 

Anmerkung. Siehe die Anm. bei Miast. mrfraloas Mrt. 

Phyllopliaga Rd. s. Asphondylia H. Lw. 

Phylophaga Rd. s. Diplosis H. Lw. 

Porricondyla Rd. s. Epidosis H. Lw. 

Phalidophaga Wcstw. s. Cecidomyia H. Lw. 

Spanioccra Winnertz, L. E. 1853, p. 190 und 306. — Rondani, 11'^'' Mem. 

Parma 1840; — Compendio 1846, p. 371 und 375; — Prodromus I. 

1856, p. 200; — Stirp. Cec. 1860, p. 287 und 292 {Brachyneura) — 

Schiner, F. A. II. 1864, p. 406. 
Winverizin Rd. s. Asynapta H. Lw. 



b) Species. 

t \'i. 'ihrnptu WIk. (DiploRia) cf. — England. 
Halkor, I. B. TU. 1850, p, 98. 
I<ol)enswoiso unbekannt. 
acariauga Vall. Imago unbekannt v. Nr. 550. 



Synopsis Cecidomyiciarum. 25 

50. acerinu Gir. (Ceciäomyiu) <^'' 9- ~~ Frankreich. 

(Jiraiid, V. z. b. G. 18G3, p. 1304. 

Die Larve lebt frei auf den Blättern von Acer Pseiidoplatanus Ij. zwi- 
schen den Gallen von Cynips aceris. Verwdlg. daselbst. 
Macquart, A. A. 1851, p. 261 {Cec. pictipennis). 

51. aceris Sliim. (Ceciäomyia) cT 9- — Illinois. 

Shimer, Trans. Am. Ent. Soc. I. 1868, p. 281. 

Die Larven erzeugen auf den Blättern von Hamamelis virginica L. ein- 
kammerige, konische Gallen, welche auf der Blattoberseite sitzen und 
sich unten öffnen. 
achilleae Inch. s. Horm. millefolii H. Lss. 

52. acrophila Wtz. (Ceciäomyia) cf 9- — Europa. 

Wiunertz, L. E. 1853, p. 233. — Walker, 1. B. III. 1856, p. 82. — 

Schiuer, F. A. II. 1864, p. 375. 

Die Larven deformiren die gipfelständigen Blätter von Fraxinus ex- 

celsior L. zu hülsenförmigen Gehäusen. Verwdlg. i. d Erde. Mücke 

im Frühling. 

Macquart, A. A. S. 1854, p. 19. - Kallenbach, Pfl. F. 1874, p. 432. 

— Rudow, Pfl. G. 1875, p. 71. 

53. aetliiops Wlk. (Äsphondylia) cf. — England. 

Walker, I. B. III. 1856, p. 118. 
Lebensweise unbekannt. 

54. agilis Wtz. (Diplosis) cf. — Deutschland. 

Wiuuertz, L. E. 1853, p. 265. - Walker, I. B. III. 1856, p. 110. — 
Schiuer, F. A. U. 1864, p. 393. 
Lebensweise unbekannt. 
agrostis Ftch. Imago unbekannt, v. Nr. 466. 
t 55. alhiceps Wlk. (Diplosis) Q. — England. 
Walker, I. B. 111. 1856, p. 99. 
Lebensweise unbekannt. 

56. albilahris Wtz. (Ceciäomyia) cT 9- — Europa. 

Wiuuertz, L. E. 1853, p. 217. - Walker, I. B. III. 1856, p. 78. — 
Schiuer, F. A. II. 1864, p. 375. 
Larven in faulem Buchenholze. 
Macquart, A. A. S. 1854, p. 28. 

57. ulbimana Wtz. (Epiäosis) Q. — Deutschland. 

Wiuuertz, L. E. 1853, p. 296. - Walker, I. B. III. 1856, p. 126. — 
Schiuer, F. A. II. 1864, p. 404. 
Larven in faulem Buchenholze, 
t 58. alhipalpis Mg. (genus?) 9- — Deutschland. 
Meigeu, S. B. VII. 1838, p. 22. 
Lebensweise unbekannt. 

Z. B. Ges. B XXVI. Abh. 4 



9ß Jnlins Edl. v. BeTgetistamm nnd Paiü Lilw. 

t 50. ulhipcnniü Mg. (I.a.oiopfera) cf ?. — Europa. 

Moigen, Class. 1804, p. 40. pl. II, fg. 9. - S. B. I. 1818, p. 89, 

pl. m. fg. 5 iCec). - Macquart, S. ä B. I. 1834, p. 163. - Walker, 

I. B. m. 1856, p. 138. 

Lebensweise unbekannt. 
nJhipennis Wtz. s. Cec. saliciperda Dnf. 
t 60. alhipes Wlk. (Diplosis) <S- — England. 

Walker, I. B. III. 1856, p. 100. 

Lebensweise unbekannt. 
61. alhifan^is Mg. (Epidosis) Q. — Europa. 

>Ieigeu, S. B. VI. 1830, p. 268. — Macquart, S. a B. I. 1834, p. 161. 

— H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 38. — Winnertz, L. E. 1853, p. 297. 

— Walker, I. B. III. 1856, p. 127. — Schiuer, F. A. H. 1864, p. 404. 
Larven in faulem Holze. 

t 62. albonotata Wlk. (Asphonäylia) <^. — England. — 
Walker, I. B. III. 1856, p. 118. 
Lebensweise unbekannt. 
63. all) ritt ata Wlsh. (Ceciäomyia) cf Q. — N. Amerika. 

Walsh, Proc. Eni Soc. Phil. III. 1864, p. 620-623. — VL 1866-1867, 
p. 227. - Am. Ent. I. 1869, p. 105. 

Larven gesellig als Inquilinen in den durch Geciäomyia salicis-irassi- 
coides, ft.-rhodoides, s.-strohüisctis und s.-strohüoides Wlsh., an verschie- 
denen Weidenarten erzeugten Blätterschöpfen. 
nlismae (Kalteubaeh, Pfl. F. 1874, p. 712, führt diesen Namen mit 
dem Autor Winnertz bei einer Art an, welche auf J.??".'??»« PZr/»frt/70 L. 
Gallen erzengen soll). 

Anmerkung. In den auf Gallmücken bezuglialiendeu Publicationen Winnertz's findet 
sich dieser Name nicht. Er wurde wahrscheinlich von Kaltenbach selbst 



64. amoena H. Lw. (Hormomyia) Q. — Deutschland. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 31. — Sehlner, F. A. II. 1864, p. 401. 
Lebensweise unbekannt. 

65. ampla Wlk. (Hormomyia) cT 9- — England. 

Walker, I, B. in. 1856, p. 120. 
Lebensweise unbekannt. 

66. anal in Wtz. (Epidosis) cf. — Europa. 

Winnertz, L. E. 1853, p. 300. — Walker, I. B. III. 1856, p. 128. — 
Schiner, F. A. IL 1864, p. 403. 
Lebensweise unbekannt. 

67. aiufuf^tipennif! Wtz. (Colpodia) Q. — Deutschland. 

Winnertz, L. E. 1853, p. 293. pl. L fg. 29. pl. n. fg. 10. - Walker, 
L B. III. 1856, p. 124. — Schiner, F. A. IL 1864, p. 402. 
Larven in faulem Buchenholze. 
Mae(|iiart, A. A. S. 1854, p. 28. 



Synopsis Cecidomyidarum. 27 

68. au iiulata Cost. (LasiupteraJ. — Italien. 

Costa, Ann. Acad. Nap. 1844, p. 109, pl. II. fg. 1. — H. Loew, L. E. 
1851, p. 372. 
Lebensweise unbekannt. 

69. anniilipes Wlsh. (D Iplosis) Q. — N. Amerika. 

Walsh, Proc. Ent. Suc. Phil. 1864, III, p. 629. 

Larven als Inquilinen in den Gallen von Cec. saUcis-strubiloides Wlsh. 
annulipes Mg. s. ? Diplosis centralis Wtz. 
annulipes Hrtg. s. Hormomyia piligera H. Lw. 

70. anthemides H. Lw. (Diplosis) cf $. — Deutschland. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 29 und 32. — Schmer, F. A. IL 1864, p. 390. 
Die Larven leben in den Blüthenköpfen von Änthemis arvensis L. 
Macquart, P. H. lU. 1856, p. 152. — Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 343. 

71. anthophila 0. S. (Cecidomijia) cf. — N. Amerika. 

Osteii-Sacken, Trans. Am. Ent. Soc. IL 1868—1869, p. .302. 
Die Larven iö deformirten Blüthenknospen von Solidago. 
t 72. aphidimyza Ed. (Diplosis) c^ Q . — Italien. 

Rondaui, Ann. sc. nat. Bolog. 1847, p. 443. fg. 1—12 {Cecidomi/ia). — 
Atti Soc. Sc. Nat. Milano IL 1860, p. 289 [Bremia) 
Die Larven unter Aphiden auf den Blättern von Persica, Cerasus, Son- 
chtis und Mosa. 

t 73. apicalis Wlk. (Diplosis) Q. — England. 
Walker, I. B. III. 1856, p. 107. 
Lebensweise unbekannt. 

74. arcuata Wtz. (Diplosis) cT 2- — Europa. 

Winuertz, L. E. 1853, p. 256, pl. U, fg. 5. pl. III, fg. 6. - Walker, 
I. B. III. 1856, p. 96. - Schiner, F. A. IL 1864, p. 386. 
Die Larven leben in den Blüthenköpfen mehrerer Syngenesisten, auch 
in faulem Holze und in Pilzen zugleich mit anderen Dipteren-Larven. 
Gourean, Ann. soc. ent. Fr. 1845, p. 88. — Macquart, P. H. III. 
1856, p. 134 {Cec? cardui). — Perris, Ann. soc. ent. Fr. 1870, p. 181. 
arcuata Wlk. (bis) s. Diplosis flexa Wlk. 
t 75. argentata H. Lw. (LasiopteraJ. — Deutschland. 
H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 39. 
Lebensweise unbekannt. 
argyrosticta Mg. s. Lasioptera ruhi Heeg. 
76. artemisiae Bebe. (Gecidomyia) cT 9- — Europa. 

Bouche, N. I. 1834, p. 27. — H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 27 und 36. 
fg. 15. - Schiner, P. A. IL 1864, p. 379. 

Die Larven leben in runden Blätterköpfen an den Triebspitzen von 
Artemisia campestris L., in deren Mitte sich eine eiförmige Galle be- 
findet. Metamorphose daselbst. 

4* 



28 Julius Edl. V. Bergen stamm und Paul Low. 

Macquart, P. H. III. 1856, p. 142. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 67. 

Anraerliung. Die von Kirchner (Lotos 1855, p. 133) angeführten linsengrossen 
Blatt- und Stengelgallen gehören nicht zu dieser Art, s. Nr. 512. 

t 77. articulata Wlk. (Biplosis} cf. — England, 
Walker, I. B. III. 1856, p. 108. 
Lebensweise unbekannt. 

78. arunäinis Schin. (Lasioptera) c? Q. — Oesterreich. 

Schiner, V. z. b. G. 1854, p. 175. - F. A. II. 1864, p. 408. , 
Larven zahlreich in verkürzten Seitentrieben von Phragmites communis 
Trin., deren Inneres mit einer schwarzen Masse erfüllt ist, worin jede 
Larve für sich in einem Gange wohnt. Verwandlung daselbst im 
Frühlinge. 

Heeger, Sitzb. Acad. Wien 1856, p. 335. pl. I, fg. 1—11. — Frauen- 
feld, V. z. b. G. 1862, p. 1174. — Giraud, V. z. b. G. 1868, p. 1263. 
— Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 764. 

79. aselepiadis Gir. (Biplosis) cf Q. — Oesterreich. 

Giraud, V. z. b. G. 1863, p. 1303. 

Larven gesellig in den Fruchtkapseln von Vincetoxicum officinäle Mönch 
(= Äsclepias vincetoxicum L.) Verwandlung in der Erde. 
Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 439. 

80. asperulae F. Lw. (Gecidomyia) cT 9- — Oesterreich. 

F. Low, V. z. b. G. 1874, p. 13, pl. IL fg. 1. 

Die Larven erzeugen an den Triebspitzen und in den Blattachseln von 
Asperula tinctoria L. hanfkorn- bis erbsengrosse, weisse, schwammige 
Gallen, worin jede derselben in einer gesonderten Höhlung lebt. Ver- 
wandlung in der Erde. 
astragali H. Lw. Imago unbekannt, s. Nr. 592. 
atra Mg. s. Campylomyza atra Mg. 

t 81. atra Koser (genns?) — Württemberg. 

Roser, Corresp. Bltt. württ. landw. Ver. 1840, p. 50, 
Lebensweise unbekannt. 

t 82. atricapilla Rd. (genus?) Q. — Italien. 

Rondani, Arch. p. Zool. I 1869, p. 190. — Bullt. Soc. Eni It. IL 
1870, p. 59. 
Lebensweise unbekannt. 

t 83. atriceps Wlk. {Biplosis) c^. — England. 
Walker, I. B. III. 1856, p. 102. 
Lebensweise unbekannt. 

84. atricornis Wlsh. (Biplosis) cT- — N. Amerika. 

Walsh, Proc. Ent. Soc. Phil. IIL 1864, p. 628. 

Larven als Inquilinen in den Gallen von Cec. salicis-strobiloides Wlsh. 

85. atrocularis Wlsh. (Biplosis) (f 9- — N. Amerika. 

Walsh, Proc. Ent. Soc. Phil. m. 1864, p. 626-629; VL 1866-1867, p.227. 



Synopsis Cecidomyidarum. 29 

Larven als Inquilinen in den Gallen von Cec. salicis-strobiloides Wlsh, 

und in einigen Cynipidengallen. 
86. aurantiaca Wgn. (Diplosis) cf 9- — Deutschland. 

Wagner, Stett. E. Z. 1866, p. 82. pl. III. fg. 17—22. 

Larven in den Aehren von Triticum und Seeale gleichzeitig mit denen 

von Di2)l. tritici. Kby. 

Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 738 und 741. 
t 87. aurantiaca Mcq. (genus?). — England. 

Macqnart, D. N. F. 1826, p. 172. - S. ä B. L 1834, p. 161. - aieigen, 

S. B. VIL 1838, p. 23. 

Lehensweise unbekannt. 
. 88. aurieincta H. Lw. (Lasioptera) cT 9- — Deutschland. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 39. — Wionertz, L. E. 1853, p. 308. 

pl. IV, fg. 12. - Schiner, F. A. II. 1864, p. 409. 

Larven an den Wurzeln von Festuea pratensis Hds. Metamorphose 

daselbst. 

Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 747. 

89. aurora Mnh. (Diplosis) cf 9- — Eussland. 

Mannerheini, Mem. Soc. Nat. Moscou 1823, p. 182, pl. XX. 
Larven unter der Einde abgestorbener Tannen. 

90. barbareae Crts. (Cecidomyia) cf 9- — England. 

Curtis, Gard. Chron. 1845, p. 400. 

Larven zu mehreren in gallenartig deformirten Blüthen von Barbarea 

vulgaris R. Br. Verwandlung in der Galle, 
t 91. basalis Wlk. (Cecidomyia) 9- — England. 

Walker, I. B. III. 1856, p. 88. 

Lebensweise unbekannt. 
t 92. bedeguariformis ßdw. (genus?). — Deutschland. 

Rndow, Pfl. G. 1875, p. 87. 

Larven in mehrkammerigen Eosenbedeguar ähnlichen Gallen an Populus 

tremula L. (Siehe Nachträge). 

93. berberina Schrk. (Lasiop)tera). — Europa. 

Schrank, E. I. A. 1781, p. 435 (Tipula). — Linne, S. N. 1788, p. 2828. 

— Schrank, F. B. III. 1803, p. 86. — Meigen, Class. 1804, p. 41 
(Cec). — S. B. I. 1818, p. 90. — Macquart, S. ä B. I. 1834, p. 163. 

— Schiner, F. A. IL 1864, p. 409. 

Larven in mehrkammerigen, höckerigen, rauhen, rothbraunen Gallen au 
den Zweigen zwischen den Dornen von Berberis vulgaris L. Verwand- 
lung in der Galle. 

Macquart, A. A. S. 1854, p. 5. — Kirchner, Lotos 1855, p. 242. — 
Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 18. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 68. 

94. betulae Wtz. (Cecidomyia) c/' $. — Deutschland. 

Winuertz, L. E. 1853, p. 234. - Walker, L B. III. 1856, p. 85. — 
Schiner, F. A. IL 1864, p. 381. 



oO Julius Edl. V. BergeuBtamm uud Paul Low. 

Larven in den vorjährigen Kätzchen von Betula alba L., Metamorphose 
daselbst. 

Macquart, A. A. S. 1854, p. 25. — Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 609. 
t 95. bicolor Mg. (genus?) cT, — Europa. 

Meig'en, S. B. I. 1818, p. 98. - Macquart, S. ä B. I. 1834, p. 162. 

— D. d. N. 1856, p. 172. 
Larven in verfaultem Kuhmiste. 
Bouche, N. d. L 1834, p. 25. 

t 96. bicolor Br. (geuus?) Q. — Schweiz. 
Bremi, Monogr. 1847, p. 54. 
Lebensweise unbekannt. 

97. bipunctata Wtz. (Hormomyia) cT. — Europa. 

Wiuiiertz, L. E. 1853, p. 288. pl. IV, fg. 1. - Walker, L B. IE. 

1856, p. 122. — Schiner, F. Ä. IL 1864, p. 400. 

Lebensweise nicht sicher bekannt. Winnertz erhielt die Mücke aus 

einem Gefässe, worin sich Blätter von Fagns sylvatica L. mit Gallen 

der Hormomyia püigera H. Lw. befanden. 

? Bremi, Monogr. 1847, p. 13 {Cec. tornatella). — Macquart, A. A. 

S. 1854, p. 28. — F. Low, V. z. b. G. 1874, p. 158. — Rudow, Pfl. 

G. 1875, p. 71 {Cec. tornateUa). 

98. botularia Wtz. (Diplosis) cf $. — Europa. 

Wiuuertz, L. E. 1853, p. 266. — Walker, I. B. HI. 1856, p. HL — 

Schmer, F. A. IL 1864, p. 388. — Müller, Newm. Eni. 1870—1871, 

p. 248. 

Larven gesellig in etwas bauchigen, taschenförmigen Blattfalten längs 

der Mittelrippe der Fiederblättchen von Fraxinus excelsior L. — 

Verwandlung in der Erde. 

Bremi, Monogr. 1847, p. 18. pl. I. fg. 17 {Cec. fraxini). — Hardy, 

Scot. Gard. III. 1854, p. 139 und 141 {Cec. fraxini und fraxinicola). 

— Macquart, A. A. 1851, p. 373 (Cec. fraxini); — A. A. S. 1854, 
p. 19. — Müller, Gard. Chron. 1870. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 71. - 
Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 432. 

99. Boucheana H. Lw. (Asynapta) c/' 2- — Deutschland. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 39. — Boucbe, N. d. L 1834, p. 27. 
pl. n, fg. 16—19; — Gartenius. 1833, p. 124 {Cee. Salicis). 
Larven in faulem Weidenholze. 

Macquart, A. A. S. 1854, p. 20. - Kalteubacli, Pfl. F. 1874, p. 584. 
100. brachyntera Schwg. (DiplosisJ cT Q. — Europa. 

Schwägrichen , PfeiFs krit. Blatt. L Hft. IX. Bd., p. 162; I. Hft. 
X. Bd., p. 102. - Ratzeburg, Forstins. ITT. 1844, p. 160. pl. X. fg. 15. 

— Schiner, F. A. IL 1864, p. 391. — Taschenberg, Forst. L K. 
1874, p. 419. 

Larven zwischen den Nadeln von Pimis sylvestris L. innerhalb der 
Nadelscheiden. Verwandlung in der Erde. 



SynopRiM CecidoinyidarmTi. 31 

Rfttzeburg, Wiegln. Arch. VII. 1841, p. 233-247. pl. X, fg. 12-lG. 

- Stett E. Z. 1842, p. 93. - KaltenbacU, Pfl. F. 1874, p. 701. 

Anmerkung. Bou*clie führt in Gart. Ins. 1833, p. 123 und N. d. I. 1834, p. 2C 
irrtliümlich die Biologie dieser Art bei Diplosis pini Deg. an. 

hrachynteroides 0. S. Iniago unbekannt, v. Nr. 470. 

101. hrassicae Wtz. (Cecidomyia) cT 9. — Europa. 

Winnertz, L. E. 1853, p. 231. - Walker, I. B. HL 18.^6, p. 84. — 
Schiller, F. A. II. 1864, p. 374. — Taschenberg, Preisschr. 1865, 
p. 161. - Ent. f. Gärtn. 1871, p. 358. - Brischke, Sclirft. d. n. Ges. 
Danzig 1869. Hft. 3 und 4. — «iebel, Landw. Zool. 1860, p. 612—614. 
Larven gesellig in deforinirteu Blüthen und Schoten von Brassica 
oleracea L., Napus L. und Gheirantlms Vill. 

Drewsen, Ann. soc. ent. Fr. 1835. Bullt. LXII. — H. Loew, D. B.IV. 1850, 
p. 30 [Cec. napi). — Macquart, P. H. II. 1855, p. 56. — Laboulbeoe, 
Ann. soc. ent. Fr. 1857. Bullt. XC—XCI. — Forel, Bullt, soc. Vaud.sc.nat. 
1866-1868, p. 82. — Perris, Ann. Soc. ent. Fr. 1870, p. 179. — Kalteii- 
bach, Pfl. F. 1874, p. 34. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 68. 
Breviii Heer, Imago unbekannt, v. Nr. 606. 

102. brevicornis Wlk. (Diplosis) <^. — England. 

Walker, I. B. III. 1856, p. 99. 
Lebensweise unbekannt. 

103. brevis Wlk. (Diplosis) <^. — England. 

Walker, I. B. IIL 1856, p. 93. 
Lebensweise unbekanut. 
bromi Hmrsch. s. Cec. destructor Say. 

104. brijoniae Bebe. (Ceciäomyia) cf 9' ~ Deutschland. 

Botiche, Stett. E. Z. 1847, p. 144. — H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 28 
und 37. — Schiller, F. A. IL 1864, p. 380. 

Larven gesellig in deformirten Triebspitzen von Bryonia alba L. Ver- 
wandlung daselbst. 
Macquart, P. H. IL 1855, p. 85. — Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 256. 

- Rudow, Pfl. G. 1875, p. 69. 

105. bryoniae Schin. (Lasioptera) cf $. — Madras. 

Schiner, Dipt. Nov. Exp. 1868, p. 5, pl. I. fg. 2 und 3. 
Larven in mehrkammerigen , unregelinässigen, länglich knolligen An- 
schwellungen der Stengel einer Bryonia-Art 

106. buboniae Ffld. (Hormomyia). — Sinaitische Halbinsel. 

Frauenfeld, V. z. b. G. 1859, p. 325. pl. VI, fg. 10, a, b. 

Larven in brombeerförmigen Gallen am Stengel von Deverra tor- 

tuosa D. C. 

107. bursaria Br. (Ceciäomyia) cT 9. — Europa. 

Bremi, Monogr. 1847, p. 20 und 52. pl. I, fg. 9 und 20. — VVinnertz, 
L. E. 1853, p. 241. — Walker, I. B. IIL 1856, p. 89. — Schiner, 
F. A. 1864, p. 377. 



32 Julius EcU. V. Bergenstamm und Paul Low. 

Die Larve lebt in einkamiu erigen, säckcbenförmigen, haarigen Gallen 
auf den Blättern von Glechoma hederacea L,, welche bei der Reife 
der Larve abfallen und ein Loch im Blatte -zurück lassen. Verwand- 
lung in der Galle. 
Macqnart, P. H. III. 1856, p. 70. — Müller, Newm. Ent. VI, p. 180. 

— Kaltenbacli, Pfl. F. 1874, p. 489. - Rudow, Pfl. G. 1875, p. 72. 

108. huxi Lab. (Dixüosis) cf 9- — S. Europa. 

Labonlbene, Ann. soc. ent. Fr. 1873, p. 313-326. pl. IS. fg. 1—17. 

— Schrank, Beitr. z. Nat. 1776, p. 55. - E. L A. '1781, p. 433 
{Tipula flava). — Liniie, S. N. 1788, p. 2827 (Scatopse du buis). — 
Geoffroy, H. ab. L IL 1800, p. 545. pl. 18, fg. 5 (Scatopse du buis). 

— Frauenfeld, V. z. b. G. 1873, p. 184 {Di2)l Schineri). 

Larven einzeln in blasenartigen Gallen in den Blättern von Buxus 
sempervirens L. — Verwandlung in der Galle. 
Macquart, A. A. 1851, p. 273 (Scatopse du buis). 

Anmerkung. Tipula flava Sclirk. ist mit der gleiclinamigen Meigen'sclien Ceeidomyia 
nahe verwandt, aber jedenfalls von ihr verschieden. Letztere will v. Roser 
aus Getreidehalmen erhalten hahen. 

109. caeomatis Wtz. (Diplosis) cf 9- — Europa. 

Winuertz, L. E. 1853, p. 278. - Walker, I. B. IIL 1856, p. 115. — 
Scliiner, F. A. 1864, p. 387. 

Die Larven leben gesellig auf den Blättern verschiedener Pflanzen 
[Betula, Cirsium, Lactuca, Populus, üosa und Salix), sich von den 
auf denselben wachsenden Pilzen nährend. Verwandlung in der Erde. 
H. Loew, L. E. 185l", p. 376. - ?Hardy, Scot. Gard. 1854, p. 170 
(Cec. oidii). — F. Low, V. z. b. G. 1874, p. 155. 

110. caliptera Ftch. (Ceeidomyia?). — N. Amerika. 

Fitch, Am. Quart. Jouru. Agr. Sc. 1845. 
Lebensweise ? 

Anmerkung. Fitch's Puhlicationen über diese Art waren uns nicht zugänglich. 

111. callida Wtz. (Diptlosis) cf 9- — Europa. 

Winnertz, L. E. 1853, p. 255. - Walker, I. B. III. 1856, p. 95. - 
Schiner, F. A. H. 1864, p. 392. 

Larven in Samenkapseln von Papaver dubium und JRlioeas L., zugleich 
mit denen von Cec. papaveris Wtz. 

Laboulbeue, Ann. Soc. Ent. Fr. 1857, p. 565. — Kaltenbacli, Pfl. 
F. 1874, p. 22. 
camjJanulae Müll. Imago unbekannt, v. Nr. 525. 

112. capensis Schin. (Ceeidomyia) 9- — Cap der guten Hoff'nuug. 

Scbiuer, Dipt. Nov. Exp. 1868, p. 7. 

Larve in haselnussgrossen Zapfenrosen von Fhylliea ericoides L. 

capitigena Br. s. Ceeidomyia euphorhiae H. Lw. 

cupreae Vall. Imago unbekannt, v. Nr. 472. 



Synopsis Cecidomyidarum. OO 

113. capreae Wtz. (Hormomyia) cT 9- — Europa. 

Winnertz, L. E. 1853, p. 291. pl. I. fg. 28. — Hardy, Scot. Gard. 

III. 1854, p. 80 {Cec. Salicis- folii). — Walker, I. B. III. 185G, p. 123. 

— Schiner, F. A. II. 1804, p. 399. 

Larve in pusteiförmigen , harten Gallen auf den Blättern von Salix 

aurita L., caprea L. und öleifolia Sm. — Metamorphose auf der Erde 

unter Laub. 

Bremi, Monogr. 1847, p. 67. pl. L fg. 11; pl. IL fg. 38. — Macquart, 

A. A. S. 1854, p. 21. — Kalteubach, Pfl. F. 1874, p. 584. — Rndow, 

Pfl. G. 1875, p. 80. — (Vide Cec. papillifica). 

114. carhonaria Schin. (Lasioptera) 9- — Cap der guten Hoifnung. 

Schmer, Dipt. Nov. Exp. 1868, p. 6. pl. I. fg. 6. 
Larven in Zapfenrosen auf einer Passerina-Axt. 
carbonifera 0. S. Imago unbekannt, v. Nr. 519. 

115. cardaminis Wtz. (Cecidomyia) cf 9- ~ Deutschland. 

Winuertz, L. E. 1853, p. 225. — Walker, I. B, IIL 1856, p. 83. — 
Schiller, F. A. IL 1864, p. 380. 

Larven gesellig in deformirten Blüthenköpfchen von Cardamine pra- 
tensis L. — Verwandlung in der Erde. 
Macquart, P. H. IL 1855, p. 64. — Karsch, N. u. Ofif. 1855, p. 267. 

cardui Mcq. s. Diplosis arcuata Wtz. 
caricis H. Lw. Imago unbekannt, v. Nr. 468. 

t 116. carnea Mg. (genus?) cf. — Europa. 

Meigeu, S. B. I. 1818, p. 98. — Bremi, Monogr. 1847, p. 60. 
Lebensweise unbekannt. 

117. carophila F. Lw. (Lasioptera) 9- ~ Oesterreich. 

F. Low, V. z. b. G. 1874, p. 149, pl. IL fg. 1 und 7; - 1875, p. 32. 
Die Larven verursachen an den Doldenstrahlen von Carmn Carvi L. 
einkammerige Anschwellungen, worin sie einzeln leben. 

Anmerkung. Gleiche Gallen wurden au den Dolden von Daums Carola L., Falcaria 
Rivini Host. (Siuin Falcaria L.), Laserpümm latifolium L., Pimpinella saxifraga L. 
und Torilis Anthriscus Gml. gefunden. Sie scheinen ebenfalls von obiger La- 
sioptera herzurühren (v. Vallot Mem. Acad. Dijon 1828—1829, p. 113). 

118. carpini F. Lw. (Cecidomyia) cT 9- — Europa. 

F. Low, V. z. b. G. 1874, p. 157 und 322. pl. IL fg. 5. 
Larven in vielkammerigen Anschwellungen der Mittelrippe der Blätter 
von Carpinus Betulus L. — "Verwandlung in der Erde. 
Kriechbamuer, Ent. Nachr. 1875, p. 157. 

119. caryae 0. S. (Diplosis) cf 9- — N. Amerika. 

Osten-Sacken, M. D. N. L 1862, p. 191. 

Larven einzeln in einkammerigen, rundlichen, zugespitzten, glatten, 

leicht abfallenden Gallen, welche anfangs grün und saftig, später hart 

Z. R. Ges. B. XXVI Abh. 5 



34 Julius Edl, V. Bei-geuBtaram und Paul Low, 

und holzig sind und auf der Unterseite der Blättor der amerikanischen 
Wallnuss {Carya sp.?) sitzen. Verwandlung in der Galle. 
Osten-Sacken, Stett. E. Z. 1861, p. 417. 

caryaecola 0. S. Imago unbekannt, v. Nr. 508. 

caryae-nucicola 0. S. Imago unbekannt, v. Nr. 507. 

120. cenfaureae F. Lw. (DiplosisJ cT Q. — Oesterreich. 

F. Low, V. z. b. G. 1875, p. 20. 

Larven einzeln in pustelartigen, gelben Gallen in den Blättern von 

Centaurea scabiosa L. — Vorwandlung in der Erde. — (V. auch Nr. 512). 

121. centralis Wtz. (Diplosis) cT 9- — Europa. 

Winiiertz, L. E. 1853, p. 277. — PMeigen, S. B. VI. 1830, p. 208 9. 
{Cec. annulipes). — Walker, I. B. III. 1856, p. 115. — Scliiner, 
F. A. II. 1864, p. 394. — F. Low, V. z. b. G. 1874, p. 154 cT- 
Lebensweise unbekannt. 

122. cerasi H. Lm'. (Biplosis) cT 9- — Europa. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 27 und 34. — Winneitz, L. E. 1853, 
p. 279. pl. L fg. 21. — Walker, L B. IIL 1856, p. 116. - Schiner, 
F. A. IL 1864, p. 390. 

Larven als Inquilinen in den von Cec. crataegi Wtz. erzeugten, ge- 
krauste» Blätterschöpfen an den Zweigspitzen von Crataegus Oxya- 
cantha L. und Prunus Cerasus L. — Metamorphose meist in der Erde. 
Macquart, A. A. S. 1854, p. 13. — Kaiteubach, Pfl. F. 1874, p. 176 
und 212. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 77. 
cerasi-serotinae 0. S. Imago unbekannt, v. Nr. 582. 

t 123. cerealis Rd. (Ceciäomyia) cf 9- ~ Italien. 

Roudani, N. Ann. Sc. N. Bologna IX. 1843, p. 151. pl. I. {Phytophaga). 
Larveu im Halme von Cerealien. 

t 124. cerealis Saut, (genus?). — Deutschland. 

Sauter, Getrcidesch. 1817 [Tipula). — Tascheuber^, Preisschr. 1865, 
p. 158. — Nördliuger, kl. F. d. L. 1869, p. 633. 
Die Larven leben gesellig zwischen Halm und Blattscheiden von Triti- 
cmn Spelta L. und Ilordeum, wodurch der Halm auffallend diformi)t 
wird, Verwandlung in der Erde. (Siehe Nachträge.) 

125. cerealis Ftch. (Ceciäomyia?). — N. Amerika. 

Fitch, Trans. N. Y. St. Agr. Soc. 1846. 
Lebensweise? 

Anmerkung. Die Publication Pitcli's ühei diese Art konnten wir nicht einBohen. 

cerrifoliae Pass. s. Ceciäomyia c ircin ans Gir. 

126. cerris Koll. (Ceciäomyia) cf 9- — Europa. 

Kollar, Denkschr. Acad. Wien 1849, p. 48. ]»1. I. fg. 1 -9 {Lasioplera). 
Giraud, V. z. b. G. 1861, p. 471. pl. XVII. fg. 1. - Schiuer, F. A. 
IL 1864, p. 379. 



Syuopsib Cecidoinyidanim 35 

Larveu einzeln in oben kegelfurmigen, kalilcn Galleu, die unten mit 
einem halbkugeligen, behaarten Deckel geschlüsseu sind, auf den 
Blättern von Quercus Cerris L. — Verwandlung in der Erde. 
Fraaeufeld, Linseng. 1856, p. 402, — Mayr, Eichengall. 11. 1871, 
p, 53. pl. VI. fg. 77. — Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 676. 
chainaedri/s Inch. s. Cecidomy ia veronicae Br. 

127. chrysanthemi H. Lw. (Clinorhy ncha) cT 9- — Europa. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 30 und 39. — Schmer, F. A. II. 

1864, p. 410. 

Die Larven leben in den Blüthenköpfchen von Änthemis arvensis L., 
,,_ Chrysanthemum inodormu L. und Tanacetum vulgare L. 

■ Macquart, P. H. III. 1856, p. 149. - ? Fraaenfeld, V. z. b. G. 

1860, p. 167. — Kalteuhach, Pfl. F. 1874, p. 340, 343, 351. 

128. chrysopsidis H. Lw. {Cecidomy la) (^ Q. — N. Amerika. 

0."Sacken, M. D. N. L 1862, p. 203. pl. L fg. 1-3. 

k Larven in kugelförmigen, gehäuften, wollhaarigen Gallen, welche an 

der Spitze der Zweige von Chrysopsis mariana Ell. einen Knopf bilden. 
^^ O.-Sacken, Stett. E. Z. 1861, p. 419. 

t 129. ciliata Wlk. (Diplosis) Q. — England. 
Walker, I. B. III. 1856, p. 105. 
Lebensweise unbekannt. 
ISO. cilipes Wtz. (Diplosis) cf 9- — Deutachland. 

Winnertz, L. E. 1853, p. 280. ~ Walker, L B. 111. 1856, p. 116. — 
Schmer, F. A. II. 1864, p. 394. 

Von Winnertz aus einem faulen Stamme von Fagus sylvatica L., 
in welchem gleichzeitig viele Larven von Limuohia dumeloram Mg. 
lebten, gezogen, 
t 131. cinctipes Wlk. (Cecidomyia) cf. — England. 
^ Walker, I. B. IQ. 1856, p. 90. 

" Lebensweise unbekannt. 

cinerearum Hrdy. s. Cecidomyia rosaria H. Lw. 

132. cingulata Wtz. (Diplosis) Q. — Deutschland. 

Winnertz, L. E. 1853, p. 263. — Walker, L B. IIL 1856, p. 110. — 
Schmer, F. A. II. 1864, p. 393. 
Lebensweise unbekannt. 

133. circinans Gir. (Cecidomyia) cT 9- ~ Europa. 
Giraud, V. z. b. G. 1861, p. 475. pl. XVII. fg. 2. — Schiner, F. A. II. 
1864, p. 371. 

Larveu in scheibenförmigen behaarten Gallen auf der Unterseite der 
Blätter von Quercus Cerris L. — Verwandlung daselbst. 
Passerini, N. Ann. Sc. N. Bolog. 1850, p. 475 {Cec. ccrrifoliac). — 
Frauenfeld, Linseug. 1856, p. 399. pl. IV. fg. 1. — Mayr, Eicheu- 
gall. II. 1871, p. 54, pl. VI. fg. 78. — Kaiteubach, Pfl. F. 1874, p. 676. 

Anuierkuug. Schi n er citiit rasberiui iirtliümlick liöi Cecidomy ia cerris Koll. 

5* 



36 Julius Edl. V. Bergenstamiii und Paul Low. 

134. circiDudata Wtz. (Cecidomyia) cT 9- — Europa. 

Wiimcrtz, L. E. 1853, p. 226. - Walker, 1. B. III. 1856, p. 85. — 

Schmer, F. A. II. 1864, p. 375. 

Die Larven leben gesellig mit denen von Cec. erataegi Wtz. in den zu 

krausen Blätterschöpfen deformirten Zweigspitzen von Crataegus Oxya- |j 

cantha L. — Verwandlung in der Erde. 

Macquart, A. Ä. S. 1854, p. 12. — Kaltenbacli, Pfl. P. 1874, p. 212. 
clausilia Br. Imago unbekannt, v. Nr. 475. 
clavaria Mcq. Imago unbekannt, v. Nr. 561. 
t 135. CO nein na Wlk. (Diplosis) 9- "~ England. 

Walker, I. B. III. 1856, p. 342 und 99 {Cec. elegans [bis]). 

Lebensweise unbekannt. 
t 136. concolor Wlk. (Diplosis) cf. — England. 

Walker, I. B. m. 1856, p. 98. 

Lebensweise unbekannt. 

t 137. conformis Wlk. (Diplosis) Q. — England. 
Walker, L B. IIL 1856, p. 113. 
Lebensweise unbekannt. 

138. coniophaga Wtz. (Diptlosis) cT 9- — Europa. 

Wiunertz, L. E. 1853, p. 267. — Walker, l. B. IIL 1856, p. 106. — 
Schiner, F. A. H. 1864, p. 388. 

Die Larven leben gesellig auf den Blättern verschiedener Pflanzen 
{Betula, Cirsium, Lactuca, Poxmlus, Rosa und Salix) sich VDn den 
daselbst wachsenden Pilzen nährend. Verwandlung in der Erde. 
? Hardy, Scot, Gard. HI. 1854, p. 170 {Cec. oidii). — F. Low, V. z. 
b. G. 1874, p. 155. 
conyzae Vall. Imago unbekannt, v. Nr. 518. 

139. corni Gir. (Hormomyia) cf 9- — Oesterreich. 

Giraud, V. z. b. G. 1863, p. 1301. 

Larven in mehrkammerigen, stockzahnförmigen, oben und unten vor- 
ragenden, harten Gallen auf den Blättern von Cormis sanguinea L. 
Verwandlung in der Erde. 
Kirchner, Lotos 1855, p. 135. — Weitenweher, Lotos 1868, p. 142. 
Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 295. - Rudow, Pfl. G. 1875, p. 70. 

140. cornuta Wlsh. (Cecidomyia) cf. — N. Amerika. 

Walsh, Proc. Ent. Soc. Phil. IH. 1864, p. 625. 
Die Larven leben in den Weidenzweigen, wie die der europäischen 
Cec. saliciperda Duf. — Verwandlung daselbst, 
t 141. cornuta Br. (Hormomyia) Q. — Europa. 

ßremi, Monogr. 1847, p. 48. pl. I. fg. 6. b. c. — H. Loew, D. B. IV. 
1850, p. 31. - Schiner, F. A. II. 1864, p. 401. 
Lebensweise unbekannt. 



Synopsis Oecidomyidarum. 37 

142. coro nillae Vall. (Aspkonäyiia). — S. Europa. 

Viillot, Mein. Acad. Dijou 1826-1827, p.-94; — 1828—1829, p. 112 

{Cecidomyia). — Koudaui, Atti Soc. Sc. Nat. Milano H. 1860, p. 290 

{Asphondylia). 

Die Larven leben einzeln in blattachselständigen Gallen an Coronilla 

minima L. und C. Emerus L. Verwandlung in der Galle. 

143. corticalis H. Lw. (Epidosis) cT 9- "~ Deutschland. 

H. Loew, L. E. 1851, p. 377. - Schiuer, F. A. IL 1864, p. 405. 

Larve unter der Rinde von JJlmus. Verwandlung daselbst. 
coryli Kltb. Irnago unbekannt, v. Nr. 488. 
t 144. costalis Wik. (Cecidomyia) cT 9- — England. 

Walker, I. B. IIL 1856, p. 83. 

Lebensweise unbekannt. 
craccae H. Lw. Imago unbekannt, v. Nr. 598. 
t M5. crassicornis WIk. (Asphondylia). cT. — England. 

Walker, L B. III. 1856, p. 119. 

Lebensweise unbekannt. 

146. crassipes Wtz. (Clinorhyncha) cf Q. — Deutschland. 

Winnertz, L. E. 1853, p. 309. — Schiuer, F. A. IL 1864, p. 410. 
Lebensweise unbekannt. 

147. cransipes H. Lw. (Hormomyia) Q. — Deutschland. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 81. — Walker, I. B. III. 1856, p. 120. 
- Schiner, F. A. IL 1864, p. 401. 
Lebensweise unbekannt. 

148. crataegi Wtz. (Cecidomyia) c^' 9- — Europa. 

Winuertz, L. E. 1853, p. 228. — Walker, L B. lU. 1856, p. 83. — 

Schiner, F. A. IL 1864, p. 374. 

Larven gesellig in Blätterschöpfen an den Zweigspitzeu von Crataegus 

{Mespilus), Oxyacantha L. und coccinea L. — Verwandlung in der 

Erde, oder unter Laub, auch manchmal in der Galle (v. Nr. 122 und 134). 

Schrank, F. B. III. 1803, p. 87 (Tip. oxyacanthae). — Valiot, Mem. 

Acad. Dijon 1837—1838, p. 50. — Macquart, A. A. S. 1854, p. 12. — 

Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 212. — Weijenbergh, Tijdschr. v. 

Entom. XVII. Deel, 1874, p. 153, fg. 16. — Rudow, Fii. G. 1875, p. 70. 
t 149. cucullata Mg. (Hormomyia) c^. — Europa. 

Meigeu, S. B. I. 1818, p. 96 {Cecidomyia). — Walker, L B. III. 

1856, p. 119 {Cec. extrema). 

Lebensweise unbekannt, 
t 150. culiciformis Fbr. (genus?). — Schweden. 

Fabricius, Sp. L IL 1781, p. 411; — E. S. IV. 1794, p. 251; — 

S. A. 1805, p. 47 {Tipida und Chironomus). 

Soll nach Fabricius Gallenbewohner sein. 

Anmerkung. Sehr fraglich ob Gallenbewohner und überhaupt Cecidomyide: Fabri- 
cius's kxirze Beschreibung iat ungenügend zur VViedererkennung der Art. (H. Loew.) 



38 Julius Edl. V. Be r ge US tuiniii uuil Paul Low. 

culmicola Morr. Imago unbekannt, v. Nr. 465. 

151. cupressi-ananassa Eil. (Ceeidomyia) cf 9- — ^- Amerika. 

Riley, Am. Eut. II. 1870, p. 244 und 273, fg. 153. 
Larven in mehrkanimerigen, holzigen, tannenzapfenähnlichen Gallen an 
den Zweigen von Cupresstcs disticlm L. {Taxodium distichum Rieb.). 
cynipsea 0. S. Imago unbekannt, v. Nr. 506. 

152. eytisi Ffld. (Asphondylia) cf 9- — Oesterreich. 

Franenfeld, V. z. b. G. 1873, p 186. 

Larven einzeln in eifö^-migen, haarigen, grünen Gallen an der Spitze 

der Knospen von Cytisus austriacus L. — Verwandlung daselbst. 

153. dactylidis H. Lw. (Biplosis) 9- — Deutschland. 

H. Loew, L. E. 1851, p. 383. — Scliinei^ F. A. H. 1864, p. 391. 

Die Lebensweise ist nicht vollständig bekannt, da H. Loew nur das 

Eierlegen in die Eispe von DactyKs glamerata L. beobachtete. 
t 154. Banae Wlk. (Ceeidomyia) 9- — England. 

Walker, I. B. III. 1856, p. 131. 

Lebensweise unbekannt. 
dauci Eud. s. Asphondylia pimpinellae F. Lw. 
155. deeem-maculata Wlsh. (Diplosis) cf Q. — N. Amerika, 

Walsli, Proc. Eut. Soc. Phil. UI. 1864, p. 631. 

Larven als loquilinen in den Gallen von Cec. salicis-sfrohiloides Wlsh. 
t 156. decolorata Wlk. (Ceeidomyia) 9- — England. 

Walker, I. B. IIL 1856, p. 87. 

Lebensweise unbekannt, 
t 157. decora Wlk. (Dij)losis) cf. — England. 

Walker, I. B. IIL 1856, p. 97. 

Lebensweise unbekannt. 

158. decorata H. Lw. (Diplosis) cT 9- — Europa. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 34 — Wiimerlz, L. E. 1853, p. 281. 

pl. I, fg. 14. pl. II, fg. 6 pl. III, fg. 8. - Walker, I. B. IIL 1856, 

p. 116. — Schmer, F. A. IL 1864, p. 390. 

Von Winnertz aus faulem Buchcnholze, welches von verschiedenen 

Dipterenlarven bewohnt war, gezogen. 

Macquart, A. A. S. 1854, p. 28. 

159. defeeta H. Lw. (Epidosis) cf 9- — Europa. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 38. — Winnertz, L. E. 1853, p. 294. 
pL II, fg. 11. — Walker, LB. IIL 1856, p. 124 — Schiuer, F. Ä IL 
1864. p. 402. 

Die Larven leben in faulem Budienholze. 
t 160. deferrenda Wlk. (Ceeidomyia) 9 ~" Borueo. 
Walker, Catalog 1856, p. 105. 
Lebensweise unbekannt. 



Synopsis Ceciilomyiilanim. 39 

101. deformans Schin. {Cecidomyia) cT- - Cap der guten Hoffnung. 
Schiner, Dipt. Nov. Exp. 18G8, p. 8. pl. I, fg. 8. 
Larven in wolligen, knotigen Anschwellungen an Osteoftpermum moni- 
liferum L. 

Degeeri Br. s. Cecidomyia Salicis Schrk. 

1G2. desiructor Say {Cecidomyia) q^ Q. — Europa, Amerika. 

Say, Journ. Acad. N. Sc. Phil. I. 1817, p. 45-48 und p. G3-64, 
])1. III, fg. 1- 6. — Wiod<iiiaiiif, auss. cur. Zflg. I. 1828, p. 21. — 
Kirby, Loud. Mag. N. H. I. 1828, p. 227, fg. — II. 1829, p. 292. — 
Macquart, S. ä B. I. 1834, p. 159. - Fitcli, Hess. Ply. — Rosen- 
hauer, Statt. E. Z. 1860, p. 320. — Wagner, Untersuchg. 1861. — 
Taschenberg, Preisschr. 1865, p. 145—153, pl. IV, fg. 13—17. — 
Braner, V. z. b. G. 1867, p. 739. — Gi< bei, Landw. Zool. 1869, 
p. 607—610 fg. — Herrick, Corresp. Harris 1869, p. 191. — Nörd- 
lin^er, kl. F. d. L. 1869, p. 625, fg. 

Die Larven leben auf Weizen, Roggen, Gerste und anderen Gramineen 
innerhalb der Blattscheiden am Halme ober den Knoten. Sie verpuppen 
sich daselbst, und zwar ohne einen Cocon zu spinnen, innerhalb ihrer 
eigenen hart und braun werdenden Larvenhaut. 

Duhamel, Rlem. Agric. I. 1771, p. 299. - Havens, Obs(rv. 1792. — 
Chapman, Mem. Philad. Agric. Soc. V? — Bosc, Ann. Agric. Fr. 1817, 
p. 277—303. — Birnie, N. Engl Farm. IlL 1824, p. 171. — Muse, 
Am. Journ. XXL 1832, p. 71—74 und p. 155—158. — KoHar, schädl. 
Ins. 1837, p. 130. — Coates, Eeraarks 1841. — Herrick, Am. 
Journ. XLL 1841, p. 153-158; - Report 1844, p. 161-U.7. - 
Morris, Proc. Acad. Nat. Sc. Phil. I. 1841, p. 66; — III. 1847, p. 238; 

— IV. 1849, p. 194; - Trans. Am. Philos. Soc. VIIL 1843, p. 48-51. 

— Curtis, Journ. R. Agric. Soc. Engl. VI. 1845, p. 131-156, pl.; — 
F. I. 1860, p. 258. — Sichel, Ann. Soc. Ent. Fr. 1856. IV. Bull., p. 8. 

— H. Loew, Zeitschr. Ent. schles. Ver. f. Ins. 1858; — N. Korn- 
made 1859. — Fitch, VI. Rep. 1859, p. 587 f. - O.-Sacken, Steit. 
E. Z. 1862, p. 80. - Harris, Treatise 1862, p. 555 ff. fg. ; - Ent. 
Correi^p. 1869, p. 183-207. - Haberlaiidt, V. z. b. G. 1864, p. 401. 

— Künstler, V. z. b. G. 1864, p. 407 und 779; — 1871, p. 15. — 
StierHn, Mitth. Schweiz. Ent. G. 1868. II, p. 157. — Walsh, Ins. 
inj. Illinois 1864; — Pract. Ent. L 1867, p. 10 und 37; — IL 1868, 
p. 99. — Cohn, Untersuch. 1869, p. 12. - Packard, Guide 1870, 
p. 374, fg. 279; — Com. Ins. 1873, p. 72 und 196. — Kaltenbach, 
Pfl. F. 1874, p. 734, 738, 741. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 84. 

Anmerkung. Hammerschmidt (Isis 1831, p. 7l9) spricht von Larven, welche auf 
Broimis secaliiuis und teclorum L. dieselbe Lebensweise wie die der Ccc. chslruc- 
ti.r Say auf Weizen führen. Er zog die Imago, welche er Ce«. ? hromi nennt, nicht. 
Tide auch die Anmerkung bei Cec. secalina H. Lw. 



40 Julius Edl. V. Bergenstamm und Paul Low. 

163. digitata H. Lw. {Diplosis) cf 9- ~~ Europa. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 39. — Wiimertz, L. E. 1853, p. 272. 

pl. I, fg. 9 und 30. - Walker, I. B. III. 1856, p. 112, pl. XXIX, 

fg. 8. c. — Schiner, F. A. II. 1864, p. 388. 

Lebensweise unbekannt, 
t 164. discolor Wlk. {Ceciäomyia) cf 9- — England. 

Walker, I. B. IE. 1856, p. 87. 

Lebensweise unbekannt, 
t 165. disjuncta Wlk. {Diplosis) (f. — England. 

Walker, I. B. IIL 1856, p. 104. 

Lebensweise unbekannt, 
t 166. dolosa Wlk. {Diplosis) 9. — England. 

Walker, L B. III. 1856, p. 114. 

Lebensweise unbekannt. 

167. dorsalis Wtz. {Epidosis) Q. — Deutschland. 

Wiuuertz, L. E. 1853, p. 297, pl. I, fg. 25; pl. IV, fg. 4. — Walker, 
I. B. m. 1856, p. 127. — Schiner, F. A. IIL 1864, p. 404. 
Lebensweise unbekannt. 

dorycnii Müll. Imago unbekannt, v. Nr. 593. 

dubia Heyd. Imago unbekannt, v. Nr. 602. 

168. dumetorum Wtz. (Diplosis) cT. — Deutschland, 

Winnertz, L. E. 1853, p. 264. — Walker, L B. IE. 1856, p. 105. — 
Schiner, F. A. H. 1864, p. 393. 
Lebensweise unbekannt. 

169. echii H. Lw. {Asphondylia) cT 9- — Europa. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 27 und 38. - Schiuer, F. A. IL 1864, p. 396. 
Larven in defonnirten Seitenknospen von JEchium vulgare L. — Ver- 
wandlung daselbst. 

Macquart, P. H. EI. 1856, p. 42. — Frauenfeld, V. z. b. G. 1861, 
p. 172. — Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 450. 
elegans Wlk. (bis) s. Diplosis concinna Wlk. 

170. elegans Wtz. {Hormomyia) <^. — Deutschland. 

Winnertz, L. E. 1853, p. 287. - Walker, I. B. IE. 1856, p. 121. - 
Schiner, F. A. IL 1864, p. 400. 
Lebensweise unbekannt, 
t 171. entdmophila Perr. {Diplosis). 

Perris, Mem. Soc. Liege X. 1855, p. 274, pl. V, fg. 101 nnd 106. 
Die Larven wurden unter Insekten-Excementen in einem Insektenkasten 
gefunden. 
172. equestris Wgn. (Diplosis) cT 9- — Deutschland. 

Wagner, Stett. E. Z. XXXE. 1871, p. 414. pl. IV. fg. 1—10. 
Larven innerhalb der Blattscheiden auf sattelf<5rmigen Anschwellnngen 
des Halmes von Triticum. — Verwandlung in der Erde. 
erianea Br. Imago unbekannt, v. Nr. 585. 



Synopsis CocidomyiJaniin. 41 

173. erieae-scopariae Dxif. (genus?) cf 9- — S. Europa. 

Dufoiir, Ann. Soc. Eni Fr. VI. 1837, p. 83 (Cecid.). 
Die Larven leben in knospenförmigen Blätterschöpfen an den Zweigspitzen 
von Erica mediterranea L. und scoparia L. — Verwandlung daselbst. 
Clnsius, Hist. rar. plant. 1583. I, p. 42. — Franenfeld, V. z. b. G. 
1855, p. 19. — Schiner, V. z. b. G. 1856, p. 222. Anm. 8. — Mac- 
qnart, A. A. S. 1854, p. 16. — Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 412. — 
Rudow, Pfl. G. 1875. p. 71. 
eruhescens 0. S. Imago unbekannt, v. Nr. 500. 

174. eryngii Vall. (Lasioptera) cT 9- — Europa. 

Valiot, Mem. Acad. Dijon 1828—1829, p. 113 (Cecidomyia). - Du- 
fonr, Mem. soc. sc. Lille 1847, p. 121, fg. 1—11. - Giraurt, V. z. 
b. G. 1861, p. 483. — Scliiner, F. A. IL 1864, p. 407. 
Die Larve lebt in Stengelanschwellnngen von Eryngium campesire L. 

— Verwandlung daselbst. 

Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 265. - Rndow, Pfl. G. 1875, p. 70. 

175. euphorhiae H. Lw. {Cecidomyia) cf 9- ~ Europa. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 36; — L. E. 1851, p. 378. - Bremi, 

Monogr. 1847, p. 23 und 50, pl. II, fg. 24 und 25 {Gec. capitigena 

und subpatula Br.). — Winnertz, L. E. 1853, p. 220. — Walker, 

I. B. III. 1856, p. 82. — Schiner, F. A. IL 1864, p. 373. 

Tjarven gesellig in knospenförmigen Blätterschöpfen an den Triebspitzen 

von Euphorbia amygdaloides, Cyparissias L. und purpurata Thuil. — 

Verwandlung daselbst. 

Valiot, Mem. Acad. Dijon 1819. p. 43: — 1826-1827, p. 94. — 

Macqnart, P. H. IL 1855, p. 137. — ?Perris, Ann. Soc. Ent. Fr. 

1870, p. 179. - Kaltenbach, Pfl. F 1874, p. 525. - Rudow, Pfl. G. 

1875, p. 71. 
t 176 evanescens Wlk. {Dip>losis) cf. — England. 

Walker, I. B. III. 1856, p. 103. 

Lebensweise unbekannt. 
t 177. expandens Wlk. (Diplosis) cT- — England. 

Walker, I. B. DI. 1856. p. 101. 

Lebensweise unbekannt. 
excavans Mcq. Imago unbekainnt, v. Nr. 558. 
extrema Wlk. s. Hormomyia cucullata Mg. 
178. fagi Hrtg. {Hormomyia) cf 9- Europa. 

Hairtig, Jahresb. 1839. 1, p. 641. — H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 31. 

— Winnertz, L. E. 1853, p. 285. pl. I, fg. 5, 12, 22, 23. pl. H, 
fg. 8. pl. UI, fg. 9. — Walker, I. B. III. 1856, p. 121. — Schiner, 
F. A. IL 1864, p. 398. 

Die Larven leben einzeln in einkamraerigen, harten, eiförmigen, zuge- 
spitzten Gallen auf der Oberseite der Blätter von Fagus sylvatica L. 

— Verwandlung in der abgefallenen Galle. 

7,. B. fies. B. XXVI. Abb. 6 



42 JuliuB Edl. V. Bergenstamm und Paul L5w. 

R6aumur, Meni. III. 1737, p. 540. pl. 38, fg. 7-18. - Tallot, Mem. 
Dijon 1828—1829, p. 109. — Ratzebiir^, Forstins. m, p. 161. pl. V, 
fg. 14. — Bremi, Monogr. 1847, p. 13. — Macquart, A. A. S. 1854, 
p. 28; — A. A. 1851, p. 456. — Kirchner, Lotos 1855, p. 135. — 
Karsch, N. u. Off. 1855, p. 267. — Bellier, Ann. Soc. Ent. Fr. V. 
1857, Bull. p. 115—117. — Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 631. — Van 
(l.Wulp, Tijdsch. V. Ent. IX. 1874, p. 110. — Rudow, Pfl. G. 187, p. 71. 
farinosa 0. S. Imago unbekannt, v. Nr. 578. 

179. fasciata Mg. [JSormomyia) cJ" Q- — Europa. 

Meig-en, S. B. I. 1818, p. 94. - H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 31. — 
Winnertz, L. E. 1853, p. 283. pl. II, fg. 7. pl. HI, fg. 10. - Zetter- 
stedt, D. Sc. XII. 1855, p. 4878. — Walker, I. B. lU. 1856, p. 119. 
pl. XXIX, fg. 8, 8 a. — Schiner, F. A. IL 1864, p. 397. 
Nach Boie (1. c.) in den Gipfeltrieben von Epilohium; nach Rudow 
in deformirten Blüthenknospen dieser Pflanze. 
Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 249. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 70. 
fasciata Br. s. Hormomyia x>rodueta Mg. 

180. fasciata Mnrt. {Fero) cf 9. — N. Europa. 

Meinert, Nat. Tidsskr. 1871, p. 463. 

Die Larven leben gesellig unter der ßinde von Carpinus betulus L., 

und vermehren sich durch Pedogenesis. 

Anmerkung. Siehe die Aiim. bei Miast. metraloas Mrt. 

181. fascipennis Wtz. {Diplosis) cf 9- — Europa. 

Winnertz, L. E. 1853, p. 253. — Walker, L B. III. 1856, p. 95. — 

Schiner, F. A. IL 1864, p. 385. 

Winnertz zog die Fliege aus faulem Holze, 
t 182. fenestralis Br. (genus?). — Schweiz. 

Brenii, Monogr. 1847, p. 55 {Cecid.). 

Lebensweise unbekannt. 
t 183. filipes Wlk. {Biplosis) 9- — England. 

Walker, L B. III. 1856, p. 103. 

Lebensweise unbekannt. 
t 184. finalis Wlk. {Diplosis) cf. — England. 

Walker, I. B. III. 1856, p. 342 = terminalis Wlk. (bis), p. 100. 

Lebensweise unbekannt. 
185. Fischeri Ffld. {Hormomyia) cf 9- ~ Oesterreich. 

Fraueufeld, V. z. b. G. 1867, p. 781. 

Die Larven leben in mehrkammerigen Anschwellungen an der Blattbasis 

der Internodien von Carex pilosa Scop. — Verwandlung daselbst. 

Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 730. — Rudow, Pfl. G. 1875, j.. 09. i 
t 186. fixa Wlk. {I)i]ilosis) c^. — England. 

Walker, I. B. IIL 1856, p. 107. 

Lebensweise unbekannt. 
flava Schrk. s. Diplosis huxi Lab. 



Synopsis C'ecidoinyidarum. 43 

t 187. flava Mg. (Diplosis) cf. — Europa. 

Mcigreu, Ö. B. I. 1818, p. 99. — Zetterstedt, D. Sc. IX. 1850, p. 3695. 
{Cec. hüarella). — Walker, I. B. III. 1856, p. 98. 
Die Larve soll nach Eos er 1. c. in Getreidehalmen leben. 
Macquart, P. H. I. 1854, p. 191. - Kalteubach, Pfl. F. 1874, p. 738 
und 742. 

188. flaveolata Wtz. (Diplosis) cf. — Deutschland. 

Winnertz, L. E. 1858, p. 265. — Walker, I. B. III. 1856, p. 106. — 
Schiner, F. A. II. 1864, p. 393. 
Lebensweise unbekannt. 

189. flavescens F. Lw. {Epidosis) 9- ~ Oesterreich. 

F. Low, V. z. b. G. 1874, p. 147. 

Lebensweise unbekannt, 
t 190. flavida BIchd. (genus?). — Chile. 

Blanchard, Gay H. F. VII. 1852, p. 350. — Philippi, V. z. b. G. 

1865, p. 628 iCecid.). 

Lebensweise unbekannt. 
flavimaculata Zett. s. Hormom)/ia juniperina L. 
t 191. flexa Wlk. (Diplosis) 9. -- England. 

Walker, I. B. IIL 1856, p. 342 für arcuata Wlk. (bis) p. 112. 

Lebensweise unbekannt. 

192. flexuosa Wtz. (Lasioptera) cT 9- ~ Europa. 

Winnertz, L. E. 1853, p. 308. — Schiner, F. A. II. 1864, p. 408. 
Die Larven leben gesellig im Innern der obersten Internodien nicht 
blühender Halme von Phragmitcs communis Trin. — Verwandlung 
daselbst. 

Frauenfeld, V. z. b. G. 1862, p. 1174. - Giraud, V. z. b. G. 1863, 
p. 1261. — Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 764. 
floricola Wtz. s. Hormomyia ftarmicae Vall. 

193. foliorum H. Lw. (Cec-idomyia) (f. — Deutschland. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 26 und 36, — Schluer, F. A. IL 
1864, p. 379. 

Die Larve lebt in kleinen Gallen auf den Blättern von Ärtemisia vul- 
garis L. 

Macquart, P. H. III. 1856, p. 142 (Cec. fulcorum). — Kaltenbach, 
Pfl. F. 1874, p. 358. - Rudow, Pfl. G. 1875, p. 67. 
t 194. formosa Br. (genus?) cf. — Schweiz. 

Bremi, Monogr. 1847, p. 47. pl. I, fg. 1 und 6 (Cecid). 
Lebensweise unbekannt. 
195. fragilis H. Lw. (Epidosis) cf 9, — Europa. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 38. - Schiner, F. A. IL 1864, p. 405. 
Anmerkung. 

Lebensweise unbekannt. 
Frauenfeldi Kltb. Imago unbekannt, v. Nr. 560. 

6* 



44 Julius Edl. V. Bergenstamm und Paul Low. 

196. Frauenfeldi Schin. {Gecidomijia) cf $. — Siduey. 

Schiuer, Dipt. Nov. Exp. 1868, p. 7. pl. I, fg. 7. 

Die Larven leben in dick aufgeschwollenen Zweigknospen einer Mela- 

leuca-Art. 
fraxini Br. s. Diplosis botularia Wtz. 
fraxinicola Hrdy. s. Diplosis botularia Wtz. 
Frischii Br. s. Cecidomyia salieina Schrk. 
fromenti Mcq. s. Diplosis tritici Kirby. 
fulcorum Mcq. s. Cecidomyia foliorum H. Lw. 

197. fuliginosa Steph. {Diomyza). — England. 

Stepheus, Illust B. E. 1846. Suppl. pl. 42, fg. 4. 

Lebensweise unbekannt, 
t 198. funesta Wlk. {Hormomyia) Q. — England. 

Walker, L B. III. 1856, p. 120. 

Lebensweise unbekannt. 
funesta Motsch. s. Cecidomyia seealina H. Lw. 
t 199. furcata Phil. (Diomyza). — Chile. 

Philippi, V. z. b. G. 1865, p. 631 {Lasiopt.). 

Lebensweise unbekannt. 
fusca Mg. s. Lasioptera ruhi Heeg. 
t 200. fusca Mg. (Asphondylia) 9- — Holland. 

Meig-en, S. B. VI, 1830, p. 270 (Cecid.). 

Lebensweise unbekannt, 
t 201. fuseescens Phil, (genus?). — Chile. 

Philippi, V. z. b. G. 1865, p. 628 (Cecid.). 

Lebensweise unbekannt, 
t 202. fuscicollis Mg. (Hormomyia) (f. — Deutschland. 

Meieren, S. B. I. 1818, p. 97. — Bouche, N. I. 1834, p. 25. pl. n, 

fg. 11—14 {Cecidomyia). — Schiner, F. A. IL 1864, p. 400. 

Die Larven leben in faulen Tulpen- und Hyacintheu-Zwiebelu. 

Macquart, P. H. L 1854, p. 218. 
t 203. fuscipennis Mg. (genus?) 9- — Oesterreich. 

Meigen, S. B. L 1818, p. 98 (Cecid.). 

Lebensweise unbekannt, 
t 204. fuscogrisea Rd. (Spaniocera) — Italien. 

Roudaui, IP^ Mein. Parma 1840. fg. 10—15 {Brachyneura). 

Lebensweise unbekannt. 
galeata Ffld. Image unbekannt, v. Nr. 499. 
205. galeobdolontis Wtz. (Cecidomyia) 9- — Europa. 

Wiunertz, L. E. 1853, p. 238. - Walker, 1. B. IH. 1856, p. 85. — 

luchbald, Ent W. Int. 1861, p. 69. — Schiuer, F. A. IL 1864, p. 381. 

Die Larven leben gesellig in den zu tascbeuförraigen, haarigen Gallen 

deformirten Blättern der jungen, nahe am Boden hervorwachsenden 

Triebe von Galeobdolon luteum Hds. — Verwandlung daselbst. 



Synopsis Cecidoiuyi darum. 45 

Itremi, Mouogr. 1847, p. 25. pl. II, fg. 26 (Cec. strumosa). — Macquart, 
P. H. III. 1856, p. 73. - Kaltciibacli, Pfl. F. 1874, p. 483. - Rudow, 
Pfl. F. 1875, p. 72. 

Anmerkung. Inchbald hat (^ und ^ verwechselt. 

206. galii H. Lw. {Gecidomyia) cf 9- — Europa. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 29 und 37. — Winnertz, L. E. 1853, 

p. 235. pl. I, fg. 7. - Walker, I. B. III. 1856, p. 86. — Schiuer, 

F. A. II. 1864, p. 376. 

Die Larven leben in weissen, schwammigen Gallen an den Stengeln 

und Blüthenstielen von Galium Molluyo, uliginosum und verum L. — 

Verwandlung in der Erde. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 30 {Cec. mölluginis). — Macquart, 

P. H. III. 1856, p. 19. — Kaltenbacli, Pfl. F. 1874, p. 311. — Van 

(K Wulp, Tijdsch. v. Ent. IX. 1874, p. 110. — Rudow, Pfl. G. 1875, 

p. 72 und 90. 

gallarum Salicis Hrdy. s. Gecidomyia Salicis Schrk. 

gemini Br. Imago unbekannt, s. Nr. 517. 

207. geniculata Wtz. (Diplosis) cf. — Deutschland. 

Wiunertz, L. E. 1853, p. 251. — Walk<>r, I. B. III. 1856, p. 93. — 
Schiuer, F. A. II. 1864, p. 392. 
Lebensweise unbekannt. 
genistae Mcq. Imago unbekannt, s. Nr. 588. 

208. genistae H. Lw. {Asphondylia) cT 9- — Deutschland. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 27 und 38. — Schiuer, F. A. IL 1864, p. 396. 
Larven in zu eiukammerigen Gallen deforuiirten Seiteuknospeu von 
Genista germanica L. — Verwandlung in der Galle. 
Macquart, A. A. S. 1854, p. 15. - Kalteuhach, Pfl. F. 1874, p. 113. 
— Rudow, Pfl. F. 1875, p. 72. 
t 209. gibba Zett. (genus?) 9 ?. — Schweden. 

Zetterstedt, D. Sc IX. 1850, p. 3694 ißecid.). 
Lebensweise unbekannt. 

t 210, gibbosa Ed. {Hormomyia). — Italien. 

Rondaui, Atti so. sc. nat. Milano II. 1860, p. 290. pl. V. fg. 2 a, 10 

und 18 (Angelinia). 
Lebensweise unbekannt. 

211. Giratidi Ffld. {Cecidomyia) cT 9- — Oesterreich. 

Frauenfeld, V. z. b. G. 1863, p. 1233. 

Die Larven leben einzeln in uragerollten und verdickten Fiederblättchen 
von Astragalus austriacus L. — Verwandlung in der Erde. 
Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 139. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 67. 

212. Gleditchiae 0. S. {Cecidomyia) cf 9- — N. Amerika. 

Osten-Sackeu, Proc. Ent. Soc. Phil. 1866—1867, p. 219. 



46 Julius Edl. V. Bergenstamin und Paul Low. 

Die Larven leben gesellig in hülsenartig zusammengefalteten Fieder- 
blättchen von Gleditchia triacanthos L. — Verwandlung daselbst. 

ghitinosa 0. S. Imago unbekannt, v. Nr. 505. 

213. gracilis Wtz. {Epidosis) cT Q. — Europa. 

Winnertz, L. E. 1853, p. 298. pl. I, fg. 26. pl. IV, fg. 3 — Walker, 
I. B. III. 1856, p. 124. pl. XXIX, fg. 8 b.— Schiner, F. A. IL 1864, p. 404. 
Die Larven leben in faulem Holze, 

graminicola Wtz. s. Hormomyia poae Bosc. 

graminis Brischke s. Hormomyia poae Bosc. 

t 214. grandis Mg. {Hormomyia) cf 2- — Europa. 

Meigen, Class. 1804, p. 39; — S. B. I. 1818, p. 94; VI. 1830, p. 267. 

{Cecid.) — Macquart/ S. ä B. L 1834, p. 159. pl. IV, fg. 10, 11. - 

Bremi, Monogr. 1847, p. 59. — Zetterstedt, D. Sc. IX. 1850, p. 3692. 

Lebensweise unbekannt. 
t 215. grisea Br. (genus?). — Schweiz. 

Bremi, Monogr. 1847, p. 49 [Cecid.). 

Lebensweise unbekannt. 

t 216. griseicolis Mg. (genus?) cf 9- — Europa. 

Meigen, S. B. I. 1818, p. 97. — Zetterstedt, D. Sc. IX. 1850, p. 3697. 
Die Larven leben (nach Kirchner) in linsengrossen Gallen auf der 
Unterseite der Blätter von Aesculus Hippocastanum L. 
Kirchner, Lotos 1855, p. 132. — Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 87. — 
Rudow, Pfl. G. 1875, p. m. 
217. griseipennis F. Lw. (Äsynapta) $. — Oesterreich. 
F. Low, V. z. b. G. 1874, p. 148. 
Lebensweise unbekannt. 

t '-^18. griseola Mg. (genus?) cT. — Europa. 
Meigen, S. B. L 1818, p. 97 (Cecid.). 
Lebensweise unbekannt. 

t 219. grossa Br. (Hormomyia). — Schweiz. 

Bremi, Monogr. 1847, p. 46 (Cecid.). 

Lebensweise unbekannt. 
220. grossulariae Ftch. (Asphondylia). — N. Amerika. 

Fitch, Eep. I. 1856, p. 176; — Rep. III. 1859, p. 119. 

Die Larven leben in den Früchten von Bihes uva crispa L., welche 

frühzeitig reif erscheinen und abfallen. — Verwandlung in der Erde. 

Osten-Sacken, Stett. E. Z. 1861, p. 420; M. D. N. I. 1862, p. 189. — 

Packard, Guide. 1870, p. 376. 
22\. guttata H. Lw. (Diplosis) cT 9- — Deutschland. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 32. — Schiner, F. A. IL 1864, p. 390. 

Lebensweise unbekannt. 
hcdysari Mcq. Iraago unbekannt, v. Nr. 594. 



Synopsis Cecidomyidarum. 47 

222. helianthemi Hrdy. (Diplosis) cf. England. 

Hardy, Ann. Mag. N. H. 1850, p. 187. {Cecidomyia). 
Die Larven leben gesellig in haarigen Blatte rschöpfeu an den Trieb- 
spitzen von Helianthemum vulgare Gärt. 

Anmerkung. Nach Dr. Thomas (Giebel's Zeitschr. f. d. ges. Naturw. T. 39. 1872, 
p. 469) werden diese liaarigcii Blätterschnpfe von Gallmilben (P/iyloplun) erzeugt. 
Es ist daher die Diplosis nur Inquiliiie. Dasselbe ist der Fall bei äliiilicheu liaarigen 
Blätterschöpfen an den Triebspitzeii vou Thymus Serphylluni L. (v. Nr. tt'M). 

helianthi-bulla Wlsh. Iiuago unbekannt, v. Nr. 515. 
heliaiithi-globulus Wlsh. Imago unbekannt, v. Nr. 514. 
heraclei Kltb. Imago unbekannt, v. Nr. 572. 

223. heterohia H. Lw. {Cecidomyia) cf Q. — Europa. 

H. Loew, D. B. IV. 1850. p. 28 und 35. fg. 16 und 20; - L. E. 1851, 
p. 374. — Hardy, Ann. Mag. N. H. 1850, p. 185 {Cec. saligna). - 
Wiimertz, L. E. 1853, p. 223. — Walker, I. B. m. 1856, p. 81. - 
Schiner, F. A. II. 1864, p. 373. 

Die Larven leben gesellig in deformirten mäuulicheu Blüthenkätzchen 
und in kleinen Blattrosetten von Salix amygdalina L., ferner in de- 
formirten Knosp.en von Salix repens L. und auch als luquilinen in 
den von Cec. rosaria H. Lw. aiff verschiedenen Weidenarten erzeugten 
Blattrosetten. — Verwandlung daselbst. 

Bremi, Monogr. 1847, p. 22. pl. II, fg. 23 {Cec. strobilina). — Mac- 
quart, A. A. 1851, p. 395 ; — A. A. S. 1854, p. 21. — Perris, Ann. 
Soc. Ent. Fr. 1870, p. 180. — Kaiteubach, Pä. F. 1874, p. 584. — 
Weijeubergh, Tijdsch. v. Eut. 1874, p. 149. - F. Low, V. z. b. G. 
1875, p. 28. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 80 und 81 {Cec. strobilina). 

224. hieracii F. Lw. (Cecidomyia) cT 9- — Europa. 

F. Low, V. z. b. G. 1874, p. 145 und 321. pl. II, fg. 6. 

Die Larve lebt einzeln in einkammerigen, auf der Unterseite wenig 

convexen Blasengallen in den Blättern von Hieracium murorum L. — 

Verwandlung in der Erde. 

Bremi, Monogr. 1847, p. 19 {Cec. sanguinea). — Macqnart, P. H. III. 

1856, p. 112. — Kaiteubach, Pfl. F. 1874, p. 403. 
hilarella Zett. s. Diplosis flava Mg. 
t 225. hirticornis Zett. (genus?) cT 9- — N. Europa. 

Zetterstedt, D. Sc. IX. 1850, p. 3680; — 'XH. 1855, p. 4879 {Cecid.). 

Lebensweise unbekannt, 
t 226. hirtipes Zett. (Hormomyiu) cf 9- — N. Europa. 

Zetterstedt, I. L. 1840, }>. 823; - D. Sc. IX. 1850, p. 3677 {Cecid.). 

Lebensweise unbekannt. 
227. hirtipes 0. S. (Cecidomyia) Q. — N. Amerika. 

O.-Sackeu, M. D. N. I. 1862, p. 195. 

Die Larven leben in rundlichen, mehrkammerigen Gallen an den Spitzen 

verkrüiiiniter Stengel einer Solidago-kxt. 



48 Julius Edl. v.Borgeiistaniin und Paul Low. 

holotricha 0. S. Imago unbekannt, v. Nr. 504. 

228. hospes Wtz. (Miastor) $. — Deutschland. 

Wiouertz, V. z. b. G. 1870, p. 6. pl. I, f^. 2; 
Lebensweise unbekannt. 

229. hyxjerici Br. (Cecidomyia). — Europa. 

üremi, Monogr. 1847, p. 26 und 53. pl. II, fg. 29. 
Die Larven leben gesellig in meist roth gefärbten Blätterschöpfen an 
den Triebspitzen der Zweige von Hypericum humifusum und perfora- 
tum L. — Verwandlung daselbst. 

Gen6, Mem. Acad. Torino T. 36. 1833, p. 287—295, pl. 13. — Mac- 
quart, P. H. II. 1855, p. 91. - Perris, Ann. Soc. Ent. Fr. 1870, 
p. 180. — Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. QQ. — Rudow, Pfl. G. 
1875, p. 73. 

t 230. immunda Zett. (Hormomyia) cf Q. — N. Europa. 
Zettcrstodt, D. Sc IX. 1850, p. 3678 {Cec). 
Lebensweise unbekannt. 
impatiens 0. S. Imago unbekannt, v. Nr. 569. 
231. impudica Wtz. (Diplosis) cf. — Deutschland. 

Wiuuertz, L. E. 1853, p. 269. — Walker, I. B. IIL 1856, p. 109. - 
Schiner, F. A. IL 1864, p. 393. 
Lebensweise unbekannt. 

t 232. incarnata L. (genus?). 

Linne, S. N. 1788, p. 2826 {Tipula). 
Lebensweise unbekannt. 

Anmerkung. Scheint nacli H. Loew eine Cecidomyide zu sein; wegen der mangel- 
haften Beschreibung wird die Art nie wieder zu eruiren sein. 

233. inclusa Ffld. (Cecidomyia) cf. 9- ~ Europa. 

Frauenfeld, V. z. b. G. 1862, p. 1175. pl. XII, fg. 5. — Giraud, 

V. z. b. G. 1863, p. 1258. — Scliiner, F. A. IL 1864, p. 372. — 

?Meigen, S. B. VL 1830, p. 270 {Cec. scutelUta). — ? Zetterstedt, 

D. Sc. IX. 1850, p. 3699 {Cec. scntellata Mg.). 

Die Larven leben in reiskorngrossen Gallen im Innern der Halme von 

Phragmites communis Trin. — Verwandlung daselbst. 

?Boie, Krü.]. Nat. Tids. II. 1838, p. 235 {Cec. scntellata Mg.). — 

Macquart, P. H. I. 1854, p. 168 {Cec. scutellata Mg.). — Kaitonbach, 

Pfl. F. 1874, p. 764. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 75. 

Anmerkung. Da die Meigen'sche und Zetterstedt'sche Reschreihnng der Cec. scuM- 
lata, sowie Boie'S Angaben über die Lebensweise derselben zu ungenügend sind, 
um mit Sicherheit die Identität mit Cec. inclusa Ffld. constatiren zu können, so 
stellen wir die betreffenden Citate als fraglich bieher. 

234. incompleta H. Lw. (Epidosis). — Fossil. 

H. Loew, Bernstein-Fauna p. 32. 
t 235. incompleta Wlk. (Diplosis). c^. — England. 
Walker, I. B. III. 1856, p. 101. 
Lebensweise unbekannt. 



Synopsis Cocidomyidarnra, 49 

inflexa Br. Iinago unbekannt, v. Nr. 492 und 493. 
t 236. innotata Wlk. (Cecidomyia). — England. 

Walker, I. B. III. 1856, p. 82. 

Lebensweise unbekannt, 
t 237. innotata Wlk. (Asphondylia) cf. — England. 

Walker, I. B. III. 1856, p. 117. 

Lebensweise unbekannt. 
; 288. inulae H. Lw. (Diplosis) cT 9- — Deutschland. 

H. Loew, AUg, nat. Ztg. IL 1847, p. 299; — D. B. IV. 1850, p. 30 

und 34. — Schmer, F. A. IL 1864, p. 891. 

Die Larven leben in Gallen am Stengel von Inula britanica L. — 

Verwandlung daselbst. 

Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 385. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 73. 
t 239. invaria Wlk. (Diplosis) cf. — England. 

AValker, I. B. IIL 1856, p. 102. 

Lebensweise unbekannt. 

240. invocata Wtz. (Diplosis) cf 9- — Europa. 

Wiimertz, L. E. 1853, p. 269. — Walker, I. B. IIL 1856, p. 106. - 

Schiller, F. A. IL 1864, p. 387. 
■k. Die Larven leben gemeinschaftlich mit den Larven von Cec. acrophila 

und pavida Wtz. in den deformirten Fiedern gipfelständiger Blätter 

von Fraxinus excelsior L. — Verwandlung in der Erde. 

Macquart, A. A. S. 1854, p. 19. — Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 432. 

— Rudow, Pfl. G. 1875, p. 71. 
iridis Kltb. Imago unbekannt, v. Nr. 469. 
irregularis Br. Imago unbekannt, v. Nr. 567. 

241. iteophila H. Lw. (Cecidomijia) cT Q. — Europa. 

U. Loew, D. B. IV. 1850, p. 28 und 35. — Winnertz, L. E. 1853, 
p. 222. pl. II, fg. 3. - Walker, I. B. IIL 1856, p. 81. 
Die Larven leben gesellig als Inquilinen zwi.schen den Blättern der 
durch Cec. rosaria H. Lw. erzeugten Blattrosetten von Salix alba, 
purpurea L. und anderen Weidenarten. — Verwandlung daselbst. 
Breiui, Monogr. 1847, p. 22. pl. II, fg. 23 {Cec. strobilina). — Mac- 
quart, A. Ä. 1851, p. 395; — A. A. S. 1854, p. 20. — Kaltenbach, 
Pfl. F. 1874, p. 583. — F. Low, V. z. b. G. 1875, p. 29. — Rudow, 
Pfl. G. 1875, p. 80 {Cec. strobilina). 

242. jacobaeae H. Lw. (Diplosis) cT. — Deutschland. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 29 und 33. — Schiner, F. A. IL 1864, p. 390. 
Die Larven leben in den Blüthenköpfchen von Senecio Jacobaea L. 
Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 365. 
■ 243. juniperina L. (Hormomyia) cT 2- — Europa. 

Linne, F. S. 1761, Nr. 1774; — S. N. 1788, p. 2825 {Tipula). — 
Degeer, Ins. 1782. VI, p. 153. pl. 25, fg. 7-21 {Tipula). — Meigen, 
Class. 1804, p. 41 {Cecidomyia). '— Latreiile, Hist. nat. Ins. XIV. 

Z. B. Ges. B. XXVI. Abh. 7 



50 Jnlius Edl. v. Bergeustaram und Paul Low. 

1805, p. 288 iOUgostrophus). — Meigen, S. B. I. 1818, p. 92. — 
{Lasioptera). — Macquart, S. ä B. I, 1834, p. 163. — Zetterstedt, 
D. Sc. IX. 1850, p. 3687 und 3700 {ßec. flavimaculata) ; — XII. 1855, 
p. 4882, 4885 (Lasioptera). — Wiuuertz, Stett. E. Z. 1854, p. 322. 

— Schmer, F. A. IL 1864, p. 399. 

Die Larve lebt einzeln in spindelförmigen Gallen an den Zweigspitzen 
von Juniperus communis L. — Verwandlung daselbst. 
Bremi, Monogr. 1847, p. 24. — Macqnart, A. A. 1851, p. 493. — 
Kirchner, Lotos 1855, p. 187. — Kaltenhach, Pfl. F. 1874, p. 682. 

— Rudow, Pfl. G. 1875, p. 73. 

Anmerkung. Tipula juniperina Fabr. gehört nicht hieher. 

244. Klugii Mg. (Cecidomyia) Q. — Deutschland. 

Meigen, S. B. L 1818, p. 95. — H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 35. 
Walker, I. B. IH. 1856, p. 82. — Schiner, F. A. H. 1864, p. 379. 
Lebensweise unbekannt, 
t 245. laeta Zett, (genus?) cf Q. — Norwegen. 

Zetterstedt, D. Sc. IX. 1850, p. 3681 {Cecid.). 
Lebensweise unbekannt. 
lamii Br. in Kaltenbach's Pfl. F. 1874, p. 483. 

Anmerkung. Dieser Name konnte von uns in Bremi's Arbeiten über Gallmücken 
nicht aufgefunden werden. 

t 246. lateralis Mg. (genus?) cJ' $. — N. Europa. 

Meigen, S. B. L 1818, p. 96. — Gimnierthal, Bull. Soc. Nat. Moscou 
1846, p. 13 {Cccid.). 
Lebensweise unbekannt. 
laterella Zett. s. Diplosis pini Deg. 

247. lateritia H. Lw. (Dirhiza) cf. — Europa. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 38. 
Lebensweise unbekannt. 
lathyri Ff Id. Imago unbekannt, v. Nr. 595. 

248. latihulorum Wtz. (Diplosis) cf 9- — Deutschland. 

Winnertz, L. E. 1853, p. 247. - Walker, I. B. IIL 1856, p. 91. — 

Schiner, F. A. IL 1864, p. 391. 

Lebensweise unbekannt, 
t 249. latipennis WIk. (Diplosis) <f. — England. 

Walker, I. B. III. 1856, p. 99. 

Lebensweise unbekannt, 
t 250. latiuseula Wlk. (Diplosis) Q. — England. 

Walker, I. B. III. 1856, p. 108. 

Lebensweise unbekannt. 

t 251. Leacheana Wlk. (Diplosis) cf 9- — England. 
Walker, I. B. UI. 1856, p. 109. 
Lebensweise unbekannt. 



f 



Synopsis Cecidomyidaniiu. Ol 

252. lentipes Wtz. (Hormomyia) 9- ~ Deutschland. 

Wiimertz, L. E. 1853, p. 291. pl. II, %. 9. - Walker, I. B. III. 
1856, p. 122. — Schmer, F. A. II. 1804, p. 400. 
Aus faulem Holze gezogen. 
leontodontis Br. Imago unbekannt, v. Nr. 521. 

253. leiicopeza Mg. (Epidosis) cT 9- — Europa. 

Meigen, S. B. VI. 1830, p. 268. - H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 38. 

»- Wiuuertz, L. E. 1853, p. 296. - Walker, I. B. III. 1856, p. 126. 
- Schiller, F. A. II. 1864, p. 403. 
Lebensweise unbekannt. 

254. lignicola Scliin. (Lasioptera) Q. — Cap der guten Hoffnung. 

Schiner, Dipt. Nov. Exp. 1868, p. 6. pl. I, fg. 4. 

Die Larve lebt in holzigen Stengelanschwellungen einer Muraleia-Ad. 

255. limbata Wtz. (Diplosis) Q. — Deutschland. 

Winnertz, L. E. 1853, p. 266. - Walker, I. B. III. 1856, p. 111. — 

Schiller, F. A. IL 1864, p. 393. 

Winnertz erhielt ein 9 aus einer ßosette von Salix amygdalina L. 

gleichzeitig mit Cec. heterobia H. Lw. 

Macquart, A. A. S. 1854, p. 20. — Kalteubach, Pfl. F. 1874, p. 584. 

— Rudow, Pfl. G. 1875, p. 81. 

Anmerkung. Die Larve dieser Art dürfte von den Aecidien leben, welche sehr 
häufig die Blätter der Weidenrosetten bedecken. 

t 256. limbitorquens Br. (genus?). — Schweiz. 
Bremi, Monogr. 1847, p. 48 (Ceeid.). 
Lebensweise unbekannt. 
limbivolens Mcq. Imago unbekannt, v. Nr. 558. 

257. linariae Wtz. (Diplosis) cf 9- — Europa. 

Winnertz, L. E. 1853, p. 260. — Walker, I. B. III. 1856, p. 97. - 
Schiner, F. A. IL 1864, p. 384. 

Die Larven leben in zu monströsen Schöpfen deformirten Spitzen- 
knospen von Linaria vulgaris Mill. — Verwandlung daselbst. 
Macquart, P. H. III. 1856, p. 88. - Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 466. 

— Rudow, Pfl. G. 1875, p. 74. 

t 258. linearis Wlk. (Diplosis) cf 9- — England. 
Walker, I. B. III. 1856, p. 112. 
Lebensweise unbekannt. 
liriodendri 0. S. Imago unbekannt, v. Nr. 553. 
259. lithospermi H. Lw. (Cecidomyia) cf 9- — Deutschland. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 28 und 36. - Schiner, F. A. IL 1864, p. 379. 
Die Larve lebt in deformirten Triebspitzen von Lithospermum offi- 
cinale L. 
Macquart, P. H. III. 1856, p. 43. — Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 451. 

— Rudow, Pfl. G. 1875, p. 74. 



f)2 Jnlins Edl. v. Bergenstamm und Paul Low. 

260. longicauda H. Lay. (Asynapta) Q. — Deutschland. 

H. Loewj D. B. IV. 1850, p. 39. 
Lebensweise unbekannt. 

261. longicollis H. Lw. (Asynapta) 9- ~ Europa. 

H. Loew, I?. B. IV. 1850, p. 39. 

Lebensweise unbekannt. 
t 262, longicollis B,ä. (Clinorhyncha). — Italien. 

lloiidani, IP* Mcm. Parma 1840, fg. 1—4 {Ozirhyncus). 

Lebensweise unbekannt, 
t 263. longicornis L. (genus?) cf. — Europa. 

Linii^, F. S. 1761, Nr. 1776; — S. N. 1788, p. 2826. — Fabricius, 

Sp Ins. IL 1781, p. 412; — E. S. IV. 1791, p. 252 {Tipula); — S. A. 

1805, p. 46 {Chirononms). — Meigeii, Class. 1804, p. 47 [Macrocera 

incarnata); — S. B. I. 1818, p. 100 {Cecid). — Macquart, S. ä B. I. 

1834, p. 162. — Zetterstedt, D. Sc. IX. 1850, p. 3691. 

Die Larve lebt in den Blüthenköpfeu von Girsium palustre Scop. und 

soll (nach Kirchner) eine Anschwellung des Fruchtbodens verursachen. 

Kirchner, Lotos 1855, p. 134. — Kalteubacli, Pfl. F. 1874, p. 381. 

Anmerkung. Scheint nacli H. Loew eine Cecidomyide zu sein, die Species wird aber, 
der kurzen und mangelhaften Beschreibung wegen, nie mehr mit Sicherheit zu 
ermitteln sein. 

26L longipennis F. Lw. (Asynapta) 9- ~ Oesterreich. 
F. Low, V. z. b. G. 1874, p. 148. 
Lebensweise unbekannt. 

265. longipes H. Lw. (Epidosis) Q. — Deutschland. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 38. — Walker, I. B. III. 1856. pl. 24, fg. 1. 
Lebensweise unbekannt. 

266. loti Deg. (Diplosis) cf 9- — Europa. 

Degeer, Ins. VL 1782, p. 157. pl. 27, fg. 1—5 {Tipxüa). — Meigen, 
Class. 1804, p. 41; S. B. I. 1818, p. 100 [Cecid.). - Macquart, S. ä B. I. 
1834, p. 161 [Cecid.). ~ H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 30 und 34, fg. 10. 
— Winuertz, L. E. 1853, p. 258. pl. III, fg. 5. - Zetterstedt, D. Sc. IX. 
1850, p. 3698; - XII. 1855, p. 4884 [Cecid.). — Walker, I. B. III. 
1856, p. 97. - Roadani, Atti, Soc. Sc. Nat. Milano. II. 1860, p. 292 
[Contarinia). — Scliiuer, F. A. II. 1864, p. 385. 
Die Larven leben zu 10—20 in deformirten Blüthen und Hülsen von Lotus, 
coniculatus L. und uUginosus Hoffm., Medicago fdlcata, sativa und 
Vicia cracca L. — Vei-wandlung in der Erde. 

Brcmi, Mouogr. 1847, p. 21. pl. I, fg. 21. — Macquart, P. H. II. 
1855, p. 154 und 159. — Gtlascr, Landw. Ungeziefer 1867, — Nord- 
linger, kl. F. d. L. 1869, p. 633. — Curtis, F. Ins. 1860, p. 491. — 
Perris, Ann. Soc. Ent. Fr. 1870, p. 178 und 180. — Kaltenbacli, 
Pfl. F. 1874, p. 123 und 131. — F. Low, V. z. b. G. 1875, p. 32. - 
Rudow, Pfl. G. 1875, p. 74. 



Synopsis Cecidomyidarum. OD 

267. lugubris Wtz. (Asynaiita) cT $• — Europa. 

Wiiiuertz, L. E. 1853, p. 305. pl. I, fg. 24; pl. II, fg. 14; pl. IV, 
fg. 6. — Walker, I. B. III. 1856, p. 129. — Rondani, Att. Soc. Sc. 
Nat. Milano, II. 1860, p. 290 {Winnertzia). ~ Scliiiier, F. A. IL 1864, 
p. 406. - Taschenberg-, Ent. f. G. 1871, p. 363. 
Die Larven leben in faulem Holze und in Poh/porus- Arien. 
Macqnart, P. H. I, 1854, p. 110. 

Anmerkung. Die von Amerling (Lotos 1859, p. 60 und 140; Ges. Aufs. 1868, p. 141) 
und Taschenberg (1. c.) aus Knospengallen von Prunus gezogenen und als 
Asyn. lugubris bestimmten Gallmücken dürften, der gänzlich verschiedenen 
Lebensweise halber, einer anderen Art angehören ; v. Nr. 603. 

t 268. lutea Mg. (genus?) cT 9- — Europa. 

Meigen, Class. 1804, p. 40. pl. II, fg. 10, 11, 13; - S. B. L 1818, 
p. 99; — VI, p. 267. — Gimmerthal, Bull. Soc. Nat. Moscou 1846, 
p. 13. — Zetterstedt, D. Sc. IX. 1850, p. 3694 {^Cecid.). 
Lebensweise unbekannt. 
269. lychnidis Heyd. (Cecidomyia) cT 9- ~- Europa. 

Heydeu, Herrich-Scbäffer's Corresp. Bltt. 1861, Nr. 13, p. 98. 
Die Larven leben gesellig in deformiiten, wolligen Blatt- und Gipfel- 
knospen von Lyehnis dioica L. — Verwandlung daselbst. 
Monfet, Insect. Tbeatr. 1634, p. 77. — Jouston, Eist. Nat. Ins. 1657, 
p. 57. — Valiot, Mem. Acad. Dijon 1826-1827, p. 93; — 1836, p. 245. 
— H, Low, D. B. IV, 1850, p. 11. — Macquart, P, H. IL 1855, 
p. 97. — Perris, Ann. Soc. Ent. Fr. 1870, p. 179. — Kaltenbacli, 
Pfl. F. 1874, p. 54. 

Anmerkung. H. Loew ist der Ansicht, dass diese Galle von Milben erzeugt ist und 
die Gallmückenlarven blos Inquilinien sind. 

t 270. Uiteofusca Ed. (Cecidomyia). - Italien. 

Rondani, IF» Mem. Parma 1840, fg. 5—9; - Atti Soc. Sc. Nat. 
Milano IL 1860, p. 288 {Dasyneura). 
Lebensweise unbekannt. 
lythri H. Lw. Imago unbekannt, v. Nr. 573. 

271. maccus H. Lw. (Diplosis) cT $. — N. Amerika. 

H. Loew, in O.-Sacken M. D. N I. 1862, p. 187, pl, I. fg. 11 und 12. 
Lebensweise unbekannt. 

272. maculata Wtz. (Diplosis) Q. — Deutschland. 

Wlnnertz, L. E. 1853, p. 258. — Walker, I. B. III. 1856, p. 96. — 

Scliiner, F. A. n. 1864, p, 392. 

Lebensweise unbekannt, 
t 273. marginata Wlk. (Diplosis) cT- — England. 

Walker, L B. III. 1856, p. 107. 

Lebensweise unbekannt, 
t 274. marginata Eoser (genus?). — Württemberg. 

Roser, Corresp. Bltt. württ. landw. Ver. 1840, p. 50 {Cecid.). 

Lebensweise unbekannt. 



54 Julius Edl. V. Bergenstamm und Paul Low. 

275. ma7'ginemtorquens Wtz. (Cecidomyia) c^ 9« — Europa. 

Wiunertz, L. E. 1853, p. 223. -- Walker, I. B. III. 1856, p. 79. — 

Schiner, F. A. II. 1864, p. 876. 

Die Larven leben gesellig unter dem umgeschlagenen Rande der Blätter 

von Salix viminalis L. — Verwandlung daselbst. 

Bremi, Monogr. 1847, p. 27. pl. II, fg. 32. — Macquart, A. A. 1851, 

p. 394. — MtiUer, Ent. M. Mag. VI. 1869, p. 109. — Kaltenbach, 

Pfl. F. 1874, p. 583. - Rudow, Pfl. G. 1875, p. 80. 

(• 276. maiira Wlk. (Diplosis) (f. — England. 
Walker, I. B. m. 1856, p. 102. 
Lebensweise unbekannt. 

t 277. maxima Eoser (genus?). — Württemberg. 

Roser, Corresp. Bltt. württ. landw. Ver. 1840, p. 50 (Cecid.). 
Lebensweise unbekannt. 

medicaginis Br. Imago unbekannt, v. Nr. 596. 

278. mesemhrianthemi ScMn. (Asphondylia) 9. — Cap der guten 

Hoffnung. 
Schiner, Dipt. Nov. Exp. 1868, p. 9. pl. I, fg. 9. 

Die Larven leben in erbsengrossen, saftigen Anschwellungen einer 
Mesembria/nthemwm-k r t. 

279. metraloas Mnrt. (Miastor) cf 9. — N. Europa. 

Meinert, Nat. Tidsk. IIL 1864, p. 106. — Siebold, Zeitschr. f. wiss. 

Zool. 1864, p. 394. — H. Loew, Berl. E. Z. 1864, p. VIIL — Wln- 

nertz, V. z. b. G. 1870, p. 7. 

Die Larven leben unter der Rinde von faulen Buchenstämmen und 

vermehren sich durch Paedogenesis. 

Meinert, Nat. Tidsk. IIL 1864, p. 37 und 83 ff. — Packard, Guide 

1870, p. 380, fg. 297. 

Anmerkung. lieber Gallmückenlarveu, welche sich paedogenetiseli vermehren, haben 
geschrieben: v. Baer , Carus, Hanin, Leuckart, H. Loew, Mäklin, Mecznikoff, 
Meinert, 1-agenstecher, Siebold und Wagner, deren bezügliche Arbeiten in der 
TJebersicht der Literatur verzeichnet sind. Die Larven, welche in diesen Arbeiten 
besprochen sind und theils unter der Kinde von faulen Apfelbäumen, theils im 
feuchten Kehricht und in Pressrückständen von Runkelrüben gefunden wurden, 
scheinen verschiedenen Arten, ja sogar Gattungen anzugehören. Die Larven von 
Oligarces paradoxiis Mrt. und Pero fasciata Mrt. vermehren sich auch durch 
Paedogenesis. 

280. millefolii H. Lw. (Hormomyia) cf Q . — Europa. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 27 und 37, fg. 12. — Schiner, F. A. IL 
1864, p. 380. — Müller, Ent. M. Mag. 1870-1871. VII, p. 39. — 
F. Low, V. z. b. G. 1874, p. 151. pl. U, fg. 3; - 1875, p. 26. 
Die Larven leben einzeln in eiförmigen Gallen in den Blattachseln -von 
Achillea MillifoUum L. — Verwandlung daselbst. 



i 



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Synopsis Ceoidoinyidarum. 5o 

Macquart, P. H. III. 1856, p. 155. — Inchbald, Ent. W. Int. 1860. 
VIII, p. 195 (Cec. achilleae). - Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 348. — 
Vau d. Wulp, Tijdsch. v. Eiit. IX. 1874, p. 110. - Rudow, Pfl. G. 
1875, p. 66. 

281. minutissima H. Lw. (Cecidomyia?). — Fossil. 

H. Loew, Bernst.-Faun. 1850, p. 32. 

282. minuta Wtz. (Diplosis) cf. — Deutschland. 
Wiunertz, L. E. 1853, p. 250. - Walker, I. B. III. 1856, p. 93. — 
Schiner, F. A. IL 1864, p. 392. 

Lebensweise unbekannt. 

283. minuta Zett. (Lasioptera) cf. —.N. Europa. 

Zetterstedt, I. L. 1840, p. 824; — D. Sc. IX. 1850, p. 3700; — 
XII. 1855, p. 4886. 
Lebensweise unbekannt. 

284. modesta Wtz. (Diplosis) cf. — Deutschland. 

Wiunertz, L. E. 1853, p. 262. — Walker, I. B. III. 1856, p. 101 — 
Schiner, F. A. II. 1864, p. 392. 
. Lebensweise unbekannt, 
t 285. moesta Wlk. (Diplosis) d^ Q. — England. 
Walker, I. B. III. 1856, p. 104. 
Lebensweise unbekannt. 
moesta Wlk. (bis) s. Diplosis sohria Wlk. 
molluginis H. Lw. s. Cecidomyia galii H. Lw. 

286. monacha 0. S. (Asphondylia) cf $• — N. Amerika. 
O.-Sackeu, Trans. Am. Ent. Soc. IL 1868—1869, p. 299. 
Die Larven leben in Blätterschöpfen am Stengel oder au den Zweigen 
von Solidago altissima L. 

O.-Sackeu, Trans. Am. Ent. Soc. III. 1870—1871, p. 347. 
t 287. monilicornis Zett. (genus?). — N. Europa. 

Zetterstedt, I. L. 1840, p. 823; — D. Sc. IX. 1850, p. 3684 (Cecid.). 
Lebensweise unbekannt. 
mucoris Vall. Imago unbekannt, v. Nr. 604. 

288. mutabilis Wtz. (Diplosis) Q. — Deutschland. 

Wiunertz, L. E. 1853, p. 248. — Walker, I. B. III. 1856, p. 92. — 
Schiuer, F. A. IL 1864, p. 391. 
Lebensweise unbekannt. 

289. nana Wtz. (Diplosis) cf Q. — Deutschland. 

Wiunertz, L. E. 1853, p. 252. — Walker, I. B. III. 1856, p. 94. — 

Schiuer, F. A. IL 1864, p. 392. 

Lebensweise unbekannt. 
napi H. Lw. s. Cecidomyia brassicae Wtz. 
napi Kltb. Imago unbekannt, s. Nr. 547. 



f)6 Julius Edl. V. B er genstam in und Paul Low. 

290. nemoralis Wtz. (Epidosis) Q. — Deutschland. 

Winncrtz, L. E. 1853, p. 302. - Walker, I. B. III. 1856, p. 125. — 

Schiller, P. A. IL 1864, p. 404. 

Aus faulem Holze gezogen, 
t 291, nervosa Mg. (genus?). — Baiern. 

Meigeii, S. B. VII. 1838, p. 21 {Gecid). 

Lebensweise unbekannt. 
292. nervosus Wtz. (Miastor) cf 9- — Deutschland. 

Winnertz, Statt. E. Z. 1852, p. 50, pl. l, fg. 1 {Heteropeza). — 

Schiner, F. A. IL 1864, p. 411 {Heteropeza). — Winnertz, V. z. b. 

G. 1870, p. 5 (Miastor). 

Die Larve lebt unter der Einde abgestorbener Bäume. — Verwandlung 

daselbst, 
t 293. nigra Mg. (genus?) cT 9- — Europa. 

Meigen, Class. 1804, p. 39, pl. H, fg. 8; — S. B. I. 1818, p. 95, 

pl. III, fg. 11. - Macquart, D. N. F. 1826, p. 172; - S. ä B. L 

1834, p. 161. ~ Gimmerthal, Bull. Soc. Nat. Moscou 1846, p. 13. — 

Gehin, Bull. Soc. Hist. Nat. Moselle IIL 1860, p. 316. — Goureau, 

Ins. nuis. 1862, p. 134. — Nördlinger, kl. F. d. L. 1869, p. 620 (Cecid.). 

Die Larven leben gesellig in jungen Birnen, welche verkümmern und 

frühzeitig abfallen. — Verwandlung in der Erde. 

Kollar, Schädl. Ids. 1837, p. 299. — Macquart, A. A. 1851, p. 436 

(gibt statt Pyrus Betula an). — Taschenberg, Ent. f. G. 1871, p. 364. 

— Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 201. — Chatel, Legats causes aux 

vegetans 1875, p. 8. (Siehe Schmidberger i. d. Nachträgen.) 
t 294. nigricollis Mg. (genus?) (^ Q . — Europa. 

Meigen, S. B. L 1818, p. 97. — Gimmerthal, Bull. Soc. Nat. Moscou 

1846, p. 14. - Zetterstedt, D. Sc. IX. 1850, p. 3689 (Gecid.). 

Lebensweise unbekannt, 
t 295. nigricornis Schrk. (genus?). — Baiern. 

Schrank, F. B. IIL 1803, p. 86 [Tiimla). 

Lebensweise unbekannt, 
t 29G. nigricornis Zett. (genus?) 9- ~ ^- Europa. 

Zetterstedt, D. Sc. XIL 1855, p. 4881 (Cecid.). 

Lebensweise unbekannt. 
297. nigrina Wlk. (Epidosis) 9- — England. 

Walker, L B. III. 1856, p. 128. 

Lebensweise unbekannt, 
t 298. nigripennis Mg. (genus?) 9- ~ Deutschland. 

Meigen, S. B. VI. 1830, p. 269 (Cecid.). 

Lebensweise unbekannt, 
t 299. nigritarsis Zett. (genus?) cf Q. — Dänemark. 

Zetterstedt, D. Sc. IX. 1850, p. 3683; — XL 1852, p. 4353 (Cecid.). 

Lebensweise unbekannt. 



SynopsiR Cecidomyidarum. 57 

300. nitida Wulp (Epidosis) Q. — Holland. 

Vau d. Wulp, Tijdsch. v. Eiit. IX. 1874, p. 113. 

Lebensweise unbekannt. 
niveipila 0. S. Imago unbekannt, v. Nr. 498. 
t 301. niveitarsis Zett. (genus?) cf. — Norwegen. 

Zetterstedt, D. Sc. IX. 1850, p. 3688 {Ceeid.). 

Lebensweise unbekannt. 
302. nodicornis Wtü. (Epidosis) cf 9- — Europa. 

Winuertz, L. E. 1853, p. 300, pl. II, fg. 12. - Walker, I. B. IIL 

1856, p. 125. - Schiner, F. A. IL 1864, p. 403. 

Die Larven leben in faulem Buchenholze. 

Macquart, A. A. S. 1854, p. 28. 
t 303. notabilis Wlk. (Diplosis) cT. — England. 

Walker, I. B. IIL 1856, p. 114. 

Lebensweise unbekannt. 

t 304. nuheculosa Wlk. (Diplosis) cT. — England. 

Walker, I. B. III. 1856, p. 96. 

Lebensweise unbekannt, 
t 305. nudipennis Zett. (genus?) cf 9- — Lappland. 

Zetterstedt, I. L. 1840, p. 823; — D. Sc. IX. 1850, p. 3684 {Cecid.). 

Lebensweise unbekannt, 
t 306. obfuscata Mg. (Dioviyza). — Europa. 

Meigeu, S. B. L 1818, p. 90. - Macquart, S. a B. I. 1834, p. 163 

(Lasioptera). — Walker, I. B. IIL 1856, p. 86 {Cecidomyia). 

Lebensweise unbekannt, 
t 307. ohscura Rd. (Cecidomyia). — Italien. 

Roudaui, IP» Mem. Parma 1840; — Atti See. Sc. Nat. Milano IL 

1860, p. 288 {Dasyneura und Dasineura). 

Lebensweise unbekannt, 
t 308. ohscura Mg. (genus?) Q. — Baiern. 

Meigen, S. B. VIL 1838, p. 22 {Cecid). 
Lebensweise unbekannt, 
t 309. ohscuripes Dahlb. (genus?) 9- — N- Europa. 

Dahlbom, V. Ac. H. 1850, p. 166. — Zetterstedt, D. Sc. XL 1850, 

p. 4352 (Cecid.). 

Lebensweise unbekannt. 

310. obtusa H. Lw. (Lasioptera) cf . — Deutschland. 

H. Loew, Stett. E.Z. 1845, p. 394. - Scliiner, F.A.H. 1864, p. 409. 
Lebensweise unbekannt. 
ocellaris 0. S. Imago unbekannt, v. Nr. 566. 

311. ochracea Wtz. (Diplosis) cf. — Europa. 

Winnertz, L. E. 1853, p. 262. - Walker, I. B. III. 1856, p. 103. — 
Schmer, F. A. IL 1864, p. 387. 

Z. B. Ges. B. XXVI. Abh. 8 



08 Julins Edl. v. Bergen Rtam ra und Paul L5w. 

Die Larve soll (nach Kirchner, Lotos 1860, p. 55) in den Schoten 
von Brassica Napus und oleracea L. leben (?). 
Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 34. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 68. 
oidii Hrdy. v. Diplosis caeomatis und coniophaga Wtz. 

312. onobryehidis Br. (Ceciäomyia) cf Q. — Europa. 

ßremi, Monogr. 1847, p. 27 und 53, pl. II, fg. 30. — F. Low, V. z. 

b. G. 1875, p. 16. 

Die Larven leben gesellig in hülsenförraig zusammengefalteten Blättern 

von Astragalus onobrychis L. und asper Jacq., Medieago falcata, 

sativa und lupulina L. und Onobrychis sativa L. — Verv^andlung in 

der Erde. 

Macquart, P. H. II. 1855, p. 165. - Miiller, E. M. Mag. 1870-1871, 

VII, p. 89. - Kalteubacli, Pfl. P. 1874, p. 137. — Rudow, Pfl. G. 

1875, p. 74. 

313. ononidis F. Lw. (Äsphondylia) cT 9- — Europa. 

F. Low, V. z. b. G. 1873, p. 139, Taf. II c, fg. 1-6; - 1874, 
p. 155 und 161. 

Die Larven leben einzeln in knospenförmigen Gallen an den Spitzen 
der Seitenzweige von Ononis spinosa L. — Verwandlung in der Galle. 
Perris, Ann. Soc. Ent. Fr. 1870, p. 180. 

314. orbitalis Wlsh. (Cecidomyia) cf 9- — N. Amerika. 

Walsh, Proc. Ent. Soc. Phil. III. 1864, p. 623; - VL 1866—1867, p. 227. 

Larven als Inquilinen in den Gallen von Gec. salicis-batatas Wlsh., 

Nematus salicis-oviilum und Enura salicis-gemma Wlsh. — Verwand- 
lung daselbst. 

Riley, Am. Ent. IL 1870, p. 50. 
t 315. ornata Say (genus?). — Pennsylvanien. 

Say, Long's Exped. App. 1824, p. 357. — Wiedemaan, Auss. Earop, 

Zw. L 1830, p. 22 (Cecid.). 

Lebensweise unbekannt. 
oxyacanthae Schrk. s. Cecidomyia crataegi Wtz. 
t 316. pallida Mg. (genus?) cT 9. — Europa. 

Meig-eu, S. B. VI. 1830, p. 270. — Zetterstedt, D. Sc. IX. 1850, p. 3681 

(Cecid.). 

Die Larven sollen nach B o u c h e in faulen Kohlblättern leben 

(v. H. Loew, L. E. 1851, p. 376). 

317. pallidula Wulp (Colpodia) 9- — Holland. 

Van d. Wulp, Tijdsch. v. Ent. IX. 1874, p. 113, pl. VIII, fg. 1. 
Lebensweise unbekannt. 

318. pallidula Ztt. (genus?) (f. — N. Europa. 

Zetterstedt, D. Sc. XI. 1852, p. 4352 (Cecid.). 
Lebensweise unbekannt. 



SynopsiB Cecidomyidarum. 59 

319. pallipes Wtz. (Epidosis) 9- — Deutschland. 

Winnertz, L. E. 1853, p. 295. - Walker, J. B. III. 1856, p. 126. - 
Scbiner, F. A. II. 1864, p. 404. 
Lebensweise unbekannt. 

t 320. pallipes Phil. (Diomyza). — Chile. 

Philipp!, V. z. b. G. 1865, p. 630 [Lasioptera). 
Lebensweise unbekannt. 

t 321. palustris L. (genus?) cT 9 (?). — Europa. 

Linn6, F. S. 1761, Nr. 1775; — S. N. 1788, p. 2826 (Tipula). - 
Schrank, F. B. III. 1803, p. 84 (Tipula). — Fabricius, Sp. Ins. II. 
1781, p. 412; - E. S. IV. 1794, p. 251 [Tipula); — S. Ant. 1805, 
p. 47 iChironomus). — Meigen, S. B. L 1818, p. 96; — VI. 1830, 
p. 267 {Ceciäomyia). — Macquart, D. N. F. 1826, p. 171; — S. äB. I. 
1834, p. 160. - Blanchard, H. N. Ins. III. 1840, p. 574. - Girnmer- 
thal, Bull. Soc. Nat. Moscoii 1846, p. 13. - Zetterstedt, D. Sc. IX. 
1850, p. 3682 {Cecid.). 

Nach Liune wohnt^diese Art in den Blüthen von Iris Pseud-Acorus L., 
nach Fabricius ist sie Gallenbewohnerin ; nach Schrank lebt ihre 
Larve im Wasser; nach Macquart legt sie ihre Eier in die Blüthen 
von Phleum pratense L. und nach Bremi (Monogr. p. 32) findet sich 
ihre Larve in einem Moose (Mnium palustre L.). 

Anmerkung. Aus den abweiclieudeu Angateu der vorstehenden Autoren in der Art- 
beschreibung und über die Lebensweise geht herror, dass jeder von ihnen eine 
andere Species beobachtet und beschrieben hat. Ob alle diese zur Familie 
Oecidomyidae gehören oder nicht und welche Arten unter dem vorstehenden 
Namen vereint sind, wird sich aus den äusserst dürftigen Angaben hierüber nie 
mehr ermitteln lassen. 

322. papaveris Wtz. (Cecidomyia) cf Q. — Europa. 

Winnertz, L. E. 1853, p. 229. — Walker, I. B. III. 1856, p. 78. — 

Laboulbene, Ann. Soc. ent. F. 1857, p. 565, pl. XII, fg. 1-17. - 

Scliiner, F. A. U. 1864, p. 373. 

Die Larven leben in den Samenkapseln von Papaver duhium • nni. 

Ehoeas L. — Verwandlung daselbst. 

Macquart, P. H. II. 1855, p. 73. — Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 22. 

papillifiea. (Dieser Name wird von Macquart. A. A. 1851, p. 396 mit dem Autor 
Bremi aufgeführt. Da sich derselbe in Bremi's Arbeiten nicht findet, so scheint es, dass 
er von Macqiiart herrührt und wahrscheinlich dem Erzeuger der in Bremi's Monogr. 
1847, p. 67, pl. I, fg. 11; pl. II, fg. 38 beschriebenen und abgebildeten, auf den 
Blättern von Salix Caprea L. vorkommenden Galle gegeben wurde. Bremi kannte den 
Erzeuger dieser Galle nicht; dieser wurde erst später von Winnertz entdeckt und unter 
dem Namen Horm. capreae Wtz. beschrieben.) 

'23. paradoxus Mnrt. (Oligarces) Q. — Europa. 
Meinert, Nat. Tidssk. |865— 1866, p. 238. 

Die Larven leben unter der Binde von Populus und vermehren sich 
durch Paedogenesis. 

Anmerkung. Siehe die Äum. bei Miast. metraloas Mrt. 



60 Jnlins Edl. y. Bergenstamm und Panl Low. 

324. parva Wlk. (Lasioptera). — Hudsonsbay. 

Walker, List I. 1848, p. 29. 
Lebensweise unbekannt. 

325. pavida Wtz. (Gecidomyia) cf 9- — Europa. 

Winnertz, L. E. 1853, p. 245. — Walker, L B. IIL 1856, p. 90. — 

Schiner, F. A. IL 1864, p. 378. 

Die Larven leben gesellig mit denen von Cec. acropMla Wtz. in den 

defonnirten Fiedern der gipfelständigen Blätter von Fraxinus excel- 

sior L. — Verwandlung in der Erde. 

Macquart, A. A. S. 1854, p. 19. — Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 432. 

— Rudow, Pfl. G. 1875, p. 71. 

326. pavonia H. Lw. (Diplosis) Q. — Deutschland. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 33. 
Lebensweise unbekannt. 

327. pectoralis Wtz. (Asynapta) cf Q- — Europa. 

Winnertz, L. E. 1853, p. 303, pl. I, fg. 16 und 27; pl. II, fg. 13; 
pl. IV, fg. 5. - Walker, I. B. IH. 1856, p. 128, pl. XXIV, fg. 1 b. - 
Schiner, F. A. IL 1864, p. 406. 
Lebensweise unbekannt. 
pell ex 0. S. Imago unbekannt, v. Nr. 535. 

t 328. pennicornis L. (genus?) cf Q . — Europa. 

Linne, F. S. 1761, Nr. 1777; — S. N. 1788, p. 2827 (Tipula). — 
Fabricius, Sp. Ins. IL 1781, p. 412; - E. S. IV. 1794, p. 252 {Tipula)\ — 
S. Ant. 1805, p. 48 (Chironomus). — Meißen, S. B. I. 1818, p. 100 
(Cecid.). — Macquart, S. ä B. I. 1834, p. 162. — Uimmertlial, 
Bull. Soc. Nat. Moscou 1846, p. 14. - Zetterstedt, D. Sc. IX. 1850, 
p. 3696 (id. XII, p. 4859 und 4883 ist Ceratopogon). 
Nach einer Angabe, welche von Fabricius herzustammen scheint, soll 
diese Species in den Blüthen von Aristölocliia Clematidis L. leben und 
nach Sprengel die Befruchtung dieser Pflanze bewirken. Nach Kirchner 
(Lotos 1855, p. 133) lebt die Larve derselben in einer Anschwellung 
des Fruchtknotens der genannten Pflanze. Und Drewsen (Nat. Tidssk. 
1843, p. 339) will die Larven in den Schoten des Rapses {Brassica 
Bapa Koch) gefunden haben. 
Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 523. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 68. 

Anmerkung. Linn^'s Art dürfte kaum eine Gallmücke sein. Die von Drewsen und 
Kirchner beobachteten Larven gehören gewiss zweierlei Species an. Die sich 
widersprechenden Angaben beweisen, dass hier arge Verwechslungen stattfanden, 
die bei den mangelhaften Beschreibungen, welche die vorsteheuden Autoren von 
der Fliege geben, nie mehr zu entwirren sein werden. 

329. peregrina Wtz. (Diplosis) cf. — Europa. 

Winnertz, L. E. 1853, p. 252. — Walker, I. B. III. 1856, p. 94. — 
Schiner, F. A. II. 1864, p. 383. 



Synopsis Cecidomyidarum. ßl 

Die Larven leben als Inquilinen in den durch Galhnilben {Phytoptus) 
auf den Blättern von Frunus sjnnosa L. und Salix ß,urita L. erzeugten 
taschenförniigen oder beutelartigen Gallen. — Verwandlung in der Erde. 
Macquart, A. A. S. 1854, p. 13 und 21. — Kaltcnbach, Pfi. F. 

1874, p. 175. 

Anmerkung. Die von H. Loew (Dipt. Beitr. IV. 1850, p. 24) in hirsekorngrossen 
Milbengallen auf den Blättern von Salix fragüis L. gefundenen Larven, konnten 
dieser Art angehören. 

pericarpiicola Br. s. Asph. pimpiri-ellae F. Lw. 

330. persieariae L. (Ceeiäomyia) cT 9- — Europa, 

Linne, S. N. 1788, p. 2825 (Tipula). — Fabricins, Sp. Ins. IL 1781, 
p. 411; - E. S. IV. 1794, p. 251 {Tipula); — S. Aut. 1805, p. 47 
(Chironomus). - Schrank, F. B. IIL 1803, p. 84. — H. Loew, 
D. B. IV. 1850, p. 36. - Wiimertz, L. E. 1853, p. 219. — Walker, 
L B. III. 1856, p. 79. — Schiner, F. A. II. 1864, p. 372. 
Die Larven leben im rothgefärbten, eingerollten Blattrande von Poly- 
gonum amphibium L. und Persicaria L. — Verwandlung daselbst. 
Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 512. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 76. 
persicoides 0. S. Imago unbekannt, v. Nr. 503. 

S31. phragmitis Gir. (Epidosis) 9- — Oesterreich. 
Giraud, V. z. b. G. 1863, p. 1260. 

Lebensweise nicht sicher bekannt. Gir au d vermuthet die Larven in 
kleinen Pusteln am Halme von Phragmites communis Trin. 
Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 764. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 75. 
picta Mg. s. Lasioptera rubi Heeg. 
t 332. pictipennis Mg. (Diplosis) cf. — Europa. 

Meig-en, S. B. VI. 1830, p. 270. — Macquart, S. ä B. I. 1834, 

p. 160 {Cecid). 

Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 265, will diese Art aus den Blüthen von 

Eryngium campestre L. erhalten haben. 

Rudow, Pfl. G. 1875, p. 70, repr. diese Angabe. (Siehe auch Cec. 

acerina). 

t 333. pictipennis Perr. (Diplosis^) cT 9- — Frankreich. 

Perris, Ann. Soc. Ent. Fr. 1870, p. 170, pl. I, fg. 23—38. 

Larven gesellig unter der Rinde von Pinus maritima Koch in den 

Gängen von Tomicus ramulorum P., in dem Detritus des letzteren 

lebend. — Verwandlung daselbst, 
t 334. pictiventris Ztt. (genus?) 9- — N. Europa. 

Zetterstedt, D. Sc. IX. 1850, p. 3690 (Cecid.). 

Lebensweise unbekannt. 
335. piliger a H. Lw. (Hormomyia) cT 9- — Europa. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 26. — Winuertz, L. E. 1853, p. 286. — 

Walker, I. B. III. 1856, p. 121. - Schiner, F. A. IL 1864, p. 399. 



(■J2 Julius Edl. V. BergeuBtainm und Paul Low. 

Die Larveu erzeugen auf den Blättern von Fagtis sylvatica L. ein- 
kammerige, konische, rothhaarige Gallen. — Verwandlung in der Galle. 
Vallot, Meni. Acad. Dijon 1828—1829, p. 109. — Hartig, Jahrsb. I. 
1839, Hft. IV, p. 641 (Cec. annulipes). — Ratzeburg, Forstins. III. 
1844, p. 162, pl. V, fg. 13 [Cee. annulipes). — Bremi, Monogr. 1847, 
p. 15. — Macquart; A. A. 1851, p. 456 [Gec. annulipes); — A. A. S. 
1854, p. 28. — Karsch, N. u. Off. 1855, p. 267 {Cec. annulipes). — 
F. Low, V. z. b. G. 1874, p. 158. - Kalteiibaclj, Pfl. F. 1874, p. 631. 

— Rudow, Pfl. G. 1875, p. 71. 
pilosa Br. s. Diplosis pini Deg. 

336. pimpinellae F. Lw. (Äsphondylia) cf Q. — Europa. 

F. Low, V. z. b. G. 1874, p. 157 und 326, pl. II, fg. 2. 

Die Larven leben einzeln in aufgetriebenen Theilfrüchtchen von Pm- 

pinella saxifraga L. — Verwandlung in der Erde. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 30. 

Anmerkung. In gleicher Weise defoimirte Theilfrüchtclien wurden noch gefunden 
auf Daums Carola L., Foeniculum officinale All., Laserpiiium prutenicum L., 
Pastinaca sativa L., Pimpinella magna L., Silatis pratensis Bess., Thysselimcm 
(Peiicedanum) paUistre Hffm. und Torilis Anfhriscus Gml. Sie dürften durch 
dieselbe Gallmücke bewohnt werden, v. Vallot, Mem. Acad. Dijon 1828—1829, 
p. 113 und 1826—1827, p. 94. — Bremi, Monogr. 1847, p. 21, pl. I, fg. 10 und 22 
(Cecid. pericarpücola und dauci). — Scholz, Z. f. B. Breslau 1849, p. 12. — 
H. Loew, L. E. 1851, p. 377; — D. B. 1850, p. 30 (Cec. thysselini). — Nördlinger, 
kl. F. d. L. 1869, p. 633. — PerriS, Ann. Soc. Ent. Fr. 1870, p. 177. — Kalten- 
bach, Pfl. F. 1874, p. 273. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 70 und 75. — F. Low, 
V. z. b. G. 1875, p. 32. 

337. pini Deg. (Diplosis) cf Q ■ — Europa. 

Deeger, Ins. VL 1782, p. 156, pl. XXVI, fg. 8—19 (Tipula). — Meigen, 
Class. I. 1804, p. 40 (Cecid.); — S. B. L 1818, p. 99. — Macqnart, 
S. a B. L 1834, p. 161. — Dufour, Ann. Soc. Ent. Fr. 1838, p. 293; 

— Ann. Sc. Nat. 1841, p. 257 {Cec. pini maritimae). — Ratzeburg, 
Wiegm. Arch. VII. 1841, p. 233, pl. X, fg. 1-11; — Forstins. III. 
1844, p. 159, pl. X, fg. 14. — Bremi, Monogr. 1847, p. 31 und 61 
{Gec. pilosa). — Zetterstedt, L L. 1840, p. 823; - D. Sc. IX. 1850, 
p. 3685 und XII. 1855, p. 4881 {Gec. laterella). — Wiuuertz, L. E. 
1853, p. 270, pl. I, fg. 19 und pl. III, fg. 7 {Diplosis). - Walker, 
I. B. IIL 1856, p. 111, pl. XXIV, fg. la. — Schiner, F. Ä. II. 1864, 
p. 389. — Perris, Ann. Soc. Ent. Fr. 1870, p. 162, pl. I, fg. 28—31. 
Die Larven leben frei auf den Nadeln verschiedener Pinus-Artea und 
verpuppen sich auch auf denselben in einem schmutzigweissen Harzcocon. 
Macquart, A. A. 1851, p. 506, 510, 523 {Gec. pini und pilosa). — 
Suellen v. Volleuhoven, schädl. Ins. 1843 und 1852. — O.-Sacken, 
Stett. E. Z. 1862, p. 80. - Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 701. 

Anmerkung. Die Biologie, welche Bouch^ (Gart. Ins. 1833, p. 123 und N. I. 1834, 
p. 25) dieser Species beigefügt, gehört zn Dipl. irachyntera Schwäg. (Vide auch 
Oee. pini-inopus 0. S. Nr. 471.) 



Synopsis C'ecidomyidarnm. 6o 

pini-inopus 0. S. Imago unbekannt, v. Nr. 471, 
338. pisi Wtz. (Biplosis) cT 9- — Europa. 

Winnertz, Stett. E. Z. 1854, p. 325. — Schiner, F. A. II. 1864, 
p. 394. - Taschenberg, E. f. G. 1871, p. 361. 

Die Larven leben in den grünen Hülsen von Pisum arvense und sa- 
tivum L. — Verwandlung in der Erde. 

R^amnur, Mem. IL 1736, p. 301. — H. Loew, Dipt. Beitr. IV. 1850, 
p. 30. — Nördlinger, kl. F. d. L. 1869, p. 633. — Kaltenbach, Pfl. 
F. 1874, p. 146. - Rudow, Pfl. G. 1875, p. 75. 
t 339. plagiata Wlk. (Diplosis) cf- — England. 
Walker, L B. IIL 1856, p. 96. 
Lebensweise unbekannt. 

t 340. plena Wlk. {Asphonäylia) ö^. — England. 
Walker, L B. IIL 1856, p. 118. 
Lebensweise unbekannt. 

341. plicatrix H. Lw. {Cecidomyia) cT 9- — Deutschland. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 25 und 36, pl. I, fg. 1. - Schiner, 
F. A. IL 1864, p. 379. 

Die Larven leben gesellig in jungen, gekrausten Blättern von Rubus 

caesius L. — Verwandlung in der Erde. 

Macquart, A. A. S. 1854, p. 11. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 78. 

342. poae Bosc. (Hormomyia) cf 9- ~ Europa. 

Böse, N. Bull. Soc. Phil. 1817, p. 133; — Journ. Phys. Blainv. 1817, 
p. 17 {Cecidomyia). — Winnertz, L. E. 1853, p. 292 [Horm. grami- 
nicola). — Walker, I. B. in. 1856, p. 123. — Schiner, P. A. IL 1864, 
p. 398. — Brischke, Schrift, n. Ges. Danzig 1869. Hft. II {Cec. 
graminis). 

Die Larven erzeugen an den Halmen von Poa nemoralis L. oberhalb 
der Knoten breite, braune Haarringe, worin sie bis zu fünf Stück an- 
zutrefi'en sind. Die dicken Haare dieser Ringe liegen gescheitelt nach 
beiden Seiten des Halmes. — Verwandlung in der Galle. 
Vallot, Ann. Sc. Nat. 1832, p. 263; — Mem. Acad. Dijon 1836, p. 190. 
— Macquart, P. H. I. 1854, p. 174. — O.-Sacken, Stett. E. Z. 1862, 
p. 80. - Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 752. - Rudow, Pfl. G. 1875, p. 76. 
(Siehe auch Prilleux in den Nachträgen.) 

Anmerkung. Die Angabe Bosc's, dass diese Species auf Poa trivialis L. vorkommt, 
wurde von Vallot (1. c.) widerlegt. 

Asa Fitch fand in N. Amerika ganz ähnliche Gallen auf Agrostis lateriflora Mich., 
deren Erzeuger er Cecid. agrostis nannte, ohne ihn zu beschreiben (v. Nr. 466). 

poculum 0. S. Imago unbekannt, v. Nr. 497. 
podagrariae H. Lw. Imago unbekannt, v. Nr. 571. 
polymorpha Br. s. Diplosis tremulae Wtz. 



()4 Julius Edl. V. Bergenstaram und Paul L5w. 

34;i. 2>olypori H. Lw. (Diplosis) cT 9- — Europa. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 33. — Wiunertz, L. E. 1853, p. 249, 
pl. I, fg. 13. — Walker, I. B. III. 1856, p. 92. — Scliiner, F. A. II. 

1864, p. 884. 

Die Larven leben in Polyporus-Arten. 
Macquart, P. H. I. 1854, p. 110. 
populea Schrk. s. Diplosis tremulae Wtz. 
t 344. populi Duf. (Epidosis?) c/' $. — Prankreich. 

Dufonr, Ann. Sc. Nat. 1841, p. 261, pl. XIV, fg. 9—16. 
Larven unter der Rinde abgestorbener Pappelbäume, wo sie sich auch 
verpuppen. 

Macquart, A. A. 1851, p. 403; - A. A. S, 1854, p. 23. 
345. praecox Wtz. (Diplosis) $. — Deutschland. 

Winuertz, L. E. 1853, p. 276, pL I, fg. 11. - Walker, I. B. IIL 
1856, p. 113. - Schiller, F. A. IL 1864, p. 393. 
Im Walde auf frisch geschlagenem Holze gefangen. 
Macquart, A. A. S. 1854, p. 31. 

t 34G. p rat Ovum Mg. (genus?) Q. — Europa. 
Meigen, S. B. VIL 1838, p. 21 (Cecid.). 
Lebensweise unbekannt. 

347. pratorum Wtz. (Ceciäomyia) $. — Deutschland. 

Winuertz, L. E. 1853, p. 237. — Walker, I. B. III. 1856, p. 86. — 
Schiuer, F. A. IL 1864, p. 381. 
Lebensweise unbekannt. 

348. p)i'oducta Mg. (Hormomyia) (f. — Europa. 

Meigen, S. B. VI. 1830, p. 267. — Macquart, S. a B. L 1834, p. 159. 
— Grimmerthal, Bull. Soc. Nat. Moscou 1846, p. 14. — Bremi, 
Monogr. 1847, p. 60 {Cec. faseiata). — Schiner, F. A. IL 1864, p. 398. 
Lebensweise unbekannt, 
t 349. protuberans Ztt. (Hormomyia) (f?. — N. Europa. 
Zetterstedt, D. Sc. LS. 1850, p. 3677 (Cec). 
Lebensweise unbekannt. 
pruni Kltb. Image unbekannt, v. Nr. 581. 

350. pruniperda Ed. (Äsphondylia) cf 9- — Italien. 

Koudani, Ann. Soc. Nat. Modena IL 1867, p. 37, fg. 1-2. 

Die Larven leben in deformirten Blüthenknospen von Prunus do- 

mestica L. 

351. j)seudacaciae Ftch. (Ceciäomyia) Q. — N. Amerika. 

Fitch, V. Rep. 1859, p. 53. 

Larven gesellig in jungen, zarten, hülsenförraig gefalteten Fiederblätt- 
chen an den Triebspitzen von Rohinia Pseudacacia L. — Verwand- 
lung in der Erde. 
O.-Sacken, Stett. E. Z. 1861, p. 420; — M. D. N. I. 1862, p. 189. 



Synopsis Cecidomyidarum. 65 

352. ptarmicae Vall. (Hormomyia). cT 9- — Europa. 

Vallot, M^m. Acad. Dijon 1849, p. 98. — Winnertz, L. E. 1853, 
p. 289, pl. I, fg. 28 {Horm. floricola). — Walker, I. B. III. 1856, 
p. 122 {Horm. floricola). - Scliiuer, F. A. II. 1864, p. 400 {Horm. 
floricola). — Müller, Ent. M. M. VII. 1870, p. 39. 
Die Larven deformiren die ganzen Blütlienstäude von Achillea Ptar- 
mica L. zu kugeligen, grauen, haarigen Massen, worin sie gesellig 
leben und sich auch verpuppen. 

Macquart, P. H. III. 1856, p. 155. — Inclibald, Ent. W. Int. Vm. 
1860, p. 164. — Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 348. - Rudow, Pfi. G. 
1875, p. 67. 
pteridis Müll. Imago unbekannt, v. Nr. 464. 

t 353. pubescens WIk. {Biplosis) cf. — England. 
Walker, I. B. III. 1856, p. 104. 
Lebensweise unbekannt. 
pudibunda 0. S. Imago unbekannt, v. Nr. 489. 
354. pulchella Wtz. {Diplosis) cf $ . — Europa. 

Wiuuertz, L. E. 1853, p. 254. — Walker, L B. III. 1856, p. 95. — 
Schiner, F. A. II. 1864, p. 386. 
Aus faulem Buchenholze gezogen. 
pulchra Mg. s. Lasioptera rubi Heeg. 

t 355. pulicaris Fbr. (genus?). — Europa. 

Fabricius, Sp. Ins. II. 1781, p. 412; — E. S. IV. 1794, p. 252 
{Tipula); — S. Ant. 1805, p. 48 {Chironomus). 

Diese Art soll nach Fabricius Gallenbewohnerin sein. Es ist jedoch 
sehr fraglich ob dies wirklich der Fall ist und ob sie überhaupt zur 
Familie Cecidomyidae gehört. Die ungenügende Beschreibung der- 
selben wird hierüber keinen weiteren Aufschluss geben. 

t 356. pusilla Mg. (Diomyza). — Europa. 

Meigeu, S. B. L 1818, p. 91 {Lasioptera). 
Lebensweise unbekannt. 

Anmerkung. Die von Heeger (Sitzb. Acad. Wien 1851, p. 342, pl. VII) unter dem 
Namen Lasioptera pusilla Wied., Mg. publicirte Gallmücke ist keine Lasioptera, 
sondern die Cecid. sonehi F. Lw. 

pustullaris Br. Imago unbekannt, v. Nr. 492. 
t 357. pygmaea Mcq. (genus?). — Frankreich. 

Macquart, D. N. F. 1826, p. 173; — S. ä B. I. 1884, p. 162. — 
Meigeu, S. B. VII, 1838, p. 23 {Cecid.). 
Lebensweise unbekannt. 
358. pygmaea Wtz. {Heteropeza) cT 9- — Deutschland. 

Wiuuertz, Stett. E. Z. 1846, p. 14, pl. I, fg. 1—9; — V. z. b. G. 
187u, p. 4. — Schiner, F. A. IL 1864, p. 410. 

Larven unter der Rinde abgestorbener Bäume, wo sie sich auch 
verpuppen. 
Z. B. Ges. B. XXVI. Abh. 9 



66 Julius Edl. V. Bergeustamm und Paul Low. 

359. pyri Bche. {Cecidovitjia) <^ Q. — Europa. 

Bouch6, Stett. E. Z. 1847, p. 144. — H. Loew, D. B. IV. 1850, 
p. 36. — Winnertz, L. E. 1853, p. 242. - Walker, I. B. III. 1856, 
p. 89. — Gehin, Bull. Soc. Hist. Nat. Moselle III. 1860, p. 320. — 
Schiner, F. A. II. 1864, p. 377. — Taschenberg, Ent. f. G. 
1871, p. 360. 

Die Larven leben gesellig in den nach oben eingerollten Blatträndern 
von Pyrus communis L. — Verwandlung in der Erde. 
Macquart, A. A. 1851, p. 308. — H. Loew, L. E. 1851, p. 376. — 
Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 201. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 75. 
t 360. pyrieola Nördl. (genus?). — Europa. 

Nördlinger, kl. F. d. L. 1855 und 1869, p. 622. — Gehin, Bull. Soc. 
• Hist. Nat. Moselle III. 1860, p, 320 {Cecid.). 
Die Larven leben in verkümmei-ten Birnen. 
Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 201. 

Anmerkung. Vielleicht identisch mit Cec. nigra Mg. (Siehe Schmidherger in den 
Nachträgen). 

quercus H. Lw. Imago unbekannt, v. Nr, 492. 
quercus-majalis 0. S. Iraago unbekannt, v. Nr. 496. 
racemicola 0. S. Imago unbekannt, v, Nr. 520. 

t 361. ranuneuli Br. (Cecidomyia) cf $. — Schweiz. 

Bremi Monogr. 1847, p. 29 und 54, pl. II, fg. 34. 

Larven in nach oben tütenförmig zusammengerollten Blättern von 

Eanunculus bulbosus L. und Trifolium pratense L. 

Macquart, P. H. IL 1855, p. 37. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 77. 
reaperiens B. Imago unbekannt, v. Nr. 492. 
jReaumuri Br, Imago unbekannt, v. Nr. 529. 

t 362. repleta Wlk. (Diplosis). cf. — England. 
AValker, I. B. m. 185G, p. 102. 
Lebensweise unbekannt. 

363. resinicola 0. S. {Diplosis) cT 9- ~~ N. Amerika. 

0-Sacken, Trans. Am. Ent. Soc. III, 1870-1871, p. 345. 

Die Larven leben gesellig in den Harzklumpen von Pinus inops Ait. 

Anmerkung. Nach Sanborn (Proc. Bost. Soc, nat. hist. XII. 18G8— 1869, p. 93) 
kommen ähnliche Harzgallen auch an Pinus rigida MiU. vor. 

resupinans B, Imago unbekannt, v. Nr, 493. 
rhododendri Vall, Imago unbekannt, v. Nr. 534, 

364. rhodophila Hrdy. (DirrhyzuJ 9. — England. 

Hardy, Ann. Mag. N. H. VI. 1850, p. 186; - Scot. Gard. III. 1854, 

p. 170 (Cecid.). 

Lebensweise unbekannt. Hardy fing sie auf Rosenblättern. 



Synopsis Cecidomyidarum. 67 

365. ribesii Mg. (ÄsphondyliaJ cT 9- — Kuropa. 

Meiaren, S. B. I. 1818, p. 98 {Cecid ). — Macqnart, S. ä B. I. 1834, 
p. 162. — H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 37. — Schiuer, F. A. II. 
1864, p. 396. 

Larven in kraus gerunzelten Blättern von Bibes rubrum L. 
Macquart, A. A. 1851, p 237. — Brischke, Schrift, n. Ges. Danzig 1869. 
rigidae 0. S. s. Cecidomyia siliqua Wlsh. 

366. riparia Wtz. (Cecidomyia) cT 9- — Deutschland, 

Winuertz, L. E. 1853, p. 218. pl. II, fg. 2. pl. III, fg. 2. - Walker, 

I. B. m. 1856, p. 79. — Schiner, F. A. II. 1864, p. 380. 

Die Larven leben in den Blüthen von Carex riparia Curt., worin sie 

sich auch verpuppen. 

Macquart, F. H. I. 1854, p. 149. — Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 730. 

367. robiniae Hald. (Diplosis) (^ 9- — N. Amerika. 

Haldemann, Am. Journ. Agric. Sc. VL 1847, p. 193, fg.; — Proc. 

Boston Soc. N. H. VI 1859, p. 401 {Cecid). — Fitch, V. Eep.1859, p. 53. 

Die Larven leben im umgerollten Eaude der Blätter von Robinia 

Pseudacacia L. 

Harris, Treatise 1852, p. 452; — 1862, p. 567. — O.-Sacken, Stett. 

E. Z. 1861, p. 420; — M. D. N. I. 1862, p. 189. 
roboris Hrdy. Imago unbekannt, v. Nr. 492. 
rosae Br. s. ?Cecid. rosarum Hardy. 

368. rosaria H. Lw. (Cecidomyia) cT 9- "~ Europa. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 28 und 35; - L. E. 1851, p. 373. — 
Winnertz, L. E. 1853, p. 213, pl. I, fg. 17, pl. II, fg. 1, pl. III, fg. 1. — 
Hardy, Ann. Mag. N. H. VL 1850, p. 185; — Scot. Gard. III. 1854, 
p. 84 {Cec. cinerearum). - Walker, I. B. III. 1856, p. 77, pl. XXIV, 
fg. 1 c. — Schiuer, F. A. IL 1864. p. 370. 

Die Larven erzeugen an den Triebspitzen verschiedener Weidenarten 
{Salix alba, aurita, Caprea, cinerea, depressa, purpurea etc.) ver- 
schieden gestaltete Blätterschöpfe oder Blattrosetten, in deren Centrum 
sie einzeln leben. — Verwandlung in der Rosette. 
Frisch, Beschr. 1736. XII, p. 7, pl. II, fg. 1. - Swamnierdam, 
Bibl. 1758, p. 296, pl. XLIV, fg. 16-17. — Degeer, Ins. 1782. VL 
p. 156, pl. XXVL fg. 1—6. — Bremi, Monogr. 1847, p. 24, pl. IL 
fg. 23 {Cec. Salicis). — Macqnart, A. A. 1851, p. 392 {Cec. sidicina) . 
— A. A. S. 1854, p. 20. — Inchbald, Eni W. Int. VIII. 1860. p. 60 
{Cec. salicina). — Giraiid, V. z. b. G. 1861, p. 481. — Kaltoubach, 
Pfl, F. 1874, p. 583. - Rudow, Pfl. G. 1875, p 80. 

Anmerkuiig. Dr. Giraud machte (1. c.) zuerst darauf aufmerksam, dass alle die 
vielgestaltigen Blätterrosen (Rosengallen i, welche sich an den Triebtpitzeu ver- 
Bchiedener Weidenarten vorfinden, nur von Cec. rosaria H. Lw. herrülireu. Die 
Form der Eosengallen hängt nicht von der Gallmückenart, sondern von der 

9* 



68 Julins Edl. v. Bergenetamm und Paul Low. 

Weidenspecies ab. Cec. heCerolia H. Lw. erzeugt zwar auch Roeengallen an 
Salix amygdälina L. und verwandten Weiden, diese sind aber klein und die 
Larven dieser Cec. leben gesellig darin, während die von Cec. rosaria H. Lw. 
stets nur einzeln im Centrum der Rosengallen vorkommen. (Siehe auch Änm. 
bei Cec. salicina Schrk.) 

369. rosarum Hrdy. (Cecidomyia) Q. — England. 

Hardy, Ann. Mag. N. H. VI. 1850, p. 186; — Scot. Gard. III.1854, p. 168. 
Hardy sah wie diese Cec. ihre Eier zwischen die jungen, ungeöffneten 
Fiederblättchen der wilden Eosen deponirte. An denselben Rosen- 
sträuchern fand er später die Fiederblätter hülsenförmig deformirt und 
von vielen Gallmückenlarven bewohnt, wesshalb er die letzteren zur 
genannten Cec. gehörig ansieht. 

Diese Deformation der Rosenblattfiedern wurde schon an vielen 
Orten beobachtet, die sie erzeugende Gallmücke jedoch noch nicht 
gezogen. Die Larven gehen zur Verwandlung in die Erde. Siehe 
hierüber : 

Bremi, Monogr. 1847, p. 27, pl. II, fg. 31 {Cec. rosae). — Maequart, 
A. A. 1851, p. 289 {Cec. rosae). - H. Loew, L. E. 1851, p. 375. — 
Müller, Ent. M. M. VII. 1870—1871, p. 88. - F. Low, V. z. b. G. 
1875, p. 29. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 78 {Cec. rosae). 

370. rosea Ztt. (Hormomyia) cf. — N. Europa. 

Zetterstedt, I. L. 1840, p. 822 ; — D. Sc. IX. 1850, p. 3676 {Cecid.). 
Lebensweise unbekannt. 

371. rubeseens Schin. (ÄsphondyliaJ $. — Cap der guten Hoffnung. 

Schiner, Dipt. Nov. Exp. 1868, p. 8. 

Larven in knolligen Zapfenrosen von Tarchonantes camphoratus L. (?). 

372. rubi Heeg. (Lasioptera) cf 9- — Europa. 

H«^eger, Sitzb. Acad. Wien 1851, p. 203, pl. L — Meigen, S. B. L 
1818, p. 89, pl. III, fg. 3 {Las. picta und fusca); — VI. 1830, p. 266 
{Las. argyrosticta) ; p. 267 {Las. pulchra). — Macqnart, S. ä B. I. 
1834, p. 163 {Las. picta). — Dufour, Mem. Soc Lille 1845, p. 215-222, 
fg. 1—5 {Las. picta). — Winnertz, L. E. 1853, p. 306, pl. IV, fg. 11 
und 14. - Walker, I. B. IIL 1856, p. 133, pl. XXIV, fg. 2 b, 2 c, 
pl. XXX, fg. 2, 2 a {Las. picta und rubi). — Goureaii, Ins. nuis. 
Supp. 1863, p. 41 {Las. obfuscata). — Schiuer, F. A. IL 1864, p. 407 
{Las. picta); p. 408. 

Die Larven leben in gallenartigen Anschwellungen der Stengel ver- 
schiedener iZwÖMS-Arteu. — Verwandlung in der Galle. 
R6aiiiimr, Mera. III. 1737, p. 425-427, pl. XXXVI, fg. 1—5. - 
Schrank, F. B. III. 1805, p. 87. - Yallot, Mem. Acad. Dijon 1849, 
p. 104—109 {Las. fusja und picta). — Macqnart, A. Ä. S. 1854, 
p. 11. — Goureau, Ann. Soc. Ent. Fr. 1859. Bull., p. 244. — Dufour, 
Ann. Soc. Ent. Fr. 1861, p. 572 {Las. picta). — Kaltenbach, Pfl. F. 
1874, p. 238. - Rudow, Pfl. G. 1875, p. 78. 



Synopsis Cecidomyidaiuni. 69 

Anmerkung. Da aus den Zweigaaschwellungen von Salix bisher nur Cec. Salicis Schrk. 
geiogen wurde, so scheint die Angabe Walker's, dass auch Las, argyroaticta Mg. 
(= rubi Heeg.) in solchen Anschwellungen wohnt, auf einer Verwechslung zu 
beruhen. Auch in N. Amerika kommen vielkammerige Sfceugelverdickungen an 
Ruhus vor; die sie erzeugende Gallmücke ist aber noch unbekannt. (Siehe 
Waish, Am. Ent. II. 1870, p. 331.) 

373. rudbeckiae-conspicua 0. S. (Asphondylia) Q. — Pennsylvanien. 

0-Sackeu, Traiis. Am. Ent. Soc. III. 1870, p. 51, 

Die Larven leben in Blüthengallen von Budbeckia triloba L. (?). 

374. rumicis H. Lw. (Diplosis) cf 9- ~ Europa. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 29 und 34, fg. 28. — Winnertz, L. E. 
1853, p. 260. — Walker, I. B. III. 1856, p. 100. - Schiuer, F. A. 
II. 1864, p. 385. 

Larven in deformirten Blütheu mehrerer Eumex-ktten. 
Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 519. 

375. saliceti H. Lw. {Cecidomyia) cT Q. — Europa. 

H. Loew D. B. IV. 1850, p. 27 und 37.' - Winnertz, L. E. 1853, 

p. 244, pl. III, fg. 4. — Walker, L B. IIL 1856, p. 90. — Schiner, 

F. A. IL 1864, p. 378. 

Die Larven leben gesellig mit denen von Cec. terminalis H. Lw. in 

deformirten Triebspitzen von Salix fragilis L. — Verwandlung in 

der Erde. 

Macqiiart, A. A. S. 1854, p. 22. — Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 584. 
salicifoliae 0. S. Imago unbekannt, v. Nr. 583. 
salicina Bchd. s. Cecidomyia Salicis Schrk. 

376. salicina Schrk. (Cecidomyia) cf 9- — Europa. 

Schrank, E. I. A. 1781, p. 435 {Tipula). — Meigen, Class. 1804, 
p. 41; — S. B. I. 1818, p. 100 {Cecid.). - Macquart, D. N. Fr. 
1826, p. 171, pl. IV, fg. 2; — S. ä B. L 1834, p. 159. — Bonch^, 
Gart. Ins. 1833, p. 124. — H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 35. - Zetter- 
stedt, D. Sc. IX. 1850, p. 3697; -XII. 1855, p. 4883. — Wimiertz, 
L. E. 1853, p. 221, pl. I, fg. 3. — Walker, I. B. IIL 1856, p. 80. — 
Schiner, F. A. IL 1864, p. 372. 

Die Larven leben einzeln in gallenartig aufgetriebenen Blattpolstern 
an den Zweigenden oder auch weiter unten an den Zweigen verschie- 
dener /Safe-Arten. — Verwandlung in der Galle. 
Frisch, Beschr. IV. 1736, p. 38. pl. XXI, fg. 1-4. — Bremi, Monogr. 
1847, p. 24 {Cec. Frischü). — Macquart, A. A. 1851, p. 392 {Cec. 
Frischii); — A. A. S. 1854, p. 20. - Giraud, V. z. b. G. 1861, p. 477, 
pl. XVIL fg. 3. — Müller, Ent. M. M. VI. 1869, p. 1(9. - Kalten- 
bach, Pfl. F. 1874, p. 101 und 583. — F. Low, V. z. b. G. 1875, 
p. 28. - Rudow, Pfl. G. 1875, p. 77, 78, 80. 

Anmerkung. Bei dieser Art findet man zuweilen Degeer (Abh. VI, p. 155, pl. 26) 
citirt; dieses Citat gehört jedoch nicht hieher, sondern zu Cec. roaaria H. Lw. 
Die Angabe Kirchner's (Lotos 1855, p. 237), dass Oee. salicina Bohrk. auch auf 



70 JnliuB Edl. V. Bergenstamm und Paul Low. 

Rhamnus Alatemus L. vorkommt, bedarf noch weiterer Bestätigung. Die von 
Inchbald (Ent. W. Int. VIII, p. 60) beschriebenen Kusengallen der Weiden sind 
das Produot von Cec. rosaria H. Lw. und nicht von Cec. salicina, wie er irrthüm- 
lich angibt. Ebenso sind die von Letzner (33. Jahresb. schles. Ges. f. vaterl. 
Cult 1855, p.l26)besprochenen Stengelgallen von Salix nicht von Cec. «afi'cinaSchrk. 
herrührend, sondern die der Cec. Salicis Schrk. In Rudow's Pfl. 6. findet sich 
derselbe Irrthum. 

377. saliciperda Daf. {Cecidomyia) cf 9- — Europa. 

Dsifoiir, Ann. Sc. Nat. 1841, p. 262 {Lasioptera). - Westwood, 
Gard. Chron. 1847, p. 588, fg. {Rhahdophaga viminalis). — H Loew, 
D. B. IV. 1850, p. 35 (Cec. albipennis). — Siebold, Verh. schles. 
Porstv. 1852, p. 148-154, pl. I. — Winnertz, L. E. 1853, p. 216 
[Cec. albipennis). — Walker, I. B. IIl. 1856, p. 78 {Cec. albipemiis). 
— Giraud, V. z. b. G. 1861, p. 479. - Schiner, F. A. IL 1864. p. 871. 
Taschenberg, Forst. I. K. 1874, p. 420. 

Die Larven leben einzeln oder auch zahlreich nnter der Einde sowohl 
junger als mehrjähriger Zweige von Salix- und Po^^MZ^s-Arten, welche 
meist etwas anschwellen und bei MassenaufLritt der Lai-ven durch Zer- 
störung der Einde absterben. — Verwandlung daselbst. 
Gaeriu, Ann. Soc. Ent. Fr. 1845. Bull, p. XLL — H. Loew, L. E. 
1851, p. 373 {Cec. terebrans). — Macquart, A. A. S. 1854, p. 20. — 
Ratzeburg, Waldverd. IL 1868, p. 320, pl. 48, pl. II, fg. 5. - Hey- 
laerts, Tijdsch. v. Eat. 1871, p. 39. — Kaltenbach, Pfl. F. 1874, 
p. 584. — F. Low, V. z. b. G. 1874, p. 324. - Rudow, Pfl. G. 1875, 
p. 78 und 88. 

Anmerkung. In N. Amerika kommt eine Gallmftcke vor, welche eine ganz ähnliche 
Lebensweise führt, v. Nr, 140. 

Salicis Ftch. s. Cecidomyia siliqua Wlsh. 
Salicis Br. s. Cecidomyia rosaria H. Lw. 
Salicis Bebe. s. Asynapta Boucheana H. Lw. 

378. Salicis Schrk. (Cecidomyia) c? $. — Europa. 

Schrank, F. B. IIL 1803, p. 69 {Tipula). — H. Loew, D. B. IV. 1850, 
p. 30 und 37, fg. 17—19. - Hardy, Ann. Mag. N. H. VI. 1850, p. 185 
{Cec. gallarum-salicis). — Winnertz, L. E. 1853, p. 215. — Walker, 
I. B. lil. 1856, p. 77. — Inchbald, Ent. W. Int. 1861, p. 61. — 
Schiner, F. A. IL 1864, p. 370. 

Die Larven leben in verschie<len geformten gallenartigen, vielkamme- 
rigen Auschwellungeu der Zweige von Salix aurita, Caprea, cinerea 
und purpurea L. — Verwandlung in der Galle. 

Degeer, Ins. VI. 1782, p. 156, pl. XXVI, fg. 7. - Bouch^, N. L 
I. 1834, p. 27 {Cec. salicina). — Brenii, Monogr. 1847, p. 17 {Cec. 
Degeeri). — Macquart, A. A. 1851, p. 395; — A. A. S. 1854, p. 21 
und 22 {Cec. argyrosticta). — Letzner, 33. Jahresb. schles. Ges. f. 
vaterl. Cult. 1855, p. 126 {Cec. salicina). — Giraud, V. z. b. G. 1861, 



Synopsis Cecidomyidarum. 71 

p. 482. - Müller, Ent. M. M. VI. 1869, p. 110. — Kaltenbach, 
Pfl. F. 1874, p. 583. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 80 und 88. 

Anmerkung. Siehe die Anm. bei Ctc. salicina Schrk. und Las. rubi Heeg. , ferner 
bei der amerik. Species Cee. salicis-batatas Wlsh. 

salicis-aenigma Wlsh. Imago unbekannt, v. Nr. 476. 

379. salicis-hatatas Wlsh. (Cecidomyia) cT 9- — N. Amerika. 

Walsb, Proc.Ent. Soc. Phil. III. 1864, p. 601—606; - VI. 1866-1867, 
p. 225. 

Larven in vielkammerigen, verschieden geformten Zweiganschwellungen 
von Salix cordata Müblb., discolor Mühlb. und humilis Willd. — 
Verwandlung in der Galle. 

Anmerkung. Diese Galle scheint mit der von C'ec. Salicis Schrk. an europ. Weiden 
erzeugten im Baue übereinzustimmen. 

380. salicis-brassicoides Wlsh. (Cecidomyia) cf Q. — N. Amerika. 

Walsh, Proc. Ent. Soc. Phil. III. 1864, p. 577—580. 
Die Larven leben einzeln im Centrum von einkammerigen, kraus de- 
formirten Blattknospen, welche meist in Vielzahl zusammengedrängt 
an den Zweigen von Salix longifolia Mhlbg. sitzen. — Verwandlung 
in der Galle. 

Walsh und Rlley, Am. Ent. I. 1869, p. 105, fg. 84. — Packard, 
Guide. 1870, p. 877, fg. 282. 
881. salicis-cornu Wlsh. (Cecidomyia) cf 9- — N. Amerika. 

Walsh, Proc. Ent. Soc. Phil. 1864. III, p. 590; - VI. 1866 -1867, p. 224. 
Larven einzeln in hörnchenförmig deformirten, lateralen Blattknospen 
an den Zweigen von Salix humilis Willd., welche da, wo die Gallen 
sitzen, ein wenig verdickt sind. — Verwandlung in der Galle. 

Anmerkung. Siehe das bei Nr. 481 in der Anm. Gesagte. 

salicis-coryloides Wl»h. Imago unbekannt, v. Nr. 477. 
Salicis- folii Hrdy. s. Hormomyia capreae Wtz. 
382. salicis-gnaphaloides Wlsh. Cecidomyia 9- — N. Amerika. 

Walsh, Proc. Ent. Soc. Phil. III. 1864, p. 583; — VI. 1866—1867, p. 223. 
Die Larven erzeugen an den Zweig.-pitzen von Salix Candida Flug., 
discolor Mhlbg. und humilis Willd. lockere Blätterschöpfe, deren Blätter 
an der Spitze zurückgekrüramt sind und worin sie einzeln im Centrum 
leben. — Verwandlung daselbst. 

Anmerkung. Die fünferlei Blätterschöpfe und Blattrosetten, welche Walsh (1. c.) 
anführt und deren Erzeuger er mit den Namen Cecid. salicis-curyloi les, C. «.- 
gnaphaloides, C. s.-rhodoides, C. s.-strobiloides, C. s.-strobiliscus belegt, scheiuen 
blos von einer Cecidomyien-Species herzurühren und dürfte ihre Verschieden- 
heit in Form und Aussehen nicht in einem speciellen Uulerschied ihrer Erzeuger, 
sondern vielmehr in der Uugleicbartigkeit der Weiden auf denen sie vorkommen, 
zu suchen seiu, wofür auch die kaum nennenswerthen, von Walsh angegebenen 
Unterscbiede der betreffenden Gallmücken und auch der Umstand, dass in jeder 
der genannten fünf Rosengallen nur je eine Larve wohnt, sprechen. Dieser Art 
zunächst verwandt ist die europäische Cec. roaaria H. Lw., welche an verschie- 
deneu Weidenarten, verschiedonget>taltete Kosengalien erzengt. 



72 Jnliiis Edl. V. Bergenst am ni und Panl Low. 

salicis-hordoides Wlsh. Iniago unbekannt, v. Nr. 482. 
salicis-nodulus Wlsh. Imago unbekannt, v. Nr. 478. 

383. salicis-rhodoidis Wlsh. (Ceeidomyia) cT 9- — N. Amerika. 

Walsh, Proc. Ent. Soc. Phil. III. 1864, p. 586; - VI. 1866— 1867, p. 224. 
Die Larven leben einzeln im Centrum von länglichen Blätterschöpfen 
an den Zweigspitzen von Salix humilis Willd. — Verwandlung daselbst. 

Anmerkung. Siehe das hei Cec. s.-gnaphaloides Wlsh. in der Anm. Gesagte. 

salicis-semen Wlsh. Imago unbekannt, v. Nr. 479. 

384. salicis-strobiloides Wlsh. (Ceeidomyia) cT 9- — N. Amerika. 

Walsh, Proc. Ent. Soc. Phil. III. 1864, p. 580. 

Die Larven leben einzeln im Centrum von Pinuszapfen ähnlichen Gallen, 

welche aus rundlichen, schuppenförmigen Blättern bestehen und an den 

Zweigspitzen von Salix cordata Mhlbg. sitzen. — Verwandlung in 

der Galle. 

O.-Sackeu, Stett. E. Z. 1861, p. 419; - M. D. N. L 1862, p. 203. 

Walsh und Riley, Am. Ent. I. 18ö9, p. 105, fg. 82. — Packard, 

Guide 1870, p. 377, fg. 280-281. 

Anmerkung. Diese Galle ist mit der, welche Cec. rosaria H. Lw. in Europa auf 
Salix purpurea L. erzeugt, völlig gleichgebildet. Siehe auch die Anm. bei Cec. 
s.-gnaphaloides Wlsh. 

385. salicis-strobiliscus Wlsh. (Ceeidomyia) cf 9- ~ N. Amerika. 

Walsh, Proc. Ent. Soc. Phil. III. 1864, p. 582; — VI. 1866—1867, p. 223. 
Die Larven erzeugen an den Zweigspitzen von Salix diseolor Mhlbg. 
und rostrata Rieh. Eosengalien, welche aus länglichen, schuppenartigen 
Blättern bestehen und nur von einer Larve im Centrum bewohnt 
werden. — Verwandlung daselbst. 

Anmerkung. Siehe das bei Cec. s.-gnaphaloides Wlsh. in der Anm. Gesagte. 

salicis-tritieoides Wlsh. Imago unbekannt, v. Nr. 481. 
. salicis-verruca Wlsh. Imago unbekannt, v. Nr. 480. 
saligna Hrdy. s. Ceeidomyia Jieteroiia H. Lw. 

386. salviae Schin. (Lasioptera) 9- — Cap der guten Hoffnung. 

Schiner, Dipt. Nov. Exp. 1868, p. 7. pl. I. fg. 5. 

Larven in deformirten Bliitheutriebspitzen einer Salvia-Ait. 
sambuei Kltb. Imago unbekannt, v. Nr. 528. 
sambuci-umbellieola 0. S. Imago unbekannt, v. Nr. 527. 
sanguinea Br. s. Ceeidomyia hieracii F. Lw. 
sanguinolenta 0. S. Imago unbekannt, v. Nr. 502. 

387. sarothamni H. Lw. {Äsphondylia) (f Q ■ — Europa. 

H. Loew D. B. IV. 1850, p. 27 und 38, fg. 23; — L. E. 1S51, p. 375. 
Wiuuertz, L. E. 1853, p. 282, pl. I, fg. 6, 15, 20. — Walker, L B. III, 
1856, p. 117. — Schiuer, F. A. II. 1864, p. 396. 
Die Larven leben in knospeufürmigen Gallen an den Zweigen von Saro- 
thamnus scoparius Wim. und Cytisus spinescens Sieb. Verwandlung 
in der Galle. 



Synopsis Cecidomyiilaruin. 73 

Franenfeld, V. z. b. G. 1855, p. 18. — Scliiner, V. z. b. G. 1856, 
}). 221, Anin. 6. — Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 107. - Rudow, 
Pfl. G. 1875, p. 82. 

scabiosae Kltb. Imago unbekannt, v. Nr. 511. 

Schineri Ffld. s. Diplosis buxi Lab. 

scrophulariae Scbin. s. Asphondylia verhasci Vall. 

sctttellata Mg. s. f Cecidomyia inelusa Ffld. 
388. secalina H. Lw. {Cecidomyia) Q. — Europa. 

H. Loew, Zeitscbr. Ent. schles. Ver. f. Ins. 1858, XII; — N. Korn- 
made 1859. — ?Motschulsky, 1852 {Cee. funesta). — Wagner, 
Unters. 1861. 

Die Larven leben gesellig zwischen den Blättern am Halme junger 
Roggenpflanzen. — Verwandlung daselbst. 

Starke, Wochsch. Beförd. Gartenbau. Berlin 1860, p. 81; — Abb. n. 
Ges. Görlitz 1860, p. 391. — Hagen, Stett. E. Z. 1860, p. 33. — 
Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 738, 741. 

Anmerkung. In der 39. Versammlung der deutschen Naturforscher bemerkte Dr. Dohrn, 
dass nach H. Loew Cec. secalina und destructor identisch sind. 

t» 389. semiopaca Wlk. (Diplosis) (f. — England. 
Walker, L B. III. 1856, p. 101. 
Lebensweise unbekannt. 

390. septem-maculata Wlsh. (Diplosis) cf $. — N. Amerika. 

Walsh, Proc. Ent. Soc. Phil. IIL 1864, p. 630; - VI 1866-1867, 
p? 228. 

Die Larven leben in Pilzen an den Zweigen von Prunus spinosa L. 
und als Inquilinen in den Gallen der Cec. salicis-brassicoides Wlsh. 
und in Cocciden-Gallen auf Vitis. 

391. sericata H. Lw. (Epidosis) Q. — Deutschland. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 38. 
Lebensweise unbekannt, 
j- 392. aericeus Fbr. (genus?). — Schweden. 

Fabricins, Sp. Ins. IL 1781, p. 412; — E. S. IV. 1794, ^ . 252 (Tipula) ; 
— S. Ant. 1805, p. 48 {Chironomus). 

Soll nach Fabricius Gallenbewohner sein. Es ist dies jedoch sehr 
fraglich. Die ungenügende Beschreibung dieser Species lässt nicht 
mit Sicherheit erkennen, ob sie überhaupt eine Cecidomyide ist. 

393. f^erotina Wtz. (Cecidomyia) c? Q. — Deutschland. 

Wiunertz, L. E. 1853, p. 316. — Walker, I. B. IIL 1856, p. 84. — 

Schiner, F. A. IL 1864, p. 381. 

Die Larven leben gesellig in deformirten Triebspitzen von Hypericmn 

humifustcm L. — Verwandlung in der Erde. 

Macqnart, P. H. IL 1855, p. 92. — Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 66. 

394. serrulatae 0. S. (Cecidomyia) cT 9- — N. Amerika. 

O.-Sacken, Stett. E. Z. 1861, p. 416; — M. D. N. L 1862, p. 198. 

z.B. Ges. B. XXVI. Ahh. 10 



74 Julius Edl. V. BergenstriTniii niul Paul Low. 

Die Larven leben gesellig in deformirten Terminalknospen von Älnus 
seiTulata Willd. — Verwandlung in der Erde. 

305. signata Wtz. (Biplosis) cT 9- — Europa. 

Wiimertz, L. E. 1853, p. 246. — Walker, I. B. III. 1856, p. 91. — 

~ Schiuer, F. A. II. 1864, p. 383. 

Die Larven in abgestorbenen, jungen Trieben von Pinus sylvestris L. 

gleichzeitig mit Käferlarven. 

Macquart, A. A. S. 1854, p. 35. 

396. siliqita Wlsh. {Cecidomyia) cT 9- — N. Amerika. 

WalsU, Proc. Eni Soc. PMl. III. 1864, p. 591; - VI. 1866—1867, p. 224. 
Die Larven leben einzeln in einkammerigen, ovalen, zugespitzten, 
holzigen Knospengallen an der Spitze der Zvreige von Salix Immi- 
lis Willd., viminalis L., cUscolor Mhlbg., rostrata Rieh., cordata Mhlbg. 
petiolaris Sm., luciäa Mhlbg. und rigida Mhlbg. — Verwandlung in 
der Galle. Zuweilen ist die Galle von mehreren Trieben umgeben. 
Fitch, Am. Quart. Journ. Agric. Sc. I, p. 263, pl. II, fg. 1 -3 und 7 
{Cec. Salicis). — Harris, Proc. Bost. Soc. N. H. 1860. VII, p. 179—183 ; 

— Treatis, 1862, p. 567. — O.-Sacken, Stett.-E. Z. 1861, p. 420; — 
M. D. N. I. 1862, p. 189 {Cec. rigidae). — Riley, Am. Ent. II. 
1869—1870, p. 214, fg. 133. 

397. Simplex H. Lw. (Biplosis) 9- — Deutschland. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 34. 
Lebensweise unbekannt. 

398. sisyintrii Schrk. {Cecidomyia) c? 9- — Europa. 

Schrank, F. B. IIL 1803, p. 83 {Tipula). — H. LoeM^, D. B. IV. 1850, 
p. 29 und 36, fg. 8—9. — Winnertz, L. E. 1853, p. 230, pl. II, fg. 4. 

- Walker, L B. IIL 1856, p. 80. — Sclüiier, F. A. IL 1864, p. 374. 
Die Larven erzeugen an den Stengeln und Blüthenstielen von Barharea 
vulgaris E. Br., Nasturtium sylvestre R. Br. und p)alustre DC. und 
Sisymbrium Sophia L. weisse, schwammige Gallen, worin sie sich auch 
verpuppen. 

Vallot, Ann. sc. nat. V. 1836, p. 319. — Soubeirau, Ann. Soc. Linn. 
Maine et Loire 1853, p. 179. — Macqnart, P. H. II. 1855, p. 60 und 
61. — De Joaiinis, Angers, Ann. Soc. Linn. 1858, p. 178. — Kalten- 
bach, Pfl. F. 1874, p. 24 und 25. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 68, 74, 82. 

t 399. sohria Wlk. {Biplosis) cf- - England. 

Walker, L B. IIL 1856, p. 342 (für Cec. moesta Wlk. p. 108 [bis]). 
Lebensweise unbekannt. 

400 socialis Wtz. {Biplosis) 9 — Europa. 

Winuertz, L. E. 1853, p. 251. — Walker, I. B. III. 1856, p. 93. — 
Scüiner, F. A. IL 1864, p. 384. 



Synopsis Cecidoinyidiirum. 75 

Die Larven leben gesellig als Inquilineu in den holzigen Stengclgallen, 

welche die Las. ruhi Heeg. au verschiedenen llxihiis-kxi&n erzeugt,' — 

Verwandlung in der Galle. 

Macquart, A. A. S. 1854, p. 11. 
t 101. sociata Wlk. {Cecidomyia) 9- — England. 

Walker, I. B. III. 1856, p. 87. 

Lebensweise unbekannt, 
t .402. solennis Wlk. (Diplosis) cf. — England. 

Walker, I. B. m. 1856, p. 105. 

Lebensweise unbekannt. 

403. soliclaginis H. Lw. {Ceciäoviyia) cT 9- — N. Amerika. 

H. Loew, O.-Sacken, M. D. N. L 1862, p. 194, pl. I, fg. 4—10. 
Die Larven erzeugen kleine, längliche Galleu an den Spitzen von 
Abortivzweigeu , welche am Ende des Stengels von Solidacjo sp.'? 
schopfig gehäuft sind. Jede Galle ist nur von einer Larve bewohnt. 
O.-Sacken, Stett. E. Z. 1861, p. 418. 

404. solidaginis 0. S. (Lasioptera) cT 9- — N. Amerika. 

O.-Sacken, Proc. Ent. Soc. Phil. I. 1863, p. 368-370. 
Osten-Sacken vermuthet, dass die Larven dieser Art Inquilinen in 
den Gallen von Trypeta solidaginis Ftch. sind. 

405. sonclii F. Lw. (Cecidomyia) cT 9- — Europa. 

F. Low, V. z. b. G. 1875, p. 18. — Heeger, Sitzb. Acad. Wien 1851, 
p. 342, pl. VII {Las. pusilla Wied. Meig.). 

Die Larven leben einzeln in blos oberseits erhabenen, meist dunkel- 
purpurnen Blasengallen in den Blättern von Sonchus oleraceus und 
arvensis L. — Verwandlung in der Galle. 

Vallot, Mem. Acad. Dijon 1826—1827, p. 94; — Compt. rend. Acad. 
Paris 1837, p. 510. — Brenii, Monogr. 1847, p. 19. — Kaltenbach, 
Pfl. F. 1874, p. 396. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 82. 

sopliiae H. Lw. Imago unbekannt, v. Nr. 546. 
i" 406. sordida Ztt. (genus?) cf. — N. Europa. 

Zetterstedt, D. Sc. IX. 1850, p. 3695 (Cecid.). 
Lebensweise unbekannt. 

sphaeriae-typhinae Vall. Imago unbekannt, v. Nr. 605. 

407. spongivora Wlk. (Cecidomyia) cf 9- — Hudsonsbay. 

Walker, List I. 1848, p. 30. 
Lebensweise unbekannt. 

408. squamigera Wtz. (Spaniocera) cf 9- — Deutschland. 

Wlnuertz, L. E. 1853, p. 306, pl. iV, fg. 7—10. — Scüiuer, F. A. U. 
1864, p. 406. 
Lebensweise unbekannt. 

409. stachydis Br. (Cecidomyia) Q. — Europa. 

Bremi, Monogr. 1847, p. 26 und 55, pl. II, fg. 27. — F. Low, V. z. 
b. G. 1874, p. 152, pl. II, fg. 8. 

10* 



7(i Julius Edl. V. Bergenstamm und Paul Low. 

Die Larven leben gesellig in eingerollten Blättern, deformirten Seiten- 
trieben und selbst Blüthen von Stacliys sylvatica L. und Nepeta 
Cataria L. — Verwandlung daselbst. 

Macqnart, P. H. III. 1856, p. 75. — Frauenfeld, V. z. b. G. 1866, 
p. 556. — Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 481 und 494. — Rudow, 
Pfl. G. 1875, p. 83. 
110. strohi Wtz. (Geeiäomyia) cf Q. ~ Deutschland. 

Wiuuertz, L. E. 1853, p. 234. — Walker, I. B. III. 1856, p. 84. ^ 
Schiner, F. Ä. H. 1864, p. 381. 

Larven im Innern abgefallener Zapfen von Pinus ahies L. — Verwand- 
lung daselbst. 

strobilina Br. s. Geeiäomyia heterobia und iteophila H. Lw. 

strumosa Br. s. Geeiäomyia galeohäolontis Wtz. 

t '111. stygia Mg. (Diomyza). — Europa. 

Meigen, S. B. I. 1818, p. 91 {Lasioptera). — Walker, I. B. III. 1856, 
p. 133, pl. XXIV, fg. 2 -2 a. 
Lebensweise unbekannt. 
subpatula Br. s. Geeiäomyia euphorbiae H. Lw. 

412, subterranea Ffld. (Biplosis) cf Q. — Oesterreich. 

Frauenfeld, V. z. b. G. 1861, p. 172, pl. HD, fg. 13. - Schiner, 
F. A. II. 1864, p. 384. 

Die Larven leben in weissfilzig behaarten, zu kleinen Knollen defor- 
mirten Seitentrieben am Wurzelhalse von Inula ensifoUa L. — Ver- 
wandlung in der Galle. 
Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 335. 
subulifex Mayr. Imago unbekannt, v. Nr. 495. 

413. sylvatica Wtz. (Biplosis) $. — Deutschland. 

Winnertz, L. E. 1853, p. 249. — Walker, L B. HI. 1856, p. 92. — 
Schiner, F. A. H. 1864, p. 391. 
Lebensweise unbekannt. 
t 414. sylvestris Fbr. (genus?). — Deutschland. 

Fabricius, E. S. IV. 1794, p. 252 (Tipula); - S. Ant. 1805, p. 47 
{GJiironomus). 

Soll nach Fabricius Gallenbewohnerin sein. Es ist dies jedoch sehr 
fraglich. Sie scheint eine Gallmücke zu sein; die ungenügende Be- 
schreibung derselben wird die Species aber nie wieder erkennen lassen. 
symetrica 0. S. Imago unbekannt, v. Nr. 494. 

415. syngenesiae H. Lw. (Geeiäomyia) cf 2. — Deutschland. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 39. — Schiuer, F. A. n. 1864, p. 380. 
Die Larven leben in den Blüthenköpfchen von Ghrysanthemum inoäo- 
rum L. und Anthemis arvensis L. 

Macquart, P. H. III. 1856, p. 149 und 152. - Kaltenbach, Pfl. F. 
1874, p. 343. 



SynoptüiH Cecidomyidanim. 77 

416. tamaricis Koll. (Biplosis) cT 9- — Egjyptea. 

Kollar, Wien, ent. Monatsch. 1858, p. 169. 

Die Larven leben einzeln in Anschwellungen der Seitenzweige von 

Tamarix. 

Amblard, Ann. Soc. Eni Fr. 1856, \^. 169, pl. IV, fg. 12—14. 
t 417. tarseolata Zett. (genus?) cT $. — Norwegen. 

Zetterstedt, D. Sc. IX. 1850, p. 3688 {Cecicl). 

Lebensweise unbekannt. 
418. faxt Incli. (Cecidomyia) cf 9- ~ Europa. 

Iiichbahl, Ent. W. Int. 1861, p. 76 (hat cT und Q verwechselt). 

Die Larve lebt in Blätters chöpfen an den Zweigspitzen von Taxus 

baccata L. — Verwandlung daselbst. 

Vallot, Mem. Acad. Dijon 1828-1829, p. 110. — Bremi, Monogr. 

1847, p. 25. — Macquart, A. A. 1851, p. 489. — Frauenfeld, S. z. 

b. G. 1869, p. 60. — Müller, Ent. M. M. 1869, p. 61. 
t 419. tecta Wlk. (Cecidomyia) Q. — England. 

AValker, I. B. III. 1856, p. 88. 

Lebensweise unbekannt, 
t 420. tendens Wlk. (Biplosis) cT — England. 

Walker, L B. III. 1856, p. 113. 

Lebensweise unbekannt, 
t 421. tenella Wlk. (Asynapta) cf 9- — England. 

Walker, L B. III. 1856, p. 129. 

Lebensweise unbekannt. 

t 422. tenuicornis Wlk. {Biplosis) cT- — England. 
Walker, L B. III. 1856, p. 109. 
Lebensweise unbekannt. 

428. tenuis H. Lw. (Biplosis) 9- ~ Europa. 
H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 33. 
Lebensweise unbekannt. 
terebrans H. Lw. s. Cecidomyia saliciperda Duf. 

424. tergata Ftcli. (Cecidomyia?). — N. Amerika. 

Fitcli, Am. Quart. Journ. Agric Sc. 1845. 
Lebensweise? 

Anmerkung. Fitcli's Publicationen über diese Art konnten wir nickt oiut>eliüu. 

425. terminalis H. Lw. (Monodicrana). — Fossil. 

H. Loew, Bernst.-Fauna 1850, p. 32. 

426. terminalis H. Lw. (Cecidomyia) cT 9- — Europa. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 27 und 35; — L. E. 1851, p. 375. — 
Wiimertz, L. E. 1853, p. 223. — Walker, L B. HL 1856, p. 81. 
Die Larven leben zu 20 und mehr in zusammengerollten, vertrocknen- 
den Blättern der Triebspitzen von Salix fragilis L. — Verwandlung 
theils daselbst, theüs in der Erde. 



78 Julius Edl. V. Bergenstamm und Paul Low. 

Reanmur, M4m. II, 1736, p. 243 und 251, pl. XVIII, fg. 9—12. - 
Swammordam, Bibel N. 1752, p. 296, pl. XLIV, fg. 14, 15. - 
Vallot, Mem. Acad. Dijon 1849, p. 89 {Cec. Salicis). — Macquarl, 
A. A. S. 1854, p. 22. — Müller, Eut. M. M. 1870—1871, p. 89. — 
Kaltenbacli, Pfl. F. 1874, p. 584. — F. Low, V. z. b. G. 1875, p. 28. 
pl. II, fg. 2. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 81. 

Anmerkung. Die Swammei'dam'sche Alibildung wurde bisher bei Cec. salicino. citiit, 
sie gebort jedoch zu dieser Art. 

terminalis Wlk. s. Diplosis finalis Wlk. 
t 427. testacea Zett. (genus?) Q. — N. Europa. 

Zetterstedt, D. Sc. IX. 1850, p. 3679; - XI. 1852, p. 4352 (Cecid.). 
Lebensweise unbekannt, 
t 428. testacea Wlk. (Geciäomyia) cT. — England. 
Walker, I. B. III. 1856, p. 91. 
Lebensweise unbekannt. 
thalictri H. Lw. , Imago unbekannt, v. Nr. 551. 

429. thoracica Ftch. (Geciäomyia'i). — N. ÄTuerika. 

Fitcli, Am. Quart. Journ. Agric. Sc. 1845. 
Lebensweise? 

Anmerkung. Fit ob's Mittheilungen über diese Art, konnten wir nicht zur Einsicht 
erlangen. 

tJiymi Mcq. Imago unbekannt, v. Nr. 588. 

thysselini H. Lw. s. Äsphondylia pimpinella F. Lw. 

430. tihialis Wtz. (Biplosis) cf. — Europa. 

Winnertz, L. E. 1853, p. 253. — Walker, I. B. IIL 1856, p. 94. - 

Schiner, F. A. II. 1864, p. 383. 

Winnertz zog die Fliege aus einer vertrockneten Gipfelknospe von 

Salix alba L., in welcher zugleich die Larven von Cec. salicina Sclirk. 

wohnten. 

Macquart, A. A. S. 1854, p. 20. — Kaiteubach, Pfl. F. 1874, p. 584. 
tiliacea, Br. Iraago unbekannt, v. Nr. 559. 
tiliae Schrk. Imago unbekannt, v. Nr. 558. 
tiliae-citrina 0. S. Imago unbekannt, v. Nr. 557. 
tiliaria Kaltb. Imago unbekannt, v. Nr. 561. 
tormentillae H. Lw. Imago unbekannt, v. Nr. 584. 
tornatella Br. Iraago unbekannt, v. Nr. 491 und Hormomyia 

hixiunctata, Wtz, 
tortilis Br. Imago unbekannt, v. Nr. 487. 

431. transmarina Schin. (Heteropeza). — Sidney, 

Schiner, Dipt. Nov. Exp. 1868, p. 5, pl. I, fg. 1. 
Larve in einkammerigcn, kleinen, konischen, gruppenweise gestellten, 
ober- und unterseits vorragenden und an dem schmäleren Ende offenen 
Gallen auf den Bliltlern einer CalIiatemou-A\.rt. 



Synopsis Cecitloinyularum 7;:' 

432. tremulae Wtz. (Diplosis) cT Q. — Europa. 

Wiiincrtz, L. E. 1853, p. 273, pl. I, fg. 2. — Walker, I. B. III. 1856, 

p. 114. — Schiuer, F. A. II. 1864, p. 389. 

Die Larven leben in ein- oder niehrkaninierigen, harten, erbsengrossen 

und kleineren Gallen auf den Blättern und Blattstielen von Populus 

tremula L. — Verwandlung in der Erde. 

Linne, F. S. 1761, Nr. 1774. — Schrank, F. B. III. 1803, p. 87 

[Tipula populea). — Bremi, Monogr. 1847, p. 15, pl. I, fg. 14 {Cec. 

polymorpha). — Macqiiart, A. A. 1851, p. 405; — A. A. S. 1854. 

p. 24. — Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 559. - F. Low, V. z. b. G. 

1874, p. 160, pl. II, fg. 10. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 76. 

433. trifolii F. Lw. (Cecidomyia) cT Q. — Oesterreich. 

F. Low, V. z. b. G. 1874, p. 143, pl. II, fg. 4. 

Die Larven leben gesellig in zusammengefalteten Blättchen von Tri- 
folium pratense L. — Verwandlung daselbst, 
t 434. tristis Mg. (genus?) cT. — Baiern. 

Meig-en, S. B. VII. 1838, p. 22 (Cecid.). 
Lebensweise unbekannt. 
435. tritici Kirby (Diplosis) cf 9- — Europa und Amerika. 

Kirby, Trans. Linn. Soc. Lond. III. 1797, p. 246; — IV. 1798, p. 230; 

— V. 1800, p. 96, pl. [Tipula). — Harris, New Engl. F. 1841, p. 306 
(Cecid.). — Fitch, Essay 1845. — Bazin, Notice 1856. — Walker, 
L B. m. 1856, p. 103. — Curtis, F. Ins. 1860, p. 260 ff. Nr. 37, fg. 7, 
8, 11, 12, 18, pl. I, fg. 7—19. — Taschenberg, Preisschr. 1865, 

kp. 153, pl. IV, fg. 18—20. — Waguer, Stett. E. Z. 1866, p. 65, 
pl. III (Dipl.). — Walsh, Pract. Ent. 1867, p. 99. — Giebel, landw. 
Zool. 1869, p. 610, fg. - Nördlinger, kl. F. d. L. 1869, p. 629, fg. 
Die Larven leben gesellig in den Blüthen von Triticuni, Seeale, Hor- 
deum und anderen Gramineen, nähren sich vom Blüthenstaube und 
hauptsächlich vom Safte der Fruchtknoten und verpuppen sich in 
der Erde. 

Grullet, Philos. Trans. 1772, p. 348. — Marsham, Trans. Linn. Soc. 
Lond. IV. 1798, p. 224. — Gorrie, Loud. Mag. N. H. 1829, p. 323. — 
Shirreff^ Loud. Mag. N. H. 1829, p. 448. — Kollar, schädl. Ins. 
1837, p. 134. — Heuslow, Journ. Agric. Soc. Engl. IL 1841, p. 22; 

— III. 1842, p. 36; — Eep. 1841. — Harris, Rep. Ins. Massach. 
1841; — Treatice 1862, p. 453 ff; - Ent. Corresp. 1869, p. 184 ff. — 
Herpin, Memoire 1842. — Drewseu, Naturh. Tidskr. 1843, p. 339. — 
Curtis, Journ. Agric. Soc. Engl. VI. 1845, p. 131, pl. — Westwood, 
Gard. Chron. 1847, p. 604. — Dawsou, Proc. Acad. Nat. Sc. Phil. IV. 
1849, p. 210. — €oütri, Mem. Acad. Bologna IL 1850, p. 189, pl. -- 
Amyot, Ann. Soc. Ent. Fr. 1851, Bull. p. 54; — 1855, BulL, p. 104. 

— Howell, Proc. Am. Ass. Adv. Sc. 7. Meet. (1853) 1856, p. 179. — 



80 Julius Edl. V. Bergen stamm iintl Paul Low. 

Macqnart, P. H. I. 1854, p, 192. — Couch, Ann. Mag. N. H. 1857, 
p. 399, fg. — Sichel, Ann. Soc. Eni Fr. 1856, Bull. p. 8. — Fitch, 
I. und IL Eep. 1856; — VI. Rep. 1859. — Goureaxi, Ann. Soc. Ent. 
Fr. 1857, Bull. 12; — Ins. nuis. 1862, p. 282. — Klippert, Anim. 
Paras. 1858. — Hag-eii, Stett. E. Z. 1860, p. 33. — O.-Sacken, Stett. 

E. Z. 1861, p. 420. — Künstler, V. z. b. G. 1864, p. 407; — schädl. 
Ins. 1871, p. 24. — Packard, Comm. Ins. 1873, p. 197; — Guide 
1870, p. 375. — Cohn, Untersuch. 1869, p. 11. — Kaltenbach, Pfl. 

F. 1874, p. 738 und 741. 

Anmerkung. Curtis (Farm. Ins. 1S60, p. 500) fand in den Blüthen von Alopecurvs 
agrestis L. Gallmückenlarven, die er als zu Dipl. tritici gehörend ansieht. — 
Macquart (P. H. I. 1854, p. 192) beobachtete eine Gallmftcke, welche ihre Eier 
in eine Weizenähre absetzte. Er beschrieb die Mücke nicht, nannte sie aber 
„Cec. froinenti" . Vielleicht ist sie mit Dipl. tritici identisch. Klrchner's Angabe 
(Lotos 1855, p. 240), dass Dipl. tritici wallnnssgrosse (I?) Anschwellung der 
Fruchtknoten des Weizens erzeugt, beruht wohl auf einem Irrthume. 

tubicola 0. S. Imago unbekannt, v. Nr. 501. 

436. tutifex Bebe. (Ceeidomyia) cT 9- — Europa. 

Bouche, Stett. E. Z. 1847, p. 144. — H. loew, D. B. IV. 1850, p. 29 

und 36, fg. 14. — Schmer, F. A. II. 1864, p. 379. 

Die Larven leben einzeln in röhrenförmig deforinirten Blüthenköpfclien 

von Artemisia campestris L. — Verwandlung daselbst. 

Macauart, P. H. III. 1856, p. 142. — Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 358. 

— Rndoiv, Pfl. G. 1875, p. 67. 
tulipiferae 0. S. luiago unbekannt, v. Nr. 552. 

437. ulicis Traill. (Asphondylia) cT 9- — Europa. 

Traill, Scott. Natural. U. 1873, p. 172. — Verral, Ent. M. M. 
1875, p. 224. 

Die Larven leben einzeln in knospenförinigen Gallen an den Zweig- 
spitzen von TJlex europ)aeus L. 
Perris, Ann. Soc. Ent. Fr. 1870, p. 178. 

438. ulmariae Br. (Ceeidomyia) cf Q. — Europa. 

Bremi, Monogr. 1847, p. 16 und 52, pl. I, fg. 15. — H. Loew, D. 
B. IV. 1850, p. 26 und 37. — Wlnnertz, L. E. 1853, p. 240. — 
Walker, L B. III. 1856, p. 88. — Schiner, F. A. IL 1864, p. 378. 
Die Larven leben in einkarumerigen , oben halbkugelig und unten 
konisch vorstehenden Gallen auf den Blättern von Spiraea Vlmaria L. 

— Verwandlung in der Galle. 

Vallot, Mem. Dijon 1828—1829, p. 110. — Macquart, P. H. IL 1855, 
p. 140. — H. W. Kidd, Ent. M. M. IV. 1868, p. 233. — Frauenfeld, 
■ V. z. b. G. 1870, p. 661. — Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 242. — 
Rudow, Pfl. G. 1875, p. 82. 
t ■139. nmhra Wlk. (genus?). — S. Amerika. 

Walker, Ins. Saund. I. 1856, p. 421 [Cccid.). 
Lebensweise unbekannt. 



Synopsis Cecidomyidarutn. 81 

440. unicolor H. Lw. (Diplosis) 9- ~ Deutschland. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 33. 
Lebensweise unbekannt. 

441. urticae Perr. (Cecidomyia) cf Q. — — Europa. 

Perris, Ann. Soc. Ent. Fr. 1840, p. 401, pl. XI, Nr. I, fg. 1—7. — 
H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 37. — Winiiertz, L. E. 1853, p. 239, 
pl. I, fg. 1, 8, 18, pl. III, fg. 3. — Walker, I. B. III. 1856, p. 89. - 
Schiuer, F. A. II. 1864, p. 377. 

Die Larve lebt in einkammerigen, unregelmä.ssigen, runden Gallen auf 
den Blattrippen und Blattstielen von Urtica dioica L. — Verwandlung 
in der Erde. 

Swaiumerdam, Bibel 1752, p. 300, pl. XLV, fg. 2. — Bremi, Monogr. 
1847, p. 16. — Müller, Ent. M. M. VI. 1869, p. 137. — Kaltenbach, 
Pfl. F. 1874, p. 530. — Van d. Wulp, Tijdsch. v. Ent. IX. 1874, 
p. 110. - Rudow, Pfl. G. 1875, p. 84. 
vaccinii 0. S. Image unbekannt, v. Nr. 533. 

442. valvata Wtz. (Epidosis) Q. — Deutschland. 

Wiuuertz, L. E. 1853, p. 302, pl. I, fg. 10. — Walker, I. B. III. 

1856, p. 125. — Schiner, F. A. II. 1864, p. 404. 

Aus faulem Stamme von Carpinus Betulus L. gezogen (Wtz.). 

Macquart, A. A. S. 1854, p. 27. 
t 443. varicolor Br. (genus?) cf 9- — Schweiz. 

Bremi, Monogr. 1847, p. 55 {Cecid.). 

Lebensweise unbekannt, 
t 444. variegata Mcq. (genus?) cf 9- " Europa. 

Macquart, D. d. N. 1826, p. 171; — S. ä B. I, 1834, p. 160. — 

Meigeu, S. B. VII. 1838, p. 22. — Zetterstedt, D. Sc. IX. 1850, 

p. 3692 {Cecid.). 

Lebensweise unbekannt, 
t 445. varipes ßoser (genus?). — Württemberg. 

Roser, Corresp. Bltt. württ. landw. Ver. 1840, p. 50 (Cecid.). 

Lebensweise unbekannt. 
t 446. vegetationis Schrk. (genus?). — Deutschland. 

Schrank, F. B. III. 1803, p. 86 [Tipula). 

Larve in fetter Gartenerde. 
t 447. ventralis Say (Lasioptera). — Pennsylvanien. 

Say, Long's Esped. App. II, p. 357. — Wiedemann, Auss. Europ. 

Zwfl. L 1830, p. 21. 

Lebensweise unbekannt. 
448. venusta Wtz. (Epidosis) (f. — Europa. 

Winnertz, L. E. 1853, p. 299. - Walker, I. B. III. 1856, p. 127. — 

Schiner, F. A. IL 1864, p. 403, 

Lebensweise unbekannt. 

Z. B. Ges. B. XXVI. Abh. H 



82 Julius Bdl. V. Bergenstaram und Paul Low. 

449. verbasci Vall. (Asphondylia) cT 9- — Europa. 

Vallot, Mem. Dijon 1826—1827, p. 92 und 95. — Meig:eu, S. B. VII. 
1838, p. 23. - Dnfour, Äun. Sc. Nat. V. 1846, p. 5, pl. II, fg. 1-15. 

— Schiller, V. z. b. Gr. 1856, p. 220, Anm. 4 {Asph. scrophulariae); — 

F. A. II. 1864, p. 396. — Rondani, Aun. Soc. Nat. Modena II. 1867, 
p. 38, fg. 8 und 9. — F. Low, V. z. b. G. 1875, p. 22. 

Die Larven leben einzeln im deformirten Fruchtknoten missbildeter, 
meist geschlossener Blüthen von Verhascum Lychnitis L., nigrum L., 
Orientale M. a. B. , pulverulentum Vill. , speciosum Schrad. und 
Thapsus L , Celsia Orientalis L., Scrophularia canina L., nodosa L., 
aquatica L., Balbisii Hörn., Echium vulgare L., Astragalus asper Jacq. 

— Verwandlung in der Galle. 

Reaumur, Mem. V, 1740, p. IV. — Macquart, S. a B. I. 1834, p. 160. 

— Vallot, Mem. Dijon 1845—1846, p. 481. — Frauenfeld, V. z. b. 

G. 1855, p. 16; — 1861, p. 173; — 1868, p. 162. — Kaltenbach, 
Pfl. F. 1874, p. 461 und 463. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 85. 

t 450. verna Gurt. (Diplosis) cf. — England. 

Curtis, B. E. III. 1827, p. 178. — Walker, I. B. III. 1856, p. 115. 
Lebensweise unbekannt. 

451. veronicae Vall. (Cecidomyia) <^ Q . -- Europa. 

Vallot, Mem. Dijon 1826—1827, p. 93. — Bremi, Monogr. 1847, 
p. 26 und 49, pl. II, fg. 28. — H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 27 und 
37. — Winnertz, L. E. 1853, p. 237, pl. I, fg. 4. — Walker, L B. IIL 
1856, p. 87. - Schiner, F. A. H. 1864, p. 376. 

Die Larven leben gesellig zwischen den zwei verdickten, behaarten, 
bauchig aufgetriebenen, eine Tasche bildenden Endblättern von Veroniea 
Chamaedrys und montana L. — Verwandlung daselbst. 
Reaumur, Mem. IL 1736, p. 243. — Scopoli, Ent. Garn. 1763, p. 274 
{Cynips). — Karsch, N. u. OflF. 1855, p. 267. — Macquart, P. H. HL 
1856, p. 91. — Inchbald, Ent, V7. Int. VIIL 1860, p. 196 {Cec. cha- 
maedrys). — Müller, Ent. M. M. VIL 1870-1871, p. 39. — Kalten- 
■ bach, Pfl. F. 1874, p. 471. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 85. 

viminalis Westw. s. Cecidomyia saliciperda Duf. 

viticola 0. S. Imago unbekannt, v. Nr. 556. 

452. vitis 0. S. (Lasioptera). — N. Amerika. 

O.-Sacken, M. D. N. L 1862, p. 201. 

Die Larve lebt in vielkammerigen, oft sehr umfangreichen, vielgestal- 
tigen Anschwellungen der Stengel, Blattstiele und Blattrippen von 
Vitis riparia Mich. — Verwandlung in der Erde. 
O.-Sacken, Stett. E. Z. 1861, p. 419. — Riley, Am. Ent. I. 1869, 
p. 247, fg. 183; - V. Rep. Miss. 1873, p. 117, fg. 45. 

vitis-coryloides Wlsh. Imago unbekannt, v. Nr. 554. 

vitis-pomam Wlsh. Imago unbekannt, v. Nr. 555. 



Synopsis Cecidomyidarum. 83 

t 453. vittata Mg. (genus?). — Europa. 

Meigen, S. B. VII. 1838, p. 22 {Cecid). 

Lebensweise unbekannt, 
t 454. vulnerata Zett. (genus?). — N. Europa. 

Zetterstedt, D. Sc. IX. 1850, p. 3686; — XL 1852, p. 4353 (Cecid.). 

Lebensweise unbekannt. 

t 455. Westermanni Mg. (genus?) cT. — Holland. 

Meigeii S. B. VI. 1830, p. 269 (Cecid.). 

Lebensweise unbekannt, 
t 456. Winnei'tzi Zett. (genus?) cT 9- ~ N. Europa. 

Zetterstedt, D. Sc. XII. 1855, p. 4880 (Cecid.). 

Lebensweise unbekannt, 
t 457. WoeldicJcii Cont. (Biplosis) cT 9- 

Contarini, Atti Veneto Ateneo 1840, p. 26, pl. I. 

Die Larven wurden unter den Federn ausgestopfter Vögel gefunden. 

458. xanthopyga Wtz. (Diplosis) cf- — Europa. 

Wiunertz, L. E. 1853, p. 263. - Walker, I. B. III. 1856, p. 110. — 
Schiller, F. A. IL 1864, p. 387. 
Lebensweise unbekannt. 

Die folgenden fünf Speeies sind beschrieben aber nicht benannt. 

t 459. sp. ? von Perris beschrieben (genus?). — Frankreich. 

Ann. Soc. Ent. Fr. 1870, p. 174, pl. II, fg. 45-46. 

Die Larven leben gesellig unter der Rinde von Pinus mari- 
tima Koch, in den Gängen von Hylurgus piniperda L. und Tomi- 
cus laricis Fbr. — Verwandlung daselbst, 
t 460. sp. ? von Perris beschrieben (genus?). — Frankreich. 

Ann. Soc. Ent. Fr. 1870, p. 172, pl. II, fg. 39-44, 

Die Larven leben gesellig unter der Rinde von Pinus mari- 
tima Koch, in den Gängen von Hylurgus und Tomicus. — Ver- 
wandlung daselbst, 
t 461. sp.? von Hardy beschrieben (genus?) c/' Q. — England. 

Zoologist VI. 1848, p. 2166. — Walker, L B. IIL 1856, p. 131. 
Die Larven leben in den Blüthen von Tanacetum vulgare L. 
t 462. sp.? von Brischke beschrieben (genus?). — N. Deutschland. 
Schrift, n. Ges. Danzig 1869, N. F. IL Bd. Hft. 2. 

Die Larven leben zu 1 — 2 in angeschwollenen Blüthenböden von 
Athamanta (Peucedanum) Oreoselinum L. — Verwandlung daselbst. 
463. sp.? von Fraueufeld beschrieben (Cecidomyiaf). — Honkong. 
Sitzbr. Akad. Wiss. Wien 1859, T. XXXV, p. 247, fg. 
Lebensweise unbekannt. 

11* 



34 Julius Edl. V. Bergenstaium und Paul Low. 



III. Species, von denen man blos die Lebensweise der 

Larven kennt, deren Imagines aber noch unbekannt und 

unbeschrieben sind. 

464. Die Larven leben im umgeschlagenen und verfärbten Blattrande von 
Pteris aquüina L. — Verwandlung in der Erde. — Europa. 

Brisclike, Schrift, n. Ges. Danzig 1869, Hft. II. — Perris, Ann. Soc. 
Ent. Fr. 1870, p. 180. — Müller, Ent. M. M. 1871, p. 99 (Cec? pteridis). 

465. Die Larven sind anfangs in den Weizenähren und nähren sich von den 
noch milchigen Früchten, später dringen sie in den Halm (?) ein. — 
N. Amerika. 

Morris, Proc. Acad. N. Sc. Phil. 1849, p. 194 (Cec? culmicola). — 
Harris, Treatise 1852, p. 465; - 1862, p. 582. 

466. Die Larven erzeugen an den Knoten des Halmes von Ägrostis lateri- 
flora Mich, schopfartige, faserige Gallen, worin sie gesellig leben. — 
N. Amerika. 

Fitcli, Trans. N. Y. St. Agr. Soc. 1846, p. 316—375 {Cec? ägrostis). — 
O.-Sacken, M. D. N. I. 1862, p. 204; — Stett. E. Z. 1862, p. 80. 

467. Die Larven erzeugen am Halme von Milium effusum L. grünlich weisse, 
erbsengrosse, einkammerige, harte, fast holzige Anschwellungen, welche 
aussen mit Fäden netzartig überzogen sind. — Deutschland. 

Rudow, Pfl. G. 1875, p. 90. 

468. Die Larven deforiniren die Früchte von Carex murieata L. — Deutschland. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 30 {Cec? caricis). — Rudow, Pfl. G. 
1875, p. 69. 

469. Die Larven leben gesellig in den unteren Blattscheiden von Iris Pseud- 
Äcorus L., woselbst auch ihre Verwandlung stattfindet. — Deutschland. 

Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 717 {Cec? iridis). 

470. Die Larven leben gesellig in Anschwellungen der Basis der Nadeln von 
Pinus inops Ait. — Verwandlung in der Erde. — N. Amerika. 

O.-Sacken, Stett. E. Z. 1861, p. 418; - M. D. N. L 1862, p. 198 
(Cec? brachynteroides). 

471. Die Larven leben frei auf den Nadeln von Pinus inops Ait. und verpuppen 
sich auf denselben in einem Harzcocon. 

O.-Sacken, Stett. E. Z. 1861, p. 418; — M. D. N. L 1862, p. 196. — 
Packard, Guide 1870, p. 376 {Cec? pini-inopus 0. S.). 

Anmerkung. O.-Sacken, ist der Ansicht, dass diese Art mit der in Europa vorkom- 
menden Dipl. pini Deg. identisch sei. 

472. Die Larven in der Wolle der 9 Kätzchen von Salix Caprea L. 

Reaumnr, Mem. IV. 1738, p. 174 und 188, pl. XIl, fg. 13—17. — 
Vallot, Mem. Acad. Dijoa 1849, p. 99 {Cec? capreae). 



Synopsis Cecidomyidarum. 85 

473. Die Larven erzeugen an der Mittelrippe der Blätter von Salix Caprea und 
aurita L. mehrkamraerige, knotenförmige, fast holzige Anschwellungen. — 
Deutschland. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 25. 

474. Die Larven erzeugen an der Mittelrippe und an den Stielen der Blätter 
von Salix incana Schrk. einkammerige , hanf- oder gerstenkornförmige 
Anschwellungen, worin sie einzeln leben. — Mittel-Europa. 

Kriechbaumer, Ent. Nachr. 1875, p. 157. 

475. Die Larven leben im aufwärts umgerollten und etwas verdickten, runze- 
ligen Blattrande von Salix alba L. — Europa. 

Bremi, Monogr. 1847, p. 28, pl. II, fg. 33 (Cec? dausilia). — H. Loew, 
D. B. IV. 1850, p. 25. — Macquart, A. A. 1851, p. 392. - Kaltenbach, 
Pfl. F. 1874, p. 584. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 81. 

Anmerkung. Diese Blattrandrollungen sind das Product von Gallmilben (Phytopttis) 
und die Gallmückenlarven daher nur Inquilinen. 

476. Die Larven halten sich in Mehrzahl zwischen den Blättchen und Schuppen 
der durch Acariden zu krausen, vielverästelten Klumpen deformirten Seiten- 
trieben von Salix nigra Mhlbg. als Inquilinen auf. — Verwandlung in 
der Erde. — N. Amerika. 

Walsh, Proc. Ent. Soc. Phil. 1864, p. 608; - 1866-1867, p. 227 
(Cec? salieis-aenigma). 

Anmerkung-. Ganz ähnliclie Deformationen finden sich in Europa sehr häufig auf 
Salix bahylonica un3 alba L. Sie sind unter dem Namen .iDonnerbesen" allgemein 
bekannt. 

477. Die Larve lebt einzeln im Centrum der von ihr an den Zweigspitzen von 
Salix discolor Mhlbg. erzeugten grossen, losen Blätterrosen, deren äussere 

n. Blätter die inneren an Grösse übertreffen. — Verwandlung daselbst. — 

Wf_ N. Amerika. 

■^ Walsh, Proc. Ent. Soc. Phil. 1864, p. 588; - 1866-1867, p. 224 

^Hp (Cec? Salicis-COTyloides) . Siehe das in der Anm. bei de. salicis-gnaphaloidea Wlsh. 
Gesagte. 

478. Die Larven leben einzeln in kleinen, einkammerigen Anschwellungen der 
Zweige von Salix longifolia Mhlbg. Diese Anschwellungen befinden sich 
selten an der Zweigspitze, meist in kurzer Entfernung von ihr. — Ver- 
wandlung in der Galle. — N. Amerika. 

Walsh, Proc. Ent. Soc. Phil. 1864, p. 599 (Cec? salicis-nodiilus). 

479. Die Larven kommen einzeln in kleinen, einkammerigen, durch Acariden 
auf Salix nigra Mhlbg. erzeugten Blattgallen, welche blos oberseits halb- 
kugelig oder zizenförmig vorragen, als Inquilinen vor. — N. Amerika. 

Walsh, Proc. Ent. Soc. Phil. 1864, p. 607; — 1866—1867, p. 226 
( Cec ? salicis-semen). 

480. Die Larven erzeugen auf den Blättern von Salix humilis Willd. und 
S. discolor Mhlbg. einkammerige, harte Blattgallen, welche oben zipfe- 



36 Julius Edl. V. Bergen stamm nml Paul Low. 

artig, unten warzenförmig vorragen und stets auf den Blattrippen stehen. 
Diese Gallen werden nur je von einer Larve bewohnt, die zur Verwand- 
lung in die Erde geht. — N. Amerika. 

Walsh, Proc. Ent. Soc. Phil. 1864, p. 606; - 1866—1867, p. 226 
( Cec. ? salicis-verruca) . 

481. Die Larven erzeugen mehrkammerige Anschwellungen der Zweigspitzen 
von Salix cordata Mhlbg., aus denen die vergrösserten Blattpolster vier- 
reihig und in Folge der sehr verkürzten Internodien nahe aneinander- 
gedrängt vorragen, wodurch die ganze Anschwellung ein ährenförmiges 
Aussehen erhält. Jede Kammer ist nur von einer Larve bewohnt, welche 
ihre ganze Metamorphose darin durchmacht. — N. Amerika. 

Walsh, Proc. Ent. Soc. Phil. 1864, p. 398; — 1866-1867, p. 225 
{Cec. ? saUcis-triticoides). 

Anmerkung. Es scheint diese Galle, so wie die folgende, nur eine mehr oder minder 
dicht gedrängte Anhäufung jener Einzelgallen zu sein, woraus Waish die Cec. s.- 
cornu erhielt (v. Nr. 381). Die in Europa an mehreren Weidenarten vorkommen- 
den Gallen von Cec. salicina Schrk. dürften mit den ehengenannten amerikanischen 
im Baue nahezu übereinstimmen. 

482. Die Larven erzeugen an den Zweigspitzen von Salix cordata Mblbg. den 
vorhergehend beschriebenen ähnliche Gallen, bei denen aber die Zweig- 
internodien nicht so sehr verkürzt und der Zweig selbst kaum verdickt 
ist. Lebensweise der Larven wie in jenen. — N. Amerika. 

Walsh, Proc. Ent. Soc. Phil. 1864, p. 599 (Cec? salicis-hordoides). 

483. Die Larven erzeugen auf der Oberseite der Blätter von Populus Tre- 
mula L. glatte, kugelige, dunkelpurpurrothe, einkammerige Gallen, welche 
mittelst eines kurzen Stieles auf dem Blatte sitzen und je nur von einer 
Larve bewohnt sind. — Oesterreich. 

F. Low, V. z. b. G. 1874, p. 156. 

484. Die Larven leben frei auf den durch Gallmilben an den Blättern von 
Alnus glutinosa Grt. und Betula alba L. erzeugten Erineen. — Oesterreich. 

F. Low, V. z. b. G. 1874, p. 159, pl. II, fg. 9. 

485. Die Larven leben gesellig in den nach oben zusammengelegten und faltig- 
gekrausten Blättern von Älmis ghitinosa Grt. — Verwandlung in der 
Erde. — Europa. 

F. Low, V. z. b. G. 1875, p. 31. 

486 Die Larven leben zwischen den verdickten Blättchen der Blattknospen 
von Alnus incana DC. — N. Amerika 

Couper, Canad. Ent. 1869, p. 81. — O.-Sacken, Canad. Ent. 1869, p. 89. 

487. Die Larven leben gesellig in zusammengerollten, gipfelständigen Blättern 
der Wurzelschosse von Alnus incana DC. — Europa. 

Bremi, Monogr. 1847, p. 29, pl. II, fg. 34 (fcc? tortilis). — Macqoart, 
A. A. 1851, p. 440. 



Synopsis C'ecidouiyidurutn. 87 

Die Larven leben zwischen den Schuppen deformirter männl. Blüthen- 
kätzchen von Corylus Avellana L. — Deutschland. 

Weiteuweber, Lotos 1868, p. 143. — Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 637 
{Cec? coryli). 

Die Larven leben einzeln in Falten zwischen den Seitenrippen der Blätter 
von Garpinus americana Mich. — N. Amerika. 

O.-Sacken, Stett. E. Z. 1861, p. 419; — M. D. N. L 1862, p. 202 
{Cec? pudibunda). 

Die Larven leben einzeln in nach unten gerichteten, etwas verdickten, 
gelblichen oder röthlichen Falten längs der Seitenrippen der Blätter von 
Fagus sylvatica L. — Verwandlung in der Erde. — Oesterreich. 

F. Low, V. z. b. G. 1874, p. 156. 
Die Larven erzeugen kahle, glatte, lichtgrüne, fast cylindrische, einkam- 
merige Galleu, welche auf der Oberseite der Blätter von Fagus sylvatica L. 
stehen und nur von je einer Larve bewohnt sind. — Verwandlung in der 
Galle. — Europa. 

Bremi, Monogr, 1847, p. 13, pl. I, fg. 13 {Cec? tornatellä). — Mac- 
quart, A. A. 1851, p. 456. — F. Low, V. z. b. G. 1874, p. 158. 
Die Larven leben meist einzeln in den nach unten umgeschlagenen und 
verfärbten Lappen der Blätter von Quercus pedunculata Ehrh. und sessili- 
flora Sm. — Verwandlung in der Erde. — Europa. 

Bremi, Mitth. n. Ges. Zürich 1847, Nr. 14, p. 10 (Cec? pustularis). 
— H. Loew, D. ß. IV. 1850, p. 25 (Cec? quercus). — Hardy, Scot. 
Gard. IIL 1854, p. 108 (Cec? roboris). — Bach, N. u. Off. V. 1859, p. 252 
(Cec? reaperiens). — Brischke, Sehr. n. Ges. Danzig 1869, Hft. II. — 
Müller, Ent. M. M. 1870-1871, p. 89. — Kaltenbach, Pfl. F. 1874, 
p. 676. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 77 (Cec? inflexa). 
Die Larven rollen den Kand zwischen je zwei Lappen der Blätter von 
Quercus sessiliflora Sm. nach der Oberseite ein. In jeder Rolle lebt eine 
Larve, welche zur Verwandlung in die Erde geht. — Europa. 

Bremi, Mitth. n. Ges. Zürich 1847, Nr. 14, p. 10 (Cec? inflexa). — 
Bach, N. u. Oflf. V. 1859, p. 252 (Cec? resupinans). — Kaltenbach, Pfl. 
F. 1874, p. 676. 

Die Larve lebt einzeln in einkammerigen, harten, auf den Blättern ver- 
schiedener amerik. Eichenarten {Quercus falcata Mich., tinctoria Willd. etc.) 
vorkommenden Gallen, welche beiderseits symmetrisch vorragen, meist 
gruppenweise stehen und zusammen fliessen. — N. Amerika. 

O.-Sacken, M. D. N. I. 1862, p. 200 (Cec? symmetrica). 
Die Larven erzeugen hörnchenförmige, harte Gallen auf der Oberseite der 
Blätter von Quercus Cerris L. worin sie einzeln leben. — Verwandlung 
in der Erde. — Oesterreich. 

Giraud, V. z. b. G. 1861, p. 477. — Fraueufeld, V. z. b. G. 1870, 
p. 663. — Mayr, V. z. b. G. 1874, p. 61 (Cec? subulifex). — F. Low, 
V. z. b. G. 1874, p. 159. 



88 Julius Edl. V. Bergenstaram und Paul Low. 

496. Die Larven erzeugen in den Blätton von Quercus imlustris Mich. Blasen- 
gallen worin sie einzeln leben. — Verwandlung in der Erde. — N. Amerika. 
0. -Sacken, Trans. Am. Ent. Soc. 1870—1871, p. 53 (Cec? quercus- 
majalis). 

A97. Die Larven erzeugen auf den Blättern verschiedener amerik. Eichenarten 
schüsseiförmige, flache, kurzgestielte, einkammerige Gallen („ Oak spangles"). 
— N. Amerika. 

Fitsch, Rep. T. IL 1859 p. 40. — O.-Sacken, M. D. N. I. 1862, p. 201 
(Ccc? poculimi). 

498. Die Larven leben gesellig in taschenförmigen, innen behaarten Anschwel- 
lungen der Blattrippen verschiedener amerik. Eichenarten. — Verwandlung 
in der Erde. — N. Amerika. 

O.-Sacken, Stett. E. Z. 1861, p. 419; — M. D. N. L 1862, p. 199 
(Gec? niveipila). 

499. Die Larven erzeugen auf den Blättern von Quercus Cerris L. haarige, 
unterseits autspringende Deckelgallen, welche oben und unten ein dünnes 
Zäpfchen tragen und je von einer Larve bewohnt werden. — Verwandlung 
in der Erde — Oesterreich. 

Frauenfeld, V. z. b. G. 1861, p. 171, pl. IL D. fg. 10—12 (Cec? galeata). 

500. Die Larven leben in dem roth gefärbten, umgeschlagenen Blattrande ver- 
schiedener amerik. Eichenarten. — N. Amerika. 

O.-Sacken, Stett. E. Z. 1861, p. 419; - M. D. N. L 1862, p. 200 
(Cec? eruhescens) . 

501. Die Larven erzeugen an der Unterseite der Blätter der amerik. Wallnuss 
(Carya) einkammerige, schmalcilinderische Gallen, welche in eine ring- 
förmige Blattverdickung eingefügt sind, aus der sie leicht herausfallen. — 
N. Amerika. 

O.-Sacken, Stett. E. Z. 1861, p. 417; - M. D. N. L 1862, p. 192 
(Cec? tuhicola). 

502. Die Larven leben in konischen, an der Basis verengten, gruppenweise ge- 
häuften Gallen auf den Blättern der amerik. Wallnuss {Carya). — N. Amerika. 

O.-Sacken, Stett. E. Z. 1861, p. 417; — M. D. N. L 1862, p. 192 
(Cec? sanguinolenta) . 

503. Die Larven erzeugen auf der Unterseite der Blätter der amerik. Wallnuss 
(Carya) kleine, runde, sammethaarige Gallen. — N. Amerika. 

O.-Sacken, Stett. E. Z. 1861, p. 417; - M. D. N. L 1862, p. 193 
(Cec ? persieoides) . 

504. Die Larven erzeugen auf der Unterseite der Blätter der amerik. Wallnuss 
(Carya) zwiebeiförmige pubescente Gallen. — N. Amerika. 

O.-Sacken, M. D. N. I. 1862, p. 193 (Cec? holotricha). 



^ 



Synopsis Cecidomyidarum. 89 

505. Die Laive lebt frei in der Mitte eines braunen Ringes auf der Unterseite 
der Blätter der amerik. Wallnuss (Carya), oberseits bezeichnet ein gelber 
Fleck ihre Anwesenheit. — N. Amerika. 

O.-Sacken^ Stett. E. Z. 1861, p. 417; - M. D. N. I. 1862, p. 193 
fCec? glutinosa). 

506. Die Larven erzeugen an der Unterseite der amerik. Wallnuss (Carya) 
mehrkaminerige, unregelmässige Anschwellungen der Mittelrippe in der 
Nähe der Blattbasis. — N. Amerika. 

O.-Sacken, Stett. E. Z. 1861, p. 417; — M. D. N. I. 1862, p. 193 
(Cec.'} cynipsea). 

507. Die Larven leben in Anschwellungen der grünen Schale der Früchte von 
Carya alba L. — N. Amerika. 

O.-Sacken, Trans. Am. Ent. Soc. 1870-1871, p. 53 fCec? caryae- 
nucicola). 

508. Die Larven erzeugen auf der Unterseite der Blätter der amerik. Wallnuss 
(Carya) längliche, zwiebeiförmige, blassgrüne Gallen. — N. Amerika. 

O.-Sacken, Stett. E. Z. 1861, p. 417; — M. D. N. L 1862, p. 192 
(Cec.'} caryaecola). 

509. Die Larve wurde frei auf den Blättern von Ficus racemosa L. gefunden. 

— Ostindien. 

Baddeley, Corbyn's India Review Nr. 7, 7. Oct. 1836. 

510. Die Larve lebt in harten Blattgallen auf Poh/gonum. amphihium L. — 
Deutschland. 

H. Loew, L. E. 1851, p. 376. 

511. Die Larven erzeugen in den Blättern von Knautia (Scabiosa) arvensis Coult. 
einkammerige, flache, blasenartige, gelbe Gallen. — Verwandlung in der 
Erde. — Deutschland. 

Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 318 (Cec? scaUosae). — Rudow, Pfl. 
G. 1875, p. 89. 

Anmerkung. Diese Art scheint mit Dipl. centaureae F. Lw. identisch zu sein. 

512. Die Larven leben in schlauchartigen, linsengrossen Gallen auf den Blättern 
und Stengeln von Artemisia vulgaris L. — Böhmen. 

Kirchner, Lotos 1855, p. 133 (Cec. artemisiae) . 

513. Die Larven leben einzeln in einkammerigen, kugeligen, kahlen, am Scheitel 
gespaltenen Gallen an den Stengeln und BJatts-tieleu einer Achillea'?-Art. 

— Egypten. 

Fraueiifeld, V. z. b. G. 1859, p. 328, pl. VII, fg. 22a— b. 

514. Die Larven erzeugen rundliche Anschwellungen an den Stengeln von Heli- 
anthus. — N. Amerika. 

O.-Sacken, Trans. Am. Ent. Soc. 1868, p. 301; - 1870-1871, p. 52 
(Asphondylia heUanthi-glolnilus) . 

515. Die Larven erzeugen auf den Blättern von Helianthus erbsengrosse, kugelige 
Gallen. — N. Amerika. 

Walsh, Proc. Ent. Soc. Phil. 1866—1867, p. 228 {Diplosis helianthi-bulla). 

Z. B. Ges. B. XXVI. Abh. 12 



90 Julius Edl. V. Bp rgpiistain TD und Paul Low. 

516. Die Larven leben gesellig in den zasammengescblossenen, eine Knosp' 
bildenden, jungen Blätter in der Mitte derWurzelrosette von Chrysanthemuni 
Levcanlhemum L. (Lcucanfhemtim vulgare Lam.). — Frankreich. 

Perris, Äun. See. Ent. Fr. 1870, p. 177. 

517. Die Larven leben in einkamtnerigtrn. länglichen Anschwellungen der Mittel- 
rippe der Blätter von Hieraeium Pilosella L. — Schweiz. 

Brfiiii, Monogr. 1847, p. 17. pl. I. fg. 18 (Cec? gemini). — Rudow, 
Pfl. G. 1875, p. 73. 

518. Die Larven leben gesellig in deformiiten, wolligen Triebspitzen von Inula 
Conyza DC. {Conyza squan-osa L.). — Frankreich. 

>allot, Mein. Acad. 8c. Dijon 1836, p. 245 (Cec? conysae). 

519. Die Larven leben einzeln in blassen, dunkelpurpurn eingefassten Blasen- 
gallen in den Blättern von Solidago. — N. Amerika. 

O.-Sacken, Stett. E. Z. 1861, p. 420; — M. D. N. L 1862, p. Ift5 
(Cec? earhonifera). 

520. Die Larven leben einzeln in einkammerigen, knospenförmigen Gallen an 
den Blüthentrauben von Solidago. — N. Amerika. 

O.-Sackei), Stett. E. Z. 1861, p. 418; — M. D. N. L 1862, p. 196 
(Cec? racemicola). 

521. Die Larven leben einzeln in einkainmerigen, oben schwach, unten stark 
convexen Blasengallen in den Blättern vön Taraxacum officinale Wigg. 
{Leontodon Taraxacum L.). — Europa. 

Brpmi, Monogr. 1847, p. 19, pl. I, fg. 19 (Cec? Uontodontis). — Kalten- 
l-.ach, Ptl. F. 1874, p. 399 und 788. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 73. 

522. Die Larven leben in gallenartigen, holzigen, oft faustgrossen (! !) Stengel- 
anschwellungen von Cirsium arvense Scop. {Serratula arvensis L.). 

Rudow, Pfl. G. 1875, p. 82. — Kirchner, Lotos 1855, p. 239. 

Anmerkung. Diese Galle ist das Product von Urophora cardui L. und nicht einer 
Gallmüke wie Rudow und Kirchner angeben. 

523. Die Larven leben in linsengrossen Gallen an der unteren Blattfläche von 
Tanacetum vulgare L. — Böhmen. 

Kirchner, Lotos 1855, p. 240. 

524. Die Larven leben in deformiiten Blüthen von Phyieuma spicata L. und 
globosa?, deren Befruchtungsorgane und Fruchtknoten verkümmert sind. 
— Verwandlung in der Erde. — Oesterreich. 

Frauenfeld, V. z. b. G. 1870, p. 662. 

525. Die Larven in blattachselständigen Knospengallen und in den durch 
Gymnetron campanulae L. deformirten Samenkapseln von Campanula 
rotundifolia L. — England. 

Müller, Newm. Ent. 1870-1871, p. 295; — Proc. Ent. Soc. Lond. 
1871, p. VIII. : — Ent. Annual. 1872 p. 16 [Cec? campanulae). 

526. Die Larven leben gesellig in den büschelförmig deformirten Triebspitzen 
von Campanula rapunculoides L. — Verwandlung in der Erde. — Oesterreich. 

F. Low, V. z. b. G. 1875, p. 31, 



Synopsis (.'tniirlotnyidarutn 91 

627. Die Larven leben einzeln in deforniirten, geschlossenen Blüthen von Sambu- 
cus racemosa L. — N. Amerika. 

0. -Nacken, Trans. Am. Ent. Soc. 1870—1871, p. 5*2 (Cec? sambuci- 
unibellicula) . 

528. Die Larven leben in defonnirten, geschlossenen Blüthen von Sambucus 
nigra L. — Verwandlung in der Erde. — Deutschland. 

Kalteiibacii, Pfl. P. 1874, p. 785 (Cec? sambuci). 

529. Die Larven erzeugen im Pareuchynie der Blätter von Viburuum Lan- 
tana L. stark convexe Blasengallen, worin sie einzeln leben. — Verwand- 
lung in der Erde. — Europa. 

Reaamur, Mein. III. 1737, p. 434, pl. 38, fg. 1. — Brenii, Monogr. 
1847, p. 18 (Cec? Jieaumurv. — Macquart, A. A. 1851, p. 355. — 
Jlach, N. u. Off. 1859, p. 251. — Kalteufeacli, Pfl. F. 1874, p. 300. — 
F. Low, V. z. b. G. 1875, p. 29. 

530. Die Larven leben gesellig in den deformirten Triebspitzen und in Blatt- 
randroUungen der jungen Blätter von Lonicera Xilosteum L. — Verwand- 
lung in der Erde. — Oesterreich. 

F. Low, V. z. b. G. 1875, p. 31, pl. 11, fg. 4. 

531. Die Larven leben in den durch Gallmilben (Phytoptus) zu dichten Klumpen 
deformirten Blüthenrispen von Galium verum L. — Oesterreich. 

F. Low, V. z. b. G. 1874, p. 159. 

532. Die Larven in gipfelständigen Blattrosetten von Galium Aparine L. — 
Deutschland. 

^ Rudow, Pfl. G. 1875, p. 90. 

Anmerkung. Uiese Gallen dürften nicht durch die Gallmückenlarven, sondern durch 
Phytoptus hervorgerufen sein, wodurch erstere, Tvie die vorhergehenden hlos Inqui- 
linen des Acarocecidiums wären (vgl. Dr. Thomas, Zeitsch. f. d. ges. Naturwiss. 
1872, 39. Bd. p. 470). 

533. Die Larven erzeugen auf der Mittelrippe der Blätter von Vaccinium sp.? 
(oder Gaylussaeia?) hahnenkammförmige Gallen. — N. Amerika. 

g; O.-Sackeu, Stett. E. Z. 1861, p. 418; - M. D. N. L 1862, p. 196. 

^' (Cec? vaccinii). 

534. Die Larven leben in knospenförmigen Blätterschöpfen an den Zweigspitzen 
von Rhododendron ferruyineuin L. — Schweiz. 

Vallot, Mem. Acad. sc. Dijon 1836, p. 190 und 222 {Cec? rhudodendri). 

535. Die Larven erzeugen auf der Oberseite der Blätter von Fraxinus ainericanah. 
taschenförmige, saftige, fast durchsichtige Anschwellungen der Mittelrippf', 
worin sie einzeln leben. — Verwandlung in der Erde. — N. Amerika. 

O.-Sackeu, Stett. E. Z. 1861, p. 419; — M. D. N. L 1862, p. 199 
{Cec? pellex). 

536. Die Larven erzeugen an der Unterseite der Blätter von Rosmarinus offi- 
ciwah's L. spindelförmige Galleu, worin sie sich auch verpuppen. — Dalmaüeu. 

Fraueufeld, V. z. b. G. 1862, p. 1176. 

12* 



92 Jnlhis Edl. V. BergeuHtHinin und Paul Low. 

537. Die Larven leben in den zu wollieen Knäueln deformirten Triebspitzen 
von Orignimm vulgare L., Lysimachia vulgaris L., Mentha rotundifolia L. 
und Trifolium suhterraneum L. — Frankreich. 

Perris, Ann. Snc. Knt. Fr. 1870. p. 179. 

Anmerlcung. Nach ähnlichen, von Gallnnilben (Phytophis) herrühreuden Mitiphildungen 
anderer Pflanzenaiten za Pcliliesseii, scheinen auch die vorstehenden Folchen Ur- 
sprunges zu sein, ■wonach die GaMmückenlarven nicht als Erzeuger, tondern als 
Inqnilinen derselben anzusehen wären. 

538. Die Larven leben in den weisshaaiii^en, durch Gallmilben {Phytoptus) 
erzeugten, rundlichen Blätterknöpfen an den Triebspitzen von Thymus 
Serpyllam L. — Verwandlung in der Erde. — Europa. 

Urenii Monogr. 1847, p. 26. — H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 24. — 
Winuertz, L. E^ 1853, p. 169. — Macquart, P. H. III. 1856. p. 68. {Cec? 
thymi). — Perris, Ann. Soc. Ent. Fr. 1870, p. 178. — F. Low, V. z. b. G. 
1874, p. 159. 

539. Die Larven leben in den zu lockeren Blätterrosen missbildeten Seitentriebeu 
von Stachys reeta L. — Oesterreich. 

Fraueufeld, V. z. b. G. 1866, p. 556. - Kalteubach, Pfl F. 1874, p. 494. 

540. Die Larven leb'^n in den blasisr ansjeschwellten Blüthenknospen von Teu-^ 
C7'ium Scordium L. — Verwandlung in der Galle. — Oesterreich. 

Frauenfeld, V. z. b. G. 1866, p. 555. 

541. Die Larven leben in den verkrümraten Blättern von Teucrium Ghamaedrys L. 
— Oesterr<-ich. 

Fraueiifeld, V. z. b. G. 1861, p. 168. 

542. Die Larven leben in einer ziemlich grossen gallenartigen Anschwellung 
des Stengels von Veronica spicata L. unmittelbar unter dem Blüthen- 
stande. — Deutschland. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 27. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 85. 

543. Die Larven leben frei auf den Blättern von Veronica Beccahwnga L. ohne 
eine Deformation hervorzurufen. — Deutschland. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 25. 

544. Die Larven deformiren die Spitzen der Nebentriebe von Veronica JBeeca- 
bunga L. nach der ersten Blüthezeit. — Deutschland. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 25. 

545. Die Larven leben in mehrkammerigen Anschwellungen des Stengels von 
Senehiera nilotica DC. — Verwandlung in der Erde. — Egypten. 

Praueufeld, V. z. b. G. 1859, p. 326, pl. VI, fg. 12 a— b. 

546. Die Larveu leben in schwammigen Anschwellungen des Stengels und der 
Blüthenstiele von Sisymbrium Sophia L. — Deutschland. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 29 (Dipl.? sophiae). 

547. Die Larven leben unter Aphis Ijrassicae L. auf Brassica oleracea L. und 
Napus L. — Deutschland. 

Kaltenl)aclij Pfl. F. 1874, p. 34 {Cec? napi). 



Synopsis Cecidomyidarum. 93 

518. Die Larven leben in deformirten Blüthen von Zilla myagoides Frsk. — 
Egypten. 

Frauenfel«!, V. z. b. G. 1859, p. 326, pl. VI. fg. 13. 

549. Die Larven leben in znpf'enforiiiig deformirten Blattknospen von Tamarix 
africuna Poir. — Afrika. 

Fraiieiif.-l(l, V. z. b. G. 1859, p. 824, pl VL fg. 6a-b. 

550. Die Larven It'tien an di-r Unt-^rseire der Blätter von Chelidomium majus L. 
von den daselbst befindlichen Milben (Acarus), welche sie aussaugen. Sie 
verpuppen sich in den Nervenwinkeln der Blätter in einem selbst ver- 
fertigten, weissen Cocon. — Frankreich. 

Villlot, Mem. AcHd. Dijon 18-26— 1827, p. 95 (Cec? acurisuga). 

Anmerkung. Entweder ist diess keine Gallmücke, oder Vallot hat die Larven eines 
anderen Diptorous als zu jener gehörig ange.-^ehen, denn er sagt: „Cnc aaari- 
siiija Vall., ainsi appelee parce que sa larve apode ä t§te armee d'un crochet, se 
nourrit des ciroub*-. 

551. Die Larven leben in angeschwollenen Früchten von Thalictrum. — 
Deutschland. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 30 {Cec? Ihalictri). 

552. Die Larven erzeugen an der Mittelrippe der Blätter von Liriodendro tuli- 
pifera L. Anschwellungen, worin sie gesellig leben. — N. Amerika. 

O.-Sacken, Stett. E. Z. 1861, p. 419; — M. D. N. L 1862, p. 202 
(Cec? tulipiferae). 

553. Die Larven erzeugen iu den Blättern von Liriodendron tulipifera L. kleine, 
braune, gelbgerandete Blasengallen, worin sie einzeln leben. — N. Amerika. 

O.-Sackeii, Stett. E. Z. 1861, p. 419; - M. D. N. L 1862, p. 202 
{Cec? liriodendri). 

554. Die Larven leben einzeln in einkammevigen, fleischigen, länglich-ovalen 
oder spindelförmigen, etwas haarigen Galleu, welche in grosser Menge 
gehäuft an einzelnen Stellen des Stammes von Vitis cordifolia und 
riparia Mich. etc. sitzen und deformirte Knospen zu sein scheinen. — 
Verwandlung in der Erde. — N. Amerika. 

Walsü und Riley, Am. Ent. 1869, p. 107, fg. 86; — V. Rep. Ins. of 
Miss. 1873, p. 116, fg. 44 (Cec? vitis-coryloides. — Packard, Guide 
1870, p. 377, fg. 284. 
, 555. Die Larven leben in grossen, wallnussförniigen, vielkammerigen Gallen, 
welche am Stamme von Vitis cordifolia Mich, sitzen und schliesslich 
abfallen. — Verwandlung in der Erde. — N. Amerika. 

W'alsli uüd Riley, Am. Ent. 1869, p. 28 und 106, fg. 85; - V. Rep. 
Ins. of Miss. 1873, p. 114, fg. 42 (Cec? vitis-pomum) . — Packard, Guide 
1870, p. 377, fg. 283. 
556. Die Larveu erzeugen auf der Oberseite der Blätter von Vitis cordi- 
folia Mich.. Labrusca L., riparia Mich, und vulpina L. hörnchenförmige, 
einkammerige Gallen, worin sie einzeln leben. — Verwandlung in der Erde. 
— N. Amerika. 



94 Julius Edl. V. Berge II stall! III und Paul Low. 

0-Saolieii, Stett. E. Z. 1861, p. 419; — M. D. N. I. 1862, p." 202 
(Cec/? viticula). — Wulsh und Kiley, Arn. Ent. 1870, p. 28, — V. Eep. 
Ins. of Miss. 1873, p. 117, fg. 46. 

557. Die Larven leben geselliij in den deformirten Terminalknospen der jungen 
Triebe von Tilia americana L. — N. Amerika. 

O.-Sackeii, Traus. Am. Ent. Soc. 1870—1871, p. 53 (C'ec? tiliae-citrina). 

558. Die Larven leben gesellig in dem nach oben eingerollten Blattrande von 
Tilia europuea L. — Europa. 

Keaumur, Mem. IIL 1737, p. 42L pl. 34, fg. 7. - Schrank, F. B. IIL 
1803, p. 87 (Tipula tiliae). — Macquart, A. A. 1851, p. 249 {Cec.'} 
limbivolens und excavans). — Kalteubacli, Pfl. F. 1874, p. 78. — 
Rudow, Pfl. G. 1875, p. 83. 

559. Die Larven erzeugen auf den Blättern von Tilia grandifolia Ehrb. ein- 
kammerige Blattgallen, welche oben und unten konisch vorragen und mit 
einem später abspringenden Deckel in der Eegel oberseits, selten unter- 
seits geschlossen sind. — Verwandlung fn der Erde. — Europa. 

Keaumur, Mem. III. 1737, p. 432, pL 38, fg. 4-6. — Bremi, Monogr. 
1847, p. 12, pl. I, fg. 12 (Cec? tiliacea). — Macquart, A. A. 1851, p. 248. 

— Rudow, Pfl. G. 1875, p. 84. 

560. Die Larven erzeugen in den Blättern von Tilia europaea L. sehr flache, 
weissliche Blasengalieu, worin sie einzeln leben. — Verwandlung in der 
Erde. — Europa. 

Frauenfeld, V. z. b. G. 1865, p. 576, - Kaltenbach, Pfl. F. 1874, 
p. 79 (Cec? Frauenfeldi). - Rudow, Pfl. G. 1875, p. 83. 

561. Die Larven leben in den auf der Oberseite der Blätter von Tilia euro- 
paea L. so häufigen, von Gallmilben erzeugten, konischen, fast hömchen- 
förmigen Gallen. — Europa. 

R^aumur, M^m. III. 1737, p. 511, pl. 34, fg. 9 (Galles en clou). — 
Macqaart, A. A. 1851, p. 249 (Cec? davaria). — Kaltenbach, Pfl. F. 
1874, p. 78 (Oec? tiliaria). — Rudow, Pfl. G 1875, p. 83. 

Anmerkung. Rudow (1. c.) füUrt weiters einkammerige , suhlaucliartige Galleu auf 
Lindenblättern an. Diese scheinen mit den vorstehenden Nagelgallen identisch 
zu sein. . 

562. Die Larven leben in hanfkorn- bis erbseugrosseu runden Gallen an der 
Unterseite der Blätter von Tilia europaea L — Böhmen. 

Kirchner, Lotos 1855, p. 240. — Kaltenbach, Pfl. F. 1874 p. 79. 

563. Die Larven li;ben in haselnussgrossen, mehrkammerigeu, weichen, gelb.2:rüneu 
Gallen an den Spitzen der Wurzeltriebe von Tilia europaea L. — Europa. 

Rudow, Pfl. G. 1875, p. 83. 

Anmerkung. Diese Galle wird von Sciara tilicola H. Lw. erzeugt. (Siehe H. Loew, 
Dipt. Beitr. IV. 1850, p. 18 und Winnertz, Monogr. d. Sciar. 1SG7, p. 164). 

564. Die Larven leben in deformirten Triebspitzen von Liniim usitatissimum L. 

— Frankreich. 

Perris, Ann. Soc. Ent. Fr. 1870, p. 178, 



Synopsis Cecidoniyidarum. ,Jö 

565. Die Larven leben in einlvamnieiigen Anschwellungen der Blattstiele von 
Acer campestre L. — Enjxlaiid. 

Mniler, Proc. Ent. Soc. Lond. 1869. 

Anmerkung. Soll keine Cecidoniyiden-Galle sein. (Siehe Newm. Ent. 1870— 1871, p. 13.) 

566. Die Larven leben einzeln in kleinen Einsenkungen an der Unterseite der 
Blätter von Acer rubrum Ehrh. Obcrseits bezeichnen rothe, angenähn- 
liche Flecken ihre Anwesenheit. — N. Amerika. 

O.-Sackeii, Stett. E. Z. 1861, p. 419; — M. D. N. L 1862, p. 199 
{Cec? ocellaris). 

567. Die Larven leben in den kraus-eingerollten Lappen der Biätter von Acer 
Pseudojilatanus und campestre L. — Europa. 

Breiiii, Monogr. 1847, p. 30, pl. II, fg. 36 {Cec? irregularis). — 
Macquart, A. A. 1851, p. 261 und 262. 

Anmerkung. Dürfte mit Ctc. acerina Gir. identisch sein. 

568. Die Larven leben in 2 Mm. langen, hornförmigen Gallen auf der Oberseite 
der Blätter von Acer platanoides L. — Deutschland. 

Rndow, Pfl. G. 1875, p. 66. 

Anmerkung. Diese Gallen dürften die unter dem Namen Ceratoneon vulgare Br. be- 
kannten Milbengallen sein, worin die Gallmückenlarven als Inqnilinen leben. 

569. Die Larven leben in saftigen Anschwellungen von der Basis der Blüthen 
von ImjKdiens fulva Nutt. — N. Amerika. 

O.-Sacken, M. D. N. I. 1862, p. 204 {Cec? impatiens). 

570. Die Larven leben in dichttraubigen, aus hanfkorngrossen, grünen Haut- 
blasen zusammengesetzten, bis nussgrossen Gallen, welche in den Achseln 
der Zweige einer Umhellifere {Bubon genannt) sitzen. — Egypten. 

Fraueitfeld, V. z. b. G. 1855, p. 150. 

571. Die Larven leben einzeln in deformirten Blüthen von Aegopodium Poda- 
jö^ graria L. — Deutschland. 

!P' H. Locw, D. B. IV. 1850, p. 29 {Cec? poda.gr ariae). — Rudow, Pfl. 

G. 1875, p. 66. 

572. Die Larven leben gesellig in gekrausten, jungen Wurzclblättern von Hera- 
cleum Sphondylium L. — Verwandlung in der Erde. — Europa. 

Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 285 {Cec? heraclei). - F. Low, V. z. b. G. 
1875, p. .30. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 72. 

573. Die Larven leben in Stengelanschwellungen an den Tiiebspiizen von Lythrum 
Salicaria L. — Deutschland. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 30. {Cec ? lythri). — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 74. 

574. Die Larven leben gesellig in geschlossenen, etwas aufgetiiebenen Blüthen 
von Epilohium angustifolium L. — Deutschland. 

Kaltenbach, Pfl. F. 1874, p. 249. 

575. Die Larven erzeugen auf der Mittelrippe der Blätter von Crataegus tomen- 
tosa L. theils oben, theils unten sitzende, halbkugelige Gallen, welche 
aussen mit verzweigten, an den Spitzen rothgefärbten Fädeü dicht besetzt 
sind. — N. Amerika. 



96 Jnlius Edl. v. Bergenstamm und Paul Low. 

Walsli, Proc. Ent. Soc. Phil. 1866-1867, p. 266; - Canad. Ent. 1869, 
p. 79 (Gall Crataegi-Bedeguar). 

576. Die Larven erzeugen kleine, einkammerige, aussen mit geknöpften Fasern 
besetzte Gallen, welche auf den Rippen der Blätter von Crataegus Crus 
galU L. sitzen. — N. Amerika. 

Coiiper, Canad. Ent. 1869, p. 68. 

Anmerkung. Ist vielleicht mit der Vorhergelieuden identisch. 

577. Die Larven leben zu mehreren in Anschwellungen von braungrüner Farbe 
und leicht abstreifbarer, rauher Epidermis an den Zweigen, seltener an 
den Blattstielen von Crataegus Oxyacaniha L. — Verwandlung in der 
Galle. — Deutschland. 

Rudow, Pfl. G. 1875, p. 90. 

578. Die Larven leben gesellig in rundlichen, holzigen Anschwellungen an der 
Basis, oder auf der Mittelrippe der Blätter von Eubus. — N. Amerika. 

O.-Sacken, M. D. N. L 1862, p. 204 (Cec? farinosa). 

579. Die Larven leben in den Blüthenknospen verschiedener Rubusaiien. — 
Frankreich. 

Perris, Ann. Soc. Ent. Fr. 1870, p. 181. 

580. Die Larven leben gesellig in deformirten Triebspitzen von Prunus spinosa L. 
— Oesterreich. 

F. Low, V. z. b. G. 1875, p. 31, pl. II, fg. 5. 
£81. Die Larven erzeugen taschenförmige, verschieden grosse Anschwellungen 
der Blattrippen von Prunus spinosa und domestica L., worin sie gesellig 
leben. — Verwandlung in der Erde. — Europa. 

Moncreaff, Newm. Ent. 1870—1871, p. 240, — Kaltenbacli, Pfl. F. 1874, 
p. 175 (Cec? pruni) — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 77. — F. Low, V. z. b. G. 
1875, p. 30, pl. II, fg. 8. 

582. Die Larven leben gesellig in zu rundlichen Gallen deformirten Terminal- 
knospen von Cerasus serotina Loisl. — N. Amerika. 

O.-Sacken, Trans. Am. Ent. Soc. 1870-1871, p. 346 (Cec? cerasi- 
serotinae.) 

583. Die Larven leben in hülsenförmig-bauchig gefalteten Blättern von Spiraea 
salicifvlia und tomeniosa L. — N. Amerika. 

O.-Sacken, Proc. Ent. Phü. 1866—1867, p. 220 (Cec/} salicifoliae). 

?>84. Die Larven erzeugen an den Stengeln von Potentilla Tormentilla Scop. 
{Tormentilla errecta L.) kleine rundliche Gallen. — Verwandlung in der 
Erde. — Deutschland. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 30 (Cec? torrnentillae). — Rudow, Pfl. 
G. 1875, p. 84. 

585. Die Larven leben in dem durch Gallmilben iPhytoptus) auf Poterium 
Sanguisorba L. erzeugten Erineum. — Europa. 

Bremi, Monogr. 1847, p. 30, pl. II, fg. 37 (Cec? erianea). — Kalten- 
bacb, Pfl. F. 1874, p. 244 und 245. — Rudow, Pfl. G. 1875, p. 76. 



SynopBis ("cr.iilnmyiclanim. "7 

586. Die Larven leben iu deformirten Blüthen von ülex eiiropaeus L. — 
Frankreich. 

Perris, Ann. Soc. Ent. Fr. 1870, p. 180. 

587. Die Larven leben in deformirten Bliitlien von Genista. — Oesterreich. 

Frauenfeld, V. z. b. G. 1861, p. 173. 

588. Die Larven leben in kugeligen Anhäufungen vieler verkürzter Blätter an 
den Stengeln von Genista. - Frankreich. 

Reanmur, Mem. III. 1737, p. 423, ])1. 35, fg. 1-2. — Macquart, A. 
A. 1851, p. 335 (Cec? genistae). 

589. Die Larven leben in den Blätterschöpfen an den Triebspitzen von Saro- 
thamnus scoparius Wim. — Frankreich, 

Perris, Ann. Soc. Ent. Fr. 1870, p. 178. 

590. Die Larven leben einzeln in abgestorbenen, oben nicht ganz geschlossenen, 
innen behaarten Seitenknospen von Sarofhamnus scoparius Wim. — 
Deutschland. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 27 fg. 23. 

591. Die Larven leben in deformirten Blüthen von Asfragulus austriacus Jacq. 
— Oesterreich. 

Fraueufeld, V. z. b. G. 1868, p. 159. 

592. Die Larven leben in hülsenförmig zusammengefalteten Fiederblätteben von 
Astragalus Cicer L. — Deutschland. 

H. Loew, D. B. IV. 1850, p. 25 (C'ec? astragali). 

593. Die Larven erzeugen in den Blattachseln von Dorycnium suffrutico- 
sum Vill. knospenfürmige, aschgraue, weisshaarige Gallen, worin yie einzeln 
leben. — Verwandlung in der Galle. — Italien. 

Müller, Ent. M. M. 1870—1871, p. 76 (Äsphondylia dorycnii). 

Anmerkung. Müller beschreibt die Imago nicht, sondern stellt nach gefundenen 
Fragmenten derselben nur das Genus fest. 

594. Die Larven leben in deformirten Blüthenknospen von Hedysarum. — 
Frankreich. 

Macquart, P. H. II. 1855, p. 165 (Cec? hedysari). 

595. Die Larven leben gesellig in fleischig angeschwollenen, deformirten Seiten- 
trieben von Lathyrus sylvestris L. — Verwandlung theils daselbst, theils 
in der Erde. — Oesterreich. 

^ Frauenfeld, V. z. b. G. 1868, p. 162 {Cec. lathyri). — Kaltenbach, 

If; Pfl. F. 1874, p. 148. 

596. Die Larven leben gesellig in eiförmigen Anschwellungen, welche durch 
die Vergrösserung der Nebenblätter der blattachselständigen Triebe von 
Medicago sativa L. entstehen. — Verwandlung in der Erde. — Europa. 

Bremi, Monogr. 1847, p. 17, pl. I, fg. 16 {Cec. medicaginis). 

Anmerkung. Die Erzeugerin dieser Galleu scheint mit Dipl. loti Deg. nicht identisch 
zu sein, weil ihre Larven nicht zu springen befähigt sind, was doch bei denen 
der letzteren der Fall ist. 
Z. B. Ges. B. XXVr. Abb. 13 



98 Julius Edl. V. B eigens tamiu nud Paul Low. 

597. Die Larven leben in deformirten Blüthen von Vicia sativa und Cracca L. 

— Europa. 

Nördlinger, kl. F. d. L. 1869, p. 633. — F. Low, V. z. b. G. 1875, p. 32. 

Anmerkung. Vielleicht identisch mit Dipl. loti Deg. 

598. Die Larven leben in hülsenförmig zusammengefalteten Blätfern von Vicia 
Cracca L. — Deutschland. 

H. Loew D. B. IV. 1850, p. 25 {Cec. craccae) — Rudow, Pfl. G. 1875, 
p. 85. — F. Low, V. z. b. G. 1875, p. 17. 

Anmerkung. Ist vielleicht mit Oec. onohrychidis Br. identisch. 

599. Die Larven leben gesellig in knorpeligen Blattraudrollungen von Orobus 
vernus L. — Verwandlung in der Erde. — Oesterreich. 

F. Low, V. z. b. G. 1875, p. 31. 

600. Die Larven leben in deformirten Fiederblättchen von Äcacia vera Willd. 

— Verwandlung in der Erde. - Cairo. 

Franeufeld, V. z. b. G. 1859, p. 325, pl. VI, fg. 9 a— b. 

601. Die Larven leben in deformirten Fiederblättchen von Mimosa nilotica Desf. 

— Egypten. 

Franenfeld, V. z. b. G. 1855, p. 150. 

602. In der Braunkohle von Salzhausen fand Heydeii ein Blatt von Juglans 
acuminata Braun (?), auf welchem kleine rundliche Gallen sehr zahlreich 
sitzen. Er hält sie für das Product einer Gallmücke. 

Heyden, Palaeontographica T. X, 1862, p. 80, pl. X, fg. 4 {Cec. ? diibia). 

603. Die Larven leben einzeln in dem Anscheine nach unentwickelten Knospen 
von Prunus domestica L., welche bei genauerer üatersnchung sich als 
Gallen darstellen, deren Obertheil deckelartig, meist rothpunktirt und in 
der Mitte zugespitzt ist. — Verwandlung in der Galle. — Böhmen. 

Anieiiiug, Lotos 1859, p. 60 und 140; — Ges. Aufs. 1868, p. 141. — 
Taschenberg, Ent. f. G. 1871, p. 363. 

Anmerkung. Amerling schreibt diese Gallen irrthümlich ier Asynapta liiguhris Wtz. zu. 

604. Die Larven leben in weissen Schimmelrasen {Mucor niveus Vall.) auf 
Holzscheiten. — Verwandlung daselbst. 

Vallot, Mem. Acad. Dijon 1849, p. 98 {Cec? mucoris). , 

605. Die Larven leben in einem &nfDactylis glomerata L., Bromus erectusHnis., 
Authoxanthum odoratum L. u. a. Gräsern vorkommenden Pilze {Epiclüoe 
typhina = Sphaeria typhina = Polystigma typhinum). — Verwandlung 
daselbst. , 

R^aumur, Mem. IV. 1738, p. 382, pl. XXVI, fg. 15—18. — Scopoli, 
Ent. carn. 1763, p. 289, Nr. 768. — Vallot, Mem. Acad. Dijon 184P, 
p. 96 {Cec? sphaeriae-typhinae}. 

606. Kugelige Gallen auf den Rippen der Blätter einer fossilen Populus-kxL 

Heer, Urwelt. 1865, p. 895, fg. 322 {Cec? Bremii). 



Synopsis Cecidomyidarum. 



99 



IV. Verzeichniss der Nahrungspflanzen und anderer 
Aufenthaltsorte der Gallmücken-Larven. 



Nr. 

Ahies V. Pinus. 

Acacia vera Willd. . . . 600, 601 

Acei- campestre L. ... 565, 567 

platanoides L 568 

Pseudoplatanus L. . . 50, 567 

rubrum L 566 

Achillea Millefolium L. ... 280 

Ptarmica L 352 

sp.? 513 

Aecidien .... 109, 138, 255, 560 
Aegopodium Podagraria L. . .571 
Aesculus Hippocastanum L. . . 216 
Agrostis lateriflora Mich. . 342, 466 
AUsnia v. Cec. alismae. 
Alnus glutinosa Gaert. . . 484, 485 

incana DC 486, 487 

serrulata Willd 394 

Älopecurus agrestis L 435 

Anethum Foeniculum L. = Foeni- 

eulum officinale All. 
Anthemis arvensis L. . 70, 127, 415 
Aristolochia Clematitis L. . . . 328 
Artemisia campestris L. . 76, 43fi 
vulgaris L. . . 193, 512, Nachtr. 
Arundo Phragmites L. = Phrag- 

mites communis Trio. 
Aphiden, unter ... 72, 547, 550 
Asclepias Vincetoxicum L. = 
Vincetoxicum officinale Mönch. 

Asperula tinctoria L 80 

Astragalus asper Jcq. . . 312, 449 

austriacus L 211, 591 

Cicer L 592 

Onobrychis L 312 

Athamanto OreoselinumL.= Peto- 
cedanum Oreoselinum Mönch. 

Avena fatua L 435 

sativa L 435 



Nr. 

Barbar ea vulgaris R. Br. . 90, 398 
Baumrinde, unter 89, 143, 180, 279, 
292, 323, 344, 358. 

Berber is vulgaris L 93 

Betula^lba L. . 94, 109, 138, 484 

Brassica sp.? 316 

Cheiranthus Vill 101 

Napus L. . . , 101, 311, 547 
oleracea L. . . . 101, 311, 547 

Bapa Koch 328 

Bromus secalinus L 162 

tectorum L 162 

Bri/onia sp.? 105 

alba L 104 

Buxus sempervirens L 108 

Caeoma miniatum Bon. . 109, 138 

Callistemon sp.? 431 

Campanula rotundifolia L. . . 525 

rapunculoides L. 526 

Gardumine x^ratensisi L. . . . 115 
Carduus v. Compositae. 

Cur ex muricata L 468 

pilosa Scr'p 185 

riparoa Curt 366 

Carjjinus americana Mich. . . 489 

Betulus L 118, 180 

Carum Carvi L 117 

Carya sp.? .... 119, 501-508 

Celsia Orientalis L 449 

Centaurea Scabiosa L 120 

Cerasus sp.? 72 

serotina Loisl 582 

Cerealien 86, 123, 124, 162, 172, 187, 
388, 435, 465. 

Chelidonium majus L 550 

Chrysanthemum inodorum L. 127, 415 

Leucanthemum L 516 

Chrysopsis Mariana Ell. . . .128 
13* 



100 



Julius Edl. V. Bergenstamm und Paul Low. 



Nr. 

Cirsimn sp.? 109, 138 

arvense Scop 522 

pältistre Scop 263 

Coceiden, unter 390 

Composüae 74, 109, 127, 138, 415, 4G1 
Conyza squarrosa L. = Inula 
Conysa DC. 

Cornus sanguinea L 139 

Coronilla Emerus L 142 

minima L 142 

Corylus Ävellana L 488 

Crataegus coccinea L . . . . 148 

Crus galli L 576 

Oxyacantha L. 122, 134, 148, 577 

tomentosa L 575 

Cupressus distycha = Taxodium 
distychum Eich. 

Cytisus austriacus L 152 

spinescens Sieb. 387 

Dactylis glomerata L 153 

Daucus Carota L. ... 117, 336 

Deverra tortuosa DC 106 

Dorycnium suffruticosum Vill. . 593 
Echium vulgare L. . . . 169, 449 

Epichloe typhina Fr 605 

Epilohium angustifolium L. 179, 574 

Erde, in 47, 446 

M'ica mediterranea L 173 

scoparia L 173 

E-yngium campestre L. . 174, 332 
Euphorbia amygdaloides L. . . 175 

Cyparissias L 175 

purpurata Thuil 175 

Excremente, in, von Insecten . 171 
Fagus sylvatica L. 97. 130, 178, 335, 
490, 491. 

Falcaria Rivini Hat 117 

Federn, unter, ausgestopfter Vögel 457 

Festuca pratensis Hds 88 

Ficus racemosa L 509 

Foeniciilum officinale AU. . . 336 
Fossil . 32, 234, 281, 425, 602, 606 
Fraxinus americana L. ... 535 



Nr. 

Fraxinus excelsior L.52, 98, 240, 325 
Fungi V. Pilze. 

Galeobdolon luteum Hds. . . . 205 
Galium Aparine L 532 

Mollugo L 206 

uliginosum L 206 

verum L 206, 531 

Gaylussacia sp.? . • 538 

Genista sp.? 587, 588 

germanica L 208 

Gleehoma hederucea L 107 

Gleditchia triacanthos L. . . . 212 
Gramineen . . . . 162, 187, 435 
Hamamelis virginica L. ... 51 

Sedysarum sp.? 594 

Helianthemum vulgare Gaert. . 222 
Helianthus sp.? . . . . 514, 515 
Heracleum Sphondylium L. . . 572 
Hieracium murorum L. . . . 224 

Pilosella L 517 

Holz, frisch geschlagenes . . . 345 

moderiges 2, 3, 6, 7, 16, 18, 21, 
25, 27, 33, 35, 36, 37, 39, 42, 44, 
46, 48, 56, 57, 61, 67, 74. 99, 130, 
158, 159, 181, 213, 252, 267, 290, 
302, 354, 442. 
Hordeum vulgare h. . 124, 162. 435 
Hypericum humifusum L. . 229, 393 

perforatum L 229 

Hypochaeris v. Compositae. 

Impatiens fulva Nutt 569 

Inula Britanica L 238 

Conyza DC 518 

ensifolia L 412 

Iris Pseudacorus L. . . . 321, 469 
Juniperus communis L, ... 243 

Kehricht, im, .279 

Knautia arvensis Coult. . . .511 

Kuhmist, im 95 

Lactnca muralis Don. . . 109, 138 
Laserpitium latifolium L. . . . 117 

p)ruthemcum L 336 

Lathyrus sylvestris L 595 



Synopsis Cecidoiuyirtaniiu. 



101 



Nr. 

Leontodon Taraxacum L. = Ta- 

raxaciim o/'ficinale Wigg. 
Leucanthemum vulgare Laui. =^ 
. Chrysanlliemam Leacanthe- 

miim L. 

Linaria vulgaris Mill 257 

Linum usitatissimum L. . . . 564 
Liriodelidron tuUpifera L. 552, 553 
Lithospermmn officinale L. . . 259 
Lonicera Xylosteuvi L. . . . 530 
Lotus corniculatus L 266 

idiginosus Hflfm 266 

Lyclmis dioica L. ..... 269 

Lysimachia vidgaris L. ... 537 

Lythrum Salicaria L 573 

Medicago falcata L. . . . 266, 312 

lupidina L 312 

sativa L 266, 312, 596 

Melaleuca sp.? 196 

Melampsora betulina Tlsn. 109, 138 

popidina Tlsn 109, 138 

salicina Tlsn 109, 138 

Mentha rotundifolia L. . . . 537 
Mesemhrianthemum sp.? . . . 278 
Mespilus V. Crataegus. 

Milium effusum L 467 

Miinosa nilotiea Desf. . . 600, 601 

Mnium pulustre L 321 

Muraleia sp.V 254 

Nasturtium pulustre DO. . . . 398 

sylvestre R. Br 398 

Nepeta Cataria L 409 

Onobrychis sativa Lain. . . .312 

Ononis spinosa L 313 

Origanum vulgare L 537 

Orobus vernus L 599 

Osteospermum moniliferum L. . 161 
Papaver dubium L. . . . 111, 322 

Mhoeas L 111, 322 

Passerina sp.'? 114 

Pastinaca sativa L 336 

Persica vulgaris Mill 72 

Peucedanuin Oreoselium Mönch. 462 



Nr. 

Phleum pratense L 321 

Phraginites communis Triu. 78, 192, 
233, 331. 

Phyiica ericoides L 112 

Phyteuma spicata L 524 

Pilze 38, 74, 109, 138, 255, 267, 343, 
390, 604, 605. 

Pimpinella magna L 336 

suxifraga L 117, 336 

Pinus sp.? . 337 

Abies L 410 

inops Ait. . . . 363, 470, 471 

Larix L Nachtr. 

maritima Koch 333, 337, 459, 460 

rigida Mill 363 

sylvestris L. . . . 100, 337, 395 

Pisum arvense L 338 

sativum L 338 

Poa nemoralis L 342 

trivialis L. .- 342 

Polygonum amphybium L. 330, 510 

Persicaria L 330 

Polyporus sp.? .... 267, 343 
Populus 109, 138, 323, 344, 377, Nachtr. 
Tremula L. 92, 109, 138, 432, 483 
Potentilla Tormentilla Scop. . . 584 
Poterium Sanguisorba L. . . . 585 
Pressrückstände, in, von Rüben . 279 

Prunus Cerasus L 122 

domestica L. . 267, 350, 581, 603 

serotina Ehrh 582 

spinosa L. . . . 329, 580, 581 

Pteris aquüina L . 464 

Pyrus communis L. . 293, 359. 360 

Quercus sp.? . 494, 497, 498, 500 

Cerris L. . . 126, 133, 495, 499 

falcata Mich 494 

palustris Mich 496 

pedunculata Ehrh 492 

Eobur L 492 

sessiliflora Um 492, 493 

tinctoria Willd 494 

Ranunculus bulbosus L. . . . 361 



102 



Julius Edl. V. Berge US tamin uud Paul Low- 



Nr. 

JRhamnus Alaternus L 376 

Bhododendron feirugineum L. . 534 

Ribes rubrum L 365 

uva crispa L 220 

JRöbinia Pseudacaeia L. . 351, 367 

Busa sp 72, 109, 138, 364 

canina L 369 

tomentosa Siu. . . . . . . 369 

Bosmarinus officinalis L. . . . 536 

Buhits sp 400, 578, 579 

caesius L 341, 372 

fruticosus L 372 

Idaeiis L 372 

Budbeckia triloha L 373 

Bumex sp.? 374 

Salix sp. div. 109, 138, 140, 223, 241, 
368, 376, 377, 382, Nachtr. 
alba L. . 241, 368, 430, 475, 476 

amyfjdalina L 223, 255 

aurita L. 113, 329, 368, 378, 473 

bahylonica L 476 

Candida Flüg . 382 

Caprea L. 109, 113, 138, 368, 378, 
472, 473. 

cinerea L 368, 378 

cordata Mhlbg. 63, 69, 84, 85, 155, 
314, 379, 384, 396, 481, 482. 

depressa L 368 

discolor Mhlbg. 63, 314, 379, 382, 
385, 396, 477, 480. 

fragilis L 329. 375, 426 

humilis Willd. 63, 314, 379, 381. 
382, 388, 396, 480. 

incana Schrk 474 

longifoUa Mhlbg. 63, 380, 390, 478 

lucida Mhlbg 396 

nigra Mhlbg 476, 479 

oleifolia Sni 113 

petiolaris Sra 396 

purptirea L. .241, 368, 378, 384 

repens L 223 

rigida Mhlbg 396 

rostruta Eicli. ... 63, 385, 396 



Nr. 

Salix viminalis L. . . . 275, 396 

Salvia sp.? 386 

Sambucus nigra L 528 

racemosa L 527 

Sarothamnus scoparins Wim. 387, 589, 

590. 
Scabiosa arvensis L. = Knautia 

arvensis Coult. 

Scrophularia aquatica L . . . 449 

Balbisü Hörn 449 

canina L 449 

nodosa L 449 

Seeale cereale L. . 86, 162, 388, 435 

Senebiera nilotica DC 545 

Senecio Jacobaea L 242 

Serratula arvensis L. =' Cirsium 

arvense Scop. 

Silaus pratensis Bess 336 

Sisymbrium Sophia L. . 398, 546 
Sium Falcaria L. = Falcaria 

Bivini Hst. 

Solidago sp.? 71, 227, 403, 404, 519, 
520. 

altissima L 286 

Sonchus arvensis L. . . . 72, 405 

oleraceus L 72, 405 

Spiraea salicifolia L 583 

tomentosa L 583 

ulmaria L 438 

Stachys recta L 539 

sylvatica L 409 

Syngenesistae v. Compositae 

Tamarix africana Poir. . . . 549 

sp.? 416 

Tanacetum vulgare L. 127, 461, 523 

Taraxacum officinale Wigg. . . 521 

Tarchonantes camphoratus L. . 371 

Taxodium distychum Rieh. . . 151 

Taxus haecata L 418 

Teucrium Chamaedrys L. . . . 541 

Scordium L 540 

Thalictrum sp.? 551 

Thymus Serpyllum L. . . 222, 538 



Synopsis Ceciilomyiilarum. 



103 



Nr. 

Thysselinum palustre HfFm. . . 336 
Tilia americana L 557 

europaea L. . 558—563, Nachtr. 

grandifolia Ehrh 559 

Torilis Änthriscufi Giul. . 117, 336 
Tormentilla erecta L. ^= Poten- 

tilla Tormentilla Scop. 
Trifolium pratense L. . . 361, 433 

siibterraneum L 537 

Triticum spelta L 124 

vulgare Vill. 86, 162 172, 135, 465 
Ulex europacus L. . . 437, 586 

Umbelliferae 570 

Urtica dioica L 441 

Vaccinium sp 533 

Verbascum Lychnitis L. . . . 449 

nigrmn L 449 

Orientale M. a. B 449 



Nr. 

Verbascum pulverulentum Vill. . 449 

speciosum Schrad 449 

Thapsus L . 449 

Veronica Beccabunga L. . 5-13, 544 

Chamaedrys L 451 

montana L 451 

spicata L 542 

Viburnum Lantana L 529 

Vicia Cracca L. . . 266, 597, 598 

sativa L 597 

Vincetoxicum officinale Mönch. . 79 

Vitis sp 554, Nachtr. 

cordifolia Mich. . . . 554—556 

Labrusea L 556 

riparia Mich. . . 452, 554, 556 

vulpina L 556 

Zilla myagroides Frsk 548 

Zwiebeln von Tulpen u. Hyacinthen 202 



Nachträge und Zusätze. 

Eaton A. E., Breves Dipterarum uniusque Lepidopteraruin insulae Kerguelensi 
indigenarum Diagnoses. (Eiit. Monthly Mag. 1875, T. XII, p. 58.) Be- 
schreibt auf p. 60 eine neue Gallmücken -Gattung Limnophyes njit 
einer neuen Species L. pusillus. Sie gehört zur Subfamilie Lestreminae 
in die Nähe von Micromyia. 
y. Haimhoflfei] , Beobachtungen über die Blattgalle und deren Erzeuger auf 
Vitis vinifera L. (Verh. d. zool.-bot. Ges. 1875, T. XXV, p. 801—810, 
Fig.). Beschreibt unter dem Namen Cecidomyia oenephila eine neue 
w Gallmücke, deren Larven auf den Nerven der Blätter des Weinstockes 
f^ rundliche, beiderseits vorragende Gallen erzeugen. Ihre Verwandlung 

geht in der Erde vor sich. 
I Henschel Gr., Leitfaden zur Bestimmung der schädlichen Obst- und Forst- 
baum-Insekten. 2. Auflage 1876. Enthält, ausser vielem Bekannten, auch 
die Beschreibung einer neuen Galle des Lärchbaumes {Abies Larix Lam.), 
welche eine kugelige Deformation der Blattknospen ist. Der Autor hat 
die sich im Frühlinge daraus entwickelnde Gallmücke Cecidomyia 
Kellneri genannt, jedoch nicht beschrieben. 
Rudow, Uebersicht der Gallenbildungen, welche an Tilia, Salix, Fopulus, 
Artemisia vorkommen, nebst Bemerkungen zu einigen ruderen Gallen. 
(Giebel's Zeitschr. f. d. ges. Naturwiss. 1875, T. 44, p. 237-287.) Ent- 
hält an neuen Species folgende: 



104 Julius Kdl. V, I5e r gen H tarn in urul l'aiil Tiöw. Synopsis Cecidnniyidarura. 

Diplosis ramicola n. sp. (^ fp. 239). Ihre Larve lebt in haselnuss- 
grosscn, mehrkammeriofen Gallen an den Triebspitzen der Wurzelschosse 
von Tilia. — Verwandlung in der Galle. 

Cecidomyia floricola n. sp. cf $ (p. 240). Die Larve lebt in 
runden Gallen an den Blüthenstielen von Tilia parvifolia Ehrh. — Ver- 
wandlung in der Galle. 

Cecidomyia bedeguariformans u. sp. cT $ (p. 250). Der Autor 
hält diese Art für die Erzeugerin einer bedeguar-ähnlichen Galle auf 
Populus tremula L. Diese Galle wurde jedoch schon von A. Müller 
(Gard. Chron. 1871, p. 1226) als das Product von Gallmilben beschrieben. 
Die Gallmücke ist daher nur Inquiline. 

Asynapta strohilina n. sp. Q (p. 279). Rudow erhielt diese Art 
aus lärclienzapfenähnlichen Blattrosetten von Salix. Sie kann nur als 
Inquiline angesehen werden, da, wie längst bekannt, die grossen, ver- 
schieden geformten Blattrosetten der Weiden ohne Ausnahme von Cec. 
rosaria H. Lw. herrühren. 

Cecid. sp.? (p. 283). Deren Larve in einkammerigen, weichen Gallen in 
den Blattachseln von Artemisia vulgaris L. leben. 

Zu Nr. 101, Forel, Notes sur quelques insectes nuisibles au Colza dans le 
Canton de Vaud. (Bull. Soc. Vaud. Sc. Nat. 1866—1868, T. IX, p. 72.) 
Bespricht Cecid. hrassicae Wtz. und ihre Schädlichkeit. 

Zu Nr. 275, 376, 378, A. Möller, On the habits of Cecidomyia salicina, 
marginem,torquens and Salicis (Ent. Monthly Mag. 1869-1870, T. VI, 
p. 109-110). 

Zu Nr. 293, Sclimidberger, Beiträge zur Obstbaumzncht und zur Natur- 
geschichte der den Obstbäumen schädlichen Insekten. Heft III, Linz 
1833. Beschreibt unter dem Namen Cecid. nigra Meig. eine Diplosis- 
Art. deren Larven in den jungen Birnen leben. 

Zu Nr. 342, Prillieiix M., Note sur la gallo des tiges du Poa nemoralis. 
(Ann. Sc. Nat. se'r. 3, botan. T. XX, 1853, p. 191-196, pl. 17.) Enthält 
die ausführlichste Beschreibung und beste Abbildung der Galle von 
Hormomyia poae Bosc. 

Zu Nr. 435, Walsh, The wheat midge (Prakt. Entom. Philad. 1867, T. 11, p. 99) 
beschreibt die Diplosis tritici Krby. und ihre Lebensweise. 

Zu Nr. 437, Trjiill, Insect-galls proiluced in Scotland (Scot. Naturalist II. 
1873, p. 170-173). 



Die Brand-, Rost- und Mehltliaupilze 

(Ustilagmel, Uredinel, Erysiphei et Peronosporei) 
der Wiener Gegend. 

(Beiträge zur Konntniss clor Kryptogameu-Flora Niedorösterroichs.) 

Von 

Professor Wilhelm Voss in Laibach. 

(Vorgelegt in der Versammlung am 5. Januar 1876.) 

Während die niederüsterreichische Flora in Bezug auf Phaneroganien 
ziemlich genau durchforscht wurde, und schöne Werke einen klaren Einblick in 
dieselbe gestatten, so ist das grosse Reich der Kryptogamen noch weit weniger 
bekannt. 

Haben auch in einzelnen Partien bedeutende Forscher gewirkt, und so 
zur künftigen „Krjptoganienkunde" Rieses Kronlandes beigetragen, so sind 
andere Zweige weniger bearbeitet worden. 

Zu diesen gehört wohl auch das Feld der Mycologie, obgleich es, durch 
die epochemachenden Leistungen von deBary, Tulasne, Fuckel und Anderen, 
zu einem höchst interessanten und dankbaren geworden ist. 

Wenn ich die drei obengenannten Gruppen erwählte, um das Vorkommen 
der einzelnen Arten derselben in der näheren Umgebung Wiens zu beobachten, 
so geschah dieses in der Ueberzeugung, dass nur die Autopsie Einzelner, auf 
bestimmte Gruppen gerichtet und an möglichst vielen Punkten des Gebietes 
vorgenommen, nach und nach das Materiale liefern kann, um die Vegetations- 
Verhältnisse Niederösterreichs, in Bezug auf diese PÜanzenklasse, aufzuklären. 

Ueber die Pilzflora Niederösterreichs liegen zunächst RöU's Beobachtungen 
vor, die sich in Pokorny's: Vorarbeiten zur Kryptogamenkunde von Unter- 
Oesterreich ') aufgezeichnet finden. Jedoch die oft mangelhafte Bezeichnung 
der Art und des Fundortes, so wie das Zurückgreifen auf Endlicher's Flora 
posoniensis beeinträchtiget wohl den Werth dieser Zusammenstellung, Umstände, 
welche schon Prof, G. v. Niessl in seinen Beiträgen zur Kryptogamenkunde 
Niederösterreichs ^) hervorgehoben hat. 

») Pokorny's Vorarbeiten in den Verhaudluugeii der k. k. zool.-bot. Ges. in Wien, 1854; 
KölTa Beiträge, ebenda 18.55. 

2) Ebenda 1857 und 1859. 
Z. B. Ges. B. XXVI. Abh. 14 



106 Wilhelm Voss. 

Leider konnte dieser gründliche Mycologc nur zwei Beiträge veröflFent- 
liclien, was umsomehr zu bedauern ist, da er den richtigen Weg zeigte, der 
zur genauen Kenntniss dieser Partie der Kryptogamen führen würde. 

Von grosser Wichtigkeit für die Kenntniss der Blattpilze Niederöster- 
reichs ist, nebst den Arbeiten des Freiherrn Hohenbühel-Heufler') und 
einiger Angaben Wallner's,^) das im vieruudzwanzigsten Bande der Verhand- 
lungen der k. k. zoologisch-botanischen Gesellschaft in Wien herausgegebene 
Verzeichniss v. Thümen's, über Pilze der Gegend von Krems. 

In den vorliegenden Zeilen wagte ich den Versuch, meine durch längere 
Zeit über diesen Gegenstand gemachten Beobachtungen aufzuzeichnen. 

Sämmtliche Formen, bei denen kein Beobachter angegeben ist, wurden 
an Ort und Stelle gesammelt und befinden sich in meinem Herbare; einen sehr 
grossen Theil derselben habe ich in jenes des hiesigen k. k. botanischen Hof- 
cabinetes und der k. k. zool.-bot. Gesellschaft hinterlegt. Solche Arten, welche 
in den genannten Arbeiten schon aufgeführt sind, und bei denen über die Art 
und Weise ihres Vorkommens kein Zweifel besteht, wurden nur namhaft ge- 
macht. Wo aber die Fortschritte der Wissenschaft eine genauere Sichtung 
vorgenommen haben, bin ich detaillirter gewesen. 

In der Systematik folgte ich im Allgemeinen Fuckel's Symbolae Myco- 
logiae.^) Nur bei Gruppirung der Ustilagineen, der Arten von Fuccinia und 
Uromyces bediente ich mich Schröter's Ein theil ung ,^) welche naturgemäss 
und höchst rationell ist. Podisoma wurde nach dem Vorgehen von Eeess^) 
zu Gymnosporangium gezogen. Aufgenommen wurde die Gattung Calyptospora 
Kühn. Als besondere Art erscheint Puccinia Sileris auf Siler trüohum Crantz., 
wobei ich hauptsächlich im Auge hatte, auf das Vorkommen einer Puccinia auf 
dieser nicht eben gemeinen UmbeUifere aufmerksam zu machen. 

Das durchsuchte Gebiet umfasst etwa ein Kreis mit einem Kadius von 
15—22 Kilometer (2—3 Meilen). 

Allerdings konnten die östlichen Theile dieses Gebietes weniger berück- 
sichtigt werden, da durch die mehrjährigen Donauregulirungs- und Welt- 
ausstellungsarbeiten das Terrain vielfach geändert wurde, und in Folge dessen 
die Vegetation noch keine bestimmten Formen angenommen hat. 

Nur bei wenigen Arten wurde über das Gebiet hinausgegriffen, im Falle 
es sich handelte deren Vorkommen, für Niederösterreich überhaupt, zu con- 
statiren. Bei sämmtlichen Species sind ihre bekannten Formen mit den ge- 
bräuchlichsten Synonymen angegeben'; wurden sie im Florengebiete noch nicht 
aufgefunden, so ist dieses an Ort und Stelle bemerkt. 



1) Verhandlungen der k.»k. zool.-bot. Ges. in AVieu, 1855. 
^) Oesterr. bot. Zeitung. Jahrgang 1871. Nr. 4, 9, 11, 12 und 1873, p. 280. 
'} Jahrbücher des Vereines für Naturkunde in Nassau. Band 23 und 24. 
♦) lirand- und Kostpilze Sohlesiens. Schles. Gesellschaft für vaterl. Cultur, 1872. Äbth. 
für NaturwisBenschaften und Medizin, p. 1 — 31. 

'-) Die Büstpilze der deutschen C'ouiferen. Abh. der naturf. Ges. in Halle, 1869. 



Die Brand-, Rost- uml Mehltliaupilze der Wiener Gegend. 



107 



Bei Angabe der Autorennamen, der auf Grund des Generationswechsels 
zusammengezogenen älteren Species, wurde Schröter und den in v. Thümen's 
sehr beacbtenswerther Arbeit „Aphorismen über den sog. Generationswechsel 
der Pilze, speciell der Uredineen" ') ausgesprochenen Grundsätzen gefolgt. 

Wohl wäre es mir noch nicht möglich gewesen, vorliegende Daten der 
Oeffentlichkeit zu übergeben, und damit vielleicht ein Geringes zur Kenntniss 
der Flora unseres Kronlandes beigetragen zu haben, wäre ich nicht von ver- 
schiedenen Seiten auf das Bereitwilligste unterstützt worden. 

Vor Allem gereicht os mir zur ehrenden Pflicht den tiefgefühltesten 
Dank auszusprechen, meinem hochverehrten, einstigen Lehrer, dem k. k. Prof. 
Dr. A. Kornhub er, für die gütigst gestattete Durchsicht seines Kryptogamen- 
Herbares, in Bezug auf Vorkommnisse der Wiener Gegend, wohl eines der 
reichsten und vollständigsten. Ferner dem k. k. Prof. Dr. H. W. Reichardt 
für die Benützung der Sammlungen des botanischen Hofcabinetes undFuckeTs 
Normal-Herbares, sowie einer Reihe von ihm gefundener, noch nicht aus Nieder- 
österreich bekannter Arten. 2) Endlich den Herren L. Fuckel und Prof. 
G. V. Niessl für die gütige Revision einiger unsicheren Arten und Synonymen. 



ÜBERSICHT. 



I. Brandpilze: Ustilaginei Tulasne. 



1. Ustilago Lk. 

2. Tilletia Tul. 



3. Sorosporium Rudölphi. 

4. Urocystis Rbh. 



II. Rostpilze: Uredinei Tulasne. 



1. Caeoma Tul. 

2. Peridermium Lk. 

3. Endophyllum. Lev. 

4. Coleosporium Lev. 

5. Melampsora Gast. 



6. Phragmidium Lk. 

7. Clirysomyxa Ung. 

8. Puccinia Pers. 

Puccinella Fckl. 

9. Uromyces Lev. 

Anhang. 



10. TracJiyspora Fckl. 

1 1 . Gymnosporangium'Lk. 

12. Cronartium Fr. 

13. Calyptospora Kühn. 



Phelonites Chevl. Aecidium Pers. Uredo Pers. 
III. Mehlthaupilze : Erysiphei Tulasne. 



1. Lasiöbotris Kze. et Schra. 

2. Podosphaera Lev. 

3. Sphaerotheca Lev. 

4. Phyllactinia Lev. 



5. Uncinula Le'v. 

6. Calocladia L^v. 

7. Erysiphe Lev. 



IV. Peronosporei de Bary. 



1. Peronospora Cord. 



2. Cystopus Le'v. 



') Im V. Berichte des botanischen Vereines in Landshut. 

') Die von den Herren Professoren Dr. A. Kornhnber und Dr. H. W. Reichart selbst 
aufgefundenen Arten, sind durch die beigesetzten Namen, die übrigen in ihren Herbarien befind- 
lichen, durch die Bezeichnung „im H. K." und ,im H. R." kenntlich gemacht. 

14* 



108 Wilhelm Voss. 



I. Brandpilze: Ustilaginei Tulasne. 

1. Ustilago Link. 
a) Exosporium glatt. 

1. Ust. longissima Lev. (Uredo longissima Sow.) in den Blättern von: 

Glyeeria spectahiUs M. et K. an Bächen bei St. Veit und Hütteldorf. 

— fluitans ß. Br. am Wiener Wege bei Mübldorf nächst Spitz. 
(Schiedermayr in Herb. d. z. b. Ges.) 

Im Mai und Juni nicht häufig. 

2. Ust. typhoides Berk. et Br. An den Blattscheiden von: 

Phragmites communis Trin. (Reichardt, Verh. d. z. b. Ges. XVII, p. 333, 
unter Ust. Jiypodytes Fr.). 

3. Ust. Carbo Tul. (Uredo segetum Pers.). In den Blüthentheilen von: 

Hordeuni vulgare L. bei Sievring etc. 
Avena sativa L. um St. Veit, häufig. 

— pubescens L. bei Hetzendorf, nicht häufig. 

4. Ust. umbrina Schrtr. An den Blättern von: 

Ornitlwgalum umbellatum L. In den Gebüschen des Parkes zu Hetzen- 
dorf, selten. 

b) Exosporium körnig. 

5. Ust. Caricis (Pers.) Pckl. — {Ust. urceolorum Tul.). Im Sommer nicht selten 

in den unentwickelten Früchten von: 
Carex limosa L. In den Torfmooren um den oberen Lunzer See (Reichardt). 

— älpestris All. Rauheneck bei Baden (Kornhuber). 

— alba Scp. Im Weichselthaie bei Baden (Berroyer im H. K.). 

— humilis Leys. Auf der Türkenschanze. 

— Michelü Host. Auf dem Kahlenberge. 

c) Exosporium stachlig. 

6. Ust. Maydis (DG.) Tul. Im Herbste häufig in den männlichen und weib- 

lichen Blüthen, an den Blättern und Blattscheiden von: 
Zea Mays L. Auf Feldern bei Weidling und Klosterneuburg. 

d) Exosporium papillös. 

7. Ust. Vaillantü Tul. Von Mai bis Juni, nicht häufig in den Blüthen von: 

Muscari comosum Mill. In den Gehölzen des Parkes zu Hetzendorf; auf 
Wiesen zwischen Mannersdorf und Götzendorf und auf Aeckern des 
Hiesberges bei Molk (Berroyer im H. R.). 

8. Ust. Heufleri Fckl. Von Mai bis Juni auf der Oberseite lebender Blätter von : 

Tulipa sylvestris L. Im Theresianumgarten (Wallner) und Schwarzen- 
berggarten (Strauss). 

9. Ust. neglecta Niessl. In den Früchten von: 

Setaria glauca P. B. Auf Brachen um Reckawinkel (Antscherl im H. R.). 



Die Brand-, Roet-, und Mehlthaupilze der Wiener Gegend. 109 



e) Exosporium genetzt. 

10. Uet. viölacea (Pers.) Tul. {Ust. antherarum Fr.). Im Sommer und Herbste 

in den Antheren von: 
Melandrium pratense Röhl. Wiesen um Schottwien (Reichardt). 
Saponaria officinalis L. bei Marchegg (im H. K.). 

11. Ust. receptaculorum (DC.) Fr. Im Blüthenboden von: 

Scorzonera humilis L. Bei Moosbrunn (Kornhuber).') 

12. Ust. utriculosa Tul. Von Juli bis September, in den unreifen Früchten von: 

Polygonum Hydropiper L. Auf feuchten Waldwiesen bei Weidlingau, 
nicht häufig. 

— lapathifoliuni L. Am Dornbach. 

2. TilleUa Tulasne. 
1. T. Caries (DC.) Tul. {Uredo sitophila Ditm.). In den Fruchtknoten von: 
Triticimi vulgare Vill. Auf Feldern bei Klosterneuburg, vereinzelt. Wallner 
traf diese Art häufig an der Semmeringstrasse. 

3. Sorosporimn Eudolphi. 
1. S. Saponariae Eud. Auf den noch unentwickelten Blüthenboden von: 

^ Saponaria officinalis L. Bei Marchegg (im H. K.). 

4. Urocystis Eabenhorst, 

1. U. occulta Schlechtendal. In den Halmen von: 

Seeale Cereale L. Auf Feldern bei Moosbrunn (Kornhuber). 

2. U. Colchici Ebb. Im Sommer selten auf der Oberseite lebender Blätter von : 

Colchicum autumnale L. Auf der Rohrerwiese bei Dornbach. 

3. U. pompholygodes Rbh. {Uredo Anemones Pers.). Auf der unteren Seite 
£ lebender Blätter von: 

P Anemone ranunculoides L. In Gebüschen des Parkes zu Dornbach. 

— Pulsatilla L. Auf dem Maaberge (Kornhuber). 

II. Rostpilze: Uredinei Tulasne. 

1. Caeoma Tulasne. 

1. C. Hypericorum Schlechtd. [U. Hypericorum DC). Häufig im Sommer an 

den Blättern von: 
Hypericum perforatum L. Bei Mödling und Brunn. 

— montanum L. In Wäldern bei Baden. 

2. C. Filicum Lk. Im Sommer nicht selten auf den Wedeln von: 

Cyst02)teris fragilis Beruh. An den Abhängen des Helenenthales bei Baden. 



•) Gibt Wal In er vom Semmering an, leider ohne Nährpflanze. 



110 Wilhelm Voss. 



2. Peridermium Link. 

1. P. oblongisporahmi Fckl. (P. Piwi Wallr. b. acicola; Aecidinum Pini Pers.). 

An den Nadeln von: 
Pinus sylvestris L. In den Waldungen des Kalenderberges und Anningers ; 
am Wege von Mauerbach nach Hairabach und am Zugberge bei Eodaun 
(Kornhuber). 

— austriaca Hoss. Auf dem Kobenzel. (Im Herbare des k. k. botan. 
Hofcabinetes.) 

2. P. Pini Fckl. (P. Pini Wallr, a. corticola). Nicht häufig an der Rinde von: 

Pinus sylvestris L. Im Rohrwalde (v. Niessl. Verh. d. z. b. G. 1857, 
p. 544); am Wege von Mauerbach nachHaimbach im Mai (Kornhuber) 
und am Geisberge (Hibsch und v. Höhnel im H. K.). 

3. P. elatinum Kze. et Schm. An den Nadeln junger Triebe von: 

Abies pectinata DG. Um Reckawinkel im Juni (Reichardt. Siehe auch 
V. Heufler, Verh. d. z. b. G. 1855). 

3. Endophyllum Leveille. 

1. E. Persoonii Lev. [JJreäo Sempervivi Alb. et Schw.), Auf der Oberseite 

der Blätter von: 
Sempervivum hirsutum L, An sonnigen Stellen des Geisberges nicht 

selten. 
Alljährlich auf verschiedenen cultivirten Sempervivum- kri^^ des botan. 

Gartens (Reichardt). 

4. Coleosporiutn Leveille. 

1. C. miniatiim (Pers.) Bon. {Ureäo miniatum Pers. Caeoma miniata Schicht,) 

An der Unterseite der Blätter, den Fruchtstielen und dem Frucht- 
boden von: 
Bosa canina L. Bei Baden und Dornbach, sehr gemein. 

— centifolia L. In Gärten nicht selten. 

— alpina L. Auf dem Schneeberge (Kornhuber). 

2. C. Pulsatillae (Dub.) Fr. {üredo Pulsatillae Duby.) Im Juli an der Rück- 

seite der Blätter von: 
Anemone Pulsatilla L. Auf dem Abhänge des Windberges bei Baden 
(Reichardt). 

3. C. Campanulacearum Fr. {TJredo Campanulae Fevs.). An der unteren Blatt- 

fläche von: 
Campanula Trachelium L. Auf dem Himmel bei Sievring und im Halter- 
thale. Auf dem Dürrenstein (Kornhuber). 

— patula L. Auf der Schiessstätte bei Mauer (Kornhuber). 

4. C. Bhinanthacearum (DG.) Fr. Gemein an den Stengeln und Blättern von: 

Melampyrum pratense L. Auf Wiesen des Himmels, 



Die Brand-, Ro6t- und Mehltliaupilze der Wiener (jetjend. 111 

Melampyrum nemorosum L. Im Halterthale. 
Euphrasia Odontitis L. Im Halterthale. 

5. C. Senecionis (Schum.) Fr. Auf der unteren Blatfcfläche von: 

Senecio vulgaris L. Auf Brachen bei der Aumühle nächst Kodaun (Korn- 
hubcr) und im Prater. 

— suhalpinus Koch. Auf dem Kubschneeberge (Reichardt), 

— ulpinus Koch. Auf dem Kuhschneeberge (Roll). 

— nebrodensis L. Um Edlach bei Reichenau (Kornhuber). 

6. C. Senecionum (Rbh.) Fckl. Im Frühjahre nicht selten an der unteren Blatt- 

fläche von: 
Senecio saracenicus L. In den Donau-Auen bei Floridsdorf. 

7. C. Sonchi Tul. Sehr gemein im Sommer an den Blättern von: 

Sonchus arvensis L. {Uredo Soncharum Rbh.). In Weingärten bei Sievering. 

— asper Vill. Auf wüsten Orten des Weltaustellungsraumes. 

— oleraceus L. Im Prater. 

8. C. Cacaliae (DC.) Eckl. Auf der Unterseite der grundständigen Blätter von: 

Adenostyles alpina Doli. Bei Glogguitz (Juratzka). 

— alhifrons Reichenb. Auf dem Hochkar (Reichardt). 

9. C. Tussilaginis (Pers.) Lev. An der unteren Blattfläche von: 

Tussilago Farfara L. Sehr gemein und oft von Aecidium Tussilaginis 
Pers. begleitet. In den Auen des Wienthaies während des Sommers. 
Petasites officinalis Mönch. Ebenda. 

5. Melampsora Castagne. 

1. M. Lini Desm. 

Fung. stylosporiferus {Uredo Lini DC). Im Frühling an den Blättern von: 
Linum catharticum L. Auf feuchten Wiesen bei Rodaun und im Prater 
ziemlich häufig. 

— alpinum Jacq. Auf dem Schneeberge (Juratzka in Thümen's Fungi 
aust. exe. 34). 

— usitatissimuni L. Im Kremsthale unterhalb Meisling (Kornhuber). 
Fung. teleutosporiferus. Im Herbste an den Stengeln und Blättern von: 

Linum catharticum L. Kalksburg. 

2. M. hetulina Tul. 

Fung. stylosporiferus {Uredo betulae KL). Im Sommer nicht selten auf 

der Rückseite der Blätter von: 
Betula alba L. Auf dem Heuberge bei Dornbach. 
Fung. teleutosporiferus. Im Winter an derselben Pflanze und an demselben 

Orte. 

3. M. populina Tul. 

a) Populi 
Fung. stylosporiferus {Uredo longicapsula DC). Sehr gemein auf der Unter- 
seite der Blätter von: 



112 Wilhelm Voss. 

Populus nigra L. Im Prater von August bis September. 
— pyramidalis Roz. um Dornbach. 
Fung. teleutosporiferus (Sclerotium 2^opuUnu7n Fers.) Auf den abgefallenen 
und faulenden Blättern derselben Nährpflanzen im Winter. Im Prater 
und bei Klosterneuburg. 

b) Populi albae. 

Fung. stylosporiferus {Uredo aecidioides DG.). Vom Sommer bis zum Spät- 
herbste an den Blättern von: 
Populus alba L. In den Prater-Auen sehr gemein. 
Fung. teleutosporiferus. Im Winter ebenda. 

c) Populi tremulae. 

Fung. stylosporiferus (Uredo ovata Str.) und 

Fung. teleutosporiferus. Unter denselben Verhältnissen "wie die vorigen, 
jedoch weniger häufig. An den Blättern von: 
Populus tremula L. Um Sievering und auf dem Himmel. 

d) Populi moniUferae. 

Fung. stylosporiferus ("i Forma von Uredo longicapsula DC). Gemein an 
der Unterseite der Blätter von: 
Populus monilifera Ait. In Parkanlagen des Praters. 
Fung. teleutosporiferus. Nicht beobachtet. 

4. M. salicina Tul. 

a) Salicis capreae. 

Fung. stylosporiferus (Uredo caprearum DC). Auf der Unterseite der 
Blätter von: 
Salix Caprea L. Um Dornbach. 
Fung. teleutosporiferus (Sclerotium salicinum Fr.). Nicht beobachtet. 

b) Salicis vitellinae. 

Fung. stylosporiferus (Uredo vitellinae DC). Auf den Blättern von: 

Salix vitellina L. Hin und veieder in den Prater-Auen; häufiger bei Velm, 
im Sommer. 
Fung. teleutosporiferus. Ebenda, aber meist erst im December. 

c) Salicis albae. 

Fung. stylosporiferus. Gemein an der Unterseite der Blätter von: 

Salix alba L. An Bachrändern bei Sievering und Hütteldorf. 
Fung. teleutosporiferus. Nicht beobachtet. 

5. M. areolata Lev. 

Fung. stylosporiferus (Uredo Padi Schm. et Kze.) Im Sommer häufig auf 

der unteren Blattfläche von: 
Prunus Padus L. Um Hadersdorf. 
Fung. teleutosporiferus (Pucciniastrum areolatum Otth. in Wartmaun und 

Schenk, Schweizer Kryptogamen). Auf der Oberseite der Blätter, im 

Herbste. 



Die Brand-, Rost- und Mehlthaupilze der Wiener Gegend. 113 

6. M. Euphorbiae Gast. 

Fung. stylosporiferus {Uredo Euphorbiae DC)- An der unteren Blatt- 
fläche von: 
Euphorbia helioscopia L. Im Prater. 

— virgata W. et K. In der Hinterbrühl. 

— dulcis Sra. Im Halterthale, Ende August. 

— verrucosa Lam. Im Theresianumgarten (Juratzka im H. K.). 
Im Sommer und Herbste sehr verbreitet. 

Fung. teleutosporiferus {Bhytisma Euphorbiae Schubert). An den Blät- 
tern von: 
Euphorbiae dulcis Sm. Im Halterthale (mit den Stylosporen). 

6. Phragmidium Link. 

1. Phr. Poterii FcM. 

Fung. stylosporiferus {Uredo Poterii Schlecht.). Im Sommer an den Blättern 

und Stengeln von: 
Poterium Sanguisorba L. Auf dem Kalenderberge (Kornhuber); in der 

Brühl; im Marchfelde (Roll, in Herb, der z. b. Ges.). 
Fung. teleutosporiferus [Phr. mucronatum Wallr. b. Sanguisorbae) Nicht. 

beobachtet. 

2. Phr. obtusum Schm. et Kze. 

Fung. stylosporiferus {Uredo PotentillarumDC.) und Fung. teleutosporiferus. 
Ersterer im Juni, letzterer im September, auf der Unterseite der 
Blätter von: 
Potentilla argentea L. Auf Bergwiesen bei Baden und Vöslau. 

3. Phr. granulatum Fckl. 

Fung. stylosporiferus und Fung. teleutosporiferus. Auf der unteren Blatt- 
fläche von: 
Potentilla albaL. Anfangs September auf der Rohrerwiese bei Dornbach; 
In der Pfaffstettner Einöde bei Baden (Reichardt). 

4. Phr. effusum Awd. 

Fung. stylosporiferus {Uredo ^«/^osa Reb.). Auf der Oberseite der Blätter von: 

Rubus Idaeus L. In Gärten (Wallner). 
Fung. teleutosporiferus. Nicht beobachtet. 

5. Phr. asperum Wallr. ') 

Fung. stylosporiferus {Uredo Puborum DC.) meist gemeinsam mit Fung. 
teleutosporiferus. An der unteren Blattfläche von: 
Pubus fruticosus L. Bei Hütteldorf und Haimbach. 



^) Auf diese, mir bei der Untersuchung entgangene Art, wurde ich durch die Güte des 
Herrn L. Fuckel aufmerksam gemacht, all den ich sie mit anderen Pilzen sandte. Dadurch ist 
deren Vorkommen für Niederösterreich constatirt. 

Z. H. Ges. B. XXVI. Abh. lö 



114 Wilhelm Vohs. 

6. Fhr. incrassatum Link. 

Fung. stylosporiferus {Uredo Ruborum DC.) gemeinsam mit Fung. teleu- 
tosporiferus {Phr. hulhosum Schicht.). Im Hochsommer an der Unter- 
seite der Blätter von: 
Bubus fruticosus L. var. discolor. Bei Purkersdorf, Haimbach und Hüttel- 
dorf, sehr gemein. 
— caesius L. Am Fasse des Gallizius bei Ottakring. 

7. Phr. Bosarum Rbh. 

Fung. stylosporiferus {Uredo Bosae Pers.) mit dem Fung. teleutosporiferus 
{Phr. incrassatum a Bosarum Rbh.). Vom Juli bis September auf 
der unteren Blattfläche verschiedener Rosen. So an: 
Bosa centifolia L. Häufig in Gärten. 

— canina L. Bei Döbling und Heiligenstadt. 

— pimpinellaefolia L. Bei Sievering. 

7. Chrysomyxa Unger. 
1. Chr. Ahietis Ung. Auf den Nadeln von: 

Abies excelsa DC. Bei Merkenstein nächst Baden (v. Heufler, Beiträge 
zu den Kryptogamen Niederösterreichs. Verh. d. z. b. Ges. 1855). 

8. Puccinia Persoon. 

Gruppe A. Ewpuccinia Schrtr. 

Generationswechsel vollständig bekannt. Die Spermogonien, Aecidien, 
Stylo- und Teleutosporen folgen einander auf derselben Nährspecies. 

1. P. Violarum Link. 

Fung. hymeniferus {Äecidium Violae Schum.). Auf der Unterseite lebender 
Blätter von : 

Viola canina L. In den Donau-Auen bei Stockerau. 

— odorata L. In den Auen des Praters. Mai bis Juni. 

Fung. stylosporiferus {Uredo violarum DC.) mit Fung. teleutosporiferus. 
In gemeinsamen Häufchen auf der Unterseite der Blätter von: 
Viola sylvestris Lam. Am Ausgange des Parkes zu Hadersdorf; auf dem 
Zugberge bei Rodaun (Kornhuber). 

2. P. Lychnidearum Link. 

Fung. hymeniferus {Äecidium Behenis DC). Nicht beobachtet. 

Fung. stylosporiferus {Uredo Lychnidearum Desm.) mit Fung. teleuto- 
sporiferus. Von August bis October gemeinsam auf den Blättern und 
Stengeln von: 
Silene inflata Sm. Im Augarten und um Gersthof. 

— acuulis L. (Nur Teleutosporen). Auf dem Schneeberge (Wallner). 
Dianihus plumarius L. (Nur Teleutosporen). Bei Mödling (Wallner). 

3. P. Stellariae Duby. 

Fung. hymeniferus {Aeciditmi Stellariae Kirch.) und Fung. stylosporiferus 
{Uredo Stellariae Fckl.). Nicht beobachtet. 



Die Brand-, Rost- und Mehlthaupilz« der Wiener Gegend. 115 

Fung. teleutosporiferus. Auf den lebenden Blättern von: 
Stellaria media Vill. Im Prater. 

— uliginosa Murr. In Wäldern bei Haimbach. 
Malachium aquaticum Fries. Beim Schiessplatze im Prater. 
Älsine austriaca M. et K. Auf der Raxalpe (Berroyer im H. R.). 
P. Pimpinellae Link. 

Fung. hymeniferus (Aecidiutn Pimpinellae Kirchr.) mit Fung. stylosporiferus 
[Uredo Pimpinellae Str.). Auf der Unterseite der Blätter von: 
Pimpinella Saxifraga L. Bergwiesen bei Baden, nicht häufig. 
Fung. teleutosporiferiia. An den Blättern von: 

Pimpinella magna L. Um Guttenstein (v. Niessl) und bei Schottwien 
(Wallner). 
P. Primulae Grev. 
Fang, hymeniferes {Aeeidium Primulae ÜC.). Auf den Blättern von: 

Primula acaulis Wulf. Bei Purkersdorf (v. Niessl). 
Fung. stylosporiferus {Uredo Primularum. DC.) und Fung. teleutosporiferus. 

Noch nicht beobachtet. 
P. Soldanellae Fckl. 
Fung. hymeniferus {Aeeidium Soldanellae Hornsch.) auf: 

Soldanella alpina L, Auf dem Wechsel (Welwitsch im Herbare des 
k. k. bot. Hofcabinetes). 
Fung. stylosporiferus {Uredo Soldanellae DC). An den Blättern von: 
Soldanella alpina L. An dem Schlangenwege der Raxalpe im Mai (Ronin- 
ger im H. K.). 
Fung. teleutosporiferus. Nicht beobaclitet. 
P. CJwndrillae Corda. 

Fung. hymeniferus {Aeeidium Lactucea Op.. A. Taraxaci Schm. et Kze.). 
Im Sommer gemein auf den Blättern von: 
Taraxacum officinalis Wigg. Um Purkersdorf. 

Lactuca muralis Don. In den Waldungen des Kahlenberges (Reichardt) 
und im Weichselthale bei Baden. (Roninger im H. K.). Im Liesing- 
thale (Kornhuber). 
Fung. stylosporiferus {Uredo Cichoriacearum DC). Mit den Aecidien oft 
gemeinsam auf: 
Taraxacum officinalis Wigg. Um Purkersdorf. 
Cichorium Endivia L. In Küchengärten Hütteldorfs.') 
Fung. teleutosporiferus. Auf der unteren Blattfläche von: 

Taraxacum officinalis Wigg. An Rainen bei Hütteldorf und auf Wiesen 

um Dornbach; im Herbste. 
Lactuca sagittata W. et K. Im Spittelwalde bei Brück a. d. L., im Juni 
(Reichardt). 



') Auf die Teleutosporen dieser Nährspecies gründet Passe rini Aie kri Puccinia Endiiiae. 
Jnst Bot. Jahresbericlit (1874) 1875. 

15* 



116 Wilhelm Vo bb. 

8. P. Centaureae DC. 

Fung. hymeniferus {Aeciäium Centaureae DC). Auf der Eückseite der 
Blätter von: 
Centaurea Jacea L. Im Mai auf Wiesen bei Kierling (Reichardt). 

— Scabiosa L. Bei Weidling am Bache, im Frühjahre. 

Fung. stylosporiferus und Fung. teleutosporiferus. In gemeinsamen Häuf- 
chen auf der Unterseite der Blätter derselben Nährpflanzen im Herbste. 
Auf Wiesen bei Dornbach; an Wegen in der Hinterbrühl und im Au- 
garten. An: 
Centaurea Cyanus L. Auf der Türkenschanze (Eoninger im H. K.). 

9. P. Hieraeii Mart. 

Fung. hymeniferus {Aeciäium Hieraeii Schura.). An den Blättern von: 
Crepis tectorum L. Auf Aeckern der Türkenschanze (Eoninger im H. K.). 

Fung. stylosporiferus an der oberen Blattfläche und Fung. teleutosporiferus 
auf der unteren von: 
Hieracium murorum L. Am Wege von Haimbach nach Steinbach. 

— amplexicaule L. Um Thernberg bei Wr. Neustadt (Eeichardt). 
Crepis tectorum L. Auf der Türkenschanze (Eoninger im H. K.). 

10. P. Cirsii Lsch. 

Fung. hymeniferus {Aeciäium Cirsii DC). Auf den Blättern von: 

Cirsium rivulare Lnk. Bei Moosbrunn (Xornhuber). 
Fung. stylosporiferus {Ureäo Cirsii Lsch.). Auf der unteren Blattfläche von: 

Cirsium oleraceum öcop. Auf feuchten Wiesen bei Hadersdorf. 

Caräuus acanthoides L. Auf Schutthalden in der Hinterbrühl. 
Ftmg. teleutosporiferus. An der unteren Blattfläche von: 

Serratula heterophylla Desf. Auf Wiesen bei Münchendorf (Kornhuber). 

— tinctoria L. In der Einöde bei Baden (Eeichardt). 
Carlina vulgaris L. Bei Eaggendorf im Marchfelde (Eöll). 

11. P. Prenanthis Fckl. 

Fung. hymeniferus {Aeciäium Prenanthis Pers.). Auf Blättern von: 
Prenanthis purpurea L. Bei Mauerbach, im Jani. 

Fung. stylosporiferus {Ureäo Prenanthidis Schum.) gemeinsam mit Fung. 
teleutosporifertis (P. conglomerata Schm. et Kze.). Im Herbste an 
den Blättern derselben Nährpflanze. Um Purkersdorf; bei Hinterhaim- 
bach; bei Neuwaldegg (Juratzka), sehr gemein. 

12. P. Galiorum Link. 

Fung. hymeniferus {Aeciäium Oalii Pers). Auf den Blättern von: 
Galium sylvaticum L. Im Frühjahre selten, bei Mauerbach. 

— MoTlugo L. An grasigen Abhängen bei Gersthof (Eoninger im H. K.). 
Fung. stylosporiferus {Ureäo Galii Ebb.) in gemeinsamen Häufchen mit 

Fung. teleutosporiferus von Juni bis October. An: 
Galium sylvaticum L. Im Halterthale und bei Haimbach. 

— verum L. An Wegen in der Hinterbrühl. 



Die Brand-, Rost- und Mehlthaupilze der Wiener fiegend. 117 

13. P. Menthae Pers. 

Fung. hymeniferus {Aecidium Menthae DC.)- Nicht beobachtet. 

Fung. stißosporiferus (Ureclo Menthae Pers.) fast gleichzeitig mit Fung. 

teleutosporiferus. Ersterer mehr auf der Unterseite der Blätter, letzterer 

an Blättern und Stengeln von: 
Mentha sylvestris h. Im Herbste am Promena,dewege in der Vorderbrübl; 

am Wege von Weidling nach Klosterneuburg; im Beethovengange bei 

Heiligenstadt, sehr gemein. 

14. P. obtusa Schrtr. 

Fung. hymeniferus. Auf der Unterseite der Blätter von: 

Sälvia verticillata L. (Wurde von v. Thümen bei Krems gefunden. Fungi 
aiistr. exe. Nr. 77). 
Fung.' stylosporiferus und Fung. teleutosporiferus (unter Puccinia Beto- 
nicae DC). In gemeinsamen Häufchen an: 
Salvia verticillata L. Im September und October ziemlich häufig auf der 
Unterseite der Blätter. In der Brühl. 

15. P. Thesii Chail. 

Fung. hymeniferus {Aecidium Thesii Desv.). Im Frühjahre gemein an der 
Unterseite der Blätter von: 
Thesium linophyllum L. Bei Baden ; Moosbrunn (Kornhuber) . 
Fung. stylosporifenis iüredo Thesii Dub.) gemeinsam mit Fting. teleuto- 
sporiferus. Im Herbste auf den Blättern von: 
Thesium linophyllum L. Am Geissberge bei Eodaun; um Laa. 

— alpinum L. In der Brühl (Herbar des k. k. bot. Hofcabinetes). 

16. P. Fpilobii DC. 

Fung. hymeniferus {Aecidium EpilobiiDC). Auf der Unterseite derBlätter von 
Epiilobium hirsutum L. Im Mai und Juni bei Pötzleinsdorf. 
— montanum L. Bei Dornbach (Berroyer). 
Fung. stylosporiferus {Uredo Fpilobii DC.) meist gemeinsam mit Fung. 
teuleutosporiferus. Auf beiden Blattflächen von: 
Epilobium hirsutum L. An Waldrändern bei Pötzleinsdorf und an Wegen 
bei Gersthof, im Herbste nicht selten. 

17. P. Asparagi DC. 

Fung. hymeniferus {Aecidium Asparagi Lsch.). Nicht beobachtet. 

Fung. stylosporiferus {Uredo Asparagi Lsch.) im Sommer iinili Ftmg. teleu- 
tosporiferus im Herbste an den Stengeln und Blättern von: 
Asparagus officinalis L. In der Au beim Schiessplatze im Prater, im 
November; auf Wiesen bei Münchendorf, im Juli (Kornhuber). 

18. P. Circaeae Pers. 

Fung. hymeniferus {Aecidium Circaeae Ces.). Im Fröhliuge nicht häufig 
auf der Unterseite der Blätter von: 
Circaea lutetianu L. Bei Mauerbach. 
Fung. stylosporiferus {Uredo Circaeae Alb. et Schw.). Nicht beobachtet. 



118 Wilhelm Voss. 

Fung. teleutosporiferus. Im September nicht selten an den Blattrippen und 
Stengeln von: 
Circaea lutetiana L. Am Wege von Haimbach nach Steinbach. Bildet 
dunkelbrauae compacte Hänfchen. 

Gnippe B. Heteropuccinia Schrtr. 

Mit vollständigem Generationswechsel. Spermogonien und Aecidien einer- 
seits, Stjlo- und Teleutosporen anderseits, auf verschiedenen Nähr- 
species gebildet. 
10. P. Caricis DC. 

Fung. hymeniferus {Aecidium urticae Schum.). An der Unterseite der Blätter 
und an den Stengeln von: 
Urtica cUoica L. Im Prater, gemein im Mai und Juni. 
Fung. stylosporiferiis [Ureäo pseitdocyperus Uhh.) und Fung. teleutospori- 
ferus. In gemeinsamen Häufchen an: 
Carex acuta L. Auf Wiesen bei Moosbrunn. 

— sylvatica Huds. Auf dem Heuberge bei Dornbach. 

— hirta L. Bei Schottwien (Waliner). 

20. P. arundinacea Hedw. 

Fung. hymeniferus {Aecidium Bumicis Schlecht. Bot. Zeit. 1875, 42). Auf 
den Blättern von: 
Bumex conglomeratus Murr. Itn Prater. 
Fung. stylosporiferus [TJredo arundinacea 'B.om&I) und Fung. teleutospori- 
ferus in gemeinsamen Häufchen an: 
Phragmites communis Trin. Sehr gemein in den Auen des unteren Praters;^) 
bei Moosbrunn, Baumgarten und im Marchfelde (Reichardt). 

21. P. straminis Fclil. 

Fung. hymeniferus {Aecidium Asperifolii Pers.). Im Frühjahre an der 
Unterseite der Blätter von verschiedenen Asperifolien ; so an: 

Symphytum officinale L. Am Wege von Dornbach nach Hameau. 

Cerinthe minor L. {Aecidium Cerinthes Thüm.). Im Prater. 

Cynoglossum officinale L. Im Prater (v. Niessl, im Herbare des k. k. bot. 
Hofcabinetes). 

Anchusa officinalis L. Auf der Türkenschanze (Juratzka im H. K.). 

Nonnea pulla DC. Bei Gersthof (Roninger im H. K.). 
Fung. stylosporiferus (Uredo Bubigo vera DC.) meist mit Fung. teleuto- 
sporiferus, jedoch früher erscheinend und verschwindend. An den 
Blättern und Blattscheiden von : 



'; Von diesem Fundorte sandte ich auch Exemplare an L. Fuckel. Nach brieflicher Mit- 
theilnng waren es nicht solche mit der gewöhnlichen P. arundinacea Hedw,, sondern zeigten eine 
neue Art, die auch bei Oeetrich vorkömmt und welche genannter Forscher in Kürze zu beschrei- 
ben gedenkt. 



Die Brand-, Rost- und MohUhaupilze der Wiener Gegend. 119 

Hordeum vulgare L. Bei Sievering. 

Ävena sativa L. Bei Penzing. Oefter sehr gemein. 

22. P. graminis Pers. 

Fung. hymenifefus (Aecidium elongatum Lk. d. Berberidis; Aecidium Ber- 

heridis Pers.). An Blättern und Früchten von : 
Berberis vulgaris L. Sehr gemein. 
Fung. stylosporiferus {Uredo linearis Pers.) und Fung. teleutosporiferus. 

Im Sommer und Herbste an den Blättern und Halmen verschiedener 

Gräser. So an : 
Seeale Cereale L. Bei Sievering. 
Hordeum vulgare L. Bei Döbling. 
Avena sativa L. Bei St. Veit und Pötzleinsdorf. 
Triticum repens L. Bei Sievering und im Prater. 
Festuca gigantea Vill. Am Sampfe beim Rondeau im Prater. 
Calamagrotis Fpigeos Roth. Am Fusse des Gallizins. 

23. P. coronata Corda. 

Fung. hymeniferus {Aecidium elongatum Lk. a Bhamni; Aecidium 
Rhamni Pers.). Im Frühjahre häufig an: 
Bhamnus frangula L. Bei Moosbrunn; bei Himberg (Reichardt im H. K.). 
— cathartica L. Bei Mauer und Rodaun (Korn huber). 
Fung. stylosporiferus und Fung. teleutosporiferus. Im Sommer und Herbste 
an Blättern und Blattscheiden von: 
Avena sativa L. Bei Mauerbach. 
Calamagrostis Fpigeos Roth. Bei Steinbach. 
Ist die seltenste von den, die Gräser bewohnenden Puccinien. 

24. P. sessilis Schneider. 

Fung. hymeniferus {Aecidium alliatum L. Sitzungsbericht der naturf. Ges. 
zu Leipzig, 1874, p. 41— 43). Auf der Unterseite lebender Blätter von: 
Allium ursinum L. Im Frühjahre an den Geländen des Halterthaies 
Im Prater (Kornhuber). 

Fung. stylosporiferus und Fung. teleutosporiferus an: 
Phalaris arundinacea L. Nicht beobachtet. 

Gruppe C. Hemipuccinia Schrtr. 

Nur Stylo- und Teleutosporen bekannt, welche auf derselben Nährpflanze 
meist gleichzeitig angetroffen werden (Spermogonieu und Aecidien 
bei einigen vielleicht übersehen). 

25. P. Prunorum Link. 

Fung. stylosporiferus {Uromyces Prunorum Fckl.) und Fung. teleutospori. 
ferus {Dicaeoma Prunorum Lk.). Auf der Unterseite der Blätter von: 



120 Wilhelm Voss. 

Prunus d^omestica L. In Obstgärten bei Sievring.') 
— spinosa L. Im Walde bei Unterhaimbach. 
2(j. P. Ehododendri Fckl. 

Fung. stylosporiferus {Uredo Ehododendri DC). An der Unterseite der 

Blätter von: 
Bhododendron hirsutum L. Im Saugraben des Schneeberges (Keichardt); 
am Nordabliaiige des Göstritz und auf der Schnee-Alpe (Kornhuber). 
JRhododendron ferrugineum L. Auf dem Schneeberge (Juratzka). 
Fung. teleutosporiferus. An den Blättern von: 
Rhododendron hirsutum L. Am Nordabhange des Göstritz (Kornhuber). 

— ferrugineum L. Auf dem Schneeberge (Juratzka). 

27. P. Apii Corda. 

Fang, stylosporiferus {Uredo Apii Wallr.) gleichzeitig mit dem Fung. 
teleutosporiferus. An den grundständigen Blättern von : 
Apium graveolens L. Im Herbste in Küchen gärten von Hütteldorf. 

28. P. Oreoselini Fckl. 

Fung. stylosporiferus [Uredo Oreoselini Str.). Auf der Unterseite der 
Blätter von: 
Peucedanum Cervaria Cuss. Im Juli am Leopoldsberge (Reichardt). 

— OreoseZwi Mönch. Auf dem Kalvarienberge bei Baden (Reichardt). 

— alsaticum L. Auf Wiesen bei Mauer. 

Fung. teleutosporiferus (unter P. ümbelliferarum DC). Auf der Unterseite 
der Blätter von : 
Peucedanum Cervaria Cuss. Am Promenadewege in der Vorderbrühl; 
am Leopoldsberge (Reichardt). 

— Oreoselini Mönch. Bei Vöslau. 

29. P. Aegopodii Link. 

Fung. stylosporiferus {Uredo Aegopodii Str.) nicht beobachtet. Fung. teleur 
tosporiferus. Auf der Unterseite der Blätter von : 
Aegopodium Podagraria L. Auf dem Kaufberge (Kornhuber). 

30. P. Sileris nov. spec. 

Sporenhäufchen etwa 0*25 Mm. breit, schwärzlich, zahlreich an der Unter- 
seite des Blattes, zumeist längs der Blattrippen gestellt. Aus Stylo- 
und Teleutosporen zusammengesetzt. 

Fung. stylosporiferus. Fig. 1. 

Spore kugelig, stiellos, kastanienbraun. Membran massig verdickt, körnig; 
dunkler als der Sporeninhalt. 

Durchmesser im Mittel 0-022 Mm. 



1) Weder Fuckel noch Schröter erwähnen das Vorkommen der Stylosporen a,uf Prunus 
domestica L. Bei den mir vorliegenden Exemplaren sind die Stellen des Blattes , auf welchen 
Stylosporen sitzen, schon dem Auge durch ihre lichtere Färbung kenntlich. Unter den Teleuto- 
sporen auf derselben Nährpflanze traf ich hin und wieder solche, deren obere Sporenzelle in Form 
und Farbe von dor unteren abweicht. Sie ist braun, rundlich und zeigt stacheliges Exosporium, 
während die untere licht und länglich ist, und ein glattes Exosporium besitzt. Solche Teleuto- 
sporen erinnern sehr an jene von Puccinia discolor Fckl. 



Die Brand-, Kust- und Mohltanpilze der Wiener Gegend. 121 

Fung. teleutosporiferits. Fig. 2. 

Spore elliptisch, an den Enden kugelig abgerundet, wenig eingeschnürt. 
Membran dunkelbraun. Stielzelle farblos, am Grunde verdickt; untere 
und obere Sporenzelle der Form und Grösse nach fast gleich. Inhalt 
lichtbraun ohne deutliche Vacuole. 

Länge der Spore ohne Stiel im Mittel 0"0315 Mm. 

Breite der Spore im Mittel 0-0227 „ 

Länge des Stieles 0'0035 ,, 

Dicke der Membran 00023 „ 

2 




240 : 1. 
(In 1 igt die Membran um die Hälfte zu stark gezeichnet.) 

An den Wurzelblättern von Siler trilobum Crantz, in den Waldungen des 
Kahlen- und Leopoldbergs, im Sommer. 

Diese Art wurde zuerst von Dr. Welwitsch im Juni des Jahres 1833 ge- 
sammelt (im Herbare des k. k. botan. Hofcabinetes), durch v. Heufler 
wiedergefunden und unter Puccinia UmbelUferanimDC. bekannt gegeben. ') 

Sie steht am nächsten der Puccinia Heraclei Gev., ist jedoch von dieser unter- 
schieden, durch das Auftreten der Sporen an der Unterseite des Blattes; 
durch den Mangel einer deutlichen Vacuole, durch viel constantere Form 
der Sporen (bei P. Heraclei schwankt diese zwischen oval und länglich) 
geringerer Verdickung der Membran, Anschwellung des Stieles an dessen 
Basis und durch das gleichzeitige Vorhandensein der Stylosporen. 

31. P. Tanaceti DC. 

Fung. stylosporiferus {üredo Tanaceti Lasch.) gemeinsam mit Fung. 
teleutosporiferus. Auf der unteren Blattfläche von: 
Tanacetum vulgare L. Auf Wiesen und an Waldrändern bei Hütteldorf, 
vom September bis October. 

32. P. Balsamitae Ebh. 

Fung. stylosporiferus {Uredo Balsaviitae Str.) gemeinsam mit Fung. 
teleutosporiferus. Auf den Blättern von: 

Tanacetum Balsamita L. In Hausgärten bei Schottwien (Waller in 
Thümen's Fimgi austr. exe. 628), 

33. P. oUegens Tul. 

Fung. stylosporiferus ( Uredo suaveolens Pers.) meist mit dem Fung. teleuto- 
sporiferus. An der unteren Blattfläche von: 
Cirsium arvense Scop. Auf der Türkenschanze und in den Praterauen; 
ferner bei Rodaun und Moosbrunn (Kornhuber). Nicht selten und 
bis spät im Herbste. 

') Verh. d. z. b. Ges. in Wien. IX. 1859, p. 93. 
Z. B. Ges. B. XXVI. Al)h. 16 



122 Wilhelm Vosa. 

34. P. Bardanae Corda. 

Fung. stylosporiferus {Uredo flosculosorum Alb. et Schw.) und Fang, 
teleutosporiferus. Ersterer auf beiden Blattflächen, letzterer an den 
schon welken Blättern von: 
Lappa tomentosa Lam. Im Sommer und Herbste sehr gemein. An der 
Fahrstrasse in der Hinterbrühl; im Parke zu Hadersdorf; auf Schutt- 
halden im Prater und am Laaerberge. 

35. P. Artemisiae Pckl. 

Fung. stylosporiferus {Uredo Artemisiae Rbh.) an den Blättern, und Fung. 
teleutosporiferus (P. Artemisiarum Dub., P. discoidearuvi Lk. P. Ab- 
sinthii DC.) an den Stengeln von: 
' Artemisia Absinthium L. Im October im botan. Garten; in Gärten bei 
Schottwien (Wallner). 

36. P. Helianthi Schweinitz. 

Fung. stylosporiferus und Fung. teleutosporiferus gemeinsam auf der 
Unterseite der Blätter von: 
Helianthus annuus L. Im Weltausstellungsraum und an sonstigen Stellen 
des Praters; in Dornbach. Oft sehr häufig. 

37. P. Calaminthae DC. 

Fung. stylosporiferus {üredo Glinopodii Rbh.) gleichzeitig mit Fung. teleuto- 
sporiferus. Auf der Unterseite der Blätter von: 
Clinopodium vulgare L. Ende October beim Schiessplatze im Prater. 

38. P. Viticae Gast. 

Fung. stylosporiferus und Fung. teleutosporiferus. Auf der Unterseite der 
Blätter von: 
Vinca herbacea W. et K. Häufig an der Südabdachung des Bisamberges, 
im Mai (v. Höhnel im H. K.).i) 

39. P. Bistortae DC. 

Fung. stylosporiferus {Uredo Bistortai'um DC.) mit dem Fung. teleuto- 
sporiferus. Au der Unterseite der Blätter von: 
Polygonum Bistorta L. Im botan. Garten; bei Guttenstein (v. Niessl). 

40. P. Polygonorum Pckl. 

Fung. stylosporiferus {Uredo Polygonorum DC). Auf den Blättern von: 
Polygonum Convolvulus L. Zwischen Steingerölle der Burg Klamm. 

Fung. teleutosporiferus (P. Polygoni Convolvuli DC). An: 

Polygonum dumentorum L. Im Herbste au Hecken bei Unterhaimbach. 
— Convolvulus L. Bei der Burg Klamm. 

41. -P. Bumicis Bellyuk. 

Fung. stylosporiferus und Fung. teleutosporiferus. Auf den Blättern von: 
Bumex scutatus L. Im Herbste bei Schotlwieu (Wallner). 



^) Von Dr. Wel witsch schon im Jahre 1828 an derselben Stelle gefunden (Herhar des 
k. k. botan. Hofcabinetes). 



Die BranJ-, Rost- und Mehlthaupilze rtor Wiener Gegend. 123 

42. P. Veratri Niessl. f , 
Fnng. stylosporiferiis (Uredo Veratri DC.) gemeinsam mit Fung. teleuto- 

sporiferus. Auf den Blättern von: 
Veratrum album L. Bei Guttenstein (Verh. d. z. b. Ges. 1859). 

43. P. Lustdae Lib. 

Fung. stjjlosporiferus {Uredo ohlongaVih\\.). Auf den trockenen oder schon 
faulenden Blättern von : 

Luznla camYicstrü DC. Im April (Kornlmber). 
Fung. teleutosporiferxis. Auf den Blättern und Halmen von: 

Luznla pilosa W. Im Herbste bei Haimbach (Wallner). 

44. P. Andropogonis Feld. 

Fung. stylü^poriferus {Uredo Andropogonis Ges.) mit dem Fung. teleuto- 
sporifeinis. Im October gleichzeitig an den Blättern und Halmen von: 
Andropogon Ischaemum L. Im botan. Garten nicht selten. 

45. P. Maydis Putsch, 

Fung. stylosporiferus und Fung. teleutosporiferus. Sehr gemein im Sommer, 
an den Blättern von: 
Zea Mays L. Auf Feldern bei Vorderhaimbach und Klosterneuburg. 

46. P. Brachypodii Fckl. 

Fung. stylosporiferus und Fung. teleutosporiferus. Im Herbste nicht selten 
an den Blättern von : 
Bruehypodiiim sylvaticum P. et B. Im Wienthale zwischen Hacking und 
Hütteldorf; am Fusse des Gallizins; bei Rauheneck (nur Stylosporen) 
(Kornhuber). 

Gruppe D. Puccinopsis Schrtr. 

Spermogonien und Aecidien einerseits, Teleutosporen anderseits, aufge- 
trennten Individuen derselben Nährpflanze. Uredo nicht bekannt. 

47. P. Anemones Pers. 

Fung. hymeniferus {Aecidiuni punctatum Pers.). Auf der Unterseite der 

Blätter von : 
Anemone ranuneuloides L. Bei Hütteldorf (Kornhuber); am Geissberge 

bei Rodaun (Hibsch und v. Höhnel im H. K.). 
Fung. teleutosporiferus. An den Blättern von: 
Anemone ranuneuloides L. Im Parke zu Dornbach. 

— Pulsatilla L. Auf der Türkenschanze (J. Rossmann in Eaben- 
horst Herb, mycolog. Ed. II. 346 a). 

— nemorosa L. Im Weidlingthale (Kornhuber). 

48. P. Adoxae DC. 

Fung. hymeniferus {Aecidium albescens Grev.) und Fung. teleutosporiferus. 
Im Frühlinge an den Blättern und Stengeln von: 
Adoxa MoschatellinaL. Am Sattelberge bei Giesshübel (Kornhuber). Selten. 

16* 



124 Wilhelm Voas. 

49. P. Thlaspeos Schubert. «, 

Fung. hymeniferus (unter ÄeciiUum Cruciferarum Rbh.). Au den Blättern von : 
Thlaspi montanum L. Auf dem Geissberge gegen die Waldmühle, im 

Mai (Kornhuber). 
Fung. teleutosporiferus. An den Blättern und Stielen derselben Nährpflanze, 

auf dem Petersdorfer Kalvarienberge, im Mai (Reichardt); bei Purkers- 

dorf (v. Niessl). 

50. P. Geranii Corda. 

Fung. hymeniferus {? Äecidium Geranii DC.) nicht beobachtet. Fung. 
teleutosporiferus. Auf der Unterseite der Blätter von: 
Germmim ])yrenaicum L, Bei Baden (Berroyer im H. K.). 

51. P. Bibis DC. 

Fung. hi/menifertis {Äecidium Grossulariae DC). Auf den Blättern von: 

Bibes Grossularia L. In Gärten bei Lainz, im Mai. 
Fung. teleutosporiferus. Nicht beobachtet. 

52. P. Falcariae (Spr.) Fckl. 

Fung. hymeniferus {Äecidium Falcariae DC). An der unteren Blatt- 
fläche von: 
Falcaria Bivini Host. Sehr häufig in den Donau- Auen des Praters und 
bei Dornbach; auf dem Kalenderberge (Kornhuber). 

Fung. teleutosporiferus {Uredo Falcariae Spr.). Auf den Blättern derselben 
Nährpflanze, auf den Bergen um Mödling im Herbste. Nicht häufig. 

53. P. Tragopogonis Corda. 

Fung. hymeniferus {Äecidium Cichoriacearum DC). An der Unterseite 
der grundständigen Blätter von : 
Scorzonera hispanica L. Auf der Himmelswiese bei Mauer (Reichardt). 
Tragopogon orientalis L. Bei Gablitz und am Semmering (Kornhuber). 
Podospermmn laciniatum C Auf Feldern bei Laa. 

— Jacquinianum Koch. Am Linienwalle zwischen dem Bei- 
vedere und St. Marx (Juratzka im H. K.). 

Fung. teleutosporiferus. Im Herbste auf den Blättern von: 

Tragopogon orientalis L. Auf Wiesen bei Kierling (Ronniger im H. K.). 

— pratensis L. Um Münchendorf und Lasenburg. 

Gruppe E. Micropuccinia Schrt. 

Generationswechsel fehlt. Nur Teleutosporen bekannt. Diese fallen leicht 
ab, sind ungestielt und keimen erst nach längerer Ruhezeit, wenn die 
Nährpflanze längst abgestorben ist. 

54. P. Ästrantiae Kalchbr. (Hedwigia 1865, p. 120). 
Auf der unteren Blattfläche von: 

Ästrantia major L. Im Juli auf der Wiese ober dem Stationsgebäude 
am Semmering. 



Die Brand-, RoBt- uml Mebltbaiipilze der Wiener Gegend 12d 

55. P. Virgaureae Lib. 

Auf der unteren Seite lebender Blätter von: 

Solidago Virga aurea L. Bei Pnrkersdorf (v. Niessl, Verb. d. z. b. 
Ges. 1859). 

56. P. Asari Link. 

Im Herbste nicbt häufii? auf der Unterseite der Blätter von: 

Asarum europaeum L. In feuchten Wäldern bei Mauerbach und Haders- 
dorf; am Semmerin^ (Wallner) selten; bei Purkersdorf (v. Frauenfeld); 
im V. 0. M. B. bei Göfritz von Boller aufgefunden (Thümen: Fungi 
niistr. exe. 80).^) 

57. P. Prosta Duby. 

Auf der oberen Fläche lebender Blätter von: 

Ttilipa Gesneriana L. Im Theresianunigarten und in Hausgärten Wiens 
nicht selten (Wallner). 

58. P. Lüiacearum Duby. 

Auf den Blättern, zumeist an deren Spitzen, verschiedener OrnitJiogalum- 
Arten; so an: 
^ ' Ornithogaltim unibellatum L. Im Theresianumgarteu (Stvauss). 
P — nutans L. In Gärten bei Wien (Wallner). 

Gruppe F. Leptopuccinia Schrtr. 

Generationswechsel fehlt, nur Teleutosporen bekannt. Diese stehen in festen 
runden Häufchen, haften der Nährpflanze fest an und keimen noch auf 
der grünenden Pflanze, kurz nach ihrer Eeife. 

59. P. Chrysosplenü Grev. 

Auf der unteren Seite lebender Blätter von : 

Chrysospleniwn alternifolium L. In Wäldern bei Mauerbach. Selten. 

60. P. Moehringiae Fckl. 

Auf der unteren Blattfläche von: 

Moehringia trinerva Claiv. Im Augarten und bei Florisdorf nicht selten. 

— muscosa L. Bei Schottwien (Wallner). 

Arenaria ciliafa L. Bei Schottwien (Wallner). 

— serpyllifolia L. Auf sandigen Plätzen bei Stockerau (Ilerbar 
des k. k. botan. Hofcabinetes). 

• 61. P. Valantiae Pers. 

Im Herbste auf der Unterseite der Blätter von: 

Galium Cruciata L. Am Fasse des Gallizins im November. ^ 

62. P. Teucrii Fckl. b. Chatnaedryos {P. Chamaedryos Ges.). 
Im Sommer häufig, an den Blatträndern von : 

Teucrium Chamaedrys L. Auf dem Himmel bei Sievering. 



1) BöH's Bemerkung in Po körn ys Beiträgen , Allenthalben" beizustimmen, bin ich nicht 
in der Lage. 



126 Wilhelm Voss. 

63. F. Glechomae DC. 

Auf der Unterseite der Blätter von: 

Glechoma hederacea L. Im November sehr häufig in der Au beim 
Rondeau im Prater. (Mit zahlreichen Mesosporen.) 

Anhang. 

Puccinella Junci Fckl. 

Fung. stylosporiferns und Fang, teleutosporiferus {JJreda Junci Str., 
TJromyces Junci Tul.). An Blättern und Halmen von: 
Juncus ohtusiflorus Ehrh. Auf den sumpfigen Wiesen bei Moosbrunn 
(v. Niessl. Verh. d. z. b. Ges. 1859, p. 178). 

9. TJromyces Lev. 

Gruppe A. Euuromyces Sclirtr. 

Generationswechsel ist ein vollkommener. Spermogonien, Aecidien, Stylo- 
und Teleutosporen folgen einander. 

1. U. Phaseolorum de Bary. 

Fung. hymenifenis {Äecidium Phaseolorum Wallr.). Im Sommer selten 

an der Rückseite der Blätter von : 
Phaseolus vulgaris L. Um Hadersdorf. 
Fung. stylosi^oriferus {Caeoma rufum Bon.) nicht beobachtet. Fung. teleuto- 
sporiferus {Uredo appendiculata Pers.). Im Herbste auf derselben 
Nährpflanze sehr gemein. Am Eingange des Parkes zu Hadersdorf; 
in Gemüsegärten zu Hütteldorf und Haimbacb. 

2. U. Orobi Fckl. 

Fung. hymeniferus {Äecidium Orobi DC). Im Juni selten an der unteren 
Blattfläche von: 
Orobus vernus L. Bei Mauerbach; bei St. Andrä an der Traisen (Ronuiger 
im H. K.). 

Fung. sUßosporiferus und Fung. teleutosporiferus {Uredo Orobi Schum.). 
In gemeinsamen Häufchen, auf der Unterseite der Blätter derselben 
Nährpflanze. An Waldrändern des Halterthaies und am Wege von 
Haimbacb nach Mauerbach. Gegen Ende des Sommers und häufiger 
als das Äecidiiim. 

3. U. Trifolii Fckl. 

Fung. hymeniferus {Äecidium Trifolii repentis Gast.). Nicht beobachtet. 
Fung. stylosporiferus {Uredo ÄnthyUidis Grev.). Im November au der Unter- 
seite der Blätter von: 
• Onobrychis sativa L. An Wegen und Schuttplätzen bei Heiligenstadt.') 



') Da icli uur Stylosporen besitze, so bleibt es mir zweifelhaft ob dieser Uredo nicht etwa 
zu Uromyccs Laburni (DC.) Schrtr. — U. Onobrychis Lev. gezogen werden muss. Nach Aufstellung 
der Art Uromyces Ani7iyllidis (Grev.) Schrtr., ist noch ferner zu entscheiden ob U. Trifolii (DC.) 
Fckl. nicht gänzlich der Stylosporon entbehrt und demnach zur Gruppe Uromycopsis zu 
stellen sei. 



Die Brand-, Rost- und MeUlthaupilze der Wiener Gegend. 127 

Fung. teleutosporiferus {Uredo Trifölii DC). Im Herbste gemein auf den 
Blättern von: 
Trifulium repens L. Im Parke zu .Hadersdorf. 

— pratense L. Ebenda. 

4. U. Pisi de Bary. 

Fung. liymeuiferus {Aecidium Cyparissiae Pers.). Im Sommer gemein an 
den Blättern von: 
Eupho7-hia Cyparissias L. 
Fung. stylosporiferus und Fung. teleutospor-iferiis. In gemeinsamen Häuf- 
chen auf der Unterseite der Blätter von: 
Pisum sativum L. Während des Herbstes bei Mauerbach und Haimbach. 

5. U. Polygoni Fckl. 

Fung. hymeniferus {Aecidium aviculare Kze.). Nicht beobachtet. 

Fung. stylosporiferus [Uredo Polygoni aviculare Alb. et Schw.) und Fung. 

teleutosporiferus [Capitularia p>olygoni Rbh.). Auf den Blättern und 

Stengeln von: 
Polygonum aviculare L. Ersterer im Sommer bei Sievering und auf 

dem Hermaunskogel, letzterer im Spätherbste im Beethovengange bei 

Heiligenstadt. 

6. U. Cacaliae (DC.) Lev. 

Fung. hymeniferus {Aecidium Cacaliae Thüm.).') An den Blättern von: 
Adenostyles alpina Doli. Auf dem Preiner-Gschaid (Ronniger im H. K.). 

Fung. stylosporiferus und Fung. teleutosporiferus {Uredo Cacaliae DC). 
An derselben Nährpflanze; auf dem Nasskamp und Schneeberge (Korn- 
huber); auf dem Preiner-Gschaid (Ronniger im H, K.). 

Gruppe B. Hemiuromyces Schrtr, 

Generationswechsel noch unvollkommen, nur Stylo- und Teleutosporen be- 
kannt. Spermogonien und Aecidien wahrscheinlich nur übersehen. 

7. U. Lathyri Fckl. 

Fung. stylospjoriferus und Fung. teleutosporiferus. Im November auf der 
unteren Seite lebender Blätter von: 
Lathyrus pratensis L. Am Wege von Mödling nach Brunn. 

— tuberosus L. Am Damme der Zahnradbahn in Heiligenstadt. 

8. U. Fahae de Bary. 

Fung. stylosporiferus {Uredo FabaeliC). Im Sommer an den Blättern und 
Fung. teleutosporiferus, im Herbste an den trockenen Stengeln von: 
Vicia Faha L. Im botan. Garten. 

9. U. Viciae Fckl. 

Fung. stylospioriferus. Im Sommer an den Blättern und Fung. teleutospto- 
riferus {Uredo Leguminosarum a. Viciarum Rbh.), an den Stengeln 
im Herbste, von: 
Vicia sativa L. Häufig auf Wiesen um Mödling. 



*) Oebterr. tot. Zeitung 1870. 



128 Wilhelm Voss. 

10. U. Laburni Schrtr. 

Fung. stylosporiferus und Fung. teleutosporiferus {Uredo Laburni DC.)- 
An der Unterseite der Blätter von: 
Cytisus Laburnum L. Auf dem Kaleuderberge bei Mödling; und Läufig 
in der Umgebung Badens (Reichardt). 
— nigricans L. Im November am Pusse des Gallizins. 

11. U. punctatus Schrtr. 

Fung. stylosporiferus und Fung. teletitosporiferus. Gleichzeitig und ziem- 
lich häufig im Herbste, an der Unterseite der Blätter von: 
Astragalus glycypliyllos L. Bei Laudon's Grab im Parke zu Hadersdorf; 
auf dem Gallizin (Juratzka im H. K,). 

12. U. striatus Schrtr. 

Fung. stylosporiferus und Fung. teleutosporiferus. Im Herbste häufig an 
der Unterseite der Blätter von: 
Medicago sativa L. Auf Kleefeldern um Hadersdorf. 

— falcata L. Im Haltertbale. 

— lupulina L. Im Prater. 

13. U. Ononidis Passer. 

Fung. stylosporiferus und Fung. teleutosporiferus. Im November an der 
Unterseite der Blätter von: 
Ononis sjnnosu L. Im Beethovengange in Heiligenstadt. 

14. U. Rumicum Fckl. 

Fting. stylospioriferus {Uredo Rumicum DC). Auf den Blättern von: 
Rumex Acetosa L. Im Sommer bei Mödling. 

Fung. teleutosporiferus {Uromyces fratemus L.). An den Blättern von: 
R. Acetosa L. Im Herbste auf feuchten Wiesen bei Mauerbach, 
R. crispus L. In den Auen bei Floridsdorf und im Prater. 

15. U. ambiguus Fckl. 

Fung. stylosporiferus (üredo limbata Ebb.). Ende Juli auf den Blät- 
tern von: 
Allium Ophioscorodon Don. Im botan. Garten (Reichardt). 
Fung. teleutosporiferus {Uredo ambigua DC). Nicht beobachtet. 

Gruppe C. Uromycopsis Schrtr. 

Spermogonien und Aecidien auf derselben Nährpflanze wie die Teleutosporen, 
aber meist auf getrennten Individuen. Stylosporen nicht bekannt. 
IG. U. Ficariae Fckl. 

Fung. hymeniferus {Aecidium Ranunculacearum DC b. Ficariae Pers.). 
Im Frühjahre auf der Unterseite der Blätter von: 
Ranunculus Ficariae L. In den Prater- Auen und aufwiesen bei Dorn- 
bach; am Krotenbache bei Gersthof (Ronniger im H. K.). 
Fung. teleutosporiferus {Uredo Ficariae Alb. et Schw.). Meist kurz nach 
dem Aecidium erscheinend. An schattigen Orten bei Pötzleinsdorf. 



Die Krand-, Rost- und MnliUliaupilze der Wiener Gegend. 129 

17. U. Hedysari Fckl. 

Fung. h)/meniferus. Auf der Unterseite der Blätter von: 
Hcdysariim ohscuruvi L. Am Waxriegel des Sclineeberges, im Juli 
(Reicliardt). 
Fung. teleutosporifenis [Uredo Iledysari ohscuri ÜC). Nicht beobachtet. 

18. U. phyteumaturn (DC.) Lev. 

Fung. hymeniferus. Nicht beobachtet. 

Fang. teUutosporiferus [Uredo jJiyteuniattim DC ). Im Sommer uud Herbste 
auf der Unterseite der grundständigen Blätter von: 
Phyteuma spicatum DC. Im Parke zu Doinbach; am Göatritz (Korn- 
huber). 

— orbiculare L. Auf dem Geissberge (Reichardt). 

19. U. tuberculatus Fckl. 

Fang, hymeniferus {Äecidiiim Euphorhiae I'ers. p. p.). Sehr gemein au 
den Blättern von: 
Euphorbia amygduloides L. Um Doriibach. 

— virgata W. et K. In der Brühl, im Frühling. 

— verrucosa Lam. Bei Gaaden (Kornhuber). 

Fung. teUutosporiferus {Uredo scutellata Fers.). Nicht selten an: 
Fuphorhia. ])ahcstris L. Bei Moosbrunn, im Juni. 

— nicaeensis All. Bei Ebergassing (Reichardt) ; bei Velm und 
Guttenhof (im H. K.). 

— pannonica Host. Um Lanzendorf und Himberg. 

— virgata W. et K. (mit dem Aecidium). Bei Gersthof (Ronniger 
im H. K.). 

— Gerardiana Jacq. Auf der Türkenschanze (Herbar des k. k. 
botan. Hofcabinetes). 

20. U. Verbasci Niessl. 

Fung. hymeniferus {Aecidium Verbasci Cesati). An den Blättern von: 
Yerbascum phlomoides L. Auf dem Calvarienberge bei Baden (Reichardt) 
und beim Dorfe Klamm (Wallner). 

Fung. teleutosporiferus. Von Baron Thümen bei Krems an: 
Verbascum thapsiforme Schrd. aufgefunden. i) 

Gruppe D. Microuromyces Schrtr. 

Generationswechsel fehlt. Nur Teleutosporen bekannt. 

21. U. Primulae (DC). Auf der Rückseite der Blätter von: 

Primula minima L. Von Welwitsch auf dem Preiner-Gschaid gesammelt 
(Im Herbare des k. k. bot. Hofcabinetes). 



') Hielier gehört aucli der scUöne Hypodermier Urumy es Erythronii (PC), wovon iclT Aeci- 
dieii und Teleutosporen im Sommer 1875 sehr häufig bei Laibach fand. XJredu fehlt uud Teleuto- 
sporen werden oft neben Aecidien angetroffen. Im Herbare der zool -bot. Ge.s. befinden sii'h auch 
Exemplare, welche v. Niessl bei Graz sammelte. 

Z. B Ges B. XKVI. Abb. 17 



130 Wilhelm Voss. 

22. U. Muscari Lev. {Uredo Umbata c. Muscari Rbb. U7-edo Muscari Duby.)- 

An den Blättern von: 
Muscari comosum Mill. Im Sommer selten auf Wiesen bei St. Veit und 
in der Brübl. 

23. U. Omithogali (Schm. et Kze.) Läv. An den Blättern von: 

Ornithogaliim umhellatiim L. Auf dem Laaerberge (Hibsch im H. K.). 
Gagea arvensis Schult. Auf der Türkenschanze. 

10. TracJiyspora Fuckel. 

1. T. Älchemillae Fckl. 

Fung. stylosporiferus [Uredo Älchemillae Pers.). Im Sommer nicht selten 
an der unteren Blattfläche von: 
Alchemüla vulgaris L. Auf dem Göstritz und dem Schneeberge (Korn- 
huber) ; auf Wiesen des Preiner-Gschaids (ßonniger im H. K.). 
Fung. teleutosporiferus {Caeoma minutum Lib.). Dürfte in Mederösterreich 
kaum fehlen, da er auf der südlichen Seite des Semmerings, bei Mürz- 
zuschlag, aufgefunden wurde. 

11. Gynfinosporangium Link. 

1. Gym. fuscum (DC.) Oersted. 

Fung. hymeniferus {Aecidium cancellatum Pers.). Häufig auf der unteren 
Blattfläche von: 

Pyrus communis L. In Obstgärten bei Sievering und Stockerau. 
Fung. teleutosporiferus {Podisoma Juniperi Sabinae Fr.). Nicht beobachtet. 

2. Gym. clavariaeforme (Jacq.) (DC.) Oersted. 

Fung. hymeniferus {Aecidium cornutum Pers., A. laceratum DC, A. Mali 
Schum., Ceratitium pennicillatum Ebb.). Auf der Unterseite der 
Blätter von: 
Pyrus Malus L. In Hausgärten Dornbacbs. 

Crataegus Oxyacantha L. Am Bisamberge und im botan. Garten. 
Sorhus Aria Crantz. Bei Baden (Herbar des k. k. botan. Hofcabinetes). 
Fung. teleutosporiferus {Podisoma clavariaeforme Duby. P. Juniperi com- 
munis L.). Nicht beobachtet. 

3. Gym. conicum (Hedw.) (DC.) Oersted. 

Fung. hymeniferus {Aecidium cornutum Pers., Roestelia cornuta Fr.). Auf 
den Blättern von: 
Sorhus aucuparia L. Im Sommer auf dem Anninger bei Baden. 
Aronia rotundifolia Pers. Um Guttenstein (Rogenhofer). Sommer. 
Fung. teleutosporiferus {Gym. Juniperi Lk., Gym. juniperinum Fr.. Podi- 
soma jtmipierinum Oerst.). Auf der Rinde von: 
Juniperus communis! L. Auf dem Göstritz und am Abhänge des Jauer- 
lings gegen den Spitzergraben (Kornhuber); im Sommer nicht selten. 



Die Brand-, Rost- uml Mehlthaupilze der Wiener Gegend. l31 



12. Cronartiutn Fr. 

1. C. asclepiadeuvi Fr. 

Fiing. stylosporiferiis {Uredo Vincetoxici DC.) im Sommer uud Fung. 
teleutosporifenis iin Herbste, auf der Unterseite der Blätter von: 
Vincetoxicum officinale Mönch. Auf Waldwiesen bei Mödling und Baden, 
häufig. 

2. C. Paeoniae Gast. 

Fung. stylosporifenis {Uredo Paeoniae Cast.) im Sommer selten und Fung. 
' teleiitosporiferus {Sphaeria flaccida Alb. et Schw.) im Herbste. Sehr 

gemein auf der Unterseite der Blätter von: 
Paeonia officinalis L. Im bot. Garten von Schönbrunn; in Hausgärten 
Haimbachs und Hütteldorfs; bei Schottwien (Walluer). 

13. Calyiitos2)ora Kühn. 

1. C. Goeppertiana Kühn. An den Stengeln von: 

Vaccinmm Vitis Idaea L. Dieselben bis auf 3 Mm. Dicke anschwellend. 
Im Juni um Maria-Schutz bei Schottwien (Reichardt). 

Anhang-. 

Pilze von noch zweifelhafter systematischer Stellung. 

Phelonites Chevallier. 

1. Ph. strobilina Fr. {Licea strobüina Alb. et Schw.). Auf der Innenseite der 
Zapfenschuppen von: 
Abies excelsa DC. (Welwitsch im Herbare des k. k. Hofcabinetes , ohne 
nähere Angabe des Fundortes). 

Aecidiu7ti Pers. 

1. A. Geranii DC. An der Unterseite der Blätter von: 

Geranium pusillum L. Bei Gersthof, im Mai (Ronniger im H. K.). 

2. A. Banunculacearum DC. An den Blättern von: 
JRanunculus aurieomus L. Auf Wiesen bei Dornbach, im Juni. 

— bulbosus L. Um Dornbach (Kornhuber). 

3. Clematidis Schwarz. An den Blättern von: 

Clematis Vitalba L. Nicht selten bei Klosterneuburg und Dornbach; bei 
Baden (Berroyer). 
— reeta L. Bei Gersthof (Ronniger im H. K.). 

4. A. leucospermum DC. {A. Anemones Pers.). An den Blättern von: 
Anetnone nemorosa L. In den Gebüschen des Halterthales, nicht selten, 

(Schröter zieht dieses Aecidium zu Puccinia Anemones Pers. Brand- 
und Rostpiize Schlesiens, p. 20). 

17* 



132 Wilhelm Von 8. 

5. A. Saxifragarum nov. spec? An den Gipfelblätteru von: 

Saxifraga muscoiäes Wulf. Am Schlangenwege der Raxalpe, im Mai (Ber- 
royer im H. R.) . 

6. Ä. Tussülaginis Pers. Sehr häufig auf der unteren Blattfläche von: 

Tussilago Farfara L. Im Wienthale und am Mödlingbache; an der Eeich- 
liesing (Kornhuber). 

7. Ä. Sonchi Westendrop. An der unteren Blattfläche von: 
Mnlgedium dlpinum Css. Auf dem Nasskamp (Kornhuber). 

8. Ä. Pedicularis Libosch. An den Blättern und Blattstielen von: 
Pedicularis palustris L. Um Moosbrunn, im Sommer. 

9. A. Valerianearum Dub. An der Unterseite der Blätter von: 

Valeriana tripteris L. Am Göstritz- Abhang gegen Maria Schutz (Korn- 
huber). i) 

10. A. Xylostei Wallr. Auf den Blättern von: 

Lonicera alpigena L. Auf dem Waxriegel des Schneeberges (Eeichardt). 

11. A. columnare Ab. et Schw. An Tannennadeln in den Voralpen des Schnee- 

berges (Reichardt, Verh. d. z. b. Ges. 1867, p. 333). 

12. Convallariae Schum. An den Blättern von: 

Convallaria majalis L. Bei Purkersdorf. 

13. A. Paridis Ung. Auf der Unterseite der Blätter von: 

Paris quadrifolia K. In den Donau- Auen bei Stockerau (Herbar des k. k. 
Hofcabinetes). 

Uredo Pers. 

1. U. Geranii DC. Auf der Unterseite der Blätter von: 
Geranium pusillum L. Im October auf dem Gallizin (Reichardt). 2) 

2. U. Saxifragarum DC. An den Blättern von: 

Saxifraga muscoides Wulf. Auf dem Schneeberge (Kornhuber). 3) 

3. TJ. Empetri DC. An den Blättern von: 

Empetrum nigrum L. Auf dem Ochsenboden des Schneeberges, im Juni 
(Reichardt). 

4. TJ. Symphyti DC. Auf den Blättern von: 

SymphyUmi tuberosum L. In den Auen bei Stockerau; am Weidenbache 
bei Schünkirchen im Marchfelde (Roll); bei Purkersdorf und 
im Weidlingthale (Kornhuber). 
— officinale L. Im Parke zu Dornbach. 

5. U. Iridis DC. Im Sommer gemein auf verschiedenen Irideeu des botanischen 

Gartens.*) 



') Vielleicht zu Uromyccn Valerianae (DC.) Fckl. gehörig. 

■■') Dürfte mit dem früheren Aecidium wahrscheinlich zn Uromyccs Geranii Olth. et 
Wartm. gehören. 

') Oh zu Pnccinia Saxijragnruvi Schlechtd. mit dem früheren Accitliumt 
*) Wohl die Stylosporen von Pnccinia Iridis Rbh. 



Uie Brauil-, Kost- uud Meliltliaupilze iler Wiener Gegend. lod 

t>. U. Mercurialis Mart. Auf den Blättern von: 

Mercurialis iierennis L. In den Aueu bei Stockerau. 
7. U. Galanthi Kiixhn. An den Blättern von: 
A^ Galanthus nivalis L. In den Auen bei Stockerau. (Im Herbare des k. k. 
•• botan. Hofeabinetes, Von der in Pokorny's Beiträgen angeführten 

Puccinia Galanthi [Autor?], konnte ich mir leider kein Exemplar 
zur näheren Untersuchung verschaffen.) 

III. Mehlthaupilze : Erysiphei Tulasne. 
1. Lasiohotris Kze. et Schm. 
1. L. Lonicerae Kze. et Schm. Im Herbste nicht häufig auf der Oberseite 
lebender Blätter von: 
Lonicera nigra L. An der Thalhofriese bei Reichenau und an der öster- 
reichisch-steierischen Grenze. (Schiedermayer in Babenhorst, Fungi 
europaei 1434 b.) 

2. Podosphaera Leveille. 
1. P. Kunzei Le'v. 

, Pruni domesticae. 

Fung. conidiophorus und Fung. ascopUorus. Auf der Unterseite der 
Blätter von: 
Prunus domestica L. Im Herbste in Ilausgärten bei Sievering, nicht 
häufig. 
Pruni Padi. 
Fung. conidiojihorus \m^ Fung. ascophoriis {Erysiphe tridactilla Wsilh.). 
Auf der Unterseite lebender Blätter von: 
\- Prunus Padus L. Im Parke zu Hadersdorf, im October. 
Vaccinii MyrtilU. 
Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus [Erysiphe Myrtillina Fries.). 
Auf den Blättern von: 
Vaccinium Myrtillus L. Bei Neulengbach (v. Niessl). 

3. Sphaerotheca Leveille. 

1. Sph. pannosa (Lk.) Lev. 
Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus {Erysiphe pannosa Lk.). 

Ersterer an der oberen Blattfläche, letzterer an Blatt- uud Blüthen- 
stielen und am Fruchtboden von: 
l Mosa centifolia L. In Gärten Hütteldorfs und im botan. Garten, im 

Herbste gemein. 

2. Sjih. Castagnei Le'v. 
Sanguisorliae. 

Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus {Erysiphe macularis c. 
Poterii Rbh.). An den Blättern von: 
Poterium Sanguisorha L. Auf Wiesen des Parkes zu Dornbach, im 
Herbste nicht selten. 



134 Wilhelm Voss. 

Bidentis. 

Fung. conidiopJiorus und Fung. ascopJiorus {Erysiphe circumfusa Lk.). 
Im Septenjber an beiden Blattflächen von: 
Bidens tripartita L. An den Ufern des Dorubaches gemein. 

Impatientis. 

Fung. conidiopJiorus und Fung. ascopTiorus [Fh'ysiplie lamprocarpa b. Balr 
saminae Ebb.). Au den Blättern von: 
Impatiens Nolitangere L. An feuchten Waldstellen bei Mauerbach (mit 
Cincinoiolus Cesati de Bary). 
Cucurbitaceai'iim. 
Fung. conidiophorus {Oidium erysiphoides Fr.) und Fung. ascophorus 
{Erysiphe communis f. Cticurbitaceariom Kbh.). Ersterer im Sommer 
gemein au den Blättern von: 
Cucumis sativus L. In Küchengärten von Hadersdorf und Weidlingau. 
— Pepo L. Bei Dornbach in Gärten. 
HumuU. 
Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus {Erysiphe macularis a. Hu- 
muU Rbh.). Im Sommer und Herbste gemein an den Blättern, 
seltener den Fruchtzapfen von: 
Humulus lupulus L. Im Prater; im Wienthale bei Hacking; bei Weid- 
ling und Klosterneuburg (mit Cicindbolus Cesati de Bary). 

Vitis. 
Fung. conidiophorus {Oidium TucJceri Berk.). Auf der oberen Blatt- 
fläche von: 
Vitis vinifera L. Nicht selten in den Weingärten bei Klosterneuburg 
(mit Cincinobolus Cesati de Bary). 

4. Phyllactiniti Leveille. 
1. Phy. guttata Lev. 
Crataegi. 
Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus. Im November häufig an 
den Blättern von: 
Crataegus Oxyacantha L. In den unteren Prater- Auen. 

Alni. 

Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus. Im Herbste nicht selten auf 
der Unterseite der Blätter von: 
Älnus incana DC. In den Donau-Auen bei Floridsdorf. 

Fagi. 
Fungus conidiophorus und Fungus ascophorus {Erysiphe lenticularis 
b. Fagi Rbh.). Auf der Oberseite der Blätter von: 
Fagus sylvatica L. Am Heuberge bei DornbacL; um Neulengbach 
(v. Niessl). 



Die Branrt-, Rost- uiul jrehlthaupil/.e der Wiener Gegend. 135 

Carpini. 
Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus {Erysiphe lenticularis d. Car- 
pini Rbh.). Im Spätsommer hin und wieder an den Blättern von: 
Carpinus Betulus L. Am Wege nach dem Deutschen Walde bei Purkers- 
dorf; um Neulengbach und Potzleinsdorf (v. Niessl). 
Quercus. 
Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus {Erysiphe lenticularis Rbh.). 
An den Blättern verschiedener Eichen. Um Neulengbach (v. Niessl). 
Betulae. 

Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus {Erysiphe guttata b. Betu- 
lae Rbh.). Auf den Blättern von: 

Betula alba L. An den Geländen des Halterthaies, selten. 
Fraxini. 

Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus {M-ysiphe lenticularis a. Fra- 
xini Rbh.). Auf der Unterseite der Blätter von: 
Fraxinus excelsior L. Im Spätherbste im Parke zu Hadersdorf; um 
Neulengbach (v. Niessl). 
Coryli. 
Fung. conidiophorus u. Fang, ascophorus {Erysiphe guttata a. CoryliEhh.) 
Sehr gemein im Herbste auf der Unterseite der Blätter von: 
Corylus Avellana L. Am Wege von Weidling nach Klosterneuburg. 
Hippophaes. 

Fung. ascophorus. Im Sommer an der Oberseite der Blätter von: 

IIippop)hae rhamnoides L. In den Donau- Auen und im botan. Garten, 
nicht häufig. 

5. Unclnula Leveille. 

Schläuche viersporig. 
U. adunca Lev. 
a. Salicum. 
Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus {Erysiphe adunca bb. Sali- 
cum Rbh.). An der oberen Blattfläche von: 
Salix purpurea L. Im Herbste an Bachrändern bei Purkersdorf. 
— alba L. Ebenda. 
Populorum. 
Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus {Erysiphe adunca aa. Popu- 
lorum Rbh.). Au der oberen Blattfläche von: 

Populus pyramidalis Roz. 

— nigra L. 

— tremula L. 

Von Juni bis November im Prater ziemlich häufig. 



loG Willi elm Voss. 

Schläuche a c h t s p o r i g. 

2. U. Bicornis Lev. 

Fang, eoniäiophorus und Fung. ascophorus {Erysiphe bicornis Lk.) 
Während des Sommers auf der Oberseite der Blätter von: 
Acer campestre L. Sehr gemein. 

3. U. Tulasnei Fckl. 

Fang, conidiopliorus und Fung. ascophonis (unter Fri/siphe bicornis Ijk.). 

Auf der oberen Blattfläche von: 

Acer platanoiäes L. Im Octoher, im botan. Garten zu Schönbrunn 

nicht selten. 

6. Calocladia Leveille. 
a. Perithecium mit vier Schläuchen. 

1. C. divaricata (Lk.) Le'v. 

Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus {Erysiphe divaricata Lk.). 
Auf den Blättern von: 
Bhamnus Frangula L. Nicht häufig im Herbste, auf Bergen um Mödling 
und im Augarten. 

2. C. Hedwigii Lev. 

Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus {Erysiphe penicillata b. Capri- 
foliacearum Ebb.). Im Herbste gemein auf der Oberseite der Blätter von : 
Viburnum Lantana L. Im Parke zu Hadersdorf. 

3. C. penicillata (Lk.) Lev. 

Fung. conidiophorus u. Fung. ascophorus (Erysiphe penicillata a Alni'Rhh.). 
Auf den Blättern von: 
Alnus incana L. An Bachufern des Halterthaies, im Herbste nicht selten. 

4. C. Ehrenbergii Lev. 

Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus (unter Fkysiphe penicillata 

b. Caprifoliacearum Ebb.). Auf beiden Blattflächen von: 

Lonicera tartarica L. Im Sommer sehr gemein, an Gartenhecken 

in Hackin g. 

b. Perithecium mit acht Schläuchen. 

5. C. comata (Lk.) Lev. 

Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus {Erysiphe comata Lk.). An 
den Blättern von: 

Eoonymus europaeus li. Im Sommer, bei Hinterliaimbach; bei Pmker.-^- 
dorf (v. Frauenfeld). 
C. C. Grossulariae Lev. 

Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus {Erysii^he penicillata d. Gi'ossu- 
lariae Link, et Wallr.). Auf den Blättern von: 
Ribes Grossularia L. Um Neulengbacli (v. Niessl). 



Die Brand-, Rost- und Meliltliaupil/.e dur Wiener Gegpnd. 137 

7. C. holosericea (Lt.J Lev. 

Fung. conidiopiwriis und Fung. ascophorus {JErysiphe holosericea Lk.). 
Im Sommer an den Blättern von : 
Astragalus glycyphyllos L. Im Parke zu Hadersdorf; im botan. Garten; 
um Neulengbach (v. Niessl). 

8. C. Berheridis Lev. 

Fung. conidiophorns und Fung. ascoplwrus (F/fysi'phe penicillata c. Ber- 
heridis Lk.). Auf beiden Blattflächen von: 
Berberis vulgaris L. Gegen Ende des Herbstes, oft sehr gemein, im 
Wiener Stadtparke. 

9. C. Mougeotti Le'v. {Erysiphe Lycii Lash.) 

Fung. conidiophorus. An den Blättern von: 
Lycium harbarum L. Im Herbste, am Promenadewege in der Vorderbrühl. 

7. Erysiphe (Hedw.) Tulasne. 
a. Schläuche zweisporig, 
a. Anhänge des Peritheciuras hyalin. 

1. E. Linkii Lev. 

Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus. Auf den Blättern von: 
Ärtemisia vulgaris L. Im Spätherbste sehr gemein, an Wegen bei Weidling. 
ß. Anhänge des Peritheciums gefärbt. 

2. F. lamprocarpa (Lk.) Le'v. 
Sonchi. 

Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus {E. horridula ß. Cichoria- 
cearum Kbh.). Auf beiden Blattflächen von: 
Sonchus oleraceus L. Im September sehr gemein, auf Schutthalden 
des Weltaustellungsplatzes. 
Tragopogonis. 
Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus [E. horridula ß. Cich. Rbh.). 
An den grundständigen Blättern von: 
Tragopogon pratensis L. Im Herbste an Wegen bei Weidling. 
Salviae. ') 
Fung. conidiophorus. Auf der oberen Blattfläche von: 

Salvia verticillata L. An wüsten Plätzen nächst des Bahnhofes von 
Klosterneuburg, im October. 
iMmii. 
Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus {E. lamprocarpa a. Labia- 
tarum Rbh.). Im Sommer und Herbste an den Blättern von: 
Lamium maculatum L. An wüsten Plätzen um Hadersdorf. 
— purpureum L. Ebenda. 

') Obwohl ich keine Perithecien iinterRuchen konnte, so dürfte der Analogie nach, diese 
Form an richtiger Stelle stehen. 

'/-.. H Ue:>. r> XXVI. Abh. 18 



138 Wilhelm Voss. 

Plantaginis. 

Fiincj. Cüuidiophorus und Fang, ascophorus (E. lamprocarpa c. Planta- 
ginis Ebb.). Ersterer auf der oberen, letzterer an der , unteren Blatt- 
fläche von: 

Plantago major L. Ziemlicb gemein, gegen Ende des Sommers, am 
Weltausstelluiigsplatze; beim Bahnhofe von Hüfcteldorf etc. 

b. Schläuche achtsporig. 
a. Anhänge des Peritheciums hyalin. 

3. HJ. Graminis Lev. 

Fang, conidiophorus {Oidium monilioides Lk.) gemeinsam mit Fung. 
ascophorus {E. communis a. Graminacearum Lk. Gemein, im Herbste, 
an den verschiedensten Gräsern. 

4. E. Martii Lev. 
Medicaginis. 

Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus. Auf den Blätter von: 
Medicago lupulinaL. Im Herbste sehr gemein, im Weltausstellungsraume. 
Meliloti. 

Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus (unter E. communis m. Legu- 
minosarum Ebb.). An den Blättern von: 
Melilotus officinalis Desr. 

alba Desr. So gemein wie die Nährpflanzen, am Weltausstel- 
lungsplatze und sonst im Prater; bei Klosterneuburg; in der Brühl etc. 

Trifolii. 
Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus {E. communis m. Legumino- 
sarum Ebb.), ha Herbste an den Blättern von: 
Trifolium pratense L. In der Hinterbrlihl. 

Fdlcariae. 

Ftmg. conidiophorus und Fung. ascophorus. Au den Blättern von: 
Falcaria Bivini Host. Sehr häufig im Herbste, au Wegen in und um 
Dornbach; um Klosterneuburg. 

Peucedani. 
■ Fung. conidiophorus. An den Blättern von: 

Peucedanum Cervaria Cass. Am Promenade wege in der Vorderbrühl, 
weniger häufig, im Herbste. 
Heraelei. 
Fang, conidiophorus und Fung. ascophorus (E. communis 1. Umbelli' 
ferarum Ebb.). Während des Sommers sehr gemein, an den Blättern 
und Früchten von: 
Heracleum Spondylium L. In der Hütteldorfer-Au und längs des ganzen 
Wientbales. 



I 



I 



Die Brand-. Rost- iind Mcliltliaiipilze der Wiener Gegend. loö 

Ccdystegiae. 
Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus (E. Convolvuli Sepium Gast.) 
Auf beiden Blattflächen von: 
Convolvulus Sejnum L. Häufig im Herbste, an der Umzäunung des 
Weltausstellungsraumes im Prater. 

Urtieae. 
Fung. conidiophorus. Au den Blättern und Stengeln von: 

Urtica dioica L. Geraein, an wüsten Plätzen des Halterthales, im Sommer. 

ß. Anhänge des Peritheciums gefärbt. 

5, E. Montagnii Le'v. 

Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus {E. depressa a. Bardanae Rbh.)- 
Sehr häufig an den Blättern und Früchten von : 
Lappa tovientosa Lam. -Im Herbste, am Weidlingbache; im Prater 
und bei Haders dorf. 

6. E. communis (Lk.) Lev. 
Thalictri. 

Fung. conidiophorus und Fung ascophorus. Auf den Blättern von: 
Thalictrum flavum L. Im Spätherbste in den Auen des Praters. 
Delphinii. 

Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus (E. nitia Rbh.). An den 
Blättern von: 
Actaea spicata L. Bei Purkersdorf (v. Frauenfeld). 
Banunculi. 
Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus. An den Blättern von: 
Clematis Vitalba L. Im Herbste gemein, bei Klosterneuburg. 
Ononidis. 
Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus [E. communis m. Legumino- 
sarum Ebh.j. An den Blättern von: 
Ononis spinosa L. Um Brunn a. G. (Roll.). 
? Melandri. 

Fung. conidiophorus. Auf der Oberseite der Blätter von: 
Melandrium pratense Röhl. Im Prater. 
Convolvuli. 
Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus {E. communis b. Convolvu- 
lacearum Rbh.). An den Blättern von: 
Convolvulus arvensis L. Im Herbste tiberall verbreitet. 
Polygoni. 
Fung. conidiophorus und Fung. ascophorus (E. communis m. Pohjgo- 
norum Rbh.). Sehr gemein, an den Blättern von : 
Polygonum aviculare L. 

— lapathifolium L. Häufig am Ufer des Dornbach .^s. 

18* 



140 Wilhelm Voss. 

7. E. horridula (Wallr.) Lev. 
S^mphyti. 
Fung. conidioiohorus und Fitng. ascovliorus iE. horridula Lev.). An den 
Blättern von: 
Symphytum officinale L. Häufig um Hinterhaimbach. 
— tuberosum L. Im Prater und in der Brühl. 

Echii. 
Fung. conidiophorus und Fung. ascophortis. An den Blättern von: 
Echium vulgare L. Im Herbste, an wüsten Plätzen bei Klosterneuburg. 

IV. Peronosporei De Bary.i) 

1. Peronospora Cord. 

1. P. Ficariae de Bary. An der unteren Fläche lebender Blätter von: 

Ranunculus Ficaria L. Im Sommer nicht selten im Parke zu Dornbach. 

2. P. parasitica de Bary. Auf den welkenden Blättern von 

Brassica oleracea L. In Gemüsegärten bei Mödling, im Herbste. 

3. P. pusilla de Bary. (unter Botrytis nivae Ung.). Auf den Blättern von: 

Geranium sylvaticum L. Im Sommer häufig, auf Wiesen und an Wald- 
rändern bei Mauerbach. 

4. P. Trifoliorum de Bary. An den Blättern von: 

Medicago sativa L. Auf Wiesen bei Hadersdorf, im Sommer. 
Trifolium rubens L. Auf dem Lichtensteine bei Mödling. 

5. P. Chrysosplenii Fckl. An den Blättern von: 

Chrysosplenium. alternifolium L. (Siehe Pokorny's Vorarbeiten p. 49.) 

6. P. nivea de Bary. Im Sommer an den Blättern von: 

Aegopodium Podagraria L. Auf Waldwiesen bei Hadersdorf, nicht selten. 
Änthriscus sylvestris Hftm. Im botan. Garten; in den Auen bei Stockerau, 
im April (Roll). 

7. P. calotheca de Bary. Im Herbste an den Blättern von: 

Galium Äparine L. In den Gebüschen des Augartens, häufig. 

8. P. glangliformis de Bary. An der Unterseite der Blätter von: 

Sonchus oleraceus L. Auf wüsten Plätzen des Weltausstellungsraumes. 
Senecio vulgaris L. (Siehe Eöll. in Pokorny's Vorarbeiten p. 49.) 

9. P. infestans de Bary. Nicht selten im Sommer an den Blättern von : 

Solanum tuberosum L. Auf Feldern zwischen Weidling und Kloster- 
neuburg. 



'} Die Eiubezieliung dieser Gruppe in die vorliegende floristische Arbeit möge dadurch 
gerechtfertigt sein, indem die Glieder der einen Gattung (Cyslopus) früher zu den Uredineen gezogen 
wurder, die der anderen {Peronospora) aber, durch ihr habituelles Aussehen an die Erysipheen 
erinnern, und bei deren häufigem Auftreten, diese Erscheinung wohl auch als „Mehlthau" be- 
zeichnet wurde. 



Üie Braiul-, Rost- und Melilthaupilze der Wiener Gegend. 141 

10. P. dcnsa de Baiy. Auf den Blättern von: 

Euphrasia officinalis L. Im Sommer hin und wieder am Heuberge 
bei Dornbach. 

— Odontites L. Ebenda. 

11. P. alta de Bary. An der unteren Blattfläche von: 

Plantago major L. Im Sommer nicht selten, am Eisenbahndamme bei 
Weidlingau. 

12. P. effusa de Bary. a. major . An der unteren Blattfläche von: 

Chenopodium Bonus Henricus L. Auf Wiesen und an Bächen bei Baden. 
— album L. Im Prater nicht selten. 

13. P. Rumicis de Bary. An den grundständigen Blättern von: 

Rumex Äcetosa L. Auf Wiesen bei Mauerbach und in der Hinterbrühl. 
— crispus L. Ebenda. 

2. Cysfopus Le'v. 

1. C. candidus Lev. {Uredo Candida Fers. a. Cruciferarum). Auf den Blättern 

und Früchten, ebenso an den Stengeln von: 
Capsella bursa pastoris Mönch. Im Sommer höchst gemein. 
Raphanus Raphanistrum L. Um Fischameut (Kogenhofer im H. R.). 

— sativus L. Im botan. Garten. 
Ärabis Turrita L. In der Vorderbrühl. 

Farsetia incana E. Br. Im botan. Garten (Herbar des k. k. botan. 

Hofcabinetes. 
Hesperis tristis L. Auf Feldern um Laa (Roll.). 
Sis7imbrium officinale Scop. Bei Sievering. 

Barharea vulgaris R. Br. Im Wienthale bei Hütteldorf, im August. 
Rapistrum perenne All. Im Mai auf dem Bisamberge (Reichardt). 
Thlaspi montanum L. Um Dornbach. 
Camelina sativa Cr. Bei Weinhaus (Ronniger im H. K.). 

2. C. Lepigoni de Bary. Auf allen Theilen von: 

Spergula marina Bess. ß. marginata (Reichardt, Verh. d. z. b. G. XVII. 
1867, p. 330). 

3. C. spinulosus de Bary (unter Uredo Candida Pers. b. Compositarum). Im 

Sommer an den Blättern von: 
Cirsium arvense Scop. Auf Brachen bei Hütteldorf. 

4. C. cubicus de Bary. {Uredo cubica Strsniss). Auf der Unterseite der Blätter 

verschiedener Köpfchenpflanzen. Bis jetzt auf: 
Inula britanica L. Bei Doinbach. 
— salicina L. Auf Bergwiesen zwischen Weidlingau und Mauer- 
bach, im Juni (Herbar des k. k. botan. Hofcabinetes). 



142 



Wilhelm Voss. 



Podospermum. Jacquinianum Koch. Im Prater, häufig. 
Pyrethrum Parthenium Sra. In Hausgärten bei Wien (Wallner). 
Scor zoner a hispanica L. Im botan. Garten. 
C. BUH de Bary. {TJredo Candida Pers. c. Portulacearum ; U. Bliti Bernard). 

Sehr gemein an der Unterseite der Blätter von: 
Amaranthus retroflexus L. Im Sommer im Prater und um Hütteldorf; 

an wüsten Plätzen in Weickersdorf bei Wr.-Neustadt und um Baden 

(Reichardt), 



A. Yerzeichniss der Familien, Grattungen, Arten und Synonymen. 





Seite 




Seite 


iecidium Pets 


131 


Aeeidium Grossulariae DC. . 


124 


— albescens Grev. . . . . 


123 


— Hieracii Schum. . . 


116 


— alliatum Lk 


119 


— laceratum DC. . . . 


130 


— Aneniones Pers. . . . 


131 


— Laetucae Op 


115 


— Asparagi Lsch. . . . 


117 


-- leucospermum DC. . . 


131 


— Asperifolii Pers, . . 


118 


— Mali Schum 


180 


— aviculare Kze. . . . 


127 


— Menthae DC 


117 


— Behenis DC. . . . . 


114 


— Orobi DC 


126 


— Berberidis Pers 


119 


— Paridis Ung 


132 


— Gacalide Thm. . . . 


127 


— Pedicularis Libosch. . 


132 


— cancellatum Pers. . . 


130 


— Phaseolorum Wllr. . . 


126 


— Centaureae DC. . . . 


116 


— Pimpinellae Kirchr. 


115 


— Cerinthes Thm. . . . 


118 


— Pini Pers 


110 


— Cichoriacearum DC. . 


124 


— Prenanthis Pers. . . 


116 


— Cireaeae Ces 


117 


— Primulae DC. . . . 


115 


— Cirsii DC 


116 


— punctatutn Pers. . . 


123 


— Clematidis Schwarz. . 


131 


— Banuneulacearuni DC. 


131 


— columnare Alb. et Scliw 


132 


— — b. Ficariae Pers. 


128 


— Convallariae Schum. . 


132 


— Bhamni Pers. . . . 


119 


— cornutum Pers. . . . 


130 


— Bumicis Schlchtd. . . 


118 


— Cruciferarum Rbh. . . 


. 124 


— Saxifragarum . . . 


132 


— Cyparissiae Pers. . . 


127 


— Soldanellae Hornsch. . 


115 


— elongatum Lk. 




— Sonchi Westendrop. 


. 132 


a. Bhanini .... 


119 


— Stellariae Kirchr. . . 


114 


d. Berberidis . . . 


119 


— Taraxaci Schm. et Kze. 


115 


— Epilobü DC 


. 117 


— Thesii Desv 


117 


— Euphorbiae Pers. . . 


129 


— Trifolii repentis Cast. 


126 


— Falcariae. DC. . . . 


. 124 


— Tussilaginis Pers. . . 


132 


— Galii Pers 


. 116 


— urticue Schum. . . . 


118 


— Geranii DC. ... 12 


4, 131 


— Valerianearum Dub. . 


132 



Die Bniuil-, Rost- uml Mehltliaupilze iler Wiener Gegend. 



143 



Seite 

Aecidium Verhasci Ces. . . . 129 

— Violae Schum 114 

— Xylostei Wallr 132 

Botrytis nivea Ung 140 

Caeoma Tul 109 

— lilicum Lk 109 

— Hypericorum Schlchtd. . 109 

— miniata Schlchtd. . . . 110 

— minutum Lib 130 

— rufum Bon 126 

Culocladia Lev 136 

— Berberidis Lev 137 

— comata (Lk.) Lev. . . . 136 

— divaricata Lev 136 

— Ehrenbergii Le'v. . . . 136 

— Grossulariae Lev. . . . 136 

— Hedwigii Lev 136 

— holosericea Lev 137 

— Mougeotti Lev 137 

— penicillata Lev 136 

Calyptospora Kuhn 131 

— Goeppertiana Kühn. . . 131 
Capitularia polygoni Ebh. . . 127 
Ceratitium penicillatum Rbh. . 130 
Chrysomyxa Unger 114 

— Äbietis Uug 114 

Cicinobolus Cesati de Bary. . . 134 

Coleosporium Lev 110 

— Cacaliae Fckl 111 

— Campanulacearum Fr. . 110 

— miniatum Bon 110 

— Pulsatillae Fr 110 

— Bhinanthacearum Fr. . . 110 

— Senecionis Fr 111 

— Senecionum Fckl. . . . 111 

— SoncM Tul 111 

— Tussillaginis Le'v. . . . 111 
Cronartium Fr 131 

— asclepiadeum Fr. . . . 131 

— Paeoniae Gast 131 

Cystopus de Bary 141 

— Bliti de Bary 142 

^ — candidus de Bary. . . . 141 





Seite 


Cystopus euhicus de Bary 


. . 141 


— Lepigoni de Bary. 


. . 141 


— spinulosus de Bary, 


. . 141 


1 Dicaeoma Prunormn Lk. 


. . 119 


Endopihyllum Le'v. . . 


. . 110 


— Persoonii Le'v. . 


. . 110 


Erysiphe (Hedw.) Tul. . 


. . 137 


— adunca Link. . . 


. . 135 


aa. Populoruni 


. . 135 


bb. Salicum . 


. . 135 


— bicornis Link. 


. . 136 


— circumfusa Link. 


. . 134 


— comata Link. . . 


. . 136 


— communis (Lk.) Lev 


. . 139 


— communis Link. 




a. Graminacearui 


i . . 138 


b. Convolvulacear 


um . 139 


f. Cucurbitacearu 


m . . 134 


1. ümbelliferaruii 


i . . 138 


m. Leguminosarun 


i . . 139 


n. Polygonorum 


. . 139 


— ConvolvuU Sepium 


Gast. 139 


— depressa Link. 




a. Bardanae . . 


. . 139 


— divaricata Link. . . 


. . 136 


— Graminis Lev. 


. . 138 


— guttata Link. 




a. Coryli . . . 


. . 135 


b. Betulae . . . 


• . 135 


— holosericea Link. 


. . 137 


— horridula (Wallr.) L 


ev. . 140 


— horridula Wallr. 


. . 140 


b. Cichoriacearum 


. . 137 


— lamprocarpa (Lk.) L 


ev. . 137 


— lamprocarpa Link. 




a. Labiatarum 


. . 137 


b. Balsaminae . . 


. . 134 


c. Plantaginis . . 


. . 138 


— lenticularis Wallr. 




a. Fraxini . . . 


. . 135 


b. Fagi . . . . 


. . 134 


d. Carpini . . . 


. . 135 



144 



W i 1 li e 1 m T s s. 



Seite 

M'ysiphe Linkü Lev 137 

— Lt/cii Lash 137 

— macularis Schlecht. 

a. Humuli 134 

c. Poterii 133 

— Martii Lev 138 

— Montagnei Lev 139 

— Myrtillina Fries. ... 133 

— nitida Ebh 139 

— pannosa Link 133 

— penicillata Link. 

a. Mni 136 

b. Caprifoliacearum . 136 

c. Berheridis .... 137 

d. Gh'ossulariae . . ■ 136 

— tridactyla (Wallr.) Ebh. . 133 

Erysiphei Tul 133 

Eupuccinia Schrtr 114 

Euuromyces 126 

Gymnosporangium Link. . . . 130 

— clavariaeforme Oerst. . . 130 

— conicum Oerst 130 

— fiiscum Oerst. . . . . 130 

— Juniperi Link 130 

Hemipuccinia Schrtr 119 

Hemiuromyces Schrtr 127 

ELeteropuccinia Schrtr 118 

Lasiöbotris Kze, et Schm. . . 133 

— Lonicerae Kze. et Schm. 133 

Leptopuccinia Schrtr 125 

Licea strdbilina Alb. et Schw. . 131 

Melampsora Gast 111 

— areolata Le'v 112 

— hetulina Tul. . .' . . . 112 

— Euphorhiae Tul 113 

— Lini Tul 111 

— popiilina Tul Hl 

a. Populi 111 

b. Populi albae . . ■ 112 

c. — tremulae . ■ ■ 112 

d. — moniliferae ■ ■ 112 



Melampsora salicina Tul. 

a. Salicis capreae 

b. — vitelUnae 

c. — albae 
Micropuccinia Schrtr. 
Microuromyces Schrtr 
Oidium erysiplioides Fr 

— monilioides Link 

— Tuckeri Berk. 
Peridermium Link. . 

— elatinum Kze. et Schw 

— oblongisporatum Fckl. 

— Pini Fckl. . . 

— Pini Wallr. . 

a. corticola . 

b. acicola 
Peronospora de Bary 

— alta de Bary , 

— calotheca de Bary 

— Chrysosplenii Fckl 

— densa de Bary . . 

— effusa de Bary 

a. major .... 

— Ficariae de Bary . 

— infestans de Bary . 

— gangliformis de Bary 

— nivea de Bary . . 

— parasitica de Bary . 

— pusilla de Bary . . 

— Bumieis de Bary 

— Trifoliorum de Bary 
Peronosporei de Bary . . 
Phelonites strobilina Fr. . 
Phragmidium Link. . . . 

— asperum Wallr. . . 

— bulbosum Schlchtd. . 

— effusum Awd. . . . 

— gramolatum Fckl. . 

— incrassatum Link. . 

— mucronatum Wallr. 

b. Sanguisorba . 

— obtusum Kze. et Schm 

— Poterii Fckl. . . . 



Pirt Brand-, Rost- nml Mi'IiUhaupil/p der Wiener Gegend. 



145 



Phragmidmm Eosarum Rbh 
Phyllactinia Löv. . . . 

— guttata Lev. . . . 
Podisoma Link 

— clavariaeforme Duby. 

— juniperinum Fr. 

— Juniperi Sahinae Fr. 
Podosphaera Lev. . . . 

— Kunzei Lev. . . . 

— — Pruni domesticae 

— — — Padi . 

— — Vacinii Myrtüli 
Puccinella Junci Feld. . . 
Puecinia Pers 

— Absinthii DC. . . 

— Adoxae DC. . • . 

— Äegopodii Link. . . 

— Andropogonis Fckl. 

— Anemones Pers. . . 

— Apü Corda . . . 

— Artemisiae Fckl. 

— Artemisiarum Dub. . 

— arundinacea Hedw. 

— Asari Link. . . . 

— Asparagi DC. . . 

— Astrantiae KIchbr. . 

— Balsamitae Rbh. 

— Bardanae Cord. . . 

— Betonicae DC. . . 

— Bistortae DC. . . 

— Brachypodii Fckl. . 

— Calaminthae DC. 

— Caricis DC. . . . 

— Centaureae DC. . . 

— Chamaedryos Ces. . 

— Chondrülae Cord. . 

— Chrysosplenii Grev. 

— Circaeae Pers. . . 

— Cirsii Lsch. . . . 

— conglomerata Schm. et Kze 

— coronata Cord. . . 

— discoidearum Link. . 

— discolor Fckl. . . . 

Z. B, Ges. B. XXVI. Abh. 



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Puecinia Endiviae Passer. 

— Epilohii DC. . . 

— Falcariae (Spr.) . 

— Galanthi . ■ ■ 

— Gäliorum Link. . 

— Geranii Cord. 

— Glechomae DC. . 

— graminis Pers. , 

— Helianthi Sclnveiuitz. 

— Heraelei Grev. . 

— Hieracii Mart. . 

— Iridis Rbh. . . 

— Liliaceariim Duby. 

— Luzulae Lib. . . 

— Lychnideariim Link. 

— Maydis Pötsch. . 

— Menthae Pers. . 

— Moehringiae Fckl. 

— ohtegens Tul. . . 

— obtusa Schrtr. 

— Oreoselini Fckl. . 

— Pimpinellae Link. . 

— Polygoni Convolvuli 

— Polygonorum Fckl. 

— Prenanthis Fckl. 

— Primulae Grev. . ■ 

— Prosta Duby. . . 

— Prunorum Link. 

— JRhododendri Fckl. 

— Rihis DC 

— Bumicis Bellynk. 

— Saxifragarum Schild. 

— sessilis Schneider. . 

— Sileris nov. spec. 

— Soldanellae Fckl. . 

— Stellariae Duby. 

— straminis Fckl. . . 

— Tanaceti DC. . . 

— Teucrii Fckl. 

b. Chamaedryos - 

— Thesii Chail. . . . 

— Thlaspeos Schubert. 

— Tragopogonis Cord. 



DC. 



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IIB 
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124 



14G 



Wilhelm Voss. 



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Puccinia Umhelliferarum DC. . 120 

— Vulantiae Pers 125 

— Veratri Niessl 123 

— Vincae Gast 122 

— Virgaureae Lib 125 

— violarum Link 114 

Pacclniastrum areolatum Otth. 112 

Puccinwpsis Sclirtr 123 

Uliytisma JEuplwrhiae Schubert. 113 

Eoestelia comtita Fr 130 

Sclerotium popuUmtm Pers. . . 112 

— salicinum Fr 112 

Sorosporiam ßudolphi. . . . 109 

— Saponariue Eud. . . . 109 
Sphaeria flacciäa Alb. et Scliw. 131 
Sphaerotheca Lev 133 

— pannosa (Lk.) Lev. . . 133 

— Castagnei Lev 133 

— Bidentis 134 

— Cucurbiiacearum . 134 

— Humuli 134 

— linpatientis 134 

— Sanguisorbue 133 

— Vüis 134 

Tilletia Tul 109 

— Caries (DC.) Tnl. ... 109 
Tracliyspora Fckl 130 

— Älchemillae Fckl. ... 130 
Uncinula Lev 135 

— adunca (Lk.) Lev. . . . 135 

a. Salicum 135 

b. Fupulorum .... 135 

— Bicornis (Lk.) Lev. . . 136 

— Tulasnei Fckl 136 

Uredinei Tul 109 

Uredo Pers 132 

— aecidioides DC 112 

— Aegopodii Str 120 

— Älchemillae Pers. . . . 130 

— ambigua DC 128 

— andrupogonis Ces. . . . 123 

— Änemones Pers. . . . . 109 

— Anthjjllklis Grev. ... 126 



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Uredo appendiculata Pers. . . 126 

— Apü Wallr 120 

— Artemisiarum Rbh. . . 122 

— aruiidinacea Houel. . . 118 

— Asparagi Lsch 117 

— Balsamüae Str 121 

— betulue Kl 111 

— Bistortanm DC. . . . 122 

— Bliti Bernaril 142 

— Culcaliae DC 127 

— Campanulae Pers. . . . 110 

— Candida Pers. 

a. Cruciferarum . . . 141 

b. Compositarum . . 141 

c. Fortulacearum . . 142 

— eaprearum DC 112 

— Cichoriacearum DC. . . 115 

— Circaeae Alb. et Schw. . 117 

— Girsii Lsch 116 

— CUnopodii Rbh. . . . 122 

— cubica Str 141 

— Empetri DC 132 

— Epilobii DC 117 

— ■ Eaphorbiae DC. . . . 113 

— Fahae DC 127 

— Ficariae Alb. et Schw. . 128 

— fluscidosorum Alb. et Schw. 122 

— Galunthi Kirchn. . . . 132 

— Galii ßbh 116 

— Geranii DC 132 

— ggrosa Reh 113 

— Iledysari obscuri DC. . 129 

— Hypericorum DC. . . . 109 

— Iridis DC 132 

— Junci Str 126 

— Labnrni DC 128 

— Leguminosarum Link. 

a. Viciurum .... 127 

— Umhat a Rbh 128 

c. Muscari 130 

— linearis Pers 119 

— Lini DC 111 

— longicapsiila DC. . . . 111 



Die Brand-, Kost- uiirl Meliltli,u\i>ilze iler Wiener Gpgpiid. 



147 



UreäQ longissima Sow. . 

— Lychnidearum De 

— Menthae Pers. 

— Mercurialis Mart. 

— miniata Pers. 

— Muscari Duby. . 

— oblonga Rbh. . . 

— Oreoselini Str. . 

— Orobi Sclmm. 

— ovata Str. . . . 

— Padi Schm. et Kze, 

— Paeoniae Cast. . 

— j)hyteiimatum DC. 

— Pimyinellae Str. 

— Pulyyoni aciculare 

Schw. . . . 

-- Polyijonorum DC. 

— Potentilarum DC. 

— Poterii Schlclitd. 

— Prenanthidis Schuia 

— Primularum DC. 

— pseudocyperus \{\)\\. 

— PulsatiUae Duby. 

— Tlhododendri DC. 

— Uosae Pors. . . 
i' — liubigo Vera DC. 

— lliiborum DC. 

— Rumicum DC. 

— Saxifragarum DC. 

— seilt ellata Pers. . 

— segetum Pers. 

— Sempervivi Alb. et 

— süophila Ditm. . 

— Soldandlae DC. . 
SoHchoriim Rbh. 

— Sfellariae Fckl. . 

— stcaveolens Per?. . 

— Symphyti DC. . 
Tanaceti Lasch. . 

- Thesii Desv. . . 

— TH/bZw DC. . . 

— Fe/-ai'H DC. . . 

— Vincetoxici DC. . 



.Mb 



Sc 



et 



hw 



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Uredo Viohinint. DC. . 

— vitelUuae DC. 
Urocystis Rbh 

— Colchici (lA.) Str. . 

— occulta Sclilclitd. 

— pompholygodes Lev. 
Uromyces de Bary. . . . 

— amhiguus (DC.) Fckl. 

— Cacaliae (DC.) Lev. 

— Erythronii (DC.) 

— Fabae (DC.) de Bary 

— Ficariae Fckl. . . 

— fraternus Lsch. . . 

— Geranii Otth. et Wtiti 

— Iledysari Fckl. . . 

— Jiincl Till 

— Lahurni (DC.) Schrtr. 

— Latliyri Fckl. . . 

— Miiscari Lev. . . . 

— Onobrychis Lev. 

— Onnnidi!^ Passer 

— Or)iifhogali Lev. 

— Orubi Fckl. . . . 

— Phuseolorum de Bary 

— phyteximatum (DC.) I 

— Pisi de Bary. . . 

— Polygoni Fckl. . . 

— Primulae (DC.) . . 

— Prunorum Fckl. 

— punctatus Schrtr. 

— Rumicum (DC.) Fckl. 

— sfnati(s Schrtr. . . 

— Trifolii (DC.) Fckl. 

— tiilierculatus Fckl. 

— Valerianae (DC.) Fckl 

— Verbasci Niessl . . 

— Viciae (Rbh.) Fckl. 
Uromycopsis Schrtr. 
Ustilaginei Tul. . . 
Ustilago Link. . . . 

— antherarum Fr 

— Carbo Tul. . 

— Caricis (Pers.) Fckl. 

19^ 



Seite 

114 
112 
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128 
108 
lOS 
109 
108 
108 



148 



Wilhelm Votü 



Ustilayo Heufleri Fckl. 

— hypoäytes Fr. 

— longissima Lev. . 

— Blaydis (DC.) Tul. 

— neglecta Niessl . 

— receptaculonwi Fr. 



Seite 

108 
108 
108 
108 
108 
109 



Ustilayo typhoides ßcik. et Br 

— umhrina Schrtr . . 

— urceuloruvi Tul. . . 

— utriculosa Tul. . . 

— Vaillantü Tul. . . 

— violacea (Pers.) Tul 



Seite 

108 
108 
108 
109 
108 
109 



ß. Yerzeiclmiss der üfährpflanzen. 



Seite 

Ahies excelsa DC. . . . 114, 131 

— pectinata DC HO 

Acer canipestre L 136 

— platancicles L 136 

Actaea spieata L 139, 

Adenostyles albi frans Echb. . . 111 

— al2nna Doli. . . . 111, 127 
Adoxa Moschatellina L. . . . 123 
Aegopodiwn Podagraria T-. 120, 140 

Alchemilla vulgaris L 130 

Alliitm Opliioscorodon Don. . . 128 

— ursinum L 119 

Alnus incana DC. . . . 134, 186 
Alsine austriaca M. et K. . . 115 
Amarantlius retroflexus L. . . 142 

Anchusa officinalis L 118 

Andropogon Ischaemicm L. . . 123 
Anemone nemorosa L. . . 123, 131 

— Pulsatilla L. . . 109, 110, 123 

— ranuncitloides L. ... 123 
Anthriscus sylvestris HofFiii. . . 140 

Apium graveolens L 120 

Arabis Turrita L 141 

Arenaria ciliata L 125 

— serpyllifolia L 125 

Aronia rotundifolia Prs. . . . 130 
Artemisia Ahsinthium L. ' . . 122 

— vulgaris L 187 

Asaritm europaeum L 125 

Asparagus officinalis L. . . . 117 
Astragalus glycyphyllos L. 128, 187 
Astrauiia major L 124 



Seite 

Avena pubescens L 108 

— sativa L 108, 119 

Barbarea vulgaris E. Br. . . . 141 
Berheris vulgaris L. . . 119, 187 

Befula alba L 111, 185 

Bidens tripartita L 134 

Brachypodium sylvaticumV . de B. 123 

Brassica oleracea L 140 

Calamagrostis Epigeos Eotli. 119 

Camelina sativa Cr 141 

Campanula patula L 110 

— Traehelium L 110 

Gapsella bursa pastoris Mönch . 141 

Carduus acanthoides L. . . . 116 

Carex acuta L 118 

— alba Scop 108 

— alpestris All. ..... 108 

— hirta L 118 

— humilis Leys 108 

— limosa L 108 

— Michelii Host 108 

— sylvatica Huds 118 

Carlina vulgaris L 116 

Carpinus Betulus L 185 

Centaurea Cyanus L 116 

— Jacea L 116 

— Scabiosa L 116 

Cerinthe minor L 118 

Chenopodium album L. . . . 141 

— Bonus Henricus L. . . 141 
Chrysosplenimn ulternifolium L. 125, 

140. 



Die Biaud-, Uu»t- und MeliUlKiniiilzo dor Wiener fiegeiul. 



149 



Seite 

Cichürium Endivia L 115 

Circaca lutetiuna L 117 

Cirsium arvense Scop . . 121, 141 

— oleraceuin Scop 116 

— rivulare Lnk 116 

Clematis recta L 131 

— Vitalba L 131, 139 

Clinopodium vulgare L. . . . 122 

Colchicum autumnale L. . . . 109 

Convallaria majalis L. ... 132 

Convolvulus arvensis L. . . . 139 

— Sepium L 139 

Corylus Avellana L 135 

Crataegus Oxyacantha L. 130, 134 

Crepis tectorum L 116 

Ciiciimis sativus L 134 

Cucurbita Pepo L 134 

Cynoglossum officinale L. 

ß. viridis 118 

Cystopteris fragilis Bernh. . . 109 

Cytisus Lahurnum L 128 

— nigricans L 128 

Dianthus pliimarius L. ... 114 

Echium vulgare L 140 

Empetrum nigrum L 132 

Epilohium Jwsutum L. . . . 117 

Euphorbia amygdaloides L. . . 129 

— dulcis Sm 113 

— Gerardiana Jacq. . . . 129 

— helioscopia L 113 

— nicaeensis All 129 

— palustris L • . 129 

— pannonica Host 129 

— verrucosa Lam. . . 113, 129 

— virgata W. et K. . 113, 129 
Euphrasia Odontites L. . 111, 139 

— officinalis L 141 

Evonynius europaeus L. . . . 136 

Fagus sylvatica L 134 

Falcaria Rivini Host. . . 124, 136 

Farsetia incana R. Br. . . . 141 

Festuca gigantea Vill 119 

Fraximis excelsior L 135 



Gagea arvensis Schult. 
Galanihus nivalis L. 
Galium Aparine L. . 

— Cruciata L. 

— Mollugo L. 

— sylvaticum L. 

— verum L. . . 
Geranium pusillum L. 

— pyrenaicum L. 

— sylvaticum L. 
Glechoma hederacea L. 
Glyceria fluitans R. Br. 

— spectabilis M. et K. 
Hedysarum obscurum L. 
Helianthus annuus L. . 
Heracleum Spondylimn L 
Hesperis tristis L. . . 
Hieracium am.plexicaule I 

— murorum L. . . 
Hippophaii rhamnoides L. 
Hordeum vulgare L. 
Humulus lupidus L. 
Hypericum montanum L. 

— perfoliatum L. . 
Impatiens Noli tangere L 
Inula britanica L. . . 

— salicina L. . . 
Juncus' ohtusiflorus Ehrh. 
Juniperus communis L. 
Lactuca muralis Don. . 

— sagittata W. et K. 
Lamium maculatum L. 

— purpureum L. 
Lappa tomentosa Lara. 
Lathyrus pratensis L. . 

— tuberosus L. . . 
Limum alpinum Jacq. . 

— catharticum L. . 

— usitatissimum L. 
Lonicera alpigena L. . 

— m^fra L. . . . 

— tartarica L. . . 
Luzula campestris DC. 



131 



108, 



122, 



Seite 
130 
133 
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116 
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127 
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111 
111 
132 
133 
136 
123 



150 



\V ilh.'lm Voss. 



LuzhUi jiilosa W. ... 
Lycium barharam L. . . 
Malachium uqnaticum Fries. 
Medieago falcata L. . . 

— lu^ndina L. . . . 

— sativa Ti 

Mclampyrum nemorosum L. 

— pmfense L. . . . 
Melanärium pratcnse IJölil. 
3tcUlotus alba Desr. 

— offici)iali!^ Desr. . 
jSIcnilia si/lvestris J,. 
MercHrialis percnnis I^. 
Moehringia muscosa L. 

— trinerva Claiv. . 
]]fiihjcdiiim alpiuxm Css. 
]\[uscari comostun Mill. 
Xo)t)U'a piüla DC. . . 
Üiiobr)/chis satii^a L. 
Ononis spiuosa^ L. . . 
Ornithogalum nuta)is L. 

— umbeUatum L. 108, 
Orobxs venius L. ... 
Paconia of/icinalis L. . . 
Paris (jKadrifolia L. . . 
Pcdiciilaris paluslris L. . 
Pdasitcs officinalis Möncli. 
PeKCcdaiuini (dtiaiicuin L. 

— Cen-aria Ouss. . . 

— ÜreoscUnxm Müiuh. 
Phala7'is arundinacea L. . 
Phascolus vulgaris L. . . 
Phragmifes communis Trin. 
Phj/'euma orhicuJare L. . 

— spicatum L. . . . 
PimpiiicUa magna L. . . 



123 

1H7 
115 
128 

loS 
I-IO 
111 
111 

100, 139 
138 
138 
117 
133 
125 
125 
132 

lOS, 130 
118 
126 

128. 139 
125 



12 



^) 



130 

12(3 

131 

132 

132 

111 

120 

0, 138 

120 

119 

120 

108, 118 

. 129 

. 129 

. 115 







Seite 


Pimpiiiella Saxifraga L. . 




115 


Pimcs austriaca Höss. . . 




110 


— sylvestris L. . . . 




110 


Pisuin sativuiii L. 




1*^7 


Plantago major L. . . . 


138, 


141 


Podospermum- Jacquinianum 




Koch 


124, 


142 


— laciniatum C. . . . 




124 


Polygonum aviculare L. . 


127, 


139 


— Bistorta L. . . . 




122 


— ConvolrulKS L. . . 




122 


— dumentorum. L. . . 




122 


— Hi/droinper L. . . 




109 


— lapathifoUum li. 


109, 


139 


Populus alba L 




110 


— monilifera Ait. . . 




110 


— nigra L 


110, 


135 


■ — pi/ra)nidalis lloz. 


110, 


135 


— trcmula L. ... 


110, 


135 


Potentilla alba L. ... 




113 


— ■ argentea L. ... 




113 


Poterium Sanguisorba L. 


113, 


133 


Prenanthis pnrpurea L. . 




116 


Primnla. acaulis Wulf. . . 




115 


— minima L 




129 


Prunus domestica L. . . 


120, 


133 


— Vadus L 


112, 


133 


— spinosa L 




120 


Pgrethrum Parihenium S\v. 




U2 


Pgrns communis L. . . . 




130 


— ^falus L .... 




130 


Ranunculus auricomits L. 




131 


— bidbosus L. . . . 




131 


— Ficana L. ... 


128, 


140 


Ba2)hanus Ra^'hanifttrum L. 




141 


— satirus L 




141 



Dio BiMiiil-, Kll^t- uiiil MclilHiaiipil/.e tlor Wioiior (fegpml. 



IT)! 



■1, 



Mapistruiii perenne All. . . 
Bhamniis cathartica L. . . 

— frangula L. . . . 11 
Ixhododendron ferrugineum L. 

— hirsutum L 

Ribes Grossularia L. . . 12 
liosu alpina L 

— canina L 110, 

— centifolia L. . 110, 114, 

— pimpinellaefoliii L. . . 
Rubus caesius L 

— fruticosus l, 

— — var. disoolor. . . 

— Idaeus L 

Riimex Acetosa L. . . , 128, 

— conylomerulus Murr. . . 
-- crispus T; 128, 

— scutatus \i 

Salix alba L 112, 

— (ktprea L 

- purpurea L 

— vitellina I* 

Salviu verticilluta L. . . 117, 
Saponaria ofßcinalis L. . . . 
Saxifraga muscoides Wulf. . . 
Scorzonera hispanica Tj. . . . 

— humilis L 109, 

Seeale Cereale L, ... 10!), 
Sempervivum hirsutum L. , . 

' Senecio alpinus Kocli 

— nebrodensis \j 

— saracenicus L 

— subalpinus KocIi. . . 

— vulgaris Tj 

Serratula helerophylla Dosf. . . 

— tinctoria li 



Süito 








Soite 


141 


Sefaria glaiica P. B. . . 




108 


119 


Silene acaulis L 




114 


136 


— inflata Sni. . . . 




114 


120 


Sisymbrkim officinale Sco}). 




141 


120 


Solamim tuberosum L. 




140 


13G 


Soldanclla alpina, L. . . 




115 


110 


Solidago Virga aurea L. . 




125 


114 


Sonchus asper Vill. . . . 




111 


133 


— oler accus L. 111, 


137 


140 


114 


Sorbus Aria Crantz. . . 




130 


114 


— auciiparia L. . . . 




130 


113 


Spergula marina Boss. 






114 


ß. marginata .... 




141 


113 


Stellaria media Vill. . . 




115 


141 


— idiginosa Murr. . . 


. . 


115 


118 


Stjmphytam oflicinale L. 118, 


132, 


140 


141 


— tuberosum \i. . . . 


132, 


140 


122 


Tanacetum Balsamita L. . 




121 


135 


— vulgare L 




121 


112 


Taraxacum offieinalis Wigf^. 




115 


135 


Teucrium Chamaedrys Ii. 




125 


112 


Thalictrum flavum L. . . 




139 


137 


Thesium alpinum L. 






117 


109 


— linophyllum L. . 






117 


132 


Thlaspi montanum L. . 




124, 


Hl 


124 


Tragopogon oricnlulis [,. 






124 


142 


— pratensis L. . . 




124, 


137 


119 


Trifolium, iwatense L. . 




127, 


138 


HO 


— repens L. . . . 






127 


111 


— rubens L. . . . 






HO 


111 


Triticum vidgare Vill. . 






109 


111 


— repens L . . . 






119 


111 


Tulipa Gesneriana T/. . 






125 


111 


— sylvestris Tj. . . 






108 


110 


Tussilago Varfara T/. . 




Hl, 


132 


llü 


Urtica dioica f;. . . . 




118, 


139 



152 



Wilholm Voss. Die Branrl-, Rost- uml r.Ir>liUliaupilze der Wiener Geg^^ntl. 



Seite 



Vaccinium Myrtüliis L. . . 


. 133 


— Vitis Idaea L. . . . 


. 181 


Valeriana tripteris L. . . . 


. 132 


Veratrum älbum L 


. 123 


Verbascum phlomoides L. 


. 129 


— thapsiforme Schrd. . . 


. 129 


Vihurmim Lantana L. . . 


. 136 


Vicia Faba L 


. 127 



Seite 

Vicia sativa L 127 

Vinca herbacea W. et K. . . . 122 
Vincetoxicum officinale Münch. 131 
Viola canina L 114 

— odorata L 114 

— sylvestris Lam 114 

Vitis vinifera li 184 

Zea Mays L lOS, 123 



C o r r i g e n d a. 



Pü,g. 107, Zeile 17 von oben : 

, 110, „ 17 „ unten: 

, 113, „ 17 „ oben: 

„ 121, „ 15 „ oben: 

„ 139, „ 20 „ oben: 



unsicherer statt unsicheren, 
mini ata „ minutum. 

im »in. 

Grev. „ Gev. 

nitida . nitia. 



Verzeichniss der von Herrn Julius Finger dem 

kaiserliclien Museum als üeschenk übergebenen 

Sammlung einheimischer Vögel. 

Mit Angabe der Localitäteu und Beobachtungen nach Mittheilungen 
des Herrn J. Finger. 

Zusammengestellt von 

August von Pelzein. 

(Als dritter Beitrag zur ornithologisehen Fauna der österreichisch- 
ungarischen Monarchie.) 



(Vorgelegt iu der Versammlung am 5. Januar 1876.) 

Ich übergebe hiemit der geehrten Gesellschatt das iu dem letzten Bei- 
trage in Aussicht genommene Verzeichniss der reichen Sammlung einheimischer 
Vögel, welche unser geehrtes Mitglied, Herr Julius Finger, in patriotischer 
Weise dem kaiserlichen Museum als Geschenk übergeben hat. 

Dieselbe umfasst 282 Arten in 483 Bälgen, welche fast ohne Ausnahme, 
und zwar zum grössten Theile sehr schön ausgestopft sind und zeichnet sich 
sowohl durch eine Auzahl sehr seltener Arten als durch zahlreiche interessante 
und schöne Abänderungen aus.') 

Besonderen Werth haben die zahlreichen Angaben über Fundorte und 
sonstige Daten uud Beobachtungen, welche mir Herr Finger iu üebeiis- 
würdigster Weise miltheilte, so dass das Verdienst derselben ihm zukommt, 
während ich nur die Zusammenstellung besorgt habe. 

Sollte Herr Finger mir noch nachträglich weitere Daten liefern können, 
so werde ich nicht unterlassen dieselben zur Kenntuiss der Gesellschaft zu 
bringen. 

Buteo ferox Gm. Apathfalva am Hansag-Moraste, Ungarn. 12. April 1856. 
— vulgaris Bechst. Ein Exemplar mit partieller Fussbefiederuug, au 

Archibuteo lagopus erinnernd, Purkersdorf. November 1860. 
Archibuteo lagopus (Brün.). 
Aquila imperialis (Bechst.) m. j. Lobau. 15. November 1862, Abends beim 

Aufbäumen. Im Magen ein Fasan. 

') Ausser diesen wurde dem Museum auch die Eiersammlung, welche von bestimmten 
Eiern 32) Stück von loa Arten, dann 42J unbestimmte enthält, durch Herrn Finger zum Ge- 
schenke gemacht, 

Z.B. ties. B. XXVI. Abb. 20 



15 4 A. V. Pelzel II. 

Aq^uila chrysaetos (L.), Schönkirchen. 2. Mai 1864. Im Magen eine Katze. 

— — var. fulva f. Theilweiser Albino, 24. März 1865, Schönkirchen durch 

Dr. Ueberracker auf der Uhuhütte. Im Magen ein Fasan. 

— clanga PaU. Am Ameishaufen nächst dem Lusthaus, Prater, auf 

15 Schritt Distanz geschossen. — Ein zweites Exemplar, das von 
Herrn Zelebor aus dem südlichen Ungarn mitgebracht wurde, lebte 
drei Jahre in der Gefangenschaft. 

— naevia Schwenckf. März 1853, Lobau, Aspern. Magen leer. — Ein 

Exemplar am 24. Juni 1853, Lobau, Aspern. Im Magen ein Kaninchen. 

— pennata (Gm.) m. 4. Januar 1862, Krähenhütte, Meidlinger Remisen. 
Haliaetus albicilla (L). Kagraner Haufen, Luderhütte. März 1864. 
Circaetus gallicus (Gmel.). 30. März 1859, Kagraner Haufen. Im Magen 

eine Riesenkröte. 
Falco saker Gm. 1. März 1860, Prater. Im Magen ein Fasan, f. 10. December 
1850. Mannswörth, f. 3. November 1854, Krähenhütte in Hennersdorf 
bei Laxenburg. Im Magen Fasan. 

— communis Gm. Ein Exemplar, durch sechs Jahre der Schrecken der 

Stockerauer Haustauben, von seinem Schlafplatze, dem Stockerauer 
Kirchthurme, mit der Pistole erlegt. 
Hypotriorchis suhhuteo (L.). 18. October 1854, Aspern. Im Magen Heu- 
schrecken und Käfer. 

— aesalon (Gm.). 15. December 1854, Greifenstein. Vom Fenster aus 

geschossen. 
Tinnunculus vespertimts (L.). 30. Mai 1853, Illnitz am Neusiedler See, 
zu Hunderten in Verfolgung der Wanderheuschrecken. 

— alaudarius (Briss.). 5. Mai 1855, Ofen nächst der Kettenbrücke mit 

dem Stockgewehre. 
Panäion haliaetus (L.). f. 28. April 1854, Aspern. Magen leer. 
Milvus regalis Bonap. 13. März 1855, Hennersdorf. 

— niger (Briss.). März 1862, Biberhaufen an der Donau. 
Pernis apivorus (L.). Gänsehaufen, Prater 24. März 1864. 

Astur palumliarius {h.). 22. Juni 1864, Gänsehaufeu, f. j. Aspern. Noderer. 

Accipiter nisus (L.), m. Prater Sasshofer. 

Circus aeruginosus (L.) f. Theilweiser Albino, Aspern. 6. April 1861 durch 
Noderer. Mageninhalt eine Eidechse, das Zwerchfell war mit Ein- 
geweidewürmern besetzt. 

— eineraeeus Mont. Brigittenau. 13. Mai 1850 m. braune Var. 11. Sep- 

tember 1868. Kagran, von Dr. Ueberracker, f. braune Var. Lobau, 
Aspern, braune Var. Lobau, Aspern. 

— cyaneus (L.). 2. April 1859, Gänsehaufen im Prater. Im Magen eine 

Eidechse. 



Verzeichniss von J. Finger'.-» Sainralunp; eiiiheimiucher Vögel. 1 OO 

Surnia ulicla (L.)- 10. Februar 1863, Aspern. Im Frühjahre 1857 von dieser 

sonst seltenen Eule in der Lobau durch den damaligen Hofjäger 

No derer vier Stücke erhalten. 
Athene passer iiia (L.). Adlitzgraben, im Obstgarten bei Spiess mit dem 

Schmetterlingsnetze am hellen Tage gefangen, 20. Januar 1865. 
Si/rnium aluco (L.) m. 11. April 1854. Am Schnepfenstand auf dem Galizin- 

berge, eine zweite konnte ohne Hund nicht gefunden werden, f. 15. De- 

cember 1854, Aspern; im Magen Mäuse. 

— iiralense (Pall.). Ein normales und ein ganz dunkelbraunes Exemplar. 

Beide durch Förster Lang in St. Martin, Oberösterreich, Graf Arco. 
Bubo maximus Sibb. Im Falkensteiner Loche überrascht und mit dem 

Bergstocke erschlagen. Mai 1866. 
Otus vulgaris Flem. f. Prater, 15. November 1850. Sasshofer. 

— hraehyotus (Gmel.) (var.). Prater, wo sie jedenfalls häufiger als 

0. vulgaris. 
Nyctale Tengmalmi (Grael.) f. j. 1840 vom Apotheker Kablick aus Hohen- 

elbe erhalten. 
Strix flammea L. Vom Meidlinger Kirchthurme. 
Caprimulgus europaeus L. Kommt alljährlich im Frühjahre und Herbste 

in Herrn Finger's Garten vor und wird leicht mit einer langen 

Leimruthe gefangen. 
Cypselus melba (L.). Hochschwab 1860. 
Hirundo rustica L. Darunter ein unvollständiger Albino und ein weisses 

Exemplar. 
Chelidon urbica (L). 
Cutile riparia (L.). Von Mannswörth, wo sie in den steilen Lehmufern zu 

Tausenden brütet. 
Coracias garrula L. Prater. 
Alcedo ispida L. Mit dem Klebegarn über dem Bache nächst der Krainer 

Hütte bei Baden gefangen. Deceraber 1860. 
Merops apiaster L. Orth an der Donau. Mai 1852, 
Tjpupa epops L. Laxenburg. Mai 1868 (?). 
Certhia familiaris L. Im Garten erlegt. 
Tichodroma muraria (L.). Greifenstein. Januar 1860. 
Sitta caesia Wolf et Meyer. Von Trau bei Spalato mitgebracht. Mai 1859. 
Troglodytes parvulus Koch. Im Garten gefangen. November 1870. 
Calamodyta fluviatilis (Wolf et Meyer). Prater. Mai 1870. 

— locHstella (Lath). | 

— aquatica (Lath.). / Vom Hansag- Moraste bei Apathfalva. 

— turdoides (Meyer), j 

— arundinacea (Gmel.). 

Ltiscinia philomela Bonap. m. 28. April 1854, gefangen am Hause?, dann 
auch ein partieller Albino. 

20* 



156 A. V. Pelze u. 

Sylvia atrieapilla L. rri. 7. Mai 1854. Galizinberg. 

— cinerea (Briss.) f. blasse Var. 30. August 1854 von Besseny geschossen, 

Breitensee, auf dem Felde mit einem Schwärm Sperlinge auffliegend. 

— hortensis (Gmel.) m. 28. Mai 1854. 

— nisoria Bechst. m. 19. Mai 1854. Breitensee. 

— hypolais (Linne). Mai 1860. Donau-Auen bei Kagran. 

— sihilatrix Bechst. Auch eine gelbe Var. 

— rufa (Briss.). 

Begulus ignicapilhis Licht, ni. 3. September 1854. Pressbaum, einzeln. 

— cristatus Kay. In Herrn Finger's Garten gefangen. September 1860. 
Saxicola oenanthe (L.). Breitensee. Sommer 1860. 

Pratincola riihetra (L.). Semmering. Mai 1865. 

— ruhicola (L.). 
Buticilla phoenieurus (L.). 
Erythacus rubecula (L.). 

Cyanecula suecica (L.). Gänsehaufen im Prater. 12. April 1860. — Im Prater 

selbst nur am Zuge und nur einige Tage sichtbar. 
Äccentor moclularis (L.). 

-— alpimis (Gmel.). Kampalpe. 1860. 
Farns major L. Auch eine schwarze Abänderung. 

— coeruleus L. 

— ater L. 

— palustris L. 

— horealis Selys-Longch. m. September 1855 auf der Kampalpe, Krurara- 

holzregion. 
Lopho2)haneseristatusiIj.). GaishergheiFerchioldädorlAin-W 1864 beim Neste. 
Mecistura caudata (L.) 
Äegithalus pendulinus (L.). Kagraner Haufen. Mai 1862 vom Neste. Wird 

von Jahr zu Jahr seltener. 

— hiarmicus (L.). Hansag-Morast. Mai 1865 vom Neste. 
Motacilla alba L. 

— hoarula Penn, m.? 1. September 1855. Von Bock gefangen 
Änthus aquaticus Bechst. 

— arboreus Bechst. m. 7. Mai 1854. Während des Singens vom Baume 

geschossen. 

— pratensis (L.). 

Cinelus aquaticus Bechst. Weichselboden in Steiermark, dessen Nest unter 
dem höchsten Wehre, es musste jedes Mal der brausende Wasserschwall 
durchflogen werden, so oft er den Jungen Futter braciite. 

Turdus viscivorus L. 

— pilaris L. Blasse Abänderung und ein partieller Albino. 

— musicus L. Darunter eine röthliche und eine graue Abänderung. 

— iliacus L. 

— Naumann i Teram.? Wiener Wildpretmarkt. 



Verzeichniss von J. Fiiiger's Sammlung einheimischer Vogel. Iö7 

Tiirdus merula L. Unter den Exemplaren zwei theilwcise Albinos. 

— t orqiiatus L. Kanipalpe. Mai 1862. 

-- migratorius L. Zu Frauenberg (Böhmen) erlegt. 
Pctrocincla saxatilis (L.). Mai 1858. Im Prater nächst dem Hirscheustadel 
beim Perschlingbache. 

— cyanus (L.) Lussin piccolo. Mai 1859. , 
Oriolus galhula L. Ein Exemplar 2. September 1854. 

Muscicajni collaris Bechst. ra. 28. April, f. Heuberg 28. Mai 1854, im 

Magen Raupen. 
Erythrosterna parva Bechst. Dornbach, Eohrerhütte. Mai 1860, 
Butalis grisola (L.) m. 10. September 1855 in Meidling gefangen. 
Ampelis garrulus L. 
Larius excubitor L. 
Enneoctonus rufus (Briss.). 

— collurio (L.) f. mit Brutfleck. 15. Juni 1854. Breitensee. Im Magen ein 

grosser Laufkäfer. 
Garrulus glandarius (L.) m. 11. Februar 1855. Schottwien. Im Magen 

Eichelhülsen und Sämereien. 
Perisoreus infaustus (L.). Altsohl. Weihnachten 1857. 
Nucifraga caryocatactes (L.) Kampalpe hei Spital, wo er häufig brütet. 
Pica caudata Ray. 
jCorvus corax L. Saatzberg bei Hütteldorf auf einem Pferdecadaver geschossen, 

der dort als Köder für Füchse ausgelegt wurde. 

- corone L. Ein Exemplar mit monströsem Oberschnabel bei Meidling an 
der Wien durch nux vomica vergiftet aufgefunden. 

- cornix L. m. (Uberg) 7. October 1854. Magen voll Weinbeeren. 

— frugilegus L. m. Abänderung mit gefleckten Flügeln. Lusthaus im 

Prater durch Sasshofer, ra. blasse Abänderung Prater. 27. Februar 1859. 

— monedula L. Eine Abänderung, die erst in der Gefangenschaft braun 

geworden war; ein weisses Exemplar wurde durch fünf Jahre lebend 

gehalten, eine Bemerkung am Postamente fügt hei: Mähren, echt 

Albino, rothäugig. 
Pyrrhocorax alpinus Vieill. Tratikogel nächst dem Gschaid, September 1860. 
Fregilus graculus (L.) 
Pastor roseus (Briss.). Im April 1865 ein ganzer Zug bei Stammcrsdorf, 

wovon viele geschossen wurden. 
Sturnus vulgaris L. 
Coeeothraustes vulgaris Briss. 
Fringilla coelebs L. 

— mont i fringilla L. Darunter ein partieller Albino. 

— carduelis L. Darunter ein Bastard. 

— spinus L. Eine blasse und eine schwärzliche Abänderung, 

— ehloris (L.) 

— citrinella L. 



158 A. V. Pelzelii. 

Fringilla serinus L. Auch eine dunkle Abänderung. 

— cannabina L. Auch ein partieller Albino. 

— montium Gniel. 

— rufescens Vieill. 

— nivalis Briss. Kampalpe bei Spital. 

Passer domesticus (L.) Darunter vier partielle Albinos, zwei blasse Abän- 
derungen, ein weissliches Exemplar und ein schiefergraues, das letzte 
von der Hildrichsmühle bei Gaden, am 19. November 1854. 

— montanus (L.). Eine blasse und eine schwärzliche Abänderung. 
Petronia stulta Strickl.') 

Emheriza miliaria L. Brassler. 

— melanocephala Scop. Spalato, Mai 1859. Ist dort so häufig wie bei 

uns E. citrinella. 

— citrinella L. Darunter eine blasse und eine röthliche Abänderung. 

— cirlus L. Schwabenberg bei Ofen. Mai 1863. 

— hortulana L. Schwabenberg bei Ofen. Mai 1863. 

— cia L. 

- schoenicliis L. Bock's Vogeldehn, 27. October 1854, einzeln, 
Plectrofhanes nivalis (L.). Im Januar 1864 aus einer grossen Schaar 

auf der Semmeringer Fahrstrasse; kamen bis Neustadt herunter. 
Älauda arvensis L. m. April 1854, f. Breitensee 6. April 1854. Auch ein 
weisses Exemplar. 

— arborea L. 

— cristata L. Darunter ein partieller Albino. 
Melanocorypha calandra (L.). Mai 1859. Eagusa. 

— tatarica (Fall.) m. Breitensee; daselbst wurden drei Stück geschossen. 
Phileremos brachydactyla Temm. 

Otocorys alpestris (L.) m. 

Pyrrhula vulgaris Temm. Darunter ein Männchen mit weissem Scheitel, 

eine schwärzliche und eine schwarze Abänderung. 
Loxia eurvirostra L.-) 
Pieus major L. 

— medius L. 

— minor L. Im Garten mit einer langen Leimruthe gefangen. 
Dryocopus martius (L.) m. 3. November 1854. Magen voll grosser Ameisen; 

dann ein weisses Exemplar mit rother Kopfplatte, Frauenberg nach 
dreijähriger Beobachtung Mai 1863 erlegt^ 
Gecinus viridis (L.) m. 4. Februar 1855. In der Meisenstube. Im Magen 
kleine Larven und Ameisen. 

— canus (Gmel.). 27. September 1850. Prater. Ist in der Wiener Gegend 

jedenfalls häufiger als G. viridis. 
Yunx torquilla L. 

^) Eine Serie von Abänderungen und Bastarden des Kanariauvogelti. 

') Aplernus trldaclylus (L.) f. Kussland von Herrn Brandt in Hamburg. 



Verzeichniss von .T. Fingei's 3ammluiij^ eiiiliftiinisclier Vögel. LDiJ 

Cuculus canorus L. 
Golurnba palumbus L. 

— livia L. 
Turtur auritus Ray. 
Lagopus albus. 
Tetrao urogallus L. 

- tetrix L. m. Kampalpe bei Spital. September 1858. 

— medius m. et. f. Beide Altsohl, Förster Komasich. 

l'erdix cinerea Briss. Darunter ein weisses Exemplar, lebend von In- 
zersdorf erhalten. 

— saxatilis Meyer. Spalato. Mai 1850. Wird dort wegen häufiger Ver- 

folgung schon seltener und sehr scheu. 

— rubra (Briss.). Mai 1859. In einer Fischerhütte an der Narenta als frisch 

erlegte Beute gefunden. 
Coturnix communis Bonn. m. 15. Juni 1854. Breitensee.') 
Phasianus colchieus. Darunter eine weisse und eine graue Abänderung, 

beide vom Wiener Wildpretmarkte. 
Otis tarda L. 

— tetrax L. m. Temesvar. 1. Mai 1868. 

Cursorius gallicus (Gmel). Ragusa, Mai 1859, in halbverwestem Zustande 

in einer Fischerhütte gefunden. 
Glareola ])ratincola L. Donau, nächst der Freudenau. 
Oedicnemus crepitans Temm. 
Vanellus cristatus Meyer. 

JSoplopterus spinosus (L.). Cattaro. Mai 1859. 
Squatarola helvetica (L.). Hansag. Mai 1859. 
Charadrius pluvialis L. Apathfalva am Neusiedler See. 

— minor Meyer. 

— cantianus Lath. 

Strepsilas interpres L. m. Neusiedler See. 

Haematopus ostralegus L. ra. Apathfalva am Haiisag. März 1865. 

Grus virgo m. 20. Juni 1858. Szegedin. 

Ardea cinerea L. 

— purpurea L. 

— alba L. Insel Teska bei Szegedin, wo er mit A. garzetta und A. comata 

brütet. 

— garzetta L. 

— comatä Fall. 

— minuta L. f. 21. Mai 1854. Prater? Im Magen Wassersalaraander. 
Botaurus stellaris (L.)- 

Nycticorax griseus (L.). Insel Teska bei Szegedin. 



') Pavo cristatus pull., Euploeomus nyrthemfrus, Thaumalea picta, Gallus Bankiva, Numida 
meleagris ein noiuiales und ein weisses Exemplar. 



160 A. V. Pelzeln. 

Flatalea leucorodia L. m. Von Pest. 

Cieonia nigra. Prater. 

Ibis falcinellus (L.). Narenta 1859. Nur vereinzelt dort. 

Numenius arquatus (L.). 

— phaeopus (L.). September 1864. Illuitz am Neusiedler See. 

— tenuirostris. Hansag-Morast. 
Limosa rufa Briss. Holitsch nächst Göding. 
Totanus glottis (L.). 

— fuscus (Briss.). 

— calidris (L.), v. Äpetlon. Frühling. 

— oehropus (L.) f. An der Wien? Goul. 1855, ra. 28. August 1855. 
Äctitis liijpoleuca (L,).i) 

Himantopus vulgaris Bechst. Apathfalva, durch Herrn Bauer geschossen. 
Tringa camitus L. Am Hansag-Moraste bei Bauraaggeu. 

— maritima Brunn. 

— cinclus L. 

— Schinsii Brehm, 

— subarguata Gmel. 

— minuta Leisl. 

— TemminchiiLeisl. 
Calidris arenaria (L.). 
Philomachus pugnax (L) Bei Maros an der Theiss, wo er in ganzen Heerden 

vorkömmt. 
Gallinago major (Gmel.). 

— scolopacina Bomp. m. 21. Februar 1865. Vogelmarkt. 

— gallinula (L.). 
Scolopax rusticola L. Blasse Abänderung. Durch k. k. Jäger Gaul in 

Orth an der Donau; partieller Albino 26. März 1865, Gablitz am 

Anstände. 
Phalaropus hi/perboreus (L.). 
Rallus aquaticus L. f. 28. April 1854. Bok. 
Crex pratensis Bechst. 
Ortygometra porzana (L.). Persclilingbach im Prater. 

— minuta (Pall.). Perschlingbach im Prater. 
Gallinula chloropus (L.). 
Fulica atra L. Neusiedler See. Ehemals zu vielen Tausenden, ist jetzt bereits 

Seltenheit geworden. 



Am Hansag-Moraste bei Baumaggen. 



') Recurvirosira avocetta L. in. und Phalaropus fulira) ius (L.) m. mit den Etiquetten .Tütland 
und Grönland sind vom Pastor Bvelira ans Rontliendorf, der sie gegen Herrn Finger'a Original- 
Oesterreicher ansgetausclit, da sie ilin besonders interessirten. Recurvirostra avocetta war von den 
Salzlacken bei Apatbtalva, wo sie gar nicht selten ist und Plialaropxcs hat Herr Finger von der 
Insel Tenka mitgebracht. 



Yerzeichniss von J. Fingerv- Sannmlnng eiiiheimisxher Vögel. 161 

Porphyrio smaragnotus Temm. 1. Mai 1859. Lebend von der Narenta 
mitgebracht und durch zwei Jahre im Käfig gehalten. 

Phoenicopterus antiquorum Temm. 30. April 1857, am Tage der Ab- 
fahrt der Novara in der Bucht von Muggia. 

Anser segetum (Gmel.)? Biberhaufen bei Kagran am Abendanstand, 
g — albifrons (Gmel.)? Von der grossen Zücklacke bei Baumaggen am 
Hansag. 

Cygnus olor (Gmel.) 

Tadorna vulpanser Flem. Am Wiener Wildpretmarkte, angeblich aus Mähren. 

Casarca rutila (Fall.) m. Holitsch bei Göding am Entenfang. 

DafUa acuta (L.). Gänsehaufen im Prater. 

Anas hoschas L. Darunter ein Bastard und ein Hermaphrodit, lezterer von 
Holitsch bei Göding, Eierstock und Hoden entwickelt. 

Querquedula crecca (L). 

Pterocy anea circia (L.). 

Mareca penelope (L.). ) Neusiedler See. 

Chaulelasmus strepera (L.). 

Spatula clypeata (L.). 

Branta rufina (Fall.) m. 15. März 1855. Vom Nensiedler See. Im Magen 
Sand und Gräten. 

Nyroca ferina (L.). | 

— leucophthalma (Bechst.). > Neusiedler See (?). 
Clangula glaucion (L.). j 

Clangula histrionica (L.). 28. Februar 1867. Göding bei Holitsch. 
Harelda glacialis (L.) Göding bei Holitsch. Am Entenfang. 
Fuligula cristata (Ray), Bei Greifenstein, Donau, 5. December 1857. 
Oedemia nigra (L.). Entenfang bei Holitsch. 

— fiisca (L.). Hansag Morast. 

Somateria mollissima. 7. Mai 1859, in einem Pischerdorfe bei Trau- 

Spalato in Mehrzahl gefunden. 
Erismatura leucocephala (Scop.). Neusiedler See. Mai 1865. 
Mergus merganser L. Donau bei Kagran (?) ; einen 11 Zoll langen Fisch im 

Schlünde, dessen Kopf bereits halbverdaut im Magen, während die 

Schwanzspitze noch im Rachen sichtbar war. 

— serrator. Aus einer grossen Schaar mit der Kugel geschossen, bei 

Greifenstein, Donau. 
Mergellus albelUis (L.). Am Neujahrstage 1865 an der schwarzen Lacke. 
Colymbus glacialis L. m. Vöslau bei Baden. 12. Januar 1856. 

— septentrionalis L. Prater-Lusthaus, Donau. 
Podicepscristatus (L.). | 

— stibcristatus (Jacq.). ! ^, . ,, 

/n IX / Neusiedler See. 

— cornutus (Gmel.). ( 

— auritus (L.). j 

— minor (Gmel.). Ferschlingbach, Prater. 

Z. B. Ges. B. XXVI. Abh. 21 



162 A. V. Pelxeln. Verzeichniss von J. Finger's Sammlung einheimischer Vögel. 

Thalassidroma pelagica (L ) Sasshofer, im Prater nächst dem Lust- 
hause geschossen. 

Larus marinus L. m. 10. Juni 1856, March, nach dreitägigem heftigen 
Sturme. 

— argentatus Brunn. Mai 1859, Salona-Spalato. 

— leueopterus Faber. Fischamend an der Donau. Durch Mappes. 

— ridihundus L. 

— minutus Fall. Äspern, Lobau. Von Noderer erlegt. 
Rissa tridactyla (Lath.). 

Sterna hirimdo L. 

— minuta L. m. und f. 6. Juni 1854, Aspern. 
Hydrochelidon fissipes (L.). m. Hansag, 1. Juni 1857. 

— leucoptera (Meisner et Schinz) m. Hansag, 1. Juni 1857. 
Puffinus anglorum Ray. Prater, Donau. 

Graculus carho L. Prater, nächst dem Lusthause. 

— pygniaeus (PaU.). Insel Teska bei Szegedin. 



Vierter Beitrag zur ornithologischen Fauna der 
österreichisch-ungarischen Monarchie. 

Von 

August Yon Pelzein. 



(Vorgelegt in der Versammlung am 5. Januar 1876.) 

In den folgenden Blättern erlaube ich mir der geehrten Gesellschaft eine 
Uebersicht jener Vorkommnisse und Beobachtungen vorzulegen, welche mir im 
Laufe des Jahres 1875 aus eigener Anschauung, durch mündliche oder schrift- 
liche Mittheilungen, oder aus Tagesblättern bekannt geworden sind. 
Vultur cinereus Gmel. Wie die „Grazer Tagespost" berichtet, wurde auf 
der Kor - Alpe in Steiermark ein Exemplar des grauen Geiers, das 
■ über 10 Fuss Spannweite hatte, geschossen. „Wiener Zeitung" vom 

16. Mai 1875. 
G'i/ps fulvus (Gmel.). Ein weissköpfiger Geier ist am 18. Juni 1875 in der 
Gemeinde Thomasberg, Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich vom 
Jagdpächter Herrn Franz Pölzelbauer in Wiesflog geschossen wor- 
den. Dieser Vogel wurde dem k. Museum vom Herrn Bezirkshaupt- 
mann von Pfersman zu Neunkirchen als Geschenk übergeben. 
Wie der „Boheraia" aus Smidar berichtet wird, wurde daselbst am 18. Juni 
vom Förster Herrn Nemec ein weissköpfiger Geier geschossen, welcher 
mit ausgebreiteten Flügeln 2 Meter 46 Centimeter mass. Derselbe 
war nicht vereinzelt, sondern in einem Rudel von mindestens 20 Stücken. 
„Wiener Zeitung" vom 24. Juni 1875. 
Ein junger Gyps fulvus der bei Hohenberg in Niederösterreich erlegt 
worden ist, wurde von Herrn Forstdirector Franz Hauck in Guten- 
stein mit Brief vom 9. Juli 1875 zum Ausstopfen eingesendet. 
Äquila chrysaetos (L.) var. fulva. Wie wir im „Ellönör" lesen, hat Se. 
kais. Hoheit, der Herr Erzherzog Kronprinz Rudolf, am 20. December 
1875 im Szentkiralyer Forste einen Steinadler erlegt, dessen ausge- 
breitete Schwingen sechs Wiener Fuss messen. Die reiche Sammlung 
der von Sr. kais. Hoheit selbst erlegten Raubvögel, ist dadurch um ein 
seltenes Exemplar vermehrt worden. „Vaterland" vom 9. Januar 1876. 

21* 



164 A. V. Pelzülu. 

Am 6. März 1875 sah ich bei dem Präparator Herru Touuebaum 
eiuen prachtvollen Steinadler, der einige Tage vorher zu Süssen- 
brunn im Marchfelde (Niederösterreich) erlegt worden war. Der 
Schwanz war wie beim Steinadler, jedoch zeigte sich wenigstens an 
einer Feder auch Grau neben dem Schwarz. Wenn mein Gedächtnis» 
mich nicht täuscht, so dürfte der Vogel auch hie und da eine Bei- 
mischung von Eüthlich gehabt haben. 

Im Mai 1875 wurde im Laboratorium ein zu Saalfelden im Pinzgau 
(Salzburg) erlegter, Herrn August Redtenbacher gehöriger Stein- 
adler ausgestopft. 

In der „Wiener Abendpost" vom 1. September 1875 schilderte Herr 
Simon von Hagenauer in sehr anziehender Weise den Fang eines 
jungen Steinadlers im Juli zu Hinterstoder an der oberösterreichisch- 
steiermärkischen Grenze. Der Adler ist der k. k. Menagerie zu Schön- 
brunn übergeben worden. 

Im Jagdrevier Sr. Excellenz des Grafen Anton Goess wurde hinter dem 
Schlosspark zu Ebenthal, wie die „Klagenfurter Zeitung" berichtet, am 
16. d. M. durch den Oberjäger Hochenwarter ein Steinadler erlegt, 
welcher eine Plügelbreite von nahezu 2 Meter hat. „Wiener Abendpost" 
vom 20. October 1875. 

Ueber die Habhaftwerdung eines nunmehr lebend im Besitze des Preiherrn 
von Dalberg zu Datschitz in Mähren befindlichen prachtvollen Stein- 
adlers. „Vaterland" vom 24. December 1875. 
Bubo maximus Sibb. Ein Uhu von 51/2 Fuss Flügelspannweite wurde vor 
einigen Tagen von dem Innsbrucker Handeismanne Herrn Witting 
am Höttinger Berge geschossen. „Wiener Zeitung" vom 9. Novem- 
ber 1875. 

Ephialtes scops (L.) wurde im Juni 1875 bei Reichenau (Niederösterreich) 
erlegt, ich sah das Exemplar bei dem Präparator Herrn Brandel- 
mayer. 

Calamodyta aquatica (Lath.). Zwei Weibchen vom Furtteiche in Steier- 
mark (29. April und 10. Mai 1854) sind ein Geschenk des Herrn 
Pfarrers B. Hanf an die kaiserliche Sammlung. 

Meeistitra catidata (L.) var. rosea m. ad. HaUein bei Salzburg, 12. Novem- 
ber 1873 wurde dem Museum von Herrn Ritter von Tschusi- 
Schmidhofen zum Geschenke gemacht. 

Turdus merula L. Nach brieflicher Mittheiluug des Herrn Grafen von 
Marschall (Meidling, 6. October 1875) hat sich an der zahmen 
Amsel in dessen Garten nach der lezten Mauser an jeder Schulter 
eine einzelne, wohlgeformte, weisse Feder bei übrigens normalem, 
schön schwarzem Gefieder gezeigt. Allem Anschein nach ist der Vogel 
nicht sehr alt und auch nicht krank; er singt laut vom Morgen bis 
Abend. 



Vierter Beitrag zur übterreichisch-uujjariucLeu Fauna. 16ö 

Corvus cornix L. Ein weisses Exemplar wurde am 17. August 1875 von der 
Menagerie zu Schönbruun erhalten. Daten über die Provenienz liegen 
nicht vor. 

Pastor roseus (Briss.). (Jeher ein zu Datschitz in Mähren erlegtes, in der 
Sammlung des Herrn Baron von Dalberg befindliches Weibchen 
dieser Art wurde nach gütiger Mittheilung des Herrn Baron in den 
Sitzungsberichten der Gesellschaft Käheres angeführt. 
Nach der „Neuen freien Presse" vom 22. Juni 1875 sind in der Umgegend 
von Neusohl und den zunächst liegenden Ortschaften plötzlich unge- 
heure Schwärme des Roseustaares erschienen, von denen ein Indi- 
viduum lebend gefangen und mehrere erlegt wurden. Es wird die 
Vermuthung ausgesprochen, dass diese Vögel den in der Grangegend 
in ausserordentlich grossen Schwärmen aufgetretenen Maikäfern gefolgt 
seien. Nach Pester Blättern hatten sich grosse Schwärme des genannten 
Vogels auch im Bekeser Comitate gezeigt; da jedoch im Bacser Comi- 
tate, namentlich bei Zenta und Alt-Becse auch Wanderheuschrecken 
massenhaft erschienen sind, so lasse sich auch das Vordringen dieses 
Vogels nach Ungarn erklären. 
Im Venetianischen haben sich im lezten Sommer die Rosenstaare durch 
Heuschreckenvertilgung sehr nützlich gemacht. „Wiener Abendpost" 
vom 30. Juli 1875. 
Nach mündlichen Mittheilungen des Herrn Gustos Dr. Fritsch in Prag 
sind die Rosenstaare in Menge bei Pardubitz und, nach Herrn Grafen 
Vladimir Dziedusczicky, in Galizien erschienen. In letzterem Lande 
traten auch die Heuschrecken auf, merkwürdiger Weise sind aber die 
Staare noch vor den Insecten eingetroffen. 

St'itrnus vulgaris L. Die „Wiener Abendpost" vom 25. Februar 1875 ent- 
hielt folgende Mittheilung: Die oberösterreichischen Seen sind sämmt- 
lich gefroren. Das Thermometer zeigte gestern am Attersee und Mond- 
see — 150 R. Auf den Eisflächen der Seen herrscht reges Leben. Hun- 
derte von Menschen laufen Schlittschuh und pflegen den Sport des „Eis- 
schiessens" bis tief in die Nacht beim Mondschein. Uebrigens sind 
die Staare bereits angekommen, haben von den fast bei jedem Hause 
angebrachten, angestammten Bruthäusern Besitz ergriffen und singen 
lustig. Man nimmt an, dass mit den Staaren Südwind und wärmeres 
Wetter naht, — Diese Vermuthung hat sich jedoch nicht bestätigt. Nach 
einer mir von unserem geehrten Herrn Secretär Gustos Rogenhofer 
gemachten freundlichen Mittheilung war die Minimal-Temperatur den 
24. Februar 1875 — 12» R., den 25. Februar 1875 — 8" R. Das 
nächste Thauwetter war am 9. März, Minimal-Temperatur 0° R., am 
10. März Minimal-Temperatur + 1" R-. am 11. März Minimal-Tem- 
peratur + 30 R. 

Fringilla montifringillaL. Ein blassgefärbtes Exemplar wurde am 28. Jänner 
1875 bei Ofen aus einer Schaar gefangen und von Herrn Anker 



lob A. V. Peizeln. Vierter Beitrag zur österreichisch-ungarischen Fauna. 

an Custos ßogenhofer geschickt, der dasselbe dem Museum als 
Geschenk übergab. 

Fringilla ruf escens {yieiW.) aus den Judenburger Alpen, Steiermark, wurde 
von P. Blasius Hanf der k. Sammlung als Geschenk überlassen. 

Otis tarda L. Im Eevier Hostan (im westlichen Böhmerwalde) wurden in 
der Mitte Januars drei im Schnee herumspazierende Trappen gesehen; 
ein Exemplar wurde geschossen. „Wiener Abendpost" vom 22.Januar 1875. 

Otis tetrax L. Nach Mittheilung des Herrn Florian Müller, Pfarrer zu 
Untersiebenbrunn im Marchfelde, befindet sich zu Melk (in der Stifts- 
sammlung?) ein Zwergtrappe, der nach Angabe Stauffer's in neuester 
Zeit bei Gurhof nächst Göttweig geschossen wurde. 

Oedicnemus crepitans Temm. Herr Custos Kogenhofer kaufte am 
5. Mai 1875 einen lebenden Oedicnemus der bei Malaczka an der 
March (Ungarn) gefangen worden war und übergab ihn dem Museum 
wo er bis 18. Mai lebte, dann aber entkam. 

Ärdea minuta L. Ein Nest dieser Art mit einem alten Vogel und drei 
Jungen im Schüttel zu Fischamend (Niederösterreich) am 13. Juli 
1874, etwa drei Fuss über dem Boden auf einem Stamme gefunden, 
wurde von Herrn Schistl acquirirt. 

Ortyometra minuta (PalL), Ein Exemplar wurde zu üntersiebenbrunn im 
Marchfelde am 7. April 1875 auf freiem Felde gefangen und von 
Herrn Pfarrer Florian Müller dem Museum zum Geschenke gemacht; 
es lebte daselbst bis 13. October. 

Gallinula chloropus (L.). Nest mit einem Vogel und acht Eiern von 
Herrn Schistl acquirirt. Fundort (wenigstens des Vogels) am 
Fischafluss (Niederösterreich), am 17. Juni 1873. 

Cygnus musicus Bechst. Ein Singschwan wurde am 15, Januar in der 
Donau- Au bei Asten erlegt und von Herrn Llewellyn Freiherrn von 
Käst, Gutsbesitzer in Ebelsberg in Oberösterreich der Naturalien- 
sammlung des k. k. Gymnasiums in Linz zum Geschenke gemacht. 
„Wiener Abendpost" vom 20. Januar 1875 ('?). 



Blättermasse österreichischer Holzpflaozen. 

I. Apetalae. 

Von 

Dr. A. Pokorny. 

(Vorgeh'gt in der Versammlung am 1. März 1876.) 

In einer am 9. Decetnber 1875 der k. Akademie der Wissenschaften vor- 
gelegten Abhandlung •) wurden vom Verfasser des vorliegenden Aufsatzes phyllo- 
metrische Werthe an Stelle der bisher üblichen Bezeichnung der Blattformen 
als Mittel zur Charakteristik der Pflanzenblätter vorgeschlagen. Es wird nun 
in Folgendem versucht, die phyllometriscbe Methode zur Charakteristik einer 
Anzahl Blätter österreichischer Holzpflanzen praktisch anzuwenden. Hiebei ist 
es unerlässlich, zum Verständniss das Wesen der Methode in Kürze zu erörtern, 
wobei jedoch bezüglich des Details auf die Eingangs erwähnte Abhandlung ver- 
wiesen werden muss. 

Die durch den Umriss der Blattspreite gegebene Blattform lässt sich an- 
nähernd durch wenige Punkte des Umrisses geometrisch feststellen, wobei es 
im Allgemeinen und für die Mehrzahl der Fälle genügt, die Länge des Blattes 
und einige Breitedurchmesser durch wirkliche Messung in Millimeter ausge- 
drückt, zu bestimmen. Die drei wichtigsten Breitedurchmesser (Queraxen) liegen 
in der Mitte des Blattes und in der Mitte der unteren und der oberen Bktt- 
hälfte. Bei Blättern, die an der Basis oder an der Spitze oder an beiden Enden 
abgestumpft oder ausgerandet sind, wird noch eine vierte, eventuell fünfte 
Messung an der stumpfen Basis oder Spitze nothwendig sein. Die Länge des 
Blattes (Längsaxe) wird mit L, die fünf Breitendurchmesser (Queraxen) von 
unten nach oben mit B«, B„ B2, B3 und B, bezeichnet. Da es nicht viel Mühe 
macht und oft sehr nützlich ist, so kann neben der Länge des Blattes noch 
der Blattstiel P gemessen werden. Man erhält durch diese nothwendigsten 
Messungen zur Charakteristik einer Blattform die empirische (abgekürzte) Formel: 
P . L . Bo . B, . B2 . B3 . B4. 
Wo es nöthig ist, lässt sich diese Formel beliebig erweitern und für 
jeden Punkt des Umrisses die Lage einfach durch Bestimmung der Breite, d. i. 
der Entfernung des Punktes vom Primärnerv und der Länge, d. i. der Länge 
des Primärnervs von der Basis bis zur betreffenden Queraxe in Bruchforra H oder 
als Quotient B„ : L„ anzeigen. Durch solche empirische Formeln isT jedes 
Blatt in natürlicher Grösse seiner Hauptform nach fixirt und lässt sich beliebig 
durch Zahlen ausdrücken oder geometrisch durch eine Zeichnung construiren. 
Da aber die Blätter von ungleicher Länge sind, so tritt die Eigenthüm- 
hchkei^^iner Blattform erst dann vollkommen hervor, wenn man alle Blätter 

M A. Pokorny über phyllometriscbe Wertbe als Mittel znr Charakteristik der Pflanzen- 
blatter. Aus dem LXXIf. Bande der Sitznngsber. d. k. Akad. d. Wiss. I. Abth. Jahrg. 1875. 



168 



A. Polsorny. 



auf gleiche Länge, also auf eine Masseinlieit reducirt. Die Blattlorra bleibt 
sodann geometrisch der ursprünglichen ganz ähnlich; sie ist jedoch leicht mit 
jeder anderen vergleichbar, da die Unterschiede dann nur in verschiedenen 
"Breiteverhältnissen liegen. Dieser grosse Vortheil wird erzielt, indem man die 
empirischen gefundenen Masswerthe der Pflanzenblätter in isometrische ver- 



^4, 




JEf^ 



f 



% 



'B, 



'B„ 



Vevkehrt- _ . , . Veikehrt- 

Deltoidisch. deltoidisch. Dreieckig. dreieckig. 



Verkehrt 
EDiptiscIi. Khombisch. KiRirmig. eiförmig. 

Die acht Grundformen der Pflanzenblätter in isometrischen Breiten von 10 Mm 



100 



wandelt, was am einfachsten durch Multiplication mit ~ geschieht, wobei L die 
Blattlänge bedeutet. Da ^^ ^^wie dessen Producte constante Grössen sind, 
so kann man sich bei solchen Umrechnungen mit Vortheil einer Hllfstabelle 
bedienen, wie sie obiger Abhandlung i) beigegeben ist. Bei den isometrischen 
Werthen sind nun alle Masse in Procenten der Blattlänge ausgedrückt, wobei 
allen Blättern die gemeinschaftliche Länge 100 (Millimeter) zukommt. Hat 

>) Siehe vorige Seite. 



Blättermasse ÖKterreichischer fTolzpflanzen. 



169 



man aber alle Blätter auf gleiche Länge reducirt, so ergeben sich aus den 
Breitenverhältnissen ganz naturgemäss folgende acht geometrische Hauptformen 
der Pflanzenblätter: 

A. Elliptische Battform. Grösste Breite in der Mitte (Bj); Breite in 
Bi und B3 unter sich gleich und grösser als die halbe Breite in B,. 




Elliptische Blattform für isometrische Breiten von 20, 40, 60, 80 und 100 Mm. 



B. Rhombische Battform. Grösste Breite in der Mitte (B2); Breite in Bi 
und B3 unter sich gleich, dabei gleich oder kleiner als die halbe Breite in Bo. 

C. Eiförmige Blattform. Grösste Breite in der Mitte (B2); Breite 
in Bi grösser als in B^. 

D. Verkehrt eiförmige Blattform. Grösste Breite in der Mitte (B2) ; 
Breite in B3 grösser als in Bi. 

E. Deltoidische Blattform. Grösste Breite in Bi. 

F. Verkehrt deltoidische Blattform. Grösste Breite in B3. 

Z. B. Ges. B. XXVI. Abh. 22 



170 A. Pokorny. 

G. Dreieckige Blattform. Grösste Breite in Bq. 

H. Verkehrt dreieckige Blattform. Grösste Breite in B4. 

Diese Blattformen lassen sich kurz durch die voranstehenden Buchstaben 
bezeichnen. Jede Blattform gestattet wieder die verschiedensten Breiten. Die 
grössten Breiten schwanken zwischen 1 — 100 und darüber und können als 
Coefficienten den Buchstaben, die als Zeichen der Blattformen dienen, voran- 
gesetzt werden, wodurch man allein für Breiten zwischen 1 und 100 nicht 
weniger als 800 Blattformen erhält, nämlich 1 — 100 A, B, C u. s. f. Berück- 
sichtigt man selbst nur Breitenunterschiede von je 20 Mra. (ein Fünftel der 
Blattlänge), so erhält man 6 X 8 d- i- 48 Blattformen, welche kurz durch Buch- 
staben und Indices bezeichnet werden können. So ist z. B. A3 ein elliptisches 
Blatt, dessen grösste Breite zwischen 40—60 Mm. liegt. 

Die Skizze (Fig. 1) zeigt die acht Blattformen für eine grösste Breite 
von 10 Mm., also die Blattformen 10 A, 10 B, IOC, 10 D u. s. f., oder mit 
Indices ausgedrückt die Blattformen Ai, Bi, Ci, Di u. s. f. In Fig. 2 hin- 
gegen ist eine Blattform, nämlich die elliptische für grösste isometrische 
Breiten von 20, 40, 60, 80 und 100 Mm, dargestellt; sie enthält daher die 
Blattform 20 A, 40 A, 60 A, 80 A, 100 A oder mit Indices Aj, A2, A3, A^, A5 
und was darüber ist, als Ag bezeichnet. 

Wie hier in diesen Figuren die drei wichtigsten Queraxen Bj, B2, B3 und 
bei der G- und H-Form auch die Queraxe Bq und B4 in ihren Werthen durch 
Linien und Zahlen ausgedrückt erscheinen, so lassen sich für jede Blattform 
und für jede Breite die entsprechenden isometrischen Werthe der Queraxen 
berechnen. In den seltensten Fällen stimmt jedoch ein natürliches Blatt mit 
der berechneten geometrischen Form ganz überein; in der Regel ergeben sich 
kleine Differenzen positiver oder negativer Art, welche als Anomalien (Ab- 
weichungen von der geometrischen Grundform) aufzufassen sind. Erst durch 
Ermittlung der Anomalie wird eine Blattform mit voller Schärfe in ihrer Eigen- 
thümlichkeit erkannt. Will man daher ein natürliches Blatt phyllometrisch ganz 
genau bestimmen, so ist auch noch die Anomalie desselben zu berechnen. 

Die grössten Anomalien kommen bei den am Grunde oder an der Spitze 
abgestumpften Blättern in Bq und B4 vor, da die geometrischen Formen alle 
oben und unten spitz zulaufen. Doch ändern diese Anomalien die Hauptform 
weniger, als die weit geringeren in den Breiten Bi, B2 und B3, weshalb auf 
diese das Hauptgewicht zu legen ist. 

Zur Erleichterung der Bestimmung der Anomalien enthält die hier bei- 
gegebene Tabelle (siehe Beilage Tabelle A) die Norraalwerthe von 800 Blätter- 
typen, nämlich für die Blätter der acht Hauptformen bei jeder grössten 
Breite zwischen 1 — 100. Das Verfahren für die phyllometrische Bestimmung 
eines Blattes besteht daher in Kürze in Folgendem: Man bestimmt zuerst 
durch directe Messung (am leichtesten mit Hilfe eines Quadrat -Millimeter- 
Netzes auf durchsichtigem Pauspapier) die wichtigsten empirischen Blattwerthe, 
als die Länge des Blattstieles und der Blattspreite, ferner die Breiten Bj, 
B2, B3 und wo es nöthig, auch Bq und B4. Diese empirischen Werthe werden 



i 



N'ormaliTerthe isometrischer Blattformen zur Bereclmnii? der Auoiualieu. 



Tabelle A. 



D E 



G 

1-00 



H 



8 B„ 



5 B„ 



0.87 0-50 0-87 0-50 l'OO 0-33 0-75 O'ZS 

1-00 1-00 1-00 100 0-67 0-67 OSO O'SO 

0-87 0-50 0-50 0-87 0-33 l'OO 0-25 0-75 

— — — — — — — 1-0(1 

1-73 1-00 1-73 1-00 200 067 1-50 O'SO 

2-00 2-00 2-00 2'00 1-33 1-33 100 100 

1-73 1-00 100 1-73 0'67 2-00 OoO 1-50 

— ---- — — 2-00 

------ 300 — 

2-60 1-50 2 60 1-50 S'OO l'OO 2-25 075 

3-00 300 3-00 3-00 2-00 2-00 l'öO l'Sil 

2-60 1-50 1-50 2-60 l'OO 3-00 0-75 2-25 

------- 3-00 

------ 400 - 

3-46 2-00 8-46 2-00 4-00 1-33 3-00 l'OO 

4'00 4-00 4-00 4 '00 2-67 2-67 2-00 2-00 

3.46 2-00 2'00 3-46 1-33 4-00 1-00 S'OO 

------- 400 

4-33 2-50 4-33 2-50 S'OO 1-66 3-75 1-25 

5-00 500 5-00 500 3-33 3-33 2-50 2-50 

4-33 2-50 2-50 4-33 166 500 1-25 375 

— — — — --- 5-00 

— — — — — — O'OO — 
5-20 3-00 5-20 3-00 6-00 2'00 4-50 1-50 
6-00 6-00 6-00 ö'OO 4-00 4'00 3-00 3'0O 
5-20 3-00 3-00 5-20 2'00 6-00 1-50 450 

------- 6-Oü 

6'06 3-50 6-06 3-50 7-00 2-33 525 175 

7-00 7-00 7'00 7-00 4-67 4-67 3-50 3-50 

6-06 3-50 3-50 6'06 2-33 7.00 175 5-25 

— — — — — — — 7-00 

— — — — — — 8-00 — 
6-93 4-00 6-93 4-00 800 2-66 6-00 2-00 
8'00 8-00 8-00 8'00 5-34 534 4-00 4-0O 
6-93 4-00 4-00 6-93 2-66 S'OO 2-00 «'OO 

— — — -- — — 8-011 

------ 9-OU - 

7-79 4-50 7-79 4-50 900 3-00 6-75 2-25 

9'00 9-50 9-00 9-00 6-00 ö'OO 450 4'50 

7-79 4-.50 4-.50 7-79 3 00 900 2-25 6-75 

— — — — — — - 9-011 

------ 10-0 - 

8-66 5-00 8-66 5-00 10-0 3-33 7-50 2-50 

10-0 100 100 10-0 6-67 6-67 500 50n 

8-66 5-00 5-00 8-66 3-33 lO'O 2-50 7-60 

-- — — — — — 10-0 



16 B„ 

Bi 
B, 



18 B„ 
B, 
Bj 

B3 
B. 

19 B„ 



20 B„ 



ABCDEFGH 

— — — — -- 11-0 — 
9-53 5-50 9-53 5-.50 110 3 66 8-25 2-75 
11-0 11-0 110 11-0 7-34 7-34 5-50 5-50 
953 5-50 5-50 9-53 366 11-0 2-75 8-25 

— — — — _ — — 11-0 

— - - - — - 120 - 
10-4 6-00 10-4 6-00 120 400 9-00 300 
12-0 12-0 12-0 12-0 8-00 S'OO 6-00 6O0 
10-4 6-00 6-00 10-4 4-00 12-0 300 900 

— — — - — — — 13-0 

------ 130 - 

11-3 0-.50 11-3 6-50 13-0 433 9-75 3-25 

13-0 13-0 130 130 8-66 8-66 6-50 650 

11-3 6 50 6-50 11-3 4-33 13-0 3-25 9-75 

------- 13 

------ 14-0 — 

12-2 7-00 12-2 7-00 14-0 4-63 10 5 3-50 

14-0 140 14-0 14-0 9-37 9-37 700 7 00 

12-2 7-00 7-00 12-2 4-63 UO 35 10-5 

— — — — — — — 14-0 

13-0 7-50 13-0 7-50 15-0 500 112 3 75 

15-0 15-0 15-0 15-0 10-0 10-0 7-50 750 

13-0 7-50 7-50 13-0 S'OO 15-0 3-75 11-2 

------- 15-0 

— — - — — - 160 — 
13-9 8-00 13-9 8-00 160 5-33 12-0 400 
16-0 16-0 160 16-0 10-7 10-7 8-00 8-00 
13-9 8-00 8-00 13-9 533 16-0 400 120 

— — — - — -— 160 

— ----- — 170 - 
14-8 8-50 19-8 8-50 17-0 5-66 12-7 4-25 
17-0 17-0 170 17-0 11-3 11-3 8-50 8-50 
14-8 8-.50 8-50 148 5-66 17-0 4-25 12-7 

— — -- — — — 170 

------ 18-0 - 

15-6 9-00 15-6 9-00 18-0 6-00 13-5 4-50 

180 18.0 18-0 18-0 12-0 120 9-00 900 

15-6 9-00 9-00 15-6 6-00 18-0 4-.50 V3b 

— — — — — — — 180 

16-4 9-50 16-4 9-50 19-0 6-33 142 4-75 

19-0 19-0 19-0 19-0 12-7 127 950 9 50 

16-4 9-50 9-.50 16-4 6-33 190 475 142 

— — - — --— 19-0 

------ 20-0 — 

17-3 10-0 17-3 10-0 20-0 6-67 150 500 

20-0 20-0 20-0 20-0 13 3 13-3 lO'O 100 

17-3 10-0 10-0 17-3 6-67 20-0 S'OO 150 

— — - — — -- 200 



B 1 a t t f c 



21 B„ 



23 B„ 



24 B„ 



ABCDEFGH 

— — — — — — 21-0 — 
18-2 10-5 18-2 10-5 210 7-0O 15-7 5-25 
21-0 21-0 21-0 21-0 14-0 14-0 10-5 10 5 
18-2 10-5 10-5 18 2 700 21-0 5-25 15-7 

— — — — — — — 21-0 

------ 22-0 - 

19-1 11-0 19-1 110 22-0 7-33 16 5 5-50 

22-0 22-0 22-0 22-0 147 147 U'O 11-0 

19-1 11-0 11-0 19-1 7-33 22-0 550 16-5 

— ----- — — 22-0 

20-0 11-5 20-0 11-5 23-0 7-67 17-2 5-75 

23-0 23-0 23-0 23-0 15-4 15-4 11-5 11-5 

20-0 11-5 11-5 20-9 7-67 2.3-0 575 172 

-- — — - — — 230 

------ 24-0 — 

20-9 120 20-9 12-0 24-0 8-00 18-0 6-0 

24-0 24-0 24-0 24-0 16-0 16-0 12-0 12-0 

20-9 12-0 12-0 20-0 g-OO 24-0 6-00 18 

— — --- — — 24-0 

21-8 12-5 21-8 12-5 25-0 8-33 18-7 6-25 

25-0 25-0 25-0 25-0 16-7 16-7 12-5 12-5 

21-8 12-5 12-5 21-8 8-33 25-0 6-25 18-7 

— — — — — — — 25-0 

— — — — — — 20-0 — 
22-7 13-0 22-7 13-O 260 8-67 19-5 65 
26-0 26-0 26-0 26-0 17-4 174 IS'O 130 
22-7 13-0 13-0 22-7 8-67 26-0 6-50 19-5 

— — — — — — — 26-0 

------ 27-0 - 

23-6 13-5 23-6 13-5 270 900 202 6-75 

27-0 27-0 27-0 27 180 18-0 13-5 13-5 

23-6 13-5 13-5 23-6 9-00 27-0 6-75 20-2 

— — — - — -- 27-0 

— — — — -— 28-0 - 
24-4 14-0 24-4 140 28-0 9-.33 2r0 700 
28-0 28-0 28-0 28-0 18-7 18-7 U'O 14-0 
24-4 14-0 14-0 24-4 9 33 280 7-011 21-0 

— — — — — -- 280 

— - — — -— 29-0 - 
25-1 14-5 25-1 14-5 290 9-67 21-7 7-25 
29-0 29-0 29-0 290 19 4 19-4 14-5 145 
25-1 14-5 14-5 25-1 967 29-0 7-25 21-7 

— — — — — — — 290 

— — - — — - 30-0 — 
260 1.5-0 26-0 15-0 30-0 10-0 22 5 7-.Ö0 
30-0 300 30-0 30-0 200 20-0 IS'O 15-0 
26-0 15-0 15-0 26-0 100 30 7-50 22-5 

------- 30-0 



31 B„ 



36 B„ 

B, 



38 B„ 



ABCDEFGH 

— -- — — — 31-0 — 
26-9 15-5 26-9 15-5 Sl'O 10-3 iZ-i 775 
31-0 31-0 31-0 310 20-7 20-7 155 155 
26-9 15-5 15-5 26-9 10-3 31-0 7-75 23 2 

------- 310 

— --- — — 32-0 — 
27-7 16-0 27-7 16-0 32-0 10-7 240 800 
32-0 32-0 32-0 32-0 213 21-3 160 WO 
27-7 16-0 16-0 27-7 10 7 32-0 8-00 24-0 

— — — — — — — 32-0 

------ 33-0 - 

28-6 16-5 28 6 16-5 .330 11-0 24-7 8 25 

330 33-0 33-0 33-0 22-0 22-0 165 165 

28-6 16-5 16-5 28-6 110 33-0 8-25 24-7 

— — --- — — 33-0 

— — — — — — 34-0 — 
29-5 17-0 29-5 17-0 34-0 113 255 8-50 
34-0 34-0 34-0 34-0 22-7 22-7 170 170 
29-5 17-0 17-0 29-5 11-3 34-0 8-50 255 

---—.- — - 340 

.30-3 17-5 30-3 17-5 35-0 116 257 8-75 

.350 .35-0 35-0 350 23-4 23-4 17-2 17-2 

30-3 17-5 17 5 30-3 11-6 .35-0 8-75 257 



31-2 180 312 18-0 .36 12-0 27-0 9-00 
36-0 36-0 36-0 36-0 24-0 24-0 18-0 18-0 
31-2 180 18-0 31-2 12-0 36-0 9-0 27-0 



------ 37-0 - 

32-0 18-5 3-20 18-5 37-0 12-3 277 925 

37-0 370 37-0 37-0 24-7 24-7 185 18-5 

.32-0 18-5 18-5 32-0 12-3 37-0 9-25 27-7 

------- 37-0 

------ 38-0 — 

32-9 190 329 19-0 38-0 12-6 28-5 9-50 

38-0 38-0 38-0 38-0 25-3 25-3 19 19 

32 9 19-0 190 32-9 126 380 9-.50 285 

— — — -- — — 38-0 

------ 39-0 - 

33-8 19-5 33-8 19-5 390 13-0 292 9.75 

39-0 39 39-0 .39-0 26-0 26-0 195 19-5 

3B-8 19-5 19-5 338 13-0 390 975 29-2 

— -— — --- 390 

— — — — — — 400 — 
34-6 200 34-6 20-0 400 13-3 30-0 100 
40-0 40-0 400 40-0 26-7 26-7 20-0 20-0 
.34-6 20-0 20-0 34-6 13-3 400 10-0 300 

------- 400 



41 B„ 

Bi 
B,, 
Bs 
B, 

42 B„ 



B 1 a t t f c 



45 B„ 



46 B. 



47 B„ 

Bi 



48 B„ 



B, 



A B C D E F G 

------ 41 

35-5 20-5 35-5 20-5 41-0 13-7 30' 

410 410 41-0 410 27-4 27-4 20 

35-5 20-5 20-5 355 13-7 41-0 10' 



H 

- 
7 10-2 
5 20-5 
2 30 7 
41-0 



------ 42-0 - 

364 21-0 36-4 210 42-0 140 315 10-5 

42-0 42-0 42-0 420 28-0 28-0 210 21-0 

36-4 21-0 21-0 36-4 14-0 420 10-5 3rö 

------- 420 

------ 43-0 - 

37 2 21-5 37 2 21-5 430 143 322 10-7 

430 43-0 430 430 287 287 215 21-5 

372 21-5 21-5 372 14-3 43-0 107 322 

— — — — — — — 430 

— — — - — - 440 - 
38-1 220 381 22-0 44-0 147 330 IVO 
440 44-0 440 44-0 29-4 29-4 22-0 220 
38-1 220 22-0 381 14-7 44-0 WO 33-0 

-_-____ 44-0 

— - — - - — 450 — 
39-0 22-5 .390 22 5 45-0 15-0 33-7 11-2 
45-0 45-0 450 45-0 30-0 300 22-5 22-5 
39-0 22-5 22-5 39-0 150 45 11-2 33-7 

— — -- — — - 45-0 

------ 46-0 — 

39-8 230 39-8 23-0 46-0 15-3 34-4 11-5 

46-0 460 46 46-0 .30-7 30-7 23-0 23-0 

39-8 230 23-0 .39-8 15-3 460 115 344 

------- 46-0 

------ 47-0 — 

40-7 23-5 40-7 '23-5 47-0 15-7 35-2 11-7 

47-0 47-0 47-0 470 31-4 31-4 23-5 23-5 

40-7 23-5 23-5 40-7 15-7 47-0 117 .35-2 

— — - — --- 47-0 

------ 480 — 

41-6 24-0 41-6 24-0 48-0 16-0 36-0 12-0 

480 48-0 480 480 320 32-0 24-0 24-0 

41-6 24-0 24-0 41-6 16-0 48-0 12-0 36-0 

----- - - 48-0 

_ — — — — - 490 - 

42-4 24-5 42-4 245 49-0 16-3 36-7 122 

49-0 49-0 49-0 49-0 32-7 32-7 24-5 24-5 

42-4 24-5 24-5 -12-4 163 490 1-2-2 36-7 

------- 49-0 



50 B„ —- — — -— 50-0 — 

43-3 250 43-3 250 500 167 374 125 

BI I 50-0 500 500 500 33-4 33-4 25-0 250 

Bl I 43-3 25-0 25-0 43-3 16-7 50-0 12-5 37-4 

BJ— ------ 50-0 



I 



Noriiialwerthe isometrischer Blaltforiiien znr Bereclinung der ADOmalieii. 



Hl i 




a 1 a 


t t f 


1- 1 


1 e 1 






=" 1 5 




















A 


B 


C 


D 


E 


F 


G 


H 


51 B. 




_ 


— 


— 


_ 


— 


510 


_ 


B, 


44-2 


25.5 


44-2 


25-5 


510 


17 


38-2 


127 


B 


510 


51 


51 


51-0 


34-0 


34-0 


25-5 


255 


Ba 


44!? 


25-5 


25 5 


44-2 


17-0 


51-0 


127 


38-2 


B. 


— 


— 




- 


~ 


— 


- 


51-0 


52 B„ 


_ 


_ 


_ 


_ 


_ 


_ 


52-0 


_ 


B, 


45(1 


260 


450 


2H0 


520 


17-3 


390 


130 


Bj 


52'0 


52'0 


52'0 


52-0 


34-7 


347 


260 


260 


Bs 


45'(1 


2(i-0 


26 


45-0 


17-3 


520 


13-0 


39-0 


B, 


— 


- 


— 


— 


— 


- 


— 


520 


SS B„ 


_ 


_ 


_ 


_ 


_ 


_ 


530 


_ 


B, 


45-9 


26-5 


45-9 


26-5 


530 


177 


39 7 


13-2 


B, 


530 


58-0 


58-0 


58-0 


353 


35-3 


26-5 


26'5 


^: 


45-9 


265 


26-5 


45-9 


17-7 


530 


13-2 


39 7 

530 


54 B„ 














540 




B. 


4f>-K 


270 


4H-« 


27-0 


540 


1H-0 


40 5 


13 5 


B, 


540 


54-() 


540 


54-0 


360 


36-0 


27-0 


27-0 


B, 


46-8 


27-0 


27 


468 


180 


540 


13 5 


40 5 


B. 


- 


- 


- 


- 


- 


- 


- 


54 


55 B„ 


_ 


_ 


_ 


_ 


_ 


_ 


550 


_ 


B, 


476 


27-5 


47-6 


27-5 


550 


IH'3 


41-2 


137 


B, 


550 


550 


55-0 


550 


36-7 


367 


27-5 


27-5 


k 


47-6 


27-5 


27-5 


47-6 


18-3 


55-0 


137 


41'2 
550 


66 B„ 


_ 


_ 


_ 


_ 






560 




B, 


48-5 


2H(I 


48-5 


280 


560 


187 


420 


14-0 


B, 


56-0 


560 


56-0 


560 


37-3 


37-3 


2S-0 


280 


B, 


48-5 


28-ü 


280 


48-5 


18-7 


56-0 


140 


420 


B4 


— 


- 


— 


- 


— 


- 


- 


50O 


57 B„ 


_ 


_ 


_ 


_ 


_ 


_ 


57-0 




B, 


49-4 


28-5 


49-4 


28-5 


570 


ino 


427 


14'2 


B, 


5V-0 


5V-Ü 


570 


57-0 


380 


38-0 


28-5 


28-5 


B, 


49'4 


28-5 


28-5 


49-4 


19'0 


57-0 


14-2 


427 


B4 


- 


- 


- 


- 








570 


58 B„ 


_ 


_ 


_ 


_ 


_ 




58-0 




Bi 


oU'2 


2'JO 


50-2 


29'0 


580 


19-3 


43-5 


14-5 


B2 


58-U 


bS-0 


580 


58-0 


387 


387 


29 


290 


B, 


50-2 


29-0 


29-0 


50-2 


19-3 


580 


14-5 


43-5 


B, 


- 


— 


— 


— 


-- 


— 


— 


580 


50 B„ 


_ 


_ 


_ 


_ 


_ 


_ 


590 


_ 


B, 


51-1 


29 5 


51-1 


295 


5911 


197 


442 


147 


B= 


590 


59-0 


59-0 


59-0 


39-3 


39-3 


29'5 


29-5 


B3 


51-1 


29-5 


29-5 


5M 


197 


59-0 


147 


44-2 


B, 


- 


— 


— 


— 


- 


— 


— 


590 


60 B. 


_ 


_ 


_ 


_ 






60-0 




B, 


52-0 


30-0 


520 


30-0 


fiO'O 


200 


45-0 


ISO 


Bj 


6Ü-U 


6U0 


BOO 


60-0 


40-0 


40-n 


30-n 


300 


B, 


520 


30-U 


30-0 


520 


200 


600 


15 


45-0 


Bj 


— 


— 


— 


— 


— 


— 


— 


000 



Ol B„ 



64 B„ 
B, 

B, 
B3 
B4 

65 B„ 



68 B„ 



Ba 
Ba 
B. 

70 B„ 

B, 
Bj 
B, 



H 



A B C D E F G 

- _ _ _ _ — 610 - 

52-8 30-5 52-8 30-5 610 203 45 7 15-2 

610 610 610 610 407 407 SO'S 30'5 

52-8 30 5 30-5 528 20-3 610 152 457 

_ - _____ 610 

_-_ — _- 620 — 

537 310 53 7 310 620 207 46-5 15 5 

02 620 620 620 41-3 41-3 310 310 

537 310 310 537 207 620 Ibö 46 5 

_- — — — _— 620 

______ 630 — 

54-5 31-5 64-5 31-5 63 210 47-2 157 

630 630 630 630 420 420 31 5 31-5 

54-5 31-5 31-5 54-5 210 630 15 7 47-2 

_ ______ 630 

______ 640 — 

55-4 32 554 320 640 21-3 480 16 

640 640 640 640 427 427 320 320 

55-4 320 320 55-4 21-3 610 160 48 

_______ 640 

______ 650 - 

56-3 32-5 56-3 32-5 650 217 487 16-2 

650 650 650 650 433 43-3 325 325 

56-3 32-5 32-5 56-3 217 650 16-2 487 

_______ 650 

_ _____ 660 - 

57-1 330 57-1 330 660 220 49-5 16-5 

660 660 660 660 440 440 330 33 

57-1 330 330 571 220 660 165 495 

_______ 660 

______ 670 - 

580 33-5 580 335 670 223 50-2 167 

670 67 670 670 447 447 35-5 33-5 

580 33-5 33-5 580 223 670 167 167 

_______ 670 



-- — --_ 680 — 

589 340 58-9 340 680 227 510 170 

680 680 680 680 453 45-3 340 340 

58-9 340 340 589 227 680 170 510 

— — — — — — — 680 

690 — 



597 34'5 597 34-5 690 230 51 

690 690 690 690 460 460 345 34-5 

597 34-5 34'5 597 230 690 17-2 17'2 

-- — — - — - 690 

— — — --— 70O _ 

606 350 60-6 350 70O 233 525 175 

700 70O 70O 70O 467 467 350 350 

60-6 350 350 60-0 233 700 17'5 525 

------- 70O 



13 1 a t t f . 



71 B„ 
B, 



B, 
73 B„ 



B4 
78 B„ 



80 B„ 
B, 
B, 



ABCDEPGH 

__- — -_ 710 - 

61-5 35-5 61-5 35-5 710 237 53-2 177 

710 710 710 710 473 47-3 Sä'ö 35'5 

61-5 35-5 35-5 61-5 237 710 177 53 2 

_______ 710 

______ 72-0 — 

62-3 360 62'3 36 720 240 540 180 

72 720 720 720 480 480 360 36 

62-3 360 360 62-3 24 720 18 54 

______ - 720 

______ 730 — 

63-2 36-5 63-2 36-5 730 243 547 18 7 

730 73 730 730 487 487 365 365 

63-2 36-5 36-5 63 2 24-3 730 18-2 54 7 

_______ 730 

______ 74U _ 

640 370 640 370 740 247 555 18-5 

740 740 740 740 49-3 49-3 370 370 

640 370 370 640 247 740 18 5 55'5 

_______ 74 

______ 750 _ 

640 37'5 64-9 37-5 750 250 56-2 187 

750 750 750 750 50O 50O 375 37-5 

64-9 375 375 04-9 250 750 187 56-2 

_______ 750 

— - — - — _ 760 - 

65-8 380 658 38 760 253 570 190 

760 76-0 760 760 507 507 380 38 

65-8 380 380 65-8 25 3 760 190 570 

_______ 760 

______ 77-0 _ 

66.7 38-5 667 38-5 770 257 577 19-2 

77 770 770 77 Sl'S 51-3 38 5 385 

667 38-5 38-5 667 257 77 19-2 577 

_______ 77-0 

______ 780 _ 

67-5 390 67-5 390 780 260 58-5 19 5 

780 780 780 780 520 520 390 390 

67-5 390 390 67-5 260 780 19-5 585 



790 



68-4 39-5 68-4 39-5 790 26-3 59-2 197 

790 790 790 790 527 527 39-5 39-5 

68-4 39-5 39-5 68-4 263 790 197 59-2 

_______ 79-0 

— — - — __ 80O — 

69-3 400 69-3 40O 80O 267 600 200 

80O 80O 80O 80O 53-3 53-3 400 40 

69-3 400 40O 69-3 267 800 20O 60 

---- — __ 80O 



81 B„ 
Bi 
B2 
B3 
B. 

82 B„ 



84 B„ 
B, 



89 B„ 
B, 



90 B„ 
B, 
B™ 



B. I 



ABCDEFGH 
_ _ _ - _ _ 810 — 
70-1 40-5 70-1 40'5 810 270 607 20'2 
810 810 810 810 540 540 40o 405 
70-1 40 5 40 5 70-1 270 810 20-2 607 
-- — ____ 810 

______ 820 — 

710 410 710 410 820 27-3 61-5 20-5 

820 82 82 82 547 547 410 410 

71 410 410 710 27-3 820 205 61 5 

_______ 820 



71-9 41-5 71-9 41-5 830 277 62-2 207 

830 830 830 830 55-3 55-3 41-5 41-5 

719 41-5 41-5 71-9 277 830 207 620 

— — _ — ___ 830 

— — -- — — 840 — 
727 420 727 42 840 280 630 210 
840 840 840 840 56.0 560 420 420 
727 420 420 727 280 840 21-0 630 

_______ 840 

______ 850 - 

73-6 425 73-6 42 5 850 28-3 637 21-2 

85 850 85 850 567 567 42-5 425 

73-8 42'5 42-5 73-6 28-3 850 21-2 637 

_______ 850 

______ 860 — 

74-5 430 74-5 430 860 287 64-5 21-5 

860 860 860 860 573 57-3 430 430 

74-5 430 430 74-5 287 860 215 64-5 

_______ 860 

______ 870 - 

75-3 43-5 75-3 435 87 290 65'2 217 

870 870 870 870 580 580 43-5 43 5 

75-3 43-5 43-5 753 290 870 217 65-2 

_______ 870 

______ 880 _ 

76-2 440 76-2 440 880 29-3 660 220 

880 880 880 880 587 587 440 440 

76-2 440 440 76-2 29-3 880 220 660 

_______ 880 

______ 890 - 

770 44-5 770 44-5 890 297 607 222 

890 890 890 89 59-3 59-3 445 445 

770 44-5 44-5 77 297 890 222 667 

__ — -_-_ 890 

______ 90-0 _ 

77-9 450 77-9 450 90O 300 67-5 22-5 

90O 90O 90O 900 60O 60O 450 450 

77-9 450 450 770 30O 90O 22-5 67-5 

_______ 900 



ABCDEFGH 

______ 9i.|-, _ 

78-8 45-5 788 45-5 910 303 682 227 

910 910 91 910 607 607 4.V5 4.V.5 

78-8 45-5 45 78'8 30-3 910 227 682 

— — — — — -- 91-Ö 

— - — — -- 92-0 - 
797 460 79 7 46 920 307 69-0 230 
920 920 920 92 61-3 613 46 460 
797 460 460 797 307 920 230 690 

_______ (|2'0 

_-- — -- 93-iJ _ 

80-5 46-5 80-5 465 930 310 697 23!) 

930 93 93 930 620 62 465 46 .5 

80-5 46-5 46-5 80-5 310 93 23-2 697 

__----- 930 

81-4 470 81-4 470 940 31o 705 235 
940 940 940 940 627 627 47 470 
81-4 470 470 81-4 313 940 23'5 VOo 



82-3 47-5 82-3 47-5 950 317 71-2 23-7 

950 950 950 950 633 63-3 47-5 475 

82-3 47-5 47-5 82-3 317 950 237 712 

_______ 9Ö-0 

______ 960 - 

S3-1 480 83-1 480 960 320 720 240 

96 960 960 960 640 640 480 480 

83-1 480 480 83-1 320 960 240 720 

_______ 960 



840 48-5 84 48-5 970 32-3 72 7 24': 
970 970 970 970 647 647 485 48'; 
840 48-5 48-5 840 32-3 970 24-2 'i' 



840 490 840 490 980 327 735 
980 980 980 980 65-3 65-3 49" 
84-9 490 490 840 327 980 245 



______ 990 - 

857 49-5 857 49-5 990 33-0 74 2 ;- ' 
990 990 990 990 660 660 49 5 i-' 
857 49-5 49-5 857 330 990 24 1 j*- 



86-6 50 86-6 50O 100 33-3 i5'i) 2»» 
100 100 100 100 667 667 500 50« 
86-6 50O 50 860 33-3 100 250 ;»; 



ßlättermasse österreichischer Holzpflanzen. 171 

(am bequemsten mit der Hilfstafel) (s. p. 168) in isometrische um<;ewandelt. Hie- 
durch ergibt sich die Blattforni und die grösste Breite. Auf Grund der letzteren 
berechnet man (am besten mit Hilfe der hier beigeschlossenen Tabelle A) die 
Anomalie. Ist dieselbe etwas bedeutender, so zeigt eine Vergleichung der Ta- 
belle rasch, ob das Blatt einer anderen Blattform durch eine geringere Gesammt- 
Anoraalie näher steht. In letzterem Falle haben wir es mit einer corabinirten 
Form zu thun, wo ein Blatt zwischen zwei Formen in der Mitte steht, oder 
bei dem Scheine einer T3estimmten Form, dennoch in seinen Hauptabmessungen 
einer anderen einfachen Form näher liegt. So gibt es beispielsweise Blätter 
von Fagus sylvatica (s. später f. 131 und 132) vom Aussehen verkehrt-eirunder 
und eirunder Blätter, welche bei Berechnung der Anomalien richtiger als ellip- 
tische Blätter erkannt werden und sich durch die Symbole DA4, CA4 kurz und 
bündig ausdrücken lassen. 

Die vorliegende Arbeit hat nun den Zweck, die phyllometrische Methode 
an einer grösseren Anzahl von Blättern zu erproben. Bei der Neuheit der Sache 
schien es nothwendig, Blätter zu wählen, welche Jedermann zugänglich sind 
und eine beständige Vergleichung und Messung zulassen. Solche Blätter finden 
sich in photographischen oder physiotypischen Abdrücken, welche die graphisch 
vollkommensten Darstellungen von Pflanzenblättern sind und diese in Form und 
Grösse auf das Natürlichste wiedergeben und daher auch Messungen gleich den 
natürlichen Blättern gestatten. Der Verfasser wählte dazu absichtlich die in seinem 
Werke ..Oesterreichs Holzpflanzen" auf den Tafeln 4—14 abgedruckten Blätter 
(Fig. 56—157), weil hier eine grosse Mannigfaltigkeit von Blattformen zu finden ist 
und weil diese Blätter zugleich typische Blattformen einer wichtigen Abtheilung der 
österreichischen Holzpflanzen darstellen. Indem nun die hier abgedruckten Blatt- 
formen phyllometrisch untersucht und bestimmt werden, so ist damit keineswegs 
eine phyllometrische Charakteristik der Species gegeben, welche weiteren ver- 
gleichenden Studien vorbehalten bleiben muss, wenn gleich auch in dieser Be- 
ziehung ein wichtiger Beitrag schon dadurch geliefert wird, dass hier zum ersten 
Male die Blätter nahe verwandter Arten oder mehrere Blätter derselben Art 
phyllometrisch untersucht sind. Abgesehen aber von diesem systematischen Vor- 
theil erscheinen die oben citirten Tafeln aus „Oesterreichs Holzpflanzen" als 
unentbehrliche Illustrationen der vorliegenden Abhandlung für Alle, welche die 
phyllometrische Methode näher kennen lernen wollen. Diese Abbildungen sowie 
die oben citirte Abhandlung über Phyllometrie in den Sitzungsberichten der 
k. Akademie enthalten auch die weiteren Belege, wie verschiedene Schwierig- 
keiten bei der Anwendung der Methode zu beheben sind, weshalb auch in 
dieser Richtung darauf verwiesen werden muss. Sehr vortheilhaft ist es, auf 
Grund der phyllometrischen Angaben sich Skizzen der Pflanzenblätter durch ein- 
fache, geometrische Constructionen zu verschaffen, um sich so von den Blatt- 
formen in natürlicher oder isometrischer Grösse eine genaue Anschauung zu ver- 
schaffen, wobei sogenanntes Millimeter-Papier (in Quadrat- Millimeter getheiltes 
Papier) sehr wesentliche Dienste leistet. Im AUgemeiuen genügt es, das Axen- 
kreuz, nämlich die Blattlänge und die darauf senkrechten Breiten (Bq, Bj, Bj 

22* 



172 



A. Pokoiny. 



B3 und B4) zu zeichnen, um statt der Zahlen die noch anschaulichere graphische 
Darstellung der phyllometrischen Blattform vor sich zu haben. 

In der nun folgenden phyllometrischen Beschreibung der ausgewählten 
Blätter sind neben den phyllometrisch wichtigsten in tabellarischer Uebersicht 
zusammengestellten Dimensionen, in Form von Zusätzen einige kurze Bemer- 
kungen und weitere Messungen, wo es nöthig war, beigefügt. Namentlich ist es 
das unterste und oberste Blattviertel, die Basis (Ba.) und die Spitze (Sp.), welche 
öfter zur näheren Charakteristik eigener Massangaben bedürfen. Ausserdem ist 
bei unsymmetrischen und gekrümmten Blättern die ganze Breite in Summanden 
aufgelöst, um auch diese Verhältnisse genauer anzugeben. Am besten dürfte je- 
doch, wie bereits erwähnt, die unmittelbare Vergleichung der abgedruckten 
Blätter mit deren phyllometrischen Beschreibung zur Aufklärung in zweifelhaften 
Fällen dienen. 



Phylloraetrisehe Beschreibung der in A. Pokorny's „Holz- 

püanzen Oesterreichs", t. 4 — 14 (Fig. 56 — 157) abgedruckten 

Pflanzenblätter. 

Abkürzungen. P Blatts^tiel: L Länge der Blattspreite; B„, Bj, B„, B,, B^ die wiclitigsten 
BreitendurcliTnesser am Grunde, im ersten, zweiten, dritten Blattviertel und an der Spitze des 
Blattes; emp. empirisclie Wertte (natürliclie Grösse); isom. oder is. isometrisclie Werthe (Grössen 
bei einer gleichen Blattlänge von 100 Mm.); Blattformeln und Anomalien, siehe Einleitung. Im 
Allgemeinen bedeutet A elliptisch, B rhombisch, C'eiformig, D verkehrt-eiförmig, E deltoidisch, 
JJ' verkehrt-deltoidisch. — Ba. Basis; Sp. Spitze; Or. Br. Grösste Breite; PN. Primärnerv. 

Alle Zahlen drücken Millimeter aus. Die erste Zeile hei jeder Figur enthält den Namen 
der Pfianzeaart und empirische Werthe ; die zweite Zeile die Blattformeln (mit Indices und Coeffi- 
cienten) und für letztere die Anomalie der Breiten Bj, B^ und B3 eingeklammert; ferner die 
isometrischen Werthe. In den Zusätzen sind allenthalben nur empirische Werthe verstanden, wo 
nicht ausdrücklich isometrische Werthe bezeichnet sind. 

Tabelle B. 



Fig. 


P. 


56 


3 




9 


57 


— 


58 


2 




5 



Bi 


B2 


B3 


B4 


5 


9 


11 


i 


16 


28 


34 


— 


6 


11 


12 


— 


17 


31 


34 


— 


7 


11 


12 


_ j 


18 


29 


32 


— 



Myriceae. 

1. Myrica Gale L. emp. 

F, = 34 F (-f 5 . + 5 . — ) isom. 

2. — 

F2 = 84F(+ 6. +8.-) 

o 

F2 = 32 P (+ 7 . + 8 . — ) 



32 
100 

35 
100 

38 
100 



Zusätze. 
Fig-. 56—58. Drei schmale, verkehrt-deltoidische Blätter mit geringer 
Anomalie. Die Abrundung der Spitzen geben die Dimensionen 6 : 30, 7 : 83, 
6 : 36, Bei Fig. 57 ist der kurze P abgebrochen. 



Blätterriiasse ÖKterreicliisc'ier Holzpflaiizen. 



173 



i'Fisj. 


P. 


L. 


Bo 


B, 


B. 


B3 


B, 


Betulaceae. 


















4. Betula alba L. 


74 


18 


40 


— 


85 


32* 


17* 


— 


EC5 = 87C(+12. — 7. — 1) 




45 


100 


— 


87 


80 


42 


— 


5. 


75 


18 


57 


15 


53 


45* 


23* 


— 


E5 = 93E(- . + 17. + 9) 




32 


100 


26 


98 


79 


40 




6. B. alba L. v. verrucosa Ehrh. 


61 


17 


70 


— 


45- 


38* 


19* 




E4-=64E(— . 4 11. + 6) 




24 


100 


— 


64 


54 


27 


— 


7. B. a?&« L. V. laciniata Roth. 


62 


21 


50 


— 


35 


48* 


24* 


~ 


C5'-=96C(+ 7. — .—) 




41 


100 


— 


70 


96 


48 


— 


8. -B. alba L. v. oycoviensis Bess. 


59 


7 


35 


— 


27 


23 


9 


— 


E4 = 77 E (- . + 15 . — ) 




20 


100 


— 


77 


66 


26 


-- 


9. 


60 


10 


28 




28 


25 


14 


— 


EC5 = 100C(- 1-3.— 11.-) 




36 


100 


— 


100 


89 


50 


— 


10. Betula pubescens Ehrh. 


66 


12 


54 


25 


46 


41 


25 


— 


EC5 = 85C(+ 11.- 9. + 4) 




22 


100 


46 


85 


76 


46 


— 


11. 


67 


20 


54 


— 


44 


44 


29 


— 


C5 = 81C(H-ll.-. + 14) 




37 


100 


— 


81 


81 


54 


— 


12. B. pub. Ehrh. v. carpatica W. K. 


65 


14 


42 


— 


31 


38 


21 


— 


C4 = 79 C (+ 6 . - . + 10) 




33 


100- 


— 


74 


79 


50 






Fig'. 59—62 und 74 und 75. Die Blattformen von Betula alba sind 
breit deltoidisch, oder deltoidisch-eiförmig, seltener rein eiförmig; die grössten 
Breiten schwanken zwischen 64 — 100 isometrisch, die mit * bezeichneten Breiten 
sind umschriebene, daher grösser als die wirklichen. Bei allen gelappten, ein- 
geschnittenen, getheilten Blättern u. dgl. werden nämlich zur Ergänzung der 
Blattform gerade Linien von Lappen zu Lappen u. s. f. gezogen und die Breiten 
von diesen Linien an gemessen. In Fig. 61 und 62 ist der Primärnerv stark 
links gebogen, woraus sich die Werthe für B,, B2 und B3 genauer, wie folgt, 
ergeben: In Fig. 61: 19 + 8 -f 23, 15 -f 5 + 18, 6 + 6 + 7 und in 
Fig. 62: 11 + 3 -f 21, 23 + 5 + 20, 8 + 7 + 9. — Bei Fig. 75 ist die 
deltoidische Form durch die Anomalie der Basis verwischt; dieselbe beträgt 
-|- 15 emp., + 26 is.; in 3 Mm. Höhe aber schon 20 + 20 emp. oder 
35 ~\- 35 is. Doch weicht das Blatt vom dreieckigen Tjpus weit mehr ab, als 
vom deltoidischen. 

Fig'. 66, 67. Die Ausbuchtung an der Basis in Fig. 66 wird genauer 
angegeben durch P 10 -j- 2 oder L 2 -f- 52. 

Fig. 65. Ein stark unsymmetrisches Blatt, dessen B,, B2, Bg daher 
genauer durch die Werthe 19 + 12, 18 + 15, 12 + 9 gegeben wird. 



174 



A. Potorny. 



13. 
14. 
15. 
16. 
17. 
18. 
19. 
20. 
21. 
22. 
23. 
24. 
25. 



Betiila intermedia Th. 

Cs = 92 C (— 8 . - . + 10) 

Cs = 96 C (- 4 . — . + 19j 
Betula hnmüis Schrank. 
DA4 = 77 A (- 13 . — . — 3) 



DA. 



A(-9.-. + 2) 



D^ = 80D(— 10.- . + 11) 
Betula nana L. 

De = 120 D (+ 20 . — . + 6) 



DA« 



120 A (+ 14 . - . - 4) 



DAg = 122 A (+ 7 . + 2 . + 18) 
Ahius viridis DC. 

C5 = 86 C (+ 6 . - . + 10) 

CA5 = 82 A (+ 1 . - . - 5) 
Älnus rugosa Spr. 

A5 = 82A(-4.-.-4) 

CA4 = 80 A (— 1 . - . — 7) 

CA4 = 76 A (+ 1 . — . + 7) 



Fig. 


P. 


L. 


B„ 


Bi 


B. 


B3 


B. 


63 


5 


25 





18 


23 


14 


__ 




20 


100 


— 


72 


92 


56 


— 


64 


8 


24 


— 


19 


23 


16 


— 




33 


100 


— 


79 


96 


67 


— 


68 


2 


22 


— 


12 


17 


14 


— 




9 


100 


— 


54 


77 


64 


— 


69 


6 


19 


— 


13 


17 


15 


6 




32 


100 


— 


68 


89 


79 


32 


70 


2 


20 


— 


10 


16 


16 


4 




10 


100 


— 


50 


80 


80 


20 


71 


1 


10 


3 


8 


12 


11 


5 




10 


100 


30 


80 


120 


HO 


50 


72 


1 


10 


5 


9 


12 


10 


3 




10 


100 


50 


90 


120 


100 


30 


73 


1 


9 


5 


10 


11 


11 


4 




10 


100 


56 


111 


122 


122 


44 


76 


8 


43 


16 


35 


37 


23 


— 




18 


100 


37 


81 


86 


53 


— 


77 


6 


44 


5 


31 


36 


29 


— 




14 


100 


11 


70 


82 


66 


— 


78 


5 


.45 


— 


30 


37 


30 


— 




11 


100 


— 


67 


82 


67 


— 


79 


6 


45 


5 


31 


36 


28 


4 




13 


100 


11 


68 


80 


62 


9 


80 


7 


54 


6 


36 


41 


32 


— 




13 


100 


11 


67 


76 


59 


— 



Fig. 63, 64. Breit eiförmige Blätter, die mehr zur verkehrt-eirunden 
Form, als zur rhombischen oder deltoidischen neigen. 

Fig. 68—70. Verkehrt-eirunde Blätter; doch sind bei Fig. 68 und 69 
die Anomalien für die elliptische Blattform geringer, daher die Blätter eher als 
breit- elliptisch aufzufassen. Nur Fig. 70 ist echt verkehrt-eirund. 

Fig. 71—73. Hier tritt zur verkehrt-eirunden Blattform die überwiegende 
Querform (120 — 122 is. Br.) und die Abstumpfung der Basis und der Spitze 
hinzu, wie die Anomalien deutlich zeigen. 

Fig. 76—77. Zur Fig. 76 P = 7 + 1, L = 1 + 42. Zur Fig. 77 
Ba. 23 : 5, Gr. Br. 37 : 26. Breit eiförmige und breit elliptische Blattformen 
mit grosser Anomalie der Basis. 

Fig. 78-80. Breit elliptische Formen (76-82 is. Br.) Fig. 78 rein 
elliptisch, die beiden anderen etwas dem eiförmigen Typus sich nähernd. Ba. 



Blättermasse österreicbischor Holzptlanzen. 



175 





Fip 


P. 


L. 


B„ 


B: 


B. 


Bs 


ß4 




81 


20 


69 


3 


45 


54 


48 





+ 2) 




29 


100 


4 


65 


78 


70 







82 


15 


72 


3 


38 


49 


41 


— 


-2) 




21 


100 


4 


53 


68 


57 






83 


15 


63 


— 


35 


46 


41 


— 


+ 2) 




24 


100 


— 


56 


73 


65 







84 


10 


69 




41 


53 


47 


11 


+ 1) 




14 


100 


— 


59 


77 


68 


16 




85 


15 


74 




39 


59 


58 


11 


+ 9) 




20 


100 


— 


53 


80 


78 


15 




86 


5 


82 


4 


36 


41 


27 




+ 8) 




6 


100 


5 


44 


50 


33 


— 




87 


5 


61 


„ 


34 


39 


27 


— 


-11) 




8 


100 




56 


64 


44 


— 




88 


2 


53 


5 


29 


30 


19 


— 


+ 6) 




4 


100 


9 


55 


57 


36 


— 



26. 

27. 
28. 
29. 
80. 

31. 
32. 
33. 



Alnus incana DC. 

DA4 = 78 A (- 2 . - 

DA4=:68A(-6.— 
Alnus 2}ubescens Tsch. 
DA4 = 73 A (- 7 . ^ 

DA4 = 77A(-8.— 
Alnus glutinosa Gärtn. 
D4 = 80 D (+ 13 . - 

Cnpuliferae. 

Ostrya carpinifolia Sc. 
C3 = 50 C (+ 1 . - 

CA4 = 64 A (+ 1 . — . 

C3 = 57 C (+ 6 . - 



bei Fig. 78 durch 20:5, bei Fig. 79 durch 28:7, bei Fig. 80 durch 11+0 
und 18 + 12 : 7 näher bestimmt. 

Fig. 81, 82. Breit elliptische Formen (60—78 isom. Br.), die sich etwas 
der verkehrt-eirunden Blattform nähern. Ba. bei Fig. 81 durch 34 : 10 näher 
bestimmt. Gr. Br. bei Fig. 82 52 : 38. 

Fig. 83, 84. Den Vorigen sehr ähnlich; aber mit abgerundeten Spitzen 
(Sp. in Fig. 83 17 : 60, in Fig. 84 23 : 65) und daher noch mehr der verkehrt- 
eirunden Blattform ähnlich. Die verschiedene Gestaltung der Spitze und Basis 
bei sonst ähnlicher Hauptform der Blätter Fig. 81 und 84 ergibt sich am besten 
durch folgende isometrische Werthe : 



Längen . 

Breiten : 

In Fig. 81 

In Fig. 84 

Fiff 



5 10 20 



25 50 75 



80 90 95 100 



26 
14 



39 
26 



59 

52 



05 
59 



78 
77 



70 
68 



61 
61 



30 

49 



13 
33 




16 



85. 



Erst hier kommt die verkelirt- eirunde Blattform ganz zur Er- 
scheinung, im Vergleich mit den beiden vorangehenden Arten. — Gr. Br. 62 : 44. 
Sp. 30 : 70. 

Fig. 86-88. Eiförmige, mittelbreite Blätter von 50—64 Br., Fig. 87 
kann fast eben so gut als eiförmig, wie als elliptisch bezeichnet werden, da es 
als 64 A in B3 eine Anomalie von — 11, hingegen als 64 C eine solche von 



176 



A. Po ko r II y. 



Fi«-, 



P. L. Bo , B, i B2 I B3 I B, 



34. Carpimis duinensis Scop. 

CA3 = 55A(+4. — . — 9) 
35. 

CA3 = 54 A (— 1 . — . 

36. Carpinus Betulus L. 
EC4 = 63C(+9.-5. + ll)J 

37. (Juuge Pflanze) 

EC4 = 65 C (+ 9 . — 6 . + 9) 

38. (Zwergforin) 

CA^ = 70 Ä (—.-.- 10) 

39. (Zwergforiu) 

CA^ = 69 A (— 3 . — . - 10) 

40. (Fruchtblatt) 

E, = 70 E (- . + 4 . + 10) 

41. (Ausgewachsene Blätter) 

DA4 = 62A(— 11.-. — 4) 

42. (Ausgewachsene Blätter) 

CA3 =-- 57 A (+ 4 . — . - 4) 

43. (Ausgewachsene Blätter) 

CJ\3 = 50A(+2. — . -6) 



89 


9 


44 


3, 


23 


24 




20 


100 


7 


52 


55 


90 


6 


41 


4 


19 


22 




15 


100 


10 


46 


54 


. 91a 


3 


19 


3 


12 


11 


! 


16 


100 


16 


63 


58 


1 91b 


3 


17 


2 


11 


10 


1 


18 


100 


12 


65 


59 


92 


5 


33 


9 


20 


23 




15 


100 


27 


61 


70 


93 


5 


36 


6 


20 


25 




14 


100 


17 


57 


69 


94 


— 


43 


8 


30 


22 




— 


100 


19 


70 


51 


95 


12 


93 


— 


40 


58 




13 


100 


— 


43 


62 


96 


10 


98 


7 


52 


56 


/ 


10 


100 


7 


53 


57 


97 


11 


91 


— 


40 


46 


( 


12 


100 


— 


45 


50 



17 
39 
16 
39 

8 
42 

9 
41 
17 
51 
18 
50 
14 
33 
47 
50 
44 
45 
34 
37 



+ 12 hat. In Fig. 88 kann die Krümmung des Primärnervs nach links in Bj. 
B2 und B3 durch die Werthe 1-5, 3, 2 ausgedrückt werden. 

Fig-, 89, 90. Zwei sehr ähnliche, eiförmig-elliptische Blätter mit abge- 
rundeter Basis. 

Fig. 91. Zwei Blätter eines jungen Bäumchens, deltoidisch-eiförmig 
mit grossen Anomalien. 

Fig. 92, 93. Zwei kleine Blätter (Zwergform), eiförmig elliptisch, aber 
relativ breiter als die grossen Blätter Fig. 95—97. 

Fig. 9-1:. Ein rein deltoidisches, dreilappiges Fruchtblatt. Die Breiten 
B2 und B3 betragen im Mittellappen eigentlich nur 12 und 11. 

Fig. 95 steht fast in der Mitte zwischen der verkehrt- eirunden und der 
elliptischen Blattforni, bei ersterer ist die Anomalie von ßi -{- 12, bei letzterer 
— 11, also fast gleich gross, nur im entgegengesetzten Sinne. 

Fig. 9.5 und 9(J wird die Unsymmetrie genau durch die Werthe: Fig. 95 
B, 30 + 28, B3 n + 21; Fig. 96 Bj 23 + 29 gegeben. 

Fig. 97 ist die schmäL-te Blattform von Carpinus Betulus; die Breiten 
bch wanken in Fig. 91 — 97 von 50-70. 



BlättermaBse österreichischer Holzpflanzen. 



177 



Fig. 


P. 


L. 


B„ 


Bi 


B. 


Bs 


B4 


98 


13 


90 


20 


65 


74 


65 







14 


100 


22 


72 


82 


72 


— 


99 


9 


85 


10 


55 


64 


52 


— 




11 


100 


12 


65 


75 


61 


— 


100 


27 


92 


10 


48 


56 


36 


— 




29 


100 


11 


52 


61 


39 


— 


101 


30 


88 


15 


69 


80 


50 


— 




34 


100 


17 


78 


91 


51 


— 


102 


17 


111 


— 


54* 


68* 


54* 


7 




16 


100 


— 


49 


62 


49 


6 


103 


15 


85 


— 


28* 


47* 


50 


5 




18 


100 


— 


33 


55 


59 


6 


103a 


18 


88 


5 


36* 


47 


39 


4 




20 


100 


6 


41 


53 


44 


5 


104 


3 


73 


3 


16 


34 


39 


2 




4 


100 


4 


22 


47 


53 


3 


105 


7 


99 


3 


37 


67* 


67 


3 




7 


100 


3 


37 


68 


68 


3 


106 


4 


114 


8 


25* 


48* 


70 


3 




3 


100 


7 


21 


42 


61 


2 



44. 
45. 
46. 
47. 
48. 
49. 
50. 
51. 
52. 
53. 



Corylus Avellana L. 

A5=82A(+ 1. 
Corylus tubulosa L. 

' CA, = 75A(-. 
Corylus Colurna L. 
C, = 61 C (— 1 . 



+ 1) 
-4) 

+ 9) 
+ 6) 
-5) 
FD3 = 59 D (+ 4 . - 4 + . 8) 



C5 = 91 C (- 1 . - 

Quercus sessiliflora Sm. 

A, = 62A(— 5.— 



A3 = 53 A (— 5 . — . — 2) 
Quercus peduneulata Ehrh. 
P3 = 53F(+4. + 12.-) 

D4 = 68 D (+ 3 . - . + 9) 

F3 = 61F(+1. + 1.-) 



Fig-. 5)8. Geuauer P 6 + 7, L 7 + 83, fcJp. 13:80. 

Fi^. 99. Genauer P 1 + 8, L 8 -f 77, Bq 10 + 0, Ba. 20 + 10 : 4, 
B, 30 + 25, B. 34 + 30, B3 26 + 26, Sp. 18 : 75, 6 : 80. 

Fig. 100—101. Während die beiden vorhergehenden Blätter den A- 
Typus (rundlich-elliptisch) zeigen, haben diese Blätter entschieden den C-Typus 
(breit-eiförmig). Das sehr unsymmetrische Blatt Fig. 100 ist genauer gegeben 
durch P 20 + 7, L 7 + 85, B^ + 10, Ba. (10 + 22): 7, B, 22 + 26, 
B2 30 + 26, B3 24 + 12; Sp. 14:80. Blatt Fig. 101 hat geuauer P 24 + 6, 
L 6 + 82, Bo + 15, Ba. (22 + 23) : 4. 

Fig. 102— 103 a. Bei diesen und den folgenden gelappten Blättern von 
Quercus beziehen sich die Breiten mit Sternen (*) auf die umschriebenen, er- 
gänzten Blattformen, die man erhält, wenn mau von Lappen zu Lappen be- 
rührende Linien zieht. Das Blatt Fig. 103 ist verkehrt-eiförmig mit Annäherung 
an die deltoidische Form, die beiden andern reiu-elliptisch. 

Fig. 104—100. Deltoidische und verkehrt-eiförmige Blattformen. Fig. 104 
hat als deltoidische Form eine nur um 1 geringere Gesammt-Anomalie, als 
Vfenn man das Blatt verkehrt-eiförmig annimmt. 53 F nämlich hat in B,, B2, 
B3 die Anomalien -j- 4, + 12, 0; 53 D die Anomalien — 4, — 6, + 7. Das 
Blatt steht daher nahezu in der Mitte zwischen beiden Blattformeu. 

Z. B. Ges. B. XXVI. Abb. 23 



17S 



A. Polcorny. 





Fig. 


P. 


L. 


Bo 


Bx 


B, 


B3 


B4 


54. Qiiercus pubescens W. 


107 


12 


80 


9 


40* 


57* 


54=^ 


5 


DA4 = 71A(-11. -. + 5) 




15 


100 


11 


50 


71 


67 


6 


55. 


108 


10 


76 


10 


45 


57 


55 


3 


DA4 = 75 A (— 6 . — . + 7) 




13 


100 


13 1 59 


75 


72 


4 


56. 


109 


12 


66 


7 


30 


40 ! 38* 


3 


DA4 = 61 A (- 8 . - . + 5) 




18 


100 


11 


45 


61 


58 


5 


57. Quercus Cerris L. v. pinnatifida 


110 


6 


120 


4 


41 


61 


59 


4 


D3=:51D(+9.-.4-5) 




5 


100 


3 34 


51 


49 


3 


58. Quercus Cerris L. v. sinuata 


111 


9 


96 


5 


43 


43 


33 


— 


A3 = 45 A (+ 6 . - . - 5) 




9 


100 


5 


45 


45 


34 


— 


59. Querctis Pseudosuber Santi 


112 


7 


66 


8 


29 


33 


25 


— 


CA3 = 50 A (+ 1 . - . - 5) 




11 


100 


12 


44 


50 


38 


— 


60. 


113 


6 


51 


4 


25 


27 


20 


3 


CA3 = 53 A (+ 3 . — . — 7) 




12 


100 


8 


49 


53 


39 


6 


61. 


114 


6 


39 


6 


22 


25 


17 


— 


CA3 = 64 A (4- 1 . — . — 11) 




15 


100 


15 


56 


64 


44 


— 


62. Quercus conferta W, K. 


115 


10 


178 


3 


56 


101 


112 


10 


FD4 ^ 63 D f — . — 7 . + 8) 




6 


100 


2 


31 


56 


63 


6 


63. Quercus Suber L. 


116 


10 


48 


— 


26 


28 


25 


— 


CA3 = 58 A (+ 4 . — . + 2) 




21 


100 


— 


54 


58 


52 


— 


64. 


117 


6 


42 


— 


22 


22 


17 


— 


CA3 = 52 A (+ 7 . — . — 5) 




14 


100 


— 


52 


52 


40 


— 



Fig. 107—109. Elliptische Blattformen mit Annäherung an die verkehrt- 
eiförmige. Das rechts gekrümmte Blatt Fig. 108 hat für Bj, B2, B3 die genaueren 
Werthe 27 + 5 + 13, 30 + 4 + 23 und 29 + 2 + 24. 

Fig. 110. Die Anomalie für 51 A berechnet ist in Bj — 10; für 51 D 
+ 9; also die Differenz im entgegengesetzten Sinne, sonst nicht sehr gross. 
Das links gekrümmte Blatt hat für Bj, B2 und B3 die genaueren Werthe 
11 + 9 + 21, 18 + 16 + 27 und 18 ^ 11 + 30. 

Fig". 111. Rein-elliptisch ; von der eiförmigen Blattform durch grössere 
Anomalien (Bi + 6, B3 + 11) abweichend. 

Fig. 112—114. Fig. 114 steht nahezu in der Mitte zwischen A und C: 
für 64 C ist die Anomalie in B, und B3 + 1 und + 12. Das rechts gekrümmte 
Blatt 112 hat für Bi, B2 und B3 die genaueren Werthe 15 + 8 + 6, 16 -h S 
+ 9, 14 + 4 + 7. 

Fig. 116. Das Blatt ist an der Spitze ausgerandet, L daher genauer 
175 -h 3, letztere Ziffer das Mass der Ausrandung. Ba. (5 + 10) : 5, Sp. 42: 173. 

Fig. 110-118. Nur Fig. 118 hat die reine Eiform; 116 und 117 sind 
mehr elliptisch, als eiförmig. — Fig. 116 Ba. 14:3, Sp. 12:45. — Fig. 117 



BlättermaciKe iistunoicliisiiiur Holzpllaiizcu. 



179 





Fig. 


P. 


L. 


B„ 


Bx 


B. 


B3 


B4 




118 


5 


45 


_ 


27 


29 


19 





-. + 10) 




11 


100 


— 


60 


64 


42 


- 




119 


10 


41 


10 


26 


26 


18 


— 


- . - 10) 




24 


100 


24 


63 


63 


44 


— 




120 


6 


28 


3 


16 


17 


14 


2 


- . - 3) 




21 


100 


11 


57 


61 


50 


7 




121 


6 


81 


— 


14 


17 


14 


— 


-.-3) 




19 


100 


— 


45 


55 


45 


— 




122 


6 


43 


— 


17 


16 


9 


— 


-2. + 1) 




14 


100 


— 


39 


37 


21 


— 




123 


12 


75 


— 


23 


30 


20 


— 


-. + 7) 




15 


100 


— 


31 


40 


27 


— 




124 


1 


26 


3 


15 


17 


16 


3 


-. + 5) 




4 


100 


15 


58 


65 


61 


15 




125 


3 


22 


4 


13 


14 


12 


— 


-.-1) 




14 


100 


19 


59 


64 


54 


— 




126 


4 


28 


— 


12 


11 


9 


— 


-4.-5) 




14 


100 


— 


43 


89 


32 


— 




127 


1 


32 


— 


13 


18 


16 


— 


-. + 1) 




3 


100 


— 


41 


56 


50 


— 




128 


4 


41 


7 


18 


22 


20 


— 


-. + L^) 




10 


100 


17 


44 


54 


49 


_— 




129 


18 


159 


— 


47 


51 


27 


— 


-. + 1) 




11 


100 


— 


30 


32 


17 


— 




130 


17 


113 


12 


42 


41 


25 


— 


-. + 3) 




17 


100 


10 


37 


36 


22 


- 



65. Qiicrcus Suber L. 

C4 = 64C(+5.- 

66. Quercus ilex L. 

CÄ4 = 63 A (+ 9 . - 

67. 

CA4 = 61 A (+ 4 . 

68. 

A3 = 55 A (— 8 . 

69. 

EC2 = 39 C (+ 5 . - 

70. 

C^ = 40 C (— 4 . 

71. Quercus coceifera L. 

DA4 = 65 A (+ 2 . 

72. 

CA4 = 64 A (+ 4 . 

73. 

EA3 = 43 A (+ 6 . - 

74. 

DA3 = 56 A (- 8 . 

75. 

DA3 = 54A(-3. 

76. Castanea vesca Mill. 

C, = 32 C (+ 2 . 

77. 

EG., ^ 37 (+ 5 . 



Ba. (4 + 6):3, Sp. 6:39, Gr. Br. 24:13. — Fig. 118 Ba. 15:3, Sp. 7:42, 
Gr. Br. 30 : 16. 

Fig". 119—123. Die drei erstereu breiteren Blätter sind elliptisch, die 
beiden letzteren schmalen eiförmig. — Fig. 119 L 1 + 40 (an der Ba. etwas 
ausgeraudet), Gr. Br. 27 : 14. - Fig. 121 Ba. 6 : 1; Sp. 4 : 30. — Fig. 122 Ba. 7 : 1. 

Fig. 124—128. Elliptische Blätter von 43—65 is. Breite, an die verkehrt- 
eiförmige, deltoidische und rein- eiförmige Blattform sich nähernd. — Fig. 124 
Ba. 10 : 2, Sp. 8 : 24, Frimärnerv nach rechts gebogen, und zwar (0 + 3) : 13. — 
Fig. 125 Ba. 6:1, Sp. 6:20. — Fig. 126 Ba. 7:2, Sp. 5:26. — Fig. 127 
Ba. 7:2, Sp. 7 : 30. - Fig. 128 Sp. 13 : 37. 

Fig. 129, 130. Schmal-eiförmige Blätter. Fig. 129. Gr. Br. 56 : 65. — 
Fig. 130 an der Ba. ausgeraudet, daher genauer P 15 -^- 2 und L 2 -f 111. 
Gr. Br. 45 : 38. 

23* 



180 



A. Pokorny. 



78. Fagus sylvatica L. 

DA4 =: 79 A (- 9 . — . — 4) 

79. 

CA4 = 68 A (— 3 . - . — 6) 
80. (Cotyledonen) 

DAß = 207 A (— 16 . - . - 1) 

81. 

DAß = 193 A (— 26 . - . — 6) 
82. Zwergform. 

CA4 = 67 A (+ 1 . - . - 12) 

83. 

CA4 = 61 A (— 3 . — . — 10) 
84. F. sylvatica L. v. undulata. 
C^ = 74 C (- 2 . - . + 12) 

85. 

CA., = 91A(+6.-.-10) 

Ulmaceae. 

86. TJlmus campestris L. 

DA3 = 51 A (- 7 . - . - 6) 

87. 

FD4 = 71 D (- . - 3 . + 10) 



Fig. 


P. 


L. 


Bo 


B. 


B. 


B3 


B4 


131 


5 


58 


2 


34 


46 


1 
37 — 




9 


100 


3 


59 


79 


64 


— 


132 


15 


73 


2 


41 


50 


39 


— 




20 


100 


3 


56 


68 


53 


— 


133a 


— 


14 


9 


23 


29 


25 


10 




— 


100 


64 


164 


207 


179 


71 


133b 


— 


15 


9 


21 


29 


24 


11 




— 


100 


60 


140 


193 


160 


73 


134 


5 


39 


4 


23 


26 


18 


— 




13 


100 


10 


59 


67 


46 


— 


135 


6 


46 


— 


23 


28 


20 


— 




13 


100 


— 


50 


61 


43 


— 


136 


7 


53 


9 


33 


39 


26 


— 




13 


100 


17 


62 


74 


49 


— 


137 


5 


59 


7 


50 


54 


41 


— 




8 


100 


12 


85 


91 


69 


— 


138 


3 


92 


3 


34 


47 


35 






3 


100 


3 


37 


51 


38 


— 


139 


6 


101 


3 


35 


68 


71 


8 




6 


100 


3 


35 


68 


71 


8 



Fi^. 131 und 132. Ein junges und ein ausgewachsenes normales 
Buchenblatt. 

Fig. 133. Beide Cotyledonen sind ausserordentlich querbreit, doppelt 
so breit als lang, wie die isometrischen Breiten 207 A und 193 A zeigen. Die 
Ausrandung des oberen Blattes kann durch L 13 + 1 ausgedrückt werden. 

Figr. 134, 135 Zwergformen. Fig. 134 hat als eiförmiges Blatt 67 C die 
Anomalie (+ 1 . — . + 13), also nahezu die gleiche Anomalie wie als 67 A, nur 
in B3 -f (positiv); ebenso Fig. 135, wo 61 C in B3 um + 13 abweicht. 

Fig. 136, 137. Wellige Blätter. Fig. 136 hat P 5 + 2 und L 2 + 51. 
Ba. (5:1) + 4 und den PN. links gekrümmt. Als 74 A hat B3 — 15 Anomalie. 
— Fig. 137 hat genauer P 4 + 1. L 1 + 58, Ba. 7+0; Sp. 15 : 57. 

Fig. 138, 139. Stark unsymmetrische Blätter mit folgenden genaueren 
Werthen: Fig. 138. P 3 in 4—6 L; L 3 + 3 + 86; B« + 3, B, 11 + 2 
+ 21. Bo 20 -I- 2 + 25, B3 16 + 19; Ba. (0 +- 10) : 6, Sp. 9 : 83. — Fig. 139 
L 1 + 99 + 1, Bo + 3. B, 10 + 4 + 21, B, 33 + 3 + 32, B3 37 + 34, 
B4 4 + 4, Ba. (0 + 10) : 5, Sp. 35 : 95. 



Blättermasse österreichischer Holzpflanzen. 



181 





Fig. 


P. 


L. 


Bo 


Bx 


B^ 


B3 


B4 




140 


11 


64 


3 


28 


46 


31 





+ 12) 




17 


100 


5 


44 


72 


48 


— 




141a 


2 


38 


— 


12 


18 


12 


— 


. + 9) 




5 


100 


— 


33 


47 


32 


— 




b 


3 


28 


— 


13 


17 


12 


— 


-10) 




11 


100 


— 


46 


61 


43 


.— 




c 


1-5 


21 


— 


10 


12 


8 


— 


+ 10) 




7 


100 


— 


48 


57 


38 


— 




d 


1 


12 


— 


8 


8 


5 


— 


•-9) 




8 


100 


— 


67 


67 


42 


— 




e 


? 


4 


— 


3 


3 


2-5 


— 


.-3) 




? 


100 


— 


75 


75 


62 


— 




142a. 


1 


19 


— 


9 


12 


7 


— 


. + 9) 




5 


100 


— 


47 


63 


40 


— 




b 


1 


12 


— 


8 


9 


5 


— 


.-5) 




8 


100 


— 


67 


75 


42 


— 




c 


0-5 


6 


— 


4 


5 


4 


— 


.-5) 




8 


100 


— 


75 


83 


67 


— 




148 


1 


15 


— 


9 


11 


8 


— 


-13) 




7 


100 


— 


60 


76 


53 


— 




144 


2 


24 


— 


12 


19 


17 


8 


.+3) 




8 


100 j - 


50 


79 


71 


33 




145 


4 


135 1 - 


56 


84 


69 


— 


--3) 




3 


100 




42 


63 


51 


— 



88. Ulmus campestris L. 

DB, = 72B(+8.— 
89. (Zweig). 

C3 = 47 C (— 8 . - 

90. 

CÄ3=61 A(-7.— 

91. 

C3 = 57 C (— 1 . - 

92. 

C, = 67 C (+ 9 

93. 

A, = 75 A (+ 10 , 

94. 

0^ = 63 (-7 

95. 

C, = 75 C (+ 2 

96. 

CÄ4 = 83A(+3 

97. 

CA4 = 76A( - 6.- 

98. {Flügelfrucht) 

D, = 79D(+11.- 

99. Ulmus effusa Willd. 

D4 = 63D(+11.- 



Fig. 140. Ein Blatt, in welchem die seltene rhombische Blattform vor- 
herrscht. Bo + 3, B, 14 + 14, B2 23 + 23, B4 15 + 16, die Unsymmetrie 
ist daher sehr gering. Ba. (0 + 7) : 3, Sp. 9 : 57. 

Fig. 141 a — e. Ein Zweig der Zwergform mit fünf Blättern, deren Länge 
von 38 bis 4 Mm. abnimmt. Fig. a (das oberste hat als 47 A dieselbe Anomalie, 
wie als 47 C, nur in B3 negativ, — 9. — Die Blätter sind sämmtlich unsym- 
metrisch und ziemlich ungleich gestaltet, C- und A-Forraen zwischen 47 und 
75 Breite, das oberste längste ist das schmälste, das unterste kleinste das 
breiteste. 

Fig. 142 a — c. Ein ähnlicher Zweig mit drei Blättern und ähnlichen 
Verhältnissen, so wie das Blatt Fig. 143. 

Fig. 144. Eine Flügelfrucht von ausgesprochenem obovalem Typus. 

Fig. 145. Ein dreilappiges, unsymmetrisches Blatt. Linker Lappen 
(29 + 0) : 110 und (23 + 0) : 100 ; Mittellapen (10 + 11) : 110 : rechter Lappen 
+ 39) : 110, (0 + 28) : 95. - Bi 30 + 26, B2 44 + 40, B3 32 + 37. 



L 



182 



A. Pokorny. 





Fig. 


P. 


L. 


Bo 


Bx 


B. 


B3 


B4 




100. Ulmus effusa Willd 




146 


3 


84 


_ 


41 


59 


50 


_ 




DA4 = 70 A (- 12 . 


-■-2) 




4 


100 


— 


49 


70 


59 


— 




Celtideae. 






















101. Celtis australis L. 




154 


12 


97 





39 


39 


17 


— 




EC2 = 40 C (+ 5 . 


-.-3) 




12 


100 


— 


40 


40 


17 


— 




105. 




155 


7 


79 


5 


37 


36 


10 


— 




EC3 == 47 C (+ 6 . — 


1 . - 10) 




9 


100 


6 


47 


46 


13 


— 




Moreae. 






















103. Morus alba L. 




147 


11 


84 


28 


68 


65 


40 


— 




EC5 = 81 C (+ 11 . - 


-4. + 8) 




13 


100 


33 


81 


77 


48 


— 




104. 




148 


12 


54 


19 


89 


41 


36 


5 




CA4 = 76 A (+ 6 . 


-■ + 1) 




22 


100 


35 


72 


76 


67 


9 




105. 




149 


26 


81 


24 


59 


56 


33 


— 




EC4 = 73 C (+ 10 . - 


-4. + 5) 




32 


100 


30 


73 


69 


41 


— 




106. Morus nigra L. 




150 


22 


104 


35 


84 


78 


56 


— 




EC5 = 81C(+11.- 


6 . + 14) 




21 


100 


83 


81 


75 


54 


— 




107. 




151 


28 


80 


30 


69 


74 


39 


— 




C5 = 92C(+6. 


-. + 3) 




35 


100 


37 


86 


92 


49 


— 





Fi^. 146. Bi 28 + 5 + 8, B^ 32 + 6 + 21, B3 27 + 5 + 18, 
wodurch die Unsyiumetrie und die Krümmung des PN. nach links gegeben 
ist. Ba. (14 + 0) : 4 und (21 + 9 + 1) : 14; Sp. (5 + 0) : 77. 

Fig. 154, 155. Deltoidisch - eiförmige Blätter; doch könnte Fig. 155 
auch als 47 E ( — . + 15 + 2) bezeichnet werden. Unsymmetrie und Krümmung 
des PN.: Fig. 154. Bj 20 + 3+16, B., 19 + 5 + 15, B3 9 + 6 + 2, 
Ba. (14 + 2 + 11): 10, Sp. (2 + 4 + 2): 81; Gr. Br. (21 + 4 + 17) : 33. 
— Fig. 155. B„ + 5, Bi 14 + 4 + 19, B^ 14 + 4 + 18, B3 2 + 3 + 5. 
Ua. (1 + 1 + 13):3 (10 + 3 + 17) : 10; Gr. Br. (15 + 4 + 21) : 25. 

Fig. 14:7. Ist nach den isometrischen Werthen EC5, nach den Anomalien 
besser AC5. Die Ausbuchtung der Ba. ist durch P 8 + 3 oder L 3 + 81 gegeben. 

Fig. 14S. P 10 + 2, L 2 + 52, Bo 9 : 2 + 10, Sp. 15 : 51. 

Fig'. 149. Hier, so wie in Fig. 151, 153, 156 und 157 ist die durch 
gerade Linien von Lappen zu Lappen umschriebene Blattform ohne Rücksicht 
auf die Lappen selbst, charakterisirt. 

Fig. 150. Ein stark unsymmetrisches Blatt, das wie Fig. 147 nach den 
Anomalien besser als AC5 bezeichnet werden könnte. Genauer ist P 16 + 6, 
L 6 + 98, Bo (15 : 3) + 20, Bi 34 + 3 + 48, B, 30 + 5 + 43, ßs 21 + 41 + 31. 

FiüT. 151. Genauer P 20 + 8, L 8 + 72, B„ (10 : 2) + 20, Bj 30 + 1 
+ oS, B., 30 + 3 + 41, B3 15 + 2 + 22 



BlättermaBRe öRtenoichisolier Ilolzpflanzen . 



183 



Fig. 


P. 


L. 


B„ 


B, 


B. 


Bb 


B4 


152 


11 


67 


16 


43 


44 


16 


_ 




16 


100 


24 


64 


66 


24 


— 


153 


9 


70 


25 


56 


64 


41 


— 




13 


100 


36 


80 


91 


59 


— 


156 


23 


105 


43 


88 


108 


61 


— 




23 


100 


40 


85 


104 


58 


— 


157 


26 


103 


67 


100 


111 


99 


8 




25 


100 


65 


98 


108 


96 


8 



108. Monis rubra L. 

C4 = 66C(4-7,-?-0) 
109. 

C, = 91 C (+ 1 . - + 14) 
110. Ficus Carica L. 

C,, = 104C(-5.- . + G) 
111. 

A,=.108A(+4.-. + 2) 



Fi^. 152. P 10 + 1, L 1 + 66, Sp. 6 : 55 

Fig. 153. P 1 + 8, L 7 + 63, Bo (10:6) + 15, B, 25 + 31, 
B2 32 + 32, B3 26 + 15, Sp. 4 : 63. 

Fig. 156, 157. Querbreite Blätter, ersteres vom C-, letzteres vom A- 

Typus. Unsymmetrie und Krümmung nicht bedeutend. Ba. charakterisirt bei 

Fig. 156 durch P 15 + 8, L 8 + 97, Bo 25 + (18:3); bei Fig. 157 durch 

Bfl eigentlich 0, Ba. (38 -f~ 29) : 5. Die Richtung der fünf Lappen wird durch 

die Endpunkte der fünf Basalnerven und den gemeinschaftlichen Ursprung 

derselben gegeben. Von links unten angefangen haben in Fig. 156 die fünf 

I Basalnerven folgende Lage der Endpunkte : 31 : 4, 57 : 54, : 105, 50 : 61, 23 : 7, 

<. der Ursprung aller ist 0:8; in Fig. 157 hingegen 51 : 21, 60 : 87, : 103, 44 : 79, 

'51:30, der Ursprung 0:0. Die weiteren phylloraetrischen Abmessungen dieser 

^ eigenthümlichen Blattformen können nicht näher hier erörtert werden. 



Unter den hier beschriebenen 111 Blättern ist eine grosse Mannigfaltig- 
keit in Grösse und Form zu finden. Die empirische Länge schwankt zwischen 
4 und 178 Mm. (Fig. 141 e Ulmns campestris und Fig. 115 Quercus conferta). 
Auf gleiche Grösse reducirt, differiren die Blätter zunächst durch ihre verschiedene 
grösste Breite und erst in zweiter Linie durch ihre verschiedene Form. Es ist 
hiebei die grösste Breite in den fünf Normalbreiten Bq, B,, B2, B3, und B4 
verstanden, da diese als gleichwerthige, aliquote Theile der Figur, allein eine 
: strenge Vergleichung und Zurückführung auf eine geometrische Form gestatten. 
Dies gilt namentlich für die Breiten B,, Bo und B3. Nur bei den dreieckigen 
und den verkehrt-dreieckigen Blättern (G- und H-Forra) liegt die grösste Breite 
in Bo und B4. Sonst sind Breiten über Null in Bg und B4 nur als Anomalien 
zu betrachten, die die eigentliche Hauptform nicht stören, sondern nur die ab- 
gestumpfte Basis oder Spitze mehr oder weniger abändern. So hat es in der 
Regel auch wenig Bedeutung für die Hauptform, wenn die grösste Breite des 
Blattes überhaupt nicht genau in B,, B2 und B3 liegt, weil sodann diese die 



184 A. Pokorny 

Breitenverhältnisse dennoch, wenn auch etwas abgeschwächt, wiedergeben uudi 
die grösste wirkliche Blattbreite in der Regel die grösste Breite in Bj, B^, B3 
nur unbedeutend übertrifft. Will man daher Blätter nach Formverhältnissen 
übersichtlich zusammenstellen, so empfiehlt es sich, dieselben zuerst nach iso- 
metrischen Breiten und bei gleicher isometrischer Breite nach den Blattformeu 
zu gruppiren. Nach diesen Grundsätzen reihen sich die beschriebenen 111 
Blätter in folgender Weise aneinander. 

XJebersicht der beschriebenen Blätter nach isometrischen 
Breiten und Blattformen. 

Isom. Br. 

32. Blattform G Castanea vesca (Fig. 129), F Myrica Gale (Fig. 58). 
34. F Myrica Gale (Fig. 56, 57). 
87. EG Castanea vesca (Fig. 130). 

39. EG Quercus Hex (Fig. 122). 

40. G Quercus ilex (Fig. 123), EG Celtis australis (Fig. 154). 
43. EA Quercus coccifera (Fig. 126). 
45. A Quercus Cerris (Fig. 111). 
47. G Ulmus campestris (Fig. 141a), EG Celtis australis (Fig. 155). 

50. GA Carpinus Betulus (Fig. 97), Quercus Pseudosuber (Fig. 112), 
G Ostrya carpinifolia (Fig. 86). 

51. DA Ulmus campestris (Fig. 138), D Quercus Cerris (Fig. 110). 

52. GA Quercus Suber (Fig. 117). 

53. GA Quercus Pseudosuber (Fig. 113), F Quercus pedunculata{Fig.l04:). 

54. GA Carpinus duinensis (Fig. 90), DA Quercus coccifera (Fig. 128). 

55. A Quercus ilex (Fig. 121), GA Carpinus duinensis (Fig. 89). 

56. DA Quercus coccifera (Fig. 127). 

57. GA Carpinus Betulus (Fig. 96), G Ostrya carpinifolia (Fig. 8; 
Ulmus campestris (Fig. 141c). 

58. GA Quercus Suber (Fig. 116). 

59. FD Quercus sessiliflora (Fig. 103). 

61. GA Quercus ilex (Fig. 120), Fagus sylvatica (Fig. 135), Ulmus 
campestris (Fig. 141b), DA. Quercus pubescens (Fig. 109). — G Corylus Co- 
lurna (Fig. 100); F Quercus pedunculata (Fig. 106). 

62. DA Carpinus Betulus (Fig. 95), G Quercus sessiliflora (Fig. 102). 

63. A Quercus sessiliflora (Fig. 103 a), CA Quercus ilex (Fig. 119). 
G Ulmus campestris (Fig. 142 a), EG Carpinus Betuhis (Fig. 91a). — D Ulmus 
effusa (Fig. 145), FD Quercus conferta (Fig. 115). 

64. GA Ostrya carpinifolia (Fig. 87), Quercus Pseudosuber (Fig. 114), 
Quercus coccifera (Fig. 125). — G Quercus Suber (Fig. 118). — E Betüla 
verrucosa (Fig. 61). 

65. DA Quercus coccifera (Fig. 124). — EG Carpinus Betulus (Fig. 91b). 

66. G Morus rubra (Fig. 152). 

67. GA Fagus sylvatica (Fig. 134). — G Ulmus campestris (Fig. 141 d). 



Blättermasso osterveichiscber Holzpflanzen. ] o!) 

Isom. Br. 

68. CA Fagus sylvatica (Fig. 132), DA Alnus incana (Fig. 82). — 
D Quercus pedunculata (Fig. 105). 

69. CA Ca/rpinus Betulus (Fig. 93). 

70. CA Carpinus Betulus (Fig. 92), DA Ulmus effusa (Fig. 146). — 
E Flügelfrucht von Carpinus Betulus (Fig. 94). 

71. DA Quercus pubescens (Fig. 107), FD Ulmus campestris (Fig. 139). 

72. DB Ulmus campestris (Fig. 140). 

73. DA Alnus pubescens (Fig. 83). — EC Morus alba (Fig. 149). 

74. C Fagus sylvatica v. undulata (Fig. 136). 

75. A Ulmus campestris (Fig. 141 e), CA Corylus tubulosa (Fig. 99), 
DA Quercus pubescens (Fig. 108). — C. Ulmus camioestris (Fig. 142 b). 

76. CA Alnus rugosa (Fig. 80), Ulmus campestris (Fig. 143), Morus 
alba (Fig. 148). 

77. DA Betula humilis (Fig. 68). — EC Betula alba (Fig. 74). - 
E Betula oycoviensis (Fig. 59). 

78. DA Alnus incana (Fig. 81). — Alnus pubescens (Fig. 84). 

79. DA Fagus sylvatica (131). — C Betula carpatica (Fig. 65), D Flügel- 
fnicht von Ulmus campestris (Fig. 144). 

80. CA Alnus rugosa (Fig. 79). — C Betula pubescens (Fig. 67), 
EC Morus nigra (Fig. 150), Morus alba (Fig. 147). — D Betula humilis (Fig. 70), 
Alnus glutinosa (Fig. 85). 

82. A Alnus rugosa (Fig. 78), Corylus Avellana (Fig. 98), CA Alnus 
viridis (Fig. 77). 

83. CA Ulmus campestris (Fig. 142 c). 

85. EC Betula pubescens (Fig. 66). 

86. C Alnus viridis (Fig. 76). 
89. DA Betula humilis (Fig. 69). 

91. CA Fagus sylvatica v. undulata (Fig. 137). — C Corylus Colurna 
(Fig. 101), Morus rubra (Fig. 153). 

92. C Betula intermedia (Fig. 63), Morus nigra (Fig. 151). 

93. E Betula alba (Fig. 75). 

96. C Betula laciniata (Fig. 62), Betula intermedia (Fig. 64). 

100. EC Betula oycoviensis (Fig. 60). 

104. C Ficus Carica (Fig. 156). 

108. A Ficus Carica (Fig. 157). 

120. DA Betula nana (Fig. 72), D Betula nana (Fig. 71). 

122. DA Betula nana (Fig. 73). 

193. DA Cotyledon von Fagus sylvatica (Fig. 133 b). 

207. DA Ebenso (Fig. 133a). 

Z. B. Oea P.. XXVI. Abb. 24 



136 A. Pokorny. BlätterniassR östeireichischer Holzpflanzen 

Eine summarische üebersicht der Häufigkeit der Blattformen A, B, etc. 
und der isometrischen Breiten gibt folgende kleine Tabelle : 
B 



om. Breiten 


A 


30-40 


— 


41-50 


4 


51-60 


10 


61—70 


17 


71-80 


13 


81-90 


5 


91—100 


1 


über 100 


5 



C 


D 


E 


P 


Z 


isammeu 


5 
3 
2 


— 


— 


3 




8 

7 

15 


2 


__ 


1 




8 


3 


2 


1 




31 


5 


4 


1 


— 




24 


5 


— 


— 


— 




10 


7 


— 


1 


— 




9 


1 


1 


— 


— 




7 



55 1 36 10 4 5 111 

Es sind demnach bei den beschriebenen Blättern der Apetalen isometrische 
Blattbreiten von 50—80, sowie elliptische und eiförmige Blattformen weitaus 
überwiegend. Schmale Blätter unter 30 kommen gar nicht vor, querbreite 
(über 100) sind selten. Die überhaupt seltene echt rhombische Blattform wurde 
nur in einem Falle beobachtet (bei Ulmus campestris Fig. 140); dreieckige und 
verkehrt- dreieckige Blattformen fehlen dieser Abtheilung des Pflanzenreiches 
gänzlich. Hingegen kommen Anomalien an der Basis oder Spitze der Blätter 
ziemlich häufig vor; 64 Blätter sind an der Basis abgestumpft, 24 an der Basis 
und Spitze, 4 nur an der Spitze. 

So unvollständig die bisherigen Untersuchungen sind, so ergeben sich 
dennoch hieraus bereits zwei bemerkenswerthe Tliatsachen: 

Erstens. Die Blattform (sowie wohl überhaupt jede organische Plächen- 
form) stimmt in den seltensten Fällen mit geometrisch definirbaren, einfachen 
Formen überein. Sie zeigt mehr oder weniger Abweichungen (Anomalien) und 
schwankt öfter zwischen zwei oder mehreren geometrischen Formen, wodurch 
sich die Unsicherheit in der Anwendung der gewöhnlichen Ausdrücke zur Be- 
zeichnung der Blätterform genügend erklärt. Nur durch directe Messungen an 
bestimmten aliquoten Stellen der Blattfläche sind vergleichbare Werthe festzu- 
stellen, welche die geometrische Form, der das gegebene Blatt am nächsten steht, 
mit Sicherheit e]kennen lassen. 

Zweitens. Die Blätter desselben Sprosses, derselben Pflanze, noch mehr 
die Blätter derselben Art, sind ungleichwerthig und daher bisweilen sehr ver- 
schieden gestaltig. Vergleicht man jedoch Blätter gleichen Ranges und gleicher 
Entwicklung, so ist eine gewisse Formähnlichkeit und eine merkwürdige Ueberein- 
stimmung in den Breitenverhältnissen unverkennbar. Dadurch ergibt sich die 
Verwerthung phyllometrischer Merkmale zur schärferen Charakteristik der Species, 
welche jedoch erst weiteren Studien überlassen bleiben muss. 



Zur Biologie imd Charakteristik der Psylloden nebst 
Beschreibung zweier neuer Species der Gattung Psylla. 

Vou 

Dr. I*^ r a n z L ö av. 

Mit Tafel 1 und II. 



(Vorgelegt in der Versammlung am 1. März 1876.) 

Unter den Eigenthümlichkeiten, welche die Psylloden vor anderen Rhyn- 
clioten auszeichnen, ist die grosse Variabilität, der die meisten Species hin- 
sichtlich ihrer Färbung unterworfen sind, sehr beachtenswerth. Sie ist nicht 
bloss die Folge einer diesen Insekten schon innewohnenden Neigung hiezu, 
sondern steht auch mit dem Alter der Individuen, der Nahrungspflanze, dem 
Klima und vorzüglich mit der Jahreszeit im Zusammenhange. Ganz besonderen 
Einfluss nimmt aber der Winter auf die Farbe der überwinternden Individuen. 
Hiedurch geschieht es, dass eine und dieselbe Species im Laufe des Jahres und 
an verschiedenen Orten in verschiedenen Färbungen auftritt, was bei dem blossen 
Einfangen dieser Insekten durch Streifen oder Abklopfen, wobei die wahre Zu- 
sammengehörigkeit der gefangenen Individuen unbekannt oder mindestens un- 
gewiss bleibt, leicht Anlass gibt, die verschiedenen Farbenvarietäten als eben 
so viele Arten anzusehen. Dass Letzteres wirklich nicht selten geschehen ist, 
beweisen die vielen schon jetzt ermittelten Synonyma, welche, mit wenigen 
Ausnahmen, nur der Sortirung der gefangenen Individuen nach der Färbung 
ihre Entstehung verdanken. Es ist sonach der Fang der Psylloden durch 
Streifen und Abklopfen nicht der richtige Weg zur Erweiterung der Keuntniss 
dieser Familie. Um diese zu erreichen, muss zu dem Studium ihrer Biologie 
gegriffen werden, durch welche es allein möglich wird, den Umfang einer jeden 
Species genau kennen zu lernen und die Synonymie sicher zu stellen. 

Von dieser Ueberzeugung durchdrungen, habe ich mich seit mehreren 
Jahren der Mühe unterzogen, diese Insekten nicht nur aus Jungen aufzuziehen, 
sondern sie auch gleichzeitig im Freien in allen ihren Entwicklungsstadien zu 
beobachten. Von den hiebei gewonnenen Resultaten möge Folgendes zur Be- 
stätigung des vorher Gesagten dienen. 

Wenn man in einer Gegend, wo Psylloden vorkommen, im Frühlinge die 
Gesträuche, Bäume und andere Gewächse aufmerksam absucht, so findet man 
darauf, je nach der Witterung früher oder später und mehr oder minder häufig, 
schon Imagines derselben, welche im Vergleiche zu den im Sommer daselbst 

24* 



188 Franz Low. 

auftretenden eine viel dunklere Färbung haben. Es sind diess die überwinterton 
Individuen, die aus ihren Schlupfwinkeln hervorgekommen und auf der Suche 
nach derjenigen Pflanze sind, welche ihrer Brut als Nahrung dient. Hiebei ge- 
langen sie selbstverständlich auf allerlei Gewächse, bis es ihnen gelingt, das 
Gesuchte zu finden, und hierin liegt auch zum Theile die Ursache, warum bei 
den verschiedenen Autoren die Angabe über die Nahrungspflanzen der Psylloden 
oft so weit auseinander gehen. Auf den betreffenden Futterpflanzen finden sich 
dann beide Geschlechter zusammen, um sich zu begatten, worauf die Weibchen 
ihre Eier an den Trieben und Blättern absetzen. 

Aus diesen Eiern geht eine Generation hervor, deren Imagines von den 
vorerwähnten, überwinterten Stammhaltern in der Färbung mehr oder weniger 
auffällig, oft aber so bedeutend abweichen, dass derjenige, welcher ihre Zusam- 
mengehörigkeit nicht kennt, wie diess eben beim blossen Einfangen dieser In- 
sekten sehr leicht möglich ist, verleitet wird, sie um so mehr für verschiedene 
Species zu halten, als auch ihre Grösse stets hinter derjenigen der überwinterten 
Individuen zurückbleibt. Aber nicht bloss zwischen den Individuen der Sommer- 
generation und den überwinterten herrscht ein solcher Unterschied, auch die 
aus einer und derselben Brut sich entwickelnden Imagines stimmen hinsichtlich 
ihrer Farbe nicht immer mit einander überein, sondern zeigen hierin nicht selten 
eine ziemlich grosse Variabilität. Nicht minder gross sind ferner noch die Farben- 
verschiedenheiten, welche durch die Nahrungspflanze selbst und deren Standort, 
noch mehr aber durch das Alter der Imagines und den davon abhängigen Grad 
ihrer Ausfärbung bedingt werden. Die gleich nach der letzten Häutung stets 
ganz bleich erscheinende Imago färbt sich nämlich nur sehr langsam aus und 
braucht hiezu gewöhnlich drei, manchmal aber auch noch mehr Tage. Da nun 
die Entwicklung keine gleichzeitige ist, weil ja auch die Eier von den Weibchen 
nicht auf einmal und an demselben Tage abgesetzt werden, so findet man sowohl 
unter den gezogenen, wie auch unter den im Freien sich auf ihren Wirthpflanzen 
entwickelnden Imagines meist alle Grade der Ausfärbung vertreten. 

Rechnet man nun noch hinzu, dass die meisten Individuen auch nach dem 
Tode noch eine Veränderung in der Färbung erleiden, so ist es selbstverständlich, 
dass die Farbe zur Erkennung der Species kein hinreichendes Merkmal abgibt 
und desshalb hiezu nur von untergeordnetem Werthe ist. Um Psylloden-Species 
sicher von einander unterscheiden zu können, bedarf es daher ausser der Kennt- 
niss ihrer frühereu Entwicklungszustände hauptsächlich der sorgfältigsten Ver- 
gleichung aller ihrer plastischen Merkmale. 

Dr. Flor hat das Verdienst hierauf zuerst aufmerksam gemacht und pla- 
stische Merkmale zur Unterscheidung der Arten zuerst angewendet zu haben. 
Seine bezüglichen Arbeiten '"■-), in denen er zusammen 68 Species in der aus- 
fuhrlichsten Weise nach plastischen Merkmalen beschreibt, bilden somit die 

') Flor. Die Khyuchoten Livlands. Dorpat 1861, T. II, p. 438— 546. (Aus dem Archiv f. rt. 
Naturk. Liv-, Est- und Kurlands 2. Ser. Biologische Natnrk. IV. Bd., 1861. Dorpat.) 

^) Flor. Zur Kenntniss der Rhynchoten. (Bullet. Soc. Irap. Naturalist. Moscou, 1561, T. 84, 
p. 331-422.) 



Znr Biologie iinri Charakteristili lier Psylloden. iöu 

Basis für das Studium der Psylloden. Nach ihm ist nur Dr. Puton'') zu nennen, 
welcher bei Beschreibung der von ihm neu aufgestellten Species in gleicher 
Weise vorgegangen ist. Da Förster auf die Färbung der Psylloden so grossen 
specifischen Werth gelegt und dem zufolge die in seiner „Uebersicht der Gat- 
tungen und Arten in der Familie der Psylloden"^) beschriebenen Species fast 
nur durch Farbenunterschiede charakterisirt hat, so wurden von ihm, wie es sich 
immer mehr herausstellt, viele Varietäten als selbstständige Arten beschrieben. 
Es hat schon Dr. Flor richtig erkannt, dass unter den Körpertheilen, 
welche sich zur Unterscheidung der Species eignen, die äusseren Genitalien die 
vorzüglichsten sind, denn die Grössenverhältnisse und Formen ihrer einzelnen 
Theile bilden in der Eegel die sichersten Merkmale für die Charakteristik der 
Arten. Dies gilt namentlich von den männlichen, deren Abbildung daher von 
Keinem, welcher eine neue Species beschreibt, verabsäumt werden sollte.^) 

Da dieser Gegenstand bisher noch wenig Beachtung fand, so halte ich 
es für um so zweckmässiger, ihn hier näher zu besprechen, als meine Beobach- 
tungen mit den von Dr. Flor') darüber gemachten Angaben nicht in allen 
Punkten im Einklänge stehen. 

Hinter den sechs ringförmigen Segmenten s (Taf. I, Fig. 1) des Abdomen 
der Psylloden befinden sich noch zwei deutlich getrennte Segmente, welche je 
nach dem Geschlechte eigenthümlich geformt sind und den äusserlich sicht- 
baren Theil des Genitalapparates bilden. Diese beiden Segmente, von denen 
Dr. Flor das eine die obere, das andere die untere Genitalplatte nennt,^) sind 

' beim Weibchen ähnlich den beiden Theilen eines Vogelschnabels gebildet, d. h. 

! nach hinten in eine mehr oder minder lange, rinnenartige Spitze ausgezogen 
und umschliessen wie zwei Klappen v w die Legescheide x, von welcher nur 
die Spitze zwischen ihnen sichtbar ist (Taf. I, Fig. 3, 9, 12, 22 und Taf. II, 

'Fig. 31, 35, 40). Beim Männchen hingegen weichen sie in der Form mehr von 

' einander ab. Das an die ringförmigen Segmente zunächst anschliessende und 
sonach der unteren Genitalplatte des Weibchens entsprechende Segment t (Taf. I, 

^Fig. 1 und 4) hat eine trogförmige Gestalt, ähnlich der halben Schale einer 

[Haselnuss, und seine Höhlung ist nach oben gerichtet. Es wird von Dr. Flor 
mit dem Namen „Genitalsegment" bezeichnet s) und trägt hinten an seinem 

^oberen Rande die sogenannte Zange s (Taf. I, Fig. 1), welche je nach der 

ä) Putou. Ami. Suc. Eilt. Fr. ser. 5, T. I, 1871, p. 435-438; — T. IIJ, 1873, p. 21—22. 

*) Förster. Verh. d. naturh. Vereiues d. preuss. Eheinlande, 1848. V. Bd., p. 65—98. 

'} Meines Wissens existiren von diesen Körpertheilen nur die wenigen in Degeer's Ab- 

ijaudl. z. Gesch. d. Ins. 178(1, T. III enthaltenen Abbildungen, welche mit ziemlicher Nattirtreue 

angefertigt sind und auf Tab. 9, Fig. 10-12 die männlichen, Fig. i3-16 die weiblichen Genitalien 

von Psylla pyri L. und auf Tab. 10, Fig. 5-6 die männlichen von Trioza urticae L. darstellen und 

f in Curtis' Brit. Entom. Vol. XII, Tab. bGb eine gänzlich uurichtige Abbildung der männlichen 

Genitalien von Psylla fraxini L. 

^) Ich behalte für alle Theile der äusseren Genitalien die ihnen von Dr. Flor gegebeneu 
^'Benennungen bei, weil einerseits eine Aenderuug hierin leicht Confusionen hervorruft und ander- 
seits es erst noch gründlicher, morphologischer Studien bedarf, um die wahre Bedeutung dieser 
Organe zu erkennen und sie darnach neu benennen zu können. 



1"(} Franz Low. 

Species verscLiedeu geformt und zuweileu mit seitlichen Portsätzen versehen ist 
(Taf. I, Fig. 5, 8, 16, 21 und Taf. 11, Fig. 30, 34, 39, 43, 44). Diese Zange 
steht meist aufrecht, doch kann sie bei vielen Arten nach vorn in den Hohlraum 
des trogförmigen Segmentes umgelegt werden. Dieses Letztere umschliesst mit 
seiner Basis die Basis eines der oberen Genitalplatte des Weibchens entsprechenden 
zweiten Segmentes f, welches sich nach oben in Form einer in eine konische, 
stumpfe Spitze endigenden und vertikal emporragenden Einne g (Taf. I, Fig. 7 
und Taf. II, Fig. 29 und 33) verlängert. Dieser Theil, den Dr. Flor männliche 
Genitalplatte nennt,^) hat bei mancher Species, ebenso wie die Zange, an seinen 
Seitenrändern lappige Erweiterungen, wie z. B. bei Trioza Wälkeri Frst. (Taf. I, 
Fig. 15), Tr. rhamni Scbrk. (Taf. I, Fig. 17) und Pstjlla fraxinicola Frst. (Taf. II, 
Fig. 41 und 42), oder längere Fortsätze, wie bei allen Arten der Gattung Apha- 
lara (Taf. II, Fig. 36, 37 und 38). 

Zwischen der eben genannten Genitalplatte, und der Zange ragt aus dem 
Grunde des trogförmigen Segmentes noch ein sehr dünnes, langes, chitinöses 
Organ p (Taf. I, Fig. 13 und Taf. II, Fig. 28 und 32) heraus, welches in der 
Mitte gekniet und am Ende kopfig oder lappig erweitert ist. Gewöhnlich ist 
dieses Organ eingeknickt (Taf. I, Fig. Ip) und dann sieht man es nur mit seinem 
Gelenke über den Eand des trogförmigen Segmentes herausragen. In diesem 
Zustande hat es einige Aehnlichkeit mit einer sehr kleinen geschlossenen Zange, 
als welche es in der That auch von Dr. Flor angesehen wurde, wie aus seinen 
über die männlichen Genitalien p. 444 1) gemachten Angaben hervorgeht, worin 
er von zwei Paaren beweglicher, zangenförmig gegen einander gestellter Stiele 
spricht, von denen er aber in seinen Artbeschreibungen nur das „hintere, äussere 
Paar" (also die eigentliche Zange) berücksichtigt, da, wie er sagt: ,,die zwischen 
oder bisweilen vor diesem stehende, innere Zange sehr fein und klein und in der 
Regel nur sehr schwer zu erkennen ist". Das in Rede stehende Organ ist der 
Penis,'') denn es dringt bei der Begattung, wie ich diess oftmals zu beobachten 
Gelegenheit hatte, ganz allein in die weibliche Scheide ein, während die Zange 
die Spitze der oberen, weiblichen Genitalplatte umklammert, die sonst senkrecht 
aufgerichtete Genitalplatte des Männchens aber sich dabei einfach auf den Rücken 
des Abdomen umlegt und, wie es scheint, in keiner Beziehung zu dem Begat- 
tuugsacte steht. 

Weil ich eben von den letzten Abdominalsegmenten spreche, so will ich 
nicht verabsäumen, einen Gegenstand zu berühren, welcher bisher noch keine 

") Als solchen haben ihn schon Degeer^nd ßatzehurg erkannt. In Goeze's Uebei- 
setzung von Dogeer's Abh. z. Gesch. d. Ins. 1780 T. III, p. 95, pl. IX heisst es von diesem Or- 
gane: „Es besteht aus zween Theilen, Fig. 11, m n, die durch ein Gelenke, oder eine Art von 
Knie, Fig. 12, g, zusamraengegliedert sind; vermittelst desselben kann sichs zusammenschlagen 
und das ist auHser Action seine gewöhnliche Lage. Die erste Hälfte desselben, Fig. 11, n-, ist 
braun, die andere aber, 7«, durchsichtig, mit einem ovalen Eudküpfchcn, Fig. II, t. Unstreitig ist 
der langlichtovalo Theil das männliche Geschlechtsglied". 

Und Ratzeburg (Forstins. 1S41 T. III, p. 1.^7, Anm.) Bii?t: „Beim Männchen sind auf der 
Oberseite (i. e. Oberseite des Abdomen) aufrechte Anhänge rwi^chen deren hinterstem Paar der 
feine Penis zum Vorschein kommt". 



Zur Riologie und Chiiralctoristik dpr Psylloden. 191 

Erwähnung fand. Es ist diess der After und seine Lage bei beiden Geschlecli- 
tern. Selbst Dufour, welcher in seinen Recherches anatoniiques et physio- 
logiques sur les Hemipteres, Paris 1833, den Speise- und Darmcanal der 
Psylloden bespricht, sagt nichts über jene Körperstelle, wo das Ende des Darmes 
ausmündet. Dass er den After gesehen, ihn jedoch nicht als solchen erkannt 
hat, ist aus seiner (1. c. p. 228) über das Abdomen von Psylla (Homotoma) 
ficus L. gemachten Angabe zu entnehmen, welche lautet: „L'abdomen de la 
femelle se termine en un cone pointu, comprime, ä la face dorsale duquel on 
aper^oit pres de sa base un espace ovale, legerement creuse, dont le fond est 
ferme par une membrane blanche, une sorte de diaphragme oü la loupe decouvre 
fä et lä quelques vestiges d'une bourre cotonneuse". Diese ovale Vertiefung, 
besser gesagt Oeffnung, ist thatsächlich der After des Weibchens. Er liegt an 
der Oberseite des Abdomen und zwar an der Basis der oberen Genitalplatte 
(Taf. I, Fig. 3, a). 

Auch bei dem Männchen ist die obere Genitalplatte der Sitz des Afters. 
Jedoch befindet er sich hier nicht an der Basis derselben, sondern an ihrer 
Spitze a, indem sie ihrer ganzen Länge nach von dem Ende des Darmcanales 
durchbohrt wird (Taf. I, Fig. 1 und 7). Da das Männchen in der Regel die 
Fähigkeit besitzt, sein Abdomen so stark abwärts zu krümmen, dass die Spitze 
der sonst aufrechten Genitalplatte die Unterlage des Thieres berührt, so kann 
es sich auch der aus dem Affer in Form von Tropfen hervorkommenden Excre- 
mente leichter entledigen als das Weibchen, bei welchem die letzteren oft sehr 
lange an der Aftermündung haften bleiben, bis es dieselben durch Ausbreiten 
der Flügel oder durch eine andere Bewegung abstreift. Die weissen Flocken, 
welche den After der Psylloden meist bedecken und dadurch leicht kenntlich 
machen, rühren von der Beschaffenheit der Excremente her, die zwar als glas- 
helle Tröpfchen zum Vorschein kommen, sich aber an der Luft sogleich mit 
einem Wachshäutchen überziehen, welches ihr Zerfliessen hindert und ihnen die 
Eigenschaft verleiht, wie Quecksilberkügelchen fortzurollen, ohne kleben zu bleiben. 
Da diese inkrustirten Tröpfchen bei ihrem Wegfallen immer einige Wachstheil- 
chen am Rande des Afters zurücklassen, so entstehen an demselben nach und 
nach grössere Anhäufungen von weissen Flocken, was bei dem Weibchen in 
Folge längeren Anhaftens der Excremente an dem After in grösserem Maasse 
der Fall ist, als bei dem Männchen. 

Was die übrigen plastischen Merkmale der Psylloden betrifft, so ist ausser 
den Grössenverhältnissen und Formen des Prothorax, des Scheitels, der Stirn- 
kegel, der Fühler und Fühlerglieder auch noch das Flügelgeäder zu erwähnen. 
Obgleich dieses bei den Arten dieser Insektenfamilie keine grosse Abwechslung 
bietet, so lassen sich doch aus demselben oft ganz brauchbare Charaktere heraus- 
finden. Um jedoch über den Flügeladerverlauf einer Species richtige Angaben 
machen zu können, genügt die Untersuchung einzelner Individuen nicht, sondern 
es ist hiezu eine grössere Anzahl erforderlich, weil fast bei jeder Species kleine 
Schwankungen im Flügelgeäder vorkommen, abgesehen von grösseren Abwei- 
chungen im Geädertypus, welche durch eine anomale Verzweigung der Adern 



19i? Franz Low. 

hervorgerufen werden, worüber schon G. v. Frauenfeld (Verh. d. zool.-bot. Ges. 
Wien 1867, p. 801—804) eine durch Abbildungen erläuterte Mittheilung machte. 

Ich habe in den V^erh. d. zool.-bot. Ges. von; Jahre 1862, p. 105—107 
Bemerkungen über das Flügelgeäder der Psylloden publicirt, worin im Allge- 
meinen von dem Aderverlaufe und dessen Nomenclatur bei den verschiedenen 
Gattungen die Eede ist. Seither bin ich jedoch zu der Ueberzeugung gelangt, 
dass es bei der Einförmigkeit des in Eede stehenden Flügelgeäders mit der 
Benennung der Adern nicht abgethan ist, sondern dass, da vorwiegend einzelne 
Partien gewisser Adern bei der Artenunterscheidung in Betracht kommen, diese 
mit besonderen Namen bezeichnet werden müssen. Solche Theile des Geäders 
sind: die einzelnen Abschnitte der Randader (Costa) und Unterrandader (Sub- 
costa oder Humeralader) und das Stück des Cubitus von seinem Ursprung bis 
zu seiner Gabelungsstelle. 

Um nun alle diese Theile kurz und passend zu bezeichnen, ist es am 
zweckmässigsten, sie nach den Zellen zu benennen, deren Grenzen sie bilden. 
Dem entsprechend hiesse dann der Randaderabschnitt a b (Taf. I, Fig. 2) Rand 
der vorderen Basalzelle oder vorderes Basalstück der Costa (pars basalis costae 
anterior), h c Rand der Radialzelle oder Radialstück der Costa (pars radialis co- 
stae), c d Rand der Discoidalzelle oder Discoidalstück der Costa (pars discoidalis 
costae), ä) d e Rand der zweiten Randzelle (margo cellulae margiualis secundae), 
ef Rand der Cubitalzelle oder Cubitalstück der Costa (pars cubitalis costae), 
fg Rand der ersten Randzelle (margo cellulae marginalis primae), g h Rand der 
hinteren Basalzelle (margo cellulae basalis posterior) und h a Rand des Clavus 
(pars clavalis costae). 

In gleicher Weise könnten auch die Abschnitte der Subcosta benannt 
werden, nämlich: der von der Flügelwurzel bis zur Ursprungsstelle des Cubitus 
reichende Theil a i derselben Basalstück der Subcosta (pars basalis subcostae), 
das hierauf folgende, zwischen den Ursprungsstellen von Cubitus und Radius 
liegende Stück iJc Discoidalstück der Subcosta (pars discoidalis subcostae), weil 
es die Discoidalzelle nach innen begrenzt und der letzte Abschnitt k b zwischen 
Radius und Plügelrand Radialstück der Subcosta (pars radialis subcostae) als 
innere Begrenzung der Radialzelle. Was endlich denjenigen Theil des Cubitus 
betriift, welcher von seinem Ursprünge i bis zur ersten Gabelungsstelle l desselben 
reicht, so behalte ich die von Hart ig, 9) Förster und Flor für denselben ge- 
brauchte Benennung „Stiel des Cubitus" (petiolus cubitus) bei, wiewohl ich es für 
richtiger halte, denselben Cubitus schlechthin oder Stiel der Cubitalzelle zu nennen. 

Das Vorhandensein oder Fehlen der Pterostignia ist nicht in allen Fällen 
ein brauchbares Merkmal für die Unterscheidung der Arten, indem dasselbe selbst 
bei einer und derselben Species sowohl gänzlich fehlen, als auch mehr oder 
weniger deutlich entwickelt sein kann, (Siehe unten bei Psylla Foersteri FI,) 

") Dr. Flor liat bei der Gattung Trioza dasjenige Stück der Costa, welches zwischen der 
Spitze des Radius und der äussersteii Flügelspitze liegt, .SpitzenstiicV des AnsKenvaudfls" genannt 
(V. Bull. Soc. irap. Nat. Moscou 18UI T. 34, p. 334). 

"; Hartig in Oermar's Zeitsch. f. d. Kntom. 1841, T. III, p. 373. 



Zur Biologie und Charakteristik der Psyllodeu. 193 

Da eine Insektenspecies nicht durch die Imago allein, sondern durch 
die Gesamnitheit aller ihrer Entwicklungsfornien repräsentirt wird, so liegen 
auch uaturgemäss die charakteristischesten Unterscheidungsmerkmale derselben 
nicht immer in dem vollkommen ausgebildeten Insekte, sondern zuweilen schon 
in einem seiner früheren Stadien. Durch diesen Umstand erscheint das Studium 
der Entwicklung einer jeden Species, sowie die Vergleichung ihrer analogen 
Stadien um so nöthiger, als daraus weitere Anhaltspunkte zur Charakteristik 
und Sicherstellung der Arten gewonnen werden können. 

Diess gilt nun auch von den Psylloden und namentlich von denjenigen 
ihrer Arten, welche als Imagines einander sehr ähnlich sehen. Es sollte daher 
den Jugendzuständen derselben mehr Aufmerksamkeit als bisher zugewendet 
werden, damit nach und nach auch von dieser Seite das Dunkel aufgehellt wird, 
welches über die Selbstständigkeit gar mancher Art noch gebreitet ist. Wie 
deutlich die Verschiedenheit zweier einander sehr nahestehender Species oft 
gerade in ihren Jugendstadien ausgeprägt ist, davon geben die beiden &vif Alnus 
glutinosa Grtn. lebenden Arten, Psylla ulni L. und Ps. Foersteri Fl., ein Bei- 
spiel, deren Junge schon von ferne gänzlich verschieden erscheinen, während 
die fast gleichgefärbten, grünen Imagines derselben sich erst bei näherer Unter- 
suchung als zweierlei Species erkennen lassen. 

Was endlich die Nahrungspflanzen der Psylloden anbelangt, so kann 
deren Kenutniss auch nur durch das Studium der Biologie dieser Insekten er- 
langt werden, weil sie eben nur in ihren Jugendstadien an bestimmte Pflanzen- 
arten gebunden sind, als Imagines hingegen ihre Geburtsstätte nicht selten 
ganz verlassen und sich in der Nähe derselben auf allen daselbst vorkommenden 
Gewächsen herumtreiben. ^öj Da nun diejenige Pflanze, worauf die Entwicklung 
einer Psyllodenspecies stattfindet, d. i. die eigentliche Nahrungspflanze derselben, 
nicht allerorts von einer gleichen Vegetation umgeben ist, so gelangen die 
Imagines bei ihrer Auswanderung fast in jeder Gegend auf andere Gewächse. 
Es ist daher nicht praktisch eine Species nach derjenigen Pflanze, worauf 
ihre Imagines gefangen wurden, so ohne weiters zu benennen, weil eine solche 
Benennung eben häutig nur ein rein zufälliges und locales Vorkommen be- 
zeichnet, wie diess z. B. bei Trioza abieticola Est., Psylla intyophüa und pi- 
neti PI. der Fall ist, welche nach Pflanzen benannt wurden, die ihnen nicht als 
Nährpflanzen angewiesen sind, indem die Tr. abieticola auf Ehamnus cathar- 
tica L., die Ps. pityopMla auf Crataegus oxyacantha L. und die Ps. pineti 



w) Die erste Mittheilung über das Auswandern der Psyllodeu-Imagines von ihrer Entwiek- 
lungsstätte machte Schiu idh er ger. Er sagt hierüber in einem „Naturgeschichte des Birnsangers, 
Clicnnes pyri" betitelten und im Ersten Hefte seiner „Beiträge zur Ohstbaumzucht und zur Natur- 
geschichte der den Obstbäumen schädlichen Insekten'" (Linz 1827) enthaltenen Aufsatze p. 192, 
nachdem er vorher von der Ausfärbung des frischentwickelteu Insektes gesprochen hat. Folgendes; 
-Nun veilässt es die Geburtsstätte uud sucht das Freie zu gewinnen. Von dieser Zeit au hutte 
ich nur mehr zwei von allen denen, die das Nymphenkleid ablegten, auf Obstbäumen angetroffen. 
Wo sie überall bis in den Spätherbst herumwandern, wovon sie sich nähren, wo und auf welche 
Weise sie di>n Winter durclilebten, konnte ich nicht in Erfahrung bringen". 

Z. B. «88. B. XXVI. Abh. 25 



194 Franz Ii5w 

auf Salix purpurea L. ihre Metamorphose durchmacht. Wenn Psyllodenspecies 
nach Pflanzen benannt werden, so kann diess nur nach denjenigen geschehen, 
auf welchen ihre ganze Entwicklung stattfindet. 

Meine biologischen nnd sonstigen , die Psylloden betreffenden Unter- 
suchungen, worüber ich die speciellen Mittheilungen hier folgen lasse, führten 
mich auch zur Entdeckung von zwei bisher noch unbeschriebenen Arten, deren 
Beschreibung gleichfalls im Folgenden enthalten ist. 

Psylla vihurni n. sp. 

(Taf. I, Fig. 1—3.) 

Tota pallide viridis; thorax supra maculis albidis vel flavis vel ftisces- 
centibus. Vertex fere triplo latior qnam longior. Coni frontales P^ — J'/s ^on- 
gitudinis verticis, vix divergentes. Antennae longitudinem capitis thoracisque 
aequantes, apice atrae, articulus tertius quarto V2 longior. Pronotum tibique 
eodem longitudine. Remelytra hyalina vel flave tincta; petiolus cubitus parte 
discoidali subcostae brevior; pars discoiddlis costae, viargo cellulae marginalis 
secundae et pars cubitalis costae fere eodem longitudine; pterostigma breve. 
Lamina genitalis maris sine ullo appendice, forcipe paulo altior; forceps 
qimdruplo altior quam latior, ubique eodem latitudine. Valvula inferior 
feminae sensimi acuminata, superiore paulo brevior. — Long. corp. (^ 2'8 — 3 Mm., 
9 3-3-3 Mm. 

Insectum imperfectum seeretione lanuginosa caret et in surculis et in- 
fl07'escentiis Viburni Lantanae habitat. 

Austritt (mihi), Helvetia (Pnton). 

Diese neue, von mir im Wiener Walde auf Viburnum Lantana L. ent- 
deckte Species erhielt ich auch durch die Güte des ausgezeichneten Hemiptero- 
logen Herrn Dr. Puton, welcher sie im Kanton Graubündten ebenfalls auf dem 
wolligen Schneeball fand. Die Schweizer Exemplare weichen ein wenig von 
den österreichischen ab, indem sie eine im Ganzen etwas ins Gelbliche ziehende 
Färbung und stärker tiugirte Flügel haben und auch ein wenig grösser sind. 
In den charakteristischen Merkmalen stimmen sie jedoch völlig überein. 

Kopf und Thorax bleichgrün oder blass gelbgrün (an trockenen Exem- 
plaren auch blassgelb), letzterer am Rücken mit einigen weisslichen , gelben 
oder bräunlichen Flecken; Scheitel dreimal so breit als lang, hinten nur unbe- 
deutend ausgebuchtet, fast gerade, mit einer feinen vertieften Längsfurche in 
der Mitte, zu deren beiden Seiten je ein flacher Eindruck ist; Netzaugen grün- 
lichgrau; Punktaugen orangeroth; Stirnkegel fast parallel mit der Ebene des 
Scheitel vorgestreckt, etwas länger bis fünfviertelmal so lang als der Scheitel, 
wenig divergirend, aus breiter Basis allmälig verjüngt, mit abgerundeter Spitze, 
am Aussen- und Innenrand gerade und ziemlich rauhhaarig; Cljpeus ") massig 

"1 statt des von Förster iiiid Flor gcbranchten AtiRdrnckes ^Kelilzapfen" behalte icli 
die ffir dieses Organ bei allen übrigen Insektenordnnngen ijobränclilicbe Bonennnng „ClyponB'" 
ancb hier bei. 



Zur Biologie und Charakteristik der Psylloden. 195 

erhaben, weisslich oder gelblich; Fühler TÖ Mm. lang, sie reichen nur sehr 
wenig über den Thorux hinaus und sind ganz bleichgrün oder gelb, blos das 
letzte Glied ist ganz und das vorletzte meist nur zur Hälfte schwarz, drittes 
Glied anderthalbmal so lang als das vierte; Pronotuin bandförmig, überall 
gleichlang, beinahe so lang als der Scheitel; Beine blassgelb oder bleichgrüu 
mit gelblichen Tarsen, jede Hinter schiene am Ende mit schwarzen Dörnchen, 
die Tarsenglieder an der Spitze zuweilen etwas gebräunt, Klauen schwarz. 
Vorderflügel (Taf. I, Fig. 2) 2y^mal so lang als in der Mitte breit, ausserhalb 
der Mitte etwas breiter, glashell oder gelblich tingirt, Flügeladern weisslich 
oder gelblich; Stiel des Cubitus kürzer als das Discoidalstück der Unterrrand- 
ader; Radius fast gerade, in der Mitte nur sehr wenig nach vorn ausgebogen; 
Discoidalstück der Costa, Rand der zweiten Randzelle und Cubitalstück der 
Costa von nahezu gleicher Länge; die äussere Hälfte der Discoidalzelle und 
die Radialzelle von ziemlich gleicher durchschnittlicher Breite; Pterostigma 
ziemlich breit, massig lang, gleichmässig verschmälert, ungefärbt, nur etwas 
callös, es nimmt in der Regel die halbe Länge des Radialstückes der Costa ein. 
Abdomen blass bläulichgrün mit weisslichen oder gelblichen Segmentränderu -, 
Genitalien 6) des cT (Taf. I, Fig. 1) grün, zuweilen an den Spitzen gelblich oder 
bräunlich, zart behaart; die Genitalplatte g des cf ohne seitliche Fortsätze oder 
Erweiterungen, etwas höher (ungefähr l'/s so hoch) als die Zange, an der 
Spitze nur wenig nach hinten geneigt; Zange s viermal so hoch als breit, 
gerade, bis zur Spitze fast gleichbreit und daselbst mit zwei nach innen ge- 
richteten, schwarzen Spitzchen. (An trockenen Exemplaren ist die Zange nach 
der Spitze hin ein wenig verschmälert.) ^^) Untere Genitalplatte des 9 ^ 
(Taf. I, Fig. o) etwas kürzer als die Schenkel der Hinterbeine, aus breiter Basis 
gleichmässig zugespitzt ; die obere Genitalplatte w des $ hat ungefähr dieselbe 
Form wie die untere und ragt mit ihrer Spitze nur unbedeutend über die der 
letzteren vor; beide sind grün mit bräunlicher Spitze und ziemlich stark 
behaart. 

Das unvollkommene Insekt ist breit oval, linsenförmig flachgedrückt und 
blassgrün; es hat auf dem Scheitel gewöhnlich zwei grosse, bräunlich ange- 
hauchte Flecke, welche beiderseits der Mitte liegen, und auf dem Rucken 
zwischen den Flügelscheiden einige blassbräunliche, mehr oder minder deut- 
liche Punkte und Striche; das Abdomen ist hinten breit abgerundet, gelblich- 
grün mit bräunlichen Segmenträndern (im Stadium vor der letzten Häutung ist 
meist die hintere Hälfte des Abdomen mehr oder minder deutlich bräunlich 
angeflogen) und trägt auf der Oberseite eines jeden Segmentes eine Querreihe 
langer, gelber, am Ende geknöpfter Haare; die Fiügelscheiden sind blassgrün 
oder blassgelb, gegen den Rand zu ins Bräunliche übergehend, oben und am 
Rande mit geknöpften gelben Haaren besetzt; die Beine grün oder gelb, die 
Schienenspitzen und Tarsen bräunlich, sparsam behaart; die Fühler gelb, an 

'^) Wenn nicht ausdrücklich etwas Anderes angegeben wird , so ist die Zange stets 'So 
beschrieben, wie sie sich bei der Seitenansicht des Insektes darstellt. 

25* 



196 Frauz Low. 

der Spitze schwärzlich; die Augen blassroth; der Clypeus meist mit bräun- 
lichem Anfluge; der Scheitel schwach behaart, Thorax und Unterseite des ganzen 
Körpers nackt. 

Man findet die Jungen dieser Art schon Ende April oder Anfangs Mai 
auf Viburnum Lantana L., wo sie sich sowohl in den Blattachseln der jungen 
Triebe, als auch in den Blüthendolden aufhalten. Sie sind nicht in wolliges 
oder flaumiges Secret gehüllt und ihre Excremente bestehen blos aus hellen, 
bläulich schillernden Tröpfchen, welche meist zur Erde fallen, zuweilen aber 
auch an der Pflanze kleben bleiben. Gegen Ende Mai oder Anfangs Juni er- 
scheinen die ersten Imagines. Diese haben mit der lichten Farbenvarietät von 
Psylla mali einige Aehnlichkeit; ausser einigen plastischen Verschiedenheiten 
der Imagines dieser beiden Arten liegt jedoch schon ein wesentlicher Unter- 
schied in ihren Jungen, indem die von Ps. mali eine wollige Secretion haben, 
von der sie ganz bedeckt sind, während diese den Jungen von Ps. viburni 
gänzlich mangelt. 

Psylla iteopJiila n. sp. 

(Taf. I. Fig. 4—5.) 

Viridis vel pallide ochracea, abdomine viridi. Thorax supra maeulis 
flavis vel fulvis vel brunneis, plus minusve obseuris. Vertex duplo latior 
quam longior. Coni frontales fere longitudine verticis, apice obtusi, vix diver- 
gentes. Antennae capitis thoracisque longitudinem fere aequantes; articulus 
tertius qnarto W—^/U longior; articuli flagelli apice, 2—4 ultimi toti atri. 
Hemelytra hyalina; petiolus cubitus parte discoidali subcostae brevior; pars 
diseoidalis costae, margo cellulae marginalis secundae et pars cttbitalis costae 
fere eodem longitudine; pterostigma longum, basi parallelis fere marginihus et 
apicem versus sensim acuminatum ; clavus apice fusciis. Lamina genitalis maris 
sine ullo appendice, forcipe paulo altior; forceps apice valde dilatata, paulo 
retrorsum inclinata, ad basin marginis posterioris appendice sursum cuiTato, 
acuminato, piloso, apicem segmenti genitalis superante et dimidiam forcipis 
altitudinem attigente. Valvula inferior feminae sensim acuminata, superiore 
paulo brevior. — Long. corp. cf l'S Mm., Q 2 Min. 

Insectum imperfectum secretione lanuginosa caret et in surcidis Salicis 
incanae hahitat. 

Austritt. 

Diese Species ist der Psylla snlicicola Fist. sehr ähnlich. Sie unter- 
scheiden sich jedoch von Letzterer wesentlich durch geringere Grösse und durch 
die Form der Genitalien. Ein weiterer Unterschied zwischen beiden A'^ten 
liegt auch noch in den Jungen, welche bei Ps. salicicola nach der vorletzten 
Häutung ihre Färbung verändern, während sie bei Ps. iteophila in allen Stadien 
gleichgefärbt sind. 

Der Kopf und Thorax der Lnago ist grün oder licht ockergell), mit gelben. 
Töthüchen oder bräunlichen, mehr odtr weniger dunklen Zeichnungen und Flecken: 



Zur Biolnf»ie nnü Charaktpristik der Pi^yllotlen. 197 

der Metathorax hat an seinem Hinterrande einen braunen oder schwarzen Quer- 
fleck. Das Abdomen ist grün mit gelblichen oder weisslichen Segmenträndern 
und manchmal auch mit blassbraunen Binden auf der Oberseite. Der Scheitel 
hinten massig ausgeblichtet, flach, zwischen den Augen zweimal so breit als 
in der Mitte lang, daselbst mit einer feinen Längsfurche, zu deren beiden Seiten 
sich nahe dem Hinterrande des Scheitels ein kleiner, rundlicher Eindruck be- 
findet. Die Stirnkegel sind im Vergleiche zur Ebene des Scheitels nur wenig 
nach abwärts gerichtet, nahe aneinander stehend, kaum divergirend und so lang 
oder unbedeutend kürzer als der Scheitel. Sie entspringen aus breiter Basis, 
verjüngen sich bis zur Mitte rascher als von da bis zu ihrer stumpfen Spitze. 
Der Clypeus'i) jgt flach gewölbt, wenig erhaben. Die Netzaugen sind braun; 
die Punktaugen roth. Die Fühler fast so lang wie Kopf und Thorax zusammen, 
gelb, ihre Glieder vom dritten oder vierten an mit schwarzer Spitze, die 2 — 4 
letzten ganz schwarz; die grünen oder gelben Grundgliedfr haben auch zuweilen 
schwärzliche Spitzen; das dritte Glied IV2 — l'A "^al so lang als das vierte. Die 
Beine sind entweder ganz gelb oder bleichgrün oder die Schenkel grün wie der 
Leib und die Schienen und Tarsen gelb; die Tarsenglieder und zuweilen auch die 
Schienen an den Spitzen sehr schmal schwarz oder braun geringelt. Die Vorder- 
flügel 2V2 mal so lang als in der Mitte breit, ausserhalb der Mitte etwas breiter, 
glashell oder manchmal auch zwischen den Adern blasse, bräunliche Schatten, 
welche vom Flügelrande ausgehend nach innen zu sich allmälig verlieren: Spitze 
des Clavus meist bräunlich, dicht vor derselben ein kleiner, schwärzlicher 
Nebelfleck, welcher jedoch oft ganz fehlt; Flügeladern an der Basis gelblich, 
nach aussen zu mehr oder weniger braun gefärbt, die Costa jedoch in der Regel 
von der Wurzel bis zur Spitze des Randmales gelb. Das Flügelgeäder hat die- 
selbe Anordnung wie bei der vorhergehenden Art, nur ist das Pterostigma hier 
länger, gewöhnlich über die Hälfte bis ^/^ des Radialstückes der Costa einnehmend, 
bis über die Hälfte seiner Länge parallelseitig und dann erst allmälig zugespitzt. 
An den glashellen Hinterflügeln ist in der Regel die Spitze des Anhanges ge- 
bräunt. Genitalien 6) des cT (Taf. L Fig. 4) grün: die Genitalplatte ohne seit- 
liche Fortsätze oder Erweiterungen, etwas höher als die Zange, an der Spitze 
nur wenig nach hinten geneigt; die Zange '2) (Taf. I, Fig. 5) hat an ihrer Basis 
einen breiten, nach hinten gerichteten und nach aufwärts gekrümmten, zuge- 
spitzten Fortsatz, welcher über das Ende des Genifalsegmentes vorragt, halb 
so hoch als die Zange, mehr oder weniger stark gebräunt und dicht behaart 
ist. Er trägt an seiner oberen, der Zange zugekehrten Seite ein kleines Zähn- 
chen, welches jedoch nur bei starker Vergrösserung sichtbar ist und bildet mit 
der Zange die Figur eines breiten Hakens. Die Zange selbst ist an der Spitze 
stark verbreitert, zweimal so hoch als daselbst breit, d. i. etwas höher als mit 
Einschluss des Fortsatzes breit, etwas nach hinten geneigt und dadurch in der 
Mitte ihres Vorderrandes convex und am Hinterrande dem entsprechend concav. 
Die beiden Zangentheile berühren sich innen nur an der Spitze, woselbst aus 
den verbreiterten Enden derselben zwei sehr kleine, stumpfe, meist schwarze 
Zäpfchen gegen einander vorspringen (Taf. I, Fig. 4). Untere Genitalplatte 



l9<S Franz Lrtw. 

des 9 etwas kürzer als die Schenkel der Hinterbeine, allmälig zugespitzt und 
um Ve— Vb ihrer Länge kürzer als die obere; beide Genitalplatten des 9 sehr 
zart behaart. 

Das unvollkommene Insekt ist breit oval, linsenförmig flachgedrückt, glän- 
zend grün, oben meist dunkler als unten, am Kopfe gelblich oder bräunlich, mit 
durchscheinenden, blass grünlichen, oder bräunlichen Flügelscheiden. Die Augen 
sind bräunlichgelb, graugelb oder braun; Die Fühler gelblich oder grünlich 
mit schwarzer. Endgliedern; die Beine entweder ganz grün oder blos ihre 
Schenkel grün und die Schienen gelb. Die Tarsen gelb, braun oder schwarz. 
Die Abdominalsegmente tragen auf ihrer Oberseite je eine Querreihe geknöpfter 
Haare, wodurch das Abdomen oben stark haarig erscheint, unten ist es so wie 
der übrige Körper fast nackt. Auf der Oberseite und am Eande der Flügel- 
scheiden stehen gleichfalls geknöpfte Haare, wovon die randständigen abwech- 
selnd kurz und lang sind. Ausserdem ist noch der Scheitel und der Vorderrand 
des Kopfes mit wenigen kurzen Härchen bekleidet. Die ganze Behaarung ist 
gelblich oder blass bräunlich. 

Man findet die Jungen dieser Art schon im Mai an den Triebspitzen von 
Salix incana Schrk., wo sie in den Achseln der jungen Blätter saugend sitzen. 
Da sie jedoch keine wolligen oder flockigeu Secretionen haben, sondern nur 
glashelle Tropfen aus ihrem After absondern und auch keinerlei Deformationen 
an den Pflanzen hervorrufen, so verräth sich ihre Anwesenheit an den Zweig- 
spitzen nicht leicht und man wird sie erst beim Auseinanderziehen der Blätter 
gewahr. Mitte Juni erscheinen die ersten Imagines. Ich sammelte diese Art im 
Weidlingbachthale nächst Wien. 

Psylla salicicola Frst. 

(Taf. I, Fig. 6-9 und Taf. II, Fig. 23-25.) 
Ps. salicicola Förster, Verh. naturh. Ver. d. preuss. Rheinl. 1848, T. V, p. 72. 

— — Flor, Rhyn. Livl. 1861, T. II, p. 467. 

— rufula Förster, wie oben, p. 76. 

Da diese Art, welche ich ebenfalls im Wienerwalde im Thale des Wien- 
flusses fand, mit der vorhergehenden sehr grosse Aehnlichkeit hat und auch in der 
That in vielen Stücken mit ihr übereinstimmt, so könnte bei oberflächlicher 
Betrachtung eine Verwechslung um so leichter stattfinden, als nicht selten bei 
der einen Art Individuen vorkommen, welche mit Individuen der anderen Art 
gleichgefärbt erscheinen. Ich gebe daher zur Vermeidung jedes Irrthums im 
Nachstehenden eine Uebersicht derjenigen Merkmale, wodurch sich beide Arten 
wesentlich von einander unterscheiden: 



Ps. salicicola Frst. 

Körperlänge 2—2-5 Mm. 

Zange des ^ (Taf. I, Fig. 6 und 8) 
ohne seitlichen Fortsatz, gegen das 
Ende allmälig verschmälert und scharf 
zugespitzt. 



Ps. iteophila F. Lw. 

KörperJänge 1-8—2 Mm. 

Zange des c^ (Taf. I, Fig. 4 und 5) 
hinten mit einem breiten, aufgebogenen, 
zugespitzten, stark behaarten Fortsatze 
und mit verbreitertem Ende. 



Zur Biologie und Charakteristik der Psylloden. 199 



Untere Genitalplatte des 9 (Taf. I, 
Fig. 9) um V4~ Vs ihrer Länge kürzer 
als die Obere. 

Drittes Pühlerglied lV4niaI so lang 
als das Vierte. 

Die Jungen leben auf Salix Caprea 
und aurita L. und verändern nach der 
vorletzten Häutung ihre Färbung (Taf. II, 
Fig. 23, 24 und 25). 



Untere Genitalplatte des Q um '/g '/& 
ihrer Länge kürzer als die Obere. 

Drittes Fühlerglied V/^—VUvaaX so 
lang als das Vierte. 

Die Jungen leben auf Salix in- 
cana Schrk. und sind in allen Stadien 
nahezu gl eich gefärbt. 



Von welch' geringer Bedeutung die Färbung der Psylloden-Iraagines für 
die Artbeschreibung zuweilen ist, wird durch Ps. salicicola Frst. recht an- 
schaulich, denn diese steht, was Farbenvariabilität betrifft, ziemlich obenan. 
Dr. Flor hat in seiner (1. c. gegebenen) ausführlichen Beschreibung dieser Art 
so ziemlich alle Farben erwähnt, welche bei der Körperfärbung derselben in 
mannigfacher Variation und Nuancirung auftreten; was jedoch die Flügelfärbung 
anbelangt, so bleibt noch Einiges nachzutragen. 

Unter den von mir in ziemlicher Menge gezogenen Imagines stimmt unge- 
fähr die Hälfte der Gesammtzahl in Betreff der Flügel mit den von Dr. Flor 
hierüber gemachten Angaben mehr oder weniger überein, die übrigen weichen jedoch 
vorwiegend auf zweierlei Art hievon ab. So breiten sich bei einem Theil dersel- 
ben in den Zellen der Vorderflügel vom Flügelrande nach innen mehr oder weniger 
weit reichende oft sehr verblasste, zuweilen aber auch ziemlich dunkle, bräun- 
liche oder schwärzliche Schatten aus, welche im Leben stets viel intensiver als 
nach dem Tode sind. (Bei einem Individuum haben diese sogar eine solche Aus- 
dehnung, dass seine Vorderflügel gegen weisses Papier besehen in der Spitzen- 
hälfte mit Ausnahme sehr schmaler Streifen längs der Flügeladern fast gleich- 
massig schwärzlich grau getrübt erscheinen.) Bei anderen Individuen hingegen 
sind die Flügel glashell und nur die erste Gabelzinke ist beiderseits braun ge- 
säumt. Auch findet sich der schwärzliche Wisch vor der Spitze des Clavus, 
welchen Förster als charakteristisches Merkmal dieser Species angibt, nicht 
bei allen Individuen und man könnte fast sagen, dass er bei der Mehrzahl fehlt. 
Bei denjenigen Imagines, welche bräunliche oder schwärzliche Schatten in den 
Zellen ihrer Vorderflügel haben, sind in der Regel auch die Adern, so weit diese 
Schatten reichen, mehr oder weniger dunkelfarbig. 

Zeitlich im Frühlinge, sobald die Weiden zu treiben beginnen, trifft man 
die überwinterten, dunkel rothbraun gefärbten Weibchen auf den Blüthenkätzchen 
und Blatttrieben von Salix Caprea und aurita L. mit dem Eierlegen beschäftigt. 
Wenige Tage genügen zur Reifung der Eier, so dass meist Anfangs April schon, 
sowohl die Achsen der Blüthenkätzchen als auch die um diese Zeit noch sehr 
kurzen Blatttriebe von den Jungen schon bevölkert sind, welche gewöhnlich in 
der zweiten Hälfte des Mai die ersten Imagines liefern. Da aber die überwin- 
terten Weibchen ihre Eier nicht auf einmal und nicht gleichzeitig ablegen, so 
ist auch die Entwicklung der Jungen eine sehr verschiedene, wesshalb oft im 



200 FraüzLöw. 

Juni uoch hie und da auf verschiedener Entwicklungsstufe stehende Individuen 
zu finden sind. 

Das unvollkommene Insekt ist oval, circa halb so breit als lang, auf der 
Rücken Seite ziemlich hoch gewölbt, unten beinahe flach, mit stumpfem Körper- 
rande, welcher nur an den letzten Abdominalsegmeuten etwas schärfer erscheint 
(Taf. II, Fig. 23, 24 und 25). Es ist grünspannfarbig, gegen den Kopf zu lichter und 
hat folgende schwarze oder dunkelbraune Zeichnungen, welche zu beiden Seiten 
eines breiten, lichten Mittelstreifens, der sich vom Kopfe bis zur Mitte des 
Abdomen erstreckt, symmetrisch angeordnet sind: Auf der Oberseite des Kopfes 
(Fig. 23) zwei grosse Flecke, welche sich über den Vordenand des Kopfes ein 
wenig auf die Unterseite erstrecken und um die Augen herum eine lichte Stelle 
frei lassen. Hinter jedem derselben und noch vor der vorderen Grenze der 
Flügelscheiden (aber nicht bei allen Individuen gleich deutlich sichtbar) innen 
ein dreieckiges Fleckchen und aussen ein kleiner Strich. Auf dem Thorax zwischen 
den Flügelscheiden zwei Paare kleiner, viereckiger Flecke, welche mit zwei Paaren 
runder Punkte abwechselnd hintereinander stehen und hinter diesen gewöhnlich 
jederseits noch drei mehr oder weniger deutliche, kurze, schmale Striche. Auf 
der Unterseite des Thorax (Fig. 24) nahe dem Seitenrande neben den Hüften 
der Vorderbeine ein länglicher Querfleck. Am Abdomen sind die drei letzten 
Segmente ganz schwarz mit Ausnahme ihrer Unterseite, welche einige lichte 
Stellen zeigt (Fig. 23 und 24), die vorhergehenden Segmente haben sowohl oben 
als unten an den Einschnitten beiderseits der Leibesmitte schmale, kurze, schwarze 
Striche, welche meist ganz unsichtbar werden, wenn das Thier den Hinterleib 
einzieht. Der Clypeus^') ist schwarz oder braun. Die Augen sind hellbraun; 
die Fühler an der Spitze schwarz, deren Grundglieder schwarz oder schwärzlich; 
die Hüften, Schenkel und letzten Tarsenglieder schwarz, die Schienen und ersten 
Tarsenglieder braun oder dunkelbraun; die Flügelscheiden schwarz gegen den 
Rand hin braun, oben und am Rande mit fast hyalinen, geknöpften Haaren be- 
setzt. Die Abdominalsegmente tragen auf ihrer Oberseite je eine Querreihe 
bleicher, geknöpfter Haare, wodurch das Abdomen oben rauh erscheint. Scheitel 
und Vorderrand des Kopfes mit wenigen, kurzen Härchen besetzt, der übrige 
Körper nackt. 

Nach der vorletzten Häutung verschwindet die schwarze Färbung entweder 
ganz oder bis auf einen mehr oder weniger deutlichen, schwärzlichen oder bräun- 
lichen Anflug an den betreffenden Körpertheilen und auch die grüne Farbe 
wird bedeutend blässer (Fig. 25). 

Die Jungen dieser Art sind in keine wolligen oder flockigen Secretiouen 
eingehüllt. 

Das von Föster (I. c. p. 76) unter dem Namen Psylla rufxdu beschriebene, 
von V. Hey den an einer sumpfigen Stelle bei Offeubach gefangene eine Männ- 
chen, welches sich jetzt in den Sammlungen des k. k. zoologischen Hofcabinets 
in Wien befindet, ist nichts Anderes als eine etwas intensiver roth gefärbte 
Varietät von Psylla salicicola Fst. 



Zur Biologie uud Charakteristik der IVylloden. Uül 

Psylla Foersteri Fl. 

(Taf. II, Fig. 27-31.) 

Ps. Foersteri Flor, Bhyn. Livl. 1861, T. II, p. 458. 

— alni (L.) Förster, Verh. naturh. Ver. d. preuss. Rheinl. 1848, T. V, p. 70. 

- — Audinet-Serville, Encycl. raeth. 1825, T. X, p. 229. 

Diese grosse, durch die langen Fühler, die gelb tingirten Flügel und 
die grossen Gerätalien ausgezeichnete, grüne, gelbe oder gelbgrüne Art kommt 
im Wienerwalde häufig auf Alnus gliitinosa Grtn. und gleichzeitig mit der ihr 
sehr nahe verwandten Psylla alni L. vor. Sie variirt in der Färbung in der 
Regel nicht viel, doch finden sich zuweilen einzelne Individuen, welche auf- 
fallend dunkler gefärbt sind. Ein solches erhielt ich aus einer Zucht unter 
circa 30 Stücken von gewöhnlicher Färbung. Es ist ockergelb mit blass ocker- 
gelb tingirten Flügeln und ockergelben Flügeladern, während die Hinterschenkel 
an der Aussenseite, die Schienenspitzen, die Tarsen und die Spitzen der Geni- 
talien dunkelbraun sind. 

Auch bezüglich des Flügelrandmales (Pterostigma) kommen Verschieden- 
heiten vor. Unter den iu meinem Besitze befindlichen 60 Exemplaren haben 
9 gar kein Pterostigma, während es bei den übrigen mehr oder minder deutlich 
entwickelt ist. Aus der Beschreibung, welche Dr. Flor von dieser Art gibt, 
und worin es heisst: „das Randmal fehlt ganz oder ist dc,^ch nur sehr undeutlich, 
wo der Radius '2) auf den Randnerv trifft, verdickt er denselben" ist ersichtlich, 
dass ihm nur Exemplare mit unentwickeltem Randmale zur Verfügung standen. 
Bei Förster hingegen, welcher diese Art irrthümlich als Ps. alni L. aufführt,'*) 
musste das Umgekehrte der Fall gewesen sein, weil er sie sonst gewiss in seine 
Gattung Arytaina eingereiht hätte, bei der das Fehlen des Randmales das 
einzige Unterscheidungs-Merkmal von der Gattung Psylla bildet. i^) 

Die Jungen dieser Art (Taf. II, Fig. 27) leben wie die der Psylla alni L. 
im Mai uud Juni an den Triebspitzen von Alnus glutinosa Grtn. und sitzen 
mit Vorliebe in den Blattachseln meist zu mehreren neben und hinter einander. 
Sie sind elliptisch, linsenförmig flachgedrückt und grasgrün. Auf ihrem Scheitel 
befinden sich zwei grosse, graugrüne oder brauugrüne, bald lichtere, bald dunklere 
Flecke, welche in der Mitte desselben durch einen massig breiten Zwischenraum 



'ä) Soll woM heissen „ünterrandnerv". 

'*) Die echte Psylla alni L., von welcher Llnue angibt: „Alae albae, venit fuscis'^ und 
die sich auch noch durch die schwarzen Punkte an der Basis der Schienen, durch anders geformte 
Genitalien (Taf. II, Fig. 32—35) und durch ihre weisswolligen Jungen von Ps. Foersteri Fl. wesent- 
lich unterscheidet, wurde von Förster theils unter dem Namen Ps. Heydeni, theils als Ps. fusci- 
nervis beschrieben. 

'^) Förster (1. c. p. 68) sagt: „Die Gattung Arytaina weicht sehr wenig von dem typischen 
Charakter der Familie ab, der sich in der Gattung Psylla, der artenreichsten unter allen, am 
deutlichsteu abspiegelt; der Maugel eines Stigma mag hier vorläufig die Trennung rechtfertigen". 
Diese auf ein so variables, in gewissen Fällen kaum zur sicheren Artenuuterscheidung brauclibares 
Merkmal gestützte Gattung wurde von Dr. Flor nicht beibehalten und auch in den Publikationen 
von Dr. Putou nicht mehr angeführt. 

Z. B. Ges. B. XXYI. Abh. 26 



202 Franz Low. 

der Länge nach getrennt und neben den Äugen rund ausgeschnitten sind. Der 
Thorax ist oben zwischen den Flügelscheideii mit bräunlichen oder braunen 
Punkten und Strichen gezeichnet, welche beiderseits der Mitte symmetrisch an- 
geordnet liegen, aber oft sehr undeutlich sind. Der Clypeus") ist blaugrün. 
Die Augen sind ziegelroth; die Fühler lang, gelb, mit grünen Basalgliedern, 
vom vierten Gliede an schwarz oder braun geringelt; die 2 — 3 letzten Glieder 
ganz schwarz; die Hüften bläulichgrün; die Beine grün, die Schienen aussen 
schwärzlich angehaucht, jede am Ende mit einer längeren Borste, die beiden 
Tarsenglieder am Ende schwarz geringelt. Die Flügelscheiden grau oder bräun- 
lichgrau, etwas durchscheinend, die der Vorderflügel mit einer schwarzen Linie 
umrandet und blos auf dieser mit schwarzen Haaren besetzt, sonst nackt und 
ein wenig glänzend. Das Abdomen ist eiförmig und hinten etwas schmäler 
als vorn. Die Segmente haben an ihren Vorderrändern beiderseits der Leibes- 
mitte dunkle Striche, welche auf dem ersten und vierten Segmente deutlicher 
als auf den übrigen sind; der hintere Theil des Abdomen ist von der Hälfte 
des vierten Segmentes an durchaus schwärzlichgrün oder graugrün gefärbt. 
Die schwarze Behaarung der Oberseite des Abdomen ist in sechs Längsreihen 
geordnet, von denen die beiden äusseren randständig sind. 

Diese Jungen tragen ihre Excremente in Form eines weissen, am Ende 
geknöpften Stranges, welcher nach Erreichung einer gewissen Länge abbricht 
und sich wieder neubildet, mit sich herum, haben aber keine wollige oder flockige 
Secretion, wodurch sie sich ausser mehreren anderen Merkmalen, auffällig von 
denen der Psylla alni L. (Taf. II, Fig. 26) unterscheiden. Sie sind auch im 
Gegensatze zu den Jungen anderer PsyUoden sehr lebhaft und flüchten, wenn 
sie beunruhigt werden, mit grosser Schnelligkeit am Zweige nach abwärts, 
wobei sie immer an der dem Beobachter abgewendeten Zweigseite laufen. 

Das jährliche Erscheinen der aus diesen Jungen entstehenden Imagines 
fällt gewöhnlich in die zweite Hälfte des Juni und stets um circa 14 Tage später 
als das der Ps. alni L., deren Biologie schon Degeer (Abb. z. Gesch. d. Ins. 1780, 
T. III, p. 96, pl. X, Fig. 8—20) sehr ausführlich beschrieben und durch Ab- 
bildungen erläutert hat. 

Psylla breviantennata Fl. 

(Taf I, Fig. 11-12.) 

Ps. breviantennata Flor, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou 1861, T. 34, p. 875. 
— terminaUs Meyer -Dür, Mitth. Schweizer ent. Ges. Schaö'hausen 1871 
T. III, p. 392. 

Durch die Zucht dieser Art gelangte ich zu sehr zahlreichem Materiale, 
welches mich in die Lage setzt, die von Dr. Flor (1. c.) gegebene Beschreibung 
derselben , welche nach einem einzigen , von ihm bei Seewiesen in Steiermark 
gefangenen Weibchen angefertigt ist, mithin der nöthigen Ausführlidikeit ent- 
behrt, in vieler Hinsicht zu vervollständigen. 



Znr Biologie und Charakteristik der Psylloden. 203 

Iinago. — Kopf und Thorax weisslichgiiin, graugrün, hellgelb oder licht- 
bräunlichgelb mit röthlichgelben Flecken und mehr oder minder dunkelbrauner 
Zeichnung. Pronotum bandförmig, überall gleichbreit, stets einfarbig, ins Licht- 
graue ziehend und beiderseits mit einem braunen oder schwarzen, vertieften 
Strichelchen. Rückenschild vor der Quernaht mit einem braunen Doppelfleck, 
hinter derselben zwischen den Wurzeln der Vorderflügel mit fünf braunen Längs- 
striemen, von denen die mittelste sehr schmal und meist undeutlich ist; an den 
Seiten des Thorax unter den Flügelwurzeln jederseits drei lä,ngliche, braune 
Flecken, deren hinterster fast am Hinterrande des Metathorax liegt; unten zwischen 
den Hüften der Vorder- und Mittelbeine eine braune, schmetterlingsförmige Mackel; 
Thoraxzäpfchen an der Spitze braun. Scheitel verhältnissmässig lang, wenigstens 
V3 so lang als zwischen den Augen breit, hinten massig ausgeschnitten, flach, 
mit hoch erhabenen, orangegelben oder rothen Punktaugen, ijj der Mitte mit 
sehr feiner Längsfurche und beiderseits derselben mit einem braunen oder 
schwarzen, punktförmigen Eindrucke. Stirukegel im Vergleiche zur Ebene des 
Scheitels nur wenig nach abwärts stehend, fast gar nicht divergirend. halb so 
lang als der Scheitel, fast durchaus gleichdick, mit breiter, stumpfer, haariger 
Spitze, ihr Jnnenrand gerade, ihr Aussenrand vorn unbedeutend convex, stets 
einfarbig, von der Grundfarbe des Körpers. Clypeus") sehr deutlich sichtbar. 
stark gewölbt, vortretend, von der Form einer halben Birne, schwarz oder dunkel- 
braun. Netzaugen grau oder grünlichgrau. Fühler sehr kurz, höchstens 0*6 Mm. lang, 
reichen kaum bis zur Wurzel der Vorderflügel, gelb, von der Spitze her ver- 
schieden weit, oft bis zum dritten Gliede bräunlich verdunkelt, in der Regel 
nur die zwei Endglieder und die Spitzen des siebenten und achten Gliedes 
schwarz, nicht selten aber die drei Endglieder und auch die Spitze des sechsten 
Gliedes schwarz, das erste Glied an der Unterseite meist schwärzlich, das dritte 
zweimal so lang als das vierte. Beine und Hüften blassgrün oder schmutzig 
hellgelb, letztere zuweilen schwärzlich angehaucht, die Schenkel von der Basis 
gegen die Spitze mehr oder minder weit gebräunt, schwärzlich oder auch 
schwarz; Schienen aussen gebräunt: Tarsen bräunlich an der Spitze schwärzlich. 

Vorderflügel 2Y2mal so lang als breit, in der äusseren Flügelhälfte kaum 
breiter als in der inneren, etwas weisslich getrübt, manchmal an der Basis 
wasserhell und mit einer mehr oder minder dunklen, braunen Zeichnung. Diese 
besteht in der Regel aus einem grossen Spitzenfleck. dessen innere Grenze in der Rich- 
tung von der Spitze des Pterostigma bis zu der des Clavus verläuft und welcher 
zwei ungefärbte Stellen einschliesst. nämlich die innere Hälfte der ersten Rand- 
zelle und ein rundes, meist verwaschenes Fleckchen am Hinterrand zwischen 
der Spitze des Clavus und der ersten Gabelzinke. Diese dunkle Zeichnung ist 
gewöhnlich braun, mit zerstreuten, dunkleren Pünktchen, manchmal aber fast 
schwarzbraun oder auch völlig verblasst, in welchem Falle ihre Contouren dann ganz 
verschwommen sind. Es finden sich aber auch Individuen, bei denen die Flügel- 
zeichnung bloss aus 2—4 kleinen, braunen oder schwarzbraunen Flecken besteht, 
die in der Richtung von der Spitze des Randmales bis zu der des Clavus hinter- 
einander liegen und die Flügelspitze frei lassen; von diesen Flecken ist der am 

26* 



204 Franz Low. 

Vorderrande des Flügels liegende, dreieckige der grösste. Die Adern der Vorder- 
flügel sind bleich- oder hellgelb, nach aussen zu meist lichtbräunlich; Stiel des 
Cubitus kürzer als das Discoidalstück der Unterrandader; Cubitalstück der Rand- 
ader kürzer als alle übrigen Randabschnitte; Radialzelle deutlich schmäler als 
die Discoidalzelle; Randmal lang und ziemlich breit, gleichmässig verschmälert, 
ungefärbt, blos callös, es nimmt gewöhnlich '/4 der Länge des Radialstückes 
der Costa ein. 

Abdomen blassgrün, gelbgrün, hellgelb oder bräunlichgelb mit breiten, 
schwarzbraunen oder schwärzlichen Binden, welche die Segmentränder schmal 
frei lassen und an den Seiten und auf der Mitte der Unterseite unterbrochen 
sind. Genitalplatte ^) des (^ (Taf. I, Fig. 11) an der Spitze ein wenig nach 
hinten geneigt, ohne seitliche Fortsätze oder Erweiterungen, IV2— lV4Bial so 
hoch als die Zange, blassbraun mit verdunkelter Spitze und zart behaart. Zange ^2) 
durchaus fast gleichbreit, circa viermal so hoch als breit, an der Basis mit einer 
sehr geringen Biegung nach vorn, daher daselbst am Vorderrande ein wenig 
concav und am Hinterrande dem entsprechend convex, an der Spitze schief ab- 
gestutzt, wodurch sie vorn etwas niedriger als hinten ist, blassbraun an der 
Spitze dunkel, fast schwarz, zart behaart, von hinten besehen eine schmale 
bildend. Das trogförmige Genitalsegment hat nach hinten eine stärkere Aus- 
bauchung als diess bei den Psyllen gewöhnlich der Fall ist und steht daher 
mit seinem Ende über die Basis der Zange ziemlich weit hinaus. Es ist licht- 
braun, unten und hinten stark verdunkelt und besonders nach hinten zu fein, 
aber dicht behaart. Untere Genitalplatte des Q (Taf. I, Fig. 12) kaum so lang 
als die Hälfte der Hinterschenkel, fast ebenso breit als lang, hinten stumpf ab- 
gerundet und daselbst in eine dünne, nach aufwärts gebogene Spitze ausgezogen, 
welche ein wenig kürzer als die Genitalplatte ist; obere Genitalplatte des 9 
ähnlich wie die untere geformt, nur ist der schmale Theil derselben gerade, 
etwas dicker, durchaus gleichdick und ragt zur Hälfte über die feine Spitze der 
unteren vor. Beide Genitalplatten sind dunkel- oder schwarzbraun, nach ihrer 
Basis zu lichter, an dem breiten Theile mit feinen, langen Haaren, an dem 
schmalen mit mikroskopisch kleinen Dörnchen besetzt. 

Körperlänge 2 Mm. bei cT und 9- 

Das unvollkommene Insekt ist nicht breit oval, sondern etwas über zwei- 
mal so lang als breit, auch ist sein Hinterleib nicht kreisrund, sondern nach 
hinten etwas verschmälert und hat die Form eines halben Ovales. Es ist anfangs 
fast weiss, beinfarben und wird bei seiner weiteren Entwicklung mehr gelblich 
oder grünlich. Der Rücken zeigt in der Regel eine sehr zarte, undeutliche, 
bräunliche Zeichnung, welche aus kurzen Strichen und Punkten besteht^ wovon 
nur vier grössere, zwischen den Flügelscheiden liegende Punkte auffällig. sind. 
Nicht selten ist aber diese Zeichnung ganz verblasst. Die ganze Oberseite des 
Körpers bedeckt ein dichter, feiner, weisser Haarwuchs, welcher am Scheitel 
etwas länger, am Abdomen aber sehr lang ist. Die Augen und Tarsenenden 
sind braun und bei manchen Individuen zeigen auch die mittleren Abdorainal- 
segmente bräunliche Einschnitte. 



Zur Biologie und Chiirakteristilc der Ptiyllodeii. 2\'>) 

Die Jungen dieser Art leben auf der Unterseite der Blätter von Sorhus 
Aria L., wo sie, in dem weissen Filze dieser Blätter förmlich vergraben, in 
den Nervenwinkeln sitzen. Hierdurch und in Folge ihrer eigenen lichten Färbung 
entgehen sie leicht der Wahrnehmung und Auffindung, welche noch dadurch 
erschwert wird, dass keinerlei Veränderung an der Oberseite der Blätter ihre 
Anwesenheit verräth. Uebrigens ist diese Psylla in manchen Localitäten so 
häufig, dass oft kein Blatt der genannten Pflanze von ihr unbesetzt bleibt. 

Ich fand diese Jungen im Wienerwalde stets erst im August und September 
und erhielt in der zweiten Hälfte des letzteren Monats aus meinen Zuchten die 
ersten Imagines, um welche Zeit ich sie auch gewöhnlich im Freien antraf. 
G. V. Frauenfeld '^) beobachtete die Jungen dieser Psylla ebenfalls erst im 
Spätsommer und Herbst und auch Dr. Flor fing sein Exemplar im September. 
Diese späte Entwicklung legt die Annahme nahe, dass bei Psylla brevianten- 
nata Fl. ausser der Herbstgeneration auch noch eine Frühlingsgeneration auftritt, 
welche jedoch bis jetzt in Folge der Schwierigkeiten, die sich der Wahrnehmung 
dieser kleinen Geschöpfe entgegensetzen, noch nicht zur Beobachtung gelangte. 
G. V. Frauenfeld, dessen bezüglicher Mittheilung i^) eine ziemlich gelungene 
Abbildung des Vorderflügels dieser Psylla beigedruckt ist, gibt nur eine dürftige 
Beschreibung der Jungen. Die daraus erzogenen Imagines konnte er nicht 
bestimmen, weil ihm damals nur die Arbeit Förster's über Psylloden*) be- 
kannt war. 

Psylla pruni Scop. 

(Taf. I, Fig. 10.) 

Chermes pruni Scopoli, Entom. carniol. 1763, p. 140. 

Psylla fumipennis' 1 Förster, Verh, d. naturh. Ver. d. preuss. Rheinl. 1848, 

— pruni i T. V, p. 76 und 77. 

— — Flor, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou 1861, B. 34, p. 370. 

Zeitlich im Frühlinge, wenn an den Prumis-Arten die Knospen noch ge- 
schlossen sind, trifft man die überwinterten Imagines dieser leicht kenntlichen 
Art vereinzelt auf verschiedenen Sträuchern. Später aber gegen Ende April, 
findet man sie schon zahlreicher und zwar an den bereits entwickelten Blatt- 
trieben von Prunus, wo sie sowohl auf den Achsen der Triebe als auch auf 
der Unterseite der Blätter ihre Eier absetzen. Aus den Eiern entwickeln sich 
in kurzer Zeit die Jungen, welche sich dann an der äussersten Triebspitze in 
den Achseln der Blätter und Nebenblätter festsetzen. 

Die Jungen sind oval, linsenförmig flachgedrückt, mit breit abgerundetem 
Hinterleibe und ziemlich scharfem Körperrande. Ihre Körperfarbe ist dunkel- 
grün. Auf dem Scheitel befinden sich zwischen den Augen zwei grosse, gelb- 
lichtbraune Flecke, welche in der Mitte des Scheitels der Länge nach breit 
getrennt sind; der Rücken hat zuweilen einige, meist aber undeutliche Punkte 
und Striche von derselben Farbe. An dem Abdomen sind die hintere Hälfte 

1«) Frauenfeld, Verh. d. zool.-bot. Ges. 1866, B. 16, p. 978. 



20f) FrHnz Low. 

desselben und die Segmenteinschnitte mehr oder weniger dnnkel gelbiichbraun. 
Fühler und Beine gelbbraun, blos ihre äussersten Spitzen schwärzlich, letz- 
tere spärlich behaart. Cljpeus ") bräunlich angehaucht. Augen grauroth. Flügel- 
scheiden gelbbraun, blos am Eande mit einigen am Ende gelinöpften, bräunlichen 
Haaren besetzt. Rings um den Rand des Abdomen befinden sich 16 — 18 bräun- 
liche Haare, welche mehr nach hinten gerichtet sind und von denen sechs, 
in gleichen Abständen von einander stehende ungeknöpft und fast zweimal so 
lang sind als die anderen, am Ende geknöpften Haare. Die Ober- und Unter- 
seite des Leibes ist nackt bis auf den Scheitel, welcher mit einigen zarten 
Härchen besetzt ist. Diese Jungen scheiden kein wolliges oder flaumiges Secret 
aus, nur an der Unterseite ihres Abdomen zeigt sich öfter ein weisser Beschlag 
Ihre Excremente bestehen blos aus glashellen Tropfen. 

Die aus diesen Jungen entstehenden, von Mitte Juni erscheinenden Ima- 
gines sind viel lichter gefärbt als die überwinterten, von denen sie herstammen 
und entsprechen grösstentheils in der Färbung der PsyUa fumipennis Frst. 
Es ist sohin diese Förster'sche Species nichts anderes als die im Sommer auf- 
tretende, lichtere Farbenvarietät von Ps. pruni Scop., mit der sie auch alle 
übrigen Merkmale gemein hat und daher identisch ist. 

Ich habe der ausführlichen Beschreibung, welche Dr. Flor (1. c.) von 
dieser Art gibt, nur noch beizufügen, dass auch einzelne Individuen vorkommen, 
an denen alle sonst gelblich oder röthlich gefärbten Körpertheile grün sind, ja 
sogar auch solche mit grünen Stinikegeln und ebensolchem Hinterleibe, der 
oben nur etwas dunklere Binden und gelbe Segmentränder hat. Ferner dass 
die überwinterten Imagines, wie bei den meisten übrigen Species, etwas grösser 
als die aus der Frühlingsbrut entstehenden sind. 

Meine Exemplare stammen alle aus dem Wienerwalde, wo diese Art 
nicht selten ist. 

Psylla crataegi Frst.'^) 
(Taf. I, Fig. 13-14.) 

Ps. crataegi Förster, Verh. naturh. Ver. d. preass. Rheinl. 1848, T. V, p. 75. 

— — Nördlinger, Kl. Feinde d. Landw. 1869, 2. edit, p. 574. 

— pityopUla Flor, Bull. Soc. Imp. Nat. Moscou 1861, T. 34, p. 369. 

— oxyacanthae Meyer- Dürr, Mitth. Schweizer ent. Ges. Schaif hausen 1871, 

T. IIT, p. 393. 



'") Bei dieser Art wurde bisher Scopoli jedoch mit Unrecht als Autor angeführt, denn 
nach der KeBchreihung, welche er (Ent. carn. 1763, p. 139) von seinem Chermex crataegi gibt nnd 
welche lautet: „Larva plumbeo vire.ns ; pUca abdominis longitndinali media. In convoJutis et lae-'iis 
foliis Crataegi spinosi. Tnnectum non vidi"' hat er nicht Ps. crataegi Frst. sondern wahrscheinlich 
Aphix crataegi Kit. oder Aphig oxyacaiithaf Koch vor sich gehabt. 

Anders ist es bei Schranlc. Dieser beschreibt iFauna Koica T. II, ISOI. p. 142) unter 
dem Namen Chermes crataegi (Scop.) die Imago einer echten Psyllode. welche jedoch von Psylla 
crataegi Frst. dadurch verschieden ist, dass der Hinterrand ihrer Vorderflügel „in seiner ganzen 
Länge mit wässerig schwarzen Punkten heNetzt" ist und das? ihre .Tungen ein wolliges Secret 
ausscheiden. 



Zur Biologie uud Charakteristik der PsylloJen. ^JÜT 

Die überwinterten Iniagines dieser Art linden sich meist gegen Ende 
April auf den jungen, zarten Trieben von Crataegus Oxyacantha L. ein, um 
ihre Eier darauf abzusetzen. Sie sind zu dieser Zeit sehr dunkel gefärbt, braun 
oder rothbraun und repräsentiren alsdann jene Farbenvarietät, welche Meyer- 
Dür (1. c.) als eigene fcjpecies unter dem Namen Fs. oxyucanthae beschrieben 
hat. Die Jungen, welche aus den von diesen überwinterten Individuen gelegten 
Eiern entstehen, entwickeln sich zu Imagines, .die in der Färbung nicht nur 
von ihren Eltern stark abweichen, sondern auch unter sich variiren. Die ver- 
schiedenen Farbenvarietäten dieser Frühlingsgeneration wurden von den Autoren 
unter den Namen Ps. crataegi Frst. uud Ps. pityoiihila Fl.'*) beschrieben. Es 
sind somit alle unter den vorgenannten Namen bisher aufgeführten, grünen, 
gelben, röthlichen, bräunlichen, braunen und rothbraunen Psyllen blos Varie- 
täten einer Art, für welche der Name Ps. crataegi Frst, als der passendste bei- 
zubehalten ist. 

Um diese Art in ihrem ganzen Umfange anschaulich zu machen, müsste 
man die von ihren Varietäten existirenden Beschreibungen in eine verschmelzen. 
Da es aber bei einer so variablen Art hauptsächlich nur auf die Angabe von 
constanteren, plastischen Merkmalen ankömmt und eine erschöpfende Beschreibung 
aller ihrer Farbenvarietäten fast eine Unmöglichkeit ist, so beschränke ich mich 
im Folgenden auf eine Zusammenstellung der Ersteren. 

Scheitel flach, am Hinterrande schwach ausgeschnitten, zwischen den 
Augen zweimal so breit als in der Mitte lang, mit den gewöhnlichen zwei 
seichten Eindrücken. Stirnkegel so lang als der Scheitel in der Mitte, im 
Vergleich mit der Ebene des Scheitels nur wenig nach abwärts geneigt, aus 
bieiter Basis allmälig verschmälert und mehr oder minder scharf zugespitzt, 
oft am Ende stumpf abgerundet, bei manchen Individuen parallel stehend, bei 
anderen mehr oder minder divergirend. Fühler 1 Mm. lang, reichen fast bis an 
das Ende des Thorax; drittes Fühlerglied IV4 so lang als das vierte. Vorder- 
flügel (Taf. I, Fig 14) 2V2mal so laug als in der Mitte breit, ausserhalb der 
Mitte deutlich breiter; Flügelrandraal breit und laug, allmälig verschmälert, 
^k—'^li des Radialstückes der Costa einnehmend; Cubitalstück der Randader am 
kleinsten unter den zwischen der ersten Gabelzinke und der Spitze des Radius 
liegenden vier Raudabschnitten; Radialzelle deutlich schmäler als die Discoidal- 
zelle; Flügeladern bleich, oder gegen ihre Enden schwärzlich oder ganz dunkel- 
braun; Flügelfläche in der Regel glashell, bei manchen Individuen aber mit 
Andeutungen von Läugsschatten in den Zellen. Genitalplatte ß) des cT (Taf. I, 
Fig. 13) ohne seitliche Fortsätze oder Erweiterungen, mit ihrem oberen Ende 
ein wenig nach hinten geneigt, iy2™al so hoch als die Zange, zart behaart; 
Zange '2) gerade, kurz vor ihrem Ende rasch zugespitzt, am Vorderrande gerade. 



'*) Dass Psylla pityophila Fl. mit Ps. crataegi Frst. identisch ist, habe ich scheu aus der 
Beschreibung derselben vermuthet. Eine Vergleichung meiner gezogenen Individuen \on Ps. cra- 
taegi mit von Dr. Flor erhaltenen Typen der Ps. pityophila, sowie mit Exemplaren , welche mir 
unter letzterem Namen von Dr. Putoii aus Frankreich gesendet wurden, b.'stätigte vollständig 
die Identität dieser beiden Arten 



208 Prauz Low. 

in der Mitte des Hinterrandes ein wenig coucav, an der Basis desselben etwas 
erweitert und mit längeren Haaren besetzt als an den übrigen Theilen, viermal 
so hoch als an der Basis breit, von hinten besehen O-förmig.^^) Untere Geni- 
talplatte des 9 ttwas länger als die Schenkel der Hinterbeine, aus breiter Basis 
allmälig zugespitzt, um circa Ys ihrer Länge kürzer als die obere. Selbst an 
den dunkelsten Exemplaren ist die Unterseite des Metathorax, hinter den Hüften 
der Springbeine stets lichter gefärbt als der übrige Körper. Ganz reine und 
vorwiegend überwinterte Exemplare zeigen an den Seiten und auf der Unter- 
seite von Thorax und Abdomen stellenweise eine geringe, bläulich - weisse 
Bereifung. 

Eine weitere Eigenthümlichkeit von Ps. crataegi Erst, ist noch die ver- 
schiedene Färbung ihrer Jungen. Als ich die ersten Triebspitzen von Crataegus 
sammelte, welche mit Jungen von Ps. crataegi besetzt waren, fiel mir die un- 
gleiche Färbung der letzteren sehr auf und ich vermuthete damals die Jungen 
von mindestens zweierlei Psyllen vor mir zu haben. Ich unterzog sie daher 
einer genauen Untersuchung und obgleich ich in den plastischen Merkmalen 
derselben keinen Unterschied constatiren konnte, hielt ich es zur völligen Er- 
mittlung ihrer Gleichartigkeit dennoch für nöthig, die lichten, einfarbigen Indi- 
viduen von den übrigen zu trennen und gesondert zu erziehen. Das Resultat 
liess meine anfängliche Vermuthung als eine irrige erscheinen, denn aus beiden 
Zuchten gingen von Ende Mai an nur Imagines einer Art, nämlich der Ps. cra- 
taegi Erst, in vielen Farbenvarietäten hervor, wobei es sich nicht selten ereignete, 
dass aus lichten Jungen dunkelfarbige Imagines und umgekehrt aus dunklen 
Jungen lichte entstanden. 

Das unvollkommene Insekt ist breit oval, linsenförmig flachgedrückt, mit 
breit abgerundetem Abdomen, entweder einfarbig lichtgrün ohne Zeichnung oder 
grün bis schmutziggrün mit mehr oder weniger dunklen, braunen Flecken und 
Zeichnungen. Bei Individuen mit letztgenannter Färbung läuft vom Vorderrande 
des Kopfes bis zur Mitte des Hinterleibes in der Richtung der Mittellinie des 
Körpers eine sehr schwache, massig breite, grüne Erhabenheit, zu deren beiden 
Seiten symmetrisch angeordnet am Scheitel zwei grosse Flecke, am Thoraxrücken 
vier kleine Flecke und 6 — 8 Punkte und Linien und in der vorderen Hälfte des Ab- 
domen an den Segmeuteinschnitten Striche von brauner Farbe liegen. Bei ihnen 
sind auch noch die Flügelscheiden, die hintere Hälfte des Abdomen und die Tarsen, 
ja zuweilen die ganzen Beine von solcher Färbung, welche an den betreflenden 
Stellen von einem bräunlichen Anfluge bis beinahe zum Schwarzbraunen variirt. 



'") Dr. Flor'8 Angabe über die Höhe der Zange seiner Psylla pitt/opliila (er nennt sie 
5 fimal HO hoch als breit) trifft nicht immer zu, weil die beiden Theile der Zange nicht immer 
gleich gekrümmt sind, was besonders bei troclcenen Stücken der Fall ist, an denen die Zangen- 
theile oft ganz verdreht stehen. Nach meinen Untersiiehnngen au lebenden E.xMiiplaren erscheint 
die Zange bei der Seitenannicht ohne Quetschung knapp viermal so hoch als an der Basis bieit. 
Dass die Zange an trockenen Exemplaren höher erscheint rührt auch noch von dem Schmäler- 
werdeu dnrt)elbeii beim Eiiitrockueu her. 



Zur Biologie niul Cliaralcteristik dev PHylloden. 209 

Die Flügelscliciden, welche an den lichten Individuen weisslich, gelblich 
oder grünlich und transparent sind, haben weder oben noch nnten eine Be- 
haarung, nur ihr äusserer Rand ist mit 6—8 kurzen am Ende geknöpften Haaren 
besetzt. Auch der übrige Kür}-er ist nackt, nur der Scheitel trägt eine spärliche, 
kurze Behaarung und am Rande der hinteren Hälfte des Abdomen stehen 10 
kurze, geknöpfte und 6 lange, ungeknüpfte, hyaline Haare in fast gleichen Ab- 
ständen von einander, welche nicht wie bei den Jungen von Ps. pruni Scop. 
nach hinten gerichtet sind, sondern strahlig abstehen. Die Augen sind roth; 
die Fühler gewöhiilich nur an der Spitze braun oder schwarz, manchmal aber 
auch geringelt. 

Diese Jungen, welche keine wollige oder flockige Secretion haben, halten 
sich stets nur an der äussersten Spitze der Triebe von Crataegus zwischen den 
jungen Blättern auf, ohne an denselben eine Deformation zu bewirken Ihre 
Anwesenheit wird daher blos durch die Excremente verrathen, welche als weisse, 
am Ende geknöpfte Stränge zwischen den Triebspitzenblättern sichtbar sind. 

Die vorher besprochene Ungleichheit der Jungen in Bezug auf ihre Farbe 
scheint nicht blos local aufzutreten, denn alle von mir zur Vermehrung meines 
Zuchtmateriales im Wienerwalde, im Prater und in den Gärten in Wien gesam- 
melten Craiaegus-Tnebe waren, obgleich von verschiedenen Orten stammend, 
stets mit Jungen von ungleicher Färbung besetzt. 

G. v. Frauen fei d gab schon 1864 in den Verb. d. zool.-bot. Ges. B. XIV., 
p. 691 eine kurze Beschreibung der dunklen Varietät der Jungen dieser Art, 
über ihre Lebensweise machte er jedoch daselbst eine irrige Angabe, indem er 
die von ApMs oxyacanthae Koch herrührenden, rothen oder gelben Auftrei- 
bungen dev Blätter von Crataegus für das Product von Psylla crataegi ansah. 



Trioza Walheri Erst. 
(Taf. I, Fig. 15—16.) 



Trioza TFoZfcervFürster, Verh. d. naturh. Ver. d. preuss. Rheinl. 1848, T. V, p. 88, 
— — Flor, Rhyn. Livl. 1861, T. II, p. 494. 

So häufig und verbreitet Trioza Walkeri Erst, ist, so liegen über ihre 
Lebensweise bis jetzt doch nur zwei kurze Daten von Dr. Flor und G. v. Frauen- 
feld vor, welche sich aber fast nur auf Angaben über die Deformation beschränken, 
die durch die Jungen dieser Art an den Blättern von Ehamnus hervorgerufen 
werden. G. v. Frauenfeld, welcher (Verh. d. zool.-bot. Ges. 1861, B. XI, 
p. 169 — 170, Taf. II D, Fig. 5—6) eine Beschreibung rrnd Abbildung der De- 
formation gibt, bezeichnet JRhainnus Frangula L. als die Wirthpflanze dieser 
Trioza, während Dr. Flor L'hani. aithrirfica L. als solche angibt. Nach meinen 
vielfältigen Beobachtungen über diesen Gegenstand muss ich Frauenfeld's 
Angabe als eine irrige bezeichnen, denn selbst in solchen Fällen, wo die beiden 
geuannti.n Bhamnus- Arten neben und zwischen einander wachsen, bleibt Rham. 
Frangula L. allezeit von den Jungen der Trioza Walke^-i Fr.st. unberührt. 
Z. B. fies. B. XXVI. Khh. 27 



210 Franz T.ftw. 

Schon Anfangs Mai findet man die erwähnte Deformation an den Blättern 
von jRham. cuthartica L. Sie ist zu dieser Zeit jedoch noch sehr schmal und 
unscheinbar und besteht in einer Einrollung des Blattrandes nach oben, welche 
erst im Juni ihre volle Grösse und Ausbildung erlangt und dann eine dicke, 
fleischige, fast knorpelige, festgeschlossene Rolle bildet, in deren innerem Hohl- 
räume nur wenige, höchstens 5 oder 6 Junge der in Eede stehenden Tno^'a-Art 
leben, die sich meist erst im Juli (in späten Jahren erst Ende Juli) zur Imago 
verwandeln. Diese hat entweder eine gelbliche, röthliche, bräunliche, braune 
oder auch eine grünliche mehr oder minder dunkle Grundfarbe und variirt auch 
hinsichtlich der Flügelfärbung, denn, abgesehen davon, dass die drei glashellen 
Flecken, welche sich in ihrem Vorderflögel befinden, an Grösse variiren, was 
besonders von dem in der Mitte des Vorderrandes liegenden gilt, und auch die 
braune Färbung dieser Flügel nicht gleich intensiv ist, kommen nicht selten 
Individuen vor, bei denen die Vorderflügel durchaus gleichmässig dunkelbraun 
gefärbt und ohne alle lichtere Flecke sind. 

Das unvollkommene Insekt ist breit oval, sehr flach, ganz kahl, anfangs 
ockergelb, später grün und hat in der Mitte des ganzen Körpers einen breiten, 
mehr oder minder intensiv rothen Längsstreifen, welcher sowohl oben als unten 
sichtbar ist. Seine Fühler stehen wie bei allen Jungen der Gattung Trioza 
an der Unterseite des Kopfes ein wenig innerhalb des vorderen Kopfrandes und 
sind kurz und in ihrer Endhälfte nicht kenntlich gegliedert. Es hat braune Augen 
und sein scharfer Körperrand ist in seinem ganzen Umfange mit einer Eeihe 
dicht aneinander stehender, kleiner Zäpfchen gesäumt, aus denen eine spärliche 
Secretion in Gestalt feiner, weisser Fäden stattfindet. Diese Fäden zerbrechen 
leicht und bedecken sodann als pulverige oder feinflockige Masse den Körper 
dieser Thiere sowie auch die Innenwände der genannten, ihnen zum Aufenthalte 
dienenden Blattrandrollungen. Die Jungen verlassen vor ihrer Verwandlung zur 
Iraago diese Blattdeformationen, welche sich zur bestimmten Zeit, analog den 
Aphiden-Gallen, von selbst offnen und zerstreuen sich auf beiden Blattflächen, 
wo sie dann ihre Metamorphose beenden, indem sie zum letzten Male ihre Haut 
abstreifen. So lange daher die Gallen geschlossen sind, haben die sie bewohnenden 
Jungen ihre völlige Reife noch nicht erlangt. 

Diese Art kommt im Wienerwalde häufig vor, allwo sie von mir im 
Weidlingbachthale und von G. v. Frauenfeld in der Brühl bei Mödling ge- 
funden wurde. 

Letzterer hat (I.e.) die von Schrank (Fauna Boica 1801, T. 11, Abth. 1, 
p. 141) unter dem Namen Chermes rhamni bloss im Jugendstadiuni beschriebene 
Psyllode für identisch mit obiger gehalten und daher diesen Namen als syno- 
nym zu ihr gezogen, ohne zu berücksichtigen, dass Schrank in seiner Be- 
schreibung den Leib des unvollkommenen Insektes durchscheinend nennt, was 
bei dem von Trioza \ralken Erst, nicht der Fall ist. Der Umstand aber, 
dass Schrank nichts von einer Blattdeformation erwähnt, liess G. v. Frauen- 
feld im weiteren Verlaufe seiner Mittheilang doch wieder die Identität der 
genannten Blattsauger bezweifeln und nicht mit Unrecht, denn Schrank's 



r 



Zur Biologie uiirt OliaiakteriBtik der Psylloden. 21 1 

Clicrmes rhamni ist wirklich eine andere Species, Avelche zwar auch &\if Rhamnns 
cathartica L. lebt, aber daselbst eine andere viel unscheinbarere Blattdeforination 
bewirkt. (Sielie die nachfolgende Beschreibung von Trioza rhamni Schrk.) 

Trioza rhamni Schrk. 
(Taf. I, Fig. 17—18.) 

hennes rhamni Schrank, Fauna Boica 1801, T. II, Abth. 1, p. 141. 

'rioza abieticola Förster, Verh. d. naturh. Ver. d. preuss. Rheinl. 1848, T. V, \). 88. 

- — Flor, Rhyn. Livl. 1861, T. II, p. 496. 

— argyrea Meyer-Dür, Mitth. Schweiz, ent. Ges. Schaflfhaus. 1871, T III, p. 390. 

Auf denselben Sträuchern von Bhamnus cathartica L., auf welchen ich 
die Jungen der Trioza Wallceri Frst. antraf, habe ich auch durch mehrere 
Jahre hindurch auf den Blättern die Jungen einer anderen Trioza-kxi beobachtet, 
welche ohne Zweifel mit denen identisch sind, die schon Schrank auf derselben 
Pflanze gefunden und (1, c.) wie folgt beschrieben hat: „Nr. 1249. Kreuzbeer- 
Blattsauger = Ghermes Bhamni. Wohnort: am Kreuzbeerstrauche im Junius. 
Die Larve grün, flach gedrückt, schildförmig, mit durchscheinigem Leibe; der 
Rand der Flügclscheiden und des gerundeten Hinterleibes gefranset. Das voll- 
kommene Insekt kenne ich nicht". 

Durch die wiederholte Zucht gelangte ich zur vollständigen Ueberzeugung, 
(iass diese jungen Psj'lloden derjenigen Species angehören, welche zuerst von 
Förster (1. c) unter dem Namen Trioza abieticola beschrieben wurde. Dieser 
Speciesname hätte sonach, da Schrank das vollkommene Insekt nicht be- 
schrieben hat, die Priorität; nachdem er jedoch kein glücklich gewählter ist 
und seine Entstehung blos dem zufälligen Auffinden einiger Iniagines auf Tannen 
verdankt, daher zu der irrigen Annahme verleitet, Äbies pectinata DC. sei die 
Futterpflanze dieser Trioza und weil sie auch in Gegenden vorkommt, wo Nadel- 
hölzer gar nicht wachsen, so habe ich es vorgezogen, den ihr von Schrank 
gegebenen Namen zu gebrauchen, welcher auf jene Pflanze hinweist, die den 
Jungen dieses schönen Blattspringers als Nahrungspflanze dient, mithin bezeich- 
nender für die Species ist. 

Je nach der Witterung, entweder schon im April oder erst im Mai, findet 
man auf Bhamnus cathartica L. die überwinterten Imagines beider Geschlechter. 
Sie begatten sich um diese Zeit, worauf das 9 seine Eier vereinzelt an die 
Unterseite der noch zarten Blätter absetzt. Nach kurzer Zeit zeigen diese Blätter 
auf ihrer Oberseite sehr kleine pustelartige Erhabenheiten, denen unten grübchen- 
förraige Einsenkungeu entsprechen , in welchen die Eier vereinzelt liegen.'") 
Ungefähr in 8 — 10 Tagen entschlüpft die junge Trioza dem Ei und bleibt in 
der erwähnten Blatteinsenkung anfangs saugend sitzen. Bei jeder folgenden 
Häutung verlässt sie jedoch ihren Platz und setzt sich an einer' anderen Stelle 

'"j Dieselbe Deformation an den lilättern von Rhamnus lalhartica L. hat auch Dr. Thoma» 
in neuester Zeit bcBchriebeu (b. Giebel's Zeitseh. f. d. ges. Naturw. 1875, B. 40, p. 44,5). 

27* 



212 Franz Low. 

. der Blattuutcrseite (selten auch an der Blattüberseite) mit Vorliebe iu deii Nerven- 
wiükeln fest. Die Blätter erleiden nur durch das Ablegen der Eier die vorher 
besprochene geringe Deformität, das Saugen der Jungen bringt an ihnen keine 
Veränderung hervor. 

Die junge Trioza dieser Art ist broit oval, ausserordentlich stark flach 
gedrückt, ganz kahl, glänzend, anfangs gelblich später bleichgrün, durchscheinend, 
gegen den Körperrand zu fast farblos. Ihre trübbyalinen Flügelscheideu sind 
an ihrem Aussenrande ebenso wie der scharfkantige Eand des Kopfes und des 
Hinterleibes mit haarartigen, cylindrischen, gleichdicken, glashellen Stäbchen 
gesäumt, welche einreihig dicht neben einander stehen und strahlenaitig das 
ganze Thier umgeben. Jedes solche Stäbchen hat an seiner Basis zwei mikro- 
skopisch kleine Absätze, man könnte sagen Glieder, welche durch ihre Gleich- 
heit und regelmässige Anordnung eine Doppellinie bilden, welche den Körper- 
rand umsäumt. Dieser Strahlenkranz ist am Kopfe und Abdomen 2— 3mal so 
lang als an den Flügelscheiden, am Kopfe ungefähr so lang als die Fühler, 
welche an der Unterseite des Kopfes etwas innerhalb des Kopfrandes stehen, ziem- 
lich dick, kahl und nur an ihrer Basis deutlich gegliedert sind. Die Beine haben 
keine Behaarung, nur das zweite Tarsenglied trägt eine an ihrem Ende geknöpfte 
Borste. Die Augen sind verhältnissmässig klein und dunkelbraun. Die ausser- 
ordentliche Plattheit des Körpers dieser Thiere und ihre Gleichfarbigkeit mit 
der Unterseite der J?/ta«wms-BIätter erschwert ihr Auffinden ungemein und mag 
wohl theilweise die Ursache sein, warum sie nicht schon öfter beobachtet wurden. 

Die im Sommer von Mitte oder Ende Juni an sich entwickelnden Ima- 
giues zeigen hinsichtlich der Körperfärbuug eine grosse Verschiedenheit. Sie 
sind entweder grün, gelb, gelbgrün, gelbbraun, braungrün oder braun mit dunk- 
leren Zeichnungen und Flecken, nach der Ueberwinterung aber dunkelbraun 
bis beinahe schwarz. Constant ist an ihnen ausser den von Dr Flor (1. c.) 
angegebenen plastischen Merkmalen und den stets glashellen Flügeln blos die 
Zeichnung der weissen Körperbestäubung, welche jedoch an den mit dem Netze 
oder dem Streifsacke gefangenen Individuen nie rein erhalten ist. Zu ganz 
reinen Exemplaren gelangt man entweder durch die Zucht, oder indem man 
gefangene Individuen mit frischer Nahrung versieht und so noch einige Zeit am 
Leben erhält. 

Die durch Secretion entstehende, weisse, wachsartige Körperbestäubung 
erreicht erst am dritten Tage nach dem Ausschlüpfen der Imago ihre Vollstän- 
digkeit und verschwindet nach dem Tode entweder wieder ganz oder blos zum 
Theile. Sie bedeckt fast den ganzen Kopf und Thorax mit Ausnahme der 
Unterseite der Stirnkegel, der Fühler, Beine sammt den Hüften, zweier von den 
Augen über die Flügelwurzeln bis an den Hinterrand des Thorax reichender, 
ziemlich schmaler, gerader Längsstrcifeu und einer Stelle jederseits des Meta- 
thorax längs dessen Hiuterraude, worauf jedoch drei weisse Punkte übereinander 
stehen und überzieht das Abdomen unten und an den Seiten. Auf der kahlen 
Oberseite des letzteren ist das erste Segment ganz bestäubt, während die an- 
deren vom dritten an in dir Mitte einen weissen Secretionsfleck tragen, welcher 



Zur Biologie uiui Charakteristik der Psylloden. 213 

am tlritten Segmente punktförmig ist, auf jedem folgenden aber an Grösse zu- 
nimmt und am sechsten jederseits die seitliche Bestäubung berührt. Der weiss- 
bestäubte Clypeus*') hat in der Regel vorn zwei schwarze Punkte. Der aus- 
führlichen Beschreibung, welche Dr. Flor von dieser Art gibt, habe ich nur 
noch beizufügen, dass die schwarze Fühlerspitze um ein Geringes dicker erscheint 
als die vorhergehenden Glieder der Fühlergeissel. 

Ich habe diese Art im Weidlingbachthale, in der Brühl, in Schönbrunn 
und im Prater bei Wien gefunden. Dr. Thomas-") bezeichnet als weitere 
Fundorte Ohrdruf bei Gotha, Feldafing am Starembergersee, den Park der 
Schwaige Wang bei Garmisch und Berchtesgaden. Im botanischen Garten zu 
Wien kommt sie sehr zahlreich auch auf einer caucasischen BJiumnns- Art 
nämlich auf Hhamnus spathnJaefolia E. et M. vor. 

Die von Meyer-Dür unter dem Nameu Trioza argyrea als neue Species 
beschriebene Psyllode halte ich für nichts Anderes, als eine der im Sommer 
vorkommenden, grünen Varietäten von Trioza rhamni Schrk., wesshalb ich sie 
auch unter die Synonyma dieser Art gestellt habe. 

Trioza jiavipennis Frst. 

(Taf. I, Fig. 19—22.) 
l'r. iluvipennis Förster, Verb, naturh. d. preuss. Rheinl. 1848, T. V, p. 98. 

— — Flor, Ehyn. Livl. 1861, T. II, p. 521. 

— Focff-teri Meyer-Dür, Mitth. Schweizer cntol. Gea. Schaffhauseu 1871, 

T. III, p. 390. 

unter den Mittheiluugen, welche ich bereits über die Lebeusweise dieser 
Species gemacht habe, 2') befinden sich einige Angaben, welche ich durch neuere, 
von mir angestellte Beobachtungen zu berichtigen in der Lage bin. Erstens: 
Die Ursache des gleichzeitigen Vorhandenseins von Jungen und vollkommenen 
Insekten jeden Alters auf einer und derselben Pflanze ist nicht, wie ich glaubte, 
in einer Unregelmässigkeit der Entwicklung, sondern in dem ungleichzeitigen 
Absetzen der Eier durch die überwinterten 9 zu suchen. Zweitens: Die auf 
den Nahrungspflanzen dieser Trioza vorkommenden Blatt-Deformationen {Hemi- 
ptero-Cecidien nach Dr. Thomas) werden nicht, wie ich vermuthete, durch das 
Saugen der jungen Thiere, sondern schon durch das Anheften der Eier an die 
Blätter hervorgerufen. Drittens : Es überwintern nicht blos die 9> SL>ndern sowohl 
ö^ als 9 Qßd die Begattung findet erst im Fiühlinge statt, worauf die 9 il^i"^ 
Eier auf die Blätter von Lactuca nmralis Don., Hieracium Pilosella L., pra- 
teuse Tsch., praealtum Vill. und ähnliche absetzen. 

Die aus diesen Eiern hervorgehenden Imagines sind bedeutend lichter als 
die überwinterten, welche im Leben eine dunkelrothe Färbung haben, nach dem 
Tode diese aber verschieden verändern und entweder lichter oder viel dunkler 
werden. Aber auch die Nahrungspflanze und vielleicht auch ihr Standort beein- 
flussen die Färbung der Imagines, denn, wie ich zu beobachten wiederholt 
Gelegenheit hatte, gehen aus den im Waldesschatten auf Lactuca lebenden 

") r. Low, Verhandl. d. zool.-bot. Ges. :S71, B. 2), p. 843 und 1873, B. 23, p. 141. 



Zl-i Franz Low. 

Jungen viel lichtere Imai^iuc« hervor, als diejenigen sind, welche sich auf 
sonnijifen Wiesen an Hieracium-Aiicn entwickeln. 

Den hisher hekannt gewordeneu Fundorten dieser Art sind noch Berchtes- 
gadcn und das Partnachthal in Oberbaiern anzureihen, welche Dr. Thomas in 
seiner in Giebel's Zeitsch. f. d. ges. Naturwiss. 1875, B. 46 unter dem Titel: 
„Durch Psylloden erzeugte Cecidien an Äegoiwämm und anderen Pflanzen" er 
schienenen, interessanten Arbeit angibt. 

Da bei dieser Art sehr häufig auch solche Individuen vorkommen, welche 
genau dieselbe Färbung zeigen, die Meyer -Dür von seiner Trioza Foerstcn 
angibt, so nehme ich um so weniger Anstand, diese letztere als blosse Farbeu- 
varietät von Trioza flcwipennis Frst. zu betrachten und daher als synonym zu 
ihr zu ziehen, als auch die wenigen plastischen Merkmale, welche Meyer- Dür 
angibt, bei beiden Arten völlig übereinstimmen. 

Erklärung der Abbildungen. 22) 

Taf. I. . 

Fig. 1. Abdomen des cT von Psylla vihurni m. 
s die 6 ringförmigen Segmente, 
t das trogformige Genitalsegment, 
g die Genitalplatte, 
z die Zange. 

p der Penis im eingeknickten Zustande, 
a der After. 

2. Vorderflügel von Psylla vihurni m. 

ah vorderes Basalstück der Randader (pars basalis costae anterior). 

hc Radialstück der Randader (pars radialis costae). 

cd Discoidalstück der Randader (pars discoidalis costae), 

de Rand der 2. Randzolle (margo cellulae marginalis secundae), 

ef Cubitalstück der Randader (pars cubitalis costae), 

fg Rand der 1. Raudzelle (margo cellulae marginalis primae), 

gh Rand der hinteren Basalzelle (margo cellulae basalis posterior). 

ha Rand des Clavus (pars clavalis costae), 

ai Basalstück der Unterrandader (pars basalis subcostae), 

ih Discoidalstück der Uuterrandader (pars discoidalis subcostae). 

Ich Radialstück der Unterrandader (pars radialis subcostae), 

il Stiel des Cubitus (petiolus cubitus). 

3. Genitalapparat des 9 '^'O" Psylla vihurni m. 

V untere Genitalplatte, 

w obere Genitalplatte, 

X Legescheide, 

a After. 



") AUo Figuren siml in sehr vergrössertem MaaRSstabe gezeichnet. 



Zur Biologie uml ChiiiaUtPiistik der Pnylloden. 215 

4. Genitalapparat des cT von Fsylla iteophila m. mit eingeknicktem Penis, 
t das trogförraige Genitalsegment. 

5. Seitenansicht der Zange des cT von Psylla iteophila m. 

t). Genitalapparat des cf ^on Psylla sul icicola F rat. mit eingeknicktem Penis. 

7. Zweites Genitalsegment des cf \oü Vsylla salicicola Frst. 

/■ der von dem trogfr»rmigen ersten Genitalsegment umschlossene Theil 

desselben, 
g der aufrecht vorragende Theil (die Genitalplatte), 
p der gestreckte Penis, 
a der After. 

8. Hintere Ansicht der Zange des (j' von Psylla salicicola Frst. 

9. Genital apparat des 9 von Psylla salicicola Frst., 
a der After. 

10. Genitalapparat des cT von Psylla pruni Scp. mit etwas geöffneter Zange 
und eingeknicktem Penis. 

U. Genitalapparat des cf von Psylla breviantennata Fl. mit eingeknick- 
tem Penis. 

12. Genitalapparat des Q von Psylla breviantennata Fl., 
a der After. 

13. Genitalapparat des cf von Psylla erataegi Frst. mit etwas geöffneter 

Zange, 
p der aufrechte Penis. 

14. Vorderflügel von Psylla erataegi Frst. 

15. Genitalapparat des (f von Trioza Walkeri Frst. 

16. Zange des cf von Trioza Walkeri Frst. iu schiefer Ansicht. 

17. Genitalapparat des cf von Trio^^a r/iamm' Schrk. mit eingeknicktem Penis. 

18. Vorderflügel von Trioza rhamni Schrk. 

19. Genitalapparat des cf von Trioza flavipennis Frst. mit eingeknick- 

tem Penis. 

20. Genitalplatte des cT von Trioza flavipennis Frst. mit dem gestreck- 

ten Penis. 

21. Hintere Ansicht der Zange des cf von Trioza flavipennis Frst. 

22. Genitalapparat des 9 von Trioza flavipennis Frst. 



Taf. II. 

Pig. 23. Junge Psylla salicicola Frst. im Stadium vor der vorletzten Häutung. 
Von oben gesehen. 

24. Dieselbe von unten gesehen. 

25. Dieselbe im Stadi^im nach der vorletzten Häutung. Von oben gesehen. 

26. Junge Psylla alni L. im Stadium vor der letzten Häutung. 

27. Junge Psylla Foersteri Fl. im Stadium vor der letzten Häutung. 

28. Genitalapparat des cf von Psylla Foersteri Fl. mit aufrechtem Penis p. 



'2\() Franz Low. Zur BioKigie und Charakteristik der Psylloden. 

Fig. 29. Zweites Genitalsegment des ^/^ von Psylla Foersteri Fl., 

/ der von dem trogfförniigen ersten Genitalsegraent umschlossene Theil 
des zweiten Genitalsegmentes, 

g der aufrecht vorragende Theil desselben (die Genitalplatte), 

p der gestreckte Penis, 

a der After. 
„ 30. Hintere Ansicht der Zange des c/' von Psylla Foersteri Fl. 
„ 31. Genitalapparat des 9 '^^n Psylla Foersteri Fl. 

a der After. 
„ 32. Genitalapparat des cf von Psylla alni L. mit gestrecktem Penis. 
„ 33. Zweites Genitalsegment des cT von Psylla alni L. (Bezeichnung wie 

bei Figur 29). 
„ 34. Hintere Ansicht der Zange des cf von Psylla alni L. 
„ 35. Genitalapparat des $ von Psylla alni L, 

a der After. 
„ 36. Genitalapparat des cf von Äphalara picta Ztt. mit aufgerichtetem Penis. 
„ 37. Genitalplatte des cT ^^^ Ajihalara incta Ztt. mit dem aufgerichteten 
Penis. Seitenansicht. 

a After. 
„ 38. Genitalplatte des cT von Aphalara picta Ztt. von oben gesehen, 

a After. 
„ 39. Zange des (^ von Aphalara picta Ztt., 

m hintere Ansicht, 

n Seitenansicht.. 
„ 40. Genitalapparat des Q von Aphalara picta Ztt. 

a der After. 
„ 41. Genitalapparat des cT von Psylla fraxinieola Prst. 
„ 42. Genitalplatte des (^ von Psylla fraxinieola Frst. 
„ 43. Seitenansicht der Zange des (^ von Psylla fraxinieola Frst. 
44. Hintere Ansicht derselben. 



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Paul Low del 



K.\: Hof- Chrorn&iiih v.Anl. Harfeger -^ Sohr.,VA?T; 



Beiträfire zur Kenütniss der uiiffarischen Pilz-Flora. 



Von 

Friedrich Hazslinsky. 



(Vorgelegt in der Versammlung vom 1. März 1876.) 

IV. Tricliogasteren. 

Die Trichogasteren bilden zwar im Reiche der Pilze eine scharf abge- 
grenzte Gruppe, ihre Glieder aber, nämlich die hieher gehörigen Arten, sind in 
der bisherigen Literatur nicht so gut charakterisirt, dass ein Versuch zu einer 
präciseren Abgrenzung derselben überflüssig erscheinen dürfte. Desswegen bin 
ich so frei, dem Verzeichnisse der Arten auch meine Diagnosen beizufügen. 
Ich glaube schärfere Ünterscheidungs-Merkmale dadurch erreicht zu haben, dass 
ich den Formenkreis der Gattungen Plecostoma, Lycoperdon, Globaria und 
Bovista anders als meine Vorgänger begrenzt habe. 

Secotium Kunz. 

Der Charakter dieser Gattung liegt in der festen mittelständigen, an den 
Scheitel des Peridiums bleibend angewachsenen Säule, wie auch in der eigen- 
thümlichen Dehiscenz des Peridiums. Ich unterscheide zwei Formen S. Sza- 
holcsiense und S. Thunii Schulz. Das Peridium des ersteren ist einförmig 
schmutzig weiss, am Scheitel grau; es löst sich am Grunde der Mittelsäule ab 
und spaltet raeridional in 10-12 lanzettförmige bogenförmig abwärts geneigte 
Lappen. Die Gleba ist zur Zeit der Sporenreife kastanienbraun, nebst dem 
Capillitium aus zusammengeballten Sporen bestehend. Die Sporen sind eiförmig 
oder kurz oval, mit einem warzenförmigen Stielchen, auch im durchgehenden 
Lichte braun; 0'008— 0012 Mm. dick. Ich fand den Pilz im Frühlinge des 
Jahres 1842 in einem Sumpfe bei Csege im Szaboltscher Comitate und nannte 
ihn Podaxon acaule. Die Entwickelungsart der Sporen konnte ich nicht 
beobachten. Meine Excursion nach Debreczin in dem jüngst vei-flossenen De- 
cember, um juuge Exemplare sowohl von diesem wie auch von der weiter zu 
erwähnenden Debrecziner Globaria zu sammeln, blieb der Schneedecke wegen 
in Bezug auf diese zwei Species erfolglos. 

Z. B. Ües. B. XXVI. Abh. 28 



218 F ri edriph TT azR linsky. 

Die zweite Form ist S. Tk u n ii Schwher 1.; das Peridiinn dieser Spccies 
ist schmutzifif weiss, anfangs schuppig, später glatt, von verschiedener Form, 
kegelförmig, eiförmig, länglieh, ja auch lanzettförmig, doch stets mit abgerun- 
detem Scheitel und wie die vorhergehende Art strunklos. Die Gleba ist zuerst, 
wie bei allen Trichogasteren weiss, dann grün, endlich brann. 

Die Sporen sind kugelrund glatt, im durchgehenden Lichte farblos, 
0'006 — 0"008 Mm. dick. Die erste flüchtige Anzeige von diesem Pilze (junges 
gekammertes Exemplar) machte Schulzer im Jahre 1845 den in Fünfkirchen 
versammelten Naturforschern. Siehe Jahresbericht S. 295 und Taf. II, Fig. 2 
und 3. Er nannte den Pilz Columnaria; das Spalten des Peridiums sah ich 
nicht an meinen von Schulz er in den Sümpfen bei Bölcske und Modocsa im 
Tolnaer Comitate gesammelten Exemplaren; auch Schulzer erwähnt diese 
Erscheinung in seinen Publicationen nicht.') Sollten sich mir bei genauer be- 
kannter Entwicklungsgeschichte beider Formen obige Unterscheidungs-Merkmale 
geringfügiger oder als Entwickelungsstadien zeigen , will ich beide Formen 
unter einen Namen vereinigen, nachdem Schulzer seine beiden oberwähnten 
Benennungen, nach schriftlicher MittheUuug, zurückgezogen hat. 

Myriostoma Deso. 

Das äussere Peridium spaltet vom Scheitel an sternförmig; das innere 
Peridium ist kugelförmig, öffnet sich am Scheitel siebartig und steht auf 
mehreren kurzen Stützen. Von M. coliforme (Dicks) befindet sich ein Exemplar 
im Pester Natioaal-Museum, unter den Kryptogamen, welche angeblich Professor 
Sa dl er zusammenstellte um seine Flora des Pester Comitates auch auf die 
Kryptogamen auszudehnen — doch fehlt hier, wie bei . allen Sadler'schen 
Kryptogamen der Fundort. 

Plecostoma Deso. p. p. 

Den Charakter dieser Gattung beschränke ich auf die Eigenthümlichkeit 
des äusseren Peridiums, nach welcher selbes bei der Reife sich in zwei vier- 
lappige Hüllen spaltet, die nur mit den Spitzen der Lappen in Verbindung 
bleiben. Die äussere Hülle bleibt in der Erde, die innere wölbt sich und hebt 
das innere Peridium über die Oberfläche der Erde heraus. — Der Stiel des 
inneren Peridiums kann hier ebensowenig wie bei der folgenden Gattung als 
Charakter gelten. 

P. forniealvm (Fr.) wurde bisher nur auf den Kalkgebirgen der süd- 
lichen Zips von mir, Neu p au er und Kalch brenn er gesammelt. 

a) Die typische Form dieser Spccies, wie selbe in der Grerillea Tab. XV. 
abgebildet ist, wurde bisher hier nicht beobachtet; den ungarischen Exemplaren 
fehlt die kuchenförmige, deutlich abgesetzte Basis des inneren gestielten Peri- 
diums. Als Ersatz kommen hier folgende Formen vor: 

') Pio AliliiliTiing, wplclio ilev Antor in cpinein an die iinfraviüclie AlcaiTemie übergangenen 
WerVe gil)t, zeigt jedocli gouau die Spaltungsweise des Peridinnin. 



Beiträjfe zur Iteinituisii dor ung.irisclieii I'ilz-Fora. 219 

b) globosum. Das iuueio Peridium ist kugelförmig, mit erst kegel- 
tV.rmiger, zuletzt cylindrischer Muudütlnuug. Es sitzt auf einem kuizeu 2—3 Mm. 
langeu Stiel. Seltener kommt 

c) umbilicat um Quelet „Les Champignons du Jura et des Vosges". 
Tab. . III, Fig. t) vor, welches wegen der abgeplatteten Basis des Peridiums den 
Uebergaug unseres F. globosum zur typischen Form bildet. 

d) ur Ceolat um. Das innere Peridium ist stiellos, in reifem Zustande mit 
offener kurz cylindrischer Muudöffnung und ist von krugfürmiger Gestalt. Ohne 
der Mundöffimug ist es eiförmig, kastanienbraun mit gelbem dunkelbraun ge- 
säumten Peristom. Das äussere zurückgebogene Peridium ist glatt und licht- 
braun, seine untere Fläche Aveiss. — Die Sporen sind kugelrund glatt und 
messen 0"004— 0*005 Mm. Abgesehen von dem generischen Charakter sieht 
dieser Pilz dem Geästet- lugenaeformis Vitt., wie selben die GreviUea auf 
Tab. XIV, Fig. 1 gibt, sehr ähnlich. Die Zeichnung des P. urceolatum Gre- 
viUea Taf. XLVII gibt unseren Pilz nicht genau, denn das innere Peridium soll 
eiförmig sein. Neben der folgenden Species der zierlichste unserer Erdsterne. 

Geastet'. 

Beide Schichten des äusseren Peridiums spalten zugleich und krümmen 
^ich nach einer Richtung; das innere Peridium öffnet sich .durch eine einzige 
Oeffuung und ist wie Plecostoma bald gestielt bald stiellos. 

G. limbatus Fr. GreviUea, Taf. XVII, Fig. 1. Das äussere Peridium 
spaltet in 6—8 spitze Lappen. Das innere ist kugelig, hat einen 4—5 Mm. 
langen Stiel und eine 3 — 6 Mm. lange schmal kegelförmige der Länge nach 
gefurchte Mundöffnung, welche sich aus einer Vertiefung des Scheitels erhebt. 
Die Sporen sind warzig, 0"006 Mm. dick. Auffallend ist die Form der Lappen, 
weil man bei einem so auffallend lang geschnäbelten Geaster, laug zugespitzte 
Lappen erwartet. Diesen Pilz fand bisher blos Kalchbrenner in der süd- 
Hchen Zips. 

G. striatus DC. GreviUea, Tab. XVI, Fig. 1. Das äussere Peridium 
ist dünn, membranartig und spaltet in 8—10 lanzettliche zugespitzte 
Lappen; das innere ist kugelig, vollkommen oder fast stiellos am Scheitel 
mit einem kegelförmigen, seidenhaarigen, der Länge nach fein gerieften Peri- 
stom, welches sich auf einer radialfaserigen Rosette erhebt. Die Sporen sind 
kugelig glatt, 0"003 Mm. dick. Bei Viukowce von Schulz er, bei Wallendorf 
Tun Kalchbrenner, auf dem Liptauer Königsberg von Lojka, bei Kesmark 
auf Bergwiesen von mir gesammelt. 

G. fimhr latus Fries. GreviUea, Tab. XVII, Fig. 2. Aeusseres Peri- 
dium membranartig, spaltet in halb lanzettliche oder eiförmige spitze 
Lappen und stülpt sich kugelförmig um. Es ist stiellos oder kurz gestielt 
wie die vorhergehende Art und hat ein kurzes wenig hervorragendes faseriges 
Peristom. Sporen sind kugelig glatt, 0'003 Mm. dick. Von mir am Fusse der 
hohen Tatra bei Kesmark, von Lojka auf dem Königsberg gesammelt. 

28* 



220 Friedrich Haxslinsky. 

G. rufescens Fr. Grevillea, Taf. XIX, Pip. 2. Das äussere reridium 
ist perganientartig und spaltet in lanzettliolie, meist horizontal ausijebreitete, 
auf beiden Flächen sehmuizige, verschieden breite spitze Lappen. Das innere 
Peridium ist kugelig, stiellos, das Peristom ist kegelförmig, faserig, meist in 
gedrehte Zähne getheilt — ohne deutlicher Rosette. Die Sporen sind warzig, 
0'004 Mm. dick. Er kommt in verschiedener Färbung vor. Am Fiisse der 
hohen Tatra, im Roxer Walde, sammelte ich ganz weisse Exemplare. Auf den 
Bergwiosen bei Hcrtnek in Saros ist das innere Peridium rosenroth. Dasselbe 
ist an den Kalchbrenner'schcn Exemplaren aus der Gegend bei Wallendorf 
in der Zips, wio auch an den Ditz'schen von Olähpatak in Gömör, wie auch 
an den Schulzer'schen von Baläzsvägäs rauchbraun. Der Schmutz der oberen 
Fläche des äusseren Peridiums stammt von der Collenchymschichte, welche jedoch 
bei anhaltendem Regenwetter verschwindet, der der äusseren Fläche vom Mjcel 
des Pilzes — die Frucht entwickelt sich nämlich auch hier, wie bei allen 
Geaster - Arten im Kerne eines Mycelium - Knäuels, dessen Hyphen bei dieser 
Species dem äusseren Peridium fester anhaften, als bei den übrigen Arten. 

G. cryptorhynchus Hzs. et Kalchbr. Grevillea, Tab. XLVII. Das 
äussere Peridium spaltet bis zur Basis in 4 — 6 eiförmige, langzugespitzte per- 
gamentartige Zipfel und misst horizontal ausgebreitet 10—14 Centimeter. Das 
innere Peridium ist stiellos und kugelig. Sein Peristom ist in der noch ge- 
schlossenen Frucht- ein ungefähr 2 Centimeter langer Schnabel, welcher jedoch 
zur Zeit der Reife abbricht, so dass selbes bei den vollkommen entwickelten 
Exemplaren nur als kurzer, faseriger Kegelstutz auf fiiner deutlich abgegrenzten 
radial-faserigen Rosette erscheint. Die Sporen sind glatt, im Centrum mit 
einem dunkeln Punkte und messen 0'004 Mm. Oft bleibt von der Collenchym- 
schichte rings un» die Basis des inneren Peridiums ein erhabener Wulst. Er 
unterscheidet sich von G. Micheliamis Grevillea, Tab. XIII durch die langsam, 
nicht plötzlich zugespitzten Zipfel des äusseren Peridiums, durch die Dimension 
und die Glätte der Sporen, wie auch durch die fast glatte Oberfläche des äusseren 
Peridiums, welche in der citirten Abbildung gerieft und gitterartig erscheint. 
Wurde bisher nur von Kalch brenn er bei Wallendorf gesammelt. 

G. Kalchbr enneri n. sp. Das äussere Peridium spaltet bis zur Basis 
in fünf so lang zugespitzte Zipfel, dass der Pilz schematisch ergänzt in der 
Jugend die Form des G. saccatus, Grevillea, Tab. XX, zeigen muss. Das 
innere Peridium ist kugelig, stiellos, hat am Scheitel einen scharf begrenzten 
radialfaserigen Discus, aus welchem sich das kurze, faserige, in Zähne getheilte 
Peristom erhebt. Die Sporen sind kugelig, warzig, haben eine doppelte Contur 
und messen 0005 Mm. Die Hyphen des Capillitiunis messen 0004- 0007 Mm. 
Diese Art würde zwischen G. saccatus und 3licJiclianus zu stellen sein. Ich 
besitze nur ein unvollständiges Exemplar und empfehle daher diese Species der 
ferneren Beobachtung Kalchbrenner's, der diesen Pilz bei Wallendorf fand. 

Von den grosssporigen Erdsternen haben wir bis jetzt nur den G. hygro- 
metricus P., der kleine G. mammosus Chev. Grevillea, Tab. XIX, Fig. 1, wurde 
bis jetzt in Ungarn nicht gesammelt. Der Charakter des hygroraetrischen 



HoitrÜRO r.ni' K(MllI^^i^s ilci un^riiriHclion Pilz-KInra c^l 

Erdsterns liop;t, in dcni korliiuti}xon ilusstTon rtridinni , welches in nn;,'lt'i(li<' 
selmial lanzeltliolie s]iit/.o ZipCei fast bis zur Bnsis des slielloson, runden, inneren 
Peridiunis siüillet, wie auch in der aus senkrecht auf dio Fiilcho des Peridiunis 
ajestellten steilen Fasern ffebildeten (^(dloncliymseliiehte, welche bleibend der 
inneren Fläche des äusseren Teridiunis anhaftet und diesen durch soino nctz- 
förnii«:? «ijeordneten Spalten eine «gewisse /ierlichkeit verleiht. — Die Sporen 
sind stark war/.i«,' und messen O'OOS 0010 Mm. Der Scheitel des inneren, 
oft net7,aderij;,'en Peridiums hat keinen Discus. Als Teristom ffilt ein uure<:^el- 
inässip;es, fascrrandifjcs Loch. Kitaibel und Sadlev fanden diesen Pilz in 
der Miltra bei GyOnsiyös, Schul/ er bei IWzbänya., Karänsobes und Orsova, 
lloluby bei Nemes Podhräfry, Schneller bei Pressburf?, Lojka bei Stuhl- 
weisscnburj». Ich selbst bei Piller-Peklin im Scharoscher Coniilate, in der 
Mätra bei Kriau und im siulösilichen Uufj^arn beim Kiserneii Thor, im Tlunyadur 
Comitatc bei Soborsin und Mehädia. 



DiploderuKi Link 

ist, wie schon Fries in sys. myo. II, S. lii vermxithet, eine; aul (Jrmid 
eines junf]fcn Oeasier fest<,'e.st(,'llte («attunt,' und /). Ungeri Schulzer (Zool.- 
bot. Verb. IStiO, S. 801) aus dem Nyärader Walde bei Mohäes lässt sich aus 
der ge<ifebencn Zeichnung und Bcschreibunp; auch nicht anders deuten. Im 
Nyärader Wald ist daher ein deastcr zu suchen, der ein kurzj^estieltcs inneres 
Pcridium luibeu niuss. 



TufoMtonia P. 

Diese Gattung ist gut begrenzt, aucli linde ich keinen liinliin^liclicn 
tiiiind den Namen zu ändern. An Arien unterscheide ich Vimbrialum vkdii- 
inosum und sqnaviosum mit /'V. und 7*. Das erste sammelte ich nur aufSand- 
liii'^'eln bei Debreczin; dio zweite Species ist f,'eincin und durch das nanze Land 
\fil)reitet; die dritte, nusfj,ezcichnet durch den schmulzif,'- weissen oder braunen 
ticrtrcfurchten Strunk, und die grossen hiutipten aidiegenden Schuppen desselben, 
sammelte Kerner auf dem Räkos bei Pest und Kezsely bei Sommerein auf der 
Insel Schutt. 7'. mammosiim hat oft nur ein erbseugroases Peridium und ent- 
wickelt sich iibcr den Winter. 



Lycopertloa 'i'ournf. p. p. 

Um lii( r für die Species sichere Unterschciiluu^'s-lVlcrkmale zu ^'ewinnen, 
iniisste ich den Formenkreis der (lattunt^en Lycopenbuii, (lloharia und Jtovishi 
auf folgende Weise bejjrenzen. 

Bei Lycoperdon ist die unlcre lliUllo iler (Jleba scliwamini;.; und un- 
fruchtbar, die abgefallenen Sporen stiellos (oder fast stiellos). 



222 



Friedlich H a z s 1 i n s t y . 



Bei Gloharia ist die ganze Gleba fruchtbar, seiteuer mit Ausnalime einer 
geringen Schichte an der Basis. Die Sporen wie bei Lijcoperdon. Die Form 
des Peridiums tann verschieden sein, daher L. uteriforme Fr. hieher zu 
stellen ist. 

Bei Bovista ist die ganze Gleba fruchtbar; die abgefallenen Sporen sind 
lauggestielfc; der Schleier kann bei allen drei Gattungen wechseln, von den 
steifen Stacheln durch die warzige, kleiige, mehlartige Form bis zu den häutigen 
Blättchen, ja bis zur vollkommenen Verschmelzung desselben mit der Peridium- 
liaut, wie dies theilweise bei L. constillatum Fr. und meiner B. reticulata 
geschieht. 

Bei Lycoperäon ist das Peridium vorherrschend birnförmig, seltener 
kugelförmig mit kegelförmiger Basis oder semmelförmig, bei der der fruchtbare 
Theil von unfruchtbaren durch eine Einschnürung auch äusserlich begrenzt ist; 
noch seltener ist es keulenförmig "oder in einen hut- und strunkartigen Theil 
gesondert. Die Farbe der Gleba geht aus dem Weiss in das Gelbe, dann 
Grünliche endlich in Braun über und kann in die Diagnose nicht aufgenommen 
werden. Bessere Merkmale liefert der Längsschnitt durch das Peridium, welcher 
die Form des fruchtbaren und unfruchtbaren Theiles der Gleba in bestimmten 
Umrissen zeigt. Ersterer erscheint meist nierenförmig, seltener mondföruiig 
oder oval, am seltensten rundlich ; das Peridium erscheint, abgesehen vom Schleier 
im reifen Zustande, immer einschichtig, obwohl man in der Jugend 2—3 Schichten 
unterscheiden kann. Die Sporen sind kugelig und entwickeln sich gesellschaft- 
lich auf keulenförmigen Basidien, aber auch einzeln an Seitenästen des Trama- 
gewebes. 

Ä. Das Peridium zerfällt am Scheitel, ohne vorher eine rundliche Muud- 
öflfnung zu bilden. Dass selbes endlich kelchartig erscheint, kommt auch bei 
der folgenden Gruppe vor. 

Hieher gehören: L. Bovista Fr., S. v. S. nicht syst. myc. und 
L. caelatum Fr. zwei in ihrer äusseren Erscheinung sehr verwandte Formen, 
die sich schwer diagnosiren lassen. Beide sind kugelförmig mit kegelförmig 
verengter Basis. L. Bovista ist meist grösser bis 8 ZoU dick, oft an der Basis 
faltig oder grubig. Der Längsschnitt zeigt den fruchtbaren Theil der Gleba 
als Oval, dessen Flächeninhalt die Hälfte bis ein Dritttheil der Längsschnitt- 
fläche beträgt. Der Schleier ist verschieden, in der Jugend immer getäfelt und 
nie in Faserrosetten gelöst. Bei L. caelatum ist die fruchtbare Gleba nieren- 
förmig mit bogenförmiger Bucht und beträgt kaum je mehr als die Hälfte der 
Fläche und der Schleier löst sich in entfernt stehende Warzen auf, deren jede 
auf einem radialfaserigen Discus steht. Die Sporen sind bei der ersten Species 
glatt und messen 0"003 Mm,, bei der zweiten fein warzig mit zerstreut stehen- 
den, haarartigen Stacheln und messen 0"004 Mm, Auch kann Bovista eine 
bedeutendere Grösse bis zu 8 Zoll Durchmesser erreichen. Fundorte kann ich 
ausserdem iu meinem und im Kalchbrenner'schcn Herbarium befindlichen 
aus dem Comitate Schtirosch und Zips nicht citiren. Im National-Museum be- 
findet sich von diesen Pilzen nichts. 



Beitväfjo zur KpiintniKK der nngarischeii rilz-Flura, 223 

B. Das Peridium öffnet sich mit einer rundlichen meist hervorragenden 
Mundöffnung, kann aber endlicli ebenfalls kegelförmig erscheinen. 

L. gemmat um Fr. p.p. Der unfruchtbare, waschschwammartige Theil 
der Gleba erhebt sich in der Mitte kegel- zuletzt schöpfförmig. Der Schleier 
ist stets entwickelt stachel-, warzen-, schuppen-, kleie- bis mehlartig. Die 
Sporen stets warzig oder stachelig und messen 0'003— 0006 Mm. Diese ver- 
scliiedenen Sporen-Dimensionen lassen verrauthen, dass auch mein L. gemmatum 
noch eine Collectiv-Species sei, die ich aber bisher zu lösen nicht wagte. Am 
leichtesten Hessen sich L. perlninw und L. echinatum als Arten trennen, 
L. furfuraceiim aber und L. hirfum mit L. exciimliforme vereinigen. 

1. perlatum Fr. sieht einer jungen Boletus ähnlich, mit Strunk und 
eingerolltem Hute. Der cylindrische Strunk ist in der Regel länger als die 
Axe der fruchtbaren Gleba. — Bei Baläzsvägäs von Schulz er, bei N. Pod- 
hrägy von Holuby, bei Neusohl von Markus, bei Eperies von mir gesammelt. 

2. excipuliforme Fr. Peridium birnförmig. Schleier, wenigstens am 
Scheitel, in weiche, meist schnell vergängliche Stacheln gelöst. Sehr verbreitet. 
Rochel sammelte selben bei Rowne im Trentschiner Comitate. 

3. echinatum Fr. Peridixim birnförmig auf kurzem, cylindrischem, 
dichtem Style , mit dauerhaften , harten, kantigen, oft in Pyramiden gegen 
einander geneigten, ungefähr einen Centimeter langen Stacheln besetzt. Die 
Sporen messen 0'004— 0'005 Mm. Eine seltene Form, bisher blos bei 0. Ruzsin 
in Scharosch gesammelt. 

4. furfuraceum Fr. p. p. Peridium birnförmig, entweder an der 
ganzen Oberfläche oder nur am Scheitel kleiig oder mehlig. Der fruchtbare 
Theil der Gleba gering, oft nur mondförmig (im Längsschnitte). Der Durch- 
messer der Sporen 0"005— 0*006 Mm. Doch besitze ich auch ein hiesiges 
Exemplar, bei welchem die Sporen fast glatt sind und nur 0"003 Mm. messen, 
welches daher als Species ausgeschieden werden kann. 

5. hirtum Fr. Peridium kurz birnförmig, auf der ganzen Oberfläche 
oder nur am Scheitel mit harten, braunen, spitzen Warzen. 

L. pi/riforme Rupp. Das Myceliura bildet meist weisse, zottige, un- 
regelmässig verästelte Schnüre, auf welchen die Peridien meist schaarenweise 
erscheinen. Die Peridien sind birn- höchst selten keulenförmig, jung mit zarten 
Schuppen bedeckt, zuletzt kahl, immer straffer als excipuliforme; Sporen glatt 
oder punktirt, 0"003— 0"004 Mm. dick. Bei Neusohl auf dem Berge Ostry von 
ßothär, bei Baläzsvölgy von Schulz er, bei Pressburg von Endl., bei Dargö 
von S ad 1er, auf dem Rakos von Kern er gesammelt. Kommt auch bei Wallen- 
dorf (Kalchb.) und Eperjes vor. An den Räkoser und Neusohler Exemplaren 
entwickelt sich oft das Mycelium in der Form einer spindelförmigen Wurzel, 
wie bei L. ptisilUim. 

L. snccatum Bocc. unterscheidet sich nur durch geringwerthige Merk- 
male von L. gemmatum. Sein Charakter liegt in der Form der fructificirenden, 
Gleba, welche im Längsschnitt rundlich erscheint, in dem dichten Capillitium 



224 Friedrich Hazslinsky. 

desselben Theiles, -wie auch in der Abwesenheit, des bei excipuliforme meist 
deutlich hervortretenden Haarschopfes. Von dieser Species muss man drei 
Formen unterscheiden: holetiforme, strangulatum und apioearpum. 

1. holetiforme ist die von Krombholz, Tab. X, Fig. 11, 12, ab- 
gebildete Form, welche in Ungarn noch nicht beobachtet wurde. Erscheint wie 
ein riesiges L. g. perlaUim Fr. 

2. strangulatum. Der unfruchtbare Theil ist fast eben so dick, wie 
der fruchtbare, doch viel länger und von letzter durch eine Einschnürung 
gesondert, wesswegen er bauchig erscheint; das Peridium ist sehr dünn und 
scariös; die unfruchtbare Gleba im höheren Grade waschschwammartig als bei 
allen anderen Lycoperdum-Avteu. Die Sporen haben sehr feine spitze Warzen. 
Er wurde im Ostrover und Nustaer Walde bei Vinkovce von Schulzer ge- 
sammelt. — Eine entsprechende Form des gemmatum erwähnt Bonorden, 
AUg. Mycol. S. 253. 

3. apiocarpum erscheint als ein üppiges oder riesiges exeipuli forme, 
welches statt der Einschnürung der vorhergehenden Form einen Kranz rund- 
licher Vertiefungen zeigt, welche sich abwärts öffnen und am Strünke verlieren. 
Fehlen auch diese Gruben wie am Kalchbrenner'schen Exemplare aus der 
Gegend von Wallendorf, so bleibt neben der Grösse kaum irgend ein Merkmal, 
durch welches apiocarpum von excipuliforme oder von furfuraceum sicher 
unterschieden werden könnte. 

L. pratense P. Peridium kugelig, oft in eine kurze kegelförmige Basis 
verengt, mit stachliger oder warziger Oberfläche. Der unfruchtbare Theil der 
Gleba ist gering nur einige Millimeter dick, doch mit auffallend verhältniss- 
mässig grossen glänzenden Lücken ; bei den, dem Mycelium flach aufsitzenden 
Peridien kuchenförmig. Manchmal findet man in vereinzelten Tiücken des un- 
fruchtbaren Glebatheiles Sporenknäule, selbst auch in dem festen Kn(rten, der 
bei manchen Exemplaren das Peridium mit dem Mycel verbindet, welche Er- 
scheinung Bonorden auch bei seinem L. cinereum erwähnt. Die Sporen sind 
stachelig oder warzig und messen 0*004— 0006 Mm. Gehört im Norden Un- 
garns zu den verbreitetsten Formen. 

Globaria Quelet p. p. 

Das Peridium ist kugelig und seine Gleba entweder in ihrer ganzen 
Ausdehnung fruchtbar oder am Grunde mit einer geringen, doch nie wasch- 
bchvvammartigen iiufnichtbaren Capillitiumschichte, Die abgefallenen Sporen 



üeiliiige zur Kenntniss der ungariBclieii Pilz-Flora. 225 

sind stiellos. Der Sclileior zeigt hier nicht nur die bei Lycoperdon erwähnten 
Formen, sondern er erscheint auch als brüchige Haut, welche sich stück- 
weise ablöst. 

G. aestivalis (Bon.). Mjcel radial verbreitet, meist monocarp. Frucht 
kugelig, am Scheitel mit einer rundlichen Mundöffnung. Schleier in Stacheln, 
Warzen, Schüppchen oder Körner gelöst. Peridium endlich trockenhäutig rau- 
schend; die unterste Schichte der Gleba ist unfruchtbar doch dicht, nie wasch- 
schwammartig. Sporen stiellos glatt, höchstens pnnktirt O'OOS— 0"004 Mm. dick. 
Wächst auf Wiesen, Brachen auf Moosen und verwesenden Flechten. Neben 
dem Schleier wechselt auch die Grösse. Von den kleineren erbsen- bis hasel- 
nussgrossen auf Moosen wachsenden Formen erwähne ich: 

ß. stellulatum, der Schleier löst sich in kleine, dem braunen Peridium 
anliegende, weisse Sternchen. 

y. pumilum. Der Schleier löst sich in einen feinkörnigen Anflug auf 
— die ganze Gleba ist fruchtbar. Diese Form wird oft L. pusillum P. an- 
gesprochen. 

Bei Wallendorf (Kalchb.) Neusohl (Markus) und bei Eperies; ß nur bei 
Kjteries, y bei Eperies und Wallendorf. 

G. gigantea Batsch. Peridium kugelig, oft mit einem Durchmesser 
von drei Decimeter, weiss, zart filzig von der Consistenz des dünnen Sähmisch- 
leders, Oeffnet sich am Scheitel unregelmässig. Die Gleba ist fast bis zur 
Basis fruchtbar. Die Sporen sind glatt, lösen sich mit einem kleinen, kaum 
bemerkbaren, Stielchen ab und messen 0*004 -0"006 Mm. Der junge Pilz mit 
noch käseaitiger Gleba ist essbar und wiegt oft 10 Kilogramm. — Obgleich 
ein Exemplar Milliarden Sporen entwickelt, erscheint diese Species doch immer 
nur sporadisch. — Er wurde oft mit L. Bovista Fr., S. v. S. verwechselt, dess- 
wegen lassen sich hier verzeichnete Fundorte nicht citiren. Sicher kommt er 
bei Pressburg und St. Georgen (Endl. und Bolla), wie auch auf den Bergwiesen 
bei Hertuck im Comitate Schärosch vor. 

G. pusilla (P.). Peridium kugelförmig auf einem Mycel, welches wie 
eine einfache peitschenartige Wurzel erscheint. Der Schleier ist körnig, mehlig 
oder häutig und löst sich im letzten Fall in unregelmässigen Stückchen ab, 
wie bei den meisten Bovisten. Die ganze Gleba ist fruchtbar und wenigstens 
ihre untere Schichte lebhaft gelb. Die Sporen sind gelb, zuletzt rauchbraun, 
fallen ohne Stielchen ab und messen O'OOS— 0*006 Mm. Wurde bei Buda-Pest 
auf dem Räkos von Körner gesammelt. Der Durchmesser des Peridiums misst 

Z. B. Ges. B. XXVI. AbU. 29 



226 Friodricli Ha 7. nlin flky 

2—3 Centimcter. Die Gloharia pusilla des Quelot's, 1. c, S. 362, kann nicht 
hieher gehören, denn sie hat laug gestielte Sporen. 

G. Dehreceniensis n. sp. Das Peridium ist kugelig glatt, pergament- 
artig, hat am Scheitel eine runde, etwas erhabene Mundüffnung und sitzt in 
einem becherförmigen , Sand einschliessenden Mycel. Die ganze Gleba ist 
fruchtbar. Das Capillitinm besteht ans sparsam ästigen, selir dickwandigen, 
O'OOS Mm. dicken Fasern. Die Sporen sind stiellos, stark warzig; die Warzen 
bald stumpf, bald spitz. Der Durchmesser der durchscheinenden gelbbraunen 
Sporen misst O'OOG Mm. Er wächst auf Sandhfigcln bei Dcbreczin. Diese 
Glöbaria bildet wegen ihren fast undurchsichtigen Sporen und dem liarten 
pergaracntartigen Peridium den Uobergang dieser Gattung zu den Sclero- 
derma- ^.xidn. 

Bovis fa L. 

Die Sporen lösen sich vom Capillitinm mit Stielen ab, welche vielmal 
länger sind als der Durchmesser der Sporen. Das Capillitinm besteht meist 
aus gabelästigen dickwandigen Hyphen, oft mit sehr kurzen Internodien, so 
dass die Verästelung stellenweise annähernd guirlförmig erscheint, doch kommen 
auch einfache Fasern vor, ja bei einer Spocies nur diese allein. Das Peridium 
ist dünnhäutig, wie bei den zarten Formen dos L. gcmmatnm — bis steif und 
pergaraentartig. — Der Schleier löst sich in Stacheln und Warzen auf oder ist 
bäntig und löst sich in Stücken ab. Die Form der Frucht wechselt auch bei 
dieser Gattung, doch herrscht die Kugel vor wie bei Gloharia. 

B. echinatn n. sp. Die Frucht hat die Form einer von oben zusammen- 
gedrückten, an dor Basis faltig zusammengezogenen Kugel. Der Schleier löst 
sich an der ganzen Oberfläche des dünnhäutigen Peridiums in weiche Stacheln, 
wie bei vielen Formen des L. gemmatum. Das Mycel ist spinnwebeartig. Die 
Sporen enlwickeln sich einzeln an gleiclilangen traubenartig gestellten Aesten 
der Ca])illitiumfaRern, welche daher als sehr lange einfache Traul)cn erscheinen 
wie die Uyjihen der rcylia raccmom. Sie sind kugelig glatt und messen 
0-004 Mm., die fruchtbaren Fasern selbst sind nur 0-002-0 003 Mm. dick. 
Dieser Pilz schliesst sich wegen des dünnhäutigen Peridiums und des in Stacheln 
gelösten Schleiers den Lijcopcrdum - Arten an , musste aber wegen der bis 
0-030 Mm. langen Sporenstielchen hieher gestellt werden. Ich sammelte den 
Pilz noch in meinen Studentenjahren anf einer Bergwiese bei Käsmavk in 
dt'r Zips. 



Koitiägo 7,ur KoiuitiiiHH lin iiii(,'iiiiiHlieii l'ih. l'lcu.i 227 

B. plumbea Fr. ist ein leicht kenntlicher, auch in Unparn gemeiner 
Pilz. Dio Sporen sind glatt und messen 0"004— 0005 Mm. wie bei den l'ol- 
genden Arten Erreicht oft fast nur die Grösse einer Erbse. 

B. tunicata Fr. Das Peridiuni ist kugelförmig und hat einen Durch- 
messer von ungefähr 3 Centimeter. Der Schleier ist körnig oder melilig und 
löst sich nur am Schoitcl des Poridiums; Mundöil'aung rund gewimport. Die 
Sporenstiele messen meist 0*012 Mm. Auf Moorgrund bei Eperies. 

B. nigresccns P. Der Schleier ist kornig oder glatt, und löst sich 
vom ganzen Peridium, welches dann bleigrau, zuletzt schwarz wird. Er über- 
triift bedeutend au Grösse die vorhergehenden Arten, bietet aber ausser der 
Farbe, der Grösse und der derberen Peridiumhaut, keine Kigenthümlichkcit 
durch welche er präciser von B. plumbea und tunicata unterschieden werden 
könnte. Die Form ovata Tournf. fand Markus bei Neusohl; zierlich erscheint 
die Form reticulata. Das Peridium wird hier nur an der Basis schwarz, 
der grössere Thcil ist weiss mit netzförmig verbundenen schwarzen Adern. Ich 
taud selben am Fusse der hohen Tatra bei Käsmark. Die typische Form 
kommt nur auf ßergwiesen vor, auf welchen sie in der Tatra bis in die Krumni- 
holz-Iiegion steigt (z. B. auf der Fcugsblösse). Wächst sporadisch. 

Mycenastrufti Deso. 

Mycenastrum unterscheidet sich von allen Trichogastcren durch seine 
kurzästigen stachelzähnigeu Cai)illitiuuifasern aus, und scliliesst sicli durch die 
Dehiseenz scheinbar den Geastet- durch den ganzen Bau den Scleroderma- 
Arten an. 

31. curiuiu Deso. Hieher gehört der in den Verh. d<;s zool.-botan. 
Ver. 1875, S. 7!) von Schulze r als Pachydenna Strossmayeri beschriebene 
Bauchpilz aus dem Kunycvcer Walde bei Vinkovec. 

Sclet'iderma P. 

Die Gattung ist gut begrenzt. Bei Unterscheidung der Arten kann die 
Oberfläche des Peridiums, seine B'arbe, wie auch die Farbe der Gleba nicht in 
(iic Diagnose aufgenommen werden, man müsste die ganze Morphose bezüglich 
ilen ganzen Formenkreis aufnehmen. Ich hebe bei den hiesigen Arten folgende 
Merkmale hervor. 

S. vulgare Fr. Frucht rundlich, ohne udcr mit einem sehr kurzen Strunk. 

Peridium hornartig 172-2 Mm. dick. Sporen dicht stachelig, O'OOS— 0*010 Mm. 

a;ck; die Oberfläche des Peridiums kann glatt, warzig oder tief getäfelt er- 

20* 



228 Friedrich Hazsl i u t-k y. Beiträge zur Keimtniss der iingariBcheD Pila-Flora, 

scheinen. Auf unfruchtbarem Boden ?. B. im Sande und Gerolle ist das 
Mycel gezwungen grössere Dimensionen anzunehmen; es verzweigt sich in allen 
Richtungen mit anastomosirenden Aesten, bleibt jedoch stets monocarp (ß ma- 
crorhizum Fr.). 

Die typische Form ist verbreitet, die ß-Form sammelte ich nur bei Ra- 
däcs in Säros. 

S. Bovista Fr. Frucht rundlich, ohne oder mit einem sehr kurzen 
konischen Strünke. Peridium lederartig 05 Mm. dick. Sporen warzig, 0014 Mm. 
dick. Auf Waldboden bei Wallendorf (Kälch), bei 0. Ruzsin in Säros. 

S. verrucosum Fr. Die Frucht zeigt im Längsschnitt einen nieren- 
förmigen Umriss, und steht auf einem dichten cylindrischen Strunk, der wenig- 
stens so lang ist, als die Axe der Gleba, welche zuletzt purpurschwarz erscheint 
ohne Marmorirung. Das Peridium ist steif, lederartig, 6 Mm. dick. Die 
Sporen sind dicht stachelig, 0'014 Mm. dick. Auf Waldboden bei Eperies. 
Gut abgebildet, Seh äffe r, Taf. 188, Fig. VII. Nees syst. d. Pilze, 1 Taf. 10 
— und viele Copien. Schliesslich will ich bemerken, dass ich, um mein eigenes 
Material zu ergänzen, nicht nur die Gasteromyceten des Kaichbrenner'schen 
Herbars, sondern auch die Kryptogamensammlungen von Rochel, Kitaibel, 
Sadler, Markus, Schneller und Bothar durchgesehen und geprüft habe. 



Vergleichende Flora Wisconsins. 

Von 

Th. A. Bruliiii, 

Mitglied mehrerer uaturforsch. Gesellschuften. 
(Vorgelegt in der Versammlung am 5. April 1876.) 

Durch die Forschungen Incroase A. Lapham's, der leider für die 
Wissenschaften noch zu früh, den 14. September 1875, gestorben ist, durch die 
Sammlungen und Entdeckungen Kumlien's, McAffee's, Hale's, Austin's 
Poote's, Gillmann's, Hennin g's, Houghton's, Lesquereux', Parry's, 
Sartwell's, Spear's u. s. w. und endlich durch meine eigenen Entdeckungen, 
welche ich im Laufe von sieben Jahren in Wisconsin machte, ist die Flora 
dieses Staates soweit bekannt, dass sie eine Verp:leichung mit den östlich von 
Wisconsin und Illinois gelegenen Staaten sowohl, als auch mit der europäischen 
Flora zulässt. Es werden im Folgenden zuerst die Wechselbeziehungen zwischen 
der Flora Wisconsins und Europas nachgewiesen und dann die Pflanzen Wis- 
consins in systematischer Ordnung aufgeführt, wobei das Verhältniss der Flora 
Wisconsins zur Flora der östlichen Staaten hinter dem Ordnungsnamen in 
Zahlen angegeben wird. Die erste, kleinere ^^ahl bezieht sich selbstverständlich 
immer auf die in Wisconsin gefundeneu Arten. Durch seine Lage zwischen 
zwei grossen Seen (Michigan und Lake superior) und dem Mississippi, erhält 
Wisconsin*) einen peninsularischen Charakter und ist daher für eine vergleichende 
Flora sehr geeignet situirt. 

Eine besondere Aufmerksamkeit wurde der Flora des Town Lake im 
Milwaukee County zugewendet. Pflanzen des Town Lake und Milwaukees, welche 
ich alle selbst an Ort und Stelle gesammelt, sind ausser den üblichen Zeichen 
der Autopsie (!) überdies durch ein vorgesetztes f kenntlich gemacht. Leider 
konnte ich von Lapham's Werken keines erhalten, 2) sonst wäre die Artenzahl 
der Flora Milwaukees und des Town Lake zweifelsohne noch viel grösser ge- 
worden. Die meisten Standortsangaben sind aber, wie ich annehmen muss, in 
die Floren von Gray und Wood übergangen. 

') Zwischen 42-5'' und 4«» uördl. Br. Die Stadt Milwaukee liegt genau uutei dem 43" 
nördl. Br. 

'') Lapham war ein Yankee und ich ein Deutscher! 



230 A. Bvuhin. 



Literatur. 



lucrease A. Lapliam, geboren am 7. März 1811 zu Paliuyia, New Yurk, 
kam 1836 nach Milwaukee. Einer der vielseitigsten Gelehrten unseres Staates, 
veröffentlichte Lapham als Früchte langjähriger Furschuugen nicht nur einige 
gediegene Werke über die Flora Wisconsins, sondern auch über die Geschichte, 
Geographie, Alterthumskunde , Physik, Kartographie, Geologie dieses Landes 
u. s. w. Er wurde daher 1862 zum Präsidenten des historischen Vereins für 
den Staat Wisconsin und 1873 von Gouverneur Washburn zum Staatsgeologen 
ernannt; vom College Am her st erhielt er die Doctorwürde und von Wood 
wurde ihm zu Ehren eine in Wisconsin häufig vorkommende Var. der Phlox 
äivaricata mit ganzrandigen Blumenblättern Phlox Laphamü benannt. 

Seit 1874 war Lapham kränklich und hielt sich daher bei seinen Söhnen 
in Ocomonowoc auf, wo er den 14. September 1875 beim Fischfang plötzlich 
starb und todt im Kahne gefunden wurde. 

1. Catalogue of plants found near Milwaukee (s. Wikström, Jahresbericht 
1839-1842, p. 152). 

2. Plants of Wisconsin (Proc. Am. Assoc. 1849, p. 19-62). 

3. Grasses of Wisconsin and the adjaceut states. Madison 1854. 8. 
(Extract from the Trausactions of the Wisconsin State Agricult. Society. Vol. III. 
1853, with 11 figures). 

Thomas A. Bruhin, geboren am 21. Mai 1835 in Schwyz, besuchte 
die deutsche Schule daselbst; studirte 1849—1861 in Einsiedeln, wo er 1856 
das Ordenskleid empfing. 1861 zum Priester geweiht, lehrte er zwei Jahre am 
Gymnasium und Lyceum daselbst und kam 1863 nach Mehrerau bei Bregenz 
(Vorarlberg), wo er ebenfalls zwei Jahre eine Professur bekleidete. Von 1865 bis 
1868 finden wir ihn in St. Gerold bei Bludenz. 1869 wauderte er nach Amerika 
aus, dessen Boden er den 29. April desselben Jahres zum ersten Male betrat. 
Von Anfang Mai 1869 bis Ende Juli 1875 in Neu Cöln bei Milwaukee stationirt, 
übersiedelte er unter demselben Datum nach dem nördlicher am See- Ufer ge- 
legeneu Centreville im County Manitowoc, Wisconsin, wo er sich gegenwärtig 
aufhält. 

Seine auf die Flora Wisconsins bezüglichen Schriften sind: 
1. Beiträge zur Flora Wisconsins (in Verb, der k. k. zool.-bot. Ges. in 
Wien 1870, S. 63311). 

2. Arboretuu) Öalesiaiiuni. Die Bäume und Sträuche des Parks beim 
Priester-Seminar (44 Nummern) in der Milwaukeer „Columbia", 1. Jahrg. Nr. 34. 

3. Fundorte seltener Pflanzen im Towu Lake (und Franklin). „Columbia", 
2. Jahrg. Nr. 23. 

4. Die Kosen Neu Cölns. „Columbia", 2. Jahrg. Nr. 29, auch separat. 
-5. Die milchsaftführeudeu Gewächse des Towu Lake im Milwaukee Co. 

(33 Nummern). „Columbia", 2. Jahrg. Nr. 33. 



Voi-fTleichcndo Flnni Wisconsins 231 

6. Merkwürdigkeiten der Flora des Town Lake (24 Nummern). „Columbia", 
2. Jahrg. Nr. 36. 

7. Die windenden und klimmenden Pflanzen des Town Lake (36 Nummern). 
„Columbia", 2. Jahrg., 1. October 1874. 

8. Beiträge zur Flora und Fauna Wisconsins im Milwaukeer „Seebote" 
von 1871, Nr. 10 u. ff. der wöchentl. Ausg. und 1875 nuf 1876. 

9. Zur Flora Centrevillo's. „Seebote" tägl. Ausg. 24. .Jahrg. (1875), Nr. 283. 

10. Die Gefässkryptogamen Wisconsins in der „Concordia" von Green 
Bay. 2. Jahrg. Nr. 4, auch separat und viele kleinere Artikel in verschiedenen 
Zeitungen. 

11. Phänologische Beobachtungen im Thier- und Pflanzenleben des Mil- 
waukeer Couuty. Verh. der k. k. zool.-bot. Gesellschaft 1875, p. 811. 

Die Flora Wisconsins betreffende Notizen finden sich auch in den Re- 
ports of the Commissioner of Agriculture etc. 

Sammlungen. 

1. Th. Kumlien, Plantae Viscons. exsiccatae. 

2. H. H. McAffee in Madison stellte bei Anlass der Staatsfair von 
1871 eine „Collection of native woods of Wisconsin" in Milwaukee aus. 

3. Th. A. Brüh in, Herbarium Lacense. 

4. Herbarium und eine Samensammlung etc. in Engelmann's Schule 
(Museum) in Milwaukee. 

5. Sammlungen in Madison. 

Lapham hat jedenfalls ein bedeutendes Herbarium hinterlassen, von 
welchem dann zu wünschen wäre, dass es der Staat oder die Naturforschende 
Gesellschaft Wisconsins an1>'aufte. 

I. Wechsolbeziehungen zwischen der Flora von Europa und Wisconsin. 

1. Ursprünglich gemeinsame Pflanzen. 
Anemone {pafens und) nemorosa; Hepatica irüoba; Ennuncuhis aqiia- 
Hlis, Flammulo., nceleratus und rej^ens; Calfha palustris; Coptis trifölia; 
Actaea spicata; Nasinrthim palustre; Cnräamine {pratensis und) hirsuta; 
Arohis hirsuta f Barbaren vulgaris; Erysiimim cheiranthoides f Viola canina 
var. sylvestris; Drosera rotundifolia und longifolia; Moehringia lateriflora; 
Stellaria longifolia, longipes und horealis; (Cerastium arvense) ; (Spergula 
nodosa) ? Geranium JRohertianam ? Oxalis stricta; Trifolium rcpcns; (Lathyrus 
palustris); Spiraea salieifolia; Agrimonia Eiqxdoria; Geum (viaerophyllum) , 
strictiim und rivale; PotentiUa anserina und "fruticosa; Comarxim pahistre; 
Fragcma vesca; lidbes rubrum; (Parnassia palustris); (Saxifraga Aisoon 
und tricuspidata) ; Myriophyllum spicatum und fverticillatum; Circaea Lu- 
tetiana wwA alpina; Epilobium angustifolivw , alpinum wxidi palustre; Isnardia 
(Ludwigia) palust7'is ; Sium angustifolium ; Linnaea borealis; Lonicera coe- 
mlea; Vibnrnum opulus ; Galium Aparine (vielleicht eingeschleppt), trißdum 



232 A. Bruliiii. 

und triflorum; Erigeron acre; Solidago Virga mtrea; Xanfhmm Strumarium ; 
Bidens cernua; Achillea Mülefolinin; Artemisia boreulis und Canadensis 
(„Europa" fido Gray), vulgaris und Absinthium; Gnaphalium uliginosuin 
(vielleiclit eingeführt); Senecio palustris; Taraxacum Dens leonis; Campanula 
rotundifolia ; Vaceiniiim Oxycocciis und tili gl nosiivi: Arctostaphylos Uvaursi; 
Cassundra calyculata; Ledum latifolium; Pyrola rotundifulia, chlorantha, 
secunda und minor; Chimaphila umhellata; Primula 3Iistassinica (Euiopa, 
tide Gray, was auch kaum zu bezweifeln ist, da die Pr. Mistassinica Michau^' 
mit der Pr. strieta Horneuiann's synonym ist, was schon Hooker in seiner 
Flora bor. amer. behauptet); Li/simachia thyrsiflora; üiricularia vulgaris, 
minor und intermedia; Pinguicula vulgaris; Scrophularia nodosa; Veronica 
Anagallis, scutellata, serpyllifolia und peregrina (nach Grenili bei Eorschach 
in der Schweiz), Castilleia pallida; Euphrasia officinalis; Bhinanthus Crista 
galli; Lycopus europaeus; Clinopodium vulgare; Brunella vidgaris; Scutellaria 
galerieulata; Stachys palustris; Calystegia sepium; Menyanthes trifoliata; 
Blitum capitatum; Atriplex patula; Polygonum viviparum, Hydropiper, 
acre, amphibium , aviculare und dumetorum; Ceratophyllum demersiim ; 
Cullitriclie verna und autumnalis; Morus rubra (ursprünglich aus Süd- 
Asien); Kumulus Lupulus; Myrica Gale; Betula viridis, populifolia und 
incana; Salix lucida und myrtilloides ; Juniperus communis und Sabifut. — 
Calla palustris; Acorus Calamus, Lemna minor und polyrrhiza ; Typha lati- 
folia; Sparganium minimum; Najas flexilis; Potamogeton natans, rufescens, 
gramineus, praelongus, perfoliatus, compressus, obtusifolius und pectinatus; 
Triglochin maritimum und palustre; Sehexichzeria palustris; Alisma Plantago; 
Vallisneria spiralis; Habenaria viridis und hyperborea; Goodyera repens; 
Mycrostylis monophyllos; Liparis Loeselii; Tofieldia palustris; Smilacina 
stellata und bifolia; Allium Schoenoprasum ; Luzula pilosa und campestris; 
Juncus effusus, Balticus, bufonius, Gerardi, tenuis und alpinus; Eleocharis 
palustris und acicularis; Scirpus pauciflorus und pungens; Eriophorum alpi- 
num, vaginatum un^l polystachyon ; Carex disticha, teretiusculu, chordorrhiza, 
tenella , tenuifloi-a, canescens, stellulata, vulgaris, aquatilis, limosa, irrigua, 
vaginata, praecox, capillaris, flava, Oederi, filiformis und riparia; Leersia 
oryzoides; Alopeeurtis aristulatus; Agrostis vulgaris (vielleicht eingeführt); 
Calamagrostis arenaria; Koeleria cristata; Glyceria fluiians und aqxtatica; 
Poa annua, compressa, caesia, pratetisis und seroiina; Festuca ovimi; Phrag- 
mites communis; Elymus sibiricus; Triticum repens, violaceum und caninum ; 
Trisetum subsjncatum; Aira flexuosa und caespitosa; Hierochloa borealis; 
Milium eff'usum. 

Equisetum arvense, Telmateja, prutense, sylvaticum, palustre, limosum, 
hyemale, variegatum und scirpoides; Polypodium vulgare; Pteris aquilina; 
Asplenium irichomanes? und Filix femina; Phegopteris polypodioides und 
Dryopieris; Aspidium Thelypteris, spinulostim. , crislatum und Filix mas:; 
Cystopleris fragilia; Struihiox>teris germanica; Woodsia Ilvensis; Osmunda 
regulis; Botrychium Lunaria, lanceolatum und Virginicum; Lycopodium 



Vergleichende Flora Wisconsins. 2do 

Selago, annotinum, clavatum und complanatum ; Selaginella spinulosa ; Jsoetes 
lacustris. 

239 Species, von denen: Dicotyled. 122, Monocotyl. 85, Äcotyledon. 32. 

2. Aus Amerika nach Europa gebrachte und daselbst verwilderte, oder häufiger 
cultivirte Pflanzen, welche auch in Wisconsin gefunden werden. 

Merispermum Canadense (s. Koch, Dendrologie I. 388); Lepidium Vir- 
yinictim (s. Hagenbach, Flora bas. II. 146); Rhus Toxicodendron, verwildert 
in Thüringen nach Koch (Dendr. I. 580); Ainpelop>sis qtiinquefoUa ; Vitis 
Labrusea; Negundo aceroides (= Acer Neyundo) nach Koch (Dendrol. I. 
544) in Mitteleuropa allgemein verbreitet; Robinia Pseudacacia (s. Koch, 
Dendr. I. 540".); Phaseolus multiflorus (aus Südamerika); .Ämelanchier Cana- 
densis („eine in unseren Anlagen allgemein verbreitete Art"; Koch, Dendr. I. 
181); Rubus odoratus und occidentalis (s. Koch, Dendr. I. 283 und 285); 
Rosa blanda (in Deutschland verwildert nach Koch, Dendr. I. 243); Ribes 
aureum Pursh.; Oenothera biennis (s. Casp. Bauhin, Pinax, ed. 1623 App., 
p. 520 unter dem Namen: Lysimachia lutea corniculata. Bauhin erhielt 
1619 Samen von Padua; jetzt ist diese Art an See - Ufern eingebürgert; ich 
selbst fand sie vor mehr als zwanzig Jahren am Aegerisee im Canton Zug — 
Schweiz, und vor zwölf Jahren bei Bregenz am Bodensee); Opuntiae spec. ; 
Symphoricarpus raeemosus ; Erigeron Canadense („Stirps Americae borealis, 
quae Bauhini tempore nondum immigraverat". Hagenb. Fl. bas. II. 315 und 
annuum (— Stenactis annua — „in America bor. unde migravit in Europam" 
DC. Prodr.) ; Rudbeckia laciniata (s. Gremli , Beiträge S. 77) ; Helianthus 
annuus; Antennaria margaritacea ; Verbena hastata, urticaefoUa und bracteosa 
(letztere nach Reichardt — Verh. der k. k. zool.-bot. Ges. in Wien, Bd. XVI, 
S. 831 — von Hochw. Jos. Stocker in Feldkirch gefunden und wahrscheinlich 
mit nordamerikanischer Baumwolle eingeschleppt). Phlox divaricata; Solanum 
tuberosum ; Lycopersicum esculentum;^) Gapsicuvi annuum;-) Nicotianae sptc. ; 
Asdepias Cornuti (= A. syriaca) ; Pinus Strobus; Thuja occidentalis (mein 
gegenwärtiger Aufenthaltsort ist die eigentliche Heimath dieses unter dem 
Namen „Lebensbaum" in Europa allgemein bekannten Zapfenträgers; hier wird 
der Lebensbaum ganz irrthümlich „Ceder" geheissen; ein „Ceder Swamp" ist 
daher ein vom Lebensbaum bestandener Sumpfboden); Juniperus Virginiana; 
Anacharis (Elodea) Canadensis = „Schilowskraut" (s. C. Bolle, die Einbür- 
gerung der Elodea Canadensis Eich, in den Gewässern der Mark Brandenburg. 
Zfitschr. für allgem. Erdkunde. Neue Folge. XVIII. 3) Zea Mays. 

Summa: 35 Species. 



*) Lycopersica omnia Americaua sunt ex testimoiüu auctüium XVI. saeculi, ex uomiue 
americano „Tomate" vel „Tomatle", nee non sileutio veterum et abseutia nomiuis sauucritici 
Alph, DC. in l'rodr. Xlll. I, p. 26 in Nota. 

*) Omnia Capsica Americana oxistimo. Suadent nnmorus spociorum in America indigenarum ; 
lifiuuia uominuni veruaculorum in veteie orbi', tanil(>ni Clusii iiliorutnque bnjus temporig sententiu. 
Alph. DC. 1. c. p. 412. 

Z. R. Ges, 15. XXVI. Abb. 30 



234 A. Bruhin. 

3. In Wisconsin eingeführte europäische Pflanzen. (Mehrere ursprünglich asia- 
tische und orientalische Pflanzen gelangten via Europa nach Amerika.) 

Nigella Damascena (aus Spanien nach Amerika gebracht) ; Delj^hinium 
Ajacis; Paeonia offieinalis; Papaver somniferum, Bhoeas und ?dubium; 
Chelidonium majus; Ficmaria offieinalis (letztere zwei nicht im County 
Milwaukee); Nasturtium offieinale und Armoraeia; Sisymhrium officinale; 
'Sesperis Matronalis; Sinapis arvensis; Brassica Bapa, Napus und oleracea 
(mit ihren Spielarten); Camelina sativa, Capsella hursa pastoris; Raphanus 
sativus (aus China); Viola trieolor und odorata (in Gärten); Hypericum 
perforatiim; Dianthus plumarius (auf Kirchhöfen); Sajjonaria offieinalis 
(an Eoads) und Vaccaria (unter der Saat); Silene noctiflora und Armeria; 
Lychnis Chalcedonica (als Garteuflüchtling); Agrostemma Githago (unter der 
Saut) ; Stellaria media; Cerastium ■ viscosum ; Portulaca oleracea (häufiges 
Gartenunkraut und seihst an Eoads); Malva rotundifolia , sylvestris und 
moschata (letztere weiss und rothblühend) ; Hibiscus Trionum (freiwachsend) ; 
Linum usitatissimum (häufig auf der Prairie gebaut); Geraniiim dissec- 
tumf; Impatiens Balsamina (ursprünglich aus Ostindien); Aesculus Hippio- 
castanum (mit Ausnahme von Aescul. Hippocast. und rubicunda sind alle 
übrigen Arten der Gattungen Aesculus und Pavia amerikanischen Ursprungs 
und viele in Europa cultivirt); Trifolium pratense und hyhridum; Melilotus 
alba und macrorrhiza ; Medicago sativa und lupuUna; JErvum Lens; Vicia 
Fäba (aus Egypten stammend); Phaseolus vulgaris und nanus (Ostindien); 
Pisum sativum (Orient); Prunus insititia, domestica, avium, cerasus (Klein- 
asien) und Armeniaca (über letztere bemerkt Koch in seiner Dendrologie I. 87 : 
„Vaterland unbekannt. Ich habe wenigstens während meines längeren Aufent- 
haltes in Armenien den Aprikosenbaura nirgends wild, selbst nur selten culti- 
virt gefunden"); Persiea vulgaris („Vaterland unbekannt — vielleicht Persien", 
Koch, Dendr. I. 83); Eosa centifolia (Vaterland nach Koch, 1. c. S. 292, eben- 
falls unbekannt) ; Pyrus ptimila Mill. (ist nach Koch, Dendr. I. 203, die Staram- 
art unserer Apfelbäume = P. Malus L. und wächst im Kaukasus wild); 
P. Achras Gaertn. (nach Koch, 1. c. p. 215, die Stammart unserer Birnsovten 
— P. communis L. und in China einheimisch); Sorbus Aucuparia; Ribes 
Grossularia; Philaäelphus coronarius; Cucurbita PejJO und maxima; Citrullus 
vulgaris; Cucumis Melo, sativus und anguinus; Daucus Carota; Pastinaca 
sativa; Conium maculatuni; Anethum, graveolens; Cariim Carvi; Apium graveo- 
lens; Petroselinum sativum; Coriandrum sativum; Fedia oUtoria; Inulo. 
Helenium; Maruta Cotula (hier häufiger als in ihrem Vaterland); Leucanlhc- 
mum vulgare; 3fatricaria clwmomilla. Tanacetiim vulgare, Pyreihrum Tana- 
cetum (häufig auf Kirchhöfen); Artemisia vulgaris und Absinthium; Senecio 
vulgaris; Calendula offieinalis; Centaurea Cyanus; Carthamus tinctorius; 
Cirsium lanceolatum und arvense; Lappa öfficincdis; Cichorium Intylms und 
Endivia; Lactuca sativa; Sonchus oleraceus, asper und arvensis; Pkmfogo 
major; Verbascum Thapsus; Linaria vulgaris; Veroniea arvensis; Mentha 



Veigleicliende Flora Wisconsins. 235 

viridis, arvensis und piperita; Origanum Majorana (als „Wurstkraut" von 
Gärtnern cult.); Melissa und Salvia ofßcinulis; Hyssopus officinulis (häufig 
in Gärten) (Thymus vulgaris); Satureia Jiortensis (ebenfalls „Wurstkraut"); 
Nepeta Cataria; Galeopsis Tetrahit (ein einziges Mal an der Howells Road bei 
New Culn gefunden); Leomirus üardiaca; Symphitum officinale; Myosotis 
stricta; Echinospermum Lapimla; Cynoglossum officinale; Borago offtcinalis ; 
Cuscuta Epilinum? ; Solanum Dulcamara; Datura Stramonium ; Vinca minor 
(auf Kircliliöfen) ; Syringa vulgaris; Chenopodium album, glaucum und hyhri- 
duni; Beta vulgaris; Atriplex hortensis; Spinacia oleracea ; Polygonum Persi- 
caria, Convohulus und Fagopyrum; Bheum Jthaponticum (Asien); Bumex 
longifolius, crispus und Äcetosella; Euphorbia platyphylla, helioscopia (fehlt 
im Co. Milw.) und Cyparissias (letztere auf Kirchhöfen); Monis alba; Urtica 
dioica; Cannabis sativa; Salix viminalis, fragilis, alba und Babylonica; 
Populus dilatata und alba; Abies excelsa und picea; Pinus sylvestris; Iris 
pumüa; Asparagus officinalis (zum Theil verwildert); Allium sativum, Porrum f, 
fistulosum, Cepa und ascalonicum; Phleum pratense; Dactylis glomerata ; Poa 
triviälis und pratensis; Triticum vulgare und Spelta (olim) ; Seeale cereale; 
Hordeum vulgare; Lolii spec.; Avena sativa; Phalaris arundinacea und 
canariensis; Panieum gldbrum, sanguinale und Crus galli; Setaria glauca 
und viridis. 

176 rfpecies. 

Im Ganzen 450 Wisconsin und Europa gemeinsame Pflanzen. — Die 
Zukunft wird noch mehrere hinzufügen; mir genügt es, von Deutsch-Amerikanern 
der Erste gewesen zu sein, der in der Muttersprache eine solche Arbeit versuchte. 

IL Systematisches Verzeichniss der Pflanzen Wisconsins mit Stand- 
ortsangabe. 

A. Dieotyledonen. 
Ranunciilaceen. 

Clematis verticillaris DC. Wisconsin nach Gray. 
t — Virginiana L. Milwaukee County. 
Anemone patens L. var. Nuttalliana. Wis. (Lapham). 

— parviflora Michx. „Lake Super." nach Gray. 

— multifida DC. daselbst „rare" nach Gray. 
t cylindrica Gray. Milwaukee Co. 

t — Virginiana L. Howells Road am Kinnikinnik! 

— Pennsylvaniea L. „Illinois and northwestward". Gray. 
t — nemorosa L. Milwaukee Co. 

Blumenblätter in der Regel nur fünf (aber auch sieben), während die 
europäische Pflanze normal sechs Blumenblätter besitzt. Das Laub der 
amerikanischen Pflanze ist überdies meist rothbraun gefärbt und der 
Stengel sehr steif. 

30* 



236 A. Bruhin. 

fllepaticu triloba Chaix. Milwaukee Co. 

t — acutiloha DC. Milwaukee Co. häufig. 

Mit rotbeu, weissen und blauen Blüthen; vuriirt in der Zahl der 
Blumenblätter und der Kelchblätter; ist wahrscheinlich nur eine Var. 
der vorhergehenden, was auch Gray zu glauben scheint, indem er sagt: 
„Perhaps runs in the other". Unsere H. triloba ist jedenfalls ein solcher 
Uebergang. 

fThälictrum anemonoiäes Michx. (= Anemone thalictroides L.). 

Milwaukee Co., und zwar an der Town Line zwischen Howells und 
Nicholson Koad und an der Howells Road am Kinnikinuik.» Vom letzteren 
Staudort mit fünf Blumenblättern und vier Fruchtknoten. 

t — äioiciim L. Milwaukee Co. gemein. 

t — Gornuti L. Milwaukee Co. besonders häufig am Kinnikinnik. 

-fRammcithiS aquatilis L. var. trichophyllus Chaix. 

An der Howells Road, I72 Meile nördlich von New Cöln. 

t — multifidus Pursh. Milwaukee Co. gemein. 

t — alismaefolius Geyer. Eine Meile südlich vom Wisconsin House an der 
westlichen Line Road. Unterscheidet sich nicht wesentlich von B. Flam- 
mula L. (Zwar nicht im Town Lake aber an der Grenze). 

— Flammula L. var. reptans. „Sandyshores." Gray. 

— cymbalaria Pursh. „Along the Great Lakes." Gray. 

— rhomboidens Goldie. . „Wisconsin" nach Wood, 
t — abortivus L. Milwaukee Co. nicht selten. 

In New Cöln fand ich eine Fasciatio mit Zwilliugsblüthen. 
t — sceleratus L. Im Milwaukee Co. au einigen Orten, z. B. im Tamarack 

und Stephausbusch bei New Cöln. 
t — recn/rvatus Poir. Milwaukee Co., z. B. New Cöln. 

— Pennsylvanicus L. Mauitowoc Co., z. B. Centreville. 

t — faseicularis Muhl. Sumpfige Orte gegen Gray, welcher sagt: 

„Rocky hüls". 
Pasciationen mit Zwillings- und Drillingsblüthcn sind nicht selten. Ich 

erhielt sogar ein Exemplar mit fünf verwachseneu Blüthen, deren genieiu- 

schaftlicher Stiel V3" breit und deren Carpelle kammförmig waren, 
t — repens L. Die Normalform (mit grossen einfachen Blüthen) V/o Meilen 

nördlich von New Cöln an der westlichen Line Road. Mit gefüllten 

Blüthen häufig iu Gärten und auf Kirchhufen, verwildert. 
■\Caltha palustris L. Milwaukee Co. häufig, besonders am Kiiiikinnik. 
\Äqiiilegia Canadensis L. Am Lake Micliigan, östlich von New Cöln und am 

Kinnikinuik u. s. w. (s. Labrara, Zierpflanzen. Taf. 44.) 
t - vulgaris L. In Gärten. 

Delphinmm azureum Michx. „Wisconsin" nach Gray und Wood, 
t — Ajacis L. In Gärton. (Ob auch D. Orientale Gay?) 
■fHf/drastis Canadensis L. Milwaukee Co., z. B. um New Cöln in fettem ßusch- 

land, nicht häufig. 



Vergleichende Flora WiBConeins. 237 

fActaea spicata L. var. rubra Michx. Milw. Co., beinahe iu jedem Busch. 
t — alba Bigel. Daselbst, aber seltener, z. B. bei der Francis Station und 
iui Stephausbusch. Häutiger iu Centreville bei St. Weudeliu. 
Cimicifuga racemosa Ell. „Wisconsin" nach Gray. 
\Nigclla Damasccna L. Als Gartenflüchtling. 
jFueonia officinalis L. In Gärten. 

Menispertnaceen. 

■fMenispermum Canadense L.Mil\ya.ukce Co. zerstreut, z. B. Town Line, zwischen 
Kilboura- und New Road etc. 

Berber idaceen. 

■\Gauloi)hyllnm thalictroicles Michx. Milwaukee Co., z. B. iu Büschen um New 
Cöln, nicht häufig. Die Blutheu erinnern au Muta graveolens. 
Jeff'ersonia äiphylla Pers. „Wisconsin" nach Gray. 

j-Podophißlum peltatum L. „Wilde Citroneu." Sehr geuieiu. Hat einige 
Aehnlichkeit mit Equisetum arvense sowohl hinsichtlich des Standortes, 
der Zeit ihres Erscheinens und hinsichtlich des Geschlechtsverhält- 
uisses, denn wie Equisetum, hat auch Podophyllum tiuchihare uud un- 
fiuchtbare Individuen aufzuweisen. Unfruchtbare Exemplare sehen erst 
einem geschlosseueu, dann einem geöffiii'ten Regenschirme täuschend 
ähnlich, während bei fruchtbaren der Blattstiel sich im oberen Dritttheil 
trennt und aus der Achsel der Blattstiele eine rosenartige weisse Blüthe 
treibt. Die Früchte, welche im August reifen, können genossen werden, 
während Blatt und Wurzel giftig sind und auch vom Vieh unberührt 
gelassen werden. Ein Absud davon wurde zur Vertilgung der Kartoifel- 
käfer (Doryphora decemlineata) mit Erfolg angewendet. Das „Schirm- 
blatt", wie ich diese Pflanze nenne, ist eine der charakteristischen des 
östlichen Wisconsin und hilft dessen Pflanzenphysiognomie bedingen. 
Ich machte den Versuch, die Früchte einzukochen und erhielt ein äusserst 
delicates Dessert. 

Nyni2>fiaeaceen. 

Brasenia peltata Pursh. Muskego Lake im Waukesha Co. Blätter schild- 
förmig, gelatinös, schwimmend. 

■[Nymphaea ordorata Ait. Milwaukee Co., besonders Deer Creek iu Bai view 
bei Milwaukee. 

\Nup1iar adve>m Ait. Daselbst. 

Sarraceuiaceen. 

Sarracenia ptirpurea L „Common from New England to Minnesota" Gray- 



238 A Bruhin. 

Pa2)averaceen, (Miichsaftfülirend.) 

fPapaver somniferum L. Müwaukee Co. als Gartenflüchtling. 
t — JRhoeas L. Müwaukee Co. sehr sporadisch. 
^Eschsclioltzia Douglasü Hook. Häufig in Gärten. 

Stylophorum diphyUum Nutt. „Wisconsiu" nach Gray. 

Chelidonium majus L. Ob in Wisconsin? 
\Sanguinaria Canadensis L. Müwaukee Co., besonders östlich von New Cöln. 

Funiariaceen. 

Adluniia cirrhosa ßaf. „Common westward" nach Gray. 
Dicentra Canadensis DC. „Wisconsin" nach Gray. 

— Citcullaria DC. „Westward" Gray. 

t — spectahilis DC. Eine häufige Zierpflanze. 
Corydalis glauca Pursh. „Common" Gray. 

— flavula Baf. „Wisconsin" nach Gray. 

— aurea Willd. „Wisconsin" nach Gray. 
Vumaria officinalis L. Wisconsin? 

Crzicifereii. 

fNasturtium officinale R. Br. Milwaukee Co., aber nicht häufig. 

— sinuatum Nutt. „Banks of the Mississippi" Gray. 

— sessiliflorum Nutt. „Mississippi River" Wood. 

— obtusiim Nutt. Mit der vorhergehenden. 
t — palustre DC. Milwaukee Co. gemein. 

t — Ärmoracia Fries. Daselbst, Nev? Cöln, freiwachsend. 

fDentaria laciniata Muhl. Waldkapelle beim Priester-Seminar und noch häufiger 

an der westlichen Line Road, V/2 Meilen nördlich von New Cöln, in 

Gesellschaft von Sanguinaria, Hydrophylhim , Hepatica, Claytonia, 

Ällium, ErytJironiuni etc. 
fCardamine rhomboidea ÜC. mit der Var. purpiirea Torr. Milwaukee Co. häufig, 

besonders östlich von New Cöln. 

Die Normalform mit weissen Blüthen blüht bedeutend später als die 

Varietät. Nur das Wurzelblatt zeigt entschieden rhomboidische Form, 

daher ein Analogen zu Campaniüa rotimdifolia. 

— pratensis L. „Wisconsin" nach Gray. 

— hirsuta L. Centreville, Station im Co. Manitowoc. 
Ärabis hirsata Scop. „Common" Gray. 

t — laevigata DC. Am Kinnikinnik bei der Looiuis Road. 
t — Canadensis L. Diese und die vorhergehende am Lake Michigan östlich 
von New Cöln. 

— Drummondii Gray. „Lake Superior" Gray. 

Barbarea vulgaris R. Br. „Indigeuous from L. superior north- and west- 
ward" Gray. 



Vergleiclieude Flora Wisconsins. 2ou 

Erysimum cheiranthoides L. „Tllinoia and northward" Gray. 
■fSisi/mbrium officinale Scop. Milwankco u. s. w. 

— canescens Nutt. „Lake Superior, thence soathward and westward" Gra y 
Hesperis Maironalis L. Flor, albis in Caledonia, Racine Co. 

t — — Florih. p'urpureis an der Kilboura Road, b^i Meilen südlich von 

Milwaukec. 
^Brassica (Sinapis) arvensis Boiss. Milwaukee Co. Häufig anf Aeckern und 

an Roads. 
t - Bap)a L. 
t Napns Koch. 

t — oleracea L. var. caulo-rapa DG. ] Cultivirt. 

t ■— — var. capitata (biiMata, laevis, rivbra.) 
t — — var. eauliflora. 
Draba arabisans Michx. „Shores of Lake Superior" Gray. 

— CaroUniana Walt, mit der var. micrantha, „Wisconsin" nach Gray. 
fCicmelina sativa Crantz. In einem Leinacker zwischen der Kilbourn- und 

New Road, 1 Meile südlich von der Town Line des Town Lake im 

Jahre 1870. 
\Capsella bursa pastoris Mönch. Ueberall. 
fLepidimn Virginieum L. An Roads gemein. 

— intermedium Gray. „From Illinois northward" Gray. 
fCaküe Ämerieana Nutt. See-Ufer bei Milwaukee. 
■fRaphamis sativus L. Cultivirt und verwildert. 

Meseddceen, 

f Reseda odorata L. Häufig in Gärten. 

Capi^arülaceen, 

Polanisia graveolens Ruf. „Wisconsin" nach Gray. 

Violaceen. 

■f Viola blanda Willd. Milwaukee Co. in Sümpfen, z. B. Tamarack. 

— SelUrJcii Pursh. „Lake Superior" nacTi Robbins. 
t cuciillata Ait. Häufig im Co. Milwaukee. 

t — canina L. var. sylvestris Regel. New Cöln etc. 
t?-- striata Ait. New Cöln? 

Canadensis L. „Common northward" Gray. 
t — pubescens Ait. fehlt wohl in keinem Busch. 

T n 0) j. [ j^ Gärten und auf Kirchhöfen. 

t — odorata L. ] 

Cf.9fac$en. 

Helianthemum Cunadense Michx. „Wisconsin" nach Gray. 

Hudsonia tomentosa Nutt. „Wisconsin" Wood, „along the great Lakes" Gray. 

Lecheu minor Lam. „Common" nach Gray. 



240 A. Bin hin. 



Droseraceen, 

f Drosera rotnncUfoUa L. Kleiner Lake in der Nähe des Wisconsin Honse an 
der Südwestecke des Town Lake. 
longifolia L. „Less common" Gray. 

— linearis Goldie. „Shore of Lake Superior" Gray. 

Sypericaceen. 

Hi/pericum pyramidatum Ait. „Wisconsin" nach Gray. 

— Kalmianum L. „Northern Lakes" Gray. 

— eJUpticuin Hook. „Lake Superior" Gray. 

t — perforatum L. Pastures in New Cöln etc. 

— corymhosum Muhl. „Common" Gray. 

— mutilum L. „Everywhere" Gray. 

— Canadense L. „Common" Gray. 

— Sarothra Michx. „Common" Gray. 

fElodes Virginiea Nutt. Taniarack und Town Line an der Howells Eoad bei 
New Cöln. 

Blüthen meist verkümmert. Habitus des H. pterforatum 

Caryophyllaceen. 

fDianthus plumarius L. Auf Kirchhöfen häufig. 

\Saioonaria officinalis L. Milwaukee Co. an Roads. 

t — Vaöcaria L. Daselbst häufig unter der Saat. 

iSilene stellata Ait. Am Kinnildnnik, wo derselbe von der alten Howells ßoad 
durchschnitten wird, fand ich Exemidare, deren obere Blätter nicht 
wirtelig sind, weshalb ich anfänglich glaubte, Silene ovata gefunden 
zu haben. Asa Gray, dem ich ein Exemplar übersandte, schrieb mir 
darüber : 

„Mea sententia manca tua „Silene ovata'' est potius 8. stellata foliis 
(superioribus tantum?) oppositis. In 8. ovata Pursh. CaroUnensi 
panicula est thyrsiformi, calycibus longioribus. Specimiua siccata uberiora 
desiderantur." Spätere Nachforschungen ergaben, dass wirklich nur die 
oberen Blätter gegenständig, die unteren aber normal wirtelständig sind. 

— antirrhina L. „Common in waste places" Gray, 
t — noctiflora L. Milwaukee Co. auf Aeckeru. 

t — Ameria L. In Gärten und auf Kirchhöfen. 
\Lychnis (Agrostemma) Githago Lara. Unter der Saat, 
t — Chalcedonica L. Häufig in Gärten und verwildert. 
Arenaria strieta Michx. „Wisconsin" nach Gray, 
t — (Moehringia) lateriflora L. Milwaukee Co. 

■fStellaria media Sinith. Milwaukee Co., z. B. im Stephansbnsch bei New Cöln 
und Seminar. 



I 



Vergleichende Flora WiRCOusins. 241 

f Stellaria longifolia Muhl. New Cöln etc. 

- longipes Goldie. „Wisconsin" nach Gray. 

— crassifolia Ehih. „Illinois and northward" Gray. 

— horealis Bigel. „Wisconsin" nach Gray und Wood. 
iCerastimn tnscosum L. In jedem Busche. 

— nutans Raf. „Vermont to Minnesota" Gray. 

- arvense L. „Wisconsin" nach Gray. 

Sagina (Spergula) nodosa Penzl. „Lake Superior" Gray. 
Anychia dichotoma Michx. „Common throughout" Gray. 

Portulacaceen, 

fPortulaca oleracea L. Ein häufiges Gartenunkraut im Milwaukee Co., welches 
aber auch wie Spinat als Gemüse benutzt werden kann. 

t — grandiflora. Nicht selten in Gärten. 
Talinum teretifolium Pursh. „Wisconsin : Falls of St. Croix River" Gray. 

fClaytonia Virginica L. Milwaukee Co. nicht selten. Standort und Blüthen 
an Oxalis acetosella erinnernd. 

— Caroliniana Michx. „Wisconsin" nach Gray. 

Malvaceen. 

fÄltaea rosea Cav. Nicht selten an ßoads als Gartenflüchtling. 

fMalva rotundifolia L. Milwaukee Co., z. B. New Cöln, um Häuser und Ställe. 

t — sylvestris L. Daselbst, unkrautartig in Gärten. 

t — moschata L. Weissblühend beim Seminar; rothblühend an der Town 

Line nahe dem Lake Michigan und an der Howells Road bei Caledonia 

Racine Co. 
CalUrhoe triangulata Gray. „Wisconsin" nach Gray. 
fAbtitilon Ävicennae Gsertn. Caledonia, Racine Co. Häufig zwischen der Howells 

und New Road, unfern des Root Rivers und selten in New Cöln bei der 

katholischen Kirche. 
fHihiscus triomim L. Beim Wisconsin Haus. „Flower-of-an-hour". S. Labrani, 

Zierpflanzen. Taf. 85. 

Tiliaceen. 

fTilia Ämericana L. Milwaukee Co. immer seltener werdend. 

Aus dem Holze werden die sogenannten „Klumpen" oder Holzschuhe 
verfertigt. 

Linaceen. 

Linum Virginianum L. „Common" Gray. 
t — usitatissimum L. Selten gepflanzt im Co. Milwaukee, häufig dagegen auf 
der Prairie. 

Als vor einigen Jahren ganze Wagenladungen Leinstroh von der Prairie 
nach Milwaukee gefahren wurden, fand man im darauf folgenden Sommer 
zu beiden Seiten der Howells Road die Leinpflanze. 

Z. H Ge.s. B XXVr. Abli. 31 



242 A. Brnliin. 

Geraniaceen.^) 

fGeranium maculatum L. Gemein im Co. Milwaulcee. 
t — dissectum L. New Cüln nur einmal; ist vielleiclit: 

— Carolinianum L. „Common" nach Gray. 

— JRoherticmuw L. „Common northward" Gray. 
fTropaeolum m,njus L. Wird häufig cultivirt. 

fFloerIcea proserpinacoides Willd. Caledonia, in der Nähe des Standortes von 
Abutilon (s. dieses) und häufig am Kinnikinnik, in der Nähe der alten 
Howells Road, Avestlich davon. Blüthentheile oft vierzählig; Früchte 
meist abortirend — einzeln. 

jlmpatiens ijalUda Nutt. Am Kinnikinnik, zwischen Howells und New Road? 
Eher die Var. der folgenden „with spotless flowers". 

t — fulva Nutt. Gemein im Co. Milwaukee. 

t — Balsamina L. Häufig in Gärten. 

\OxaUs strieta L. Milwaukee Co. nicht selten. 

— Acetoftella L. „Lake Superior" nach Gray. 

Riifaceen. 

fXanthoxyhim Americannm Mill. Milwaukee Co. nicht selten an Penzen u. s. w. 
Uehcr die Schreibart ,,Xanthoxyluvi" statt Zanthoxtßnm vergl. Koch. 
Dendr. I. 563). 
Ptelea trifoliata L. „Wisconsin" nach Gray. 

Anacardiaceen. 

■fRhus glahra L, Milwaukee Co. nicht selten, 
t — venenata DC. Tamarack bei New Cöln. 
t — Toxicodendron L. Co. Milwaukee, häufig. 

— typhina L. und \ . , • v , i ■ w 

„. .^ t wahrscheinlich auch in Wisconsin. 

— copallma L. j 

Vitctceen. 

fVitis L(d)rusca L. cultivirt, z. B. beim Seminar. 

t - aestivrdis Michx. Milwaukee Co. Früchte im September reif. 

— cordifnlio. Michx.? Früchte im November reif. 
iAwpclopsiii quwqnefolni Michx. Milwaukee Co. gemf>in. 

RJtamnaceen. 

■fBhamnus alnifolius L'Her. Tamarack bei New Cöln. 

\Ceanoihua Americnnus L. Caledonia Racine Co. und Franklin Milwaukee Co. 
auf dem Kirchhof; selten in New Cöln hinter der luthovischen Kirche. 

— ovalis Bigel. „Wisconsin" nach Gray. 

') ElngclilioHNlii^h iler I.imnant.liofiii, l?iil«iiininn(>ii und Oxiilirleen. 



Vcisleioliaiidü l'loia Wibooiihimt. 24r) 

Celastraceen, ') 

fC'clantrus scandcits L. Nicht selten im Co. Milwaukce. 
] Evonymus atroinirparens Jacq. „Wisconsin" nach Gray. 

Von Mr. Luitierdin«!; an der Looniis Road,-Milwaukee Co., gefunden. 

Sapi ndaceen. 

Staphylea trifolia L. „Wisconsin" nach McAffee. 
\Aesculus Hiiypocastanuni L. Im Milwaukee Co. cultivirt. • 
Acer Pennsylvanicum L. „Wisconsin" nach Gray. 

— spicatum Lam.? 

t — saccharinum Wang. Milwaukee Co. 

— — var. nigrum. „With the ordinary form" Gray. 

— dasycarpum Ehrh. „Wisconsin" nach McAffee. 

t — rubrum L. Roth und gelb blühend in New Cöln. 
Negunda aceroides Mönch. „Wisconsin" nach Gray. 

Pofygalaceen, 

Folygala incarnata L. „Wisconsin" nach Gray. 

— sanguinea L. „Common" Gray. 

— verticillata L. „Common" Gray. 

t — Senegu L. New Cöln im Kirchenlande an einer Stelle häufig. 

Legutninosae, 

Lupinus perennis L. „Common" nach Gray. 
] Trifolium pratense L. Mit bandförmigen und röhrigem Stengel und weiss- 

blüheud. 
t — repens L. Gemein an Roads etc. 

- hybridum L. In Centreville, Manitowoc Co. cultivirt. 
-\I\IdUutus macrorrlbiza Pers. Milwaukee. 

t - alba Lam. Milwaukee Co. an Roads. 

t Medicayo sativa L. An der Kilbourn Road, V2 Meile südlich vom Wisconsin 
House und New Road, 8 Meilen südlich von der Stadtgrenze, einst ge- 
baut, jetzt spontan, 
t - LupuUna L. Milwaukee, South Side. 
l'sorulea argophylla Pursh. „Wisconsin" nach Gray und Wood. 

- escidciUa Pursh. „N. W. Wisconsin" (Spears, T. J. Haie etc.). 
J'dalustemun violaceus Michx. „Michigan to Minnesota" Gray. 

villosus Nutt. „N. Wisconsin, Lake Pepin" etc. (T. J. Haie). 
biiorpha fruticosa L, „Wisconsin" nach Gray. 

- canescens Nutt. „Wisconsin" nach Gray und Wood. 



') Einschliüsslicli die Stupliyleacccii und Acoriueeu. 

31 



244 A Tiruhiu. 

1[ItoOiniu I'scudaaiciu L. An der alten HowelLs Road nahe der Stadtgrenze, 

wie freiwachsend. 
Astragalm caryocarpus Ker. „Upper Mississippi river", Gray, 
t — (Janadensis L. Sectio 9, ungefähr eine Meile südlich von der Stadtgren/c, 

mit der folgenden : 
t — ('Ooperi Gray. Daselbst. Schoten einfächerig, innerhalb spinnwebig, 

aufgeblasen. (Die der Canadensis nicht aufgeblasen, zweifächerig.) 

A. Cooperi blüht einen Monat früher als A. Canadensis. 
Desniodium nudißorum DC. „Common" Gray, 
t — aeuminatum DC. Milwaukee Co., z. B. New Cöln. 

— canescens DC. „Wisconsin" nach Gray. 

— cusiridalmn Torr, et Gray. „Common" Gray. 

— Dillenü Darlingt. „Common" Gray. 
-- paniculatum DC. „Common" Gray. 

— Canadenae DC. „Common" Gray. 

- MariUmdicum Booth. „Common" Gray. 
Lespedcsa violacea Pars. „Common" Gray. 
ifVicia Caroliniana Wall. Milwaukee Co., z. U. New Cöln. 
t — Ämericano, Muhl. Daselbst. 

Unterschied von Vieia Caroliniana und Americana: 



Vicia Carolina. 
Blüthen 20 und darüber, lila; 
Länge weniger als '/z Zoll; 
Ranken gegabelt; 
Nebenblättchen lanzettlich, ganz 
randig. 

ßlüht im Mai. 



Vicia America ua. 
Blüthen höchstens 8, purpurn; 
Länge derselben ^/i Zoll; 
Ranken ästig; 

Nebenblättchen lialbrund, einge- 
schnitten — gezähnt. 
Blüht im Juni. 



t Vicia Faba L. cultivirt. Ein arger Feind derselben ist Canlharls cinerea. 
■]?JjaUii/rus maritimus Bigel. „Öhore of thc great Lakes" Gray. Am Michigan, 

New Cöln gegenüber? 
t — venosus Muhl. Co. Milwaukee, an Feuzen und Buschräuderu nicht häuli,l,^ 

z. B. in der Nähe des Town Houso. 
t - ochrolcncus Hook. Nicht selten in Wiesen und auf Pastures des County 

Milwaukee, z. B. New Cöln. 
— palustris L. Bei Franklin im Co. Milwaukee. 
t „ sativiis L. Wurde in New Coln gebaut. 

■\A2>ios luberosa Mönch. Häuiig eine Meile östlich von New Cöln. 
^'frh((Scolns divcrsi/'oHus Pcrs. „Along the great Lakes" Gray. Am See-Ufer 

beinj Seminar (V). 
t — vulgaris L. \ 

t — -- var. nanus. J Cultivirt. 
t — muUißorus Lam. j 



VcrultiiclioMilc VXovu, WincoiiniiiH. 24Ö 

\ Amphicarimea monoica Nutt. In fettem Busch, beaunders „Stepliaiisbih.cli '. 
Baptisin tinctoria R. Br. „Common" Gray. 

— leucantha (ii:iy. Oalodonia, Racine C(»., nahe b